31 Dez

Das „Scratchen“ im Mumok – Kunst und Technik unter einem Dach

Foto:privat

Als ich zum ersten Mal den Begriff „Scratch Lab“ hörte, konnte ich damit rein gar nichts anfangen. „Was hat Programmieren mit Museum zu tun?“, war wohl eine der ersten Fragen, die mir durch den Kopf schoss. Nun, eine ganze Menge! Benedikt Hochwartner leitet das „digitale Atelier“ im Mumok Wien. Obwohl Benedikt seine Ausbildung nicht in den Fokus rücken wollte, finde ich es dennoch sehr spannend, dass er sowohl Kontrabasslehrer, als auch im technischen Bereich sehr versiert ist. Weshalb das „Scratchen“ für ihn so wichtig ist, ist schnell erklärt: Kinder und Jugendliche sollen erkennen, dass stets eine Person mit ihren Ideen und Vorstellungen hinter einem Programm steckt und nichts „einfach so“ passiert. Außerdem sei es wünschenswert, dass Programmieren nicht nur als Privileg oder besondere Fähigkeit einiger weniger technikaffiner Personen gilt, sondern dass bereits bei jungen Menschen ein Verständnis geweckt wird, wie diese Vorgänge funktionieren. Kritisches Denken und die Ermächtigung, selbstständig zu handeln sind wichtige Säulen, auf denen das Konzept des Vermittlungsangebots beruht.

Mehrmals trifft sich eine gleichbleibende Gruppe Kinder in den Semesterferien oder sogar wöchentlich über ein ganzes Semester verteilt, um Grundkenntnisse des Programmierens zu erlernen und ihre eigenen Ideen anschließend kreativ damit zu verknüpfen und umzusetzen. Viele Kinder und Jugendliche wollen vor allem eines: eigene Computerspiele entwickeln. Aber „Scratchen“ ist und kann viel mehr, weshalb einige TeilnehmerInnen sogar über mehrere Semester hinweg im Kurs bleiben.

Wie funktioniert es nun überhaupt, dieses „Scratchen“?
Jede Einheit startet mit dem Besuch einer Ausstellung, wobei jeweils verschiedene Themen von Farbwahl über Farbtechniken, Material etc. im Fokus der Analyse stehen. Im Atelier wird der Bezug zum Besprochenen hergestellt, daraufhin Befehle und Werkzeuge eingeführt, welche im Anschluss selbstständig am Laptop getestet werden können. Die TeilnehmerInnen setzen Lerninhalte sofort in die Praxis um beziehungsweise die Arbeit an ihren anderen Scratch-Projekten fort. Die Peer-MentorInnen arbeiten ebenfalls an ihren Projekten, unterstützen Benedikt zudem aber auch dabei, die Fragen der Kinder und Jugendlichen zu beantworten und Hilfestellungen anzubieten.
Abschließend erfolgt eine Projektpräsentation durch ein von Benedikt ausgewähltes Kind, gezwungen wird dazu jedoch niemand. Die TeilnehmerInnen geben dazu Auskunft über ihre Idee, aufgetretene Probleme und wie diese gelöst wurden, beantworten Fragen und stellen sich dem konstruktiven Feedback der interessierten KollegInnen dazu. Auf die Wichtigkeit dessen und wesentliche Faktoren weist Benedikt immer wieder hin: „Immer erst sagen, was dir gut gefallen hat.“

Das bis heute frei verfügbare Programm zum „Scratchen“ wurde in den USA entwickelt und meint eine visuelle Programmiersprache aufgeteilt auf drei Spalten: verschiedene Farbschemen, Programmierbefehle, Ausführung. Alle drei Teile sind nebeneinander stets zu sehen und beliebig überarbeit- und kombinierbar. Es ist höchst faszinierend, mit wie viel Hingabe, Motivation und Kreativität die Kinder Lösungen erarbeiten und mit wie viel Ausdauer sie an ihren Projekten „dranbleiben“. Ein Loblied auf die intrinsische Motivation in Verbindung mit handlungsorientiertem Lernen und darauf, dass Technik und Kunst eine spannende Kombination ergeben kann und nicht „staubtrocken“ sein muss, wie viele PädagogInnen bis heute vermuten.

30 Dez

Tools – Sinnvoll oder nicht?

Erfahrungen mit Tools im Unterricht

Unsere Erkenntnisse, ob Tools sinnvoll sind oder nicht, beruhen auf folgenden Studien.

Fallstudie: Verständnis entwickeln durch eine integrierte Lernumgebung aus verschiedenen digitalen Technologien

„Diese Fallstudie untersucht die Verwendung einer integrierten digitalen Lernumgebung durch einen Leistungskurs Englisch im zweiten Jahr der Qualifikationsphase (17- und 18-jährige Schülerinnen und Schüler).“ (Passey, 2018)

Bei der Studie wurden zwei Gruppen miteinander verglichen. Eine arbeitete mit digitalen Technologien – interaktiven Tafeln (SMART Displays und Whiteboards) sowie Tablet PCs oder andere mobile Endgeräte, Lehrerlaptops, Dokumentenkameras und virtuelle Lernplattformen.

