17 Mrz

Seminarblog zur gestellten Fragestellung: „Warum werden digitale Medien im Unterricht so selten verwendet?“ – ein Beitrag von Justine Lime, Katrin Glößl und Florian Lerch

Nachdem wir uns zunächst einige interessante Fragestellungen ausgesucht hatten, konnten wir uns auf die oben genannte Fragestellung einigen, da diese für uns alle am interessantesten erschien und bei uns zu einer lebhaften Diskussion führte.

Moderne digitale Medien werden eigentlich in gar nicht so geringem Maße im Unterricht verwendet.Ob digitale Medien im Unterricht verwendet werden hängt noch immer größtenteils von der Schule ab, an welcher der Unterrichtet erfolgt.

Ein kurzes Beispiel der Situation von Digitalen Medien (in diesem Beispiel Computer) an verschiedenen Schulen:

An jeder Praxisschule in Wien, an welcher unsere Gruppe bisher war, gab es mindestens einen PC im Klassenraum, welchen die SchülerInnen verwenden durften. Das es aber auch an Volksschulen, die nicht im Zentrum Wiens stehen, eine umfassende Versorgung von Rechnern für die SchülerInnen gibt, zeigt eine Volksschule in Atzgersdorf, an welcher wir Schulpraxis hatten (bei dieser Schule handelte es sich nicht um eine Schule mit Schwerpunkt auf digitale Medien). Im Klassenraum der Praxislehrerin gab es zwei Standgeräte, zusätzlich hatte die Schule noch einen Informatikklassenraum.

Einer der Hauptgründe, warum digitale Medien im heutigen Unterricht so selten verwendet werden wird von der Allensbach-Studie „Digitale Medien im Unterricht“ vom April 2013 gut zusammengefasst:

Ein möglicher Grund ist, dass Lehrkräfte keine ausreichende Technik-/Medienkenntnisse haben, auch wenn immer mehr dieser Lehrer und LehrerInnen Kurse zur Fortbildung besuchen.

Einer der Hauptgründe, warum so wenige Lehrkräfte mit dem Internet arbeiten, besteht in der Copy- und Paste- Gefahr. SchülerInnen suchen sich passende Textabschnitte für, beispielsweiße Deutschaufgaben einfach von Seiten wie Wikipedia. Hier muss den SchülerInnen durch die Schulen und LehrerInnen vermittelt werden, dass Computer zu etwas anderem, als teure Hausaufgabenhilfen gedacht sind. Der Umgang mit digitalen Medien muss genauso wie das Rechnen und Schreiben erlernt werden. Dabei stellt sich jedoch die Frage durch wen und wie genau dieses Verhalten beigebracht werden soll. Damit Lehrer und Lehrerinnen solch ein Verhalten an ihre Schüler weitergeben können/dieses bei ihnen entwickeln können, ist mehr als nur eine normale LehrerInnenfortbildung nötig, zusätzlich ist deren Bereitschaft gefordert, sich ebenfalls auf vernetzte Arbeitsprozesse einzulassen.

Ein weiterer wichtiger Grund, warum digitale Medien im Unterricht so selten verwendet werden, ist der, dass mehr als die Hälfte der LehrerInnen keinen guten Überblick über die Einsatzmöglichkeiten dieser Medien im Unterricht haben. So gaben bei der Allensbach-Studie 90% der befragten Lehrkräfte (sowohl Primar- und Sekundarstufe) an, digitale Medien im Unterricht zu verwenden, allerdings sagten nur 18% von den Lehrer ud Lehrerinnen, diese Medien auch häufiger zu verwenden. Der Rest gab die Nutzungshäufigkeit von „ab und zu“ sowie „selten an“. Nur für 12 Prozent der befragten Lehrkräfte spielen digitale Medien im Unterricht keine Rolle.

Knapp 90 Prozent aller befragten Lehrkräfte (Primar- und Sekundarstufe) verwenden im Unterricht digitale Medien wie Computer und Internet. Allerdingsnur 18 Prozent geben an, Medien häufig zunutzen; alle anderen nutzen Medien „ab und zu“ bzw. „selten“. Für 12 Prozent der befragten Lehrkräfte spielenMedien im Unterrichtgar keine Rolle.____________________________________________________________________________

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