InMeLi Abschlussfolder veröffentlicht

Es gibt einen neuen Folder, der zum Projektabschluss erstellt worden ist. Vielen Dank an den OAD für die Produktion des Folders!

Hier der Text:

InMeLi – Entwicklung eines Instruments zur Erhebung und Reflexion der Medienkompetenz und des Medialen Habitus in Schulen

Im Sparkling Science-Projekt InMeLi geht es um die Förderung von Medienkompetenz und die Reflexion des Medialen Habitus von Schülerinnen und Schülern.  edienkompetenz wird in InMeLi als wichtige Kompetenz von souveränen Bürgerinnen und Bürgern für die Teilnahme an emokratischen Wissensgesellschaften, in denen Kultur, Politik und Ökonomie in hohem Maße durch mediale Kommunikation bestimmt sind, verstanden. Mit dem Medienkompetenzbegriff wird sowohl die Fähigkeit zum Nachdenken über Medien als auch die Fähigkeit zum Gebrauch von Medien angesprochen. Menschen als Entscheidungsimpulse setzende Akteurinnen und Akteure rücken dabei in den Mittelpunkt.

Der Mediale Habitus ist als Teil des Gesamthabitus relevant für die Lebenschancen junger Menschen. Der Habitus bezeichnet relativ stabile Einstellungen und  Überzeugungen, die in der Kindheit und Jugend erworben werden. Der Habitus kommt im Geschmack zum Ausdruck. Durch einen passenden Geschmack kann die Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen demonstriert werden. Wenn das nicht gelingt, werden Menschen aus sozialen Gruppen ausgeschlossen. Insbesondere
Menschen aus sozial benachteiligten Klassen werden auf diesem Weg von vielen gesellschaftlichen Partizipationsmöglichkeiten ausgeschlossen. Den eigenen Medialen Habitus zu kennen und damit umgehen zu können, kann daher einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der eigenen gesellschaftlichen Chancen leisten.

Im Sparkling Science-Projekt InMeLi wurde dazu ein Online-Test durch 13-15 jährige Schülerinnen und Schüler aus Neuen Mittelschulen entwickelt. In mehreren Workshops arbeiteten die Jugendlichen mit dem wissenschaftlichen Projektteam zusammen. Dabei wurden eine partizipative Unterrichtsmethode und eine partizipative  Forschungsmethode miteinander verbunden. Orte der gemeinsamen Forschungstätigkeit waren dabei sowohl die teilnehmenden Schulen, als
auch die Universität Wien. Auf Basis der praktischen und theoretischen Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Mediennutzung, ihren Medienvorlieben und den potenziellen Gefahren, die aus Sicht der Jugendlichen mit Mediennutzung verbunden sind, erarbeiteten sie in den Workshops mit Unterstützung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Online-Medienkompetenz-Test. Dieser Test ist frei zugänglich unter: http://lerndorf.at/mk.

Die Schülerinnen und Schüler entwickelten den Online-Test durch die Konzeption und
Formulierung der Fragen selbst. Dadurch konnte vermieden werden, dass die Testergebnisse durch eine komplizierte Sprache, die sonst bei Tests zur Benachteiligung führen kann, verfälscht werden. Außerdem erarbeiteten sich die Jugendlichen während der Konzeption der Fragen ein alltagsnahes Verständnis des Medienkompetenzbegriffs. Die Fragen waren dadurch auf die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler bezogen und machten für sie auch ohne
umfangreiche Erklärungen Sinn.

Das zeigten auch die durch die Schülerinnen und Schüler durchgeführten Tests: Die Jugendlichen der beteiligten Klassen testeten sich zuerst gegenseitig und führten anschließend eine größere Erhebung mit über 600 Testfällen in ihren sozialen Netzwerken. Die Ergebnisse der Tests zeigten nicht nur, dass viele Schülerinnen und Schüler über eine relativ hohe Medienkompetenz verfügen, sondern machten auch deutlich, dass sie mit dem Test selbstständig ihre eigene Medienkompetenz messen und ihren medialen Habitus reflektieren können.

Gemeinsam mit den beteiligten Lehrpersonen wurde dazu auch eine Handreichung mit praktischen Beispielen und Hintergrundinformationen für den Einsatz des Online-Tests im Unterricht erarbeitet. Die Handreichung enthält zwei Szenarien für die Verwendung des Tests im Unterricht. Das erste Szenario hat den Umfang einer Unterrichtsstunde und ist auch für Supplierstunden geeignet. Das zweite Szenario umfasst drei Unterrichtsstunden. Dabei ist auch die Produktion von Inhalten durch die Schülerinnen und Schüler mit ihren Smartphones vorgesehen. Zusätzlich zu den Szenarien sind eine kurze Definition des Medienkompetenzbegriffs und eine Liste mit den richtigen Antworten zu den Fragen im Test enthalten. Das Sparkling Science-Projekt InMeLi schließt an die Empfehlungen der Abteilung Medienbildung im Bundesministerium für Bildung und Frauen an. Mit dem Grundsatzerlass zur Medienerziehung wurde eine fundierte Grundlage für die Vermittlung von Medienkompetenz in österrei chischen Schulen gelegt. In diesem Sinne leistet InMeLi einen Beitrag zur Vermittlung von Medienkompetenz und zur Reflexion des Medialen Habitus.