An folgender Grafik kann man den Vergleich der beiden Gruppen ablesen.

https://eprints.lancs.ac.uk/id/eprint/128744/1/Fallstudie_Case_study_German_School_translation.pdf

Erkenntnisse aus der Studie:

  • „Die Lehrerin berichtete, dass die Technologien die Lernaktivitäten unterstützten, die ihrerseits einen messbaren positiven Einfluss auf die Leistungen einiger Lernender in der letzten Klausur und in der Abiturprüfung hatten, […] Statistische Test ergaben, dass die besseren Leistungen der „beeinflussten“ Lernenden statistisch signifikant von denen der „nicht beeinflussten“ Lernenden abwichen.“ (Passey, 2018)
  • „Lehrerin und Lernende berichteten übereinstimmend von Vorteilen, die sich ergaben. Die Lernenden profitierten demnach von der gemeinsamen Diskussion, der Visuali- sierung auf unterschiedliche Weise, dem gemeinsamen Sammeln von Ideen und Ergebnissen, der Aufgabenbearbeitung und der Tatsache, dass die Tafelbilder zu einem späteren Zeitpunkt erneut zum Üben und Wiederholen herangezogen werden konnten.“ (Passey, 2018)

Kritische Anmerkungen

Kritisch zu digitalen Medien äußert sich unter anderem ein Zeit-Artikel. Im Auftrag der Wübben-Stiftung wurden im Jahr 2018 ungefähr 1500 SchulleiterInnen zum Einsatz von digitalen Medien im Unterricht befragt. Herauskam, dass Lehrpersonen skeptisch gegenüber dem Einsatz von Tools sind. Laut dem Artikel ist daher ausschlaggebend die Persönlichkeit der Lehrperson. ( ZEIT ONLINE, AFP, KNA, fin, 2018)

In einem anderen Zeit-Artikel wird beschrieben, dass Mögliche Gründe für die Skepsis der LehrerInnen keine gute Ausstattung der Schulen, fehlende Konzepte, Weiterbildungen und Infrastrukturen sind. Der Artikel gibt unter anderem folgende kritische Sicht: „Die OECD hat 2015 sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Einsatz von digitalen Hilfsmitteln kritisch zu sehen ist. Und zwar je jünger die Schüler sind, umso mehr ist davon abzuraten, wenn es um den Lernerfolg geht“ ( ZEIT ONLINE, afp, dpa, mib, kg, 2017)

Fazit: Viele Studien belegen positive Lernerfolge durch den Einsatz von Tools, allerdings liegt es letztendlich doch an der Kompetenz der Lehrperson Tools wirkungsvoll im Unterricht einzusetzen. Zudem müssen die technischen Gegebenheiten vorhanden sein.

Literaturverzeichnis:

Passey, Don (2018): Fallstudie Verständnis entwickeln durch eine integrierte Lernumgebung aus verschiedenen digitalen Technologien. Online abrufbar unter: https://eprints.lancs.ac.uk/id/eprint/128744/1/Fallstudie_Case_study_German_School_translation.pdf, 30.12.2019

ZEIT ONLINE, afp, dpa, mib, kg (2017): Lehrer misstrauen Lernerfolg durch digitale Medien. Online abrufbar unter: https://www.zeit.de/digital/2017-09/schule-digitalisierung-bildung-bertelsmann-studie, 30.12.2019

ZEIT ONLINE, AFP, KNA, fin (2018): Schulen skeptisch gegenüber Digitalisierung. Online abrufbar unter: https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2018-10/medien-unterricht-digitalisierung-schulleitungsmonitor-lehrkraefte, 30.12.2019

Verfasst von: Johanna Günther, Miriam Hauer, Alina Reseterits & Isabella Serajnik

Der Link zu unserem Podcast: http://podcampus.phwien.ac.at/digimed/files/2020/01/Tools.mp3

Der Link zu Schoolfox: https://schoolfox.com/messenger-at/?gclid=EAIaIQobChMI-uXj6bX25gIVWOR3Ch3D6wI5EAAYASAAEgL09vD_BwE

30 Dez

Wie funktioniert Google?

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Google.png

Die angehängten Links, geben einen Überblick, was Google ist, wie es funktioniert und vor allem wird erklärt wie eine Suchanfrage abläuft.

Wie funktioniert Google überhaupt?
https://www.giga.de/webapps/google-suche/specials/wie-funktioniert-google-einfach-verstaendlich-erklaert/

Funktionsweise der Suchalgorithmen
Artikel: https://www.google.com/intl/de/search/howsearchworks/algorithms/

Podcast zum Thema Google – Wissen ist Macht.
Wir haben uns in einer Runde getroffen und uns zu einigen Themen, die wir recherchiert haben, unterhalten.
Der Podcast soll euch einen Einblick in das Thema verschaffen. Viel Spaß!

