23 Jan

Digital Aristotle

Wie sehen unsere heutigen Klassenräume aus?

25 Schüler und Schülerinnen müssen einer einzigen Lehrperson zuhören, die den Stoff des Lehrplans durchbringen muss. Die eine Hälfte schläft aus Langeweile ein, während die andere sich überhaupt nicht mehr auskennt. Trotzdem werden alle Fächer durchgeklappert.

Es besteht keine Chance, sich um alle SuS zu kümmern; wobei gerade das extrem wichtig wäre. Wenn sich eine Lehrperson mit nur einem Schüler/einer Schülerin beschäftigen würde, wäre der Lerneffekt natürlich am größten, das bestätigen einige Studien. Warum? Weil diese Lehrperson ganz genau weiß, wo sie andocken soll, was noch gelernt werden muss, wo Förderbedarf besteht, was das Kind schon kann, etc.

Wie würde denn so ein Klassenzimmer aussehen?

Näheres über „digitaler Aristoteles“ auf

Digital Aristotle: Thoughts on the Future of Education Some thoughts on teachers, students and the Future of Education. If there’s a bookish child in your life, you should get them a copy of The Way Things Work: http … www.youtube.com

6 Gedanken zu „Digital Aristotle

  1. Ein Programm wie der digitale Aristoteles, wäre meiner Meinung nach, eine wahnsinnig tolle Erfindung für Schüler/innen und Lehrer/innen. Die im Video beschriebenen Probleme, sind glaube ich jeder Lehrperson bekannt. Ich persönlich empfinde es als frustrierend, wenn ich ein Thema vorbereite und schon im Vorhinein weiß, dass es manche Kinder über- und anderen unterfordern wird. Als einzelne Person ist es schlicht und ergreifend nicht möglich für jedes der 25 Kinder geeignete und individualisierte Inhalte vorzubereiten. Der digitale Aristoteles wäre eine großartige Unterstützung vor allem in den Bereichen Mathematik und Deutsch. Man könnte das Programm vielleicht sogar mit dem intelligenten Stift von Stabilo kombinieren!

    Die Lehrperson könnte auf einen Blick sehen, wo welches Kind steht, voran es arbeitet und ob es Fortschritte macht. Das Verwalten und Sichern dieser Daten wären sehr bedeutsame Aufgaben, es muss auch sehr kritisch überlegt werden, wer diese Informationen erhalten darf! Es besteht sonst die Gefahr, dass du wegen einer „faulen Phase“ in der Schule später einen Job nicht bekommst. Szenarien wie diese müssten unbedingt vermieden werden!

    Ich denke, dass Kinder durch eine Unterstützung wie diese wieder mehr Freude an der Schule hätten. Lehrpersonen hätten mehr Zeit für individuelle Unterstützung, Erziehung der Kinder und die Förderung sozialer Kompetenzen. Die Schule sollte also weiterhin als reales Gebäude existieren, jedoch würden die kreativen und aktiven Unterrichtsfächer mehr Bedeutung bekommen. Ich persönlich würde mich sehr darüber freuen ein Programm wie den digitalen Aristoteles nutzen zu dürfen.

  2. Genau so wie die Kollegin vorhin erwähnt hat, finde ich eine Lernunterstützung durchaus hilfreich, aber nur mit dem Wissen, dass keine Daten von Personen weitergeleitet werden. Als Lehrerin ist es einfach nicht möglich, sich 25 individuelle Aufgaben und 20 unterschiedliche Erklärungen in so einer kurzen Zeit zu überlegen und fortzutragen und deshalb finde ich diese Idee sinnvoll. Dennoch finde ich es sehr wichtig, wenn die Lehrperson im Raum ist. Computer können keinen Menschen und deren Handeln und Gefühle ersetzen und genau deshalb sollte auch immer eine Lehrperson präsent sein und die Kinder in allen sozialen Fäigkeiten genaus wie bei kreativen Tätigkeiten unterstützen und fördern.