InMeLi-Abschlussevent in Hernals hat stattgefunden

Heute, am 26.1.2016, hat in der Partnerschule NMS College Hernals die Abschlussfeier des Sparkling Science-Forschungsprojekts InMeLi stattgefunden.
Anwesend waren neben teilnehmenden Lehrpersonen und SchülerInnen auch die Direktorin der NMS College Hernals, Frau Machala, Bezirksvorsteherin Frau Pfeffer, KollegInnen von Sparkling Science, darunter Frau Loibl, stellvertretend für die PH Wien als Projektpartner Christian Berger und von Seiten der Universität Wien Christian Swertz und Katharina Mildner.
Beim Abschlussevent wurde die Gelegenheit genutzt, allen Beteiligten für die gelungene Zusammenarbeit zu danken und einen Rückblick auf das Projekt und die darin gewonnenen Ergebnisse zu werfen.

Rückmeldungsrunden zum Medienkompetenz-Test und zum LehrerInnenhandbuch sind gestartet

Mitte Oktober startete die erste Rückmeldungsrunde zum Online-Medienkompetenz-Fragebogen in den teilnehmenden Schulen mit den mitforschenden SchülerInnen. Auch Rückmeldungen zu dem vom Forschunsgteam angefertigten LehrerInnenhandbuch, welches die integrative Arbeit mit dem Fragebogen im Unterricht erleichtern und weitergehend informieren soll, wurden dabei bei den Lehrpersonen der teilnehmenden Klassen eingeholt.

Die Rückmeldungsrunden mit SchülerInnen und Lehrpersonen werden noch bis Mitte Dezember umgesetzt.

Medienkompetenz-Test ist Online!

Über den Sommer hat das wissenschaftliche Team hinter InMeLi an der Fertigstellung des Online-Fragebogens zur Erhebung und Reflexion von Medienkompetenz und des Medialen Habitus gearbeitet, der wesentlich von den SchülerInnen konzipiert wurde.

Der Test ist nun frei unter http://lerndorf.at/mk zugänglich.

Gegenwärtig wird an ergänzendem Material zum Test und Handreichungen für Lehrpersonen gearbeitet.

Zudem wurden eine Weblog-Seite speziell für Lehrpersonen und für SchülerInnen angelegt, auf der Informationen und weitere Materialien zur Arbeit mit dem Online-Test frei zugänglich gemacht werden.

InMeLi bei der ÖFEB

Bei der diesjährigen ÖFEB-Konferenz (Österreichische Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen) an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt war InMeLi mit dem Beitrag „Zur Frage der Realisierung eines demokratisierenden Machtausgleichs bei der Gestaltung eines schulübergreifenden digitalen Raumes. Erfahrungen und Ergebnisse aus dem Sparkling-Science-Projekt InMeLi“ präsent.

Nähere Informationen zum Kongress können unter der Webseite https://ius.aau.at/misc/oefeb2015/ abgerufen werden.

3. Workshoprunde – Arbeit am Pretest

Mittlerweile wird seit 1. Juni die 3. Workshoprunde mit den SchülerInnen der Kooperationsklassen umgesetzt. Zu diesem Zweck stattden die SchülerInnen dem wissenschaftliche Projektteam am Institut für Bildungswissenschaft einen Besuch ab.
Bei diesem Treffen arbeiten die jungen ForscherInnen daran, den bislang erstellten Online-Fragebogen, der auf Basis ihrer Fragen zur Erhebung von Medienkompetenz erstellt wurde, zu üperprüfen und zu auszutesten. Bei dieser Testphase, der Pretest-Phase, wird von den SchülerInnen besonders auf Verständlichkeit und Sinnhaftigkeit der Fragen sowie ihre Richtigkeit und Gültigkeit geachtet.
Auch die LehrerInnen der Kooperationsklassen sind in dieser Phase der Erstellung des finalen Werkes wieder aktiv gefragt: Auch sie testen den Fragebogen, speziell im Hinblick auf dessen Eignung zum Einsatz im Unterricht.
Neben der Forschungstätigkeit wird den SchülerInnen bei dieser Gelegenheit die Universität Wien, speziell das Institut für Bildungswissenschaft, näher vorgestellt. Auch Hintergrundinformationen zum Studium, den Studienvoraussetzungen und den Studiermöglichkeiten an österreichischen Universitäten mit NMS-Abschluss werden an die SchülerInnen vermittelt.

2. Workshop-Runde in den Zusatzklassen umgesetzt

Im Mai 2015 konnte auch in den Zusatzklassen die 2. Workshop-Runde umgesetzt werden. Darin konnten noch viele hervorragende Frageitems für den zu erstellenden Fragebogen gesammelt werden.

Wir freuen uns schon auf den Besuch der Klassen unserer Partnerschulen im Juni am Institut für Bildungswissenschaft!