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Google.png
https://www.youtube.com/watch?v=ZhNbIAzBz70&t=500s
https://www.youtube.com/watch?v=qrWJOVJMLQE
https://www.giga.de/webapps/google-suche/specials/wie-funktioniert-google-einfach-verstaendlich-erklaert/
https://www.google.com/intl/de/search/howsearchworks/algorithms/
https://www.youtube.com/watch?v=J5RZOU6vK4Q

16 Dez

Tools für IWBs – ActiveInspire

Als IWB (Interactive Whiteboard) stellt man sich meist, eine im Klassenraum vorne, auf einer Wand oder einem Gestell montierte Tafel vor. Diese hat darüber einen Projektor oder ist ein touchfähiger Monitor. Allerdings zählen auch Laptops, Tablets und Smartphones zu den IWB, da die Interaktion mit diesen “Computern” durch Antippen stattfindet. (Martin, 2015)

Sind Schulen mit IWBs ausgestattet, so können diese wie eine Projektionsfläche fungieren, bei der Text und Bilder in Form von Slides (PowerPoint, google Slides, Prezi, …) dargestellt werden können. Zusätzlich ist es mit diesen Tafeln auch möglich, Audio und Video abzuspielen, da diese meist integrierte Lautsprecher besitzen.

Die Stärken der IWBs kommen allerdings erst so richtig mit dem Element der Interaktivität zum Vorschein. Hierzu gibt es zwei Zugänge zur Gestaltung der Unterrichtssequenzen und/oder Unterrichtsmaterialien: 

  1. Webapplikationen und Seiten wie z.B. Learning Apps, Quizlet, Kahoot, etc.
  2. Spezifische Tafelsoftware, welche Lokal oder auch webbasiert sein kann. Beispiele hierzu sind die Programme ActivInspire, Prowise und ClassFlow.

Im Gegensatz zu den einzelnen Webseiten und Webapplikationen vereinigt eine Tafelsoftware viele dieser Funktionen in ein Programm. Tafel Software wie ActivInspire sind mächtige Tools mit welchen man Übungen individuell gestalten und anpassen kann.

Was ist ActivInspire?

Einfach ausgedrückt ist ActivInspire eine Tafelbildsoftware, die mediengestützten Unterricht ermöglicht. Die Arbeitsoberfläche ist intuitiv und lässt sich an das Unterrichtsfach des Nutzers anpassen.

Was kann ActivInspire?

In den meisten Fällen wird, sofern man keine Einschulung im Umgang mit ActivInspire hatte, dieses Programm in Verbindung mit einem IWB als Tafelersatz verwendet. Auch wenn dies im ersten Moment nicht sonderlich innovativ wirkt, hat allein diese basale Anwendung des Programms einige Vorteile zu herkömmlichen Tafeln. Zum großen Plus zählt die Möglichkeit, Tafelbilder zu speichern und wieder aufzurufen. Somit ist ein Vorbereiten von Zuhause aus (Die Software läuft über einen PC und nicht über die Tafel selbst) sowie das Wiederaufrufen einer z.B. schon angefangenen Schulübung möglich. Anpassungen an schon vorhandene Materialien sind schnell und effektiv durchgeführt.

Beispiel Container Funktion

Was kann ActivInspire nicht?

ActivInspire ist ein Offline-Tool und muss erst auf einem PC installiert werden (Schulen installieren das Programm über den ADV installer sofern diese auch mit mindestens einem ActiveBoard ausgestattet sind). Des Weiteren kann sich nicht jedes beliebige Endgerät (Handy, Tablet) mit der Tafelsoftware verbinden. Für diese sind speziell von Promethean hergestellte Endgeräte notwendig. Möchte man jedoch diese Funktion nützen, so müsste man auf eine Cloudbasierte Applikation wie Prowise oder ClassFlow umsteigen.

Einblick in die Arbeit mit IWBs und ActiveInspire

Fazit

Mit neue Technologien entstehen neue Möglichkeiten als auch neue Fragen. ActivInspire als Tool kann Planungszeiten verkürzen, Abwechslung in den Unterricht bringen und physisches Unterrichtsmaterial reduzieren. Herausforderungen sind jedoch in der völligen Abhängigkeit von IWBs und deren Software zu finden, da wenn eines dieser Elemente nicht funktioniert der Unterricht nicht planungsgemäß stattfinden kann. IWBs sind im kommen und einge gute Mischung aus älteren und neueren Methoden und Technologien kann dabei zu einer Bereicherung für alle Beteiligten werden.

14 Dez

Robotik und KI: Kulturelle Unterschiede

Traditionelle Trauerfeier für Roboter-Hunde in Japan
Foto: NICOLAS DATICHE/AFP/Getty Images

,,Bei meiner Arbeit an der Ethik in der Robotik fand ich [..] heraus, dass japanische Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen viel weniger Probleme mit menschenähnlichen Robotern haben als Leute im Westen. Im Westen denken wir, dass es sehr wichtig ist, zwischen Menschen und Nicht-Menschen zu unterscheiden. Als ich mit einem japanischen Wissenschaftler darüber sprach, verstand er nicht, was daran so wichtig sein soll.‘‘

-Mark Coeckelbergh (Graf, 2017)

Den größten Gegensatz, zum westlichen Zugang zu Robotern und künstlicher Intelligenz, bildet Japan. Während in Österreich und Deutschland dem Einsatz von Robotern, vor allem in Menschenähnlicher Form, eher mit Skepsis begegnet wird, kennt man diese in Japan weniger.

