25 Okt

Exkursionsbericht: Haus der Mathematik (HdMa)

Wer: Kristijan Kuzmanovic

Am 25.10.2016 besuchte ich das Haus der Mathematik auf der Pädagogischen Hochschule Wien. Dieses ist eine mathematische Forscherwerkstatt in der Kinder mittels Hands-on-Didaktik spielerisch mathematische Zusammenhänge selbstständig erforschen können. Das Haus der Mathematik besteht aus dem Marktplatz, der Forscherwerkstatt und einem Museum. Es ist für Schülerinnen und Schüler ab der 4.Klasse Volksschule geeignet und Kostet 3 Euro pro Kind. Um einen Termin für eine Führung zu ergattern, muss man schon sehr früh buchen.

Ich habe mit einigen Kolleginnen eine exklusive Führung einer Explainerin mit anschließender Fragerunde bekommen, wo wir sehr viele Backgroundinformationen bekommen haben.

Die Führung beginnt noch vor der Erlebniswelt am sogenannten Marktplatz. Hier werden Zugänge zur Mathematik aus dem Alltag der Kinder besprochen. Ein wesentlicher Aspekt ist hierbei die Mathematik in digitalen Medien, wie zum Beispiel Smartphones, Computern aber auch die EAN, die europäische Artikelnummer welche beim Einkaufen verwendet wird. Ich war sehr beeindruckt, wie interessant diese Inhalte hier aufgearbeitet werden.20161025_120949

In der Forscherwerkstatt selber findet man sehr wenige digitale Medien, dafür lässt sich eine klare Linie bei der Materialauswahl für die Exhibits (Stationen zum selbstständigen Forschen) erkennen, es besteht fast alles aus Holz. Digitale Medien findet man hier in Form eines Computers mit einem Beamer und in Form einer Binär-Uhr. Der Fokus liegt hier auf der strategischen und problemlösenden Ebene an den einzelnen Exhibits, bei denen Kinder durch gezielte Fragen der ExplainerInnen zur Lösung kommen sollen. Geplant ist in Zukunft einzelne Stationen mit QR-Codes auszustatten, mit deren Hilfe Schülerinnen und Schüler mittels Smartphone zu weiteren Informationen des mathematischen Zusammenhangs gelangen können. Im Museum findet man unter anderem eine Ausstellung zur Entwicklung von Rechenmaschinen und Computern. Dadurch, dass die Kinder auch hier etwas ausprobieren können, wird die Auseinandersetzung mit den Medien viel intensiver.

20161025_120944

Hier lassen sich durchaus medienpädagogische Ansätze in den Mathematikunterricht einbringen, die in der Schule vertieft und ausgeweitet werden können.

Ich persönlich bin von der Örtlichkeit sehr beeindruckt und finde auch nach zahlreichen Besuchen immer wieder neue Bereiche in denen man sich vertiefen kann. Einzig die Differenzierung beim Marktplatz im Bezug auf das Alter der Kinder könnte besser sein. Dieser ist für alle Altersstufen, abseits kleiner Abänderungen, immer gleich.  Es ist auf jeden Fall empfehlenswert mit seinen Schülerinnen und Schülern des Haus der Mathematik zu besuchen.

12 Okt

Rezension: PokemonGo – der Impuls für die Auseinandersetzung mit Medienpädagogik im Unterricht?

Rezension des Artikels “ #PokémonGO: Möglicherweise eines der medienpädagogischen Phänomene dieser Zeit und kein*e Pädagog*in spricht darüber?“ von Bernhard Lahner, am 12.10.2016.

Zusammenfassung des Artikels:

Das Spiel PokemonGo, welches 2015 von der Firma Niantic herausgebracht wurde,  wird von Menschen weltweit immer häufiger gespeilt und löst einen regelrechten Hype aus. Man begibt sich dabei  in der realen Welt auf virtuelle Pokemon-Suche. Rund um das Spiel haben sich innerhalb kürzester Zeit in allen Social-Medias Gruppen zu diesem Spiel gebildet, mit dem Ziel Informationen besser und schneller austauschen zu können. Hierbei können Kinder und Jugendliche ihre Sozial-Media-Kompetenz schulen und lernen, Inhalte kritisch hinterfragen. Bevor man sich auf Pokemon-Suche begibt, muss überprüft werden, ob der Akku und die Powerpacks voll sind. Weiters ist eine Absprache der Treffpunkte für Kämpfe notwendig. Hierbei wird soziale Kompetenz, Abstimmung und Planung geschult. Beim Lesen der Berichte, Anweisungen und Einträge von anderen Spielern wird die Lesekompetenz geschult. Während des Spiels werden auch die feinmotorische Kompetenz und das Strategiedenken gefördert. Durch die Beschäftigung mit der Thematik ist eine aktive Suche und Recherche im Internet erforderlich.  Die Hauptaussage des Artikels ist eine Kritik an PädagogInnen, da sich keiner im Unterricht mit der Thematik von PokemonGo beschäftigt, obwohl so viele Kompetenzbereiche angesprochen werden. Laut dem Autor besteht auch kein Forschungsinteresse in diese Richtung.

