11 Jun

Zum Thema Vernetzung

Auf einmal hat man tausende von Freunden und Freundinnen, von denen man die meisten noch nicht einmal gesehen hat. Man erzählt ihnen, wo man gerade Urlaub macht, was man als nächstes vorhat, wie man sich gerade fühlt, in wen man gerade verliebt ist und wen man gerade gar nicht leiden kann. In sozialen Netzwerken, auch bekannt unter „Online-Communities“ oder „Social Networks“, präsentieren sich Nutzer/-innen in einem eigenen Profil mit möglichst vielen Angaben zu ihren Hobbies, Interessen, aktuellen Aktivitäten etc..

Facebook:

Was genau ist Facebook und wie funktioniert dieses?

Facebook ist ein großes internationales soziales Netzwerk, welches über 80 verschiedene Sprachen verfügt. Dieses wurde im Jahr 2004 von Mark Zuckerberg gegründet und zählt zu einem der größten sozialen Netzwerken weltweit.

Zu den Hauptfunktionen von Facebook zählen, das in Kontakt bleiben mit Menschen, Fotos und Videos teilen, chatten, verkaufen und kaufen (online Flohmarkt) und vieles mehr. Früher verwendete man Facebook als eine Art Online Jahrbuch der Universitäten und diente nur als Kommunikationsmittel für Mitglieder der Bruderschaft der Harvard University. Im Jahr 2006 wurde das Netzwerk auch für andere Nutzer geöffnet, wobei dieses im Jahr 2015 bereits mehr als 1500 Millionen Nutzer hatte.

Facebook können heutzutage Personen ab dem 13. Lebensjahr verwenden, indem sie es kostenlos herunterladen und online nutzen.

Merkmale und Funktionen:

  • Ein Profil erstellen
  • Posten/ Kommentieren von Inhalten
  • Chatten (Facebook Messenger)
  • Marketplace (Online Flohmarkt)
  • Stories und Live-Videos

Jedoch kann man nicht nur private Profile, sondern ebenso Seiten erstellen, welche für Unternehmen und Marken nützlich und von Vorteil sind. Ebenso können Facebook-Gruppen erstellt werden, um anderen Nutzern Dienstleistungen oder Produkte anzubieten. Diese Gruppen können privat oder öffentlich sein. Ebenso bietet Facebook Spiele an, um sich zu unterhalten, welches besonders für jüngere Nutzer ein ansprechender Aspekt ist.

Oftmals ist im Zusammenhang mit Facebook zu vernehmen, dass Inhalte und Informationen von Nutzern eingesehen werden können. Dieses kann man jedoch in den Privatsphäre-Einstellungen selbst festlegen und somit bestimmen wer Inhalte, Fotos, Beiträge und vieles mehr sehen und auf diese zugreifen kann. Hierbei kann man selbst entscheiden ob man die Privatsphäre-Einstellungen für jeden Post oder nur bestimmte anwendet.

Über den Privatsphäre-Check erhaltet ihr einen schnellen Überblick über die aktuell festgelegten Einstellungen. Hier prüft ihr, wer eure Beiträge sehen kann, welche Apps Zugriff auf eure Daten haben und welche Profilinformationen von wem angesehen werden können.

WhatsApp:

Wie funktioniert WhatsApp?

WhatsApp ist ein internationaler Messenger, welcher als Alternative zur SMS gesehen wird. Durch eine Internetverbindung kann die App über das Smartphone (alle Smartphones unterstützen die App) genutzt werden. Weltweit verwenden mehrere Millionen Menschen die App, welche somit als eine große soziale Plattform gilt. Prinzipiell kann jeder die App nutzen, wobei es jedoch Altersbeschränkungen gibt.