Das ist verschiedenen Gegebenheiten zuzuschreiben. Beispielsweise wird in der in der japanischen Religion dem Shintoismus (shintô; dt.Weg der Götter) jedem Wesen und Objekt eine Seele zugeschrieben. Daher herrscht bei der Objektbeziehung in Japan eine Diskrepanz zum christlichen Verständnis, wonach nur Lebewesen Autonomie zugeschrieben und ferner Gott die alleinige Schöpferrolle zugwiesen wird.

Zudem wird Japans Gesellschaft immer älter und sie zählen zu den Top Ländern was das Lebensalter angeht. Geburtsraten nehmen ab und Einwanderung gibt es aufgrund einer rigorosen Politik kaum. Roboter stehlen hier also keine Arbeitsplätze, sondern übernehmen wichtige und ansonsten vernachlässigte Posten.

Schon in der Popkultur werden Roboter ganz anders portraitiert als in Europa oder den USA. Bei uns ist die Maschine oder künstlich geschaffene Intelligenz meist der Feind oder das Böse, zum Beispiel Terminator oder Frankenstein. In Japan sind sie meist Helden und Helfer der Menschen, wie in den Mangas ,,Astro Boy‘‘ oder der Animeserie ,,Gundam‘‘.

Populär ist in Japan außerdem Aibo, der Roboter-Hund von Sony. Nach einer Schätzung, sind 150.000 dieser Hunde in Japan verteilt, mit einem Lebenszyklus von 5-7 Jahren und einem Preis von 1500 Euro. Besonders für ältere Menschen zeigte sich, dank der Roboter-Hunde, eine Verbesserung der Lebensqualität, die Roboter-Tiere wurden so sehr ins Herz geschlossen, dass traditionelle buddhistische Trauerfeiern für sie veranstaltet wurden. Aibo erfordert ein monatliches KI-Abo von 150 Euro und bekommt für weitere 150 Euro einen Plastikknochen zum Spielen. Er hat zwei Kameras und kleine OLED-Displays in den Augen, die ihn ausdrucksstarker machen sollen. Die Akkulaufzeit beträgt allerdings momentan nur 2 Stunden, danach muss er für 3 Stunden an die Steckdose.

Ein passendes Beispiel für die europäische Sichtweise ist der kürzlich, zum Anlass von 100 Jahren Frauenstudium an der TU Wien, im Standard: Das sagen Forscherinnen zu Robotik, unter dem Tag ,,Gefahren“. Hier der Link dazu: https://www.derstandard.at/story/2000112235040/das-sagen-forscherinnen-zu-robotik

Literaturverzeichnis

Graf, V. (29. 08 2017). ARS ELECTRONICA. Von

„Technologie ist menschlich“: So formt Kultur Technologie
abgerufen

Martin, R. (2012). Kulturelle Unterschiede in der Robotik: Japan undDeutschland – ein Überblick. (F. f. Universität Duisburg-Essen Campus Duisburg, Hrsg.) Duisburg. Von https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-419195 abgerufen

Stitzel, H. (16. 11 2015). SRF. Von https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/weshalb-japan-keine-angst-vor-robotern-kennt abgerufen

Trends der Zukunft. (28. 02 2015). Von https://www.trendsderzukunft.de/roboter-hunde-bekommen-friedhoefe-in-japan/ abgerufen

Zeit online. (01. 11 2017). Von https://www.zeit.de/digital/internet/2017-11/sony-aibo-roboter-hund-wiederauflage-kuenstliche-intelligenz abgerufen

14 Dez

Alexa und Datenschutz: Wie passt das zusammen?!

(c)Pixabay

Verfasst von Einsiedler Anna, Stoßfellner Lara, Tomaz Paul

Mittlerweile nutzen 450.000 Österreicherinnen und Österreicher digitale persönliche Assistenten wie Google Home oder Alexa. Die Zahl wird in den nächsten Jahren auch nicht sinken, schließlich werden aktuell Smart Homes in großem Stile beworben und die Anzahl an Haushaltsgeräten und -funktionen, die mit einander verbunden sind, steigt ebenfalls. Was viele potentielle Käuferinnen und Käufer abschreckt, ist die Sicherheit ihrer Daten und dass das Gesagte gespeichert oder sogar weitergeleitet wird.

Dass große Firmen wie Apple, Amazon, Google, Facebook oder Spotify über jedeN einzelneN UserIn eine horrende Menge Daten gespeichert hat, nehmen wir heutzutage in Kauf. Ein Leben ohne diese Firmen und deren Produkte ist für die meisten kaum vorstellbar und auch wenn Alexa und Co immer populärer werden, ist vielen das direkte Ansagen von Einkaufslisten und Ansagen von Nachrichten (noch) etwas unheimlich.
Sind DSGVO und Homeoffice überhaupt kompatibel?

