20 Jan

Überwachung und Datenschutz

Für die allgemeine Sicherheit und zur gleichen Zeit gegen unsere Privatsphäre

Überwachung

Tag für Tag sind wir mit Überwachungssystemen konfrontiert. Das Smartphone, der Computer, Smart-Speaker oder die schon gesellschaftlich akzeptierten Überwachungskameras. Wir schenken ihnen unser Vertrauen. Wir geben intime Daten preis und hoffen, dass diese der Geheimhaltung unterliegen. Doch inwiefern wird diese Hoffnung erfüllt und beruht dieses Vertrauen auf Gegenseitigkeit?

In der modernen Welt spielt sich vieles nur noch in der virtuellen Welt ab. Der Kalender, die Uhr, die Kommunikation, das Abrufen von Informationen. Das sind nur kleine Teilbereiche die wir abgeben und trotzdem verstecken sich so viele kleine Informationen in ihnen. Diese Daten, die wir preisgeben, werden gesammelt und aus vielen kleinen Teilen wird ein großes Bild. Es stellt uns dar. Jedes noch so kleine Geheimnis, Interessen und Vorlieben sind gespeichert. Auch wenn wir uns nicht erinnern können was uns vor 10 Jahren beschäftigt hat, das Internet weiß es. Es speichert alles und alles was wir jemals gesucht haben oder notiert haben, in unseren kleinen praktischen Computer, bleibt erhalten.
Ein wenig beunruhigend oder?
Dieses unendliche Vertrauen, das wir aufbringen, wird es erwidert? Wieso benötigen wir Überwachungskameras? Warum wird jede noch so kleine Information gespeichert? Es ist ein einseitiges Vertrauen, bei dem wir Glück haben können, wenn es nicht missbraucht wird.

Doch selbstverständlich nutzen und missbrauchen auch Staaten und Sicherheitsbehörden die Möglichkeiten moderner Informationstechnik. Dabei greifen diese nicht nur auf eigene Datensammlungen und Überwachungsprogramme zurück, sondern haben auch Zugriff auf deutlich umfangreichere Datenmengen, die Unternehmen wie Mobilfunkanbieter, Google, Facebook und noch mehr aus kommerziellen Gründen über uns anlegen. Doch Unternehmen liefern den Sicherheitsbehörden nicht nur unsere Daten, sondern entwickeln und verkaufen auch verschiedenste Auswertungs- und Überwachungstechniken.

Dank ausspionierender Unternehmen und Konzerne, hat die Wirtschaft mit ihren erheblich größeren Ressourcen oft viel mehr und qualitativ besseres an Daten zu bieten, als viele Polizeidatenbanken. Durch entsprechende Gesetze zur Herausgabe solcher Informationen, teilweise auch der Pflicht zum Speichern sowie allgemein Behörden gegenüber sehr auskunftsfreudiger Unternehmen können sich die staatlichen Stellen so manche aufwendige Verfahren sparen.

Wir tragen maßgeblich dazu bei, dass wir zu jeder Zeit auffindbar sind und dass wir leicht durchschaubar sind. Für einen Normalsterblichen hat dies meist keine Bedeutung. Denn weder den Polizeibeamten noch jemand anderen wird es interessieren ob Sie heute Pasta oder doch lieber Salat essen. Doch kriminelle Organisationen kommunizieren immer mehr über digitale Medien und genau hier wird es spannend. Denn auch sie geben mit jeder Nachricht und jeder Google-Suche etwas von sich preis. Werden diese Informationen gesammelt und zusammengezählt kann schnell ein Verbrechen aufgedeckt werden. Das würde der Gesellschaft zu Gute kommen. Hier sehe ich den Überwachungsaspekt als etwas Positives an. Es schützt mich und mein Umfeld. Ich fühle mich sicherer und wenn ich Hilfe benötige ist sie innerhalb von Minuten an Ort und Stelle. Dabei hilft mir auch mein handlicher Computer.

Es besteht durchaus eine gute Seite, wenn wir über Überwachung sprechen. Die grundsätzliche Intention liegt darin, dass Gefahren und Probleme vorzeitig erkannt werden. Durch die Überwachung und das Weitergeben von Daten können Personen unter Verdacht legal durchleuchtet werden. Es dient der allgemeinen Sicherheit, dass wir dabei ständig unter Beobachtung stehen ist ein wesentlicher Nebenaspekt, welcher nicht verharmlost werden sollte. Jeder und jede muss für sich selbst entscheiden ob und wie viel man zu diesem System beiträgt. Es bleibt einem selbst überlassen ob man abgehört, beobachtet und analysiert werden kann.

