06 Mai

Datenschutz: Rechte und Pflichten

Allgemein:

Datenschutz – der Schutz von „personenbezogenen Daten“ und der Schutz der Privatsphäre -ist in Österreich gesetzlich geregelt und zählt sogar als Grundrecht jedes Menschen.

Verwendung von Daten:

Sensible Daten: Dazu gehören die ethnische Herkunft, politische Meinung, Gewerkschaftszugehörigkeit, religiöse oder philosophische Überzeugung, Gesundheit oder das Sexualleben. Die Verwendung der sensiblen Daten ist nur in Ausnahmefällen erlaubt – z.B., wenn man diese selbst veröffentlicht.

Nicht-sensible Daten: Diese sind auch personenbezogenen. Es handelt sich dabei um Daten wie Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum, Beruf, etc. Diese dürfen verwendet werden, wenn es per Gesetz erlaubt ist, wenn man der Verwendung zustimmt, wenn lebenswichtige Interessen dies erfordern (Ortung) oder wenn überwiegende berechtigte Interessen eines Dritten vorliegen.

Rechte:

Informationen über den Datenverwender:  Man hat das Recht, zu erfahren, welche Daten gespeichert werden und wie sie verwendet werden, bevor man diese preisgibt.

Auskunftsrecht: Man hat auch ohne bestimmten Anlass das Recht, bei einem Datenverwender zu erfragen, welche Daten gespeichert wurden, woher sie bezogen wurden und an wen sie weitergegeben wurden.

Richtigstellung und Löschung: Es ist natürlich auch wichtig, dass keine falschen Daten verwendet werden. Man kann immer verlangen, dass Daten richtiggestellt oder gelöscht werden.

Widerspruch: Man kann einem Datenverwender jederzeit untersagen, Daten weiterzuverwenden oder weiterzugeben, außer die Verwendung ist gesetzlich vorgesehen (Verarbeitungen im Grundbuch oder Polizeiakten).

Wurden Daten missbräuchlich verwendet oder veröffentlicht, hat man in der Regel einen Anspruch auf Schadenersatz.

 

Quelle:

Online abrufbar unter: https://www.saferinternet.at/fileadmin/files/Materialien_02_2011/Schulmaterial_Schutz_der_Privatsphaere_im_Internet.pdf (Stand: 06.05.2018)

Saferinternet.at: https://www.saferinternet.at/

Verfasst von: Patricia Kallinger

06 Mai

Schutz der Privatsphäre im Internet – Datei

https://www.saferinternet.at/uploads/tx_simaterials/Schulmaterial_Schutz_der_Privatsphaere_im_Internet.pdf

Hier findet ihr eine Datei zum Thema Privatsphäre und Datenschutz im Internet mit einigen interessanten Informationen über:

  • den Datenschutz in der Schule
  • die Relevanz, seine Privatsphäre zu schützen
  • gesetzliche Bestimmungen zu Rechten und Pflichten
  • Tipps, wie man seine Privatsphäre schützen kann

Außerdem gibt es Materialien und Übungen, die für verschiedene Altersstufen geeignet sind.

Quelle:

Saferinternet.at: www.saferinternet.at

Verfasst von: Patricia Kallinger

28 Mai

Cyber-Mobbing unter Kindern und Jugendlichen

Cyber-Mobbing unter Kindern und Jugendlichen ist kein Kavaliersdelikt. Wie können Schule und Lehrpersonen dagegen eintreten?

Laut der CyberMobbing-Broschüre des Service Büros der Jugendinformation in Bremen, gibt es “in fast jeder Schulklasse ein, zwei Mädchen oder Jungs, die ständig verspottet oder schikaniert werden. Weil sie vielleicht etwas dicker oder dünner als andere sind, eine Brille oder nicht die richtigen Klamotten tragen oder einfach nur so…

Mobbing als ein Vorgang, bei welchem ein(e) oder mehrere TäterInnen ihr Opfer psychisch schikanieren, einschüchtern und terrorisieren, ist leider seit Jahren ein weit verbreitetes Problem. Anfangs wurde der Begriff des Mobbings verstärkt in der Arbeitswelt festgemacht, hielt aber in den letzten Jahren immer mehr auch Einzug in Schulen. Durch die Vielzahl an digitalen Medien gewann auch der Bereich des Cyber-Mobbings zusätzlich immer mehr an Bedeutung.

