28 Jan

IoT – Smartwatch, Fitnesstracker und Datenschutz

(c) Nadine Andreas

Du hast dich schon öfter gefragt, ob du dich heute schon genug bewegt hast oder wie viele Stockwerke du heute schon gemeistert hast? Dann ist eine Smartwatch oder ein Fitness-Tracker genau das richtige für dich. Heutzutage gehört zum perfekt ausgestatteten Smartphone unbedingt auch eine passende Computer Uhr, doch wie gehen diese Devices mit deinen persönlichen Daten um? 

Diese und weitere Fragen werden dir in den nächsten Zeilen beantwortet. 

Was ist die Smartwatch überhaupt?

Eine Smartwatch ist prinzipiell eine schlaue Armbanduhr, die zusätzliche Funktionen, wie das Verbinden mit dem Handy durch Bluetooth oder das Aufzeichnen von Aktivitäten besitzt. 

Benachrichtigungen, welche auf das Smartphone kommen, werden im selben Augenblick auch auf der Smartwatch abgebildet, sodass einem wirklich kein Anruf mehr entgehen kann. 

Diese neue Technologie entwickelt sich permanent weiter, sodass die Nachfrage stetig steigt. In den letzten Jahren wurden rund 80 Millionen Exemplare verkauft und die Zahl steigt rasant. 

Viele NutzerInnen können auf ihren treuen Begleiter am Handgelenk genauso wenig verzichten, wie auf das geliebte Handy.  

Fitnesstracker 

Ein Fitnesstracker ist ein kleines Gerät, das meist wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen wird. Sie soll dadurch zu einem gesünderen und aktiveren Lebensstil verhelfen. 

Es zeichnet mittels Sensoren verschiedene Daten wie Schrittanzahl, hinterlegte Distanzen, Schlafenszeiten, verbrauchte Kalorien, Herzfrequenz und vieles mehr auf. 

Meist gibt es zum Tracker passend eine Smartphone-App. Dort kann der Nutzer dann Aufzeichnungen einsehen, vergleichen und kontrollieren. In den meisten Apps können noch konkrete Personenangaben wie Alter, Geschlecht, Gewicht etc. ergänzt werden. 

Vorteile des Fitnesstrackers

Als Nutzer bekommt man durch die Aufzeichnungen der Daten ein Bild über das eigene Bewegungsverhalten. Dadurch wird ein besseres Körperbewusstsein geschaffen. 

Dokumentiert man zudem sein Essverhalten in der dazugehörigen App, können auch Rückschlüsse über die Ernährung gezogen werden. 

Fitnesstracker motivieren zudem, mehr Sport und Bewegung in den Alltag zu bringen. So können die Aufzeichnungen über verbrannte Kalorien, gelaufene Schritte und hinterlegte Kilometer ein enormer Ansporn sein, sich Tag für Tag zu verbessern. Die motivierende Wirkung kann verstärkt werden, wenn man die Daten zusätzlich auf sozialen Netzwerken teilt. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Bedienung einer solchen Uhr kinderleicht ist. Es bedarf keinerlei technisches Vorwissen, um einen Fitnesstracker bedienen zu können. 

Selbst für die Übertragung auf das Smartphone reicht oftmals eine aktive Bluetooth Verbindung. (vgl. Zaeh Pauline, 09.Jänner 2019. Fitnesstracker – Pro und Contra für die Kontrolle. Verfügbar unter https://www.gesund-vital.de/fitnesstracker)  

Welche Vorteile bietet eine Smartwatch?

So genannte Wearables bringen enorme Vorteile mit sich.

Denkt man an ländliche Regionen und die Versorgung älterer, chronisch kranker Menschen, so bietet die Smartwatch eine rasche, elektronische Hilfestellung. 

Es ist zum Beispiel denkbar, dass die Geräte (in Zukunft) einen Notruf absetzen, wenn der Patient einen Herzstillstand erleidet. 

Welche Nachteile und Gefahren bringt die Smartwatch mit sich?

Nicht alle Messungen, die von den Trackern ausgehen, sind immer korrekt. Es werden auch einige Fehlmessungen gemacht, die beängstigend wirken können oder auch unberechtigte Glücksgefühle hervorrufen. 

Außerdem kann es zu einem Verlust des eigenen Körpergefühls kommen, da der Fokus zu stark auf Zahlen gelegt wird. Dem Gerät wird hier mehr Vertrauen geschenkt als dem eigenen Körper. 

Der größte Nachteil ist, jedoch die nicht garantierte Datensicherheit. Besonders bedenklich wird es, wenn die Smartwatch die Daten nicht einmal anonymisiert, bevor sie weitergegeben werden. In dem Fall kann auch auf dem Server der Hersteller nachvollzogen werden welcher Datensatz zu welchem Tracker gehört. 

Datensicherheit 

Vor allem der Einsatz von Bluetooth stellt eine Sicherheitslücke da und macht Smartwatches und Fitnesstracker angreifbar. Wenn man sein Smartphone bzw. das verwendete Gerät und dessen App regelmäßig updatet, hilft dies auch vor äußeren Angriffen besser geschützt zu sein. Auch das unreflektierte zeigen des Standortes oder der Gesundheitsdaten können zum Problem werden. So kommt es schnell zu großen Datenmengen, die von einem selbst gesammelt werden, wann man sich wo befindet, wo man einkaufen geht, welchen Schlafrhythmus man hat, seine Schrittanzahl, der Blutdruck und viele weitere.  Neben diesen wahrscheinlich oft bekannten gesammelten Daten, können Cyberkriminelle auch die Bewegungen der Hand mittels des Gyroskops (Kreiselinstrumente zur Navigation bzw. für GPS Daten) einsehen. So können relativ genau PIN Eingaben an Bankomaten, oder eingegebene Passwörter aber auch Entsperrungsmuster fürs Tablet oder Smartphone herausgefunden werden.

Wenn man sich vor Missbrauch der persönlichen Daten schützen möchte, sollte man ein Augenmerk auf Datensparsamkeit achten. Das meint, dass man sich ansieht welche Berechtigungen die Tracking App verlangt und diese gegebenenfalls einschränkt. Denn oft wollen diese viel mehr Zugriff, als sie eigentlich für die Durchführung brauchen.

Tipps, wie du deine Daten auf der Smartwatch oder dem Fitness-Tracker schützt:

  • Informiere dich vor dem Kauf über die Datensicherheit, deines Geräts.
  • Lies die Datenschutzhinweise und entscheide dann, ob du diese akzeptieren möchtest. 
  • Schränke die Berechtigungen von verschiedenen Apps ein, die du nicht benötigst. 
  • Trage deine Smartwatch nur, wenn du sie tatsächlich verwendest.

Ein Ausblick in die Zukunft 

Auch Krankenkassen haben begonnen, die Vorteile einer solchen Uhr zu nutzen. 