Datenschutz

Wen betrifft die EU-DSGVO?

Alle Unternehmen, die innerhalb der EU personenbezogene Daten von EU-Bürgern erfassen und verarbeiten. Es spielt dabei keine Rolle, ob das Unternehmen seinen Hauptsitz in der EU hat.


Was zählt zu den „personenbezogenen Daten“?

Es gibt verschiedene Arten von personenbezogenen Daten bzw. von Daten, die auf eine Person beziehbar sind. Dazu gehören beispielsweise die folgenden:

  • Allgemeine Angaben wie Name, Geburtsdatum, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse etc.
  • Kennnummern wie z.B. Personalausweisnummer, Sozialversicherungsnummer, Steueridentifikationsnummer usw.
  • Bankdaten wie Kontonummern
  • Online Daten wie IP-Adresse und Cookies
  • Besitzmerkmale wie Kfz-Kennzeichen, Grundbucheintragungen, Immobilieneigentum etc.
  • Physische Merkmale, z.B. Angaben zu Geschlecht, Haut oder Haar- und Augenfarbe, Körpergröße etc.

Was ändert die EU-DSGVO für Unternehmen?

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung nimmt Unternehmen, die personenbezogene Daten sammeln und/oder verarbeiten, so stark wie nie zuvor in die Verantwortung. Das Regelwerk verpflichtet diese Unternehmen dazu, alle Prozesse der Datenverarbeitung zu dokumentieren und nach dem Stand der Technik zu schützen.

Ab dem 25. Mai 2018 müssen Unternehmen u. a.:

  • wissen, wann, wie und wo personenbezogene Daten gesammelt und verarbeitet werden
  • beweisen, dass sie die Neuregelung des Datenschutzes einhalten und technisch sowie organisatorisch jederzeit in der Lage sein, diesen Beweis erbringen zu können
  • Datenschutzverletzungen binnen drei Tagen an die Datenschutzaufsichtsbehörde melden
  • Auskunftsanfragen von Personen innerhalb eines bestimmten Zeitraums beantworten
  • Personenbezogene Daten, die nicht mehr benötigt werden, veraltet oder unrechtmäßig gespeichert wurden, umgehend sicher löschen

https://www.selbstdatenschutz.info/staatliche_ueberwachung/https://podcampus.phwien.ac.at/digimed/category/wissens-und-informationsgesellschaft/ueberwachung/https://grc.schleupen.de/aktuelles/news-detail/news/eu-dsgvo/

13 Jan

Keine Angst – Wir haben alles unter Kontrolle!

Bild: https://www.karriere.at/blog/datenschutz-grundverordnung.html

Für die Menschen heutzutage ist vor allem eines wichtig: schnell an Informationen zu kommen. Der einfachste Weg dafür ist die Suche im Internet. Über die einfachsten Suchmaschinen, wie zum Beispiel Google, klicken wir auf Websites und geben mit dem Klick auf „Cookies akzeptieren“ unser Einverständnis. Aber wofür geben wir eigentlich unser Einverständnis? Welche Datenschutzinformationen werden denn eigentlich geschützt und welche werden preisgegeben? Sind wir uns mal ehrlich – wer hat sich jemals schon die Datenschutzeinstellungen wirklich genau durchgelesen?

Mit der Zustimmung der Cookies werden unsere Daten und Informationen automatisch gesammelt und an Dritte weitergegeben. Es werden Werbeanzeigen geschalten und alles was wir suchen und anklicken wird gespeichert. Das Ausmaß dieser Daten, die von uns gespeichert werden, ist uns oftmals gar nicht bewusst, jedoch ist das Leben in unserem Zeitalter ohne Internet und ohne soziale Medien fast nicht möglich.

Wir werden in unserer Gesellschaft regelrecht gezwungen unsere Daten preiszugeben. Ist es also überhaupt möglich sich selbst zu schützen und seine Daten nicht freizugeben, wenn es nicht mal Parteien oder große Politiker schaffen?

Artikel dazu: https://deref-gmx.net/mail/client/9W4UFeABnKU/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.diepresse.com%2F5625105%2Fpassworter-von-osterreichischen-politikern-im-internet-gelandet

Spätestens nach der Enthüllung durch Edward Snowden im Jahr 2013- dass die National Security Agency weltweit Handy-Daten speichert und Nachrichten mitliest- sind wir uns alle sicher: wir werden über unsere digitalen Medien überwacht.

