12 Jan

Das Scratch Lab im mumok

Wie man mittels kreativer Prozesse die Medienkompetenz schult

Große Neugierde bestand meinerseits, wie die Verknüpfung zwischen ausgestellten Kunstwerken und dem Erlernen von Programmierungskenntnissen erfolgt.

Ablauf

Nach und nach trudelten am Sa, 7.12.2019, dem Tag unserer Exkursion ins „Scratch Lab“, die Kinder aufgeregt in der Empfangshalle des mumok ein. Der erste Weg führte uns in eine Ausstellung zum Werk A. S. lesend“ von Martha Jungwirth. Die Meinungen und Ideen der Teilnehmerinnen zu dem Gemälde wurden eingeholt, Benjamin gab Auskunft über die Künstlerin, aber auch das Werk und erarbeitete mit den Kindern verschiedene Auftragsfarben (Öl-, Wasser-, Aquarellfarben etc.) (Abb.1) .

Von den Themen Farben und Licht erfolgte dann die Überleitung zum Programmierabschnitt im Atelier. Benedikt Hochwartner regte an, Regentropfen zu programmieren bzw. einen Punkt und eine unbeschränkte Zahl an Klonen, die die Farbe beliebig wechseln. Auch die Geschwindigkeit konnte man variieren, auf dem unteren Bildrand eine Lache bilden lassen bevor sie verdunsten o.ä. Einige Kinder übernahmen diese Idee in der Arbeitsphase um nach und nach mit der verwendeten visuellen Programmiersprache „Scratch“ vertraut zu werden, die in den USA eigens für Kinder und Jugendliche entwickelt wurde und frei zugänglich ist:

Der Desktop zeigt ein Programm aus drei Teilen. Links befinden sich verschiedenfarbige Farbblöcke, in der Mitte können diese Blöcke zu individuellen Programmiercodes zusammengebaut werden und rechts ist die Ausführung dieser Codes ersichtlich (Abb.2).

Schon versiertere TeilnehmerInnen trauten sich in der Selbsterarbeitungs-phase bereits an die Umsetzung ihrer eigenen Ideen und Projekte (Abb.3). Spiele bzw. Projekte von anderen Scratch-UserInnen, die weiterentwickelt werden, sogenannte Remixes, sollen nur zuhause gespielt bzw. bearbeitet werden.

Der Kurs erstreckt sich über 14 zweistündige Einheiten pro Semester, wobei nicht zwischen AnfängerInnen und Fortgeschrittenen unterschieden wird und somit auch viele Kinder über mehrere Halbjahre hinweg an dem Kurs teilnehmen. Jene TeilnehmerInnen mit soliden Scratch-Kenntnissen, die Freude an der Wissensweitergabe haben, Inhalte gut vermitteln, aber auch verantwortungsbewusst sind, wurden von Benedikt Hochwartner zu sogenannten „Peer-MentorInnen“ ernannt (Abb.4).

Diese unterstützen ihn während der Kurse hinsichtlich der Wissensvermittlung und nehmen außerdem im Anschluss an den Kurs an einer weiteren zweistündigen Einheit teil, in denen der Leiter des digitalen Ateliers ausschließlich ihnen und ihren Projekten zur Verfügung steht. Am Tag unserer Exkursion testeten die „Peer-MentorInnen“ eifrig und erfreut u.a. auf ihre Anregungen hin vom MIT (Massachusetts Institute of Technology) vorgenommene Änderungen an Scratch.

Alle Kurseinheiten schließen mit einer Projektpräsentation vonseiten eines ausgewählten Kindes, gezwungen wird dazu jedoch niemand. Dabei soll das eigene Projekt vorgestellt, über Probleme und gefundene Lösungen gesprochen werden. Die anderen TeilnehmerInnen haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und konstruktives Feedback an das präsentierende Kind zu richten.

Die Pausenbeschäftigung der Peer-MentorInnen zwischen den beiden zweistündigen Einheiten stand ebenfalls ganz unter dem Motto der Kunstvermittlung. Diese wurde nämlich auf der überdimensionierten Hüpfburg, auf der sich riesige Kunststoffbälle befinden, abgehalten, die sich dank der Ausstellung „Alfred Schmeller. Das Museum als Unruheherd“noch bis zum 16.02.2020 im mumok befindet.

Grundstock des Vermittlungsangebots

Benedikt Hochwartner, dem Leiter des digitalen Ateliers, ist es ein Anliegen, den Kindern begreifbar zu machen, dass hinter Spielen und Programmen stets Personen mit Ideen und Vorstellungen stehen und dabei nichts dem Zufall überlassen wird oder gar „von selbst“ passiert. Er setzt die Notwendigkeit die Technik des Programmierens zu beherrschen außerdem mit jener der Lese- und Schreibkompetenz gleich. Diese Fähigkeit trage zum größeren Verständnis von Computern und Programmen bei und solle aus genau diesem Grund nicht nur den ProgrammiererInnen vorbehalten bleiben. Die kritische Auseinandersetzung mit Medien(angeboten) und die Aneignung entsprechender Fertigkeiten, um in der komplexen Welt bestehen und selbstständig agieren zu können, stellen damit – gemeinsam mit der Kunstvermittlung – den Grundstock des Vermittlungsangebots dar. Sehr beeindruckende Ziele, wie ich finde.

