28 Jan

IoT – Smartwatch, Fitnesstracker und Datenschutz

(c) Nadine Andreas

Du hast dich schon öfter gefragt, ob du dich heute schon genug bewegt hast oder wie viele Stockwerke du heute schon gemeistert hast? Dann ist eine Smartwatch oder ein Fitness-Tracker genau das richtige für dich. Heutzutage gehört zum perfekt ausgestatteten Smartphone unbedingt auch eine passende Computer Uhr, doch wie gehen diese Devices mit deinen persönlichen Daten um? 

Diese und weitere Fragen werden dir in den nächsten Zeilen beantwortet. 

Was ist die Smartwatch überhaupt?

Eine Smartwatch ist prinzipiell eine schlaue Armbanduhr, die zusätzliche Funktionen, wie das Verbinden mit dem Handy durch Bluetooth oder das Aufzeichnen von Aktivitäten besitzt. 

Benachrichtigungen, welche auf das Smartphone kommen, werden im selben Augenblick auch auf der Smartwatch abgebildet, sodass einem wirklich kein Anruf mehr entgehen kann. 

Diese neue Technologie entwickelt sich permanent weiter, sodass die Nachfrage stetig steigt. In den letzten Jahren wurden rund 80 Millionen Exemplare verkauft und die Zahl steigt rasant. 

Viele NutzerInnen können auf ihren treuen Begleiter am Handgelenk genauso wenig verzichten, wie auf das geliebte Handy.  

Fitnesstracker 

Ein Fitnesstracker ist ein kleines Gerät, das meist wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen wird. Sie soll dadurch zu einem gesünderen und aktiveren Lebensstil verhelfen. 

Es zeichnet mittels Sensoren verschiedene Daten wie Schrittanzahl, hinterlegte Distanzen, Schlafenszeiten, verbrauchte Kalorien, Herzfrequenz und vieles mehr auf. 

Meist gibt es zum Tracker passend eine Smartphone-App. Dort kann der Nutzer dann Aufzeichnungen einsehen, vergleichen und kontrollieren. In den meisten Apps können noch konkrete Personenangaben wie Alter, Geschlecht, Gewicht etc. ergänzt werden. 

Vorteile des Fitnesstrackers

Als Nutzer bekommt man durch die Aufzeichnungen der Daten ein Bild über das eigene Bewegungsverhalten. Dadurch wird ein besseres Körperbewusstsein geschaffen. 

Dokumentiert man zudem sein Essverhalten in der dazugehörigen App, können auch Rückschlüsse über die Ernährung gezogen werden. 

Fitnesstracker motivieren zudem, mehr Sport und Bewegung in den Alltag zu bringen. So können die Aufzeichnungen über verbrannte Kalorien, gelaufene Schritte und hinterlegte Kilometer ein enormer Ansporn sein, sich Tag für Tag zu verbessern. Die motivierende Wirkung kann verstärkt werden, wenn man die Daten zusätzlich auf sozialen Netzwerken teilt. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Bedienung einer solchen Uhr kinderleicht ist. Es bedarf keinerlei technisches Vorwissen, um einen Fitnesstracker bedienen zu können. 

Selbst für die Übertragung auf das Smartphone reicht oftmals eine aktive Bluetooth Verbindung. (vgl. Zaeh Pauline, 09.Jänner 2019. Fitnesstracker – Pro und Contra für die Kontrolle. Verfügbar unter https://www.gesund-vital.de/fitnesstracker)  

Welche Vorteile bietet eine Smartwatch?

So genannte Wearables bringen enorme Vorteile mit sich.

Denkt man an ländliche Regionen und die Versorgung älterer, chronisch kranker Menschen, so bietet die Smartwatch eine rasche, elektronische Hilfestellung. 

Es ist zum Beispiel denkbar, dass die Geräte (in Zukunft) einen Notruf absetzen, wenn der Patient einen Herzstillstand erleidet. 

Welche Nachteile und Gefahren bringt die Smartwatch mit sich?

Nicht alle Messungen, die von den Trackern ausgehen, sind immer korrekt. Es werden auch einige Fehlmessungen gemacht, die beängstigend wirken können oder auch unberechtigte Glücksgefühle hervorrufen. 

Außerdem kann es zu einem Verlust des eigenen Körpergefühls kommen, da der Fokus zu stark auf Zahlen gelegt wird. Dem Gerät wird hier mehr Vertrauen geschenkt als dem eigenen Körper. 

Der größte Nachteil ist, jedoch die nicht garantierte Datensicherheit. Besonders bedenklich wird es, wenn die Smartwatch die Daten nicht einmal anonymisiert, bevor sie weitergegeben werden. In dem Fall kann auch auf dem Server der Hersteller nachvollzogen werden welcher Datensatz zu welchem Tracker gehört. 

Datensicherheit 

Vor allem der Einsatz von Bluetooth stellt eine Sicherheitslücke da und macht Smartwatches und Fitnesstracker angreifbar. Wenn man sein Smartphone bzw. das verwendete Gerät und dessen App regelmäßig updatet, hilft dies auch vor äußeren Angriffen besser geschützt zu sein. Auch das unreflektierte zeigen des Standortes oder der Gesundheitsdaten können zum Problem werden. So kommt es schnell zu großen Datenmengen, die von einem selbst gesammelt werden, wann man sich wo befindet, wo man einkaufen geht, welchen Schlafrhythmus man hat, seine Schrittanzahl, der Blutdruck und viele weitere.  Neben diesen wahrscheinlich oft bekannten gesammelten Daten, können Cyberkriminelle auch die Bewegungen der Hand mittels des Gyroskops (Kreiselinstrumente zur Navigation bzw. für GPS Daten) einsehen. So können relativ genau PIN Eingaben an Bankomaten, oder eingegebene Passwörter aber auch Entsperrungsmuster fürs Tablet oder Smartphone herausgefunden werden.