Facebook – Tool lässt Nutzer entscheiden, welche Daten außerhalb Facebooks getrackt werden

Artikel: https://deref-gmx.net/mail/client/LM8t7cNFGXc/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.derstandard.at%2Fstory%2F2000107639643%2Ffacebook-neues-tool-laesst-nutzer-entscheiden-welche-daten-ausserhalb-facebooks

In diesem Artikel wird darüber gesprochen, dass Facebook künftig den Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten geben will. Ein sogenanntes „Off-Facebook-Tool“ soll Einblick in jene Infos gewähren, die von externen Webseiten und Apps gesammelt und mit Facebook geteilt werden. Außerdem sollen diese Informationen dann verwaltet werden können. Diese Funktion soll in den nächsten Monaten global erhältlich sein.

Dies bedeutet für uns also, dass wir auswählen können, welche Aktivitäten von anderen Webseiten an Facebook weitergegeben werden. Dadurch hat es Auswirkungen auf die Anzeigen und Werbungen, die uns auf Facebook gezeigt werden. Wenn wir uns dafür entscheiden, dass die Informationen nicht weitergegeben werden sollen, werden unsere Werbungen und Anzeigen depersonalisiert. Es bedeutet jedoch NICHT, dass Facebook die Daten nicht mehr sammelt, es bedeutet nur, dass die Daten nicht mehr mit unserem Profil in Verbindung gebracht werden können.

Laut Facebook sollen die Nutzer nicht ganz auf personalisierte Werbung verzichten wollen und nur einzelne Apps und Webseiten von ihrem Profil trennen wollen.

Die komplette Sicherheit, dass unsere Daten nicht mehr gesammelt und gespeichert werden, können wir also nie haben, weder bei Facebook noch bei Google oder anderen Webseiten.

Wie sicher fühlt sich die Bevölkerung in Wien? Wie sicher sie sich fühlt, könnt ihr in unserem Podcast hören.

09 Jan

Datenschutz in der Volksschule: Was Lehrer/innen wissen müssen!

Quelle: https://pixabay.com/de/illustrations/online-internet-icon-symbole-www-942408/

verfasst von: Sarah Freudenthaler, Alin Haismann, Mirelle Tramp

Seit vielen Jahren wird unsere Welt zunehmend digitaler und vernetzter. Daher wird auch das Thema Datenschutz immer wichtiger für unsere Gesellschaft. Aber was ist eigentlich Datenschutz? Duden definiert den Begriff als „Schutz der Bürger/innen vor Beeinträchtigung ihrer Privatsphäre durch unbefugte Erhebung, Speicherung und Weitergabe von Daten, die ihre Person betreffen“. Datenschutz wird außerdem als Persönlichkeitsrecht gesehen und zählt damit zur Privatsphäre. 

Natürlich wird das Thema Datenschutz auch an Schulen immer präsenter. Hier gibt es jedoch zwei Aspekte, die datenschutzrechtlichen Überlegungen beachtet werden müssen:

  • Einerseits den Aspekt der Lehrperson, die darauf achten muss, dass Schüler/innendaten nicht an unbefugte Personen weitergegeben werden. Denn als Lehrperson muss man einige Dinge beachten, wenn man beispielsweise Fotos der eigenen Klasse ins Netz stellt oder Noten laut Vorlesen möchte. In beiden Fällen muss die Lehrperson sich zuvor über die rechtlichen Gegebenheiten informieren und gegebenenfalls Einverständniserklärungen Betroffener bzw. Erziehungsberechtigter einholen
  • Andererseits den Aspekt der SchülerInnen, die von der Lehrperson über den richtigen Umgang mit dem Internet aufgeklärt werden sollten. Denn je früher man Kindern die Gefahren erklärt, die sich z.B. im Umgang mit Social Media verstecken, desto besser können negative Auswirkungen vorgebeugt werden. 

Auf diese beiden Aspekte soll im Folgenden genauer eingegangen werden.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=VF5A2JhiJug

Datenschutz : Umgang mit sensiblen Daten

Wie bereits angedeutet kann sich auch das Schulwesen der weltweiten Digitalisierung nicht entziehen und so wurde im Jahr 2013 die Verwaltung österreichischer Pflichtschulen erstmals durch das Computerprogramm WiSion unterstützt. 

WiSion ist ein Schulinformationssystem durch das Daten auf einem zentralen Server abgespeichert werden können. Doch welche Daten werden von WiSion eigentlich erfasst? Ganz allgemein wird alles gespeichert, das im schulischen Bereich von Wichtigkeit ist. Dies beinhält persönliche Informationen des Lehrpersonals, sensible Daten der Schüler/innen (z.B. Geburtsdatum, Adresse, Noten, Erstsprache, usw.) sowie terminliche Informationen wie Krankenstände, Ausflüge, Anwesenheiten und Projektwochen. 

