26 Jun

Die Corona-Verschwörungen

Verschwörungstheorien begleiten uns durchgehend. Die bekanntesten sind zum Bespiel, dass Elvis von Aliens entführt wurde, und er in Wahrheit noch lebt. Oder aber auch der Mord an Prinzessin Diana. Es kursiert die Erklärung, dass sie vom Geheimdienst ermordet wurde.  

Was ist eine Verschwörungstheorie? 

Eine Verschwörung ist eine geheime Absprache von Leuten, die etwas vorhaben, was ihnen einen Nutzen verschafft und gleichzeitig anderen schadet. Eine Theorie ist eine Erklärung für etwas. Verschwörungstheorien sind eingebildete, nicht nachweisbare Erklärungsversuche. Zuvor belegte Fakten werden nicht beachtet. Anhänger sind der Überzeugung, dass Nichts durch Zufall geschieht und alles miteinander verbunden ist. (vgl. www.lks-bayern.de)  

Wie entstehen Verschwörungstheorien? 

Ereignisse zu hinterfragen und anzuzweifeln liegt in unserer Natur. Einige Menschen haben durch gewisse Situationen enorme Angst und dadurch auch das Gefühl langsam, aber sicher die Kontrolle zu verlieren. Eine starke 

Ausprägung von Unsicherheit und Kontrollverlust fördern das Entstehen von 

Verschwörungstheorien. Wir Menschen wollen nicht glauben, dass Dinge aus reinem Zufall passieren und sind der Meinung, eine höhere Macht würde uns etwas Schlechtes antun. Aus diesem Grund versucht das Gehirn ein Muster zu finden, um Verbindungen herzustellen. Mit der Zeit wächst ein kleines System von Argumenten, woraus eine Verschwörung entpuppt. (vgl. www.youtube.com) 

Corona Verschwörungstheorien  

Gerade jetzt, in der heutigen Zeit sind Verschwörungstheorien aktueller denn je. Denn momentan kursieren einige Theorien, Mythen und Erklärungsversuche durch die ganze Welt. Es existieren zahlreiche Erklärungen darüber, woher das Virus herkommt, wer in Wirklichkeit dahintersteckt und vor allem was damit bezweckt werden soll. 

Verschwörungstheorie 1: „Es ist ja eh harmlos. Nur eine Grippe“ 

Diese Theorie ist sehr weit verbreitet. Die Idee von einer „normalen“ Grippe hatte ihre Präsenz im Jänner und Februar. Tatsächlich ähneln sich die Symptome wie Fieber, Halsschmerzen und Husten. Des Weiteren können beide Viren mit einer tödlichen lebensbedrohlichen Lungenentzündung enden.  

Ein wichtiger Unterschied ist jedoch, dass der Grippeverlauf milde verläuft, da die Menschen oftmals immun sind. Dies ist bei dem Covid- 19 Virus nicht der Fall. 

Außerdem unterscheidet sich die Inkubationszeit. Während die Zeitspanne bei dem Covid 19 Virus 14 Tage benötigt, beträgt die Inkubationszeit bei einer herkömmlichen Grippe nur 2 Tage. (vgl. www.helios-gesundheit.de) 

Verschwörungstheorie 2: „Die Biowaffe“ 

Ein weiterer Erklärungsversuch ist jener, dass das Corona Virus eine Biowaffe sei und im Labor gezüchtet wurde. Das Covid 19 Virus sei eine Möglichkeit, um die Überbevölkerung in China zu minimieren. Ein ausschlaggebender widerlegender Punkt ist, dass nicht nur China, sondern viele Länder von dem Virus betroffen sind. Laut Wissenschaftler*innen kommt das Virus von einem Wildtiermarkt in Wuhan, China. (vgl. www.mdr.de) 

Verschwörungstheorie 3: „Steckt Bill Gates hinter dem Corona- Virus?“

Die Theorie geht davon aus, Bill Gates wüsste schon lange von dem Virus. Er hätte das Ziel mit einem Impfstoff Milliarden zu verdienen. Folglich soll die Bevölkerung durch ihre Angst gezwungen werden, sich zu impfen. Des Weiteren existieren viele Anhänger*innen, welche behaupten, es würde während der Impfung ein Mikrochip in den Körper injiziert werden, mit dem Ziel die Kontrolle über die Menschen zu erhalten.  

Fakt ist, in Österreich gibt es keinen Impfzwang. Eine Impfpflicht gegen das Coronavirus steht derzeit auch nicht zur Diskussion. (vgl. www.mdr.de) 

Quelle: YouTube

Verschwörungstheorie 4: „5G verbreitet das Virus“

Anhänger sind der festen Überzeugung, die neuen 5G Sendemasten seinen an der Verbreitung des Virus schuld. Aus diesem Grund wurden einige Mobilfunkmasten in Brand gesetzt. Wissenschaftler*innen halten dies für absurd. Die WHO klärte die Menschen auf und verständigte, dass eine Virenübertragung durch die 5G Sendemasten nicht möglich ist. Die Technologie wird über Masten durch Funkwellen übertragen. Diese Sendemasten sind nicht-ionisierend, weshalb sie der menschlichen DNA auch nicht schaden können. (vgl. www.rnd.de) 

Quelle: YouTube

Warum verbreiten Menschen Theorien? 

Die Gerüchte um COVID-19 waren zu Beginn harmlos im Umlauf, aber bald wurden die Medien überflutet. Ein Sozialpsychologe an der Anglia Ruskin-Universität in Großbritannien, namens Viren Swami, meint: 

„Wir wissen, dass Menschen an so etwas glauben, wie z.B. sich mehr auf intuitives oder emotionales Denken zu verlassen. Worüber wir hier hauptsächlich sprechen, ist ein Mangel an Entscheidungsfreiheit oder Kontrolle.“  

Prof. Swami sagt, dass die Angst, Gefühle oder mangelnde Unterstützung die Menschen dazu führen kann, an Verschwörungstheorien zu glauben. Es sind die Menschen betroffen, die keine Kontrolle und Macht darüber haben, was in ihrer Umgebung passiert.  

Die starke Verbreitung all dieser Theorien durch soziale Netzwerke heizt alles noch weiter an. Die Verschwörungstheorien verbreiten sich nach Swami schneller als Covid-19 selbst. Er meint auch, dass VerschwörungstheoretikerInnen alle Beweise, die nicht ihrem Weltbild entsprechen, ablehnen und nur diese akzeptieren, die zu ihren Überzeugungen passen. Sie wollen auch keine Diskussionen führen. (vgl. www.cordis.europa.eu)  

Quelle: 

In: https://www.lks-bayern.de/fileadmin/user_upload/user_upload/news/2020/2020-04_INFOrex-Nr1-Web-1.pdf (dl. 07.06.2020, 12:34) 

In: https://www.youtube.com/watch?v=lu-3Nv555rA (dl. 07.06.2020, 14:12) 

In: https://www.helios-gesundheit.de/magazin/corona/news/corona-versus-grippe-was-istgefaehrlicher/ (dl 08.06.2020, 15:47) 

In: https://www.mdr.de/brisant/corona-verschwoerungstheorien-100.html (dl. 08.06.2020, 17:29) 

In: https://www.mdr.de/brisant/corona-verschwoerungstheorien-100.html (dl. 08.06.2020, 17:55) 

In: https://www.rnd.de/panorama/5g-und-corona-woher-kommt-dieverschworungstheorie-H2VRY2EJO5EBTMZAPHEE77TRYI.html (dl. 09.06.2020, 09:17) In: https://cordis.europa.eu/article/id/415930-trending-science-why-covid-19-conspiracytheories-spread-faster-than-the-pandemic/de (dl. 11.06.2020, 14:19)  

Erstellt von: Botoroaga Eveline, Grill Sophie, Suvajac Marijana, Özdogan Zeynep

25 Jun

E-Learning – Schule der Zukunft?

Am 16.03.2020 wurde der Unterricht an Schulen, wegen der hohen Ansteckungsgefahr durch COVID-19, auf Anweisung der Bundesregierung, durch Distance-Learning / Homeschooling ersetzt. Die Schulen standen nur noch für Schüler/innen offen, die zu Hause nicht betreut werden konnten. Zu Beginn wurden Lehrer/innen angehalten, Übungsmaterial für ihre Schüler/innen herzustellen, um den Stoff, der bis dorthin gelehrt wurde, zu vertiefen. Neue Inhalte konnten nach Ostern vermittelt werden bis zur Wiedereröffnung der Schulen, welche Mitte Mai erfolgte.

