11 Jun

Home Office: die Vor – und Nachteile unseren neuen Alltags

Das Jahr 2020 hat eine Veränderung mit sich gebracht die niemand von uns für möglich gehalten hätte. Als die Corona – Krise ausgebrochen ist, wurde unser aller Leben auf den Kopf gestellt. Es gab viele Veränderungen, die alle Bereiche unseres Alltages betroffen haben und einer davon ist natürlich die Arbeit, das Studium oder die Schule. In der heutigen Zeit ist ja es grundsätzlich kein Problem von zu Hause zu arbeiten, das haben viele Menschen auch schon vor der Corona – Zeit gemacht. Einige haben sich darüber gefreut nicht mehr in die Schule oder die Universität zu gehen, jedoch bringt das Homeoffice auch einige Schwierigkeiten mit sich. 

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert angesichts der derzeitigen Situation klare Regeln für das Arbeiten von zu Hause. Es darf nicht zu einer Aufweichung der Ruhezeiten, wie auch Verlängerung der Arbeitszeiten führen. 

Auf der einen Seite kann man sich zu Hause die Arbeitszeiten flexibler einteilen, jedoch kann es auch Gefahren bieten, wenn man nicht in seinem alltäglichen Rhythmus bleibt und deswegen vielleicht bis spät in die Nacht arbeitet, was normalerweise nicht passieren würde, wenn man das Büro gegen 18Uhr verlässt und am nächsten Tag um 09Uhr wieder dort sein müsste. 

Für StudentInnen bietet der Universitätsbetrieb ebenfalls so viele Vor- wie auch Nachteile. Auch hier wird die Möglichkeit geboten seine Zeit selber einzuteilen und nicht gezwungen zu sein in einer Vorlesung zu sitzen, sondern dann zu arbeiten, wenn man sich gut konzentrieren kann und motiviert ist. Einige StudentInenn fühlen sich jedoch mit den vielen Aufgaben, die sie von ihren ProfessorInnen erhalten überfordert und ihnen geht die Erfahrungen die man macht, wenn man wirklich in der Universität sitzt ab. Das Homeoffice kann die „real life experience“ also nicht ersetzen. 

Online findet man einige Seiten, die den jungen Erwachsenen Hilfestellungen anbieten ihren Uni – Alltag von zu Hause aus zu strukturiert und gut wie möglich bewältigen zu können. 

Empfohlen wird hier zum Beispiel der richtige Schreibtisch wie auch Sessel, ein Laptop mit Programmen wie Word, Power Point, einem Internetanschluss und einer Webcam für die Video – Konferenzen. Natürlich braucht man auch genügend Platz, um gut arbeiten zu können. Die Universitäten müssen ihren Teil in dem Sinne erfüllen, dass sie die Lernunterlagen oder zum Beispiel Power Point Folien zur Verfügung stellen, wie auch das Angebot von Video – Konferenzen bereitstellen. 

Gut, nun wissen wir welches Material man für einen Lernerfolg zu Hause benötigt, aber was betrifft die Planung, Organisation und Motivation? 

Ganz wichtig ist eine klare Struktur und To Do´s festlegen. Hier kann zum Beispiel ein Wochen – oder Tagesplan helfen. Es ist immer wichtig ein Ziel vor Augen zu haben. Pausen machen gehört dazu, hier wird empfohlen viele kurze Pausen zu machen. Was die Motivation betrifft hilft es sich genau zu überlegen was man in einem gewissen Zeitraum schaffen möchte und sich auch nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig vorzunehmen. Auch eine Abwechslung mit kurzen Spaziergängen sind hilfreich und eine Routine sollte so gut wie möglich eingehalten werden. 

  • Stelle dir immer einen Wecker. 
  • Bleibe nicht im Pyjama. 
  • Erstelle eine „auf-was-ich-heute-richtig-Lust-habe-Liste“ (was nur ein anderer Name für die alt bekannte To Do Liste ist, aber gleich viel mehr Lust auf die Aufgaben macht  ) 
  • Arbeite am besten in Zeitintervallen. (25 Minuten konsequent an einer Aufgabe arbeiten, dann 5-10 Minuten Pause z.B. die App „Forest“ hilft bei dem Zeitmanagement. 
  • Lege feste Arbeitszeiten fest. (z.B. 09-16Uhr)
  • Mach dir ein schnelles, aber gesundes Mittagessen (für richtig viel Energie). 
  • Richte dir einen schönen Arbeitsplatz her. 
  • Vermische deinen Arbeitsplatz nicht mit dem Privaten (nicht mit dem Laptop auf der Couch oder in dem Bett liegen). 
  • Simuliere Uni – oder Bürostimmung. 
  • Bleibe im Kontakt mit Familie und Freunden (eine kurze Video – Konferenz mit deinen Lieben kann Wunder wirken).

Natürlich haben wir es gut, wenn wir als StudentInnen uns nicht ,wie manche Familien, einen Laptop mit anderen teilen müssen. Das ist gerade wahrscheinlich die größte Herausforderung, bei denen die sich die technischen Geräte für die Arbeit oder Uni teilen müssen, wie auch jene die diese vielleicht gar nicht zur Verfügung haben oder es zum Beispiel fehlendem Internet scheitert. Deswegen sollten wir nie aus den Augen verlieren wie gut wie es trotz der herausfordernden Situation gerade haben und versuchen das Beste aus der Situation zu machen. 

10 Jun

Alexa: Privatsphäre und persönliche Daten gegen bequemen Lifestyle?

In diesem Blog widmen wir uns nun der Frage, wie es bei Alexa mit unseren Daten aussieht. Tauschen wir mit dieser netten, privaten, intelligenten Sprachassistentin unsere Privatsphäre gegen Bequemlichkeit? Hängen wir uns mit ihr ein Damoklesschwert ins Haus?  Ist unter dem Deckmantel des „ach so tollen Helferleins“ eigentlich eine kleine Spionin versteckt? Ist die liebe Alexa womöglich eine Wölfin im Schafspelz?