Nun stellt sich natürlich auf Basis der Datenschutzverordnung die Frage wie diese Daten geschützt werden bzw. wer auf diese große Menge an sensiblen Informationen zugreifen kann. Um überhaupt Zugriff auf das System zu bekommen, benötigt man mehrere Passwörter. Unter anderem müssen Lehrpersonen bei jedem Loginversuch über den sogenannten Token einen Pin erhalten. Der Token ist ein kleines Gerät, das an den Schlüsselbund gehängt werden kann und durch Knopfdruck ein neuen Pin generiert. Dieser Pin ändert sich nach jeder Anwendung. Weiters gewährleistet das sogenannte Berechtigungssystem den Schutz der Daten. Dies bedeutet, dass jede/e Nutzer/in nur die Informationen einsehen bzw. verändern kann, die für ihn/sie notwendig sind. So hat z.B. der/die Schulleiter/in Zugriff auf den kompletten Datensatz der Schule, während Lehrpersonen nur die für sie relevanten Informationen abrufen können.

Doch wie kommt diese Umstellung und Digitalisierung an den österreichischen Pflichtschulen an? Nachdem die Einführung des Verwaltungsprogrammes WiSion viele Jahre später als geplant eingetreten ist, scheint es so als wäre vielen Lehrer/innen ein weiterer Aufschub lieber gewesen. In zahlreichen Artikeln und Interviews mit Betroffenen wird das System als benutzerunfreundlich beschrieben. Anstatt den schulischen Alltag zu erleichtern, müssen Lehrpersonen stundenlang herumklicken, um beispielsweise Anwesenheiten einzutragen oder Zeugnisse zu erstellen. Da sich WiSion als sehr zeitaufwendiges Verwaltungsprogramm entpuppt hat, befürchten nun viele Lehrer/innen, dass der eigentliche Hauptgedanke des Lehrberufs, das pädagogische Handeln, immer mehr in den Hintergrund gerückt wird. Deswegen finden seit der Einführung von WiSion vor sechs Jahren immer noch Gesprächs- und Feedbackrunden statt, die eine Verbesserung des Systems erwirken sollen. 

Datenschutz: Aufklärung in der Volksschule

In der heutigen Zeit wird bereits im Laufe der Volksschule die Verwendung von digitalen Geräten, wie z.B. dem ersten eigenen Handy oder Computer, immer bedeutsamer. Deswegen ist schon in der Volksschule die Aufklärung über Datenschutz und den achtsamen Umgang mit digitalen Medien notwendig. Denn digitale Medien und die Vielzahl an Online-Diensten sind heutzutage ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Der Umgang bzw. die Nutzung von Online-Diensten wie Facebook, WhatsApp, TickTock, Instagram, Snapchat usw. ist für Schüler/innen bereits im Volksschulalter eine Selbstverständlichkeit und gehören zum Alltag. Unzählige Male schauen wir auf unser Handy, erhalten oder senden Nachrichten und geben private Informationen aus unserem Leben bekannt.

Die Schüler/innen unterschätzen bzw. wissen nicht, welche Konsequenzen ihr Handeln im Netz haben kann. Sie gehen daher mit dem Schutz der eigenen Privatsphäre unbedacht um und geben leichtsinnig eine Vielzahl von sensiblen Daten preis (Name, Adresse, Fotos). Daher ist es besonders wichtig, die Kinder für Risiken des Internets zu sensibilisieren. Immer häufiger wird von Experten/innen und Eltern gefordert, dass eine Aufklärung in der Schule stattfinden bzw. das Thema Datenschutz in den Schulunterricht integriert werden soll, um die Schüler/innen vor z.B. Cyber-Mobbing zu schützen und ihnen zukünftige Auswirkungen von Datenfreigabe zu verdeutlichen.

Die praktische Umsetzung in der Schule ist jedoch schwierig, da es Lehrenden oft an Erfahrung fehlt, um die Schüler/innen in Sachen Internet und Handy kompetent aufzuklären. Sie müssen sich das entsprechende Wissen erst selbst aneignen, wobei sich das Problem der Schnelllebigkeit ergibt – Lehrpersonen müssen ständig auf dem neuesten Stand sein. Deswegen sollten man in Betracht ziehen eine externe Hilfe bzw. eine/n Experten/in in Anspruch zu nehmen. Davon könnten sowohl Schüler/innen als auch Lehrer/innen profitieren.