Nun stellt sich die Frage wie das Homeschooling (Home-Learning) tatsächlich umgesetzt wurde, wenn wir davon ausgehen, dass die Schüler/innen zu Hause einen Zugang zu Computern und Internet hatten. (vgl. Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, am 16.04.2020: https://www.bmbwf.gv.at/Ministerium/Informationspflicht/corona/corona_status.html)

Durch zahlreiche Gespräche mit Lehrpersonen, fiel uns auf, dass einige Tools vermehrt verwendet wurden wie: Schoolfox und WhatsApp zum Kommunikationsaustausch, wobei die Lehrpersonen betonten, dass ihnen der Austausch über WhatsApp grundsätzlich unangenehm sei. Nur leider führte bei manchen Lehrkörpern kein Weg daran vorbei. Zum Vermitteln von Lerninhalten wurde gehäuft die Antonapp, Padlad (Wochenplan erstellen), learningapp.org (Lernspiele erstellen) und LMS (Lernen mit System, ähnlich wie Moodle) genutzt. 

Da die Schoolfox-App zurzeit sehr beliebt ist, haben wir uns da einige Gedanken gemacht und gehen im Folgenden näher darauf ein.

Schoolfox

https://schoolfox.com/lehrer/?ref=home

Schoolfox oder auch “der sicherer Schul-Messenger” genannt, ist derzeit eine beliebte App für Schulen, um die Kontaktaufnahme zwischen Lehrer/innen und Eltern zu erleichtern. Die App kann auf Smartphones, Tablets oder Computern installiert werden. Der Austausch und die Koordination werden durch gewisse Funktionen, die auf der App möglich sind, vereinfacht. Eltern können Mitteilungen digital Bestätigen oder sogar handschriftlich über das FoxSign unterschreiben. Listen, Elternsprechtage und Terminverwaltung können über Schoolfox ausgemacht und fixiert werden, die durch eine automatische Erinnerung bei allen, die es betrifft, aufscheint. Es gibt auch die Möglichkeit, die Übersetzungsfunktion zu wählen, um es für jede Person verständlich zu machen.

Das hört sich alles im ersten Moment für manche vielleicht großartig an, andere sehen es wiederum zweigeteilt oder lehnen es im Ganzen ab.

Warum könnte diese App Lehrer/innen und Eltern zusagen?
Vermutlich, weil der totale Einblick in das Schulgeschehen ihrer Kinder möglich gemacht wird. Noten, Hausübungen, Projekte und vieles mehr können Eltern mitverfolgen.

Die kritischen Augen in der Gesellschaft könnten es jedoch auch als Überwachung interpretieren. Der Begriff „Helikopter Eltern“ wird vielen bekannt sein und sagt genau das aus. Eltern, die gerne den Überblick über ihre Kinder nicht verlieren möchten, haben so die Chance jede Nichtigkeit zu erfahren.

In dem Kurier Artikel „App statt Mitteilungsheft: Wollen wir das?“ vom 11.01.2018 wird eine Wiener Kinderpsychologin zitiert, die meint, dass solch eine Überwachung, Kindern nicht guttun würde.
Geheimnisse vor den Eltern zu haben ist wichtig, um sich selbst auszuprobieren und seine eigenen Grenzen zu testen. Auch das Erfahren von Konsequenzen, durch fehlerhaftes Verhalten ist ein Teil der Entwicklung, die Kinder durchleben sollten. Jede/r von uns kann eine Geschichte aus der eigenen Kindheit erzählen, in der man etwas Verbotenes gemacht hat. Dürfen die nächsten Generationen keine eigenständigen Entscheidungen mehr treffen. Ist Überwachung unsere neue Zukunft?

Die App verspricht auch einen Einblick in den Schulalltag. Bildmitteilungen können versendet werden, wo sich wiederum die Frage stellt, inwieweit Fotos von Kindern versendet werden sollen und dürfen? Es ist zwar eine nette Idee, aber ist es wirklich nötig sofort nach jedem Lehrausgang Fotos am Handy oder Computer davon zu haben? Bilder können auch am Ende des Schuljahres auf eine CD kopiert werden und als Abschlussgeschenk mit nach Hause genommen werden. Die Schüler/innen können auch ohne Fotos ihre Eindrücke der Lehrausgänge oder der Projekte schildern. Sollte man als Lehrperson, nicht im Geschehen aktiv dabei sein und weniger darauf achten, dass schöne Fotos entstehen, die man den Eltern auch schicken kann.

Einen sehr positiven Aspekt hat die App-die Übersetzungsfunktion. Endlich wird auf die Sprachbarriere der einzelnen Familien eingegangen. Es gibt leider erst 14 Systemsprachen, aber es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Mehrsprachigkeit wird uns weiterhin begleiten. Es war an der Zeit, Wege für eine Kommunikation zwischen den Schulen und Familien mit einer anderen Erstsprache zu schaffen.

Dennoch sollten sich Lehrperson über die Überwachungschance, die für Eltern erschaffen wird, bewusst sein. Als Terminvereinbarung für Elterngespräche und wichtigen Mitteilungen ist die App sehr sinnvoll. Besonders für Eltern mit einer anderen L1. Jedoch ob Hausübungen und Noten wirklich ersichtlich sein sollen, ist zu reflektieren.

Zudem gilt es Lehrperson zu bedenken, ob man Schoolfox wirklich nutzen möchte. Neben den erwähnten positiven Aspekten, sollte man sich fragen, ob man denn wirklich so einfach, nonstop und ständig für die Eltern erreichbar sein möchte. Natürlich muss man nicht rund um die Uhr auf die App schauen und zugreifen, aber man kann trotzdem zu jedem Zeitpunkt Nachrichten erhalten. 

Lerncafe

Die erste Frage, die sich wohl viele stellen werden, ist: “Was genau ist denn ein Lerncafé?”. In den Lerncafés werden Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 15 Jahren beim Lernen, Hausaufgaben und der Vorbereitung auf Schularbeiten und Tests unterstützt. Das Schöne daran ist, dass dieses Angebot kostenlos ist. Das hat den Grund, dass gerade Familien, deren Kinder dringend Hilfe bei der Bewältigung der Hausaufgaben und der Vorbereitung auf Schularbeiten und Tests brauchen, sich oftmals einfach eine Nachhilfe leisten können. Daher hat die Caritas ein kostenloses Lern- und Nachmittagsbetreuungsangebot ins Leben gerufen. Dieses soll Familien unterstützen, die sich keine herkömmliche Nachhilfe leisten können. Im letzten Schuljahr konnten 96% der Schüler*innen das Schuljahr positiv abschließen. 

Lerncafés gibt es natürlich nicht nur in Vorarlberg, sondern in ganz Österreich. Insgesamt gibt es 54 Lerncafés in ganz Österreich und dort werden 2100 Schüler*innen betreut. 

Jedes Lerncafé hat eine*n Koordinator*in (in manchen Fällen gibt es auch zwei), die das Lerncafé leitet und die organisatorischen Aspekte übernimmt. Das Herz der Lerncafés sind in jedem Fall die zahlreichen Freiwilligen, die ihre Freizeit den Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stellen und bei den Hausaufgaben helfen. Viele von ihnen sind bereits pensioniert, haben aber große Freude an ihrer Arbeit mit den Kindern. Österreichweit dürfen die Lerncafés auf 940 (!!!) Freiwillige zählen. 

Über neue Freiwillige freut sich die Caritas übrigens immer, vielleicht gibt es ja auch ein Lerncafé in deiner Nähe? 😉 

Für unseren Podcast haben wir mit Bea Bröll, BA gesprochen. Sie ist Stellenleitung der neun Lerncafés der Caritas der Diozöse Feldkirch in Vorarlberg. Sie war auch viele Jahre lang die Koordinatorin des Lerncafés in Dornbirn und hat es mit aufgebaut. 

Wir haben mit Bea Bröll über ihre Arbeit in den Lerncafés und die Zeit der Schulschließungen, aufgrund von Covid19, gesprochen. Mit welchen neuen Herausforderungen sie zu kämpfen hatte, wie es mit dem Nachhilfeangebot weiterging und was in der Zukunft geplant ist, erzählt sie uns im Podcast. 

