25 Feb

Das Handy im Unterricht – Fluch oder Segen?

„In vielen Schulen wird das Handy verboten, weil es stört. Jedoch ist das Handy für Kinder und Jugendliche ein wichtiger alltäglicher Begleiter. Ein anderer Weg ist, das Handy konstruktiv in den Unterricht einzubeziehen und es alspositive Chance zu nutzen. Medienkompetenz zu vermitteln, ist eine Aufgabe, die im „Grundsatzerlass zur Medienbildung“20)des BMUKK (2001)festgeschrieben ist und für alle Schultypen gilt. Das bedeutet, dass jede Lehrkraft einerseits diekritisch-reflexive Nutzung von Medien in ihren Fachunterricht einfließen lassen, andererseits den Einsatz von audiovisuellen Medien als Unterrichtsmittel forcieren sollte. Dass die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen im Unterricht berücksichtigt wird, ist ebenfalls eine alte Forderung.

Klar ist, dass die Schule heute (noch) nicht von den Eltern verlangen kann, den Kindern ein entsprechendes Handy zur Verfügung zu stellen, um es im Unterricht einsetzen zu können. Klar ist auch, dass das Handy die bestehenden Angebote in der Schule (z.B. Computer) nicht ersetzen kann – das ist auch gar nicht das Ziel. Dennoch gibt es immer mehr Klassen, in denen alle SchülerInnen ein Handy haben; viele davon auch so genannte „Smartphones“,die über vielfältige Funktionen verfügen. Es kann sich lohnen, darüber nachzudenken, wie man dieses technische Potential positiv nutzen kann.

Auch wenn viele Kinder und Jugendliche bereits ein oder sogar mehrere Handy/s besitzen, gibt es immer wieder auch SchülerInnen, die gar kein Handy oder nur ein relativ altes Gerät haben. Um im Unterricht nicht auf den Einsatz des Handys verzichten zu müssen, sind Gruppenarbeiteneine Lösung. Die Gruppen können so zusammengestellt werden, dass immer ein modernes Gerät pro Gruppe vorhanden ist. Verfügt die Schule über einen W-LAN-Zugang, fallen mit entsprechenden Handys auch keine zusätzlichen (privaten) Kosten bei der Internetnutzung an. Es geht also überhaupt nicht darum, die SchülerInnen zur Nutzung von Handys im Unterricht zu „zwingen“, sondern vielmehr um das Eröffnen neuer Möglichkeiten. Warum soll ein/e engagierte/r SchülerIn nicht in der Lage sein dürfen, im Biologie-Unterricht über das Handy verschiedene Zusammenhänge im Internet nachforschen zu können und die Ergebnisse dann der gesamten Klasse vorzustellen? Warum soll das Vokabelheft nicht am Handy geführt werden oder ein mobiles Wörterbuch verwendet werden? Warum soll das Handy nicht als Fotokamera in der bildnerischen Erziehung dienen können?

Regeln ausmachen

Wenn Sie das Handy im Rahmen Ihres Unterrichtes einsetzen, vereinbaren Sie mit den SchülerInnen Regeln. Beispielsweise zum Umgang mit Bildern; hier könnte eine Vorgabe sein, dass Fotos nur veröffentlicht werden
dürfen, wenn die Abgebildeten zustimmen. Eine weitere Regel kann sein, dass in der Zeit des Projekts keine „unterrichtsfernen“ Dinge mit dem Handy gemacht werden, z.B. kein Surfen im Sozialen Netzwerk oder kein Schreiben von SMS an FreundInnen.
Machen Sie die Nutzung des Handys im Unterricht auch unter Umständen den Eltern transparent, etwa wie im Die ideale ausstattung in der Schule
Natürlich können bestehende Schulgebäude nur bedingt an die Anforderungen von neuen Techniken angepasst werden. Bei zukünftigen Um-, Aus- oder Neubauten sollten jedoch folgende bauliche Rahmenbedingungenberück-sichtigt werden, damit der Nutzung von neuen Medien im Unterricht (wie eben Handys) nichts mehr im Wege steht:

 

  • Ausreichend Steckdosen zum Laden der Handys.
  • Einen W-LAN-Zugang, um bei der Internetnutzung über das Handy nicht die private Rechnung der SchülerInnen zu belasten.