Quellen:

https://www.duden.de/rechtschreibung/Datenschutz (Zugriff am 6.1.20)

ps://www.admin-iq.at/de/schule/schulsoftware/wision (Zugriff am 7.1.20)

ps://www.fsg-pv.wien/wp-content/uploads/2017/08/BIS1016.pdf (Zugriff am 4.1.20) 

https://wien.orf.at/v2/news/stories/2798424/ (Zugriff am 4.1.20)

Ausdruck WiSion Einführung: https://sts6.schule.wien.at/fileadmin/s/906023/Bilder/ausdruck_WISION_einf%C3%BChrung.doc (Zugriff am 7.1.20)

https://www.saferinternet.at/zielgruppen/lehrende/ (Zugriff am 06.01.2020)

https://www.klicksafe.de/ (Zugriff am 06.01.2020)

Bundesministerium Bildung, Wissenschaft und Forschung: http://bsrwn.at/datenschutz_faq_20190107.pdf (Zugriff am 06.01.2020)

https://www.oeliug.at/2019/01/10/datenschutz-an-schulen-was-lehrer-innen-wissen-m%C3%BCssen/ (Zugriff am 5.1.20)

https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulrecht/ds.html (Zugriff am 5.1.20)

29 Apr

Was Google & Co über uns wissen (wollen)…

verfasst von: Stephanie Bürgmayr, Lydia Kobau, Max Pfundner, Elisabeth Reppnig

Die meisten Menschen nutzen Google, Facebook oder andere ähnliche Online-Kanäle praktisch täglich, sind sich dabei aber nicht im Geringsten bewusst, was das eigentlich für ihre Privatsphäre und sensible Daten bedeuten kann.

Wenn ich einem Bekannten meine Telefonnummer, meinen Namen und meine Adresse gebe, dann weiß ich genau was damit passiert, ich habe sie ja nur diesem einen Menschen gegeben, oder? Jein, denn wenn diese Person die Daten auf ihrem Handy speichert und dann zum Beispiel den Nachrichtendienst „Whatsapp“ aufruft, dann wird das gesamte Adressbuch jedes Mal mit dem amerikanischen Server abgeglichen. So schnell kann es gehen und diese Daten sind bei Whatsapp und im Zuge dessen auch bei dessen Mutterunternehmen Facebook gelandet. Ein weiterer riesiger Datensammler unserer Zeit ist definitiv Google und wir tragen wesentlich dazu bei ihn tagtäglich zu füttern. Obwohl die Zahlen nicht eindeutig zu bestimmen sind gehen Schätzungen, wie sie zum Beispiel „internetlivestats“ aufstellt, von mehr als 40000 Suchanfragen bei Google pro Sekunde aus. Jedes Mal, wenn wir Google nach einem bestimmten Restaurant, neuen Schuhen oder einer neuen Küche fragen merkt sich das der dahinterstehende Algorithmus. Er zeichnet unsere IP-Adresse auf, also von welchem Gerät und von wo aus wir operieren, und setzt kleine Marker auf unseren Computern, so genannte Cookies, die aufzeichnen welche Seiten wir besuchen und welche Aktionen wir darauf getätigt haben. Google weiß in den meisten Fällen aufgrund unserer Handys auch wo wir uns aufgehalten haben und wie lange wir da waren.

Aber wofür werden diese Informationen verwendet? Das größte Standbein von Google und Co ist die Werbung.  Die Einnahmen dadurch beliefen sich im Jahr 2018 nur bei der beliebten Suchmaschine auf rund 116 Milliarden Dollar, das sind rund 85% ihres Gesamtumsatzes. Diese Firmen leben davon so viele Informationen wie möglich zu sammeln um dadurch dann für Unternehmen gezielte Werbung ausspielen zu können. Haben sie sich schon einmal gewundert warum Sie eine bestimmte Werbung hartnäckig durch alle möglichen Portale verfolgt? Dabei handelt es sich meist um Google Adsense, das die von Ihnen besuchten Seiten und Aktionen auswertet, um sie gezielt mit persönlich relevanten Produkten zu bombardieren. Manchmal kann das nützlich sein, oft ist es aber auch lästig.

Das Problem dabei ist, dass die meisten Menschen sich dieses Umstandes nicht bewusst sind und sich im Normalfall nicht aktiv dazu entscheiden diese Datensammlungen zu erlauben. Oft sind diese Optionen von Google als Opt-Out gestaltet, das heißt, dass man sie aktiv deaktivieren muss um seine Zustimmung zu verweigern. Google, Facebook und Co gehen zwar transparent damit um, was für Daten gesammelt werden, machen es dem Alltagsuser aber schwer ohne intensive Recherche darauf zu reagieren.