Was versteht man unter Cyber-Mobbing?

Unter dem Begriff Cyber-Mobbing versteht man das bewusste Bloßstellen, Beleidigen, Bedrohen, Belästigen, die Machtausübung über andere oder das Ausgrenzen anderer Menschen mittels digitaler Medien. Dazu zählen zum einen Plattformen im Internet, wie zum Beispiel soziale Netzwerke, Chatforen, diverse Messengerdienste, zum anderen können Cyber-Mobbingattacken ebenso via Handy und verschiedenste Kommunikationsapps, zu denen auch Whatsapp zählt, erfolgen.

Zu Cyber-Mobbing – auch Bullying oder Cyberbullying genannt – verwandte Begriffe sind, Stalking, aber auch Grooming und Happy Slapping. Bei den beiden letzt genannten Begriffen handelt es sich zum einen um die Anbahnung sexueller Kontakte mit Minderjährigen, und zum anderen um das Filmen und Verbreiten von Übergriffen jeder Art.

Durch die breite Funktionalität moderner Handys, Smart- oder Iphones zeichnet sich eine wesentliche Besonderheit von Cyber-Mobbing im Gegensatz zum bisherigen Mobbing ab. Cyber-Mobbing verfügt mittels dieser Medien über eine große – um nicht zu sagen unendliche – Reichweite, Mobbingattacken zu verbreiten. Überdies kann Cyber-Mobbing rund um die Uhr erfolgen und via verschiedenster digitaler Medien binnen kurzer Zeit – anonym – einem großen Publikum zugänglich gemacht werden.

Die Möglichkeiten, andere Personen immer und immer wieder bloßzustellen oder zu kränken und zu verletzen, waren noch nie so vielfältig wie heute. Schikane in Form von Text oder Bild ist in Sekunden und per Knopfdruck bequem und vermeintlich sicher vor Entdeckung von zuhause aus machbar”, verdeutlicht auch der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest in seiner sehr umfassenden JIM-Studie 2014.

Laut der JIM-Studie 2014 werden Jugendliche an erster Stelle in Communities (20%) mit Cyber-Mobbing konfrontiert. An zweiter Stelle wird das Handy (12%) angeführt, dicht gefolgt von Chats (11%).

Zu dieser Reihung kam auch die Cybermobbingstudie des Bündnis gegen Cybermobbing im Frühjahr 2013. An dieser groß angelegten Studie nahmen über 10.000 Eltern, Lehrkräfte, Schüler und Schülerinnen teil.

Laut dieser Studie, stammen die Täter und Täterinnen von Cyber-Mobbing-Attacken zumeist aus dem sozialen Umfeld der eigenen Schule (44%), wozu auch der eigene Freundeskreis miteingerechnet wird.

Dass Cyber-Mobbing kein Kavaliersdelikt ist, und so gut wie immer mit dramatischen Verletzungen der Psyche einhergeht, zeigt sehr berührend der Filmausschnitt aus dem Film *Cyberbully – Mobbing im Internet*.

Doch nicht immer geht der Psychoterror via digitale Medien so glimpflich aus. Häufig endet dieser tatsächlich mit Selbstmord seitens des gequälten Opfers.

Welche Motive haben jugendliche Täter und Täterinnen?

Als Motive nennen Jugendliche sehr oft Langeweile, Ausübung von Macht, Revanche, Aufmerksamkeit, “IN sein” und Eifersucht. Die meisten Jugendlichen fühlen sich durch die Anonymität sicherer als bei traditionellem Mobbing. Viele von ihnen glauben und behaupten, dass sie durch diese Anonymität nicht zur Rechenschaft gezogen werden können, und müssen demnach dem Opfer nicht in der Realität gegenüberstehen.

Prävention und Intervention

Es ist nur sinnvoll Anzeige bei der Polizei zu erstatten, wenn der Täter oder die Täterin von Cyber-Mobbing bekannt ist. In den meisten Fällen verfasst der oder die MobberIn beleidigende Einträge leider nicht unter dem eigenen Namen. Dadurch wird die Ermittlungsarbeit schwieriger. Bei Verdacht müssen die Internetbetreiber der Polizei zwar die IP-Adressen herausgeben, doch dies hat leider wenig Sinn, wenn die Angriffe zum Beispiel aus einem Internet-Cafe getätigt wurden.