Persönliche Stellungnahme:

Um Kindern und Jugendlichen Inhalte näher zu bringen, ist es wichtig, Beispiele aus dem Alltag jener herauszusuchen und Thematiken so zu erarbeiten. Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass sehr viele PädagogInnen sehr unpassende Beispiele wählen, die den heutigen Generationen von jungen Menschen gar nicht mehr geläufig sind. Gerade was die Nutzung von Sozial-Medias betrifft, lässt sich das Spiel meiner Meinung nach gut einsetzten. Es ist wichtig Beiträge kritisch hinterfragen zu können und sich selbst eine Meinung zu bilden. Was früher eher für Papiermedien galt, ist heute für die digitale Medien Welt wichtig. Auch der Umgang in diesen Medien ist wichtig. Gerade jetzt, wo Hasspostings und Beschimpfungen in Sozialen Medien immer mehr zunehmen, ist eine Sensibilisierung mittels Besprechung im Rahmen des Schulunterrichts wichtig.

Ein weiterer wesentlicher Aspekts des Spiels, der positiv aufgegriffen werden kann, ist die Bewegung im Freien. In den letzten Jahren wurde es zunehmend schwieriger Kinder und Jugendliche für Aktivitäten im Freien zu begeistern. Durch die Verbindung der virtuellen Welt mit der realen Welt, ist es für sie jedoch wieder aktuell geworden. Warum es deshalb nicht auch im Turnunterricht einsetzen? Ich denke das das Spiel PokemonGo nur eines von heute zahlreich vorhandenen Beispielen aus den digitalen Medien ist, wodurch man Kinder für die Nutzung vom Internet sensibilisieren kann.

Somit stimme ich mit den Kompetenzerwerb, welcher im Artikel beschrieben wird zu. Nur darf man sich nicht zu sehr darauf fokussieren und es in das Zentrum des Unterrichts stellen. Es kann als Impuls dienen, jedoch würde ich nicht nur darauf bauen.

11 Okt

Exkursionsbericht: Technisches Museum Wien

Name: Kristijan Kuzmanovic

Am 08.10.2016 habe ich das Technische Museum in Wien besucht. Das Museum bietet eine sehr große Vielfalt an Ausstellungen. Es ist fast gar nicht möglich bei einem Besuch alle Ausstellungen genau zu begutachten und sich mit allen interaktiven Stationen zu beschäftigen.

Der Eintritt für Erwachsene kostet 12€, Kinder und Jugendliche bis 19 Jahren kommen gratis. Führungen sind jedoch zum Teil kostenpflichtig.

Durch das sehr große Angebot im Museum muss man sich vorher gut überlegen was man sich anschauen will da es sonst sehr chaotisch und ziellos wird.                                      20160923_095850

Sehr interessant fand ich die Abteilung für Kinder und Jugendliche. Sie ist beeindruckend und ansprechend gestaltet. Es gibt sehr viel, wo Kinder selbstständig Entdeckungen machen können und sehr vieles aktiv ausprobieren dürfen.

20160923_104158

Die Medienausstellung ist sehr beeindruckend und vor allem umfangreich. Durch die gute Aufarbeitung der Ausstellung ist die rasante Entwicklung der letzten Jahre sehr deutlich visualisiert worden. Sehr verblüffend war für mich, dass Geräte, die ich noch zu Hause verwende, bereits in den Vitrinen des Museums stehen.  Ich kenne noch sehr viele dieser Geräte, doch für Kinder muss es sehr spannend sein diese kennen zu lernen. Sie sollen erkennen, dass die technischen Geräte, die sie heute verwenden, nicht von Anfang an so ausgesehen haben und alle Funktionen hatten. Hierzu gibt es auch eine Rätselrallye vom Technischen Museum die man sich von der Homepage vorher herunterladen und mitnehmen kann.

Doch auch die Medienausstellung ist sehr umfangreich, deshalb muss man sich auch hier vorher überlegen, welche Inhalte für den Besuch relevant sind.

Insgesamt fand ich es sehr interessant und informativ. Der Werdegang und die Entwicklung der Technik und vieler Medien werden anschaulich vermittelt. Es gibt sehr viel selbst zu entdecken so man selbst Verschiedenes ausprobieren kann.  Es ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

Die einzige Ausstellung die mich persönlich nicht sehr beeindruckt hat, war die Musikinstrumente-Ausstellung. Das würde ich meinen zukünftigen Schülerinnen und Schülern auch nicht unbedingt besuchen.