Zusätzlich kam es leider zum Beispiel bei Facebook zum wiederholten Male zur unerlaubten Weitergabe von sensiblen Informationen an Dritte (siehe „Datenweitergabe an Facebook-Partner“). Das schädigt das Vertrauen in solche großen Online-Unternehmen natürlich umso mehr. Das einzig Positive daran ist, dass es hoffentlich das Bewusstsein der User dahingehend schärft, sich mehr mit dem grundsätzlichen Thema das Datenschutzes auseinander zu setzen und sich vor Auge zu halten, dass man vor allem im Internet nicht anonym unterwegs ist.  

Weitere Beiträge zum Thema Überwachung:

Quellen:

https://www.techbook.de/apps/messenger/whatsapp-datenschutz-zugriff-facebook

https://ardorseo.com/blog/how-many-google-searches-per-day-2019/

https://www.test.de/Internet-Cookies-die-wichtigsten-Fragen-4343964-0/

https://www.internetlivestats.com/google-search-statistics/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/75188/umfrage/werbeumsatz-von-google-seit-2001/

https://www.derstandard.de/story/2000077886432/datensammelei-wie-viel-google-wirklich-ueber-uns-alle-weiss

11 Nov

Datenschutz- Überwachung im Bildungssystem

Datenschutz ist ein in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstandener Begriff, der teilweise unterschiedlich definiert und interpretiert wird. Datenschutz kann man aus verschiedenen Richtungen betrachten, je nach Betrachtungsweise entstehen unterschiedliche Definitionen. Unter anderem Schutz vor missbräuchlicher Datenverarbeitung, Schutz des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung, Schutz des Persönlichkeitsrechts bei der Datenverarbeitung und auch Schutz der Privatsphäre.

Datenschutz wird häufig als Recht verstanden, dass jeder Mensch grundsätzlich selbst darüber entscheiden darf, wem wann welche seiner persönlichen Daten zugänglich sein sollen. Der Datenschutz soll der in der zunehmend digitalen und vernetzten Informationsgesellschaft bestehenden Tendenz zum sogenannten gläsernen Menschen, dem Ausufern staatlicher Überwachungsmaßnahmen (Überwachungsstaat) und der Entstehung von Datenmonopolen von Privatunternehmen entgegenwirken.

Datenschutzgesetz Österreich

Rechtsgrundlage für den Datenschutz ist in Österreich das Datenschutzgesetz 2000 (DSG 2000), die Datenschutzbehörde kontrolliert die Einhaltung des Datenschutzes.

Das Datenschutzgesetz regelt gemeinsam mit der Datenschutz-Grundverordnung den Schutz personenbezogener Daten in Österreich (E-Mail-Anschrift, Geburtsdatum oder Telefonnummer). Diese oder ähnliche Angaben dürfen ohne vorherige Zustimmung des Betroffenen nur in speziellen Fällen weitergegeben werden. Die Datenschutzkommission ist durch dieses Gesetz eingerichtet.

Österreich war einer der ersten europäischen Staaten mit einer eigenen Behörde für den Datenschutz. Mit diesem wurde auch die Datenschutzkommission geschaffen (seit 2012 Datenschutzbehörde, DSB).

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datenschutz

Weiterlesen

07 Mai

Überwachung im Bildungssystem – Stellungnahme österreichischer MedienpädagogInnen

Stellungnahme österreichischer MedienpädagogInnen zur Überwachung im Bildungssystem:

Freiheit:

Für PädagogInnen ist selbstverständlich: Kinder brauchen Freiheit, um sich zu entwickeln.

Sokrates:

Laut österreichischen MedienpädagogInnen führen die Pläne der Bildungsreformkommission sowie das System „Sokrates Bund“ allerdings zu einer weitläufigen Überwachung und Kontrolle aller Kinder und Jugendlichen im Schulsystem.

Hierbei werden schulbezogene, persönliche Daten gespeichert. Diese sind mittels Passwort geschützt. Innerhalb einer Schule gibt es verschiedene BenutzerInnen, denen verschiedene Berechtigungen zugewiesen werden können. Je nach Berechtigung kann man auf Daten der SchülerInnen zugreifen und diese bearbeiten. Vermerkt sind u.a. Wohnort, Adresse, Geburtsdatum, Zeugnisse, etc.