Bei Cyber-Mobbing wird gegen folgende Straftatbestände verstoßen: Beleidigung, Verleumdung, Nötigung, Verletzung des höchst persönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen.

Vorallem bei Cyber-Mobbing geht es nicht nur um ein Problem, welches sich auf einen virtuellen Raum beschränkt, sondern man muss diese Problematik in einem Gesamtkontext von Schule, Freunden und Familie sehen.

Ein wichtiger Punkt wäre, dass die Eltern besser über dieses Thema aufgeklärt werden, um anschließend bei der Bewältigung dieser schwierigen Situation ihrem Kind zur Seite stehen zu können. Doch leider stellt sich hier die Problematik, dass die Erwachsenen oft nicht die Fähigkeit im Umgang mit den neuen Medien haben. Natürlich erkennen dies die Jugendlichen, und haben dadurch kein Vertrauen in die Ratschläge der Erwachsenen.

Wohin können sich Kinder und Jugendliche wenden?

Kinder und Jugendliche, welche Opfer von Cyber-Mobbing geworden sind, können unter folgenden Adressen Hilfe in Anspruch nehmen:

Wie kann die Schule Cyber-Mobbing vorbeugen?

Das Allerwichtigste ist, dass die SchülerInnen ihr Selbstbewusstsein stärken. Sie sollen lernen, selbstbewusst und selbstbestimmt aufzutreten und herausfinden, wie sie sich in schwierigen Situationen verhalten können. SchülerInnen, welche ein gesundes Selbstbewusstsein haben, oder daran gearbeitet haben, nehmen Angriffe viel gelassener und können um einiges besser mit Mobbing – Attacken umgehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Schüler und Schülerinnen schon sehr frühzeitig lernen, wertschätzend miteinander umzugehen. Einerseits um dadurch Cyber-Mobbing möglichst gänzlich zu verhindern, und andererseits um im Fall einer Mobbing-Attacke füreinander einzutreten bzw. sich gegenseitig beizustehen. Unter dem Begriff Peer – Modelle versteht man, dass manchmal Attacken lieber mit einer gleichaltrigen Person besprochen und behandelt werden, als diese mit einer älteren Person zu besprechen.

Auch das Verhältnis zwischen Lehrenden und den SchülerInnen ist ein wichtiger Punkt. Wenn zwischen diesen beiden Personenkreisen eine gute Vertrauensbasis herrscht, kann möglichst früh bei einer Cyber-Mobbing Attacke gehandelt werden.

Eine wichtige Aufgabe der Schule wäre, das Thema Cyber-Mobbing in der Hausordnung transparent zu gestalten und zu thematisieren.

Um anonym von Mobbing-Fällen  zu berichten, kann die Schule einen sogenannten “Briefkasten – Kummerkasten” anbieten. Wichtig ist in dieser Situation, dass dieser Kummerkasten gut kommuniziert und regelmäßig überprüft wird. Was aber beachtet werden muss ist, dass dieser Kummerkasten durch die Anonymität zum “Anschwärzen” von anderen SchülerInnen missbraucht werden könnte.

Wie können die Schulleitung und Lehrpersonen bei Fällen von Cyber-Mobbing vorgehen?

Falls ein Fall bezüglich Cyber-Mobbing in einer Schule auftritt, muss die Schulleitung und der Klassenvorstand sofort reagieren.

Folgende Schritte sind zu Beginn abzuklären:

  • Was genau ist vorgefallen?
  • Welche Personen sind beteiligt?
  • Wie schwer ist das Delikt?

Zu Beginn ist es wichtig, dass das Opfer – und wenn bereits gefunden – der Täter oder die Täterin aufeinander treffen, und unter Beisein eines Vertrauenslehrer oder -lehrerin versucht wird, ein Gespräch zu führen. Ob es eine “Wiedergutmachung” benötigt, muss das Opfer selbst entscheiden. Von Vorteil wäre es, dass auch die Eltern eingebunden werden.

Das Thema Cyber-Mobbing könnte auch bei einem Elternabend behandelt werden. Viele Eltern wissen nicht einmal, was man unter dem Begriff Cyber-Mobbing versteht.