Wir begannen mit unserer Recherche bei der Quelle: Amazon. Uns hat es interessiert, welches Statement dazu der Großkonzern in die Öffentlichkeit trägt. Folgendes können wir nun von der Internetseite von Amazon zusammenfassen:

Amazon gehe gewissenhaft und sorgfältig mit persönlichen Informationen um, dies jedoch in Übereinstimmung mit den Datenschutzbestimmungen von Amazon. Einmal in diese Datenschutzerklärung zu sehen, ist bestimmt nicht nur für Alexa-Inhaber/innen interessant – auch gewöhnliche Amazon-Kunden könnten hier einen „Aha-Moment“ erleben. In Bezug auf Alexa finden sich hier folgende konkrete Anführungen:

  • Bei der Frage für welchen Zweck persönliche Informationen verarbeitet werden, führt Amazon den Punkt „Bereitstellung von Sprachdiensten“ an: Wenn Sprachdienste genutzt werden, werden die Spracheingabe und andere persönliche Informationen verarbeitet.
  • Bei der Frage ob persönliche Informationen weitergegeben werden wird der Punkt „Transaktionen mit Dritten“ erläutert. So können sogenannte „Skills“ von Drittanbietern über den Alexa-Sprachdienst aktiviert werden.
  • Bei den „Beispielen erhobener Informationen“ wird Alexa bei Punkt fünf erwähnt – Kund/innen stellen Amazon Informationen zur Verfügung, wenn mit Alexa gesprochen oder „anderweitig interagiert“ wird. Konkret wird es weiter unten: durch das Sprechen und die Interaktion mit Alexa werden Amazon Sprachaufzeichnungen zur Verfügung gestellt.
  • Auch erhält Amazon Informationen aus anderen Quellen und bei Alexa handelt es sich dabei um Informationen anderer Geräte und Dienste, die mit ihr verbunden sind.

Und wie lange werden persönliche Informationen allgemein gespeichert? Nun ja: „so lange wie dies erforderlich ist, um die in der Datenschutzerklärung beschrieben Zwecke zu erfüllen usw.…“ – alles klar!

Nun zurück zur konkreten Seite über Alexa:

Bei einer unbeabsichtigten Aktivierung bei der ein anderes Wort oder akustisches Signal als Aktivierungswort interpretiert wird, folgt logischerweise eine unbeabsichtigte Sprachaufzeichnung und Weiterleitung an den Server – dieser Vorgang wird jedoch laut Amazon durch ein sicht- oder hörbares Zeichen signalisiert. Alle Sprachaufzeichnungen, einschließlich der unbeabsichtigten, könnten dann im Verlauf der Alexa-App überprüft und gelöscht werden. Auch können die Mikrofone gezielt ausgeschaltet werden, wodurch eine Sprachaufzeichnung nicht mehr möglich sei. Des Weiteren wird ausführlich beschrieben, wie Sprachaufzeichnungen verwaltet, überprüft und gelöscht werden können, sowie die daraus resultierenden „Konsequenzen“. Das Löschen der Sprachaufzeichnungen wirke sich auf das vielerwähnte „Alexa-Erlebnis“ aus. Allgemein bekommt man beim Durchlesen der Seite in wohl dosierten Portionen immer wieder das Gefühl vermittelt, diese ganze Sache mit der Verwendung und Weitergabe persönlicher Daten sei eigentlich nur um „das persönliche Erlebnis, die Dienste, die Anpassung an persönliche Wünsche und Vorlieben“ zu maximieren. Nun denn.

Jedoch schwebt da nicht vielleicht doch ein Damoklesschwert über unseren Köpfen?

Alexa ist was das Thema Datenschutz betrifft doch recht umstritten. So lesen sich oftmals folgende Vorwürfe:  Alexa lausche, Alexa sei eine Wanze, Alexa spioniert, Alexa gibt Privatgespräche weiter.

Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass durch die eingangs erwähnte „unbeabsichtigte Aktivierung“ auch Gespräche aufgezeichnet werden könnten, welche nicht unbedingt für andere Ohren gedacht sind und sensible, private Informationen enthalten. Zwar kann man die Sprachaufzeichnungen löschen, jedoch stellt sich die Frage wie viele Menschen dies in Wahrheit tun, vor allem wenn sie nicht merken, dass „unbeabsichtigt“ aufgezeichnet wird. Laut diesem Beitrag auf GoogleWatchBlog, bekommen Amazon-Mitarbeiter täglich eine Vielzahl von auszuwertenden Sprachaufzeichnungen, welche auch verschriftlicht werden, auf denen nicht gerade wenige Privatgespräche zu hören sind.

Hier zu einem weiteren Vorwurf: Alexa sei Beweismittellieferantin

In den USA geschah dies bereits bei folgendem Fall: Nach einem Mord wollten die Ermittler an die Alexa-Aufzeichnungen des Beschuldigten. Amazon verweigerte dies zuerst, erst nachdem der Beschuldigte selbst einwilligte wurden die Daten freigegeben. In Europa gibt es anscheinend schon Bestrebungen (oder gibt es bereits begrenzte Befugnisse?), dass Sicherheitsbehörden Daten von Alexa als Beweise für Ermittlungen nutzen. Folgendes Video der Tagesschau in Deutschland zeigt eine aufschlussreiche Diskussion zu dieser Thematik:

Nun, es bleibt wohl jedem selbst überlassen sich ein Bild darüber zu machen. Was Alexa zu dem Thema zu sagen hat erfährt ihr in unserem Podcast.

Quellen:

https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=GA7E98TJFEJLYSFR

https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=3312401

https://www.notebookcheck.com/Alexa-als-Wanze-Amazon-Statement-zum-Lauschangriff-der-Behoerden.423113.0.html

https://www.forbes.com/sites/davidphelan/2019/04/12/amazon-confirms-staff-listen-to-alexa-conversations-heres-all-you-need-to-know/

https://www.datenschutzexperte.de/blog/datenschutz-im-alltag/alexa-datenschutz-sprachassistenten/

https://www.giga.de/unternehmen/amazon/news/zdf-verurteilt-alexa-ist-amazons-sprachassistent-gefaehrlich/

https://www.tagesschau.de/inland/sprachassistent-beweismittel-101.html

10 Jun

Alexa – Eine Bequemlichkeit oder doch eine Last?

Die Digitalisierung findet nicht nur in der Wirtschaft einen großen Aufschwung, sondern auch in den eigenen vier Wänden. Immer mehr Menschen greifen auf die sogenannte „Alexa“ zurück, um mehr Bequemlichkeit in ihrem zu Hause zu schaffen. Bereits 2018 wurden 56,3 Millionen smarte Lautsprecher von Google Home und Amazon Alexa verkauft. Durch die kontinuierlich steigende Nachfrage werden diese Art von Smart Home Assistenten zu eine der wichtigsten Produktkategorien im Bereich „Consumer Electronics“.

Alexa ist eine digitale Assistentin, die per Sprachsteuerung auf installierte Dienste und Informationen aus dem Internet zurückgreifen kann. Sie ist so konzipiert, dass sie auf ein bestimmtes Aktivierungswort reagiert, das was im Raum gesprochen wird verarbeitet und daraufhin Befehle ausführt. Durch über 50.000 Skills ist Alexa in der Lage Wissensfragen zu beantworten, Termine zu verwalten oder auch Wetterinformationen zu geben. Je öfter Alexa verwendet wird, desto schneller lernt sie Interessen und Vorlieben des Besitzers oder der Besitzerin kennen. Somit kann sie ihre Funktionen ständig verbessern und aktualisieren.

Die Skills können von den Benutzern aktiviert werden, sodass auch Smart Home Devices über Alexa steuerbar sind. Dadurch kann das Licht an- und abgedreht werden, die Heizung ist steuerbar und auf Wunsch kann sogar der Staubsaugroboter, Rasenmähroboter oder Überwachungskameras über Alexa bedient werden. Ebenfalls kann Alexa Bestellungen aufgeben oder Netflix und Amazon Video bedienen.