Eigene Meinung

Außerordentlich gut gefallen hat mir außerdem, dass die im Schulsystem oftmals im Mittelpunkt stehenden Kategorien „richtig“ und „falsch“ in den Kursen ausgeklammert werden bzw. vermeintliche Fehler, sogenannte „bugs“, nicht als Scheitern verstanden werden, sondern als Chance vertiefenden Verstehens aufgegriffen werden. Auch das durch Programmiersprachen wie Scratch für Schulen bestehende Potential in Bezug auf Sprachförderung,  fächerübergreifenden Unterricht und das Erstellen von Präsentationen, hat meine Neugierde geweckt.

Positiv überrascht hat mich außerdem die im Scratch Lab vorherrschende Feedbackkultur. Man merkte, dass Benedikt Hochwartner großen Wert darauf legt, dass die Kinder zunächst erwähnen, was ihnen an einer Umsetzung gefällt und erst anschließend äußern, was sie aus welchem Grund anders machen und wie sie das umsetzen würden. Überhaupt pflegte der Leiter des digitalen Ateliers einen sehr wertschätzenden Umgang mit den Kindern. Auch die Thematisierung von Möglichkeiten zum Datenschutz war erkennbar. So verwendeten die TeilnehmerInnen durchwegs Benutzernamen, die keinerlei Rückschlüsse auf ihre Person zulassen, wie zB. Lieblingstiere, -zahlen etc.

Es hat mich unheimlich verzückt, wie die TeilnehmerInnen nur so mit Fachwörtern um sich schmissen, wogegen ich mich in der Hinsicht richtig „ungebildet“ fühlte. 😊 Darüber hinaus fand ich es unglaublich schön zu sehen, mit welchem Ehrgeiz, welcher Begeisterung und welch großartigen Ideen die KursteilnehmerInnen bei der Sache waren!

Alles in allem hatte ich den Eindruck, das Scratch Lab ermöglicht nicht nur die Vermittlung bzw. Aneignung wesentlicher Inhalte für vielerlei Lebensbereiche, sondern auch die Verwirklichung individueller Projekte gekoppelt mit jeder Menge Spaß.

12 Jan

Exkursion: ZOOM Kindermuseum

Besuch am: 14. November 2019

Teilnehmerinnen: Paula Steiner, Elisabeth Molnar, Maria Haselmayr

Das ZOOM Kindermuseum (Museumsplatz 1, 1070 Wien) ist tatsächlich für den Besuch und das entdeckende Lernen von Kindern ausgelegt. Das Museum kann bereits mit Kleinkindern ab 8 Monaten besucht werden. Es gibt für Kinder bis 14 Jahre Angebote. Das Museum kann mit Kindergartengruppen und Schulklassen besucht werden, jedoch kann man auch privat mit Kindern hinkommen.

Für die verschiedensten Altersgruppen gibt es verschiedenste Erkundungsmöglichkeiten und Workshops, an denen teilgenommen werden kann. Zusätzlich gibt es immer eine große temporär bedingte, aktuelle Mitmachausstellung, welche sich mit einem großen Überthema beschäftigt. Momentan heißt diese Ausstellung „von Kopf bis Fuß“ und hat den menschlichen Körper und dessen verschiedenste Abläufe zum Thema. Dabei können die Kinder die Funktionen mit aktiven Handlungen erfahren und ausprobiert werden, um die Abläufe im eigenen Körper besser verstehen zu können.

Der ZOOM Ozean ist für die kleinste Zielgruppe konzipiert und ist besonders für Sinneserfahrungen und -wahrnehmungen ausgelegt. Durch Mitarbeiter des Museums werden die Kinder begleitet und für Ideen zum Ausprobieren und Erleben angeregt und sensibilisiert.

ZOOM Ozean Foto: privat

Im Trickfilmstudio des Museums haben Kinder die Möglichkeit einen Stop-Motion-Film zu erstellen. Dabei können die Kinder verschiedenste Technologien ausprobieren und kreativ ihre eigenen Medienerfahrungen erweitern und reflektieren. Bei der Gestaltung der Filme sind den Kindern keine Grenzen gesetzt. Sie können sich alle benötigten Figuren etc. selbst herstellen und ebenso die Handlung/ Geschichte selbst überlegen und ausdenken.

Trickfilm Foto: privat

Im ZOOM Atelier haben die Kinder die Möglichkeit ihrer Kreativität mit bekannten Gestaltungsmöglichkeiten freien Lauf zu lassen. Dabei stehen Künstler und Künstlerinnen den Kindern helfen zur Seite, um ihre gewünschten Kunstwerke entstehen lassen zu können. Dazu werden verschiedenste Möglichkeiten und Techniken angeboten, um die Kinder vielfältigste Erfahrungen machen lassen zu können.

Eigene Meinung

Ich fand das ZOOM Kindermuseum einen sehr tollen und abwechslungsreichen Ort, da es verschiedenste Möglichkeiten für die Entfaltung und Wahrnehmungsschulung von Kindern bietet. Das vorhandene Angebot kann logischerweise nicht mit einem Besuch erkundet werden, da jede Station für sich anstrengend und sehr zeitintensiv ist. Aus diesem Grund sind bei Interesse mehrere Besuche notwendig, um die verschiedenen Bereiche bearbeiten zu können. Besonders toll finde ich das Trickfilmstudio. Natürlich kann man solche Trickfilme auch an der Schule machen, jedoch bedarf es dafür eigenen Kameras, das Knowhow der Lehrperson etc., wodurch sich die Herstellung etwas aufwendig gestalten kann. Deshalb bietet das Trickfilmstudio eine gute Möglichkeit um mit den Kindern verschiedene Sichtweisen auf ein Thema zu thematisieren und zusätzlich ist damit ein Ausflug verbunden.