Das Unbehagen Daten herzugeben, die man nicht preisgeben möchte, ist nicht unbegründet. So berichtete im April diesen Jahres Futurezone oder Die Zeit, dass Amazon Mitarbeiter Gespräche mithören und mitschreiben. Dies geschieht laut Amazon, um die Gesprächsvorgänge zu optimieren. Die Anfragen werden ohne Angabe der Personalnummer dazu benutzt, um Stichworte wie Sänger besser einzukategorisieren. Immerhin versteht Alexa viele der gestellten Fragen nicht und soll laufend optimiert werden. Wer nicht möchte, dass Gespräche mitgeschrieben werden, kann dies bei seinen Einstellungen unter Alexa Datenschutz à Legen Sie fest, wie ihre Daten Alexa verbessern soll, ausschalten. Die Gespräche werden auch nicht an Dritte weitergegeben.

Eine andere Sorge ist, dass Alexa Gespräche aufzeichnet, auch wenn man nicht gerade mit ihr sprechen möchte. Es gibt viele Fälle in denen Alexa anging ohne, dass das Codewort gesprochen wurde. Im Jahr 2017 machte sich ein Echo-Gerät selbstständig und spielte laut Musik im gesamten Haus, obwohl der Besitzer nicht zu Hause war. Die Polizei musste wegen Ruhestörung kommen!         
Amazon weiß von solchen Fehlern und versucht den Dienst weiter zu optimieren. Dass das Gerät die ganze Zeit „zuhört“ ist jedenfalls nicht richtig. Wer misstrauisch ist, kann dem Spracherkennungsdienst die Möglichkeit der Sprachaufnahme nehmen.

Die Anschaffung eines digitalen Assistenten für zu Hause sollte gut überlegt sein und die Pros und Contras abgewogen. Auch empfiehlt es sich durchzulesen welche Daten man weitergibt und ob man dies überhaupt möchte. (Wie überall!)

https://futurezone.at/digital-life/amazon-mitarbeiter-hoeren-und-schreiben-mit-was-ihr-bei-alexa-sagt/400463575

https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2019-08/datenschutz-amazon-alexa-sprachassistenten-nutzerdaten-homeoffice

https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=GA7E98TJFEJLYSFR

https://www.homeandsmart.de/alexa-datenschutz-oder-datenspion

https://www.rundschau-online.de/ratgeber/digital/notruf-smart-home-geraet-belauscht-fall-von-haeuslicher-gewalt-und-ruft-die-polizei-27954112

https://www.rundschau-online.de/ratgeber/digital/wegen-ruhestoerung-amazons–alexa–verursacht-teuren-polizeieinsatz-28774978

Vor – und Nachteile Sprachassistent wie Alexa, Google Home

Moderne, sogenannte Chatbots, die auf künstlicher Intelligenz basieren, kennzeichnen die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Google Home, Apple Siri oder Amazon Alexa sind die bekanntesten auf diesem Gebiet und halten in immer mehr Haushalten Einzug. Aber was sind die Vor- und Nachteile dieser „Helferlein“?

Bequemlichkeit im Wohnzimmer hat einen hohen Preis. Wer es sich gemütlich machen möchte und sich mit einem gesprochenen Wort zu Alexa und Co den Gang zum Handy ersparen möchte, zahlt mit den persönlichen Daten. Um die gegebenen gesprochenen Kommandos verarbeiten zu können, müssen intelligente Sprachassistenten ständig ihre Umgebung belauschen. Dies ist wider dem Sine des Datenschutzgesetzes, welches hier in Österreich und EU-weit seine Gültigkeit hat. Dies ist umso problematischer anzusehen, als dass Alexa oder Google um Antworten geben zu können, die gesprochenen Worte in Form von Daten an den jeweiligen Firmenserver zur Verarbeitung weiterleiten. Da die meisten Anbieter smarter Lautsprecher und intelligenter Sprachassistenten US-Unternehmen sind, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die aufgenommen Daten nach Amerika weitergeleitet und dort verwahrt und verarbeitet werden. Wie bekannt ist, ist Datenschutz nicht gleich Datenschutz. In Amerika beispielsweise wird es komplett anders handgehabt, als in Österreich. Es gibt auch keinerlei Angaben derjenigen Hersteller dazu, wie lange persönliche Daten gespeichert und aufgehoben werden. Zwar kann man die getätigten Eingaben im Aufnahmeverlauf des Geräts löschen, allerdings bedeutet das einerseits nicht, dass die Daten für immer tatsächlich gelöscht sind und andererseits muss man schon einige an persönlichen Daten Preis geben, wie beispielsweise Appnutzungen – sowie deren Suchverläufe, die auch laufend vom Gerät aktualisiert werden, um den smarten „Freund“ überhaupt benutzen zu können.

Bereits mehr als 56 Millionen smarte Lautsprecher wurden allein im Jahre 2018 weltweit verkauft. Gerade um die Weihnachtszeit steigt die Nachfrage an derartigen Gerätschaften.