So werden Mitglieder, die bereit sind, ihre Gesundheitsdaten mit der Krankenkasse zu teilen mit Sondertarifen oder Boni belohnt. 

Dies spornt die Nutzer/Innen an, ihren Alltag aktiver zu gestalten. Eine aktive, gesundheitsbewusste Gesellschaft spart dem Gesundheitssystem wiederrum erhebliche Kosten. 

Auch der Arbeitgeber ist an der Gesundheit seiner Mitarbeiter interessiert, da er krankheitsbedingte Fehltage möglichst eingrenzen möchte. 

Möglich wären also auch hier diverse Boni oder Zuschüsse, um einen aktiven Lebensstil der Mitarbeiter/Innen zu fördern. Denkbar wären zum Beispiel Zuschüsse für die Mitgliedschaft im Sportstudio.  

In den USA und Kanada werden die gesammelten Daten stellenweise bereits als Beweismittel vor Gericht zugelassen. In einem Fall konnte nachgewiesen werden, dass die Klägerin entgegen ihrer Angaben nicht geschlafen hatte, sondern die ganze Nacht wach gewesen war. Eine andere Nutzerin untermauerte ihren Anspruch auf Schadensersatz nach einem Autounfall mit den Daten aus ihrem Fitnesstracker, mit denen sie zeigte, dass ihre körperliche Aktivität seit dem Unfall eingeschränkt war. Hieran zeigt sich das Potenzial der Fitnesstracker als Beweismittel. Im Interesse der Wahrheitsfindung und der Gerechtigkeit sind neue, elektronisch aufgezeichnete Beweise sicherlich begrüßenswert.
Doch all diese Möglichkeiten eröffnen auch völlig neue Gefahrenbereiche. (Kendra Karp, Universität Hamburg, 2016). 

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=b9B-7ZQR8hY

Unser Audio Podcast zum Thema Smartwatch und Fitnesstracker im Gespräch mit einem Fachmann:

Literatur:

https://www.datenschutz.org/datenschutz-bei-smartwatch-und-fitness-tracker-problematisch/ (Abgerufen am 07.01.20)

https://www.smartwatch.de/was-ist-eine-smartwatch/ (Abgerufen am 07.01.20)

http://rechtundnetz.com/wie-gehen-fitnesstracker-mit-daten-um/ (Abgerufen am 07.01.20)

https://www.gesund-vital.de/fitnesstracker (Abgerufen am 20.01.20)

Verfasst von: Lisa Fischer, Nadine Andreas, Natalie Brunner

20 Jan

Überwachung und Datenschutz

Für die allgemeine Sicherheit und zur gleichen Zeit gegen unsere Privatsphäre

Überwachung

Tag für Tag sind wir mit Überwachungssystemen konfrontiert. Das Smartphone, der Computer, Smart-Speaker oder die schon gesellschaftlich akzeptierten Überwachungskameras. Wir schenken ihnen unser Vertrauen. Wir geben intime Daten preis und hoffen, dass diese der Geheimhaltung unterliegen. Doch inwiefern wird diese Hoffnung erfüllt und beruht dieses Vertrauen auf Gegenseitigkeit?

In der modernen Welt spielt sich vieles nur noch in der virtuellen Welt ab. Der Kalender, die Uhr, die Kommunikation, das Abrufen von Informationen. Das sind nur kleine Teilbereiche die wir abgeben und trotzdem verstecken sich so viele kleine Informationen in ihnen. Diese Daten, die wir preisgeben, werden gesammelt und aus vielen kleinen Teilen wird ein großes Bild. Es stellt uns dar. Jedes noch so kleine Geheimnis, Interessen und Vorlieben sind gespeichert. Auch wenn wir uns nicht erinnern können was uns vor 10 Jahren beschäftigt hat, das Internet weiß es. Es speichert alles und alles was wir jemals gesucht haben oder notiert haben, in unseren kleinen praktischen Computer, bleibt erhalten.
Ein wenig beunruhigend oder?
Dieses unendliche Vertrauen, das wir aufbringen, wird es erwidert? Wieso benötigen wir Überwachungskameras? Warum wird jede noch so kleine Information gespeichert? Es ist ein einseitiges Vertrauen, bei dem wir Glück haben können, wenn es nicht missbraucht wird.

Doch selbstverständlich nutzen und missbrauchen auch Staaten und Sicherheitsbehörden die Möglichkeiten moderner Informationstechnik. Dabei greifen diese nicht nur auf eigene Datensammlungen und Überwachungsprogramme zurück, sondern haben auch Zugriff auf deutlich umfangreichere Datenmengen, die Unternehmen wie Mobilfunkanbieter, Google, Facebook und noch mehr aus kommerziellen Gründen über uns anlegen. Doch Unternehmen liefern den Sicherheitsbehörden nicht nur unsere Daten, sondern entwickeln und verkaufen auch verschiedenste Auswertungs- und Überwachungstechniken.

Dank ausspionierender Unternehmen und Konzerne, hat die Wirtschaft mit ihren erheblich größeren Ressourcen oft viel mehr und qualitativ besseres an Daten zu bieten, als viele Polizeidatenbanken. Durch entsprechende Gesetze zur Herausgabe solcher Informationen, teilweise auch der Pflicht zum Speichern sowie allgemein Behörden gegenüber sehr auskunftsfreudiger Unternehmen können sich die staatlichen Stellen so manche aufwendige Verfahren sparen.

Wir tragen maßgeblich dazu bei, dass wir zu jeder Zeit auffindbar sind und dass wir leicht durchschaubar sind. Für einen Normalsterblichen hat dies meist keine Bedeutung. Denn weder den Polizeibeamten noch jemand anderen wird es interessieren ob Sie heute Pasta oder doch lieber Salat essen. Doch kriminelle Organisationen kommunizieren immer mehr über digitale Medien und genau hier wird es spannend. Denn auch sie geben mit jeder Nachricht und jeder Google-Suche etwas von sich preis. Werden diese Informationen gesammelt und zusammengezählt kann schnell ein Verbrechen aufgedeckt werden. Das würde der Gesellschaft zu Gute kommen. Hier sehe ich den Überwachungsaspekt als etwas Positives an. Es schützt mich und mein Umfeld. Ich fühle mich sicherer und wenn ich Hilfe benötige ist sie innerhalb von Minuten an Ort und Stelle. Dabei hilft mir auch mein handlicher Computer.

Es besteht durchaus eine gute Seite, wenn wir über Überwachung sprechen. Die grundsätzliche Intention liegt darin, dass Gefahren und Probleme vorzeitig erkannt werden. Durch die Überwachung und das Weitergeben von Daten können Personen unter Verdacht legal durchleuchtet werden. Es dient der allgemeinen Sicherheit, dass wir dabei ständig unter Beobachtung stehen ist ein wesentlicher Nebenaspekt, welcher nicht verharmlost werden sollte. Jeder und jede muss für sich selbst entscheiden ob und wie viel man zu diesem System beiträgt. Es bleibt einem selbst überlassen ob man abgehört, beobachtet und analysiert werden kann.