Nun stellt sich die Frage, welches Tool das Lerncafe vermutlich nutzen könnte. Eine Möglichkeit wäre, die von Microsoft entwickelte Plattform, “Teams”:

Teams

Was ist Teams eigentlich?

Microsoft hat diese Plattform entwickelt, um eine Art „Online-Arbeitsplatz“ zu schaffen. Teams vereint mehrere Produkte von Microsoft365 (Outlook, SharePoint, Skype) mit sozialen Medien, wie Twitter. Es gibt eine Chat-Funktion (auch Video-Chat), die Möglichkeit, Meeting zu erstellen und beizutreten und das Teilen des gewohnten Microsoft Office-Dokuments (Word, PowerPoint, etc.). Ein gemeinsames Arbeiten und eine Kommunikation zwischen ArbeitskollegInnen sollen so, trotz des Arbeitens von Zuhause aus, gewährleistet werden. Das Home-Office soll damit also ermöglicht bzw. vereinfacht werden.

Um seine Aufgaben und Termine im Überblick zu behalten, bietet Teams außerdem eine Kalender- und Aufgaben-Funktion, welche auch für den Schul-Gebrauch relevant sein können (darauf gehe ich im Folgenden nochmals näher ein).

Wer kann Teams nutzen?

Jede/r die/der Microsoft365 bereits installiert hat, erhält nach einem Update, automatisch die neue Plattform. Windows-, Android- und iOS-Nutzer/innen können sich Teams auch auf ihr Smartphone oder Tablet laden. Als Lehrkraft, SchülerIn oder StudentIn ist der Zugang zu einem Microsoft Office-Konto kostenlos.

Wie funktioniert die Plattform?

Textfeld: Auf der Startseite findet man in dieser Navigations-Leiste alle Funktionen, die Teams anbietet. Zu Beginn wird einem immer der Punkt „Aktivitäten“ angezeigt, bei dem man auf einem Blick sehen kann, welche Aufgaben noch zu erledigen sind, welche Meetings anstehen, etc.
Auf der Startseite findet man in dieser Navigationsleiste alle Funktionen, die Teams anbietet. Zu Beginn wird einem immer der Punkt „Aktivitäten“ angezeigt, bei dem man auf einem Blick sehen kann, welche Aufgaben noch zu erledigen sind, welche Meetings anstehen, etc.
Unter dem Punkt „Chat“ kann man einzelnen Person Nachrichten schicken.
Textfeld: Unter dem Punkt „Chat“ kann man einzelnen Person Nachrichten schicken.
Hier kann man seine „Teams“, also Gruppen, erstellen und im Überblick behalten. Dabei entsteht eine Art Gruppenchat, an dem sich ausgewählte Mitglieder beteiligen können.
Der Kalender ermöglicht der Nutzerin/dem Nutzer, ihre/seine Termine im Überblick zu behalten.
Textfeld: Hier kann man seine „Teams“, also Gruppen, erstellen und im Überblick behalten. Dabei entsteht eine Art Gruppenchat, an dem sich ausgewählte Mitglieder beteiligen können.
Unter dem Punkt „Anrufe“ findet man all seine Kontakte, welche man hier anrufen kann. Sowohl ein Video-Anruf als auch ein Audio-Anruf ist möglich.

Wie kann Teams im Unterricht eingesetzt werden?

Gerade während des Home-Schoolings, konnte diese Plattform als virtueller Klassenraum dienen. Die Lehrperson konnte ein „Team“ mit allen Klassenmitgliedern erstellen und alle relevanten Informationen, Unterlagen und Aufgaben darin teilen. Auch die Video-Anrufe konnten hier sehr einfach gestartet werden. Das nächste Meeting konnte dann einfach im Kalender vermerkt werden (so diente der Kalender als eine Art Stundenplan). Bei persönlichen Fragen an die Lehrperson oder an die Schülerin / den Schüler, konnte ganz einfach ein persönlicher Austausch mit der Chat-Funktion gestartet werden.

Aber auch in Zukunft bietet sich Teams als Organisations-Plattform für den Unterricht an. Termine und Aufgaben können so gut im blick behalten werden. Der Vorteil ist, wenn ein Schüler oder eine Schülerin mal vom Unterricht abwesend sein sollte, ist es ihr/ihm trotzdem möglich alle wichtigen Informationen und Aufgaben zu verfolgen bzw. zu erledigen, da diese hier festgehalten werden können.

Die SuS können ihre Aufgaben nicht nur im Überblick behalten, sondern auch direkt an die Lehrperson schicken und abgeben.

Diese Plattform eignet sich bestimmt sehr gut für SuS, welche sich bereits mit dem Computer etwas besser auskennen, bzw. mit dem Online-Learning im Allgemeinen etwas vertrauter sind. Ob PrimarstufenschülerInnen mit diesem Tool genauso gut umgehen können, ist fraglich.

24 Jun

Professionelle Hilfe bei Cybermobbing und Hass im Netz

Hier findest du einige Anlaufstellen, die Beratung zum Thema Cybermobbing und Hass im Netz anbieten.

Als Lehrperson kann es durchaus vorkommen, dass man Cybermobbing-Fälle an der eigenen Schule erlebt. Hier ist es wichtig zu wissen, wo und bei wem man Hilfe und Unterstützung bekommt. Noch wichtiger ist es dies zu wissen, wenn man selber Opfer von Cybermobbing ist.

Hier findest du ein paar Adressen:

Safer Internet
Safer Internet stellt sowohl für Lehrende als auch für Kinder und Jugendliche eine Vielfalt an Informationen zum Thema zur Verfügung. Safer Internet bietet sogar Workshops für Kinder und Jugendliche in Schulen an.

147 Rat auf Draht
Bei Rat auf Draht können Jugendliche jederzeit kostenlos und vertraulich anrufen und werden beraten zu allen Themen, die sie beschäftigen.

ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit
Der Verein ZARA bietet ebenfalls die Möglichkeit einer Beratung an und stellen auch online eine Meldestelle für Cybermobbing-Vorfälle zur Verfügung. Auch Außenstehende können dieses Service nutzen.

Zu diesem Thema ist hier nun ein Interview mit einer Betroffenen, die in ihrer Schulzeit Cybermobbing erlebt hat.
Podcast:

24 Jun

Grenzen und Chancen der digitalen Medien im Heimunterricht der Primarstufe – Homeschooling4kids

Medien sind aus der heutigen Wissens- und Informationsgesellschaft nicht mehr wegzudenken und spielen bereits in der Lebenswelt von Kleinkindern eine wichtige Rolle. Schon von klein auf werden wir mit unterschiedlichsten Medien konfrontiert. Die Medienangebote reichen dabei von Büchern über Druck- und Schreibmedien, Ton- und Bildträgern verschiedenster Art, dem Hörfunk und dem Fernsehen, Telefonen und Smartphones bis hin zu computer- und internetbasierte Medien.
Auch die inhaltlichen Angebote sind sehr vielfältig. Sie können der Unterhaltung, als Werbung oder als Mittel für Massen- und Individualkommunikation dienen. Durch Medien können aber auch Bildungsangebote in Form von Schul-, Kinder- und Bildungsprogrammen bereitgestellt werden.
Durch die Ausweitung der herkömmlichen Kommunikationsmittel durch digitale Medien können die Inhalte nicht mehr nur als verbaler Text oder al Bild angeboten werden. Die Inhalte können in vielfältigen Formen kombiniert und interaktiv in virtuellen Umgebungen verbunden und verarbeitet werden. Dies eröffnet besonders im Bildungsbereich neue Wege. (Baacke 1996)
Gerade in Zeiten von COVID – 19 ist es wichtig, über digitale Kenntnisse und Werkzeuge zu verfügen, um am beruflichen, schulischen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. (Tulodziecki/Herzig/Grafe 2019: 15f)

Durch die zunehmende Digitalisierung eröffnen sich allerdings auch neue Herausforderungen für Schüler und Schülerinnen, wie auch für Lehrpersonen.
Auf welche Grenzen die Beteiligten stoßen können, wird nun in Folge erläutert.