12 Jan

Exkursion: Buchklub

Besuch am: 4. November 2019

Teilnehmerinnen: Paula Steiner, Elisabeth Molnar, Maria Haselmayr

Der Buchklub ist eine Non-Profit-Organisation und wird vom Bundesministerium für Bildung unterstützt. Die Organisation bietet verschiedenste Dinge und Anregungen, welche hauptsächlich der Leseanimation und -motivation dienen.

So werden auch besonders für Schulen viele Veranstaltungen angeboten. Eine Veranstaltungsform ist z. B. die Bücherbühne. Dabei gibt es am Standort des Buchklubs (Mayerhofgasse 6, 1040 Wien) Lesungen von verschiedenen Autoren und Moderatoren. Eine Lesung dauert ungefähr 30 Minuten. Pro Lesung können maximal zwei Schulklassen anwesend sein, da der Platz auf der Bücherbühne eher begrenzt ist. Außerdem kosten die Lesungen 100 € pro Klasse.
Zusätzlich gibt es immer wieder Vorlesetage, wo den Kindern ebenso vorgelesen wird, um deren Lesemotivation zu steigern. Diese Veranstaltungen dauern ungefähr einen Vormittag und sind zudem kostenlos.

Bücherbühne Foto: privat

Weiters gibt es verschiedenste Workshops und Kreativwerkstätten, wie z. B. Theaterworkshops oder Lesetheater, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.

Besonders ansprechend sind die weiteren Angebote für Schulklassen und Lehrpersonen. Die große Anzahl an vorhandenen Büchern wird ständig erneuert und aktualisiert, sodass auch neueste Kinder- und Jugendliteratur vorhanden ist. Viele Bücher werden auch vorab im österreichischen Jugendliteraturkreis diskutiert und folglich ausgewählt, sodass davon ausgegangen werden kann, dass die Bücher nicht ungefiltert und unreflektiert zur Verfügung gestellt werden. Zudem werden Empfehlungslisten an Eltern und Lehrpersonen ausgegeben.

Besondere Services für Schulen bieten das Buchpaket MINT Lesen, der Wissens-Trolley, sowie die Bücherkoffer. Beim Buchpaket MINT Lesen sind naturwissenschaftliche Kinderbücher enthalten, welche kostenpflichtig bestellt werden können. Zudem gibt es verschiedenen didaktische Anregungen, Ideen und Tipps, wie die Bücher im Unterricht eingesetzt werden können. Im Wissens-Trolley sind preisgekrönte naturwissenschaftliche Bücher aus vier Kategorien enthalten, welche ebenso kostenpflichtig an Schulen bestellt werden können. Auch hierzu gibt es didaktisches Material. In den Bücherkoffern sind Bücher aus jeweils einem Jahr enthalten, welche mit dem Kinder- und Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurden. Auch zu diesen Koffern gibt es didaktisches Material. Die Koffer können sowohl ausgeborgt als auch gekauft werden.

Buchpaket MINT-Lesen und Wissens-Trolley Foto: privat

Ein weiterer Service des Buchklubs sind Schülerzeitschriften, welche in Zusammenarbeit mit dem Jugendrotkreuz herausgegeben werden. Pro Schuljahr erscheinen 8 Zeitschriften, zwei Bücher und ein Klassenposter. Für die erste und zweite Klasse gibt es jeweils eine Version. Für die dritte und vierte Klasse gibt es keine differenzierten Zeitschriften, jedoch werden die Hefte um eine Englisch-Beilage erweitert. Zudem gibt es für Lehrpersonen digitale Erweiterungen und didaktisches Material zu den Heften.

Schülerzeitschriften Foto: privat

Eigene Meinung

Ich bin sehr beeindruckt von der Organisation, da sehr viel Angebot vorhanden ist und man als Lehrperson sehr viele tolle und anregende Ideen bekommt. Zusätzlich ist es großartig, dass die Organisation vom Bundesministerium für Bildung unterstützt wird, wodurch auch eine gewisse Qualitätskontrolle vorhanden ist und die verschiedenen Angebote „überprüft“ werden, sodass man als Lehrperson von guten Materialien ausgehen kann. Weiters finde ich die Organisation gut, da tatsächlich die Steigerung der Lesemotivation von Kindern im Vordergrund steht und nicht etwa Profit. Etwas kritisch sehe ich die hohen Preise von den verschiedenen Buchkoffern etc., andererseits jedoch kann man nur einzelne Bücher auswählen, sodass man nicht den gesamten Koffer kaufen muss, wodurch der Preis sinkt.

11 Jan

Ein Blick in die medien.welten des Technisches Museums Wien

Abb.1: Technisches Museum, 14. Bezirk

Die medien.welten befinden sich im 4. Stock des Technischen Museums. Ich erinnerte mich während meiner Exkursion am 15.11.2019 wieder daran, während meiner eigenen Schullaufbahn schon dort gewesen zu sein, allerdings erst in der Sekundarstufe. Aufgrund des enorm breiten Angebots und der Vielzahl an aufbereiteten Themen, kann ich mir jedoch einen Besuch auch mit Kindern der Primarstufe sehr gut vorstellen.