Installation:

  • App installieren
  • Handynummer eingeben und verifizieren (SMS mit einem Zugangscode wird an die Rufnummer versendet-> Code wird dann in die eigentliche App eingegeben)
  • Synchronisierung mit den eigenen Kontakten (App erkennt welcher Kontakt auch die App verwendet)
  • Man kann nur mit Personen kommunizieren, welche die App ebenfalls nutzen -> Differenz zur herkömmlichen SMS
  • Um mit einem Kontakt zu chatten einfach auf diesen klicken und die geplante Nachricht verfassen und senden.
  • Telefonate, mediale Inhalte möglich

Vorteile:

  • Kostenlos
  • Unbegrenzte Nutzung
  • Kommunikation mit mehreren Nutzern zur selben Zeit möglich (Gruppen)
  • Nutzung via WLAN oder mobiler Internet-Verbindung
  • Mediale Inhalte können verschickt werden
  • Kann auf dem PC verwendet werden

Nachteile:

  • Wurde von Facebook aufgekauft -> stellt Datenschutz infrage
  • Facebook weiß nicht was Personen chatten, jedoch weiß es den Zeitpunkt und die Dauer der Konversation.
  • Werbung

Warum ist WhatsApp kostenlos?

Die App nutzt eine Internetverbindung, wobei der Versand nicht über den persönlichen Handy-Provider angerechnet wird. Wählt man sich jedoch ohne eine Internet-Flat ins mobile Internet ein so entstehen Kosten.

Instagram:

Instagram gehört zum Mutterkonzern Facebook, und arbeiten deshalb eng miteinander, es handelt sich um ein privat genutztes internationales Netzwerk mit mehreren Millionen Nutzern. Es werden Informationen zur  Person gesammelt, wie z.B. die Aktivitäten auf der Plattform und auf Webseiten, welche dann unter anderem für personalisierte Werbung genutzt werden.  Ebenso findet ein Datenaustausch mit Facebook statt, welchen man jedoch sowie den   Zugriff  Dritter auf die eigenen Beiträge und privaten Daten beschränken kann. Hierfür  muss man unter Einstellungen und dann Privatsphäre und  Sicherheit  einstellen, standartmäßig ist das Konto  jedoch öffentlich, somit  kann  jeder die gemachten Fotos Videos und auch Storys sehen und kommentieren. Personen denen man Nachrichten  schreibt  sowie  Follower können wenn man  selbst auf Instagram des letzte Mal  aktiv war. Entweder steht die Zeit  der letzten Aktivität neben dem Profilfoto,  oder es wird mit einem  grünen Punkt symbolisiert dass man gerade  online ist. Unter den Einstellungen ist es auch  möglich den  Aktivitätenstatus  zu verbergen.   Es ist möglich Follower  zu  entfernen  oder diese zu blocken, ebenso ist es möglich Storys und Live-Videos vor bestimmten Personen zu  verbergen. Eine Verknüpfung mit Facebook, bei welcher die eigenen Storys und Fotos und Videos automatisch auf Facebook geteilt werden ist auch   möglich. Man selbst kann auf Fotos, Videosund  Storys markiert werden, wodurch  diese dann automatisch auf   dem eigenen Instagramprofiel   hinzugefügt werden, diese Einstellung lässt sich auch ändern. Ebenso greift Instagram standardmäßig auf deinen Standort zu, welche erfasst und gespeichert werden und ggf. für lokale Werbung genutzt wird.  Dadurch können genaue Bewegungsprofile der Nutzer erstellt und mit  Facebook geteilt werden. Jedoch können selbst die striktesten Privatsphäre-Einstellungen nicht verhindern  dass Instagram, Facebook, Google usw. zahlreiche Daten über einen selbst sammelt.  Da sie mit so genannten Tracking-Skripten, welche auf fast allen Webseiten aktiv sind, sogar dann einen Großteil von den  eigenen Aktivitäten sehen, auch wenn man keinen ihrer Dienste nutzt.