Quelle: https://developer.amazon.com/de-DE/docs/alexa/smarthome/understand-the-smart-home-skill-api.html

Die enorme Bandbreite an Fähigkeiten und Skills, beeindruckt auf der einen Seite viele Menschen, die ihr Leben durch diesen technischen Fortschritt vereinfachen und bequemer gestalten möchten. Andererseits ist eine große Skepsis bemerkbar, was die Datenverarbeitung durch Alexa betrifft. Denn bereits 2017 wurde Alexa durch Sicherheitsforscher gehackt, wodurch es möglich war das Mikrofon ohne Signalwort einzuschalten. Theoretisch sind Mikrofone der Alexa, so lange sie nicht gerufen wird, auf „Standby“, dennoch sind diese Mikrofone so gut eingerichtet, sodass sie auch von einer sehr weiteren Distanz ständig zuhören kann. Mit dem Signalwort beginnt die Aufzeichnung der Spracheingabe. Diese Daten werden dann über Firmenserver weitergeleitet, verarbeitet und womöglich auch in den USA gespeichert, wo ganz andere Datenschutzrichtlinien gelten. Dass Daten gespeichert werden ist sicher, jedoch wie lange und wo diese Daten aufbewahrt werden, wird von Amazon nicht preisgegeben.

Smart Home hat bestimmt viele Vorteile, die das Wohnen im eigenen zu Hause noch leichter und bequemer machen. Jedoch sollten Vor- und Nachteile stets abgewogen werden. Mit dem Verwenden solcher Geräte muss man sich bewusst sein, dass man einen großen Teil persönlicher Daten preisgibt und trägt somit die eigene Verantwortung dafür.

https://de.wikipedia.org/wiki/Amazon_Echo

https://www.futurezone.de/netzpolitik/article213071959/Der-Spion-in-meiner-Wohnung-Wichtige-Fakten-zu-Alexa-Google-Assistant-und-Co.html

https://www.pcwelt.de/a/alexa-smart-home-die-besten-geraete-fuer-amazon-echo,3391001

https://developer.amazon.com/de-DE/alexa

28 Jan

IoT – Smartwatch, Fitnesstracker und Datenschutz

(c) Nadine Andreas

Du hast dich schon öfter gefragt, ob du dich heute schon genug bewegt hast oder wie viele Stockwerke du heute schon gemeistert hast? Dann ist eine Smartwatch oder ein Fitness-Tracker genau das richtige für dich. Heutzutage gehört zum perfekt ausgestatteten Smartphone unbedingt auch eine passende Computer Uhr, doch wie gehen diese Devices mit deinen persönlichen Daten um? 

Diese und weitere Fragen werden dir in den nächsten Zeilen beantwortet. 

Was ist die Smartwatch überhaupt?

Eine Smartwatch ist prinzipiell eine schlaue Armbanduhr, die zusätzliche Funktionen, wie das Verbinden mit dem Handy durch Bluetooth oder das Aufzeichnen von Aktivitäten besitzt. 

Benachrichtigungen, welche auf das Smartphone kommen, werden im selben Augenblick auch auf der Smartwatch abgebildet, sodass einem wirklich kein Anruf mehr entgehen kann. 

Diese neue Technologie entwickelt sich permanent weiter, sodass die Nachfrage stetig steigt. In den letzten Jahren wurden rund 80 Millionen Exemplare verkauft und die Zahl steigt rasant. 

Viele NutzerInnen können auf ihren treuen Begleiter am Handgelenk genauso wenig verzichten, wie auf das geliebte Handy.  

Fitnesstracker 

Ein Fitnesstracker ist ein kleines Gerät, das meist wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen wird. Sie soll dadurch zu einem gesünderen und aktiveren Lebensstil verhelfen. 

Es zeichnet mittels Sensoren verschiedene Daten wie Schrittanzahl, hinterlegte Distanzen, Schlafenszeiten, verbrauchte Kalorien, Herzfrequenz und vieles mehr auf. 

Meist gibt es zum Tracker passend eine Smartphone-App. Dort kann der Nutzer dann Aufzeichnungen einsehen, vergleichen und kontrollieren. In den meisten Apps können noch konkrete Personenangaben wie Alter, Geschlecht, Gewicht etc. ergänzt werden. 

Vorteile des Fitnesstrackers

Als Nutzer bekommt man durch die Aufzeichnungen der Daten ein Bild über das eigene Bewegungsverhalten. Dadurch wird ein besseres Körperbewusstsein geschaffen. 

Dokumentiert man zudem sein Essverhalten in der dazugehörigen App, können auch Rückschlüsse über die Ernährung gezogen werden. 

Fitnesstracker motivieren zudem, mehr Sport und Bewegung in den Alltag zu bringen. So können die Aufzeichnungen über verbrannte Kalorien, gelaufene Schritte und hinterlegte Kilometer ein enormer Ansporn sein, sich Tag für Tag zu verbessern. Die motivierende Wirkung kann verstärkt werden, wenn man die Daten zusätzlich auf sozialen Netzwerken teilt. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Bedienung einer solchen Uhr kinderleicht ist. Es bedarf keinerlei technisches Vorwissen, um einen Fitnesstracker bedienen zu können. 

Selbst für die Übertragung auf das Smartphone reicht oftmals eine aktive Bluetooth Verbindung. (vgl. Zaeh Pauline, 09.Jänner 2019. Fitnesstracker – Pro und Contra für die Kontrolle. Verfügbar unter https://www.gesund-vital.de/fitnesstracker)  

Welche Vorteile bietet eine Smartwatch?

So genannte Wearables bringen enorme Vorteile mit sich.

Denkt man an ländliche Regionen und die Versorgung älterer, chronisch kranker Menschen, so bietet die Smartwatch eine rasche, elektronische Hilfestellung. 

Es ist zum Beispiel denkbar, dass die Geräte (in Zukunft) einen Notruf absetzen, wenn der Patient einen Herzstillstand erleidet. 

Welche Nachteile und Gefahren bringt die Smartwatch mit sich?

Nicht alle Messungen, die von den Trackern ausgehen, sind immer korrekt. Es werden auch einige Fehlmessungen gemacht, die beängstigend wirken können oder auch unberechtigte Glücksgefühle hervorrufen. 

Außerdem kann es zu einem Verlust des eigenen Körpergefühls kommen, da der Fokus zu stark auf Zahlen gelegt wird. Dem Gerät wird hier mehr Vertrauen geschenkt als dem eigenen Körper. 

Der größte Nachteil ist, jedoch die nicht garantierte Datensicherheit. Besonders bedenklich wird es, wenn die Smartwatch die Daten nicht einmal anonymisiert, bevor sie weitergegeben werden. In dem Fall kann auch auf dem Server der Hersteller nachvollzogen werden welcher Datensatz zu welchem Tracker gehört. 