Die Geschichte der Medien wird auf ansprechende Weise veranschaulicht und in zwei Stränge geteilt:

  • die Übermittlungsmedien (Post-, Telegrafen-, Telefon-, Funk- und Rundfunknetzwerken)
  • die Speichermedien (Bild-, Ton-, Druckmedien sowie Medien der Datenverarbeitung)

Aufgrund der Miteinbeziehung von Szenen, Bildcollagen sowie Ausschnitten aus historischen Film- und Tondokumenten in den 100 Schauräumen, ist der Besuch der Ausstellung auch mit Kindern, die die Kulturtechniken des Lesens und Schreibens noch nicht beherrschen, vorstellbar. Zudem sind reichlich Themen aus deren Umwelt aufgreifbar:

  • Filme & Fotos früher und heute
  • Buchdruck bis hin zur digitalen Technik
  • Telefonzellen, Festnetz, kabelloses Telefonieren
  • Hörfunk, Rundfunk damals und heute inkl. der Geräte
  • Boten-, Kutschenpost bis hin zu Postamt/Briefeinwurfkästchen
  • Schreibmaschine bis hin zu Computern, Internet und Smartphones
  • Wege von Fernsehproduktion/Nachrichtenaufnahme bis hin zur Verbreitung
Abb.5: Blick hinter die Kulissen eines Fernsehstudios

Mit Kindern im Alter von bis zu 8 Jahren, könnte man sogar eine Spielphase im eine Ebene darunterliegenden „mini mobil“ einrechnen, das einen selbstbestimmten und spielerischen Umgang mit dem Thema Mobilität ermöglicht: Dort warten eine mit verschiedenen Fahrzeugen befahrbare Strecke, ein Schiff mit Verkleidungsstation, eine Weltraumstation mit Bausteinen und Versteck sowie ein Flughafen mit Gepäckskontrolle, steuerbarem Flugzeug inkl. Notrutsche und eine Raststation, die sich zum Einnehmen der Jause anbietet.

09 Jan

Programmieren im Museum – wie Kunst und Technik zusammenpassen

Seit gut einem Jahr nun finden sich mehrmals pro Woche Kindergruppen im mumok, dem Museum für moderne Kunst in Wien, zusammen. So manch einer mag sich fragen, was die jungen Museumsgäste mit den Laptops vorhaben und wie das mit den ausgestellten Kunstwerken zusammenhängt. Wir haben uns näher damit befasst, welche Rolle Kunst beim Programmieren spielen kann und mit Benedikt Hochwartner, dem Leiter des digitalen Ateliers, gesprochen.

Im Rahmen eines (zurzeit ausschließlich) außerschulischen Vermittlungsprogramms erlernen die Kinder selbst Tools, welche sie zum Programmieren befähigen. Sie entschlüpfen dadurch der passiven Rolle der KonsumentInnen und werden zu aktiven GestalterInnen ihrer eigenen Ideen. Beim sogenannten „Scratchen“ geht es um eine visuelle Programmiersprache, welche bereits im Jahr 2007 in den USA (Massachusetts Institute of Technology, kurz MIT genannt) entwickelt wurde. Bis heute ist die Software kostenlos zugänglich: scratch.mit.edu. Mithilfe dieses Programms soll es Kindern und Jugendlichen ermöglicht werden, die Grundlagen des Programmierens zu erlernen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie es hinter einer benutzerfreundlichen Computeroberfläche aussehen kann. Der Desktop zeigt ein Programm aus drei Teilen: links befinden sich verschiedenfarbige Farbblöcke, in der Mitte können diese Farbblöcke zu individuellen Programmiercodes zusammengebaut werden und rechts ist die Ausführung dieser Programmiercodes ersichtlich (Abb.1). Das „Scratchen“ ermöglicht die Schaffung individueller Kombinationen aus verschiedenen Elementen: Man kann beliebige Figuren programmieren, die sprechen, sich bewegen, Texte, Musik ergänzen etc. Dieses Projekt zeigt z.B. einen rot-grün zeichnenden Stift sowie einen Bären, der über den Bildschirm spaziert und sich nach Betätigung einer festgelegten Taste versteckt und wieder zeigt.

Den Kindern und Jugendlichen soll auch vor Augen geführt werden, wie komplex Programmieren eigentlich ist und dass man als ahnungslose UserIn gar nicht erahnen kann, wie viel Arbeit dahintersteckt. Der Name „Scratchen“ bezieht sich übrigens auf die gleichnamige DJ-Technik und meint die riesige Auswahl an Gestaltungsoptionen, welche dieses Programm bietet. Auch bestehende Projekte können neu arrangiert werden (Ändern der Regeln, des Aussehens, der Musik etc.), sodass etwas vollkommen Neues, Eigenes entsteht. Diese Ergebnisse werden dann auch „Remix“ genannt. Kunst, beziehungsweise das (gemeinsame) Betrachten von Kunstwerken, dient im Rahmen dieses Prozesses als Inspiration und soll die Kreativität der Kinder fördern.