Ein weiterer Schritte, welcher von dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin getätigt werden soll ist, dieses Thema in den Klassen zu thematisieren und zu besprechen. Auch der Umgang mit dem Thema Handy im Unterricht, ob es nicht einfach abgedreht bleibt, um solche Fälle zu vermeiden, sollte besprochen werden.

Ebenso sollte ein Präventionsteam, beziehungsweise die Polizei hinzugezogen werden. Dies macht dann Sinn, um einschätzen zu können, ob rechtliche Schritte eingeleitet werden sollen oder nicht.

Beratungsstellen für die Schule:

Weitere Seminarblogs zum Thema Cyber-Mobbing:

14 Mrz

Wie kann man Kinder in der Volksschule auf den Umgang mit persönlichen Fotos und Informationen im Internet vorbereiten?

Medienerziehung ist ein Unterrichtsprinzip, welches nach den allgemeinen didaktischen Grundsätzen kindbezogen und anschaulich aufbereitet werden sollte.

Persönliche Informationen werden meist auf sozialen Netzwerken geteilt, die umfangreiche Privatsphäre-Einstellungen anbieten. Diese Funktionen könnten im Unterricht vorgestellt und direkt getestet werden (z.B. wie das eigene Benutzerprofil nur für Freunde sichtbar ist oder einzelne Inhalte nur für bestimmte Personen abrufbar sind). Hierbei ist zu beachten, dass Kinder im Volksschulalter „kaum bis gar nicht in der Lage sind, die Konsequenzen ihres Handelns in sozialen Netzwerken einzuschätzen“ (vgl. https://www.saferinternet.at/datenschutz/). Folglich sollte auf die vielfältigen Gefahren im Internet hingewiesen werden. Saferinternet.at schlägt unter anderem auch vor, dass sich die Kinder bei kostenfreien Portalen wie Facebook besser unter einem Nicknamen aktiv sein sollten oder statt ihres Nachnamens ihren zweiten Vornamen verwenden, sodass sie nur von Freunden und nicht von Unbekannten gefunden werden können. Eine weitere Möglichkeit ist es, spezielle Profile gemeinsam einzurichten. Dabei sollten möglichst gute Privatsphäre-Einstellungen gewählt werden. Die Eltern sind dabei einzubinden und beispielsweise an einem Elternabend gezielt darüber zu informieren.

Das Hochladen von Fotos ist im österreichischen Urheberrecht geregelt: Neben dem Recht am eigenen Bild (§78, vgl. http://www.internet4jurists.at/urh-marken/urh01.htm#78) dürfen Fotos andere Personen nicht in ihrer Würde oder Interessen verletzen. Diese juristische Grundvoraussetzung kann den Kinder mit empathischen Überlegungen nähergebracht werden: Wenn ich statt jemand anderes auf diesem Foto abgebildet wäre, würde ich das Foto dann auch hochladen? Möchte ich, dass meine Freunde und eventuell Unbekannte diese Fotos sehen und mich darauf erkennen? Zudem sind einmal im Internet veröffentlichte Daten nur sehr schwierig wieder zu entfernt werden: „Selbst gelöschte Texte und Fotos oder abgeschaltete Webseiten lassen sich über den Cache von Suchmaschinen oder über Internet-Archive finden. Außerdem ist nie klar, wer einen Text oder ein Foto ohne Wissen des Urhebers bereits weiterverbreitet hat.“ (Quelle: http://www.internet-abc.at/eltern/gefahren-internet.php).

Die Gefahr, in Abofallen zu tappen oder vermeintliche Gratisangebote abzuschließen, kann mit dem Unterrichtsprinzip Wirtschaftserziehung (einschließlich Sparerziehung und Konsumentenerziehung) verbunden werden. So bieten viele bei Kindern beliebte Firmen auch Webseiten mit eigenen Kinderwelten an; vordergründig sollen diese Inhalte den Kindern Spaß machen, doch „weit häufiger geht es darum, aus Kindern längerfristig Käufer zu machen durch aggressives Merchandising, Gewinnspiele oder Verlosungen.“ (vgl. http://www.internet-abc.at/eltern/gefahren-internet.php)

In unserer wirtschaftlich orientierten Welt gibt es fast nichts „kostenlos“, entsprechende Angebote für „Gratis“-Klingeltöne oder -Software sollten zusammen mit anderen Werbeversprechen kritisch hinterfragt werden. Als sichere Alternativen bieten sich diverse spezielle Kinderportale an, die nicht kommerziell betrieben werden:

Übersicht verschiedener Portale: http://www.kinderbrauser.de/links/tipps/kinderportale/
Spezielle Startseite für Kinder: http://desktop.meine-startseite.de/
Suchmaschine für Kinder: http://www.blinde-kuh.de/ und http://www.fragfinn.de
Webseite von Was ist Was: http://www.wasistwas.de/
Über 1700 Kinderspiele: http://www.blinde-kuh.de/spiele/links.html
Kindernachrichten: http://www.baeren-blatt.de/nachricht.php5
Fernsehen für Kinder (ZDF): http://www.tivi.de/
Die Seite mit der Maus: http://www.wdrmaus.de/
ARD für Kinder: http://www.ard.de/home/kinder/ARD_Kinder/22092/index.html

Natürlich gibt es auch ein speziell auf Kinder zugeschnittenes Angebot an Chaträumen und Instantmessengern, wie z.B. die von der Universität Leipzig erstellte und vom Deutschen Bund geförderte Webseite „Seitenstark“: http://seitenstark.de/chat/

Weiterführende Links:
http://www.internet-abc.at/eltern/gefahren-internet.php
https://www.saferinternet.at/datenschutz/
https://www.saferinternet.at/fuer-lehrende/
http://jugendschutz.net/
http://www.schau-hin.info/extrathemen/datenschutz.html
http://mediamanual.at/

24 Jan

Copyright-Handbuch für Lehrer

Viele Lehrer fertigen von urheberrechtlich geschützten Werken Kopien an und verteilen sie an die Schüler; auch mit der Vorführung von Filmen sowie dem Abspielen von CDs gestalten sie den Unterricht.  Vorsicht: Lehrer müssen sich wie alle anderen Personen an die Regeln des Urheberrechts halten.

Manche Pädagogen glauben, für den guten Zweck der Bildung könnten sie sämtliche Medien bedenkenlos vervielfältigen und uneingeschränkt Video- und Tonaufnahmen präsentieren. Das stimmt aber nicht, sie müssen ebenfalls das Urheberrecht beachten.

Lehrer dürfen von den sogenannten grafischen Aufzeichnungen von Werken der Musik nur Kopien anfertigen, wenn es sie seit mindestens zwei Jahren nicht mehr käuflich zu erwerben gibt.

Liberaler zeigt sich der Gesetzgeber bei Texten, zum Beispiel bei Büchern. Pädagogen dürfen kopieren, wenn diese Teile höchstens 12% des Gesamtwerks und nicht mehr als 100 Seiten ausmachen. Brauchen sie für den Unterricht längere Textausschnitte, müssen sie das Buch kaufen. Vom Hochladen von Texten auf frei zugängliche Homepages sollten Lehrer Abstand nehmen, das gilt auch für Schulbücher und Aufgabenhefte. Das kann auch bei kürzeren Ausschnitten hohe Strafen nach sich ziehen, die auch ein Anwalt nicht abwehren kann.

Bei der Aufführung von Filmen handelt es sich dagegen um eine Grauzone, es mangelt an eindeutigen Bestimmungen sowie an einer genaueren Rechtsprechung. Auf der sicheren Seite befinden sich Lehrer nur, wenn sie ein von der Schule erworbenes Werk verwenden. Dieses hat die Schule explizit für diesen Zweck gekauft, Probleme können nicht entstehen. Das sieht anders aus, wenn Lehrer eigene Filme in die Schule mitbringen. Grundsätzlich darf jeder Filme zeigen, sofern dies im nicht-öffentlichen Rahmen vor miteinander verbundenen Personen stattfindet.

Verletzungen des Urheberrechts können Lehrern und Schulen teuer zu stehen kommen. Deswegen sollten sie die klaren Bestimmungen zum Beispiel bei Büchern und Noten befolgen. Es ist von größter Bedeutung sich mit diesem Thema intensiv auseinander zu setzen, es sind nur ein paar Klicks notwendig und schon kann die Falle zuschnappen.

