Zentrum für Medienbildung

Jürgen Ertelt
Jürgen Ertelt, Sozial- und Medienpädagoge, Buchautor und Community – Softwarearchitekt für die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen spricht über die Potentiale des web für die Jugendinformation und die Bildungsarbeit und die politische Dimension der neuensten Medienentwicklungen. Web 3.0 – wo geht die Reise hin!? Das Gespräch wurde am 22.2.2011 im wienXtra-medienzentrum aufgezeichnet.
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Quelle: podcampus-archiv
www.medienimpulse.at lädt ein Beiträge zum Thema “Medien-Macht-Politik” einzureichen:
Die 1. Ausgabe des Jahres 2011 thematisiert die Verflechtungen von Politik, Macht und Medien. Denn die Wahrnehmung und Sichtbarkeit der Politik läuft in der Wissens- und Informationsgesellschaft fast ausschließlich über ihre medialen Inszenierungen. Medien sind aber ihrerseits auch von politischen Entscheidungen abhängig, die mitbestimmen, welche Informationen in den Medien zirkulieren. Zwischen Politik und Medien taucht mithin ein Machtgefüge auf, das eingehender Analyse bedarf.
Einreichschluss: 31.1.2011
Details siehe www.medienimpulse.at
“Der Meinungsbericht” lautete der Call zur Ausgabe 2/10 der österreichischen Online Fachzeitschrift “medienimpulse“. Es sollte der Frage über die Wertevermittlung durch Medien nachgegangen werden.Die österreichische Medienlandschaft ist ja nicht gerade für hochwertigen Journalismus berühmt. Seriöse Tageszeitungen wie die “Neue Züricher Zeitung”, wo eine Vermischung von Meinung und Bericht undenkbar wäre fehlen am österreichischen Markt. Dafür gibt es die auflagenstärkste (bezogen auf die Einwohnerzahl des Landes) Boulvardzeitung der Welt in Österreich: Die Krone.
Soeben ist die neue Ausgabe der “medienimpulse” online gegangen. Namhafte WissenschaftlerInnen und JournalistInnen haben Beiträge verfasst. Ein blick hinein lohnt sich. Hier ein Auszug aus dem Editorial:
“Die Ausgabe 2/2010 beschäftigt sich mit dem Thema Wertevermittlung durch Medien. Seit langem wird diskutiert, inwiefern und in welchem Ausmaß Medien Meinungen und Haltungen von Menschen beeinflussen. Die wechselseitigen Beeinflussungen zwischen MedienrezipientInnen und MedienproduzentInnen stehen jedoch außer Zweifel. Grund genug, dass sich eine medienpädagogische Fachzeitschrift dem Thema widmet. Gleich vorab – das Thema ist umfangreich bearbeitet worden.
Zusätzliche Aktualität erlangt das Thema in den Tagen vor Erscheinen dieser Ausgabe durch den Tod von Hans Dichand, Herausgeber und Miteigentümer der “Kronen-Zeitung”, die durch ihre weltweit einzigartige Auflagenstärke und die vielen politischen Kampagnen des Mediums gerade im Hinblick auf die Meinungsbildung immer wieder im Brennpunkt der öffentlichen Medien-Diskussion stand und steht. Hans Dichand war sicherlich eine Ausnahmeerscheinung in der österreichischen Presselandschaft und hat mitgewirkt, im kleinen Land Österreich einen überdimensionalen Medienkonzern zu schaffen. Die durch ihn maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg geführte Tageszeitung ist jedoch auch für die immer wieder auftretende und als journalistisch unseriös bekannte Vermischung von Bericht und Meinung berühmt. Abzuwarten bleibt, ob die Vorhaben des im Frühjahr neu gegründeten Presserates hier zukünftig korrigierend einwirken können – darüber informiert Sie der Beitrag von Franz C. Bauer. Vorbeugen wollen auch Pöyskö/Hagen/Lindner/Rohrer mit dem Projekt “CodEx”, wo von jugendlichen JournalistInnen der Versuch unternommen wird, einen umfassenden Ehrencodex für die Jugendmedien zu erarbeiten.