Datensicherheit 

Vor allem der Einsatz von Bluetooth stellt eine Sicherheitslücke da und macht Smartwatches und Fitnesstracker angreifbar. Wenn man sein Smartphone bzw. das verwendete Gerät und dessen App regelmäßig updatet, hilft dies auch vor äußeren Angriffen besser geschützt zu sein. Auch das unreflektierte zeigen des Standortes oder der Gesundheitsdaten können zum Problem werden. So kommt es schnell zu großen Datenmengen, die von einem selbst gesammelt werden, wann man sich wo befindet, wo man einkaufen geht, welchen Schlafrhythmus man hat, seine Schrittanzahl, der Blutdruck und viele weitere.  Neben diesen wahrscheinlich oft bekannten gesammelten Daten, können Cyberkriminelle auch die Bewegungen der Hand mittels des Gyroskops (Kreiselinstrumente zur Navigation bzw. für GPS Daten) einsehen. So können relativ genau PIN Eingaben an Bankomaten, oder eingegebene Passwörter aber auch Entsperrungsmuster fürs Tablet oder Smartphone herausgefunden werden.

Wenn man sich vor Missbrauch der persönlichen Daten schützen möchte, sollte man ein Augenmerk auf Datensparsamkeit achten. Das meint, dass man sich ansieht welche Berechtigungen die Tracking App verlangt und diese gegebenenfalls einschränkt. Denn oft wollen diese viel mehr Zugriff, als sie eigentlich für die Durchführung brauchen.

Tipps, wie du deine Daten auf der Smartwatch oder dem Fitness-Tracker schützt:

  • Informiere dich vor dem Kauf über die Datensicherheit, deines Geräts.
  • Lies die Datenschutzhinweise und entscheide dann, ob du diese akzeptieren möchtest. 
  • Schränke die Berechtigungen von verschiedenen Apps ein, die du nicht benötigst. 
  • Trage deine Smartwatch nur, wenn du sie tatsächlich verwendest.

Ein Ausblick in die Zukunft 

Auch Krankenkassen haben begonnen, die Vorteile einer solchen Uhr zu nutzen. 

So werden Mitglieder, die bereit sind, ihre Gesundheitsdaten mit der Krankenkasse zu teilen mit Sondertarifen oder Boni belohnt. 

Dies spornt die Nutzer/Innen an, ihren Alltag aktiver zu gestalten. Eine aktive, gesundheitsbewusste Gesellschaft spart dem Gesundheitssystem wiederrum erhebliche Kosten. 

Auch der Arbeitgeber ist an der Gesundheit seiner Mitarbeiter interessiert, da er krankheitsbedingte Fehltage möglichst eingrenzen möchte. 

Möglich wären also auch hier diverse Boni oder Zuschüsse, um einen aktiven Lebensstil der Mitarbeiter/Innen zu fördern. Denkbar wären zum Beispiel Zuschüsse für die Mitgliedschaft im Sportstudio.  

In den USA und Kanada werden die gesammelten Daten stellenweise bereits als Beweismittel vor Gericht zugelassen. In einem Fall konnte nachgewiesen werden, dass die Klägerin entgegen ihrer Angaben nicht geschlafen hatte, sondern die ganze Nacht wach gewesen war. Eine andere Nutzerin untermauerte ihren Anspruch auf Schadensersatz nach einem Autounfall mit den Daten aus ihrem Fitnesstracker, mit denen sie zeigte, dass ihre körperliche Aktivität seit dem Unfall eingeschränkt war. Hieran zeigt sich das Potenzial der Fitnesstracker als Beweismittel. Im Interesse der Wahrheitsfindung und der Gerechtigkeit sind neue, elektronisch aufgezeichnete Beweise sicherlich begrüßenswert.
Doch all diese Möglichkeiten eröffnen auch völlig neue Gefahrenbereiche. (Kendra Karp, Universität Hamburg, 2016). 

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=b9B-7ZQR8hY

Unser Audio Podcast zum Thema Smartwatch und Fitnesstracker im Gespräch mit einem Fachmann:

Literatur:

https://www.datenschutz.org/datenschutz-bei-smartwatch-und-fitness-tracker-problematisch/ (Abgerufen am 07.01.20)

https://www.smartwatch.de/was-ist-eine-smartwatch/ (Abgerufen am 07.01.20)

http://rechtundnetz.com/wie-gehen-fitnesstracker-mit-daten-um/ (Abgerufen am 07.01.20)

https://www.gesund-vital.de/fitnesstracker (Abgerufen am 20.01.20)

Verfasst von: Lisa Fischer, Nadine Andreas, Natalie Brunner

13 Jan

IoT – Entwicklung in der Landwirtschaft

Selbstfahrende Traktoren, vernetzte Erntemaschinen, Sensorsysteme zur Ermittlung der Bodenbeschaffenheit – dies sind Szenarien, die für den Einsatz von Internet of Things denkbar sind. Doch zurzeit mangelt es noch an essenziellen Grundlagen, wie etwa einem flächendeckend Internet. Eine mögliche Anwendung könnte als Beispiel das Precision Farming sein. Mit dieser Methode können landwirtschaftliche Flächen standortdifferenziert und gezielt bewirtschaftet werden. Dazu dient z. B. das RTK-Signal des Maschinenrings.

Der autonome Motormäher von Johann Bösendorfer ist mit dem Internet verbunden. Es gibt zwei GPS-Antennen, welche über das Internet kommunizieren, um den genauen Standort des Motormähers festzustellen. Zurzeit wird noch an der „Autonomie“ des Motormähers gebastelt. Ein Ausblick: mit einer FPV (first person view) Kamera bekommt man über Funk ein Livebild. Dieses Bild kann sich der Besitzer über einen Bildschirm oder einer Video-Brille ansehen und kann somit zum Beispiel Hindernisse feststellen.

Eine weitere mögliche Entwicklung in der Zukunft könnte folgende Idee sein:
Die österreichische Hagelversicherung stellt auf ihrer Website allen Versicherten Daten der Sentinel-Erdbeobachtung-Satelliten zur Verfügung (kostenfrei unter: https://data.sentinel.zamg.ac.at/#/home abrufbar). Alle 3-5 Tage werden die Bilder online gestellt und geben über die Grünfärbung Auskunft über das Entwicklungsstadium der Grünfläche. Somit kann man den optimalen Schnittzeitpunkt nach Qualität und Menge erkennen. Könnte nun dieses Programm mit einer Wetter-App und dem Motormäher zusammenarbeiten, so könnte der Motormäher eigenständig losfahren und die Wiese selbständig mähen.