Grenzen und Herausforderungen der Digitalisierung auf der Schülerebene

  • Fehlende Ausstattung
    Die fehlende Ausstattung an digitalen Geräten für die Schüler und Schülerinnen beeinflusst die Arbeit im Homeschooling Bereich. Die fehlende Ausstattung lässt sich oftmals auf fehlende Mittel der Erziehungsberechtigten zurückführen und stellt somit eine große Herausforderung dar.
  • Keine aktive Begleitung
    Auch die aktive Begleitung von Schülern und Schülerinnen mit besonderen Bedürfnissen leidet unter der zunehmenden Digitalisierung im Homeschooling Bereich.
  • Mitbestimmung
    Aufgrund fehlender direkter Kommunikation ist Mitbestimmung oftmals nicht möglich
  • Unterstützung von Kindern mit nicht deutscher Muttersprache
    Auch die Unterstützung von Kindern mit nicht deutscher Muttersprache leidet unter der Digitalisierung im Homeschooling Bereich.
  • Verlust von Konzentration
    Besonders bei jüngeren Kindern ist die Aufmerksamkeitsspanne noch nicht zu Genüge ausgeprägt. Beim Arbeiten mit dem Computer und digitalen Medien kann sich dies bemerkbar machen.
  • Fehlende Anleitung
    Besonders jüngere Kinder brauchen Anleitung und sind eventuell mit dem Angebot überfordert. In diesem Falle sind sie auf die Unterstützung der Erziehungsberechtigten angewiesen. Viele Kinder haben jedoch nicht die Unterstützung ihrer Eltern, die sie brauchen.

Grenzen und Herausforderungen der Digitalisierung auf der Lehrerebene

  • Fehlende Übersicht über den Leistungsstand der Kinder
    Die zunehmende Digitalisierung im Homeschooling Bereich trägt auch zu einer fehlenden Einsicht in das Können und Nicht-Können der Schüler und Schülerinnen bei.
  • Fehlende Einsicht in die Konzentrationsspanne der Kinder
    Besonders jüngere Kinder sind schwer zu erreichen und ohne einer anwesenden Person sichtlich schwer zu motivieren.
  • Kooperation der Erziehungsberechtigten
    Im Bereich Homeschooling sind die Lehrpersonen besonders auf die Hilfe und Kooperation der Eltern angewiesen.
  • Großer Zeitaufwand
    Auch die Vorbereitung seitens der Lehrperson bedarf eines großen Zeitaufwandes.

Die COVID-19- Krise hat seit Beginn des Jahres 2020 weltweit dafür gesorgt, dass sich das gesellschaftliche sowie das private Leben stark verändert haben. Besonders stark getroffen von den Einschränkungen wurde leider der Bildungssektor. Schon vor der Krise wurde in der Sekundarstufe sowie an Hochschulen und Universitäten mit digitalen Hilfsmitteln unterrichtet. Der Unterricht in der Primarstufe hinkt im Bereich der Digitalisierung leider stark hinterher. Deshalb braucht es besonders in der Primarstufe Hilfe und Unterstützung für Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler um den Ansprüchen des digitalen Heimunterrichts gerecht werden zu können. Eine Idee zur Unterstützung eben dieser Gruppen ist die Website Homeschooling4kids, welche am 6. April 2020 online ging.

Hier geht es zur Website

Diese Plattform ist auf Kinder der Primarstufe und den österreichischen Lehrplan abgestimmt. Homeschooling4kids versucht bei allen Angeboten auf Chancengleichheit, Lernmotivation und Abwechslung zu achten.
Im Folgenden werden die oben genannten Grenzen des Einsatzes digitaler Medien für den Heimunterricht am Beispiel der Website Homeschooling4kids diskutiert.
Differenzierung hat im zeitgemäßen Unterricht der Primarstufe eine wichtige Rolle und einen hohen Stellenwert eingenommen. Sowohl der Unterricht wie auch die Benotung und das allgemeine schulische Leben sollten auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder angepasst sein.
In einer Klasse, wo heterogene Schülerinnen und Schüler aufeinandertreffen, gilt es, eine Lernumgebung zu schaffen, die ihnen in ihrer Individualität gerecht wird (Gudjons 2012: 372f).
Daher stellen wir uns die Frage: Ist es möglich, mittels der Lernplattform Homeschooling4kids einen differenzierten Unterricht zu gestalten, der jedem Schüler und jeder Schülerin gerecht wird? Die Antwort lautet leider nein!
Die unzähligen Plattformen und Sammlungen, die im Internet zugänglich sind, können kaum überblickt werden und täglich werden es mehr. Die meisten dieser Angebote bieten den Kindern Unmengen an ungeordnete Inhalte an, aus denen gewählt werden soll. Dabei muss man aber bedenken, dass ein Überangebot gerade junge Kinder leicht überfordern kann und schließlich dazu führt, dass die Schüler und Schülerinnen den Überblick verlieren und keine Entscheidung mehr treffen können.
Außerdem ist durch eine einfache Sammlung von Inhalten nicht gewährleistet, dass die Kinder auch Übungen in ihrem Leistungsniveau finden und auswählen. Die Zielgruppe der Website Homeschooling4kids sind deutschsprachige Schülerinnen und Schüler im Volksschulalter. Daher ist es beinahe unmöglich, jedem Kind gerecht zu werden, auf alle Interessen einzugehen und alle Bearbeitungsniveaus anzubieten. Trotzdem wird versucht, die Angebote an die unterschiedlichen Interessen und Lerntypen anzupassen. Außerdem werden die Beiträge grundsätzlich nach Grundstufe 1 und 2 differenziert. Bei dieser Differenzierung wird auch darauf geachtet, die Beiträge interaktiv und optisch ansprechend zu gestalten.
Um die Aufmerksamkeitsspanne der mitunter sehr jungen Schülerinnen und Schüler nicht zu überziehen wird großes Augenmerk darauf gelegt, dass die Beiträge relativ rasch zu bearbeiten sind. Da die Website homeschooling4kids nicht auf ein Ersetzen sondern vielmehr auf ein Ergänzen des regulären Unterrichts aus ist, werden die Beiträge so gestaltet, dass sie in 20 Minuten von den Kindern bewältigt werden können. Um den Kindern ein übersichtliches Angebot zur Verfügung zu stellen, werden nur die aktuellsten Beiträge jeder Kategorie gezeigt. Suchen die Nutzer nach älteren Beiträgen, genügt ein einfacher Mausklick oder eine Abfrage in der Suchfunktion um die Beiträge der vergangenen Wochen angezeigt zu bekommen. Auf der Startseite der Website findet sich ein Button der die Schülerinnen und Schüler zu den aktuellsten Beiträgen führt.
Um auch Erstleser oder Kinder mit Deutsch als Zweitsprache zu unterstützen, bietet homeschooling4kids eine Vorlesefunktion. Hiermit können sich die Kinder den Auftrag, das Rezept oder die Versuchsanleitung vorlesen lassen. Diese Funktion der Website soll sicherstellen, dass auch Kinder deren Eltern womöglich nicht gut Deutsch sprechen oder lesen können von dem Angebot profitieren können.
Uns Lehramtsstudenten und Lehrpersonen ist klar: Kinder brauchen Kontakt zu ihren Freundinnen und Freunden und natürlich auch zu ihrer Lehrerin oder ihrem Lehrer. Gerade wenn die Kinder noch sehr jung sind, ist es äußerst wichtig, dass sie regelmäßigen persönlichen Kontakt zu Lehrperson und MitschülerInnen und einen geregelten Schulalltag haben. Auch das Aufrechterhalten der Motivation und Neugierde der Schülerinnen und Schüler war gerade während der Lock-down Phase von besonderer Bedeutung. Aber ist das denn überhaupt möglich, wenn Social-Distancing und Quarantäne-Maßnahmen gefordert sind?
Viele Lehrpersonen haben bestätigt, dass Schülerinnen und Schüler gerne an Videochats mit Lehrpersonen und MitschülerInnen teilnehmen. Leider verhindern mangelnde digitale Kompetenz oder unzureichende technische Ausstattung, sowohl der Kinder wie auch der Lehrpersonen, oft diesen wertvollen Kontakt. Es kam daher auch oft dazu, dass der Kontakt zu manchen Schülerinnen und Schülern während der Lock-Down Phase komplett abgerissen ist. Auch diesem Problem möchte sich Homeschooling4kids stellen: Audioaufnahmen, Videos und ein Gruß unter jedem Beitrag gibt der Seite einen persönlichen Charakter und soll die Kinder direkt ansprechen. Bei der Gestaltung der Beiträge wird außerdem darauf geachtet, dass sie sowohl mit Smartphones, Tablets wie auch Computern bearbeitet werden können.
Der sogenannte Mitmachbereich bietet Kindern die Möglichkeit mit Gleichaltrigen in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Dieser Bereich der Website kann von den Kindern selbstständig mit Inhalten wie Bilder, Texten oder Rätselfragen gefüllt werden.
Seit kurzer Zeit gibt es für die Kinder auch die Möglichkeit eigene Themen einzubringen. Hierfür kann auf der Startseite der Website über Themen abgestimmt werden. Die beliebtesten Themen werden in den Themenbereich der Website aufgenommen.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass uns die Covid-19 Pandemie verdeutlicht hat, wie unumgänglich digitale Grundbildung bereits ab der Primarstufe ist und von welcher Relevanz es ist, Kinder bereits in der Volksschule mit essenziellen digitalen Skills und Medienkompetenzen auszustatten. Die Website homeschooling4kids versucht genau dazu beizutragen, indem sie auf motivierende Art und Weise neue Lerninhalte vermittelt und ein interaktives Erlernen der notwendigen Kompetenzen fördert. Homeschooling4kids soll dabei den klassischen Präsenzunterricht nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen und in naher Zukunft in den Präsenzunterricht integriert werden.