Der Leiter des digitalen Ateliers, Benedikt Hochwartner, bezeichnet die Kulturtechnik des Programmierens als ebenso wichtig wie die des Lesens und Schreibens. Diese Fähigkeit solle ihm zufolge nicht nur ProgrammiererInnen vorbehalten bleiben, da es zum größeren Verständnis von Computern und Programmen beitrage. Einem Programm, Spiel o.Ä. gehe immer eine Idee, Planung sowie Programmierung voran. Er ist außerdem guter Dinge, dass das Programmieren früher oder später Eingang in Volksschulen nehmen könne, dadurch vielschichtige neue Möglichkeiten der Förderung in sämtlichen Fächern entstehen (Erstsprache/ Zweitsprache, Fremdsprache, Mathematik) und sich damit auch fächerübergreifendes Unterrichten arrangieren ließe.

Die „Scratch Lab“-Kurse sind so aufgebaut, dass sie mit dem Besuch einer Ausstellung beginnen (Abb.2). Danach wird die Arbeit im Atelier fortgesetzt, wo erst der Bogen zu vorher Gesehenem und Besprochenem gespannt wird. Daraufhin folgt eine Einführung in Befehle und Werkzeuge, welche danach gleich selbständig am Laptop getestet werden können (Abb.3). Die TeilnehmerInnen setzen Lerninhalte sofort in die Praxis um.

Weitere Lernkonzepte neben Learning-by-Doing sind Trial-and-Error und Peer-to-Peer:

  • Die Kategorien „richtig“ und „falsch“ werden in den Kursen ausgeklammert, vermeintliche Fehler (sogenannte „Bugs“) werden aufgegriffen, um ein tieferes Verständnis für die Materie und neue, spannende Features entwickeln zu können.
  • Es wird nicht zwischen AnfängerInnen und Fortgeschrittenen unterschieden und Kinder bleiben durchwegs auch über mehrere Semester. Jeder Kurs setzt sich also aus bereits bestehenden und neuen TeilnehmerInnen zusammen. Aus dem Umstand heraus haben sich auch sogenannte „Peer“-MentorInnen herausgebildet (Abb.5). Diese verfügen über fundiertes Wissen über Scratch und die Programmiersprache. Sie sind darüber hinaus aber auch gute und geduldige ErklärerInnen, die an der Wissensweitergabe interessiert sind, vertrauensvoll mit den Geräten umgehen und stets verantwortungsbewusst agieren.

Jede Einheit schließt mit einer Projektpräsentation. Hierbei darf ein von Benedikt ausgewähltes Kind, sofern es gerne möchte, den anderen TeilnehmerInnen sein Projekt vorstellen (Abb.6). Das Teilen der Idee, Auskunft geben über etwaige aufgetretene Probleme und die jeweils gefundenen Lösungsansätze dazu sowie die Beantwortung von Fragen der anderen Kinder stehen bei diesen Präsentationen im Fokus. Auch dem konstruktiven Feedback kommt eine große Bedeutsamkeit zu: Der Kursleiter weist immer wieder darauf hin, dass die Kinder zunächst erwähnen sollen, was ihnen am Projekt gut gefallen hat und erst anschließend äußern, was sie aus welchem Grund anders machen und wie sie das umsetzen würden.

Die Kurse finden sowohl in den Semesterferien in verkürzter Form für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren kostenlos statt als auch über das Semester verteilt im Rahmen von 14 Einheiten zu je zwei Stunden für Kinder zwischen sechs bis zwölf Jahren.

Ältere Interessierte, nämlich Studierende, erhalten ebenfalls die Möglichkeit zur vertieften Auseinandersetzung mit der Materie. Dazu hat Benedikt Hochwartner das „Creative Coding Lab“ ins Leben gerufen und auch hier werden die Zielsetzungen an die jeweiligen TeilnehmerInnen angepasst. Außerdem ist ein Kursangebot für LehrerInnen angedacht. Dieses befinden sich jedoch noch in der Planungsphase und wird frühestens im März 2020 spruchreif. Darüber hinaus wird bereits gezielt an mumok-Formaten gearbeitet, die auch Schulen miteinbinden.

Quellen:

Benzer, Christa: „Programmieren lernen im Mumok-„Scratch Lab“: Keine Angst vor Algorithmen“. In: https://www.derstandard.at/story/2000096448467/programmieren-im-mumok-scratch-lab-keine-angst-vor-algorithmen [18.01.2019], [zuletzt abgerufen am 26.12.2019].

Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien: „Creative Coding Lab für Studierende“. In: https://www.mumok.at/de/events/creative-coding-lab [2019], [zuletzt abgerufen am 08.12.2019].

Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien: „mumok Scratch Lab“. In: https://www.mumok.at/de/events/mumok-scratch-lab [2019], [zuletzt abgerufen am 08.12.2019].

08 Jan

Exkursion: wienXtra – medienzentrum

Foto:Ljubica Zoric

Am Dienstag 07.01.2020 waren zwei Kolleginnen und ich im „wienXtra-Medienzentrum“ zu Besuch. Diese Bildungseinrichtung arbeitet mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 22 Jahren zusammen und ist für diese Altersgruppe kostenlos. Zudem ist es den Schülerinnen und Schülern möglich, sich Geräte zum Fotografieren und Aufnehmen von Videos mit entsprechenden Equipments kostenlos auszuborgen. Das Ziel dieser Bildungseinrichtung ist, dass Kinder und Jugendliche selbstständig und kreativ mit Videokameras arbeiten. Nachdem die Bilder oder Videos aufgenommen wurden, haben Kinder die Möglichkeit diese in Räumen, dem sogenannten Schnittplätzen, zuzuschneiden und zu bearbeiten. Natürlich stehen ihnen auch zwei Studios zur Verfügung, um ihre Ideen durchführen zu können. Wenn man sich folgende Geräte ausleihen möchte, sollte man diese persönlich und rechtzeitig reservieren, weil diese sehr gefragt sind. Nachdem das Equipment ausgeborgt wurde, wird den Kindern und Jugendlichen der korrekte Umgang erklärt und dementsprechend werden sie auch eingeschult.