Und noch einmal zur „Kronen-Zeitung“: Florian Arendts Beitrag bietet einen Einblick in die Wirkungsforschung über die Kronen-Zeitung. Kaltenbrunner/Karmasin/Kraus beschäftigen sich mit den Wertehaltungen der österreichischen JournalistInnen und deren Rollenverständnis in Bezug auf Wertevermittlung. Damit bieten sie den LeserInnen der Medienimpulse vorab bereits einen ersten Einblick in den demnächst erscheinenden “Journalistenreport III“. Pallaver/Hug zeichnen ein Bild des zunehmenden Versuchs der politischen Einflussnahme von Eliten auf Medienberichterstattung vor allem in der anglo-amerikanischen Presse. Marci-Boehncke/Rath publizierten in den letzten Jahren die Ergebnisse einer großen Studie zum Thema “Jugend-Werte-Medien” Ihr Beitrag beschäftigt sich diesmal mit dem Horror-Film, der damit zusammenhängenden Wertebildung und adäquaten medienpädagogischen Antworten.
Aber auch die neuen Medien bleiben nicht ausgespart. Lena Doppel beschäftigt sich mit der Frage, ob das Web 2.0 auch neue Werte vermittelt oder ob da ohnehin alles beim Alten bleibt. Barbara Buchegger lädt die LehrerInnen ein, Facebook selbst auszuprobieren und die damit verbundenen Vor- und Nachteile aus erster Hand kennenzulernen. Auch die dort erfahrbaren Regeln der Kommunikation und die aufgegriffenen Themen prägen die Wertehaltungen mit. Nicht zuletzt regen auch einige Rezensionen in Neue Medien zur weiteren Beschäftigung rund um das Thema an.” (vgl. Editorial 2/10, medienimpulse.at)
Wie pressetext austria vermeldet beginnt nun auch You Tube Medienkompetenz für “HobbyjournalistInnen” zu vermitteln. Der Bürgerjournalismus wird ja immer öfters auch zur Quelle für “traditionelle” Medien.
Mountain View (pte/01.07.2009/13:50) – Das Online-Videoportal YouTube bietet seit kurzem einen eigenen Ausbildungskanal für sogenannte “Bürgerjournalisten” an. Der neue Service namens “Reporters’ Center”
http://www.youtube.com/reporterscenter stellt dabei im Wesentlichen eine Art Online-Journalistenschule dar, bei der verschiedenen prominente US-Branchengrößen wichtige Anleitungen und Tipps für die journalistische
Arbeit geben. Beispielsweise erzählt Bob Woodward, der seit der Aufdeckung des Watergate-Skandals für die Washington Post als Inbegriff des Enthüllungsreporters gilt, in einem fünfminütigen Videobeitrag einige Anekdoten aus seinen Anfangstagen bei der Zeitung und ermutigt aufstrebende Talente dazu, selbst Dingen auf den Grund zu gehen. “Die
Zahl der Menschen, die per Handykamera etwa eine Naturkatastrophe oder ein Verbrechen einfangen und das zusammengetragene Material dann als Bürgerjournalisten auf YouTube veröffentlichen, ist enorm. Mit dem aktuell gestarteten Kanal schaffen wir einen neue Ressource, die Nutzern eine Anleitung bieten soll, wie Nachrichtenberichterstattung funktioniert”, heißt es im offiziellen YouTube-Unternehmensblog.
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Video Quelle: youtube.com
Mit dieser Frage beschäftigt sich u.a. das “Netzwerk Freies Wissen” . Dort erschien auch die Broschüre “Wissensallmende Report 2009″, die ins Thema einführen soll. Der Trailer (veröffentlicht auf vimeo, cc lizenz) bietet erste Einblicke, was die Patentierung im Bündnis mit Kommerzialisierung von Wissen für unsere Gesellschaft bedeutet.