Quellen:Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen (LMZ Baden-Würtemberg: Urheberrecht in der Schule ->  http://tinyurl.com/2x2gtk  (Aufgerufen am 24.1.2015 um 16:21)

Rainer Fankhauser, Walter Olensky, Urheberrecht und Schule -> http://tinyurl.com/27m5jd  (Aufgerufen am 24.1.2015 um 16:30)

18 Jan

Was sind die Ziele der Medienpädagogik?

Ziele der Medienpädagogik

 

  • Aktive Teilhabe an Kommunikationsnetzen
    Demokratie erfordert die aktive Teilhabe der Bürger und Bürgerinnen. Freie digitale Informations- und Kommunikationsnetze bieten dazu weitreichende kommunikative, soziale und kreative Möglichkeiten. Neben den Chancen birgt hier die Verarbeitung personenbezogener Daten in Informations- und Kommunikationsnetzen auch Risiken und Gefahren für die Einzelnen.

Medienkompetenz ist daher für die Teilhabe im gesellschaftlichen und bürgerschaftlichen Leben, für die Wahrnehmung der Meinungsfreiheit als grundlegendes Menschenrecht eine wesentliche Voraussetzung.
Im Sinne einer Stärkung der Meinungs- und Wertevielfalt sollte Medienkompetenz umfassend gefördert werden, um analytische Fähigkeiten zu entwickeln, die ein besseres Verständnis von Demokratie und Meinungsfreiheit sowie die aktive Teilhabe an netzwerkbasierter, medial vermittelter Kommunikation ermöglichen.

  • Mediennutzung
    Medienerziehung soll die Schüler/innen durch Vermittlung kritischer Einsicht in die Kommunikationsphänomene zu einem in ihrem jeweiligen Lebensbereich möglichen bewussten und mitbestimmenden Medienhandeln führen. Medienhandeln setzt voraus, dass Menschen in jeder Kommunikationssituation mit Medien aktiv sind. Das bedeutet, dass sie im Rahmen der Mediennutzung ihre eigene Bedeutung in der Interaktion mit dem jeweiligen Medium aushandeln. Daher soll Medienerziehung, ausgehend von der persönlichen Disposition des Schülers/der Schülerin unter Berücksichtigung der sprachlichen Voraussetzungen, neben dem kognitiven auch den affektiven Bereich mit einschließen. Sie soll dem Schüler/der Schülerin helfen, die eigenen Rollenerwartungen zu überdenken und seine/ihre eigenen Kommunikationsbedürfnisse und -defizite zu erkennen.
    Die Schüler/innen sollen weiters erkennen und erleben, dass Massenmedien gezielt Bedürfnisse zu konsumorientiertem Verhalten wecken. Sie sollen erkennen, dass neue Formen der Netzwerk- und Massenkommunikation ihre Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung am wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Leben erweitern. Ferner sollen sie erkennen und erleben, dass die elektronischen Medien neue Formen der Mitbestimmung ermöglichen und eine Erweiterung der Handlungsräume eröffnen.
  • Kommunikation mit und durch Medien
    Die Schüler/innen sollen durch Medienerziehung befähigt werden, sich in einer Welt zurechtzufinden, über die sie zum großen Teil durch Medien informiert werden. Es soll ihnen bewusst gemacht werden, dass die Medien beträchtlich zu ihrer politischen Urteilsbildung beitragen. Sie sollen erkennen, dass die Expansion von Kommunikationstechniken den Menschen erhöhte Ausdrucks- und Partizipationschancen am politischen Leben durch „direkte“ Demokratie per Knopfdruck, bessere politische Information, bessere Information durch Behörden ermöglicht, gleichzeitig sollen sie aber erfahren, dass ebenso durch Kommunikationsmedien Menschen durch zunehmende Passivität von einer direkten Beteiligung am politischen Leben abgehalten, von politischen Konflikten abgelenkt und durch finanzkräftige Interessengruppen politischen Manipulationen ausgesetzt werden können. Sie sollen lernen, wie sie selbst Medien zu kritischer Urteilsbildung nutzen und dadurch ihre Handlungskompetenzen stärken. Sie sollen erfahren, dass die Medien nicht nur als Vermittler fiktiver Welten, sondern auch in der Abbildung der Wirklichkeit eine eigene Wirklichkeit schaffen. Die Schüler/innen sollen erkennen, dass diese gestaltete Wirklichkeit nicht wertneutral sein kann. Sie sollen die Struktur, die Gestaltungsmittel und die Wirkungsmöglichkeiten der einzelnen Medienarten erkennen und sollen verstehen, welche Inhalte vorwiegend von welchen Medienarten vermittelt werden. Dabei soll ihnen bewusst werden, dass identische Inhalte unterschiedlich präsentiert werden und folglich unterschiedliche Wirkungen haben.Medienerziehung soll das Bewusstsein für die vielfach einseitige und klischeehafte Darstellung von sozialen und geschlechtsspezifischen Rollen durch die Medien wecken. Schüler/innen sollen für die Frage sensibilisiert werden, inwiefern die Medien den vielfältigen Lebensalltag (z. B. Verhältnis Frau – Mann, Untergebene(r) – Chef/in, Jugendliche – Ältere) realitätsgerecht vermitteln. Sie sollen erkennen, dass soziale und geschlechtsspezifische Rollen der Stereotypisierung unterliegen.