  3. Ich finde die Idee des digitalen Aristotle äußerst spannend! Teilweise ist es natürlich beängstigend für viele vor allem ältere Lehrpersonen, da diese oft der Meinung sind jetzt schon von den digitalen Medien „ersetzt“ zu werden. Ich würde es als wahnsinnige Bereicherung sehen und würde mich freuen wenn sich dieses Programm weiter durchsetzt. Es ist ja nach wie vor wichtig, dass eine menschliche Lehrperson für Notfälle präsent im Klassenzimmer verfügbar ist.

  4. Die Digitalisierung im Klassenzimmer steht uns wie die Künstliche Intelligenz zuvor. Wir können diese nicht aufhalten. Am größten Angst haben meiner Meinung nach jene, welche die digitale Welt selber erst entdecken bzw. erlernen müssen. Man hat die Befürchtung, dass Kinder das Schreiben verlernen und gar nicht mehr Wissen haben würden, weil man sowieso alles googeln kann. Man kann dem aber entgegen kommen und auch behaupten, dass die Handschrift eines Tages die Funktion der Kerze haben wird. Natürlich heißt das jetzt nicht, dass man das Schreiben nicht lernen sollte und nur noch tippen lernen soll, aber ist es denn nicht auch eine falsche Strategie wenn man die Kinder immer von der Technologie fernhält? Kann man denn nicht beides erlernen? Kann man den Kindern nicht beibringen die Technologie sinnvoll zu nutzen, statt sie davon fernzuhalten und nur die Horrorvorstellungen hervorzuheben? Ich glaube das neue Technologien auch zahlreiche Möglichkeiten im Unterricht anbieten. Man könnte ja die neue Technologie und das bereits bekannte kombinieren? Zum Beispiel ein Comic drehen?

  5. Ich denke der „digitale Aristoteles“ wird den Bereich der Pädagogik in Zukunft zu starken Strukturänderungen zwingen. Es wird nicht möglich sein die Vorteile eines solchen Programms einfach zu ignorieren, denn der Nutzen wäre sowohl für Lehrpersonen als auch Schüler immens. Das Problem jeder Lehrperson, welche sich in der Vorbereitung von Unterrichtsmaterialien befindet, ist geeignete Aufgaben zu finden, welche weder einige Schüler und Schülerinnen unterfordern noch andere überfordern. Durch den digitalen Aristoteles wäre es der Lehrperson möglich, auf individuelle Lerngeschwindigkeiten und Auffassungsgaben der Schüler unterstützend zu reagieren. Ich hoffe auf positive Weiterentwicklung dieses Projektes und blicke mit Freude auf den ersten Einstieg des digitalen Aristoteles in die Klassenzimmer in hoffentlich naher Zukunft.

  6. Meiner Meinung nach wäre ein „digitaler Aristoteles“ einer großer Gewinn für die Kinder und die Schule. Alle Lehrerinnen und Lehrer kennen die im Video genannten Probleme. Es ist fast unmöglich eine Stunde zu planen, in der alle Schülerinnen und Schüler genau die richtige Förderung bekommen. Ich denke, dafür eignet sich so ein Programm sehr gut. Die Frag ist allerdings, ob Kinder wirklich von einem Laptop oder Tablet so gut lernen bzw. Inhalte verstehen können, wie durch die Erklärungen eines Menschen. Ich glaube, dass sowohl die Interaktionen zwischen Lernender oder Lernendem und Lehrender oder Lehrendem und auch die Beziehung zwischen ihnen beim Lernen eine große Rolle spielt. So ein Programm würde sich also meiner Meinung nach gut als Zusatz, jedoch nicht als Ersatz von Lehrerinnen und Lehrern eignen.
    Auch wenn es natürlich wichtig ist mit der Zeit mitzugehen, glaube ich trotzdem auch, dass es enorm wichtig ist auch aus Büchern zu lernen und generell lesen und schreiben zu lernen. Dies könnte durch solche Programme schnell verloren gehen. Ich glaube auch, dass sich durch den übermäßigen Konsum digitaler Medien (auch beim Lernen), durch die schnelle Reizüberflutung, bei vielen Kindern eine kürzere Konzentrationsspanne entwickeln würde.

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