Außerdem bietet das Medienzentrum zahlreiche Workshops, sowie Seminare bzw. Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer. Diese fokussieren sich vor allem auf Medienbildung, sowie Mediennutzung. Ich persönlich finde, dass diese Angebote sehr nützlich und wichtig für einen selber sind. Zudem ist es den Erwachsenen möglich, den Umgang mit digitalen Medien kennenzulernen.

Die Zielgruppe für das wienXtra-Medienzentrum sind besonders Jugendliche, somit betrifft es die Volksschulkinder zum Teil gar nicht. Trotzdem bin ich der Meinung, dass das Medienzentrum ein sehr tolles Angebot auf die Beine gestellt hat und auch den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, mit verschiedensten Materialien zu arbeiten und auch diese auch persönlich unterstützen.

Vor dem Besuch im wienXtra – Medienzentrum konnte ich mir nichts Genaues darunter vorstellen, doch danach war ich überaus positiv überrascht. Ich selbst hätte diese Angebote schon früher gekannt, denn das Herstellen von eigenen Videos oder Medienprojekten scheint sehr cool zu sein. Wie gesagt, ich konnte positive Eindrücke sammeln und würde diese Bildungseinrichtung weiterempfehlen. Gut finde ich, dass man sowohl alleine als auch in kleinen Gruppen die Möglichkeit hat, sich mit digitalen Medien zu beschäftigen. Zudem sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr kompetent und freundlich, aber sie unterstützen einen bei dem eigenen Medienprojekt und stehen bei Fragen immer zur Verfügung. Außerdem finde ich es toll, dass die Angebote für Kinder bis 22 kostenlos zur Verfügung stehen.

07 Jan

Exkursion: Medienzentrum wienXtra – Studio, Equipment und Schnitt

Name: Edina Cehic

Exkursionsort: Medienzentrum wienXtra in der Zieglergasse 49, 1070 Wien

Thema: Medienprojekt filmen, schneiden und produzieren

Datum des Besuchs: 7. Jänner 2020

Persönliche Eindrücke
Ein Medienprojekt selbst zu erarbeiten und zu gestalten, erschien mir bis zu dem Zeitpunkt des Besuchs im Medienzentrum wienXtra als sehr aufwändig. Oft schwirren viele und unterschiedliche Ideen im Kopf herum, sodass man nicht weiß, wo man genau ansetzen soll. Hierbei können die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Medienzentrums wienXtra helfen, indem sie auch als Berater und Beraterinnen mit kreativen Vorschlägen und technischer Unterstützung wirken. Dies ist vor allem für jene Personen hilfreich, die gerne ein Medienprojekt starten wollen, sich jedoch aufgrund von mangelnder Medienkompetenz nicht dazu überwinden können. 

Um ein Medienprojekt verwirklichen zu können, steht ein Studio im Medienzentrum WienXtra zur Verfügung. Dieses ist mit vielen unterschiedlichen technischen Geräten ausgestattet, die reserviert und ausgeborgt werden können. Dabei reicht das Equipment von Kameras und Mikrofonen bis hin zu großen Videoscheinwerfern und einer Musikanlage. Das Highlight des Studios ist jedoch die Bluebox, eine Wand, die unterschiedliche Hintergründe projizieren kann. Durch die Beratung mit einem Mitarbeiter/einer Mitarbeiterin des Medienzentrums wienXtra kann herausgestellt werden, ob die Bluebox tatsächlich für das eigene Medienprojekt geeignet ist. Die Bluebox schafft durch die vielen unterschiedlichen Hintergrundmöglichkeiten einen besonderen und beeindruckenden Effekt im Video. Daher können Landschaften, Räume und Figuren während des Videos im Hintergrund eingeblendet werden, während die Person im Vordergrund über bestimmte Themen spricht. Dies lässt den Anschein einer professionellen und interessanten Arbeit erwecken.

Neben dem Erarbeiten eines Medienprojekts stellt das Medienzentrum wienXtra auch viele unterschiedliche Workshops und Veranstaltungen zur Verfügung, die den Fokus auf die Medienbildung und Mediennutzung lenkt. Der Workshop Videokamera kompakt eignet sich dabei hervorragend, sich mit dem Studio und dem Verleih der Geräte vertraut zu machen. 

Medienpädagogische Praxis
Ein Medienprojekt kann auch mit der eigenen Klasse durchgeführt und umgesetzt werden. Dieses muss jedoch gut durchdacht und geplant sein, sodass eine Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum wienXtra zustande kommen kann. Das bedeutet, dass nicht nur das Thema und ein ungefährer Ablauf festgelegt wird, sondern jeder Schüler/jede Schülerin detaillierte und zuvor besprochene Aufgaben erhält. Somit ist ein Schüler/eine Schülerin für die Kameraführung verantwortlich, eine Gruppe von Kindern wirkt vor der Kamera, während wiederum andere für den Schnitt des Videos zuständig sind. Durch die Medienarbeit und dem Arbeiten im Studio lernen die Schüler/Schülerinnen demnach nicht nur das Schauspielern und Bedienen von technischen Geräten, sondern auch eigenständig und verantwortungsbewusst zu handeln. 