Die Vor- und Nachteile deren sind sehr kritisch gegenüberzustellen. Man tauscht seine persönlichen Daten und seinen online „Fußabdruck“ für die scheinbare positive Seite der smarten Begleiter ein. Unternehmen erstellen anhand dessen eine Art persönliche „Nutzerkarte“, die mehr über einen selbst verrät, als einem vielleicht in Wahrheit lieb ist. Nutzt man eine Alexa beispielsweise in vollem Ausmaß, so weiß sie besser als jeder andere um die Hobbies, Gewohnheiten, Vorlieben und den persönlichen Nachrichtenverkehr der Person Bescheid. Man hat also ein Gerät, dass wenn man das möchte und es in vollen Zügen nutzt, Schritt für Schritt täglich an der Seite ist, den kompletten Überblick über den eigenen Alltag hat und Einblick in die persönlichsten Gespräche und Nachrichten hat. Denn um ein Wort aufzuzeichnen und zu verarbeiten, bzw. um auf den Weckruf „Alexa“ zu hören, muss das Gerät ohne Pause durchgehend jegliche Geräusche und Gespräche mithören und verarbeiten; Das gilt auch für Gespräche die im Nebenzimmer oder gar im übernächsten Zimmer geführt werden, da die Geräte ja über eine durchaus hohe Reichweite hinsichtlich der Nähe und der Distanz verfügen.

Was fangen diese Unternehmen mit den gewonnenen Daten aber an? Natürlich steht in großen Unternehmen Profit im Vordergrund. Durch das ausspielen detailliert personalisierter Werbung können Amazon und Google die einzelnen Daten zu Geld machen und wieder Profit daraus ziehen. Zudem werden immer mehr technische Geräte miteinander verknüpft, sodass diese sich untereinander sozusagen „updaten“ und austauschen können, was wiederum die Datenanschaffung für die Unternehmen erleichtert.

„Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wurden viele Neuheiten mit Alexa oder Google Assistant an Bord vorgestellt, bei denen die digitalen Sprachassistenten künftig integriert sein werden: Fernseher, weitere Lautsprecher anderer Hersteller, Kühlschränke und Öfen, Lichtschalter und Rauchmelder, ein Badezimmerspiegel sowie verschiedene Autos.“ (https://www.futurezone.de/netzpolitik/article213071959/Der-Spion-in-meiner-Wohnung-Wichtige-Fakten-zu-Alexa-Google-Assistant-und-Co.html)

Wie hier zu lesen ist, nimmt die Entwicklung innerhalb der Digitalisierung von Sprachassistenten auch in Kombination mit anderen technischen Geräten zu und verleitet zur unbedachten Nutzung und persönlicher Datenübergabe, ohne die Risiken direkt vor Augen zu haben. Hinsichtlich des Datenschutzes muss hier nochmals erwähnt werden, dass das Problem vor allem auch daran liegt, dass man als Nutzer nicht klar nachvollziehen kann, welche Daten wo und wie lange genutzt und gespeichert bzw. von Unternehmen verarbeitet werden.

Aber man kann doch das Gerät ausschalten und die Sprachaufnahme abdrehen? Warum also diese Panik, wenn doch Nutzer selbst entscheiden können, wann sie „belauscht“ werden wollen und wann nicht? Dieser Punkt der „Freiwilligkeit“ ist fraglich, denn: Die Funktion des permanenten Ausschaltens des Mikrofons konnte bereits 2017 von Sicherheitsforschern geknackt werden und zieht somit Lücken in der Nutzungssicherheit mit sich.

Riskant ist auch die schnelle Funktion der sprachassistierten, bequemen online Bestellung – nicht selten gab es Probleme mit nicht gewünschten Bestellungen, die von dem Gerät getätigt wurden. Auch, weil das Gerät ohne eine zusätzliche Pincode-Sicherung, nicht erkennen kann, ob es sich um einen Erwachsenen oder ein Kind handelt. Zudem: Je mehr Daten vorhanden und gespeichert sind, desto reizvoller ist es für Behörden für etwaige Belangen Daten zu erfragen oder auszuforschen. Das kann natürlich bei der Aufklärung von Verbrechen helfen, kann aber auch in die andere Richtung ausarten, wenn man die Risiken hinsichtlich eines Überwachungsstaates bedenkt und welche Türen mit dieser Maße an Daten gleichzeitig damit geöffnet werden.

Vorteile:

  • Zeitersparnis
  • Bequemlichkeit
  • Organisation kann teilweise abgegeben werden – Erinnerungen
  • Schneller an Informationen
  • Stressfreierer Alltag

Nachteile:

  • Fraglicher Datenschutz
  • Dauer“überwachung“
  • Nicht alle Befehle kommen richtig an – unpraktisch
  • Keine Privatsphäre mehr
  • Keinen Überblick, wenig Sicherheit was mit Daten passiert

Egal, ob man sich für oder gegen einen smarten Sprachassistenten entscheidet, Fakt ist, dass es ebenso viele Nachteile und Gefahren wie Vorteile bringt und man daher seine Entscheidung gut abwägen sollte, denn im Endeffekt trägt man die Verantwortung was man tut, wofür man sich entscheidet und weiterblickend was mit den Daten passiert im Grunde genommen selbst, wenn man die Vorteile gegen Eintausch der persönlichen Daten nutzen und genießen möchte.