Datenschutz

Wen betrifft die EU-DSGVO?

Alle Unternehmen, die innerhalb der EU personenbezogene Daten von EU-Bürgern erfassen und verarbeiten. Es spielt dabei keine Rolle, ob das Unternehmen seinen Hauptsitz in der EU hat.


Was zählt zu den „personenbezogenen Daten“?

Es gibt verschiedene Arten von personenbezogenen Daten bzw. von Daten, die auf eine Person beziehbar sind. Dazu gehören beispielsweise die folgenden:

  • Allgemeine Angaben wie Name, Geburtsdatum, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse etc.
  • Kennnummern wie z.B. Personalausweisnummer, Sozialversicherungsnummer, Steueridentifikationsnummer usw.
  • Bankdaten wie Kontonummern
  • Online Daten wie IP-Adresse und Cookies
  • Besitzmerkmale wie Kfz-Kennzeichen, Grundbucheintragungen, Immobilieneigentum etc.
  • Physische Merkmale, z.B. Angaben zu Geschlecht, Haut oder Haar- und Augenfarbe, Körpergröße etc.

Was ändert die EU-DSGVO für Unternehmen?

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung nimmt Unternehmen, die personenbezogene Daten sammeln und/oder verarbeiten, so stark wie nie zuvor in die Verantwortung. Das Regelwerk verpflichtet diese Unternehmen dazu, alle Prozesse der Datenverarbeitung zu dokumentieren und nach dem Stand der Technik zu schützen.

Ab dem 25. Mai 2018 müssen Unternehmen u. a.:

  • wissen, wann, wie und wo personenbezogene Daten gesammelt und verarbeitet werden
  • beweisen, dass sie die Neuregelung des Datenschutzes einhalten und technisch sowie organisatorisch jederzeit in der Lage sein, diesen Beweis erbringen zu können
  • Datenschutzverletzungen binnen drei Tagen an die Datenschutzaufsichtsbehörde melden
  • Auskunftsanfragen von Personen innerhalb eines bestimmten Zeitraums beantworten
  • Personenbezogene Daten, die nicht mehr benötigt werden, veraltet oder unrechtmäßig gespeichert wurden, umgehend sicher löschen

https://www.selbstdatenschutz.info/staatliche_ueberwachung/https://podcampus.phwien.ac.at/digimed/category/wissens-und-informationsgesellschaft/ueberwachung/https://grc.schleupen.de/aktuelles/news-detail/news/eu-dsgvo/

16 Jan

Künstliche Intelligenz

Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz sind Maschinen in der Lage aus gespeicherten Erfahrungen auf neue Informationen passend zu reagieren. Sie sind in der Lage neue Aufgaben zu lösen, ohne vorher auf sie eingestellt worden zu sein. Diese Eigenschaft ist sonst nur beim menschlichen Denken möglich. Viele Ideen, die auf künstlicher Intelligenz aufbauen, haben ihre Basis im Deep Learning oder der natürlichen Sprachverarbeitung. Mit diesen beiden Methoden ist es möglich Maschinen auf ganz bestimmte Aufgaben abzurichten. Sie verarbeiten Unmengen an Daten und können in diesen wiederum Regelmäßigkeiten und Muster vergleichen und auswerten.

https://www.youtube.com/watch?v=3RsmRMqX2IY

Geschichte

Der Begriff der künstlichen Intelligenz besteht seit Mitte des 20.ten Jahrhunderts, doch erst im 21. Jahrhundert wurde er populär und verbreitete sich auf der ganzen Welt. Anfangs vereinfachten Programme wie grundlegende Denkprozesse dem amerikanischen Verteidigungsministerium die Arbeit, doch diese Unterstützung blieb nicht lange unentdeckt und die Technologie wurde schnell für z.B. Navigationsgeräte angewandt. Heutzutage sind Siri oder Alexa die ersten Stichworte, die einem zur künstlichen Intelligenz einfallen. Doch das Feld der künstlichen Intelligenz ist mittlerweile in jedem technischen und medialen Gebiet zu finden. So arbeiten zum Beispiel Suchmaschinen, wie Google, Roboter oder das Gesundheitswesen damit.

Alltagsbezug – Fluch oder Segen

https://www.youtube.com/watch?v=v1nZnuokryw

Tagtäglich begegnen wir der Künstlichen Intelligenz, auch wenn sie für viele nicht gleich im ersten Augenblick als solche erscheint, sondern einem kleinen „Spielzeug“ oder „Zusatz“ gleicht.

Smartphones sind portable Roboter, die voller künstlichen Intelligenz stecken. Sei es die Gesichtserkennungssoftware, die Merkmale über das Gesicht speichert oder die Autokorrektur der Tastatur, die aus den getippten Wörtern und auch Tippfehlern lernt und Sätze automatisch vervollständigt oder korrigiert. 

Ein weiterer Einsatzbereich für KI sind Chatsbots wie Siri oder Alexa. Sie scheinen ein Gespräch mit Menschen zu führen und sich mit ihnen zu „unterhalten“. Dabei greifen sie auf große Datenbanken zurück und lernen mit jedem Gespräch dazu. Sie passen sich dabei unserer Sprache und unseren Wünschen an, und geben somit meist überraschend passende Antworten. 

In Sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram speichert die KI unser Nutzungsverhalten ab, und richtet dadurch den Algorithmus, der beschließt welche Beträge bei uns ganz oben gezeigt werde, oder welche wir kaum zu Gesicht bekommen.

Auch in der Autoindustrie wird es immer moderner Autos zu mobilen Computern zu machen: der Autohersteller Tesla macht es sogar nun möglich per Autopilot zu fahren, aber auch einfache Einparkhilfen sind Programme, die durch Künstliche Intelligenz lernen

Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Roboter sind viel günstiger als Arbeitskräfte. Die Zeit, in der sie arbeiten, muss nicht bezahlt werden.
  • Roboter haben sehr viele gute menschliche Eigenschaften und können diese für sich nutzen.
  • Roboter arbeiten viel genauer und verlässlicher und sind viel stärker und schneller als Menschen.
  • Roboter können unter allen Bedingungen arbeiten, außerdem brauchen sie keine Pause und werden nie müde.
  • Roboter haben kein Gesundheitsrisiko. Sie arbeiten auch nach Chemieunfällen und wenn Epidemien ausbrechen.