Zum Nachlesen:
Landwirtschaft 4.0: https://noe.lko.at/landwirtschaft-4-0+2500+2624386
Unkrautroboter: https://www.agrarheute.com/technik/ackerbautechnik/ecorobotix-autonome-unkrautroboter-540844

Quellen:
5 Praxistipps: Das bringt IoT in der Landwirtschaft | Internet of Things (IoT). (o. J.). Abgerufen 12. Januar 2020, von https://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/das-bringt-iot-in-der-landwirtschaft-23011/
Wie IoT die Landwirtschaft verändern könnte | Internet of Things (IoT). (o. J.). Abgerufen 12. Januar 2020, von https://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/wie-iot-die-landwirtschaft-veraendern-koennte-23563/

13 Jan

IoT – Motormäher mit RTK-Signal

Johann Bösendorfer mit seinem selbstfahrenden Motormäher

„Internet of Things“ auch „IoT“ genannt hat verschiedene Definitionen, je nach dem in welchem Bereich es verwendet wird. Allgemein kann gesagt werden, dass der Begriff die Vernetzung von Alltagsgegenständen oder Maschinen im industriellen Umfeld mit dem Internet meint.

Im Fall des Motormähers mit RTK-Signal handelt es sich um die Vernetzung einer Maschine mit GPS-Signalen, die den Gebrauch des Motormähers in flachen und steilen Lagen effizienter und komfortabler macht.

Da das GPS jedoch „nur von Oben“ auf die zu bearbeitende Fläche schaut, hat Johann Bösendorfer einen Sensor entwickelt. Dieser erlaubt es ihm bzw. seinem Motormäher, auf Steilflächen zu fahren und zu arbeiten, da der Sensor die Neigung berechnet und dementsprechend die Fahrspur korrigieren kann. Es gibt zwar weiterhin Optimierungspotenzial; dennoch genügt es einen Schalter umzulegen und der Mäher erledigt seine Arbeit von selbst.

Als autonomer Motormäher kann und möchte Bösendorfer die Maschine nicht bezeichnen, da die gesetzlichen und sicherheitstechnischen Rahmenbedingungen noch nicht restlos geklärt sind. Er hat dieses Anliegen aber der Regierung mitgeteilt und nun wurde es im Regierungsprogramm aufgenommen: „Voraussetzung für Precision Farming schaffen, um umwelt- und tiergerechte Bewirtschaftungsmethoden zu unterstützen: kostenfreie Bereitstellung von (Geo-)Daten für die Land- und Forstwirtschaft (z.B. RTK-Signal), Daten im Eigentum der Betriebe“ (Die neue Volkspartei, Die Grünen (2020), S. 161)

Bis zur vollständigen Abklärung bleibt der Landwirt zur Beobachtung weiterhin auf der zu bearbeitenden Fläche. Eine selbstgebaute Fernbedienung hilft ihm, die Geschwindigkeit zu regulieren und den Mäher vor- oder rückwärts fahren zu lassen. Des Weiteren gibt es auch einen Notaus-Knopf, wodurch der Funkkontakt abgebrochen wird und der Motormäher zum Stehen kommt.

Johann Bösendorfer hat seine Idee weder patentieren lassen noch will er sie um viel Geld verkaufen. Er erhofft sich, dass mehr Landwirte auf dieses System aufmerksam werden und zum Entwickeln sowie selberbauen animiert werden. Des Weiteren wäre ein Ausbau dieses Systems auch energieeffizienter, da kleinere Maschinen eingesetzt werden können im Gegensatz zu den großen Traktoren.

Quelle:

Paar, J., (19.11.2019). Autonomer Motormäher mit RTK-Lenksystem [Artikel einer Fachzeitschrift]. Zugriff am 09.Jänner 2020 unter https://www.landwirt-media.com/rtk-lenksystem-fuer-autonomen-motormaeher/ 

13 Jan

Was ist ein RTK Signal?

„Die Abkürzung RTK (engl. „Real Time Kinematic“) bezeichnet ein Verfahren zur präzisen Bestimmung einer geografischen Position mit Hilfe mehrerer GPS Satellitensignale mit Echtzeitkorrektur.“ (Precision Farming mit Maschinenring RTK | Maschinenring, o. J.)

Die Referenzstation (Basisstation) sendet durch die Verbindung mit Funk und Internet Daten, die sie von den Satelliten empfängt. Der Rover (=mobile Antenne z.B.: am Motormäher) ist ebenfalls mit einer Verbindung zum Internet und Funk ausgestattet und empfängt das Signal von der Referenzstation. 

Herkömmliche GPS Signale können eine Genauigkeit von ca. +/- 20cm gewährleisten. Die GPS- Funktion am Handy als Beispiel bietet nur eine Genauigkeit von +/- 2 m. Das RTK Signal bietet durch ein herstellerneutrales Korrektursignal eine Genauigkeit von ca. +/- 2,5cm, die somit viel höher als bei einem normalen GPS Signal ist und man erreicht eine dauernde Reproduzierbarkeit der Positionen. 

„Bei der eingesetzten Mobil RTK Technik ist im Vergleich zum Funk-RTK keine Sichtverbindung zur Basisstation erforderlich, lediglich eine Internetverbindung. Es wird immer die Station mit dem besten Signal ausgewählt, auch bundesländerübergreifend.“ (Precision Farming mit Maschinenring RTK | Maschinenring, o. J.)

Unter folgendem Link befindet sich eine Grafik, in der man sieht, an welchen Standorten die Basisstationen des Maschinenrings zur Verfügung stehen. 

https://www.maschinenring.at/sites/default/files/styles/column1/public/images/columns1/mr-strukturkarte_mit_rtk_201907.jpg?itok=Z6AIVkhS

Anhand der Grafik kann man beobachten, dass im Großteil Österreichs Basisstationen des Maschinenrings vorhanden sind. Das Vermessungsamt hat in ganz Österreich Stationen.

Im Regierungsprogramm findet sich sogar ein eigener Punkt zur kostenfreien zur Verfügungstellung des RTK-Signales: 

„Voraussetzung für Precision Farming schaffen, um umwelt- und tiergerechte Bewirtschaftungsmethoden zu unterstützen: kostenfreie Bereitstellung von (Geo-)Daten für die Land- und Forstwirtschaft (z.B. RTK-Signal), Daten im Eigentum der Betriebe“ (Die neue Volkspartei, Die Grünen (2020), S. 161)

Quellen:

Precision Farming mit Maschinenring RTK/Maschinenring (o.J.): Zugriff am 07.01.2020 unter

https://www.maschinenring.at/leistungen/agrar/rtk

Die neue Volkspartei, Die Grünen-Die Grüne Alternative (2020): Aus Verantwortung für Österreich. Regierungsprogramm 2020-2024. Zugriff am 11.01.2020 unter https://gruene.at/themen/demokratie-verfassung/regierungsuebereinkommen-tuerkis-gruen

14 Dez

Alexa und Datenschutz: Wie passt das zusammen?!