Quellen:

https://www.vorteile-nachteile.info/leben/siri-oder-alexa-1/

https://www.futurezone.de/netzpolitik/article213071959/Der-Spion-in-meiner-Wohnung-Wichtige-Fakten-zu-Alexa-Google-Assistant-und-Co.html

https://www.swp.de/wirtschaft/news/ist-google-home-besser-als-amazons-alexa_-23602599.html

Wie smart sind unsere Smartphones?

Ein Leben ohne Smartphone ist für die meisten Menschen kaum mehr vorstellbar. Egal wo man ist – ein paar Klicks genügen und schon ist man Up-to-date! Was vielen Leuten jedoch nicht bewusst ist, wie sehr unsere Handys zum absoluten Manipulationsgerät wurden.

Handyüberwachung passiert, ob wir es wollen oder nicht. Eine große Falle, in die bestimmt jeder schon einmal getappt ist, nennt sich freies WLAN. Durch freies WLAN haben Unternehmen die Möglichkeit unser Konsumverhalten und das personalisierte Kaufverhalten zu überwachen. Mspy heißt die einfach Software, mit der alle Daten (SMS, Kalendereinträge, Notizen, Telefonate etc.) überwacht werden. Unternehmen verwenden diese Daten dann z.B. für personalisierte Werbung am Smartphone. Jeder Mensch hinterlässt im Netz einen digitalen Fußabdruck, welcher jederzeit rekonstruierbar ist. Die Konzerne schaffen es anhand unserer Daten ein Profil von uns zu erstellen und unseren „digitalen Zwilling“ zum Konsum zu konditionieren.

Die Datenindustrie zählt heute traurigerweise als einer der größten Wirtschaftszweige.

Weiterführende Informationen: https://orf.at/v2/stories/2192859/2192860/

Quelle:

https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail?newsid=332

https://orf.at/v2/stories/2192859/2192860/

PODCAST, eine Aufnahme von Einsiedler Anna, Stoßfellner Lara und Tomaz Paul

Alexa – Smart Home
03 Dez

Medienaktivismus und Klimawandel

Da das Thema Klimaschutz und Klimawandel ein sehr aktuelles und umstrittenes Thema ist, wird auch in den Medien viel darüber berichtet. Da Medien aber nicht nur die Ergebnisse der Forschung, sondern eher ein gefiltertes Bild mit ausgewählten Inhalten über diese Thematik überliefern, haben sie einen großen Einfluss auf die subjektive Wahrnehmung des Klimawandels bei den Mediennutzern und Empfängern.

Jedoch ist nicht nur der Absender und Verfasser der in den Medien zur Verfügung gestellten Texte dafür verantwortlich, wie der Inhalt beim Empfänger aufgenommen und interpretiert wird. Auch beim Empfänger selbst spielen viele individuelle Komponenten eine große Rolle. So machen es beispielsweise die politische Einstellung, sowie auch die persönlichen Erfahrungen und Vorkenntnisse, bzw. das persönliche Umfeld einen großen Teil der Meinungsbildung aus.

Das Thema Klimawandel wird in den Medien auf sehr umfangreiche Art und Weise thematisiert und reicht über Weltuntergangsszenarien bis hin zu einfachen Tipps, wie man seinen persönlichen CO2 Verbrauch verringern kann. Die Vielfalt an Meinungen und Thesen bezüglich des Klimawandels führt bei den Empfängern oft zu Skepsis und Verwirrung, da sie sich kein eindeutiges Bild über die Tragkraft des Klimawandels machen können, ohne sich tiefer mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Auch in den sozialen Medien ist der Klimawandel ein stark umstrittenes und besprochenes Thema. Auf Facebook, Twitter, Instagram und einigen Klimablogs werden die Plattformen aber eher dafür genutzt, privaten Meinungen Ausdruck zu verleihen, anstatt fundierte Fachmeinung zu verschriftlichen.

Beispielsweise bietet die Facebook Seite von „Fridays for Future“ eine Möglichkeit zum Austausch und zur Informationsüberlieferung. Die Seite wird klar als Appell genutzt, die Menschen zum bewussteren Leben aufzufordern und sich für den Klimaschutz aktiv einzusetzen. Dafür lädt sie auch direkt zu Protesten und Streits ein und lässt die Empfänger am Protest gegen die weitere Umweltverschmutzung aktiv teilnehmen.

Das Thema Klimaschutz ist schon seit mehreren Jahren fester Bestandteil der medialen Welt. Jedoch ist der Kontext, in welchem über den Klimawandel gesprochen und diskutiert wird, ausschlaggebend dafür, welche Bedeutung ihm zugesprochen wird. Vor allem durch die mediale Präsenz wird der Klimawandel für uns real und existent, da die direkte Wahrnehmung des Klimawandels oft nicht eindeutig zuordbar ist.