Nachteile:

  • Wenn Roboter die Menschen bei ihrer Arbeit ablösen, gibt es immer mehr Arbeitslose.
  • Kommt eine für den Roboter unerwartete Situation, kann er nicht darauf reagieren.
  • Künstliche Intelligenz erreicht momentan nur ein bestimmtes Gebiet. Es gibt noch keine starke KI. Menschen sind also immer noch intelligenter.
  • Roboter können nicht selbstständig arbeiten. Sie benötigen immer noch die Hilfe von Menschen, die ihnen Informationen zuführen.
  • Roboter haben kein Gefühl für Emotionen.
  • Würde kein Mensch mehr arbeiten, würden die Gesundheitsrisiken in die Höhe schnellen.

Zukunft

In Zukunft will die Wissenschaft ihren Fokus immer mehr auf spezifische Teilbereiche lenken und dort die Arbeit erleichtern. Um diese komplexen Vorgänge tatsächlich umzusetzen, müssen Wissenschaftler der Kognitionswissenschaften, Psychologie, Neurologie, Philosophie und Sprachwissenschaft in ständigem Verbesserungsprozess mit den Maschinen stehen. In den meisten Softwaren steckt heute schon künstliche Intelligenz, doch bis Computer oder  Maschinen wirklich komplett selbständig denken können, wird es noch lange dauern.

Doch genau das sollte uns Angst machen denn, wenn es so weit sein sollte, dass Maschinen selbstständig denken können, werden sie den Menschen überholt haben. Maschinen lernen viel schneller und können Daten viel schneller aufnehmen und verarbeiten. Diese Verblendung durch die Vorteile, die künstliche Intelligenz bringen kann, lassen uns nicht über mögliche Nachteile nachdenken. Es geht immer nur darum, wie uns Arbeit abgenommen werden kann. Doch was ist, wenn die künstliche Intelligenz unsere Energieversorgung oder die Verteidigung unseres Landes selbstständig regelt und wichtige Entscheidungen trifft, die nicht in unserem Interesse sind? Aus jetziger Sicht wird es wohl nicht so schlimm werden. Erstens, ist absolute künstliche Intelligenz noch in weiter Ferne und zweitens, warum sollten Softwares dominanzorientiert handeln. Es könnte sogar sein, dass künstliche Intelligenz nicht den Willen hat sich selbst zu erhalten oder sich zu reproduzieren.

https://www.youtube.com/watch?v=-2lB-tSzKSM

Aktuelles Interview (21.01.2020):

https://www.nzz.ch/wirtschaft/der-bias-ist-das-groesste-problem-bei-der-kuenstlichen-intelligenz-ld.1528242

Quellen:

https://www.sas.com/de_at/insights/analytics/what-is-artificial-intelligence.html (Zugriff: 15.01.2020)

https://www.planet-wissen.de/technik/computer_und_roboter/kuenstliche_intelligenz/ (Zugriff: 15.01.2020)

https://www.spektrum.de/thema/kuenstliche-intelligenz/1301266 (Zugriff: 15.01.2020)

https://www.computerwoche.de/a/die-gefahr-liegt-nicht-dort-wo-wir-sie-vermuten,3546346 (Zugriff: 15.01.2020)

https://unternehmer.de/it-technik/205724-arbeit-kuenstliche-intelligenz (Zugriff: 16.01.2020)

https://orange.handelsblatt.com/artikel/53316 (Zugriff: 20.01.2020)

Verfasst von: Michelle Michels, Irem Gökce, Lucia Jurickova, Lisa Tretera

13 Jan

IoT – Entwicklung in der Landwirtschaft

Selbstfahrende Traktoren, vernetzte Erntemaschinen, Sensorsysteme zur Ermittlung der Bodenbeschaffenheit – dies sind Szenarien, die für den Einsatz von Internet of Things denkbar sind. Doch zurzeit mangelt es noch an essenziellen Grundlagen, wie etwa einem flächendeckend Internet. Eine mögliche Anwendung könnte als Beispiel das Precision Farming sein. Mit dieser Methode können landwirtschaftliche Flächen standortdifferenziert und gezielt bewirtschaftet werden. Dazu dient z. B. das RTK-Signal des Maschinenrings.

Der autonome Motormäher von Johann Bösendorfer ist mit dem Internet verbunden. Es gibt zwei GPS-Antennen, welche über das Internet kommunizieren, um den genauen Standort des Motormähers festzustellen. Zurzeit wird noch an der „Autonomie“ des Motormähers gebastelt. Ein Ausblick: mit einer FPV (first person view) Kamera bekommt man über Funk ein Livebild. Dieses Bild kann sich der Besitzer über einen Bildschirm oder einer Video-Brille ansehen und kann somit zum Beispiel Hindernisse feststellen.

Eine weitere mögliche Entwicklung in der Zukunft könnte folgende Idee sein:
Die österreichische Hagelversicherung stellt auf ihrer Website allen Versicherten Daten der Sentinel-Erdbeobachtung-Satelliten zur Verfügung (kostenfrei unter: https://data.sentinel.zamg.ac.at/#/home abrufbar). Alle 3-5 Tage werden die Bilder online gestellt und geben über die Grünfärbung Auskunft über das Entwicklungsstadium der Grünfläche. Somit kann man den optimalen Schnittzeitpunkt nach Qualität und Menge erkennen. Könnte nun dieses Programm mit einer Wetter-App und dem Motormäher zusammenarbeiten, so könnte der Motormäher eigenständig losfahren und die Wiese selbständig mähen.

Zum Nachlesen:
Landwirtschaft 4.0: https://noe.lko.at/landwirtschaft-4-0+2500+2624386
Unkrautroboter: https://www.agrarheute.com/technik/ackerbautechnik/ecorobotix-autonome-unkrautroboter-540844

Quellen:
5 Praxistipps: Das bringt IoT in der Landwirtschaft | Internet of Things (IoT). (o. J.). Abgerufen 12. Januar 2020, von https://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/das-bringt-iot-in-der-landwirtschaft-23011/
Wie IoT die Landwirtschaft verändern könnte | Internet of Things (IoT). (o. J.). Abgerufen 12. Januar 2020, von https://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/wie-iot-die-landwirtschaft-veraendern-koennte-23563/

13 Jan

IoT – Motormäher mit RTK-Signal

Johann Bösendorfer mit seinem selbstfahrenden Motormäher

„Internet of Things“ auch „IoT“ genannt hat verschiedene Definitionen, je nach dem in welchem Bereich es verwendet wird. Allgemein kann gesagt werden, dass der Begriff die Vernetzung von Alltagsgegenständen oder Maschinen im industriellen Umfeld mit dem Internet meint.

Im Fall des Motormähers mit RTK-Signal handelt es sich um die Vernetzung einer Maschine mit GPS-Signalen, die den Gebrauch des Motormähers in flachen und steilen Lagen effizienter und komfortabler macht.

Da das GPS jedoch „nur von Oben“ auf die zu bearbeitende Fläche schaut, hat Johann Bösendorfer einen Sensor entwickelt. Dieser erlaubt es ihm bzw. seinem Motormäher, auf Steilflächen zu fahren und zu arbeiten, da der Sensor die Neigung berechnet und dementsprechend die Fahrspur korrigieren kann. Es gibt zwar weiterhin Optimierungspotenzial; dennoch genügt es einen Schalter umzulegen und der Mäher erledigt seine Arbeit von selbst.