  • Wenn man Fotos auf Instagram postet, bleibt man zwar der Eigentümer dieser Bilder, inklusive der dazugehörigen Rechte, man gewährt Instagram jedoch eine zeitlich begrenzte und weltweit gültige Lizenz, die Bilder zu verwenden, sobald diese gepostet oder hochgeladen wurden. Diese Lizenz ist nicht exklusiv, was heißt dass die Bilder auch anderwertig verwendet werden dürfen, diese dürfen verbreitet, modifiziert, kopiert als auch öffentlich vorgeführt werden. Die Verwendungsrechte für Ihre Bilder enden dann, wenn man sein Konto bei Instagram löscht. Fotos sind aber weiterhin sichtbar, wenn diese von anderen Usern geteilt wurden und sie dort nicht vom Kontoinhaber gelöscht wurden.  

Fußballverein:

Der Fußballverein Elektra ist meist ein lokaler großer (mehr als 30 Personen) Verein. Die Privatsphäre obliegt hier dem Besitzer/ der Administration, so haben die einzelnen Mitglieder keine privaten Daten außer der Namen und ggf. das Alter voneinander, sofern diese nicht persönlich von einem selbst weitergegeben wurden. Innerhalb des Vereins kann es durchaus dazu kommen, dass man eine private Whatsapp-Gruppe bildet. Im Verein werden nur jene Dinge weitergegeben, welche man von sich selbst aus auch berichtet, und diese auch nur an die Anwesenden Mitglieder, ggf. werden diese innerhalb der Gruppe weitergegeben, hierfür gibt es keine Regelungen. Anders als bei den digitalen Netzwerken, werden hier keine Standortdaten außer der punktuellen Anwesenheit gesammelt, ebenso werden auch keine aussagen oder Kommentare festgehalten und für Dritte und Werbung verwendet. Bei dem Fußballverein handelt es sich um ein privat genutztes Netzwerk.

Lerngruppe:

Die Lerngruppe ist ein privat genutztes Netzwerk im öffentlichen Raum, hierbei haben sich gleichgesinnte zusammengeschlossen um gemeinsam zu lernen, die Mitgliedzahl ist variabel aber meist eher klein (3-7 Personen). Je nach Vereinbarung untereinander, werden hier Nummern ausgetauscht und eine Chatgruppe gebildet, es kann aber auch einfach auf mündlichen Abmachungen basieren, wie z.B. dass man sich jeden Mittwoch um 17h an einem bestimmten Ort trifft, in dem Fall müssen dann keine Telefonnummern oder ähnliches ausgetauscht werden. Hier wissen die jeweiligen Mitglieder zumindest den Namen von einander, meist kennt man sich aus verschiedenen Lehrveranstaltungen. Hier wird auch nur das was man selbst sagt von einem preisgegeben. Werbung findet wenn nur indirekt statt, sofern ein Mitglied etwas aus eigener Motivation heraus bewirbt.

Abschließend bleibt also zu sagen, dass man sich immer auch bewusst sein sollte, welche Informationen man wo und mit wem teilt, was einmal gepostet ist, ist für immer online abgespeichert. Dass die digitalen Sozialen-Netzwerke wie Facebook, Instagram usw. Daten über die eigene Person und das Verhalten sammeln und diese auch verwenden. Das es bestimmt Sinn macht sich mit den Richtlinien eines Netzwerks vertraut zu machen und einen Blick in die Einstellungen zu werfen.

Quellen:

https://praxistipps.chip.de/facebook-was-ist-das-einfach-erklaert_41486, Stand:24.05.2020

https://praxistipps.chip.de/was-ist-whatsapp-und-wie-funktioniert-es_2260 , Stand: 24.05.2020

https://www.netzwelt.de/tutorial/159827-facebook-so-schuetzt-privatsphaere-app.html, Stand:24.05.2020

https://medium.com/lumenbrowser/instagram-die-wichtigsten-privatsphaere-einstellungen-cb7ea63480c6, Stand 24.05.2020

https://magazin.sofatutor.com/schueler/was-duerfen-instagram-whatsapp-und-facebook-mit-meinen-fotos-machen/, Stand 24.05.2020