Empfehlung
Der Besuch im Medienzentrum WienXtra ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen. Es bietet sowohl für Einzelpersonen als auch Schulgruppen eine Möglichkeit, ein eigenes großes Medienprojekt aufzuziehen. Das Besondere am Medienzentrum wienXtra ist, dass professionelle und erfahrene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beim Medienprojekt unterstützend wirken. Somit ist man nicht auf sich allein gestellt und kann sich jederzeit bei Fragen an jemanden wenden. Die Beratung, das Studio und das Equipment stehen bis zum 22. Lebensjahr kostenlos zur Verfügung, es muss nur eine Reservierung erfolgen. 

07 Jan

Exkursion: ZOOM-Kindermuseum – Arbeiten im Trickfilmstudio

Name: Edina Cehic

Exkursionsziel: ZOOM Kindermuseum, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Workshop im Trickfilmstudio: Verdreht, vermischt und rausgefischt

Datum des Besuchs: 7. Jänner 2020

Persönliche Eindrücke
Schon beim Eintritt in das ZOOM-Kindermuseum erhält man einen sehr einladenden und kinderfreundlichen Eindruck. Im Allgemeinen ist es sehr bunt gestaltet und ladet die Kinder ein, Neues auszuprobieren und zu lernen. Das Trickfilmstudio stellt den Teil des Museums dar, der das Arbeiten und Produzieren mit Medien fördert. Es verfügt über Kameras, moderne Computerprogramme und zwei große Bildflächen, mithilfe derer eigenproduzierte und beeindruckende Trickfilme entstehen können. 

Zur angenehmen und lernanimierenden Atmosphäre tragen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Trickfilmstudios bei. Sie helfen den Kindern dabei, eigene Ideen zu finden, die technischen Geräte zu bedienen und schlussendlich eigene Trickfilme zu produzieren. Ihr Engagement, ihre Organisation, sowie auch ihre langjährigen pädagogischen Erfahrungen ermöglichen es, dass die Kinder positive Erfahrungen mit der Medienarbeit machen.

Relevanz für die medienpädagogische Praxis
Die Arbeit im Trickfilmstudio setzt sich als Ziel, die Kinder zu eigenständigen und kreativen Medienproduzenten und Medienproduzentinnen zu machen. Die Schüler und Schülerinnen lernen die Kameras, Mikrofone und Computerprogramme zu bedienen, indem sie von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen unterstützt werden. Daher stehen Experten und Expertinnen zur Verfügung, die den Kindern den richtigen und effizienten Umgang mit den Medien beibringen können. Doch nicht nur die Medienkompetenz, sondern auch die kreativen Fähigkeiten werden gefördert, indem die Kinder Handlungen für den Film planen und umsetzen, somit ihre Ideen realisieren.

Persönliche Stellungnahme
Ich kann einen Besuch im ZOOM-Kindermuseum auf jeden Fall empfehlen. Die Kosten betragen ab einer Gruppe von 10 Kindern 6 Euro, wobei der Eintritt für die Begleitpersonen frei ist. Wichtig ist, dass eine Reservierung vorgenommen werden muss. Das Trickfilmstudio kann mit einer Klasse oder auch mit einzelnen Kindern und Kindergruppen besucht werden. Meiner Meinung nach ist es bei vor allem größeren Kindergruppen wichtig darauf zu achten, dass alle Schüler und Schülerinnen miteinbezogen werden und somit am Trickfilm teilhaben. Denn dadurch können alle Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit erhalten, mit digitalen Medien zu arbeiten und dadurch ihre Medienkompetenz zu steigern. 

07 Jan

Exkursion ins ZOOM Kindermuseum – Trickfilm Studio

Name: Ljubica Zoric

Exkursionsziel: ZOOM Kindermuseum – Museumsquartier 1, 1070 Wien

Workshopthema: Trickfilmstudio – Verdreht, vermischt und rausgefischt!

Am Dienstag, 07.01.2020 haben meine Kolleginnen und ich das Zoom Kindermuseum besucht. Dieses hat seinen Sitz direkt am Museumsquartier, welches sich im siebenten Wiener Gemeindebezirk befindet. An sich hat das Museum eine sehr kinderfreundliche, aber auch bunte Atmosphäre, was sofort positive Auswirkungen auf einen selbst hat. Das Museum hat den Schwerpunkt „Kunst“ und ist auf vier Bereiche aufgeteilt (ZOOM Mitmachausstellung, ZOOM Atelier, ZOOM Trickfilmstudio und ZOOM Ozean). Zudem werden Besucherinnen und Besucher im Alter von 0 bis 14 Jahren zahlreiche Lern- und Forschungsmöglichkeiten angeboten. In diesen zahlreichen Workshops ist es den Kindern möglich Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln, zu spielen, zu forschen, sowie zu entdecken.

Das Trickfilmstudio ist ein Medienlabor, wo Schülerinnen und Schüler im Alter von 8 bis 14 Jahren einen eigenen Kurzfilm herstellen können. Der Raum an sich ist sehr dunkel, was im Endeffekt nichts Negatives ist, denn dies führt zu einem angenehmen Wohlbefinden. Außerdem ist der Raum mit einigen Kameras, Bildflächen sowie zwei Computertischen ausgestattet. In diesem Workshop dürfen Kinder als Kameraperson, TontechnikerInnen, DrehbuchschreiberInnen, FotografInnen, sowie RegisseurInnen arbeiten und sich in all diesen Rollen ausprobieren. Zudem dauert dieser 90 Minuten, wobei die Zeit für eine Trickfilmproduktion laut des Personals sehr knapp ist.