(c)Pixabay

Verfasst von Einsiedler Anna, Stoßfellner Lara, Tomaz Paul

Mittlerweile nutzen 450.000 Österreicherinnen und Österreicher digitale persönliche Assistenten wie Google Home oder Alexa. Die Zahl wird in den nächsten Jahren auch nicht sinken, schließlich werden aktuell Smart Homes in großem Stile beworben und die Anzahl an Haushaltsgeräten und -funktionen, die mit einander verbunden sind, steigt ebenfalls. Was viele potentielle Käuferinnen und Käufer abschreckt, ist die Sicherheit ihrer Daten und dass das Gesagte gespeichert oder sogar weitergeleitet wird.

Dass große Firmen wie Apple, Amazon, Google, Facebook oder Spotify über jedeN einzelneN UserIn eine horrende Menge Daten gespeichert hat, nehmen wir heutzutage in Kauf. Ein Leben ohne diese Firmen und deren Produkte ist für die meisten kaum vorstellbar und auch wenn Alexa und Co immer populärer werden, ist vielen das direkte Ansagen von Einkaufslisten und Ansagen von Nachrichten (noch) etwas unheimlich.
Sind DSGVO und Homeoffice überhaupt kompatibel?

Das Unbehagen Daten herzugeben, die man nicht preisgeben möchte, ist nicht unbegründet. So berichtete im April diesen Jahres Futurezone oder Die Zeit, dass Amazon Mitarbeiter Gespräche mithören und mitschreiben. Dies geschieht laut Amazon, um die Gesprächsvorgänge zu optimieren. Die Anfragen werden ohne Angabe der Personalnummer dazu benutzt, um Stichworte wie Sänger besser einzukategorisieren. Immerhin versteht Alexa viele der gestellten Fragen nicht und soll laufend optimiert werden. Wer nicht möchte, dass Gespräche mitgeschrieben werden, kann dies bei seinen Einstellungen unter Alexa Datenschutz à Legen Sie fest, wie ihre Daten Alexa verbessern soll, ausschalten. Die Gespräche werden auch nicht an Dritte weitergegeben.

Eine andere Sorge ist, dass Alexa Gespräche aufzeichnet, auch wenn man nicht gerade mit ihr sprechen möchte. Es gibt viele Fälle in denen Alexa anging ohne, dass das Codewort gesprochen wurde. Im Jahr 2017 machte sich ein Echo-Gerät selbstständig und spielte laut Musik im gesamten Haus, obwohl der Besitzer nicht zu Hause war. Die Polizei musste wegen Ruhestörung kommen!         
Amazon weiß von solchen Fehlern und versucht den Dienst weiter zu optimieren. Dass das Gerät die ganze Zeit „zuhört“ ist jedenfalls nicht richtig. Wer misstrauisch ist, kann dem Spracherkennungsdienst die Möglichkeit der Sprachaufnahme nehmen.

Die Anschaffung eines digitalen Assistenten für zu Hause sollte gut überlegt sein und die Pros und Contras abgewogen. Auch empfiehlt es sich durchzulesen welche Daten man weitergibt und ob man dies überhaupt möchte. (Wie überall!)

https://futurezone.at/digital-life/amazon-mitarbeiter-hoeren-und-schreiben-mit-was-ihr-bei-alexa-sagt/400463575

https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2019-08/datenschutz-amazon-alexa-sprachassistenten-nutzerdaten-homeoffice

https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=GA7E98TJFEJLYSFR

https://www.homeandsmart.de/alexa-datenschutz-oder-datenspion

https://www.rundschau-online.de/ratgeber/digital/notruf-smart-home-geraet-belauscht-fall-von-haeuslicher-gewalt-und-ruft-die-polizei-27954112

https://www.rundschau-online.de/ratgeber/digital/wegen-ruhestoerung-amazons–alexa–verursacht-teuren-polizeieinsatz-28774978

Vor – und Nachteile Sprachassistent wie Alexa, Google Home

Moderne, sogenannte Chatbots, die auf künstlicher Intelligenz basieren, kennzeichnen die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Google Home, Apple Siri oder Amazon Alexa sind die bekanntesten auf diesem Gebiet und halten in immer mehr Haushalten Einzug. Aber was sind die Vor- und Nachteile dieser „Helferlein“?

Bequemlichkeit im Wohnzimmer hat einen hohen Preis. Wer es sich gemütlich machen möchte und sich mit einem gesprochenen Wort zu Alexa und Co den Gang zum Handy ersparen möchte, zahlt mit den persönlichen Daten. Um die gegebenen gesprochenen Kommandos verarbeiten zu können, müssen intelligente Sprachassistenten ständig ihre Umgebung belauschen. Dies ist wider dem Sine des Datenschutzgesetzes, welches hier in Österreich und EU-weit seine Gültigkeit hat. Dies ist umso problematischer anzusehen, als dass Alexa oder Google um Antworten geben zu können, die gesprochenen Worte in Form von Daten an den jeweiligen Firmenserver zur Verarbeitung weiterleiten. Da die meisten Anbieter smarter Lautsprecher und intelligenter Sprachassistenten US-Unternehmen sind, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die aufgenommen Daten nach Amerika weitergeleitet und dort verwahrt und verarbeitet werden. Wie bekannt ist, ist Datenschutz nicht gleich Datenschutz. In Amerika beispielsweise wird es komplett anders handgehabt, als in Österreich. Es gibt auch keinerlei Angaben derjenigen Hersteller dazu, wie lange persönliche Daten gespeichert und aufgehoben werden. Zwar kann man die getätigten Eingaben im Aufnahmeverlauf des Geräts löschen, allerdings bedeutet das einerseits nicht, dass die Daten für immer tatsächlich gelöscht sind und andererseits muss man schon einige an persönlichen Daten Preis geben, wie beispielsweise Appnutzungen – sowie deren Suchverläufe, die auch laufend vom Gerät aktualisiert werden, um den smarten „Freund“ überhaupt benutzen zu können.

Bereits mehr als 56 Millionen smarte Lautsprecher wurden allein im Jahre 2018 weltweit verkauft. Gerade um die Weihnachtszeit steigt die Nachfrage an derartigen Gerätschaften.

Die Vor- und Nachteile deren sind sehr kritisch gegenüberzustellen. Man tauscht seine persönlichen Daten und seinen online „Fußabdruck“ für die scheinbare positive Seite der smarten Begleiter ein. Unternehmen erstellen anhand dessen eine Art persönliche „Nutzerkarte“, die mehr über einen selbst verrät, als einem vielleicht in Wahrheit lieb ist. Nutzt man eine Alexa beispielsweise in vollem Ausmaß, so weiß sie besser als jeder andere um die Hobbies, Gewohnheiten, Vorlieben und den persönlichen Nachrichtenverkehr der Person Bescheid. Man hat also ein Gerät, dass wenn man das möchte und es in vollen Zügen nutzt, Schritt für Schritt täglich an der Seite ist, den kompletten Überblick über den eigenen Alltag hat und Einblick in die persönlichsten Gespräche und Nachrichten hat. Denn um ein Wort aufzuzeichnen und zu verarbeiten, bzw. um auf den Weckruf „Alexa“ zu hören, muss das Gerät ohne Pause durchgehend jegliche Geräusche und Gespräche mithören und verarbeiten; Das gilt auch für Gespräche die im Nebenzimmer oder gar im übernächsten Zimmer geführt werden, da die Geräte ja über eine durchaus hohe Reichweite hinsichtlich der Nähe und der Distanz verfügen.