 

Schummeln mit dem Handy
Während es zum Schummeln früher nur ein paar eingeschränkte Möglichkeiten gab, haben die Schüler-Innen mithilfe elektronischer Geräte inzwischen zahlreiche „Hightech­Methoden“entwickelt, um ihre Lehrer Innen auszutricksen. Während einer Schularbeit eine SMS mit einem Rechenbeispiel an dengroßen Bruder zu schicken oder schnell einmal mit dem am Klo vorab deponierten Handy anzurufen, wären beispielsweise solche Varianten. Oder es wird gleich das ganze Angabeblatt mit der Handykamera abgelichtet und versendet. Auch als Taschenrechner, Formel- oder Vokabelspeicher eignen sich Handys hervorragend. Durch das mobile Internet können Antworten zudem ganz einfach recherchiert oder Text-stellen übersetzt werden. Ein beliebter Trick ist auch, Lösungshilfen daheim als Audio-Datei vorzubereiten und die Kopfhörer beim Test unter den Haaren zu verstecken. Wird ein/e SchülerIn mit dem Handy erwischt, kommt oft die Ausrede, dass er/sie nur auf die Uhr geschaut hat.“

(Amann-Hechenberge, Barbara. Buchegger Barbara und Schwarz Sonja ²(2011): Das Handy in der Schule. Mit Chancen und Risiken kompetent umgehen. Abzurufen unter: http://www.saferinternet.at/ [25.2.2014]

24 Feb

Wie führt man Schüler und Schülerinnen in die Anwendung von Suchmaschinen ein, damit diese bewusst angewendet werden können?

Das Internet ist heutzutage kaum mehr wegzudenken. Auch in vielen Schulen gehört ein Computer zur Standardausrüstung. Viele Lehrer/innen setzen sie aber nicht ein, da sie vor der Einführung Angst haben oder es einfach zu aufwendig finden.

Jedoch ist es sehr wichtig, dass Kinder schon von klein auf in der Schule lernen, wie sie das Internet richtig nutzen können, denn es gibt viele Gefahren im Internet. Viele der Links und Inhalte, die Suchmaschinen wie „Google“ oder „Bing“ auflisten, sind für Kinder aber wenig geeignet, da sie inhaltlich für Erwachsene aufbereitet sind. Auch die Liste der Ergebnisse ist oft nicht überschaubar. Zudem verleiten Suchmaschinen häufig zu ziellosem Surfen.

Deshalb gibt es für Volksschüler/innen eigene Suchmaschinen, wie zum Beispiel „http://www.blinde-kuh.de/“, die es Kindern ermöglicht, schnell, kindgerecht und gefahrenlos Informationen zu suchen.

Laut dem Buch „Neue Medien in der Grunschule“ von Reiter, Grimus und Scheidl steht im Lehrplan der Grundschule folgendes:

„Die Möglichkeiten des Computers sollen zum selbstständigen, zielorientierten und individualisierten Lernen und zum kreativem Arbeiten genutzt werden. Der Computer kann dabei eine unmittelbare und individuelle Selbstkontrolle der Leistung ermöglichen, beim praktischem Einsatz des Computers im Unterricht ist auf den möglichst unkomplizierten und einfachen Zugang für die Schülerinnen und Schüler zu achten. Dies wird durch den integrativen Einsatz des Computers im Klassenzimmer in der Regel besser erreicht, als durch die Benutzung der zentraler Computerräume. Ergonomische Gesichtspunkte sind zu beachten.“

Der Einsatz von Suchmaschinen ist dementsprechend wichtig, da die Kinder auch zu Hause selbständig und zielorientiert im Internet arbeiten sollen beziehungsweise selbstständige Recherchen durchführen können.

Für schon etwas fortgeschrittenere Kinder gibt es einige Übungen:

Man kann  das Internet sehr einfach in den Unterricht einbauen. Zum Beispiel mit „Suchwettbewerbe“, wo Kinder in Gruppen Stichwörter bekommen und zu diesem Thema Informationen raus suchen und dann kurz präsentieren müssen. Oder: Die Kinder bekamen eine Fragestellung “ Wer hat in den letzten 5 Jahren den Nobelpreis in Physik bekommen“ (Beispiel). Die Kinder müssen die Antwort nun selbsständig suchen und aurschreiben.                                                                                                                (Quelle: Bruck, Peter A.; Stocker, Günther (1997): Schulen am Netz. Innovative Projekte in Österreich)

Die Präsentationen fördern auch wieder die Kommunikation der Kinder. Weiters wird die Selbstständigkeit und die Zeit der freien Arbeit erhöht.

Um die Entwicklung dieser Fähigkeiten zu unterstützen , ist nicht nur die Schule gefordert. Eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern spielt eine ebenso wichtige Rolle.

 

Auf dieser Seite findet man als Lehrperson alle wichtigen Informationen zum Thema Internetnutzung in Schulen (VS und NMS).

http://www.lehrer-online.de/recherchieren.php 

 

Seminar Medienpädagogik – Gruppe: Julia Dorninger, Sabrina Nentwig, Tobias Heigl, Lukas Kneringer