25 Mai

Actionbound: Test und Reflexion des Bounds „in Motion“

Vergangenen Sonntag gingen wir mit Emil (8-jähriger Schüler der 3. Klasse VS) in das Technische Museum, um unseren angelegten Bound zu testen.

Dazu haben wir den Bound kurzzeitig veröffentlicht, um ihn auf das Tablet herunterzuladen. Nach dem Download kann man die App ohne WLAN benutzen.

Nach einer kurzen Einführung in die App, ging es für Emil schon los!

Währenddessen hielten wir uns im Hintergrund, notierten unsere Beobachtungen bezüglich Emils Vorgehen und seines Umganges mit der Appp und machten Fotos.
Nach ca. 45 Minuten war der Testlauf erfolgreich beendet und wir setzten uns zur Auswertung in das Café im Technischen Museum.

Reflexion

Was ist uns aufgefallen / Was kann verbessert werden?

  • Station Beschleunigung und Abbremsen: Es war nicht sehr offensichtlich, was von den SchülerInnen genau verlangt wird. Die Testperson soll aufgefordert werden, die Stationsbeschreibung genau durchzulesen und die Hinweise beachten.
  • Station Flughafen: Wir hatten einen Rechtschreibfehler bei der Lösung entdeckt. Hier ist es auch wichtig, dass die SchülerInnen die Hinweistafel genau lesen, damit der Auftrag ausgeführt werden kann.
  • Technisches Problem: Wenn eine falsche Antwort korrigiert wird, erhält man die Punkte und man gelangt wieder zur Übersicht. Dort wird die Station jedoch nicht als erledigt (mit Häkchen) angezeigt, sondern nur als „pausiert“. Fehleranalyse in progress

Grundsätzliche Erkenntnisse & Fazit

Es empfiehlt sich, mit den Kindern im Vorfeld die Ausstellungsräume zwecks besserer Orientierung zu besprechen. Ein Plan mit allen Stationen hilft, um vor Ort die Übersicht zu behalten. Zudem

Die Lehrperson sollte:

  1. den Umgang mit der App im kleinen Rahmen (Klasse, Bibliothek, Schulhof…) einführen und üben, bevor ein Bound im Museum durchgeführt wird.
  2. auch vor Ort einen Abschnitt (Station mit Fragestellung) des Bounds mit den Kindern gemeinsam erarbeiten und besprechen.
  3. allgemeine Verhaltensregeln, die im Museum zu beachten sind, im Vorhinein klären (z.B.: Lautstärke, auf Geräte Acht geben…).
  4. Textantworten in der App möglichst kurz halten, da Kinder sehr lange bei der Buchstabeneingabe brauchen.

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Interview mit Emil

(Transkription einer Audio-Aufnahme, ca. 30 Minuten nach dem Test)

Projekt-Team (PT): Emil, du hast heute für uns den Bound “in motion” getestet. Wie fandest du es?

Emil: Es war gut, aber auch ein bisschen anstrengend.

PT: Hat der Bound zu lange gedauert?

Emil: Nein, eigentlich nicht.

PT: Was fandest du anstrengend?

Emil: Es hat Spaß gemacht. Anstrengend war es nur am Anfang, danach eigentlich nicht so.

PT: Wie wäre es für dich gewesen, wenn du das mit Papierzetteln oder Arbeitsblätter gemacht hättest – im Vergleich zu einem Tablet?

Emil: Viel schlechter. Mit einem Tablet macht sowas viel mehr Spaß.

PT: Wie fandest du die Bedienung/Eingabe am Tablet?

Emil: Das war gar nicht so schwierig. Ich habe mich eigentlich gleich zurecht gefunden.

PT: Hast du die Fragen gleich verstanden? Wusstest du, was zu tun ist?

Emil: Ja, die habe ich sehr gut verstanden. Die waren einfach zu beantworten.

PT: Würdest du in der Schule gerne öfters mit diesem Medium lernen?

Emil: JA! Sehr gerne. Ich kenne mich ja mit Tablets und Handys aus.

PT: Würden sich andere Kinder deiner Klasse auch so gut auskennen wie du?

Emil: Es würden sich nicht alle so leicht tun wie ich. Manche üben nicht so viel zu Hause oder haben keine Handys/Tablets. Aber wenn man in der Schule welche hätte und die Lehrerin es ihnen genau erklären würde….dann schon.

PT: Was hast du heute bei dem Rundgang gelernt?

Emil: Also, wenn man beim Fahrrad bremst, dass Hitze entsteht… dass Räder auf Schienen leichter zu ziehen sind als Straßenräder (Anm.: Autoreifen)….wie man einen Weg baut… ähm… was am Schnellsten von Flugzeug, Taube, Schiff, Pinguin, Rad und so ist…

PT: Was könnte man noch besser machen?

Emil: Ich fand es ziemlich gut….eigentlich nichts.

PT: Kann man so einen Bound mit einer 3. oder 4. Klasse VS deiner Meinung nach machen?

Emil: Ja, glaube schon, dass das geht.

PT: Hättest du mehr Spaß beim Lernen, wenn Actionbound in deiner Klasse öfters verwendet werden würde – auch deine MitschülerInnen?

Emil: Natürlich, natürlich!

PT: Danke für das Gespräch. Du hast uns sehr geholfen.

Emil: Danke, dass ihr mir zugehört habt (lacht).

 

Der Bound wurde gut angenommen, was uns sehr freut!

Weitere Schritte sind: 

  • Präsentation unseres Projektes im Seminar
  • Abschlussreflexion über den Projektprozess
  • Aktualisierung des Projektplans => Projekt_Actionbound_27_05_2016

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