    Können die Medien allein auch nicht unbedingt einen Wandel bezüglich der Auffassung von der Rollenverteilung in unserer Gesellschaft bewirken, so kommt ihnen dennoch eine bedeutsame Rolle in der Beeinflussung und Aufklärung der Öffentlichkeit zu. Indem sie bestimmte Wertvorstellungen reflektieren, tragen sie zur Aufrechterhaltung herrschender Vorstellungen bei und können gewisse Ideen, Leitbilder und Anschauungen noch verstärken bzw. abschwächen.

  • Medien als Wirtschaftsfaktor oder als Institution
    Die Schüler/innen sollen erkennen, dass wirtschaftliche, technische, gesellschaftliche und ideologische Voraussetzungen sowie unterschiedliche Organisationsformen (öffentlich-rechtliche oder privatwirtschaftliche) ganz bestimmte Formen der Herstellung, Verteilung und auch bestimmte Kriterien zur Auswahl und Darstellung der vermittelten Inhalte bedingen. In diesem Zusammenhang kann auf die Arten der Nachrichtenbeschaffung, die Finanzierung durch Seher- und Hörergebühren und durch Werbung sowie auf das Spannungsverhältnis zwischen importierten und heimischen Medienprodukten hingewiesen werden.
    Auch die Rolle der Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations, PR) als Partner und Informationslieferant der Medien soll behandelt werden. Public Relations stellen unter anderem den offenen, langfristigen Dialog zwischen den Gruppen der Gesellschaft (Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Sozialbereich, Sport usw.) und den Medien her.
    Dabei sollen Begriffe wie Unabhängigkeit, Objektivität, Glaubwürdigkeit, Meinungsvielfalt, Manipulation usw. kritisch durchleuchtet werden.
  • Eigene Medienschöpfungen
    Im Sinne von Handlungs- und Erfahrungslernen sollen die Schüler/innen im Rahmen der Medienerziehung zur Herstellung von eigenen Medienarbeiten und netzwerkbasierten Medienprojekten ermutigt werden.
    Medienmachen allein ist jedoch – so verdienstvoll es auch für eine Reihe von Lernzielen sein mag – noch keine Medienerziehung. Erst wenn die praktische Tätigkeit mit einer kritischen Reflexion über den kreativen Herstellungsprozess und das Produkt selbst gekoppelt wird, kann von einer medienpädagogischen Arbeit gesprochen werden. Die Reflexion kann sich u.a. beziehen auf die Erfahrungen, die im sozialen Bereich gesammelt werden, auf die Produktion von Bedeutung, die die Grundlage von Medienmachen ist, u.v.m. Damit soll sichergestellt werden, dass das Medienmachen in einen bewussten Erkenntnisgewinn mündet.

 

LG eure Videoten 😉

 

Benjamin Schubert, Jennifer Kellner, Martin Zorzi, Raphael Zimmermann

08 Dez

Was muss beachtet werden, wenn persönliche Fotos im Internet / aus dem Internet veröffentlicht werden sollen / verwendet werden sollen?