verfasst von Esmeralda Beganovic-Ramic und René Hans

5 Gedanken zu „Zum Thema Vernetzung

  1. Ich persönlich nutze Facebook nur noch um mich mit StudienkollegenInnen auszutauschen und Informationen zu gewissen Themen, die das Studium betreffen zu erhalten. Schon lange hat Facebook sonst seinen Reiz für mich verloren. Whats App wiederum ist bei mir täglich im Einsatz. Und so praktisch ich diese Art zu Kommunizieren auch finde, so schade finde ich aber auch, dass man verlernt hat, sich direkt oder gegebenenfalls über ein Telefonat mit Freunden, Familie und Co. auzutauschen. Alles wird dadurch annonymer, schnelllebiger und natürlich macht es auch etwas mit unserer Sprache. Manchmal versuche ich dem entgegen zu wirken und wähle bewusst einen Brief zu schreiben anstatt einer Whats App Nachricht, an im Ausland lebende Verwandte zu schicken.

  2. Es ist unglaublich wie viele verschiedene soziale Netzwerke es heutzutage gibt und wie einfach man sich auf diesen registrieren kann. Ich finde man sollte diese sozialen Netzwerke sehr kritisch betrachten. Natürlich sind all diese Dinge wie Instagram, Facebook und Whatsapp sehr praktisch. Doch sie machen teilweise abhängig und vermitteln ein falsches Bild. Sie nehmen so viel Zeit in Anspruch und für viele ist das Hochladen von Bildern wichtiger als sonst etwas. Hauptsache man bekommt genug Likes. Vor allem auf sozialen Netzwerken wie Instagram wird oft nicht das reale Leben gezeigt, sondern nur eine Fake-Realität. Das bringt viele Menschen, vor allem jüngere Leute dazu, einem unrealistischen Lebensstil nachzuträumen.

  3. Ich persönlich finde, dass diese Apps/Vernetzungen einfach sehr wichtig geworden sind in unserer Zeit. Kaum jemand schreibt noch SMS, weil alles über Whatsapp, Telegram, Facebook Messenger, Instagram, Twitter, … geht. Zusätzlich ist es eine enorme Reizüberflutung, da es so viel zu sehen und entdecken gibt.
    Ein Freund von mir hat bewusst auf alle social networks verzichtet für ein Jahr und sich ein altes Nokia mit Tasten geholt. Fazit: Jetzt ist er wieder überall dabei, da man ohne diese Vernetzung es kaum schafft up-to-date zu sein.
    Ich finde es auch sehr praktisch immer so gut über alles informiert zu werden, dass ich mit so vielen Menschen in Kontakt bleiben kann, und, und, und. Aber der Gedanke, dass ich für jeden sichtbar geworden bin und meine Daten frei zugänglich sind, ist etwas was mich zwar sehr stört, aber ich dennoch in Kauf nehme.
    Von den Vernetzungen werde ich mich daher nicht abmelden, aber ich versuche durch die Einstellungen mich so gut als möglich zu „verbergen“.

  4. Ich persönliches finde es bedenklich, wie einfach es ist sich ein Profil anzulegen. Vor allem wenn man schon ein Favebook-Konto hat, kann man sich mit nur einem Klick über Facebook bei vielen anderen Apps wie eben Instagram einloggen, da diese zwei Apps ja zusammengehören. Mir ist das einmal mal passiert und schon hatte ich ein Instagram-Konto. Das Löschen eines solchen Kontos wird einem allerdings SEHR schwer gemacht. Deaktivieren kann man es, aber das Löschen ist echt keine einfache Sache und das finde ich wirklich bedenklich.

  5. Ich habe mir aus Datenschutzgründen nie Facebook, Twitter oder Instagram zugelegt. Da mein Vater aber in Belize lebt, ist Whatsapp für mich eine riesen Bereicherung. Ich kann mit ihm telefonieren und ihm schreiben, so viel und wann ich will. Natürlich finde ich Whatsapp – vor allem seit der Übernahme durch Facebook – bedenklich, aber für mich überwiegen in diesem Fall die Vorteile, da ich meinen Vater live nur alle drei Jahre sehe und Whatsapp täglichen Kontakt bietet, egal wo ich mich befinde.

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