12 Jan

Exkursion: Albertina

von Alessandra Faisst

Im Rahmen der Lehrveranstaltung Bildnerische Erziehung Lernpotentiale und Transfer waren wir am 21. November bei einer Führung in der Albertina. Die Führung wurde mit uns so durchgeführt, wie sie mit einer Grundschulklasse durchgeführt wird. Als erstes werden die Kunstwerke kindgerecht besprochen und Grundkenntnisse zu Kunstwerken, Farben und Werkzeugen anhand von Materialien vermittelt. Kunstwerke gelten als Medien, aber warum ist die Albertina relevant für die Verwendung von Medien im Grundschulunterricht? Nach der frontalen Führung von einer Vermittlungsperson können die Kinder selber mit Geräten bzw. Handys durch die Ausstellung gehen und anhand einer App die populären Kunstwerke in Bewegung setzen. Jeder Clip dauert nur einige Sekunden. Die Animationen sind von Bild zu Bild anders. Einmal wird ins Detail gezoomt, einmal um Film-oder Fotomaterial ergänzt. Mal tauchen Sprechblasen oder neue Figuren in den Szenen auf. Durch die Mittelmeerlantschaft von Monet spaziert zum Beispiel eine schwarze Katze und der Seerosenteich von Monet erwacht am Original Schauplatz im Garten Giverny.

Die App ermöglicht es, Bilder auch noch einmal aus einer anderen Perspektiven zu betrachten. Sie kann dabei helfen, sich frühere Zeiten besser vorzustellen und beim Erwerb vom Wissen über Kunst Abhilfe schaffen. Die App HPREVEAL, die ebenfalls im Grundschulunterricht für didaktische Zwecke eingesetzt wird, ist vergleichbar mit dieser App. Es wird auf das Grundbild ein beliebiges Overlay gelegt, das zusätzliche Informationen zum Grundbild liefert. 

Mir gefiel der Besuch in der Albertina richtig gut, die App ist mit Sicherheit nicht nur etwas für Kinder. Auch die Einführung des Vermittlungspersonals war wirklich großartig. 

12 Jan

Exkursion: Bibliothekspädagogisches Zentrum

von Alessandra Faisst

Der Besuch im Bibliothekspädagogischen Zentrum war im Rahmen des Schwerpunkts Sprachliche Bildung, der Lehrveranstaltung Spracherwerb in der Schuleingangsphase am 30. Oktober 2018. Durch die Voranmeldung und durch Teilnahme einer Gruppe bekamen wir eine Informationsveranstaltung, bei der uns alle Ressourcen des Bibliothekspädagogischen Zentrums vorgestellt und Informationen dargelegt wurden. Sehr brauchbar sind abgesehen von den Büchern, Materialen und Spielen, die man ausleihen kann, die Themenboxen. Diese sind zu nahezu allen zu behandelnden Themen für die VS erhältlich, beinhalten relevantes, modernes von Pädagogen konzipiertes Unterrichtsmaterial. Beispiele für die Themen sind Politik, Technik, Medien, Tiere oder Jahreszeiten. Zusätzlich können, wenn man beim Bibliothekspädagogischen Zentrum registriert ist, Videos heruntergeladen werden. Diese decken ebenfalls sehr viele Themenbereiche ab. Sehr interessant fand ich vor allem die Kamishibais, das sind Kinderbücher bzw. Kindergeschichten in Großformat, die in einen bühnenähnlichen Rahmen gegeben werden. Sie eignen sich gut für das Vorlesen in einer Klasse und können ebenfalls ausgeliehen werden. Die Voraussetzung für alle Auszuleihenden Sachen ist die Registrierung beim Bibliothekspädagogischen Zentrum.

Tipp für Studierende, die später nicht in Wien unterrichten wollen: die Medien, vor allem die Videos noch vor Studienabschluss herunterladen. Generell bietet ist das Bibliothekspädagogische Zentrum eine enorme Bereicherung für Pädagogen, kein anderes Bundeland kann mit diesem Angebot und dieser Vernetzung verglichen werden. Die Themenboxen, Bücher und Materialien können zu beliebigen Bibliotheksstandorten bestellt werden. 

12 Jan

John Dewey brandaktuell

Bernhard Lasser, Autor des Artikels Erziehung und Öffentlichkeit bei John Dewey bezieht sich auf die von John Dewey, Klassiker der Bildungswissenschaft, im Jahr 1972 veröffentlichte politische Philosophie, die sich mit der Erziehung und Öffentlichkeit auseinandersetzt. John Deweys politische Philosophie ist insofern relevant, da Dewey´s Theorien sowohl die rasanten Entwicklungen der Kommunikation als auch politische Entwicklungen mit einbezieht.

Während es für Platon und Rousseau unvorstellbar war, dass der Staat und somit auch die Öffentlichkeit aus mehr Personen bestehen kann, als wie jene, die sich auch persönlich kennen, beinhaltet Deweys Theorie der Öffentlichkeit ein Betroffenheitskriterium, welches die Öffentlichkeit zu all jenen macht, die von indirekten Transaktionsfolgen betroffen sind. Die Medien haben eine Kommunikation über weite Strecken ermöglicht, weshalb heute über eine Transnationalisierung der Öffentlichkeit diskutiert wird. Demokratie ist für Dewey die immer wieder notwendige Anpassung an verschiedene Situationen, sie ist Regierungs-und Lebensform. Für Dewey muss in einer Demokratie über Erziehung und Bildung bestimmt werden. Seine Bildungstheorie lehnt sich auf den Begriff der Erfahrung, die definiert wird als dass wir auf einen Gegenstand einwirken und der Gegenstand auf uns zurückwirkt. Der Erziehungs – und Bildungsvorgang ist laut Dewey die ständige Anpassung an neue Situationen. Dewey stellt sich die Frage, unter welchen Bedingungen die große Gesellschaft eine große Gemeinschaft werden kann, welche die Veränderungen der politischen Situation thematisiert. Die Jungen müssen in Traditionen, Anschauungen und Interessen, die eine Gemeinschaft auszeichnen, eingeführt und dahingegen erzogen werden. Geben und Nehmen ist von zentraler Bedeutung und die Kommunikation nimmt eine zentrale Rolle.

John Deweys Theorien sind, auch wenn lange vor der Zeit der modernen Medien verfasst, brandaktuell. Seine Auffassung von Öffentlichkeit, Öffentlichkeit sind jene, die von indirekten Transaktionsfolgen betroffen sind, spricht nicht nur davon, dass Medien über nationale Grenzen hinausgehen, sondern erinnert mich auch stark an aktuelle Diskussionen zu den Rechten auf sozialen Medien. (Instagram) Bei diesen rechtlichen Fragen werden auch immer die Folgen für jene, die den Handlungen ausgesetzt sind, herangezogen. Sein Verständnis von Bildung, die ständige Anpassung an neue Situationen erleben wir alle in den Bildungsinstitutionen und in der Gesellschaft. Zur Erziehung möchte ich abschließend noch sagen, dass ich auch der Meinung bin, dass erzogen werden muss. Unsere Gesellschaft hat in den letzten Jahren einen enormen Wandel von Bevormundung zu Freiheiten und Eigenverantwortung vollzogen. Beides hat Vor-und Nachteile, aber ich denke, es sollte aufgepasst werden, dass jetzt nicht, wie davor zu viel, zu wenig erzogen wird. Wir bewegen uns von einem Extrem in das andere. 

basierend auf: https://www.medienimpulse.at/articles/view/1267?navi=1