Zu Beginn werden die Schülerinnen und Schüler, sowie die Begleiterinnen und Begleiter begrüßt und anschließend erhalten sie einen kurzen Input von den Betreuerinnen und Betreuern. Danach werden die Kinder in 2 gleichgroße Gruppen aufgeteilt und das kreative Arbeiten kann beginnen. Die fertigen Trickfilme, die von den Schülerinnen und Schülern selbstständig entwickelt werden, können in der ZOOM-Sammlung angeschaut, sowie heruntergeladen werden. (Zugriff am 07.01.2020)

Wie schon erwähnt, sind die Zielgruppe für dieses Museum Kinder und Jugendliche. Die zahlreichen Angebote können entweder privat oder gemeinsam als Schulklasse gebucht werden. Sowohl Eltern als auch Pädagoginnen und Pädagogen sind diese Workshops geeignet und können im Zuge einer Fortbildung in der Medienkompetenz genutzt werden. Außerdem möchte ich das Personal sehr loben, da man merkt, dass sie sehr viel Herz in die Arbeit mit den Kindern stecken.

Meiner Meinung nach ist das ZOOM-Kindermuseum sehr empfehlenswert, weil Kinder und Jugendliche die Möglichkeit erhalten, mit digitalen Medien selbstständig zu arbeiten, aber auch sich im künstlerischen Bereich zu erkunden. Zudem finde ich es toll, dass sie sehr viel Wert auf das Praktische legen als auf das Theoretische. Sowohl der Workshop als auch das gesamte Museum hat mir sehr gut gefallen und es hat auch Interesse geweckt in Zukunft öfters vorbeizuschauen. Aus diesem Grund kann ich durchaus vorstellen als zukünftige Lehrperson viele Angebote zu besuchen und diese auszutesten.

07 Jan

Exkursion: WienXtra – Medienzentrum

Name: Natalie Lastro

Exkursionsziel: WienXtra – Medienzentrum

Datum des Besuches: 7. Jänner 2020

Das WienXtra-Medienzentrum ist eine Bildungseinrichtung, die Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 22 Jahren die Möglichkeit bietet, sich in ihrer Freizeit mit Video- und Fotokameras gratis zu beschäftigen. Freizeit deshalb, weil der Andrang viel zu groß wäre, wenn man ganze Klassen betreuen müsste.
Das Medienzentrum bietet den Verleih von verschiedenen Kameras und dazugehörigem Equipment an. Dabei können die Kinder und Jugendlichen das im Gebäude vorhandene Studio zum Videos drehen oder Fotografieren nutzen und anschließend einen der Schnittplätze zum Bearbeiten und Zuschneiden der Bilder und Videos verwenden.

Hat man den Wunsch sich eines der Dinge auszuborgen, so sollte man die Geräte rechtzeitig reservieren. Zusätzlich ist zu erwähnen, dass die Geräte nur dann ausgeliehen werden, wenn man genau sagen kann, was damit gemacht wird. Das zuständige Personal des Medienzentrums entscheidet dann, ob das Medienprojekt mit dem kostenlosen Geräteverleih unterstützt wird.
Wird das Projekt unterstützt, so bekommt man eine kurze „Einschulung“, damit man den richtigen Umgang mit dem Gerät kennenlernt.

Das Medienzentrum bietet den Kindern und Jugendlichen neben dem Verleih und dem zur Verfügung stellen ihrer Räumlichkeiten und Geräte auch Workshops an. Viele davon finden in den Ferien statt, wodurch die TeilnehmerInnen ihre Zeit und Gedanken gänzlich dem Projekt widmen können.

Zusätzlich werden auch Fortbildungen angeboten, die vor allem für uns PädagogInnen und Eltern relevant sind. Dabei werden Ideen zur Entwicklung und Durchführung verschiedenster Projekte vorgestellt.

Nachdem die Zielgruppen des Medienzentrums hauptsächlich 10 bis 22-Jährige sind, betrifft es Kinder in der Volksschule eher weniger (wenn, dann erst gegen Ende der 4. Klasse). Dennoch finde ich es sehr toll, dass die Stadt Wien solch ein Zentrum auf die Beine gestellt hat. Die BesucherInnen haben die Möglichkeit den Umgang mit verschiedenen Geräten kennenzulernen und bei der Verwirklichung ihrer Projekte unterstützt zu werden.

Auch das Angebot für uns PädagogInnen ist sehr toll. Wir haben die Möglichkeit verschiedene Geräte und Methoden kennenzulernen, die uns die Arbeit mit digitalen Medien erleichtern.

Ich persönlich kannte das WienXtra-Medienzentrum zuvor nicht und wurde positiv überrascht, als mir das breite Angebot vorgestellt wurde. Die Räumlichkeiten sind sehr gut ausgestattet und ich bin mir sicher, dass dadurch vor allem Kindern aus sozial benachteiligten Familien die Möglichkeit gegeben wird, ein eigenes Medienprojekt zu verwirklichen. Ich würde einen Besuch auf jeden Fall empfehlen!