Als autonomer Motormäher kann und möchte Bösendorfer die Maschine nicht bezeichnen, da die gesetzlichen und sicherheitstechnischen Rahmenbedingungen noch nicht restlos geklärt sind. Er hat dieses Anliegen aber der Regierung mitgeteilt und nun wurde es im Regierungsprogramm aufgenommen: „Voraussetzung für Precision Farming schaffen, um umwelt- und tiergerechte Bewirtschaftungsmethoden zu unterstützen: kostenfreie Bereitstellung von (Geo-)Daten für die Land- und Forstwirtschaft (z.B. RTK-Signal), Daten im Eigentum der Betriebe“ (Die neue Volkspartei, Die Grünen (2020), S. 161)

Bis zur vollständigen Abklärung bleibt der Landwirt zur Beobachtung weiterhin auf der zu bearbeitenden Fläche. Eine selbstgebaute Fernbedienung hilft ihm, die Geschwindigkeit zu regulieren und den Mäher vor- oder rückwärts fahren zu lassen. Des Weiteren gibt es auch einen Notaus-Knopf, wodurch der Funkkontakt abgebrochen wird und der Motormäher zum Stehen kommt.

Johann Bösendorfer hat seine Idee weder patentieren lassen noch will er sie um viel Geld verkaufen. Er erhofft sich, dass mehr Landwirte auf dieses System aufmerksam werden und zum Entwickeln sowie selberbauen animiert werden. Des Weiteren wäre ein Ausbau dieses Systems auch energieeffizienter, da kleinere Maschinen eingesetzt werden können im Gegensatz zu den großen Traktoren.

Quelle:

Paar, J., (19.11.2019). Autonomer Motormäher mit RTK-Lenksystem [Artikel einer Fachzeitschrift]. Zugriff am 09.Jänner 2020 unter https://www.landwirt-media.com/rtk-lenksystem-fuer-autonomen-motormaeher/ 

13 Jan

Keine Angst – Wir haben alles unter Kontrolle!

Bild: https://www.karriere.at/blog/datenschutz-grundverordnung.html

Für die Menschen heutzutage ist vor allem eines wichtig: schnell an Informationen zu kommen. Der einfachste Weg dafür ist die Suche im Internet. Über die einfachsten Suchmaschinen, wie zum Beispiel Google, klicken wir auf Websites und geben mit dem Klick auf „Cookies akzeptieren“ unser Einverständnis. Aber wofür geben wir eigentlich unser Einverständnis? Welche Datenschutzinformationen werden denn eigentlich geschützt und welche werden preisgegeben? Sind wir uns mal ehrlich – wer hat sich jemals schon die Datenschutzeinstellungen wirklich genau durchgelesen?

Mit der Zustimmung der Cookies werden unsere Daten und Informationen automatisch gesammelt und an Dritte weitergegeben. Es werden Werbeanzeigen geschalten und alles was wir suchen und anklicken wird gespeichert. Das Ausmaß dieser Daten, die von uns gespeichert werden, ist uns oftmals gar nicht bewusst, jedoch ist das Leben in unserem Zeitalter ohne Internet und ohne soziale Medien fast nicht möglich.

Wir werden in unserer Gesellschaft regelrecht gezwungen unsere Daten preiszugeben. Ist es also überhaupt möglich sich selbst zu schützen und seine Daten nicht freizugeben, wenn es nicht mal Parteien oder große Politiker schaffen?

Artikel dazu: https://deref-gmx.net/mail/client/9W4UFeABnKU/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.diepresse.com%2F5625105%2Fpassworter-von-osterreichischen-politikern-im-internet-gelandet

Spätestens nach der Enthüllung durch Edward Snowden im Jahr 2013- dass die National Security Agency weltweit Handy-Daten speichert und Nachrichten mitliest- sind wir uns alle sicher: wir werden über unsere digitalen Medien überwacht.

Facebook – Tool lässt Nutzer entscheiden, welche Daten außerhalb Facebooks getrackt werden

Artikel: https://deref-gmx.net/mail/client/LM8t7cNFGXc/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.derstandard.at%2Fstory%2F2000107639643%2Ffacebook-neues-tool-laesst-nutzer-entscheiden-welche-daten-ausserhalb-facebooks

In diesem Artikel wird darüber gesprochen, dass Facebook künftig den Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten geben will. Ein sogenanntes „Off-Facebook-Tool“ soll Einblick in jene Infos gewähren, die von externen Webseiten und Apps gesammelt und mit Facebook geteilt werden. Außerdem sollen diese Informationen dann verwaltet werden können. Diese Funktion soll in den nächsten Monaten global erhältlich sein.

Dies bedeutet für uns also, dass wir auswählen können, welche Aktivitäten von anderen Webseiten an Facebook weitergegeben werden. Dadurch hat es Auswirkungen auf die Anzeigen und Werbungen, die uns auf Facebook gezeigt werden. Wenn wir uns dafür entscheiden, dass die Informationen nicht weitergegeben werden sollen, werden unsere Werbungen und Anzeigen depersonalisiert. Es bedeutet jedoch NICHT, dass Facebook die Daten nicht mehr sammelt, es bedeutet nur, dass die Daten nicht mehr mit unserem Profil in Verbindung gebracht werden können.

Laut Facebook sollen die Nutzer nicht ganz auf personalisierte Werbung verzichten wollen und nur einzelne Apps und Webseiten von ihrem Profil trennen wollen.

Die komplette Sicherheit, dass unsere Daten nicht mehr gesammelt und gespeichert werden, können wir also nie haben, weder bei Facebook noch bei Google oder anderen Webseiten.

Wie sicher fühlt sich die Bevölkerung in Wien? Wie sicher sie sich fühlt, könnt ihr in unserem Podcast hören.

13 Jan

Was ist ein RTK Signal?

„Die Abkürzung RTK (engl. „Real Time Kinematic“) bezeichnet ein Verfahren zur präzisen Bestimmung einer geografischen Position mit Hilfe mehrerer GPS Satellitensignale mit Echtzeitkorrektur.“ (Precision Farming mit Maschinenring RTK | Maschinenring, o. J.)

Die Referenzstation (Basisstation) sendet durch die Verbindung mit Funk und Internet Daten, die sie von den Satelliten empfängt. Der Rover (=mobile Antenne z.B.: am Motormäher) ist ebenfalls mit einer Verbindung zum Internet und Funk ausgestattet und empfängt das Signal von der Referenzstation. 

