Zentrum für Medienbildung
Die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika steht bevor und wird sowohl als Medienspektakel als auch als Sportereignis weite Kreise ziehen. Die erste Ausgabe der MEDIENIMPULSE im Jahr 2010 widmet sich deshalb dem Schwerpunkt Medien und Sport und beleuchtet das Thema von vielen Seiten und Blickwinkeln.
Den Schwerpunkt hat Matthias Marschik von der Uni Wien betreut.
Klicken Sie und lesen Sie rein – Für InteressentInnen bietet die vier Mal im Jahr erscheindende medienimpulse.at auch einen Newsletter. Damit versäumen Sie die Neuerscheinungen garantiert nicht.
Auch der Call für die Ausgabe 2/10 ist bereits online. Beiträge können ab sofort eingereicht werden.
In der Podcast Reihe “Aufgeblättert-Audio Reviews” erläutert diesmal Sybille Roszner im Gespräch mit Rudolf Schönauer ihre Publikation “Interne Beratung und Schulentwicklung” erschienen im VDM Verlag Dr. Müller 2009 und beschreibt die facettenreiche Rolle interner Beratung im Rahmen von Schulentwicklungsprozessen.
Die Schulleitung steht hier ebenso im Mittelpunkt des Geschehens und wird mit den Attributen flexibel, präsent und wertschätzend beschrieben, wenn Prozesse gelingen. Sybille Roszner weist daraufhin, das Schulentwicklungsprozesse bei den AkteurInnen Irritationen auslösen können. Diese können aber in einem transparenten, zielgerichteten Prozess Entwicklung und Veränderung innerhalb der Organisation Schule bewirken.
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Schön, dass es vermehrt zu open content online Publikationen kommt. So ist es möglich, in relevante Forschungsergebnisse rasch Einblick zu erhalten. Diesmal war es ein Beitrag im Online Journal “bildungsforschung” :
Jadin, Tanja & Zöserl, Eva (2009). Informelles Lernen mit Web-2.0-Medien. In: bildungsforschung, Jahrgang 6, Ausgabe 1,
URL: http://www.bildungsforschung.org/Archiv/2009-01/Web2.0/ (aufgerufen am 27.5.09)
“Web 2.0″ verliert zwar immer mehr seine Bedeutung als Reizwort – einerseits finden sich schon an allen Ecken und Enden entsprechende Angebote zur Partizipation, gleichzeitig steigt jedoch die partizipative Nutzung dieser Möglichkeiten nur sehr langsam. Der Hype ist vorüber (?) – die breite Masse hat die Kulturtechniken aber noch nicht internalisiert. Vor allem im Bildungsbereich ist da eine gewisse Trägheit zu erkennen. Die vorgestellten Studienergebnisse über die aktive, partizipative Nutzung von Social Software durch österreichische Studierende von Jardin/Zöserl zeigen dies auch.
Bei der Lektüre des Beitrages haben sich bei mir die Fragen getürmt:
Was bedeutet es, wenn jene Lernumgebungen, die selbstorganisiertes, selbstbestimmtes Lernen fördern, nur zögerlich genutzt werden? Wie traditionell hierarchisch und instruktiv ist die Lerneinstellung der Studierenden? Bevorzugen sie die Vorgabe fertiger Informationspakete, die dann bei Prüfungen wiedergegeben werden und damit die erforderlichen Zeugnisse abgeholt werden können? Oder gibt es schlichtweg keine entsprechenden Lernszenarien, um kollaborativ oder partizipativ online ebensolche Zeugnisse zu erhalten? Liegts an der mangelhaften Medienkompetenz der Lehrenden? Wird informelles Lernen vielleicht gar nicht als Lernen erkannt und somit der damit zusammenhängende Wert übersehen? Liegt es an der mangelhaften Mediennutzungskompetenz der Lehrenden und Lernenden?
Gleichzeitig läßt sich Hoffnung schöpfen. Nachfolgende Generationen dürften schlichtweg weniger Scheu bzw. mehr Mediennutzungskompetenz haben. Um das aber auch zu belegen, ist auf zukünftige Befragungen zu warten.
Noch zwei kurze Zitate aus dem Schusskapitel “Diskussion”:
“Die partizipative Nutzung von Wikis, d.h. das Abändern von Beiträgen sowie die kritische Reflexion von Weblogs, fördert Schreibkompetenz, kritisches Denken und Kritikfähigkeit. Zudem können Szenarien für kollaboratives Lernen entwickelt werden um neben den genannten Kompetenzen Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit zu unterstützen.”
“Wir stehen erst am Beginn der Frage, wie eine Vernetzung von informellem Lernen und Hochschule aussehen könnte. Womöglich bedarf es ein Umdenken in unserer Lernkultur.”
Letzterem kann ich mich nur anschließen und den gesamten Beitrag von Jardin/Zöserl zur Lektüre empfehlen. Schön, dass es Open Content gibt.
PS: Falls Sie Interesse und kurz Zeit haben könnten Sie diese Open Content Petition unterzeichnen.
Mit dieser Frage beschäftigt sich u.a. das “Netzwerk Freies Wissen” . Dort erschien auch die Broschüre “Wissensallmende Report 2009″, die ins Thema einführen soll. Der Trailer (veröffentlicht auf vimeo, cc lizenz) bietet erste Einblicke, was die Patentierung im Bündnis mit Kommerzialisierung von Wissen für unsere Gesellschaft bedeutet.

Cover Braumüller Verlag
Einladung zur Buchpräsentation: ** Lernen durch Enttäuschung – Eine
literarische Spurensuche*
Ein Ausflug in die Literatur kommt der Frage nach der Bedeutung von Enttäuschungen für das Lernen auf die Spur: Im Alltag lernen wir aus Fehlern, Irritationen und Enttäuschungen, doch entzieht sich eben dieses Lernen meist unserer Erinnerung. Wir wissen, aus einer Enttäuschung gelernt zu haben, aber wir vergessen wie und wodurch wir lernten. Das
Lernen selbst stellt eines der größten Rätsel unseres Menschseins dar.
Im Rahmen der Buchpräsentation werden unterschiedliche literarische
Zugänge zum Phänomen des Lernens gesucht und ergründet. Diese
Spurensuchen rahmt die Präsentation des im Braumüller Verlag erschienen Buches “Lernen durch Enttäuschung” von Dr. Konstantin Mitgutsch. Der Abend verspricht anekdotische Einblicke, theoretische Rückschlüsse und konstruktive Ausblicke.
*Mit Beiträgen von:*
Elisabeth Sattler (Institut für Bildungswissenschaft / Universität Wien)
Gudrun Kern //(Institut für Bildungswissenschaft / Universität Wien)
Herbert Rosenstingl (Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend)
Reinhold Stipsits (Institut für Bildungswissenschaft / Universität Wien)
Konstantin Mitgutsch (Institut für Bildungswissenschaft / Universität Wien)
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Termin*: Dienstag der 19.05 von 18.00 – 20.00
*Ort:* Pädagogischer Buchversand, Strozzigasse 14-16; 1080 Wien
*Um Anmeldung *unter info@pbv.at wird gebeten
Info und Link zum Buch:
http://www.braumueller.at/shop/catalog/product_info.php?products_id=2042&osCsid=f925c741ed8f5e0dd80c7a936d84bfbc
Die Dissertation von Dr. Mitgutsch ist hier downloadbar.