Die Daten sollen von Beginn der Kindergartenzeit an gesammelt und bis zum Ende der Schullaufbahn gespeichert werden. Diese Aufzeichnung der Daten gleicht laut MedienpädagogInnen einer Überwachung der Kinder und Jugendlichen – alles wird aufgezeichnet und festgehalten. Dies erschwere den Kindern, ihre Kräfte zu erproben und auch einmal Fehler machen zu können.

Kritik der PädagogInnen:

Österreichische MedienpädagogInnen kritisieren die Überwachung der Kinder und Jugendlichen. Vielmehr solle darauf Wert gelegt werden, den Kindern einen reflektierten und kritischen Umgang mit Medien und dem Internet beizubringen. Das Bildungssystem solle den Kindern und Jugendlichen Freiheit ermöglichen, um sich bestmöglich entwickeln zu können. Mit dem geplanten Ausbau von Überwachung und Kontrolle sei dies allerdings nicht möglich.

Quelle:

SWERTZ, Christian (2015): MedienpädagogInnen warnen vor Überwachung. In: Online abrufbar unter: http://www.medienimpulse.at/articles/view/861?navi=1 (Stand: 03.05.2018)

Verfasst von: Patricia Kallinger

07 Mai

Auszüge aus den Nutzungsbedingungen Facebooks

In einem freundlich zusammengefassten Text erklärt uns Facebook, welche Daten es von uns sammelt, und was es damit alles machen darf.

Dabei werden immer wieder die Vorteile dieser Richtlinien hervorgehoben.

Bereitgestellte Daten

Facebook erfasst: „ Inhalte, Kommunikationen und sonstigen Informationen, die du bereitstellst, wenn du unsere Produkte nutzt; dazu gehören auch deine Registrierung für ein Konto, das Erstellen oder Teilen von Inhalten sowie der Nachrichtenaustausch bzw. das Kommunizieren mit anderen.“

Zusätzlich werden Metadaten, wie Standorte der Aufnahme eines Fotos. Besonders interessant: Facebook darf auch das erfassen, was wir durch die von Facebook bereitgestellte Kamera sehen.

Für Daten mit „besonderem Schutz“, wie das Profilbild oder religiöse Ansichten gelten besondere Richtlinien, diese werden aber nicht näher erörtert.

Netzwerke und Verbindungen

Facebook erfasst Daten von Personen und Seiten mit denen wir verbunden sind, und wie mit diesen Personen interagiert wird. Dabei werden auch Kontaktinformationen über diese Personen, mit denen man in Kontakt steht gesammelt, genauso wie Zugriff auf das SMS- und Anrufprotokoll gewährt.

Käufe

Wird über Facebook eingekauft oder gespendet, so kann dieses nun Zahlungsinformationen, Kreditkartennummern, und „andere Karteninformationen, sonstige Konto- und Authentifizierungsinformationen sowie Abrechnungs-, Versand- und Kontaktangaben“.

Teilen der Informationen mit Dritten

Partner für Messungen:

„Wir teilen Informationen über dich mit Unternehmen, die diese zusammenfassen, um unseren Partnern Berichte über Analysen und Messungen bereitzustellen.“

Anbieter und Dienstleister.

„Wir stellen Anbietern und Dienstleistern, die unser Unternehmen unterstützen (z. B. indem sie technische Infrastrukturdienstleistungen erbringen, analysieren, wie unsere Produkte genutzt werden, einen Kundendienst anbieten, Zahlungen ermöglichen oder Umfragen durchführen), Informationen und Inhalte bereit.“

Die Nutzungsbedingungen könnt ihr finden, indem ihr auf euer eigenes Profil klickt, und dort unterhalb des Sprachen-Menüs sucht.

Verfasst von Melanie Zach

05 Mai

Werde ich überwacht/ausspioniert?

 

Überwachung – Unter Verdacht – Im Visier der Geheimdienste

Heutzutage stellen sich immer mehr Menschen die Frage, ob und wie sie im alltäglichen Leben ausspioniert werden, doch diese Frage ist ganz einfach zu beantworten, denn dadurch, dass jeder Mensch seinen eigenen Spion, in Form des Smartphones, Laptops, etc. jederzeit bei sich hat, ist es ein Leichtes, für jegliche Geheimdienste, an unsere Privatdaten zu gelangen.
Österreich soll das Paradies für Geheimdienste aller Art sein, da New York und Wien angeblich die 2 globalen Hotspots der Spionage für die USA darstellen und allein in Wien sollen sich mehr als 8000 Spione aufhalten.
Wir sollten uns also nicht mit der Frage befassen, OB wie ausspioniert werden, sondern INWIEWEIT? Sind wir auf dem Weg in eine Art „digitale Diktatur“?