Herkömmliche GPS Signale können eine Genauigkeit von ca. +/- 20cm gewährleisten. Die GPS- Funktion am Handy als Beispiel bietet nur eine Genauigkeit von +/- 2 m. Das RTK Signal bietet durch ein herstellerneutrales Korrektursignal eine Genauigkeit von ca. +/- 2,5cm, die somit viel höher als bei einem normalen GPS Signal ist und man erreicht eine dauernde Reproduzierbarkeit der Positionen. 

„Bei der eingesetzten Mobil RTK Technik ist im Vergleich zum Funk-RTK keine Sichtverbindung zur Basisstation erforderlich, lediglich eine Internetverbindung. Es wird immer die Station mit dem besten Signal ausgewählt, auch bundesländerübergreifend.“ (Precision Farming mit Maschinenring RTK | Maschinenring, o. J.)

Unter folgendem Link befindet sich eine Grafik, in der man sieht, an welchen Standorten die Basisstationen des Maschinenrings zur Verfügung stehen. 

https://www.maschinenring.at/sites/default/files/styles/column1/public/images/columns1/mr-strukturkarte_mit_rtk_201907.jpg?itok=Z6AIVkhS

Anhand der Grafik kann man beobachten, dass im Großteil Österreichs Basisstationen des Maschinenrings vorhanden sind. Das Vermessungsamt hat in ganz Österreich Stationen.

Im Regierungsprogramm findet sich sogar ein eigener Punkt zur kostenfreien zur Verfügungstellung des RTK-Signales: 

„Voraussetzung für Precision Farming schaffen, um umwelt- und tiergerechte Bewirtschaftungsmethoden zu unterstützen: kostenfreie Bereitstellung von (Geo-)Daten für die Land- und Forstwirtschaft (z.B. RTK-Signal), Daten im Eigentum der Betriebe“ (Die neue Volkspartei, Die Grünen (2020), S. 161)

Quellen:

Precision Farming mit Maschinenring RTK/Maschinenring (o.J.): Zugriff am 07.01.2020 unter

https://www.maschinenring.at/leistungen/agrar/rtk

Die neue Volkspartei, Die Grünen-Die Grüne Alternative (2020): Aus Verantwortung für Österreich. Regierungsprogramm 2020-2024. Zugriff am 11.01.2020 unter https://gruene.at/themen/demokratie-verfassung/regierungsuebereinkommen-tuerkis-gruen

13 Jan

Cybermobbing und was jetzt?

e-bulliying, cybermobbing, happy slapping, sexting, stalking u.v.m. sind Begrifflichkeiten die verstärkt mit der Vernetzung unserer modernen Gesellschaft auftreten. Jeder kann Opfer dieser digitalen Angriffe auf die eigene Person werden. Doch dank der vermeintlichen Anonymität des Internets ist es auch zuweilen sehr einfach in die Täterrolle zu fallen. Betroffen vom Cybermobbing können Menschen in allen Schichten der Gesellschaft sowie jedes Alters sein. Das bedeutet, dass sowohl Kinder als auch Personen in der Regierung davon betroffen sein können.

Was nun aber ist genau unter Cybermobbing zu verstehen? Wie kann man damit umgehen? Wo kann man Hilfen finden?

E-bullying for fun?

Eine Ausgezeichnete Ressource für Eltern, Schüler sowie Pädagog/innen ist die Seite saferinternet.at hier kann man zum Thema Cybermobbing sowie anderer Aspekte des digitalen Lebens, Artikel und Dateien finden die einen ersten Überblick gewähren. Als Schule ist es auch möglich Workshops zu veranstalten welche die Schülerinnen und Schüler im Umgang mit digitalen Medien unterstützen können.

Wenn es um das Thema Cybermobbing geht findet man hier einen guten Überblick. Aktiv gegen Cyber-Mobbing

Ihr wollt mehr über das Thema Cyber-Mobbing wissen? Dann hört uns genau zu!

Podcast zu den Aspekten des Cybermobbings

Wir klären folgende Fragen:

– Was ist Cyber-Mobbing und welche Formen gibt es?
– Was sind die Gründe für Cyber-Mobbing?
– Was sagt das Gesetz?
– Wie kann die Schule aktiv werden?
– Welche Beratungsstellen und Unterstützung gibt es?
– Welche Übungen können durchgeführt werden?
– u.v.m.

Beitrag und Podcast erstellt von Natalie Lastro, Ljubica Zoric, Edina Cehic und Laslo Kis

12 Jan

Umbruch im Bildungssystem

Wie entwickelt sich unser Bildungssystem?
Der Bildungssektor ist seit jeher im Wandel und prägt die Zukunft eines Landes wesentlich, da in Schulen die Sozialisation der Kinder und Jugendlichen geschieht. Die ersten Schulen vor hunderten oder tausenden Jahren waren noch Kindern aus wohlhabenden Familien vorbehalten – das änderte sich in Österreich vor allem durch die Einführung der allgemeinen Schulpflicht (1774 unter Maria Theresia). Seitdem haben sich Schulen, die zu vermittelnden Inhalte, die Rolle der Lehrpersonen und die Ausstattung der Klassen stetig verändert. Das liegt an den unterschiedlichen Anforderungen an die nächste Generation, dem (technologischen) Fortschritt, der methodisch-didaktischen Forschung und vielen weiteren Faktoren.

technische Neuerungen
Derzeit werden Schulversuche vor allem in Richtung sogenannter „Tabletklassen“ unternommen. Tablets kommen bei Schülern und Schülerinnen bestimmt gut an, ich bin jedoch skeptisch ob sie den Lernerfolg oder das Verständnis wirklich steigern. Im Berufsleben sind Computer deutlich verbreiteter als Tablets, daher würde ich den Fokus eher auf den Umgang mit dem Computer legen. In der Hinsicht sind österreichische Schulen auch schon sehr gut ausgestattet – in jeder Klasse sollte man zwei Computer finden, während neue Tablets für jedes Kind enorme Kosten verursachen.

Selten findet man auch schon Smartboards in Klassen, diese können denke ich einen großen Mehrwert bringen, da man mit Leichtigkeit Bilder und Videos projizieren kann, wovon vor allem visuelle Lerntypen profitieren. Das Angebot an online-Lehrvideos wächst außerdem stetig.

Ich kann mir auch vorstellen (bzw. würde ich es mir wünschen), dass Virtual Reality Brillen verstärkt an Schulen eingesetzt werden. Dies würde SchülerInnen noch mehr in das Geschehen bringen – die Mondlandung durch Virtual Reality selbst mitzuerleben ist beispielsweise etwas, was den Kindern sicher noch lange in Erinnerung bleiben würde. Die Einsatzmöglichkeiten wären vielfältig, VR-Brillen sind schon ab € 30,- erwerbbar und wenn man sie im Stationenbetrieb einbindet braucht man sie nicht einmal in Klassenstärke. Bis es entsprechende Lernsoftware und Programme dafür gibt wird es vermutlich noch dauern, ich hoffe aber sehr, dass sich in der Hinsicht etwas tut in den nächsten Jahren!