Was fangen diese Unternehmen mit den gewonnenen Daten aber an? Natürlich steht in großen Unternehmen Profit im Vordergrund. Durch das ausspielen detailliert personalisierter Werbung können Amazon und Google die einzelnen Daten zu Geld machen und wieder Profit daraus ziehen. Zudem werden immer mehr technische Geräte miteinander verknüpft, sodass diese sich untereinander sozusagen „updaten“ und austauschen können, was wiederum die Datenanschaffung für die Unternehmen erleichtert.

„Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wurden viele Neuheiten mit Alexa oder Google Assistant an Bord vorgestellt, bei denen die digitalen Sprachassistenten künftig integriert sein werden: Fernseher, weitere Lautsprecher anderer Hersteller, Kühlschränke und Öfen, Lichtschalter und Rauchmelder, ein Badezimmerspiegel sowie verschiedene Autos.“ (https://www.futurezone.de/netzpolitik/article213071959/Der-Spion-in-meiner-Wohnung-Wichtige-Fakten-zu-Alexa-Google-Assistant-und-Co.html)

Wie hier zu lesen ist, nimmt die Entwicklung innerhalb der Digitalisierung von Sprachassistenten auch in Kombination mit anderen technischen Geräten zu und verleitet zur unbedachten Nutzung und persönlicher Datenübergabe, ohne die Risiken direkt vor Augen zu haben. Hinsichtlich des Datenschutzes muss hier nochmals erwähnt werden, dass das Problem vor allem auch daran liegt, dass man als Nutzer nicht klar nachvollziehen kann, welche Daten wo und wie lange genutzt und gespeichert bzw. von Unternehmen verarbeitet werden.

Aber man kann doch das Gerät ausschalten und die Sprachaufnahme abdrehen? Warum also diese Panik, wenn doch Nutzer selbst entscheiden können, wann sie „belauscht“ werden wollen und wann nicht? Dieser Punkt der „Freiwilligkeit“ ist fraglich, denn: Die Funktion des permanenten Ausschaltens des Mikrofons konnte bereits 2017 von Sicherheitsforschern geknackt werden und zieht somit Lücken in der Nutzungssicherheit mit sich.

Riskant ist auch die schnelle Funktion der sprachassistierten, bequemen online Bestellung – nicht selten gab es Probleme mit nicht gewünschten Bestellungen, die von dem Gerät getätigt wurden. Auch, weil das Gerät ohne eine zusätzliche Pincode-Sicherung, nicht erkennen kann, ob es sich um einen Erwachsenen oder ein Kind handelt. Zudem: Je mehr Daten vorhanden und gespeichert sind, desto reizvoller ist es für Behörden für etwaige Belangen Daten zu erfragen oder auszuforschen. Das kann natürlich bei der Aufklärung von Verbrechen helfen, kann aber auch in die andere Richtung ausarten, wenn man die Risiken hinsichtlich eines Überwachungsstaates bedenkt und welche Türen mit dieser Maße an Daten gleichzeitig damit geöffnet werden.

Vorteile:

  • Zeitersparnis
  • Bequemlichkeit
  • Organisation kann teilweise abgegeben werden – Erinnerungen
  • Schneller an Informationen
  • Stressfreierer Alltag

Nachteile:

  • Fraglicher Datenschutz
  • Dauer“überwachung“
  • Nicht alle Befehle kommen richtig an – unpraktisch
  • Keine Privatsphäre mehr
  • Keinen Überblick, wenig Sicherheit was mit Daten passiert

Egal, ob man sich für oder gegen einen smarten Sprachassistenten entscheidet, Fakt ist, dass es ebenso viele Nachteile und Gefahren wie Vorteile bringt und man daher seine Entscheidung gut abwägen sollte, denn im Endeffekt trägt man die Verantwortung was man tut, wofür man sich entscheidet und weiterblickend was mit den Daten passiert im Grunde genommen selbst, wenn man die Vorteile gegen Eintausch der persönlichen Daten nutzen und genießen möchte.

Quellen:

https://www.vorteile-nachteile.info/leben/siri-oder-alexa-1/

https://www.futurezone.de/netzpolitik/article213071959/Der-Spion-in-meiner-Wohnung-Wichtige-Fakten-zu-Alexa-Google-Assistant-und-Co.html

https://www.swp.de/wirtschaft/news/ist-google-home-besser-als-amazons-alexa_-23602599.html

Wie smart sind unsere Smartphones?

Ein Leben ohne Smartphone ist für die meisten Menschen kaum mehr vorstellbar. Egal wo man ist – ein paar Klicks genügen und schon ist man Up-to-date! Was vielen Leuten jedoch nicht bewusst ist, wie sehr unsere Handys zum absoluten Manipulationsgerät wurden.

Handyüberwachung passiert, ob wir es wollen oder nicht. Eine große Falle, in die bestimmt jeder schon einmal getappt ist, nennt sich freies WLAN. Durch freies WLAN haben Unternehmen die Möglichkeit unser Konsumverhalten und das personalisierte Kaufverhalten zu überwachen. Mspy heißt die einfach Software, mit der alle Daten (SMS, Kalendereinträge, Notizen, Telefonate etc.) überwacht werden. Unternehmen verwenden diese Daten dann z.B. für personalisierte Werbung am Smartphone. Jeder Mensch hinterlässt im Netz einen digitalen Fußabdruck, welcher jederzeit rekonstruierbar ist. Die Konzerne schaffen es anhand unserer Daten ein Profil von uns zu erstellen und unseren „digitalen Zwilling“ zum Konsum zu konditionieren.

Die Datenindustrie zählt heute traurigerweise als einer der größten Wirtschaftszweige.

Weiterführende Informationen: https://orf.at/v2/stories/2192859/2192860/

Quelle:

https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail?newsid=332

https://orf.at/v2/stories/2192859/2192860/

PODCAST, eine Aufnahme von Einsiedler Anna, Stoßfellner Lara und Tomaz Paul

Alexa – Smart Home
16 Mai

SmartHome – genial oder zu unsicher?!