Es muss einiges beachtet werden, wenn man Fotos im Internet veröffentlichen möchte, oder Fotos aus dem Internet weiterverwenden will – vor allem wenn darauf Personen im privaten Rahmen abgebildet sind:

  1. Bei der Gestaltung einer Website / eines Blogs beachten:
    Dass Urheberrechte Dritter an Fotos, Videos, Musik, Texten, Computerprogrammen oder auch Landkarten (Anfahrtsplan) nicht verletzt werden. Ohne Zustimmung des Urhebers bzw. des Rechteinhabers dürfen solche Inhalte nicht auf die Website / den Blog geladen werden.
  2. Fotos von anderen Personen weiterverwenden:
    Fremde Fotos sollte man auf keinen Fall einfach verwenden. Fotos stehen auch dann unter Urheberrechtsschutz, wenn sie nur ganz primitiv sind. Bei Grafiken und Texten kommt es darauf an, ob sie Werkcharakter im Sinne des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) genießen, d.h. eine sogenannte eigentümliche geistige Schöpfung darstellen.
  3. Darf man fremde Personen ohne Rücksprache fotografieren und die Bilder veröffentlichen?
    Nach § 78 UrhG dürfen Bildnisse von Personen nicht veröffentlicht werden, wenn dadurch „berechtigte Interessen des Abgebildeten verletzt werden“. Insbesondere soll damit jedermann gegen Missbrauch seiner Abbildung in der Öffentlichkeit geschützt werden, insbesondere in Form von Bloßstellung, Entwürdigung, Herabsetzung. Personenfotos dürfen vor allem nicht in einen negativen Zusammenhang gebracht werden; dabei kann es auch auf den Text im Zusammenhang mit dem Bild ankommen.
  4. Wenn ich Fotos die Schüler bzw. Schülerinnen zeigen veröffentlichen möchte, wer muss die Zustimmung dafür geben?
    Manche Motive bedürfen keiner extra Zustimmung, beispielsweise wenn ein Gebäude fotografiert wurde, und dabei auch Personen zu erkennen sind. Aber umso privater das Foto ist, umso eher muss (oder in manchen Fällen auch: sollte)  die abgebildete Person persönlich zustimmen. Also auch bei Volksschulkindern muss man die Genehmigung jedes einzelnen Kindes einholen, wenn z.B. Fotos einer Schulfeier veröffentlicht werden sollen. Dazu kommt, dass bei Minderjährigen noch zusätzlich die Erziehungsberechtigten ihr Einverständis geben sollten.

Verwendete Quelle:
http://www.internet4jurists.at/urh-marken/faq_urh1a.htm

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Eigene Meinung:

  • Bilder auf denen Menschen (insbesondere Minderjährige) der Hauptbildinhalt sind, sollten niemals einfach ohne Genehmigung ins Internet gestellt werden.
  • Immer zuvor mit den abgebildeten Personen und ggf. auch mit den Eltern abklären. Am Besten schriftliche Einverständiserklärungen einholen und auch über Details sprechen (möchten die Eltern es z.B. allgemein erlauben, dass Fotos von ihren Kindern im Internet veröffentlicht werden, oder möchten sie bestimmte Fotos davon ausnehmen – z.B. Fotos die Kinder in Badesachen zeigen).
  • Fotos von anderen Personen nur verwenden, wenn diese es ausdrücklich erlaubt haben.

Begründung:

  • Diese Vorgangsweise ist vor allem wichtig, um gesetzeskonform zu handeln und im Nachhinein nicht für das veröffentlichen der Fotos belangt werden zu können.
  • Außerdem ist es wichtig, um zu verhindern, dass Personen bloßgestellt werden bzw. um zu verhindern, dass ein Urheberrecht verletzt wird.
  • Und es sinnvoll für ein besseres Auskommen mit den beteiligten Personen bzw. deren Eltern, diese vor einer Veröffentlichung um Erlaubnis zu fragen.

 

Autoren: Bernhard Mandl, Verena Schmirl

25 Nov

Wann und wie darf ich Schülerfotos veröffentlichen?

„Auch die Veröffentlichung von Schüler-/Studentendaten bedarf der Zustimmung durch den Betroffenen – bei minderjährigen Schülern kann diese Zustimmung ersatzweise durch die Erziehungsberechtigten erfolgen – Schülerfotos unterliegen zusätzlich Urheberrechtsbeschränkungen – Erleichterte Kommunikation ist kein ausreichender Grund zur Veröffentlichung persönlicher Daten und Bilder “ (siehe ARGE Daten   http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=35049aac

von: Hannah Mühlhofer, Julia Teubel, Monika Reithmayr