Bildquelle: Pixabay

Literatur:
Baacke, Dieter (1996): Medienkompetenz – Begrifflichkeit und sozialer Wandel, in: In von Rein, Antje (Hg.): Medienkompetenz als Schlüsselbegriff, Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 112-124.

Gudjons, Herbert (2012): Pädagogisches Grundwissen, Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

Tulodziecki, Gerhard/ Herzig, Bardo/ Grafe, Silke (2019): Medienbildung in Schule und Unterricht: Grundlagen und Beispiele, Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

23 Jun

Vorreiter totaler Überwachung

Chinas Sozialkreditsystem

Seit 2014 wird in unterschiedlichen chinesischen Regionen, das Sozialkreditsystem erprobt. Hierbei handelt es sich um ein Bewertungssystem, das das Verhalten der Bevölkerung kategorisiert und bewertet.

Gleiches Startfeld

Jede Person startet mit demselben Punktestand. Hierbei bringen Aktivitäten, wie zum Beispiel, zu schnelles Autofahren, oder auch das über die Straße gehen bei Rot, Minuspunkte. Wenn man älteren Personen hilft, in dem man sie beispielsweise über die Straße begleitet, erhält man hingegen Pluspunkte.

Der Alltag der Personen ist geprägt von Aktionen, die sich in irgendeiner Weise auf ihr Punktekonto auswirken. Zu wenige Punkte am Konto haben negative Folgen für die Person: die Kreditwürdigkeit sinkt, Beförderungen sind nicht möglich, aber auch der Erwerb von Flug- und Zugtickets wird erschwert. Überall lauern potenzielle Sanktionen. Je höher der Punktestand, desto höher die Benefits, wohingegen auch die Familie und Bekannte davon profitieren können.

Kontrolliert werden die Personen über die vielen Überwachungskameras, die das chinesische Stadtbild prägen. Diese sind bereits mit Gesichtserkennungssoftwares ausgestattet und tracken so täglich die Bevölkerung.

Der Sinologe, Martin Winter gibt in einem Podcast-Interview interessante Einblicke in die chinesische Gesellschaft.

Bei Baidu, Alibaba und Tencent handelt es sich um drei Internetgiganten, die großen Einfluss auf das Leben der in China lebenden Bürger haben.

Eine App für (fast) alles?

Die App „WeChat“ bietet verschiedene Features an: Neben den klassischen Kommunikationsfunktionen, wie Videotelefonie und das Senden und Empfangen von Sprachnachrichten, kann mit der App außerdem bezahlt werden. Aber auch Arzttermine können bequem vereinbart werden. Die App sammelt alle Daten und leitet einen Großteil an die chinesische Regierung weiter.

So praktisch die App mit ihren verschiedenen Funktionen auch ist, umso gläserner wird hingegen die Person, die sie bedient.

Mehr zu den Funktionen der WeChat App findest du hier.

Auch in Europa hat die Sammelwut von Daten Einzug genommen. Karten von Jö oder Payback motivieren uns bei unseren Einkäufen möglichst viele Punkte zu sammeln, um verschiedene Produkte günstiger oder sogar gratis erwerben zu können. Im Gegenzug teilen wir gerne unsere Daten und unser Konsumverhalten mit den Anbietern.  

Allerdings müssen wir uns vor Augen führen, dass es mittlerweile keine irrelevanten Daten mehr gibt. Niemand weiß, wozu die Regierung oder Unternehmen unsere preisgegebenen Informationen eventuell nutzen werden.

Das Teilen vermeintlich unwichtiger Daten sollte daher unbedingt mit Vorsicht genossen werden!

Erstellt von: Sarolt Bochnak, Roxane Grafl, Patrick Juen, Lara Sophia Staggl

Quellen: https://docplayer.org/147417734-Sozialkreditsystem-architektur-der-ueberwachung-katika-kuehnreich-im-gespraech-mit-angelika-hinterbrandner-alexander-stumm-und-georg-vrachliotis.html

https://www.sueddeutsche.de/digital/china-kredit-sesame-sozialkredit-ueberwachung-1.4442172

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/infografik-chinas-sozialkredit-system-15913709.html

https://www.republik.ch/2018/10/04/errichtet-china-die-erste-big-data-diktatur-des-21-jahrhunderts-nein

18 Jun

Medienaktivist per Mausklick?

Was ist Medienaktivismus?
Eine Definition zu finden ist sehr schwer. Die neueste Definition spricht von einem Aktivismus, der von der Politik, Kultur oder Kunst inspiriert wird. Dadurch bezieht sich die Definition auf freie Veröffentlichungen, den Informationstransfer und Protestaktivitäten.
Jedoch lässt sich sagen, dass es keine genaue Definition gibt. Es gibt drei Punkte, die dabei helfen sollen, Medienaktivismus in Zusammenhang mit einem bestimmten Thema zu beschreiben. Diese Punkte sind die „unkonventionelle Mediennutzung im Zusammenhang kreativer Re-Framings und sozialer Orientierungen; Stärkung minoritärer Entwicklungen sowie In-Frage-Stellung und Kritik von Mainstream-Entwicklungen, Strukturzwängen, Dominanzverhältnissen und Herrschaftskulturen; kognitive Autonomie in widerständigen Teilkulturen.“ (Hug, 2011)

Findet Medienaktivismus nur im echten Leben statt oder gibt es ihn auch online?
Damit ein Medienaktivismus online funktioniert, muss man ihn immer mit einem realem Aktivismus verbinden. Häufig wird dabei die Frage gestellt, ob die meisten medienaktivistischen Handlungen im Netz nicht eher dem Slacktivismus angehören. Dabei reicht es schon mit einfachsten Klicks dabei zu sein, ohne direkt auf die Gesellschaft einzuwirken.
Beispiel der echten Welt: Der Aktive sammelt zum Beispiel Unterschriften im Einkaufszentrum und der Aktivist beteiligt sich weiters an Taten.
Beispiel der Online-Welt: Der Aktive ist per Mausklick beteiligt und der Aktivist hackt sich in ein System ein und schaltet es aus. Jedoch muss man nicht programmieren können, um ein richtiger Aktivist im Netz zu sein. Man muss nicht die Konstruktion des Internets verändern, sondern man soll aufklärend arbeiten.

„The Yes Men“
Die „The Yes Men“ sind weltweit bekannte Medienaktivisten, die sich durch mehrere Aktionen in den verschiedensten Medien einen Namen machen konnten. Sie machen falsche Behauptungen bezüglich der Politik und den Medien und übertreiben dabei.
Sie schaden dem Ansehen erfolgreicher Firmen und Marken, die dadurch in der Öffentlichkeit in ein Dilemma geraten. Das bezeichnen sie als „Identitätskorrektur“ und nutzen dabei die Klischees der Werbung.

