die offene Medienwerkstatt der PH Wien
Das Wintersemester hat eben begonnen und auch im medialab wurden eben die letzten Sandkörner des Sommers entfernt. Es waren zwar eher Reste der Umbauarbeiten aber ein wenig Affinität zum Urlaub wird doch zumindest in Gedanken gestattet sein. Der erste medialab Dienstag für Studierende ist am 19.10. und da hat sich auch schon ein Kollege angekündigt, der an seiner Schule eine Radiogruppe aufbauen möchte.
Was lief über den Sommer? Die “Heinzelmännchen” haben der PH 20 neue Smartboards gebracht und eins davon ist im Medialab gelandet. Die Montage bot auch gleich die Gelegenheit einen Teil der veralteten Technik und Möbel aus dem Raum zu bringen. Schritt für Schritt entfernen wir uns von dem ehemaligen Schulungsraum für 16mm Film- und Overheadprojektoren (keine Angst einzelne Geräte haben wir für experimentelle Nutzungen aufgehoben) und stürmen geradezu in die digitale Welt der Tafeln:))
In den letzten Wochen fanden schon mehrere hausinterne Einschulungen für Lehrende statt, damit niemand mit Filzstiften auf die drucksensitiven Whiteboardwände malt, aber auch damit die grundlegenden Funktionen, die über die Beamernutzung hinausgehen, bekannt werden.
Immerhin soll sich ja auch eine medienadäquate Nutzung in der Lehre allmählich verbreiten. Im weiteren werden wir (das Team des ZMB, sowie interessierte KollegInnen) uns auch den Kopf zerbrechen und in der Praxis versuchen Nutzungen zu erproben, die methodisch über den alten Frontalunterricht hinausgehen. Ich werde versuchen dies hier im Blog auch ein wenig mitzudokumentieren.
Die Montage verlief schon recht aufregend. Vor allem weil ja die Boards samt Zubehör verteilt über drei Häuser zu montieren waren und die Lieferungen in Paketen erfolgte, wo nicht immer gleich ersichtlich war, was denn wo dazugehört. Gleichzeitig musste der Elektirker a auch passende Anschlüsse herrichten usw. LehrerInnen kennen das ja von Schulrenovierungen, wie sowas völlig optimal geplant und koordiniert abläuft. Nun Gerhard Scheidl hat das alles irgendwie gemeistert und letztlich sind alle Boards an den richtigen Plätzen nur einige der KollegInnen fragten gleich mal wieso es keines in “ihrem” Seminarraum gäbe:))
Tricky ist auch die Software und das Einrichten der Beamer. Vermutlich wird das vor allem bei den transportablen Boards ein never ending process. Auf einem haben wir nun bereits etwa 8 mal die Einstellungen des Beamers justiert.
Kaum kommt ein neuer Laptop dran oder das Board wird verschoben und stößt eventuell irgendwo an…schon beginnt das Spiel zumindest teilweise von vorne. Nun Übung macht da den Meister. Probleme bereitet auch das Zusammenspiel von alt und neu. Manche Flachbildschirme und die Grafikkarten der PCs vertragen sich nicht mit der höheren Auflösung der Boards. Dann gibts eben am Bildschirm ein Ei (eine Ellipse) damit am Board ein schöner runder Kreis gezeigt wird:) Die meisten PCs laufen mit dem Betriebssystem WinXP – naja d werden dann manchmal schon die Treiber knapp, da XP kaum mehr unterstützt wird. Umgekehrt verträgt sich auch win 7 mit der Software nicht optimal – nach Ursachen fahnden wir (bei Windows stößt mensch halt bald einmal auf verschlossene oder versteckte Dateeien).
Neben der methodisch didaktischen Forschungsarbeit möchte ich auch noch herausfinden, inwiefern die Boards mit Ubuntu (Linux) kompatibel wären. Dies würde ein weiters Tor in Richtung Open Source im Schulbereich öffnen.
Daneben soll natürlich die digitale Medienproduktion nicht zu kurz kommen. Daher wurde der Fundus an Laptops im Medialab auf 10 erhöht. Die 5 neuen Laptops warten aber noch auf ihr Dualbootsystem – denn Ubuntu muss da neben win7 auch drauf laufen.
Gleichzeitig erproben wir auch im Testlauf die einfachsten Settings für das Aufzeichnen von Vorträgen unter Nutzung von Screenrecording und mobilen Headsets.
Damit wird uns in nächster Zeit im medialab sicher nicht langweilig.