Von 20.-22.11.09 fand das 23. GMK Forum in Berlin unter dem Titel “stream your life” statt. Viele Vorträge über aktuelle Forschung und Praxis von Jugendlichen und Social Web. Präsentation von Praxisprojekten. Aber KEIN Stream von den Veranstaltern, keine Nutzung von Web 2.0,  kein Recording zur nachhaltigen Nutzung.  Dies alles blieb der Eigeninitiative einzelner BesucherInnen überlassen. So wurde dann rasch eine Twitterwall zum Hashtag #gmk09 eingerichtet.

Trotzdem Dank an die VeranstalterInnen – es war ein guter Treff zum Austauschen und neue Impulse für die eigene Arbeit kann mensch immer mitnehmen.

Audio-Aufzeichnungen einzelner Vorträge, die ich besuchte sind nun  im podcampus Archiv online .

Leider habe ich den Vortrag von Prof. Dr. Franz Josef Röll (einem Gründungsmitglied, heute Hochschule Darmstadt)  über 25 Jahre GMK nicht mitgeschnitten. Allerdings wäre der Audiomittschnitt nur das halbe Vergnügen.  Sehr unterhaltsam und auch der Zugang die Bilderstürmer mit all den Medienstürmern zusammenzuführen und die immer wiederkehrenden Ängste vor neuen Technolgien einmal in einer rasanten Bilderflut wahrzunehmen, war ein Erlebnis.

Auch die alljährliche Verleihung des Dieter Baacke  Preises fand im Rahmen der Veranstaltung statt. Details und PreisträgerInnen sind hier nachzulesen. Es ist immer wieder eine Freude zu erleben mit welchem Interesse und wie kompetent Jugendliche mit Medien arbeiten und umgehen. Zum Glück ist der Zeigefinger aus der medienpädagogischen Arbeit größtenteils schon verschwunden. Dennoch finden sich immer wieder Initiativen die meinen Jugendliche gehören vor Medienprodukten “geschützt” und glauben, dass Filter problematische Medieninhalte aus dem Leben der Kinder und Jugendliche ausblenden könnten. Da sollte doch gleich mal mit der Nachrichtensendung um 19:30 begonnen werden :) )

Zum Nachhören im Podcampus Archiv gibt es :

  • Prof. Dr. Michael Wagner (Donauuniversität Krems): Aufwachsen in einer medialen Partizipationskultur – (Neue)  Anforderungen an die Medienpädagogik
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  • Prof. Dr. Bernd Schorb, Maren Würfel (Universität Leipzig): Social Networks, Real-Time-Web, Medienkonvergenz – Was heißt Medienkompetenz heute?
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  • Prof. Dr. Uwe Hasebrink (Hans Bredow-Institut, Hamburg) und Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink (Universität Salzburg):  Heranwachsen mit dem Social Web. Zur Rolle von Web 2.0 -Angeboten im Alltag von Jugendlichen und jungen Erwachsenen
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  • Prof. Dr. Dorothee M. Meister (Universität Paderborn) und
    Bianca Meise (Universität Paderborn):
    Jugendliche im Social Web – Aspekte der Selbstsozialisation: Get the Flash Player to see this player.

Der Vortrag von David Röthler über “Glotzen im Netz – Video im Web 2.0″ wurde sowohl vor Ort als auch von den Online TeilnehmerInnen mit Interesse verfolgt. Aufgezeigt wurden neue Entwicklungen im Internet, die für unsere SchülerInnen wohl oft mehr zum Alltag gehören als für die LehrerInnen.

So gabs nach dem Vortrag auch einige Diskussion, wie das denn nun sei mit der Kontrolle im Internet und dem Verantwortungsbewusstsein der Publizierenden, wo es doch heute so leicht ist etwas Online zu veröffentlichen.

Im November sind 3 Diskussionen geplant, die sich mit der Vermittlung von Weltbildern durch Medien auseinandersetzen. Weitere Infos hier.

Nun machen Sie sich doch selbst ein Bild . Hier ist die Aufzeichnung des ersten Vortrages:

Get the Flash Player to see this player. Quelle:podcampus Archiv

Okt
04
Filed Under (Praxis, Veranstaltungen) by chb on 04-10-2009

Bessere Internetverbindungen haben zu einer erhöhten Nutzung von Videos und Bildern im Netz geführt. Was bringt Video für die Internetuser und hat das überhaupt eine Relevanz für den Unterricht?

David Röthler nutzt seit Jahren das Netz und berät NGOs und Medien bei der Nutzung von Web 2.0 Applikationen. Er eröffnet mit einem Kurzvortrag am Dienstag 6.10.09 auf der PH Wien die Veranstaltungsreihe “medienbildung konkret“.