Durch die sogenannte Überwachungsgesellschaft ist es nämlich so, dass tatsächlich alle Bürger verfolgt und überwacht werden, sei es durch Maschinen oder durch einen ganzen Apparat inklusive einem Menschen drin.

Thomas Drake, ein ehemaliger US-amerikanischer Angestellter der NSA bekam die Aufgabe, ein Spionage Programm zu entwickeln, welches die klassische Arbeit der Geheimdienste auf das Informationszeitalter anpasste und somit die Arbeit der Spione deutlich erleichterte. Es werden nämlich nicht mehr Daten für einen bestimmten Zweck gesammelt, vielmehr wird alles Mögliche, ohne jeglichen Gerichtsbeschluss gesammelt und anschließend ausgewertet.
Die sogenannte „klassische Spionage“ ist längst nicht mehr vorhanden, dadurch, dass sich die Telekommunikation in den letzten Jahren rasant entwickelt hat.

Wir Menschen müssen nicht mehr bis ins kleinste Detail ausspioniert werden, da wir selber dafür sorgen, dass alle anderen über unser Leben Bescheid wissen: durch unsere täglichen Selfies, Stories, Beiträge, Weightwatcher, GPS-Standorte, Kalorientracker, Bankomatkarten, Visitenkarten, und vieles mehr laden wir jeden Menschen buchstäblich dazu ein, einen Blick in unseren Alltag zu werfen. Wir sind somit selbst dafür verantwortlich ein Teil der digitalen Diktatur zu sein und können dies nur anhand von größerer Sorgfalt verhindern. Ein guter Anfang wäre beispielsweise, die AGBs tatsächlich durchzulesen!

Quelle:

Verfasst von: Szekely Beatrix

03 Mai

Was macht Facebook mit unseren Daten?

Wir alle verwenden Facebook. Wir posten Fotos, geben unsere Geburtstage und Freunde preis, und verteilen munter Likes.

Doch was passiert mit diesen Informationen, sobald ich sie auf der Seite freigegeben habe?

Unter normalen Umständen gibt Facebook keine Daten einfach so an Dritte weiter, solange keine Zustimmung dieser Nutzer erfolgt ist. Die gespeicherten Daten werden für das Unternehmen gesichert, um, nach eigenen Angaben, die Nutzung zu verbessern, und die Anzeigeschaltung zu optimieren. Denn umso besser Facebook seine Nutzer kennt, umso genauer kann es Werbungen schalten, die auf einzelne Personen genau abgestimmt worden sind.

Die Daten die Facebook über uns sammelt, können in verschiedene Typen eingeteilt werden:

Einerseits geben wir als User aktiv unsere Daten frei. Darunter fallen alleine schon Daten, die ich bei der Registrierung freigebe: Wohnort, Name, Alter. Diese Angaben sind zur Anmeldung verpflichtend.

Weitere Informationen geben wir freiwillig Preis; Wo waren wir auf der Schule, wo arbeiten wir, und wo wohnen wir jetzt?

Durch Kommentare und Likes teilen wir ebenfalls Daten, und das freiwillig.

Eine andere Art von Daten, die Facebook über uns speichert, ist unser Verhalten. Hochgeladene Fotos und Videos enthalten Metadaten: Wo und wann wurde das Foto gemacht? Welches Gerät wurde dazu verwendet?

Wer ständig auf Facebook mit seinem Smartphone eingeloggt ist, verrät Facebook wie und wo er sich täglich bewegt. So kann ein Bewegungsprofil erstellt werden.

Besonders skurril: Facebook kann hochgeladene Fotos scannen, um so zu erkennen, in welcher Landschaft man sich befindet, und welches Essen vielleicht auf dem Tisch steht.

Aus diesen erworbenen Informationen ergibt sich nun eine dritte Form der Daten: die abgeleiteten Daten. Durch statistische Mittel sollen aus den erworbenen Daten neue Informationen und Verbindungen hergestellt werden.

Britische Forscher konnten zum Beispiel anhand der Likes einer Person ziemlich sicher erkennen, welches Geschlecht diese Person hat, und wie ihre sexuellen Neigungen sind.

Anhand dieser gesammelter Daten schneidert Facebook Werbeanzeigen auf den jeweiligen User zu.

Verfasst von Melanie Zach

 

 

https://www.klicksafe.de/themen/rechtsfragen-im-netz/irights/datenschutz-auf-facebook-wem-gehoeren-meine-daten/teil-1-das-geschaeftsmodell-von-facebook-oder-wozu-verwendet-facebook-die-daten/

https://irights.info/artikel/wem-gehoren-meine-daten/14308