03 Dez

Medienaktivismus und Klimawandel

Da das Thema Klimaschutz und Klimawandel ein sehr aktuelles und umstrittenes Thema ist, wird auch in den Medien viel darüber berichtet. Da Medien aber nicht nur die Ergebnisse der Forschung, sondern eher ein gefiltertes Bild mit ausgewählten Inhalten über diese Thematik überliefern, haben sie einen großen Einfluss auf die subjektive Wahrnehmung des Klimawandels bei den Mediennutzern und Empfängern.

Jedoch ist nicht nur der Absender und Verfasser der in den Medien zur Verfügung gestellten Texte dafür verantwortlich, wie der Inhalt beim Empfänger aufgenommen und interpretiert wird. Auch beim Empfänger selbst spielen viele individuelle Komponenten eine große Rolle. So machen es beispielsweise die politische Einstellung, sowie auch die persönlichen Erfahrungen und Vorkenntnisse, bzw. das persönliche Umfeld einen großen Teil der Meinungsbildung aus.

Das Thema Klimawandel wird in den Medien auf sehr umfangreiche Art und Weise thematisiert und reicht über Weltuntergangsszenarien bis hin zu einfachen Tipps, wie man seinen persönlichen CO2 Verbrauch verringern kann. Die Vielfalt an Meinungen und Thesen bezüglich des Klimawandels führt bei den Empfängern oft zu Skepsis und Verwirrung, da sie sich kein eindeutiges Bild über die Tragkraft des Klimawandels machen können, ohne sich tiefer mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Auch in den sozialen Medien ist der Klimawandel ein stark umstrittenes und besprochenes Thema. Auf Facebook, Twitter, Instagram und einigen Klimablogs werden die Plattformen aber eher dafür genutzt, privaten Meinungen Ausdruck zu verleihen, anstatt fundierte Fachmeinung zu verschriftlichen.

Beispielsweise bietet die Facebook Seite von „Fridays for Future“ eine Möglichkeit zum Austausch und zur Informationsüberlieferung. Die Seite wird klar als Appell genutzt, die Menschen zum bewussteren Leben aufzufordern und sich für den Klimaschutz aktiv einzusetzen. Dafür lädt sie auch direkt zu Protesten und Streits ein und lässt die Empfänger am Protest gegen die weitere Umweltverschmutzung aktiv teilnehmen.

Das Thema Klimaschutz ist schon seit mehreren Jahren fester Bestandteil der medialen Welt. Jedoch ist der Kontext, in welchem über den Klimawandel gesprochen und diskutiert wird, ausschlaggebend dafür, welche Bedeutung ihm zugesprochen wird. Vor allem durch die mediale Präsenz wird der Klimawandel für uns real und existent, da die direkte Wahrnehmung des Klimawandels oft nicht eindeutig zuordbar ist.

Die Basis für den sinnvollen Gebrauch der Medien zur Informationsbeschaffung und Meinungsbildung durch Medien ist die Prüfung der Qualität der Quellen. Die Frage, ob man den Quellen, aus denen man seine Informationen bezieht, vertraut und sie wirklich zur eigenen Meinungsbildung über den Klimawandel nutzen will, sollte sich jeder Nutzer/jede Nutzerin stellen um sicherzugehen, dass er sein Wissen aus vertrauensvollen und wissenschaftlich fundierten Ergebnissen bezieht.  
(vgl. https://www.waldwissen.net/wald/klima/wandel_co2/fva_klimawandel_bewusstsein/index_DE  letzter Zugriff 26.11.2019 15:30 Uhr)

Passend zu diesem Thema gibt es auch nachfolgenden Podcast, in dem der Stellenwert der Fridays-for-Future-Demonstrationen für junge Menschen und die Rolle der Medien in diesem Kontext durch Interviews behandelt werden:

Links zum Thema Klimaschutz in den Medien:

https://www.facebook.com/FridaysForFutureVienna/

https://www.waldwissen.net/wald/klima/index_DE

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-08/klimawandel-globale-erderwaermung-zweifel-argumente-klimamodelle