08 Mrz

Laptop statt Schulbuch – wie soll das weitergehen?

Die Menschen werden immer mehr von der modernen Technik abhängig. Kaum jemand kann ohne Computer, Handy, Ipod, Navigationssytem auskommen. Die ganze Kommunikation geht über das Internet und das mündliche Gespräch bzw. der soziale Kontakt nimmt immer mehr ab.  Wie weit entwickelt sich die Gesellschaft noch? Sogar Bücher werden heutzutage immer mehr online auf dem sogenannten Ebook-Reader gelesen. Geht es soweit, dass bald Kinder nur noch den Laptop mit in die Schule nehmen müssen und keine Schulbücher mehr benötigen?
Es gibt schon einige Schulen, in denen das Schulbuch durch einen Laptop ersetzt wird und die gesamte Kommunikation, wie z.B. Hausaufgaben per Email übermittelt werden.
Wie zu jedem Thema, spalten sich auch hier die Meinungen. Viele Eltern haben Angst, dass die Kinder nie eine eigene Handschrift erlernen und die Rechtschreibung verkümmert. Jedes Schreibprogramm hat heutzutage eine eigene Rechtschreibkorrektur und Rechtschreibfehler werden sofort automatisch ausgebessert oder unterstrichen. Somit lernen Kinder nicht mehr, auf die Fehler von alleine zu achten.
Des Weiteren kann es passieren, dass sich die Schüler/innen im Unterricht mit anderen Dingen, wie zum Beispiel Chatten/Emails checken, beschäftigen und so dem Stoff nicht mehr folgen können.
Außerdem brauchen Bücher weder Strom noch Software, um zu funktionieren. Sie sind robust und können nicht kaputt gehen, wenn sie nass werden oder herunter fallen. Wenn ein Laptop ausfällt, kann das Kind nicht im Unterricht mitarbeiten. Schlimmer ist aber, dass Dateien verloren gehen können und viele Kosten auf einen zukommen, wenn man ihn reparieren möchte. Diese Kosten kann sich nicht jede Familie – besonders mit vielen Kindern – leisten, was sich negativ auf die Schulleistung auswirkt.
Besonders längere Texte lassen sich besser auf traditionelle Weise lesen, da jederzeit nachgeschlagen werden und sich Lesezeichen oder Markierungen setzen kann. Es ist außerdem anstrengend für die Augen, längere Zeit auf einen Monitor zu schauen, was einigen auch Kopfschmerzen bereitet.
Hinzu kommt, dass ein Beherrschen des 10-Finger-Systems unausweichlich ist, um im Unterricht mitzuschreiben. Etwas langsamere Kinder haben hier einen Nachteil und müssen sich das Mitgeschriebene bei den Mitschülern/innen einholen.
Es gibt aber auch positive Seiten des Laptops in der Schule. Bücher sind schwer und belasten somit den Rücken. Besonders an Ganztagsschulen hat man viele Fächer und für jedes benötigt man ein eigenes oder mehrere Bücher, was ein Laptop vereinfacht. Im Gegensatz zu Büchern spart ein Laptop Platz und besitzt weniger Gewicht.
Bücher können nicht aktualisiert werden und Schulen können sich meist nicht neue leisten, sodass die neuen Generationen nur mit alten Informationen/ Themen arbeiten können. Mit Hilfe des Laptops können Lehrer/innen immer aktuelle Themen anbieten und den Kindern Links zukommen lassen.

Unsere Meinung zu dem Thema, ob Laptops die Bücher in Schulen ersetzen sollten, ist zwiespältig. Wir merken in unserer Zeit, dass man ohne Laptop und vor allem ohne Internet nicht mehr auskommt. Zum Beispiel läuft die Lehrveranstaltungsanmeldung der Hochschule über das Internet, sowie das Herunterladen der Unterrichtsmaterialien geschieht online. Somit ist ein Auskommen der Medien unumgänglich.
Ob allerdings die Bücher die Laptops ersetzen sollten, ist fraglich. Bücher haben etwas Traditionelles und sind teilweise unkomplizierter, da man nicht von Strom, Internet und Software abhängig ist. Besonders der Aspekt, dass Laptops in der Schule von dem eigentlichen Unterricht ablenken, stört besonders. Viele Kinder schreiben sehr viel mit dem Handy unter dem Tisch. Wenn sie nun auch noch offen auf dem Tisch mit freizugänglichem Internet schreiben können, richtet sich die Aufmerksamkeit nicht mehr auf das Wesentliche.
Jedoch bieten Laptops eine Affinität zur Technik. Des Weiteren vereinfacht die Onlinekommunikation den Lehrern/innen, die Hausaufgaben zu übermitteln oder Unterrichtsmaterialien zukommen zu lassen. Ein Hausaufgabenheft, was Fehler beinhalten kann, wird überflüssig und Ausreden der Schüler/innen entfallen.
Insgesamt ist zu sagen, dass der Gebrauch des Laptops unumgänglich ist und die Kommunikation erleichtert. Allerdings ist der Laptop in der Schule in unseren Augen nicht vorteilhaft, da er von der eigentlichen Arbeit ablenkt, und Bücher bei Kindern nicht in Vergessenheit geraten sollten.
http://www.geo.de/GEOlino/nachrichten/laptop-statt-schulbuch-24082005-4272.html
http://www.infranken.de/regional/kronach/Whiteboard-Tablet-Grundschule-Laptop-Tablet-Whiteboard-Naht-das-Ende-der-analogen-Schule;art219,330650

Raphaela Guttmann
Salka Wilhelm

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