Hier ein Video einer Aktion der „The Yes Men“:

Quelle: Youtube

Erstellt von: Katerina Csernohorski, Jessica Karollus, Katrin Pratscher

Podcast: Medienaktivismus – Befragungen zum Thema Medienaktivismus

https://medienarchiv.phwien.ac.at/file_embed/?file=6543&fbclid=IwAR2bBsPYb2d4W7dvOqOpy_K32sf9W0mgODOcDIlfHjVHDtL0-QA1elPLtj4

Quellen:
https://journals.univie.ac.at/index.php/mp/article/view/mi308/552 Medienimpulse Jg.49(2), (2011)
https://medienportal.univie.ac.at/presse/aktuelle-pressemeldungen/detailansicht/artikel/the-yes-men-live-an-der-universitaet-wien-1/ Universität Wien (2011)
Medienaktivismus neu denken Berliner Gazette (2010)
Was ist eigentlich Medienaktivismus? Berliner Gazette (2010)
Bhopal Disaster – BBC – The Yes Men Youtube (2007)

16 Jun

Hass im Netz

Hass im Netz wird von ZARA, einem Verein für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, wie folgt definiert:

„Hass im Netz kann sich auf unterschiedliche Weise manifestieren: Manche Inhalte diskriminieren pauschal ganze Bevölkerungsgruppen. Dies kann etwa über das Posten hasserfüllter Botschaften oder das bewusste Verbreiten von Falschinformationen und Fake News, die gezielt Unwahrheiten über eine bestimmte Personengruppe in die Welt setzen, passieren. Andere Formen von Hass im Netz richten sich gegen einzelne Personen und reichen von übler Nachrede über Beleidigung bis zu  Cyber-Mobbing.“

Was war die eigentliche Vorstellung vom Internet?
Das Internet ist ein Ort, wo eine Community Platz für den gegenseitigen Austausch hat und zwar für Leute aus unterschiedlichen sozialen und akademischen Backgrounds.

Doch was zeigt uns die Realität?
Es gibt Plätze im Internet, wo es genau so gehandhabt wird wie oben beschrieben: ein respektvoller Meinungsaustausch zwischen Personen unterschiedlicher Hintergründe. Jedoch gibt es genauso Orte im Internet, wo das nicht der Fall ist, da jeder ganz einfach Zugang bekommt.  Und hier kommen wir auch schon zur Schattenseite des Internets.

Folgende Aspekte unterstützen die Verbreitung von Hass im Netz:

*Anonymität: Diese ist mittlerweile nicht mehr allzu ausschlaggebend. Viele Posten auch unter ihrem Namen.

*Mimik, Gestik und Körperhaltung des Gegenübers wird nicht gesehen. Dadurch wird eine reflektierte Emotion vermisst, also die Resonanz geht verloren, was den „Angreifer“ frustriert, woraus wiederum eine gewisse Hemmungslosigkeit entsteht.

*Echokammereffekt: Man folgt Leuten mit ähnlichen Meinungen, wodurch die eigene Meinung immer weiter bestätigt und verstärkt wird.

*Filterblaseneffekt: Algorithmen schlagen automatisch ähnliche Inhalte vor,  wie jene, die bereits gesucht wurden.

*Echokammer + Filterblaseneffekt: Meinungen ecken immer weniger an, woraus eine Radikalisierung folgt.

ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit

Falls du dich irgendwann als Opfer eines Cybermobbing-Angriffs findest oder du als Außenstehender einen solchen Angriff wahrnimmst, hast du hier auf der Webseite von ZARA die Möglichkeit auf Beratung bzw. kannst du Vorfälle melden, auch anonym.

Text – Quellen:

Bild – Quelle:

Video – Quelle:

14 Jun

Künstliche Intelligenz im Lehrberuf

Quelle: pixabay.com

Worum handelt es sich eigentlich konkret, wenn von „Künstlicher Intelligenz“ gesprochen wird?

Da es auch für den Intelligenz – Begriff keine allgemeingültige Definition gibt ist es schwer, eine konkrete Definition für die Künstliche Intelligenz (abgekürzt: KI) bereitzustellen.

Was man jedoch sagen kann ist, dass es sich bei der KI um komplexe Algorithmen handelt. KI versucht, menschliches Denken und Lernen einerseits zu verstehen, andererseits künstlich nachzubauen und auf den Computer zu übertragen. Dadurch sind die Maschinen fähig, mit Hilfe der bereits gespeicherten Informationen bzw. Erfahrungen Muster zu finden und angemessen auf neue Informationen zu reagieren. Somit lernen sie zwar selbstständig, jedoch wird vorher vom Menschen bestimmt, was genau gelernt werden soll.

Über eine Sache verfügt die KI dennoch nicht: einen Verstand. Einerseits können Antworten auf spezifische Fragen geliefert werden, wenn sie für diese programmiert wurde. Andererseits erkennt sie nicht, wenn ihr fehlerhafte Daten übermittelt werden. Bekommen die Maschinen derartige Daten, präsentieren sie auch fehlerhafte Schlüsse.

Künstliche Intelligenz in der Schule

Eines kann sicher gesagt werden: Möglicherweise haben viele von uns ein bestimmtes Bild im Kopf, wenn wir an KI im Klassenzimmer denken. Der Kollege oder die Kollegin Roboter unterrichtet Schülerinnen und Schüler im Klassenzimmer, plant und begleitet diese bei Exkursionen führt KEL Gespräche und nimmt an Lehrerkonferenzen teil. Genauso sicher kann jedoch gesagt werden, dass dies nicht passieren wird, auch wenn es in einigen Jahren technisch möglich wäre. KI soll lediglich zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler und der Lehrperson dienen.

Schwache Künstliche Intelligenz im Bereich der Schule

Zur schwachen KI gehören Zeichen- bzw. Texterkennung, Bilderkennung, Spracherkennung, automatisierte Übersetzung, Autoverständigung und Korrekturvorschläge bei Suchvorgängen sowie die Fähigkeit zur Kommunikation in natürlicher Sprache. Im Bildungsbereich beschränkt sich der Einsatz digitaler Hilfsmittel auf die quantitative Auswertung von Daten, d. h., wie viele Fragen falsch bzw. richtig beantwortet wurden oder wie viele Aufgaben überhaupt erledigt wurden.

Profitieren Lehrpersonen von Künstlicher Intelligenz? 

In den letzten Jahren wurde weitgehend die Wichtigkeit individueller Förderung deutlicher, wodurch sich einerseits viele Schulbuchverlage vermehrt an die bestehende Heterogenität in den Klassen eingestellt, andererseits Differenzierungsmaterialien zu den verschiedensten Themenbereichen angeboten haben, damit die unterschiedlichen Leistungsniveaus der Schülerinnen und Schüler besser angesprochen werden. Soweit so gut, doch wenn in diesem Bereich ein weitläufiges Angebot besteht, warum ist KI dann überhaupt noch notwendig? Diese Frage ist einfach zu beantworten. Vor allem bei der individuellen Förderung können Schülerinnen- und Schülerleistungen  selbstständig von einem Computer analysiert werden, um frühzeitig Lernschwierigkeiten zu entdecken und diese anhand adäquater Aufgaben gezielt zu fördern. KI unterstützt Lehrpersonen somit „nur“ das Leistungsniveau dieser zu diagnostizieren und geeignete Lernmaterialien auszuwählen. Weiters sind die automatisierte Korrektur und die Bewertung von Hausaufgaben, Tests und Schularbeiten denkbar. Schwierig wird es aber bei textbasierten oder kreativen Aufgaben, da eine KI hier vermutlich eher weniger sinnvoll analysieren könnte.

Ein Forschungsprojekt, bei dem bereits KI eingesetzt wird, ist „Hypermind“. Hypermind ist ein intelligentes Schulbuch, welches für Tablet und PCs entwickelt wurde und dabei hilft frühzeitig Lern- und Verständnisschwierigkeiten bei Schülerinnen und Schülern zu erkennen. Im Display ist ein Eye – Tracker integriert, der die Blickrichtung der Leserinnen und Leser erkennt und analysiert, ob die Schülerin der Schüler die Lerninhalte verstanden hat oder nicht. Die Lehrperson hat somit die Möglichkeit den Lernprozess ihrer Schülerinnen und Schüler kontinuierlich zu erfassen.

Text – Quellen

Bild – Quelle

Video – Quelle

11 Jun

Zum Thema Vernetzung

Auf einmal hat man tausende von Freunden und Freundinnen, von denen man die meisten noch nicht einmal gesehen hat. Man erzählt ihnen, wo man gerade Urlaub macht, was man als nächstes vorhat, wie man sich gerade fühlt, in wen man gerade verliebt ist und wen man gerade gar nicht leiden kann. In sozialen Netzwerken, auch bekannt unter „Online-Communities“ oder „Social Networks“, präsentieren sich Nutzer/-innen in einem eigenen Profil mit möglichst vielen Angaben zu ihren Hobbies, Interessen, aktuellen Aktivitäten etc..