Weiters denke ich, dass auch Smartphones zukünftig mehr Einzug in den Unterricht halten könnten. Das setzt ebenfalls neue Software oder Programme voraus, birgt aber viel Potential, da das Interesse der Kinder stark gesteigert werden könnte und sie mit Freude beispielsweise Mathematik üben, wenn das in ein nettes Spiel verpackt ist.

wünschenswerte Änderungen
Derzeit kommen, vor allem in Wien, immer mehr Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen an die Schule. Ich würde mir wünschen, dass hier schon eine passende Frühförderung geschieht – denn in der Volksschule sollten die Kinder schon soweit Deutsch sprechen und verstehen können, um dem Unterricht folgen zu können und sich durch diese Sprache neue Inhalte erschließen zu können.

Weiters würde ich mir wünschen, dass SchülerInnen in ihrer weiteren Schullaufbahn öfter die Wahl haben welche Kurse sie besuchen möchten. Ich halte es beispielsweise für fragwürdig, wieso man alle SchülerInnen zu einer Mathematik-Zentralmatura zwingt. Für viele Berufsgruppen (z.B. KindergartenpädagogIn) sind höhere Mathematikkenntnisse nicht relevant, dennoch „quält“ man sämtliche Bakip/Bafep SchülerInnen und schmälert dadurch oft ihr Selbstbewusstsein. Hier sollte man finde ich die Möglichkeit haben, eine andere Lehrveranstaltung zu besuchen und den Mathematikunterricht auf einen Basic-Kurs zu reduzieren, wo die grundlegenden Mathekenntnisse gefestigt werden

Meine Meinung (Denise Schefts)
Für die Zukunft als angehende Lehrerin, wünsche ich mir passende Räumlichkeiten, um bewegten und projektbezogenen Unterricht gut durchführen zu können. Kinder und Lehrpersonen sollen einen Wertschätzenden Umgang miteinander haben und Unterricht soll Spaß machen. Die Kinder sollen Dinge lernen, die sie in Zukunft brauchen werden.

Auch für Studierende würde ich mir einen praxisnäheren Unterricht wünschen. Wir verbringen viel zu viel Zeit an der PH mit Seminaren, die leider oft nicht sonderlich lehrreich sind. Das liegt nicht am Inhalt an sich, doch ich finde, dass vieles, von dem was man hört, später gar nicht umgesetzt wird. Wir lernen zum Großteil an unseren Praxistagen von unseren Mentorinnen und Mentoren oder von unseren eigenen Erfahrungen.

Ich denke aber, dass die Zukunft etwas anders aussehen wird. Tablets und Computer werden immer mehr eingeführt, was an sich gut ist, nur finde ich, dass die Technik in der Klasse nicht Überhand nehmen sollte, doch ich denke so wird es irgendwann kommen. Die Whiteboards, die eigentlich viele Möglichkeiten bieten, haben nach meinen Erfahrungen als Schülerin und Studentin in der Praxis, mehr Probleme verursacht, als sie nützlich waren.  Auch in Bezug auf Integration, werden wir wahrscheinlich eher einen Schritt zurückgehen als nach vorne. Es macht keinen Sinn, Kinder mit einer anderen Erstsprache von Kindern mit Deutsch als Erstsprache zu trennen. Man lernt im Gespräch mit anderen in der zu lernenden Sprache und nicht indem man seine Muttersprache spricht und Deutsch nur im Unterricht.

Auch die LehrerInnen Ausbildung wird wahrscheinlich in eine ähnliche Richtung gehen. Es werden immer mehr Power Point Präsentationen und die Arbeitsaufträge werden immer theoretischer. Theorie ist zwar auch sehr wichtig, aber bei einem Überschuss an Informationen bleibt bei den meisten auf Dauer nichts hängen.

Meine Meinung (Thomas Gaier)
Ein Schwerpunkt, der beim Blick auf Österreichs Schulen unschwer zu erkennen ist, ist der Trend zur gesunden Ernährung. Über drei Viertel der Wiener Schulen deklarieren sich bereits als „Wasserschulen“, Tendenz steigend. Dabei erhalten die SchülerInnen gratis Wasserflaschen und werden, durch pädagogische Maßnahmen, laufend daran erinnert diese auch zu benutzen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich in naher Zukunft alle Schulen diesem Konzept verpflichten. Weiters dürfen sich bereits über 100 Schulen in Wien „Gesundheitsfördernde Schule“ nennen. Auch diese Anzahl wird sich in den nächsten Jahren vervielfachen. Ungesunde Schulen sind out!

In diesem Kontext würde ich mir für unsere Schulen wünschen, dass die Politik die verpflichtende tägliche Turnstunde durchsetzt. Dies hängt stark mit der zukünftigen Regierung zusammen, derzeit schaut es tatsächlich danach aus, dass die tägliche Turnstunde bald Realität werden könnte.

Ein weiterer Trend, der sich nun seit einigen Jahren abzeichnet, ist die Digitalisierung der Klassenzimmer. Interaktive Whiteboards statt grünen Tafeln, Beamer anstatt der bereits ausgedienten Overheadprojektoren und Tablets statt Heften. Hier hoffe ich, dass die Schulen einen Mittelweg gehen. Kinder hängen in ihrer Freizeit schon inflationär lange an Bildschirmen, in der Schule sollte dies auch nicht noch im Übermaß gefördert werden. Whiteboards lassen sich auf verschiedenste Weise verwenden und bringen viele Vorteile mit sich, ich denke an dieser Neuerung wird kein Weg vorbeiführen. Skeptisch bin ich bei der Einbindung von Tablets in den Unterricht. Solange diese sinnvoll in den Unterricht integriert werden, können sie einen großartigen Mehrwert einbringen. Auf keinen Fall aber, sollte das Tablet oder ähnliche technische Errungenschaften, Stift und Heft permanent aus dem Unterricht verdrängen. Ich bin allerdings zuversichtlich, dass dies auch nicht passieren wird.

Gesellschaftlich stehen wir im Bildungssystem auch vor großen Herausforderungen. In der Schule wird sich (mit)entscheiden, ob und wie gut die Integration, der nach Österreich Geflüchteten, funktioniert. Ich denke, dass es in dieser Hinsicht essenziell sein wird, von den neu eingeführten Deutschklassen wieder Abstand zu nehmen. Dass „Zusammenwerfen“ von Kindern mit Migrationshintergrund in eigene Klassen, kann der Integration nicht dienlich sein. Stattdessen hoffe ich, dass mehr Geld für gezielte und inklusive Förderung dieser Kinder, seitens der Politik, in die Hand genommen wird.