Verfasst von Katharina Mayer, Josefin Schramek, Selina Hajek

Entweder man ist von einem Smart Home begeistert oder nicht. Es gibt meistens kein, „ja aber nur teilweise“…
Smart Homes sind eine geniale Erfindung, da sie den Alltag erleichtern sollen und dem Besitzer einige Handgriffe am Tag abnehmen sollen. So kann zum Beispiel das Licht für bestimmte Stimmungen abgespeichert werden. Das Drücken eines Lichtschalters fällt auch weg. Durch Bewegungsmelder wird festgestellt, ob ein Licht eingeschalten werden soll oder nicht. Auch die Tageszeit wird hier berücksichtigt, sowie die Dämmerung. Über ein iPad oder integrierte Schaltflächen in Möbeln, kann das Radio eingeschalten werden oder kontrolliert werden, ob das Licht bedient, … Aber wer braucht denn einen Wecker? Auch das wird vom Haus erledigt. Man stellt sich die Uhrzeit ein, bestimmt das Licht und auch den Ton. Ausgeschalten wird dieser über Betreten des Bodens.

Ist das genial oder doch zu unsicher?

Natürlich gibt es auch hier große Nachteile. So kann man sich ganz einfach in das System einhacken und auf alle Geräte zugreifen, wenn das System nicht ausreichend geschützt ist. Ein gefundenes Fressen für Einbrecher. Mit einer einfachen Suchmaschine und den voreingestellten Passwörtern ist es Einbrechern, aber auch Privatpersonen, möglich, Dinge im Haus zu steuern, wie Licht ein- und ausschalten, Rollläden rauf- und wieder runterfahren und die Alarmanlage auszuschalten! Also ganz easy in ein Haus unbemerkt einzusteigen.

Wie man sieht, kann so ein Smart Home Vor- aber andererseits auch Nachteile haben… Aber jeder muss für sich selbst entscheiden was man will und wie man dazu steht. Entscheide selbst über dein Heim!

Hier sind Videos, die für dich interessant sein könnten!
https://www.youtube.com/watch?v=GCRg9WWSxsI
https://www.youtube.com/watch?v=hOkjg_BgJVE

Falls du noch etwas zum Lachen brauchst:
https://www.youtube.com/watch?v=yZn0r4ik0fI

14 Mai

IoT: Smart Meter und vernetzte Krankenhäuser

Was wäre, wenn …

Verfasst von Katharina Mayer, Josefin Schramek und Selina Hajek

Das Internet der Dinge hat nicht nur in unseren vier Wänden, sondern unter anderem auch in unterschiedlichen Bereichen der Infrastruktur seinen Einzug gefunden. Ein Beispiel hierfür wären der sogenannte „Smart Meter“, welcher den traditionellen Stromzähler ersetzen soll. Dieser soll allerdings nicht nur der Verbrauch und die Erzeugung von Strom messen und ferngesteuert eingeschalten werden können, sondern es geht primär um Effizienzsteigerung: Smart Meter sollen aktiv die Leistung von Stromerzeugern (z.B. Windrädern, Solaranlange, etc.) und Verbrauchern steuern können. Das bedeutet beispielsweise, dass sie bei zu viel Strom, Verbraucher wie Waschmaschinen in Smart Homes anstellen und bei zu wenig Strom beispielsweise auf Stromreserven von E-Autos zugreifen können. (vgl. ARD-Alpha, 26.03.2019)

Auch in Österreichs Haushalten sollen die Smart Meter Anwendung finden. Bis 2022 sollen 1,6 Millionen Haushalte im Versorgungsgebiet der Wiener Netze mit den neuen Zählern ausgestattet werden. Nutzen dieser neuen „smarten“ Stromzähler soll sein, dass die Kundinnen und Kunden ihren Stromverbrauch in einem Webportal überwachen und somit einen transparenten Blick auf ihren häuslichen Stromverbrauch haben können. Dies soll zum Stromsparen beitragen. Zusätzlich entfällt der jährliche Ablesetermin, da die Daten automatisch übermittelt werden. Dies soll für mehr Komfort sorgen. Außerdem sollen Energielieferanten individuelle, auf die Kundinnen und Kunden abgestimmte Produkte anbieten können, was auch zur Reduktion von Kosten beitragen soll. Wiener Netze versprechen ihren Kundinnen und Kunden zudem auch weiterhin absolute Datensicherheit. Eine Möglichkeit der Ablehnung dieser Smart Meter gibt es übrigens nicht. (vgl. Wiener Netze, 2019)

In Spanien, Italien und Finnland sind Smart Meter bereits im Einsatz. Doch mit dem technischen Fortschritt, kommen auch die damit verbundenen Schattenseiten. Was wäre, wenn sich tatsächlich jemand in ein solches System einhacken würde, um vorsätzlich Schaden anzurichten? Diese Frage stellte sich auch der spanische Hacker Javier Vazquez Vidal. Ihm gelang es, mit nur einem Gerät in ein solches Smart Meter-Netzwerk zu gelangen und Millionen spanischer Smart Meter zu kontrollieren. Es wäre möglich gewesen, ein Blackout herbeizuführen, ohne dass der Täter rückverfolgt werden könnte. (vgl. ARD-Alpha, 26.03.2019)

Was ein solcher Angriff auf infrastrukturelle Organe für Folgen haben kann, zeigte eine Cyber-Attacke auf ein Krankenhaus in Deutschland. Das voll vernetze Lukaskrankenhaus war Pionier im Bereich der Digitalisierung im medizinischen Feld. Röntgenbilder konnten in Echtzeit auf das Tablet des Arztes übermittelt werden und Krankenakten waren digital abgespeichert, bis es 2016 zu einer Cyber-Attacke kam. Eine aggressive Schadsoftware, welche über einen geöffneten E-Mail-Anhang in das System geriet, sorgte dafür, dass das gesamte IT-System heruntergefahren werden musste, zum Schutz der Patientendaten. Das Krankenhaus musste sich kurzzeitig von der Notfallversorgung im Rheinkreis abmelden und „analog“ weiterarbeiten. Es entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Im April 2019 wurde das Verfahren gegen „Unbekannt“ eingestellt. Grund: es konnte kein Täter gefunden werden. (vgl. NGZ Online, 2019)

Auch wenn wir gerne darüber ins Staunen geraten, was heutzutage in unserer „smarten“ Welt alles möglich ist und welche enormen Vorteile diese Möglichkeiten mit sich bringen können, so sollten wir uns doch ab und an die Frage stellen „Was wäre, wenn…?“.

Verweise

ARD-Alpha. (26.03.2019). Wir hacken Deutschland. Von https://www.youtube.com/watch?v=xYlW39ErR1M am 07.05.2019 abgerufen

NGZ Online. (2019). Lukaskrankenhaus Neuss. Ermittlungen gegen Cyber-Hacker wurden eingestellt. Von https://rp-online.de/nrw/staedte/neuss/neuss-ermittlungen-gegen-cyber-attacke-am-lukaskrankenhaus-wurden-eingestellt_aid-38071849 am 10.05.2019 abgerufen

Wiener Netze. (2019). Warum Smart Meter? Von https://www.wienernetze.at/wn/smartmeter/smartmeter_8/Warum_Smart_Meter.html am 10.05.2019 abgerufen