Facebook:

Was genau ist Facebook und wie funktioniert dieses?

Facebook ist ein großes internationales soziales Netzwerk, welches über 80 verschiedene Sprachen verfügt. Dieses wurde im Jahr 2004 von Mark Zuckerberg gegründet und zählt zu einem der größten sozialen Netzwerken weltweit.

Zu den Hauptfunktionen von Facebook zählen, das in Kontakt bleiben mit Menschen, Fotos und Videos teilen, chatten, verkaufen und kaufen (online Flohmarkt) und vieles mehr. Früher verwendete man Facebook als eine Art Online Jahrbuch der Universitäten und diente nur als Kommunikationsmittel für Mitglieder der Bruderschaft der Harvard University. Im Jahr 2006 wurde das Netzwerk auch für andere Nutzer geöffnet, wobei dieses im Jahr 2015 bereits mehr als 1500 Millionen Nutzer hatte.

Facebook können heutzutage Personen ab dem 13. Lebensjahr verwenden, indem sie es kostenlos herunterladen und online nutzen.

Merkmale und Funktionen:

  • Ein Profil erstellen
  • Posten/ Kommentieren von Inhalten
  • Chatten (Facebook Messenger)
  • Marketplace (Online Flohmarkt)
  • Stories und Live-Videos

Jedoch kann man nicht nur private Profile, sondern ebenso Seiten erstellen, welche für Unternehmen und Marken nützlich und von Vorteil sind. Ebenso können Facebook-Gruppen erstellt werden, um anderen Nutzern Dienstleistungen oder Produkte anzubieten. Diese Gruppen können privat oder öffentlich sein. Ebenso bietet Facebook Spiele an, um sich zu unterhalten, welches besonders für jüngere Nutzer ein ansprechender Aspekt ist.

Oftmals ist im Zusammenhang mit Facebook zu vernehmen, dass Inhalte und Informationen von Nutzern eingesehen werden können. Dieses kann man jedoch in den Privatsphäre-Einstellungen selbst festlegen und somit bestimmen wer Inhalte, Fotos, Beiträge und vieles mehr sehen und auf diese zugreifen kann. Hierbei kann man selbst entscheiden ob man die Privatsphäre-Einstellungen für jeden Post oder nur bestimmte anwendet.

Über den Privatsphäre-Check erhaltet ihr einen schnellen Überblick über die aktuell festgelegten Einstellungen. Hier prüft ihr, wer eure Beiträge sehen kann, welche Apps Zugriff auf eure Daten haben und welche Profilinformationen von wem angesehen werden können.

WhatsApp:

Wie funktioniert WhatsApp?

WhatsApp ist ein internationaler Messenger, welcher als Alternative zur SMS gesehen wird. Durch eine Internetverbindung kann die App über das Smartphone (alle Smartphones unterstützen die App) genutzt werden. Weltweit verwenden mehrere Millionen Menschen die App, welche somit als eine große soziale Plattform gilt. Prinzipiell kann jeder die App nutzen, wobei es jedoch Altersbeschränkungen gibt.

Installation:

  • App installieren
  • Handynummer eingeben und verifizieren (SMS mit einem Zugangscode wird an die Rufnummer versendet-> Code wird dann in die eigentliche App eingegeben)
  • Synchronisierung mit den eigenen Kontakten (App erkennt welcher Kontakt auch die App verwendet)
  • Man kann nur mit Personen kommunizieren, welche die App ebenfalls nutzen -> Differenz zur herkömmlichen SMS
  • Um mit einem Kontakt zu chatten einfach auf diesen klicken und die geplante Nachricht verfassen und senden.
  • Telefonate, mediale Inhalte möglich

Vorteile:

  • Kostenlos
  • Unbegrenzte Nutzung
  • Kommunikation mit mehreren Nutzern zur selben Zeit möglich (Gruppen)
  • Nutzung via WLAN oder mobiler Internet-Verbindung
  • Mediale Inhalte können verschickt werden
  • Kann auf dem PC verwendet werden

Nachteile:

  • Wurde von Facebook aufgekauft -> stellt Datenschutz infrage
  • Facebook weiß nicht was Personen chatten, jedoch weiß es den Zeitpunkt und die Dauer der Konversation.
  • Werbung

Warum ist WhatsApp kostenlos?

Die App nutzt eine Internetverbindung, wobei der Versand nicht über den persönlichen Handy-Provider angerechnet wird. Wählt man sich jedoch ohne eine Internet-Flat ins mobile Internet ein so entstehen Kosten.

Instagram:

Instagram gehört zum Mutterkonzern Facebook, und arbeiten deshalb eng miteinander, es handelt sich um ein privat genutztes internationales Netzwerk mit mehreren Millionen Nutzern. Es werden Informationen zur  Person gesammelt, wie z.B. die Aktivitäten auf der Plattform und auf Webseiten, welche dann unter anderem für personalisierte Werbung genutzt werden.  Ebenso findet ein Datenaustausch mit Facebook statt, welchen man jedoch sowie den   Zugriff  Dritter auf die eigenen Beiträge und privaten Daten beschränken kann. Hierfür  muss man unter Einstellungen und dann Privatsphäre und  Sicherheit  einstellen, standartmäßig ist das Konto  jedoch öffentlich, somit  kann  jeder die gemachten Fotos Videos und auch Storys sehen und kommentieren. Personen denen man Nachrichten  schreibt  sowie  Follower können wenn man  selbst auf Instagram des letzte Mal  aktiv war. Entweder steht die Zeit  der letzten Aktivität neben dem Profilfoto,  oder es wird mit einem  grünen Punkt symbolisiert dass man gerade  online ist. Unter den Einstellungen ist es auch  möglich den  Aktivitätenstatus  zu verbergen.   Es ist möglich Follower  zu  entfernen  oder diese zu blocken, ebenso ist es möglich Storys und Live-Videos vor bestimmten Personen zu  verbergen. Eine Verknüpfung mit Facebook, bei welcher die eigenen Storys und Fotos und Videos automatisch auf Facebook geteilt werden ist auch   möglich. Man selbst kann auf Fotos, Videosund  Storys markiert werden, wodurch  diese dann automatisch auf   dem eigenen Instagramprofiel   hinzugefügt werden, diese Einstellung lässt sich auch ändern. Ebenso greift Instagram standardmäßig auf deinen Standort zu, welche erfasst und gespeichert werden und ggf. für lokale Werbung genutzt wird.  Dadurch können genaue Bewegungsprofile der Nutzer erstellt und mit  Facebook geteilt werden. Jedoch können selbst die striktesten Privatsphäre-Einstellungen nicht verhindern  dass Instagram, Facebook, Google usw. zahlreiche Daten über einen selbst sammelt.  Da sie mit so genannten Tracking-Skripten, welche auf fast allen Webseiten aktiv sind, sogar dann einen Großteil von den  eigenen Aktivitäten sehen, auch wenn man keinen ihrer Dienste nutzt.

  • Wenn man Fotos auf Instagram postet, bleibt man zwar der Eigentümer dieser Bilder, inklusive der dazugehörigen Rechte, man gewährt Instagram jedoch eine zeitlich begrenzte und weltweit gültige Lizenz, die Bilder zu verwenden, sobald diese gepostet oder hochgeladen wurden. Diese Lizenz ist nicht exklusiv, was heißt dass die Bilder auch anderwertig verwendet werden dürfen, diese dürfen verbreitet, modifiziert, kopiert als auch öffentlich vorgeführt werden. Die Verwendungsrechte für Ihre Bilder enden dann, wenn man sein Konto bei Instagram löscht. Fotos sind aber weiterhin sichtbar, wenn diese von anderen Usern geteilt wurden und sie dort nicht vom Kontoinhaber gelöscht wurden.  