Für die Ausbildung der zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern wünsche ich mir mehr Praxisnähe im Studium. Der Trend geht derzeit leider in die andere Richtung. Ich denke nicht, dass es ein bildungswissenschaftliches Doktorat braucht, um einer Pädagogischen Hochschule zu unterrichten. Stattdessen sollten verdiente VolksschullehrerInnen wieder die Möglichkeit erhalten, ihre Erfahrung an werdende LehrerInnen weiterzugeben, um so die Seminare weg von stupiden Seminararbeiten und hin zum praxisnahen Arbeiten zu bringen.

Resümee
Die vier eingeholten Meinungen unterscheiden sich eigentlich nur geringfügig. Die digitalen Medien sind bei uns allen ein großes Thema und unsere Meinungen sind sehr ähnlich. Es kann Vorteile bringen, aber zu viel davon möchte auch niemand. Der Grundgedanke ist, den Kindern die Grundlagen beizubringen, sie aber nicht durchgehend vor technische Geräte zu setzen.
Ein anderer, wichtiger Aspekt ist die Integration. Die Meinung, dass Deutschklassen nicht die beste Lösung sind, wurde stark vertreten. Hierbei muss, für die Zukunft, eine bessere Lösung gefunden werden. Entweder man beginnt dafür bei der LehrerInnen-Ausbildung oder direkt an den Schulen.

Alles in Allem wollen die Lehrpersonen nur das Beste für die Kinder und die Möglichkeiten gut unterrichten zu können. Wie man im Interview erfährt, haben sich Schulen und Bildung schon stark zum Positiven gewendet. Es bleibt zu hoffen, dass sich dieser positive Trend fortsetzt und gerade wir als angehende GrundschullehrerInnen können einen wesentlichen Beitrag dazu leisten!

Bildquelle: Von Unukorno – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37514661

09 Jan

Bildung in der digital vernetzen Welt

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=_R0p6VSJ47E

Das Frankfurt-Dreieck

Das Frankfurt-Dreieck ist eine Erweiterung des Dagstuhl-Dreiecks, welches im Video genauer beschrieben wird. Es versucht einen Rahmen zu schaffen, der alle relevanten Perspektiven des digitalen Wandels beinhaltet. Es richtet sich an Forscher/innen und all jene Personen, die sich mit Bildung im Zusammenhang mit dem digitalen Wandeln beschäftigen. Die Zielgruppe dieses Modells ist sehr breitgefächert. Sowohl Schulen, sonstige Einrichtungen für Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung sowie die Lehrer/innenbildung, -ausbildung und -fortbildung können von diesem Modell profitieren.

In diesem Modell werden drei Perspektiven besprochen, die man bei der Medienbildung beachten sollte. Sie werden als technologisch-mediale Perspektive, gesellschaftlich-kulturelle Perspektive und Interaktionsperspektive bezeichnet. Die Teilhabe am digitalen Wandel kann nur gelingen, wenn alle drei Perspektiven systematisch und sich wiederholend eingenommen werden.

Quelle: https://dagstuhl.gi.de/fileadmin/GI/Allgemein/PDF/Frankfurt-Dreieck-zur-Bildung-in-der-digitalen-Welt.pdf

Technologisch-mediale Perspektive

Das Ziel der technologisch-medialen Perspektive ist es, Phänomene und Strukturen der digitalen Welt zu hinterfragen und analysieren. Dadurch werden die Menschen befähigt die digitale Welt mitzugestalten. Damit man dieses Ziel erreichen kann, braucht es eine Auseinandersetzung mit Fragen, Funktionen, Gestaltungsmitteln usw. Wichtig ist, dass alle Informationen der digitalen Medien durch die Kultur und persönliche Perspektive geprägt werden. Der/die Auftraggeber/in oder der/die Ersteller/in beeinflusst, was für andere sichtbar ist und was nicht. Ein solches Wissen, die dafür benötigten Kompetenzen und Problemlösungsstrategien sind daher die Basis für eine reflektierte Teilhabe an der digitalen Welt.

Gesellschaftlich-kulturelle Perspektive

Bei der gesellschaftlich-kulturellen Perspektive wird das Wechselspiel zwischen Individuen, Gesellschaft und den digitalen Medien unter die Lupe genommen. Dabei wird auch der digitale Wandel und die Medialisierung berücksichtigt. Grundsätzlich geht es um die Veränderungen, die eine Gesellschaft durchläuft und um die Chancen und Probleme, die einem in diesem Bereich begegnen. Durch den Wandel der digitalen Medien werden Spuren im Bereich der Kommunikation, Interaktion sowie auch im politischen Bereich hinterlassen. Die Möglichkeiten für die Gesellschaft werden durch diesen Wandel ausgeweitet. Normen und Regeln in der Technologie werden durch einen solchen Wandel immer wieder neu strukturiert. Gesellschaftliche Aushandlungen bestimmen die Öffentlichkeit oder auch Privatheit. Des Weiteren werden die Interaktionsmöglichkeiten entweder begrenzt oder zugelassen. Die Bildungsinstitutionen werden durch digitale Technologien und Techniken geprägt, wodurch das Bildungssystem wesentlich zum Grad der Durchdringung dieser Medien beiträgt. Durch sie werden die Kompetenzen zur Nutzung der digitalen Medien weitergegeben.

Interaktionsperspektive

Bei der Interaktionsperspektive steht die Frage, wie diese Fakten genutzt werden im Vordergrund. Das Augenmerk der Interaktionsperspektive liegt auf den Menschen. Es stellt sich die Frage, wie Menschen digitale Medien und Systeme nutzen und welche sie verwenden. Außerdem wird erforscht, warum und wozu sie genutzt werden, inwiefern diese Menschen am digitalen Wandel beteiligt sind und in diesem auch mitwirken. Im Fokus stehen dabei die Aspekte Nutzung, Handlung und Subjektivierung.

Bei der Nutzung geht es um das funktionale Anwenden von digitalen Systemen, sowie Medien. Es geht um den gestalterischen, rezeptiven, kommunikativen sowie problemlösenden und organisatorischen Einsatz von Medien. Handlungen integrieren diese Nutzungsoptionen nun in ganz verschiedenen sozialen Praktiken. Bei diesem Vorgang werden kulturelle und traditionelle Kommunikations- und Interaktionsformen aufgenommen sowie umgebaut. Dieser Prozess wird in den Lehr- und Lerntechniken und Bildungsmedien gleich gewertet. Diese Handlungsoptionen tragen auch dazu bei die eigenen Kompetenzentwicklungen voranzutreiben. Die Subjektivierung ist der Prozess des Zusammenwirkens von digitalen Medien bzw. Systemen und dem menschlichen Handeln. Dadurch können die menschliche Identitätsbildung sowie die Identitätsentwicklung ermöglicht, aber auch behindert werden.

Literaturangabe: https://dagstuhl.gi.de/fileadmin/GI/Allgemein/PDF/Frankfurt-Dreieck-zur-Bildung-in-der-digitalen-Welt.pdf

Erstellt von Vanessa Forster, Theresa Bösch und Anna Zacharia