Die Basis für den sinnvollen Gebrauch der Medien zur Informationsbeschaffung und Meinungsbildung durch Medien ist die Prüfung der Qualität der Quellen. Die Frage, ob man den Quellen, aus denen man seine Informationen bezieht, vertraut und sie wirklich zur eigenen Meinungsbildung über den Klimawandel nutzen will, sollte sich jeder Nutzer/jede Nutzerin stellen um sicherzugehen, dass er sein Wissen aus vertrauensvollen und wissenschaftlich fundierten Ergebnissen bezieht.  
(vgl. https://www.waldwissen.net/wald/klima/wandel_co2/fva_klimawandel_bewusstsein/index_DE  letzter Zugriff 26.11.2019 15:30 Uhr)

Passend zu diesem Thema gibt es auch nachfolgenden Podcast, in dem der Stellenwert der Fridays-for-Future-Demonstrationen für junge Menschen und die Rolle der Medien in diesem Kontext durch Interviews behandelt werden:

Links zum Thema Klimaschutz in den Medien:

https://www.facebook.com/FridaysForFutureVienna/

https://www.waldwissen.net/wald/klima/index_DE

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-08/klimawandel-globale-erderwaermung-zweifel-argumente-klimamodelle

01 Dez

Schule in der Zukunft

Das Zeitalter der Digitalisierung im Bereich des Bildungssystems

Die Diskussion darüber, was „die perfekte Schule“ ausmacht beziehungsweise welche Ressourcen dazu benötigt werden, beschäftigt unsere Gesellschaft bereits seit einigen Jahrzehnten. Anders als früher existiert heutzutage eine Komponente, die immer mehr Einfluss auf sämtliche unserer Lebensbereiche hat – die Digitalisierung.

Die Digitalisierung spielt nun seit geraumer Zeit auch im Schulsystem eine immer wichtiger werdende Rolle, da sie sowohl die Arbeit der Pädagogen und Pädagoginnen als auch die Lernprozesse der Schüler und Schülerinnen beeinflusst. Selbstverständlich zieht dies zum einen Neuerungen in den Lehrplänen und andererseits neue Computerprogramme, welche gleichzeitig unterrichtet und angewandt werden sollen, nach sich. Daraus folgt, dass sich die pädagogische Arbeit im Laufe der Jahre immer mehr verändern wird, da sich sowohl die Inhalte als auch deren Vermittlung an den Prozess der Digitalisierung anpassen werden. Zudem kommt, dass auch soziale Medien immer mehr in unser Leben eingebettet werden und als Nebenerscheinung der Digitalisierung auftreten. Besonders wichtig ist es, den Schüler*innen den verantwortungsvollen Umgang mit jenem Medium zu vermitteln und sie in diesem Zusammenhang auch auf etwaige Gefahrensituationen vorbereitet.

Ein chinesisches Unternehmen hat bereits im Juni dieses Jahres begonnen den Lehrer*innen Konkurrenz zu machen. Ein Computerprogramm erstellt einen sogenannten adaptiven Lehrplan für die Schüler*innen, um den Kindern die individuelle Förderung zu bieten, welche sie benötigen „um schneller und besser zu lernen“, so die Erfinder. Erste Forschungsergebnisse bestätigten dies auch. Die Kinder, welche von den Maschinen unterrichtet wurden verbesserten sich um ganze 5 Prozentpunkte mehr, als jene, die in der Schule von Lehrer*innen unterrichtet wurden.

Nicht ganz so futuristisch wagt der Nationale Bildungsbericht 2018 ebenfalls einen Blick in die Zukunft. Bis 2040 sollen die Kinder beispielsweise 2 Jahre länger in der Volksschule verbringen, und so 7 gemeinsame Schuljahre in der Gemeinschaft erleben. Der Gesamtschule für die 6 bis 14-Jährigen wird allerdings keine große Chance eingeräumt. Lernziele sollen in 20 Jahren individualisiert werden, nach dem jeder Schüler ein „Grundniveau“ erreicht hat. Natürlich wird auch die Digitalisierung erwähnt, man erwarte „ähnliche Entwicklungen, wie das Flipped-Classroom-Konzept“. Außerdem könne das Lernen in der Zukunft teils außerhalb der Schule stattfinden. Die Lehrperson agiert dann nur mehr als Unterstützung beim Verarbeiten, allerdings könne man sich dies nur in höheren Schulstufen vorstellen.

Uns stellt sich nun die Frage, inwiefern sich die Arbeit von Pädagogen und Pädagogen in Österreich innerhalb der nächsten Jahre verändern wird und wie man als Lehrperson damit umgehen soll, dass sämtliche Lebensbereiche immer mehr der Digitalisierung unterliegen? Gibt es in Zukunft die Institution „Schule“ überhaupt noch oder werden alle nur mehr von zuhause aus (online) beschult?

Dies ist ein Seminarbeitrag für die Lehrveranstaltung Entwicklungen in der Wissens- und Informationsgesellschaft aus dem Wintersemester 2019, Gruppe BP3A01 über „Zukunft der Bildung“ von Jennifer Faist, Cornelia Holzinger und Sophie Marie Polay.

Quellen:

https://www.wienerzeitung.at/themen/schule/2006623-Was-braucht-die-Schule-der-Zukunft.html

Abgerufen am 22.11.2019

https://www.bifie.at/wp-content/uploads/2019/03/NBB_2018_Band2_Beitrag_12.pdf

Abgerufen am 22.11.2019

https://www.derstandard.at/story/2000104692940/ist-eine-kuenstliche-intelligenz-der-bessere-lehrer

Abgerufen am 27.11.2019