Fußballverein:

Der Fußballverein Elektra ist meist ein lokaler großer (mehr als 30 Personen) Verein. Die Privatsphäre obliegt hier dem Besitzer/ der Administration, so haben die einzelnen Mitglieder keine privaten Daten außer der Namen und ggf. das Alter voneinander, sofern diese nicht persönlich von einem selbst weitergegeben wurden. Innerhalb des Vereins kann es durchaus dazu kommen, dass man eine private Whatsapp-Gruppe bildet. Im Verein werden nur jene Dinge weitergegeben, welche man von sich selbst aus auch berichtet, und diese auch nur an die Anwesenden Mitglieder, ggf. werden diese innerhalb der Gruppe weitergegeben, hierfür gibt es keine Regelungen. Anders als bei den digitalen Netzwerken, werden hier keine Standortdaten außer der punktuellen Anwesenheit gesammelt, ebenso werden auch keine aussagen oder Kommentare festgehalten und für Dritte und Werbung verwendet. Bei dem Fußballverein handelt es sich um ein privat genutztes Netzwerk.

Lerngruppe:

Die Lerngruppe ist ein privat genutztes Netzwerk im öffentlichen Raum, hierbei haben sich gleichgesinnte zusammengeschlossen um gemeinsam zu lernen, die Mitgliedzahl ist variabel aber meist eher klein (3-7 Personen). Je nach Vereinbarung untereinander, werden hier Nummern ausgetauscht und eine Chatgruppe gebildet, es kann aber auch einfach auf mündlichen Abmachungen basieren, wie z.B. dass man sich jeden Mittwoch um 17h an einem bestimmten Ort trifft, in dem Fall müssen dann keine Telefonnummern oder ähnliches ausgetauscht werden. Hier wissen die jeweiligen Mitglieder zumindest den Namen von einander, meist kennt man sich aus verschiedenen Lehrveranstaltungen. Hier wird auch nur das was man selbst sagt von einem preisgegeben. Werbung findet wenn nur indirekt statt, sofern ein Mitglied etwas aus eigener Motivation heraus bewirbt.

Abschließend bleibt also zu sagen, dass man sich immer auch bewusst sein sollte, welche Informationen man wo und mit wem teilt, was einmal gepostet ist, ist für immer online abgespeichert. Dass die digitalen Sozialen-Netzwerke wie Facebook, Instagram usw. Daten über die eigene Person und das Verhalten sammeln und diese auch verwenden. Das es bestimmt Sinn macht sich mit den Richtlinien eines Netzwerks vertraut zu machen und einen Blick in die Einstellungen zu werfen.

Quellen:

https://praxistipps.chip.de/facebook-was-ist-das-einfach-erklaert_41486, Stand:24.05.2020

https://praxistipps.chip.de/was-ist-whatsapp-und-wie-funktioniert-es_2260 , Stand: 24.05.2020

https://www.netzwelt.de/tutorial/159827-facebook-so-schuetzt-privatsphaere-app.html, Stand:24.05.2020

https://medium.com/lumenbrowser/instagram-die-wichtigsten-privatsphaere-einstellungen-cb7ea63480c6, Stand 24.05.2020

https://magazin.sofatutor.com/schueler/was-duerfen-instagram-whatsapp-und-facebook-mit-meinen-fotos-machen/, Stand 24.05.2020

verfasst von Esmeralda Beganovic-Ramic und René Hans

11 Jun

Home Office: die Vor – und Nachteile unseren neuen Alltags

Das Jahr 2020 hat eine Veränderung mit sich gebracht die niemand von uns für möglich gehalten hätte. Als die Corona – Krise ausgebrochen ist, wurde unser aller Leben auf den Kopf gestellt. Es gab viele Veränderungen, die alle Bereiche unseres Alltages betroffen haben und einer davon ist natürlich die Arbeit, das Studium oder die Schule. In der heutigen Zeit ist ja es grundsätzlich kein Problem von zu Hause zu arbeiten, das haben viele Menschen auch schon vor der Corona – Zeit gemacht. Einige haben sich darüber gefreut nicht mehr in die Schule oder die Universität zu gehen, jedoch bringt das Homeoffice auch einige Schwierigkeiten mit sich. 

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert angesichts der derzeitigen Situation klare Regeln für das Arbeiten von zu Hause. Es darf nicht zu einer Aufweichung der Ruhezeiten, wie auch Verlängerung der Arbeitszeiten führen. 

Auf der einen Seite kann man sich zu Hause die Arbeitszeiten flexibler einteilen, jedoch kann es auch Gefahren bieten, wenn man nicht in seinem alltäglichen Rhythmus bleibt und deswegen vielleicht bis spät in die Nacht arbeitet, was normalerweise nicht passieren würde, wenn man das Büro gegen 18Uhr verlässt und am nächsten Tag um 09Uhr wieder dort sein müsste. 

Für StudentInnen bietet der Universitätsbetrieb ebenfalls so viele Vor- wie auch Nachteile. Auch hier wird die Möglichkeit geboten seine Zeit selber einzuteilen und nicht gezwungen zu sein in einer Vorlesung zu sitzen, sondern dann zu arbeiten, wenn man sich gut konzentrieren kann und motiviert ist. Einige StudentInenn fühlen sich jedoch mit den vielen Aufgaben, die sie von ihren ProfessorInnen erhalten überfordert und ihnen geht die Erfahrungen die man macht, wenn man wirklich in der Universität sitzt ab. Das Homeoffice kann die „real life experience“ also nicht ersetzen. 

Online findet man einige Seiten, die den jungen Erwachsenen Hilfestellungen anbieten ihren Uni – Alltag von zu Hause aus zu strukturiert und gut wie möglich bewältigen zu können. 

Empfohlen wird hier zum Beispiel der richtige Schreibtisch wie auch Sessel, ein Laptop mit Programmen wie Word, Power Point, einem Internetanschluss und einer Webcam für die Video – Konferenzen. Natürlich braucht man auch genügend Platz, um gut arbeiten zu können. Die Universitäten müssen ihren Teil in dem Sinne erfüllen, dass sie die Lernunterlagen oder zum Beispiel Power Point Folien zur Verfügung stellen, wie auch das Angebot von Video – Konferenzen bereitstellen. 

Gut, nun wissen wir welches Material man für einen Lernerfolg zu Hause benötigt, aber was betrifft die Planung, Organisation und Motivation? 

Ganz wichtig ist eine klare Struktur und To Do´s festlegen. Hier kann zum Beispiel ein Wochen – oder Tagesplan helfen. Es ist immer wichtig ein Ziel vor Augen zu haben. Pausen machen gehört dazu, hier wird empfohlen viele kurze Pausen zu machen. Was die Motivation betrifft hilft es sich genau zu überlegen was man in einem gewissen Zeitraum schaffen möchte und sich auch nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig vorzunehmen. Auch eine Abwechslung mit kurzen Spaziergängen sind hilfreich und eine Routine sollte so gut wie möglich eingehalten werden. 

  • Stelle dir immer einen Wecker. 
  • Bleibe nicht im Pyjama. 
  • Erstelle eine „auf-was-ich-heute-richtig-Lust-habe-Liste“ (was nur ein anderer Name für die alt bekannte To Do Liste ist, aber gleich viel mehr Lust auf die Aufgaben macht  ) 
  • Arbeite am besten in Zeitintervallen. (25 Minuten konsequent an einer Aufgabe arbeiten, dann 5-10 Minuten Pause z.B. die App „Forest“ hilft bei dem Zeitmanagement. 
  • Lege feste Arbeitszeiten fest. (z.B. 09-16Uhr)
  • Mach dir ein schnelles, aber gesundes Mittagessen (für richtig viel Energie). 
  • Richte dir einen schönen Arbeitsplatz her. 
  • Vermische deinen Arbeitsplatz nicht mit dem Privaten (nicht mit dem Laptop auf der Couch oder in dem Bett liegen). 
  • Simuliere Uni – oder Bürostimmung. 
  • Bleibe im Kontakt mit Familie und Freunden (eine kurze Video – Konferenz mit deinen Lieben kann Wunder wirken).

Natürlich haben wir es gut, wenn wir als StudentInnen uns nicht ,wie manche Familien, einen Laptop mit anderen teilen müssen. Das ist gerade wahrscheinlich die größte Herausforderung, bei denen die sich die technischen Geräte für die Arbeit oder Uni teilen müssen, wie auch jene die diese vielleicht gar nicht zur Verfügung haben oder es zum Beispiel fehlendem Internet scheitert. Deswegen sollten wir nie aus den Augen verlieren wie gut wie es trotz der herausfordernden Situation gerade haben und versuchen das Beste aus der Situation zu machen.