Jul
26
Filed Under (Bloghinweise, News) by chb on 26-07-2009

Kurz.Schnell.Live. Ein Twit hat maximal 140 Zeichen und darüber kommunizieren via Web immer mehr Leute. Vor allem im amerikanischen Raum, aber auch zunehmend in Österreich. Aktive Twitter bilden sowohl privates als auch thematisch aktuelles mittels Kurzmitteilungen auf der Plattform “Twitter” ab. Mittels RSS Feed verbreiten sich die Twits sehr rasch auch auf Blogs und andere Webseiten.

Was bewegt Menschen wie z.B. den ZiB 2 Mann Armin Wolf dazu sich dieses Mediums zu bedienen. Richie Pettauer, Blogger und Social Media Aktivist bat den Anchorman zum Interview vor die Kamera. Schauen Sie sich das an: Der mit dem Wolf twittert. Sehr informativ.

Unterhaltsamer ist hingegen der vierminütige Talk zwischen Kevin Spacey und David Latterman (auf Youtube), in dem sich Spacey als Twitterfan und Latterman als unkundig outet.

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Mai
28
Filed Under (Literatur) by chb on 28-05-2009

Schön, dass es vermehrt zu open content online Publikationen kommt. So ist es möglich, in relevante Forschungsergebnisse rasch Einblick zu erhalten. Diesmal war es ein Beitrag im Online Journal “bildungsforschung” :

Jadin, Tanja & Zöserl, Eva (2009). Informelles Lernen mit Web-2.0-Medien. In: bildungsforschung, Jahrgang 6, Ausgabe 1,

URL: http://www.bildungsforschung.org/Archiv/2009-01/Web2.0/ (aufgerufen am 27.5.09)

“Web 2.0″ verliert zwar immer mehr seine Bedeutung als Reizwort – einerseits finden sich schon an allen Ecken und Enden entsprechende Angebote zur Partizipation, gleichzeitig steigt jedoch die partizipative Nutzung dieser Möglichkeiten nur sehr langsam. Der Hype ist vorüber (?) – die breite Masse hat die Kulturtechniken aber noch nicht internalisiert. Vor allem im Bildungsbereich ist da eine gewisse Trägheit zu erkennen. Die vorgestellten Studienergebnisse über die aktive, partizipative Nutzung von Social Software durch österreichische Studierende von Jardin/Zöserl zeigen dies auch.

Bei der Lektüre des Beitrages haben sich bei mir die Fragen getürmt:

Was bedeutet es, wenn jene Lernumgebungen, die selbstorganisiertes, selbstbestimmtes Lernen fördern, nur zögerlich genutzt werden? Wie traditionell hierarchisch und instruktiv ist die Lerneinstellung der Studierenden? Bevorzugen sie die Vorgabe fertiger Informationspakete, die dann bei Prüfungen wiedergegeben werden und damit die erforderlichen Zeugnisse abgeholt werden können? Oder gibt es schlichtweg keine entsprechenden Lernszenarien, um kollaborativ oder partizipativ online ebensolche Zeugnisse zu erhalten? Liegts an der mangelhaften Medienkompetenz der Lehrenden?  Wird informelles Lernen vielleicht gar nicht als Lernen erkannt und somit der damit zusammenhängende Wert übersehen? Liegt es an der mangelhaften Mediennutzungskompetenz der Lehrenden und Lernenden?

Gleichzeitig läßt sich Hoffnung schöpfen. Nachfolgende Generationen dürften schlichtweg weniger Scheu bzw. mehr Mediennutzungskompetenz haben. Um das aber auch zu belegen, ist auf zukünftige Befragungen zu warten.

Noch zwei kurze Zitate aus dem Schusskapitel “Diskussion”:

“Die partizipative Nutzung von Wikis, d.h. das Abändern von Beiträgen sowie die kritische Reflexion von Weblogs, fördert Schreibkompetenz, kritisches Denken und Kritikfähigkeit. Zudem können Szenarien für kollaboratives Lernen entwickelt werden um neben den genannten Kompetenzen Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit zu unterstützen.

Wir stehen erst am Beginn der Frage, wie eine Vernetzung von informellem Lernen und Hochschule aussehen könnte. Womöglich bedarf es ein Umdenken in unserer Lernkultur.

Letzterem kann ich mich nur anschließen und den gesamten Beitrag von Jardin/Zöserl zur Lektüre empfehlen. Schön, dass es Open Content gibt.

PS: Falls Sie Interesse und kurz Zeit haben könnten Sie diese Open Content Petition unterzeichnen.