20 Jan

Überwachung und Datenschutz

Für die allgemeine Sicherheit und zur gleichen Zeit gegen unsere Privatsphäre

Überwachung

Tag für Tag sind wir mit Überwachungssystemen konfrontiert. Das Smartphone, der Computer, Smart-Speaker oder die schon gesellschaftlich akzeptierten Überwachungskameras. Wir schenken ihnen unser Vertrauen. Wir geben intime Daten preis und hoffen, dass diese der Geheimhaltung unterliegen. Doch inwiefern wird diese Hoffnung erfüllt und beruht dieses Vertrauen auf Gegenseitigkeit?

In der modernen Welt spielt sich vieles nur noch in der virtuellen Welt ab. Der Kalender, die Uhr, die Kommunikation, das Abrufen von Informationen. Das sind nur kleine Teilbereiche die wir abgeben und trotzdem verstecken sich so viele kleine Informationen in ihnen. Diese Daten, die wir preisgeben, werden gesammelt und aus vielen kleinen Teilen wird ein großes Bild. Es stellt uns dar. Jedes noch so kleine Geheimnis, Interessen und Vorlieben sind gespeichert. Auch wenn wir uns nicht erinnern können was uns vor 10 Jahren beschäftigt hat, das Internet weiß es. Es speichert alles und alles was wir jemals gesucht haben oder notiert haben, in unseren kleinen praktischen Computer, bleibt erhalten.
Ein wenig beunruhigend oder?
Dieses unendliche Vertrauen, das wir aufbringen, wird es erwidert? Wieso benötigen wir Überwachungskameras? Warum wird jede noch so kleine Information gespeichert? Es ist ein einseitiges Vertrauen, bei dem wir Glück haben können, wenn es nicht missbraucht wird.

Doch selbstverständlich nutzen und missbrauchen auch Staaten und Sicherheitsbehörden die Möglichkeiten moderner Informationstechnik. Dabei greifen diese nicht nur auf eigene Datensammlungen und Überwachungsprogramme zurück, sondern haben auch Zugriff auf deutlich umfangreichere Datenmengen, die Unternehmen wie Mobilfunkanbieter, Google, Facebook und noch mehr aus kommerziellen Gründen über uns anlegen. Doch Unternehmen liefern den Sicherheitsbehörden nicht nur unsere Daten, sondern entwickeln und verkaufen auch verschiedenste Auswertungs- und Überwachungstechniken.

Dank ausspionierender Unternehmen und Konzerne, hat die Wirtschaft mit ihren erheblich größeren Ressourcen oft viel mehr und qualitativ besseres an Daten zu bieten, als viele Polizeidatenbanken. Durch entsprechende Gesetze zur Herausgabe solcher Informationen, teilweise auch der Pflicht zum Speichern sowie allgemein Behörden gegenüber sehr auskunftsfreudiger Unternehmen können sich die staatlichen Stellen so manche aufwendige Verfahren sparen.

Wir tragen maßgeblich dazu bei, dass wir zu jeder Zeit auffindbar sind und dass wir leicht durchschaubar sind. Für einen Normalsterblichen hat dies meist keine Bedeutung. Denn weder den Polizeibeamten noch jemand anderen wird es interessieren ob Sie heute Pasta oder doch lieber Salat essen. Doch kriminelle Organisationen kommunizieren immer mehr über digitale Medien und genau hier wird es spannend. Denn auch sie geben mit jeder Nachricht und jeder Google-Suche etwas von sich preis. Werden diese Informationen gesammelt und zusammengezählt kann schnell ein Verbrechen aufgedeckt werden. Das würde der Gesellschaft zu Gute kommen. Hier sehe ich den Überwachungsaspekt als etwas Positives an. Es schützt mich und mein Umfeld. Ich fühle mich sicherer und wenn ich Hilfe benötige ist sie innerhalb von Minuten an Ort und Stelle. Dabei hilft mir auch mein handlicher Computer.

Es besteht durchaus eine gute Seite, wenn wir über Überwachung sprechen. Die grundsätzliche Intention liegt darin, dass Gefahren und Probleme vorzeitig erkannt werden. Durch die Überwachung und das Weitergeben von Daten können Personen unter Verdacht legal durchleuchtet werden. Es dient der allgemeinen Sicherheit, dass wir dabei ständig unter Beobachtung stehen ist ein wesentlicher Nebenaspekt, welcher nicht verharmlost werden sollte. Jeder und jede muss für sich selbst entscheiden ob und wie viel man zu diesem System beiträgt. Es bleibt einem selbst überlassen ob man abgehört, beobachtet und analysiert werden kann.

Datenschutz

Wen betrifft die EU-DSGVO?

Alle Unternehmen, die innerhalb der EU personenbezogene Daten von EU-Bürgern erfassen und verarbeiten. Es spielt dabei keine Rolle, ob das Unternehmen seinen Hauptsitz in der EU hat.


Was zählt zu den „personenbezogenen Daten“?

Es gibt verschiedene Arten von personenbezogenen Daten bzw. von Daten, die auf eine Person beziehbar sind. Dazu gehören beispielsweise die folgenden:

  • Allgemeine Angaben wie Name, Geburtsdatum, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse etc.
  • Kennnummern wie z.B. Personalausweisnummer, Sozialversicherungsnummer, Steueridentifikationsnummer usw.
  • Bankdaten wie Kontonummern
  • Online Daten wie IP-Adresse und Cookies
  • Besitzmerkmale wie Kfz-Kennzeichen, Grundbucheintragungen, Immobilieneigentum etc.
  • Physische Merkmale, z.B. Angaben zu Geschlecht, Haut oder Haar- und Augenfarbe, Körpergröße etc.

Was ändert die EU-DSGVO für Unternehmen?

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung nimmt Unternehmen, die personenbezogene Daten sammeln und/oder verarbeiten, so stark wie nie zuvor in die Verantwortung. Das Regelwerk verpflichtet diese Unternehmen dazu, alle Prozesse der Datenverarbeitung zu dokumentieren und nach dem Stand der Technik zu schützen.

Ab dem 25. Mai 2018 müssen Unternehmen u. a.:

  • wissen, wann, wie und wo personenbezogene Daten gesammelt und verarbeitet werden
  • beweisen, dass sie die Neuregelung des Datenschutzes einhalten und technisch sowie organisatorisch jederzeit in der Lage sein, diesen Beweis erbringen zu können
  • Datenschutzverletzungen binnen drei Tagen an die Datenschutzaufsichtsbehörde melden
  • Auskunftsanfragen von Personen innerhalb eines bestimmten Zeitraums beantworten
  • Personenbezogene Daten, die nicht mehr benötigt werden, veraltet oder unrechtmäßig gespeichert wurden, umgehend sicher löschen

https://www.selbstdatenschutz.info/staatliche_ueberwachung/https://podcampus.phwien.ac.at/digimed/category/wissens-und-informationsgesellschaft/ueberwachung/https://grc.schleupen.de/aktuelles/news-detail/news/eu-dsgvo/