Wenn man sich vor Missbrauch der persönlichen Daten schützen möchte, sollte man ein Augenmerk auf Datensparsamkeit achten. Das meint, dass man sich ansieht welche Berechtigungen die Tracking App verlangt und diese gegebenenfalls einschränkt. Denn oft wollen diese viel mehr Zugriff, als sie eigentlich für die Durchführung brauchen.

Tipps, wie du deine Daten auf der Smartwatch oder dem Fitness-Tracker schützt:

  • Informiere dich vor dem Kauf über die Datensicherheit, deines Geräts.
  • Lies die Datenschutzhinweise und entscheide dann, ob du diese akzeptieren möchtest. 
  • Schränke die Berechtigungen von verschiedenen Apps ein, die du nicht benötigst. 
  • Trage deine Smartwatch nur, wenn du sie tatsächlich verwendest.

Ein Ausblick in die Zukunft 

Auch Krankenkassen haben begonnen, die Vorteile einer solchen Uhr zu nutzen. 

So werden Mitglieder, die bereit sind, ihre Gesundheitsdaten mit der Krankenkasse zu teilen mit Sondertarifen oder Boni belohnt. 

Dies spornt die Nutzer/Innen an, ihren Alltag aktiver zu gestalten. Eine aktive, gesundheitsbewusste Gesellschaft spart dem Gesundheitssystem wiederrum erhebliche Kosten. 

Auch der Arbeitgeber ist an der Gesundheit seiner Mitarbeiter interessiert, da er krankheitsbedingte Fehltage möglichst eingrenzen möchte. 

Möglich wären also auch hier diverse Boni oder Zuschüsse, um einen aktiven Lebensstil der Mitarbeiter/Innen zu fördern. Denkbar wären zum Beispiel Zuschüsse für die Mitgliedschaft im Sportstudio.  

In den USA und Kanada werden die gesammelten Daten stellenweise bereits als Beweismittel vor Gericht zugelassen. In einem Fall konnte nachgewiesen werden, dass die Klägerin entgegen ihrer Angaben nicht geschlafen hatte, sondern die ganze Nacht wach gewesen war. Eine andere Nutzerin untermauerte ihren Anspruch auf Schadensersatz nach einem Autounfall mit den Daten aus ihrem Fitnesstracker, mit denen sie zeigte, dass ihre körperliche Aktivität seit dem Unfall eingeschränkt war. Hieran zeigt sich das Potenzial der Fitnesstracker als Beweismittel. Im Interesse der Wahrheitsfindung und der Gerechtigkeit sind neue, elektronisch aufgezeichnete Beweise sicherlich begrüßenswert.
Doch all diese Möglichkeiten eröffnen auch völlig neue Gefahrenbereiche. (Kendra Karp, Universität Hamburg, 2016). 

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=b9B-7ZQR8hY

Unser Audio Podcast zum Thema Smartwatch und Fitnesstracker im Gespräch mit einem Fachmann:

Literatur:

https://www.datenschutz.org/datenschutz-bei-smartwatch-und-fitness-tracker-problematisch/ (Abgerufen am 07.01.20)

https://www.smartwatch.de/was-ist-eine-smartwatch/ (Abgerufen am 07.01.20)

http://rechtundnetz.com/wie-gehen-fitnesstracker-mit-daten-um/ (Abgerufen am 07.01.20)

https://www.gesund-vital.de/fitnesstracker (Abgerufen am 20.01.20)

Verfasst von: Lisa Fischer, Nadine Andreas, Natalie Brunner

13 Jan

IoT – Entwicklung in der Landwirtschaft

Selbstfahrende Traktoren, vernetzte Erntemaschinen, Sensorsysteme zur Ermittlung der Bodenbeschaffenheit – dies sind Szenarien, die für den Einsatz von Internet of Things denkbar sind. Doch zurzeit mangelt es noch an essenziellen Grundlagen, wie etwa einem flächendeckend Internet. Eine mögliche Anwendung könnte als Beispiel das Precision Farming sein. Mit dieser Methode können landwirtschaftliche Flächen standortdifferenziert und gezielt bewirtschaftet werden. Dazu dient z. B. das RTK-Signal des Maschinenrings.

Der autonome Motormäher von Johann Bösendorfer ist mit dem Internet verbunden. Es gibt zwei GPS-Antennen, welche über das Internet kommunizieren, um den genauen Standort des Motormähers festzustellen. Zurzeit wird noch an der „Autonomie“ des Motormähers gebastelt. Ein Ausblick: mit einer FPV (first person view) Kamera bekommt man über Funk ein Livebild. Dieses Bild kann sich der Besitzer über einen Bildschirm oder einer Video-Brille ansehen und kann somit zum Beispiel Hindernisse feststellen.

Eine weitere mögliche Entwicklung in der Zukunft könnte folgende Idee sein:
Die österreichische Hagelversicherung stellt auf ihrer Website allen Versicherten Daten der Sentinel-Erdbeobachtung-Satelliten zur Verfügung (kostenfrei unter: https://data.sentinel.zamg.ac.at/#/home abrufbar). Alle 3-5 Tage werden die Bilder online gestellt und geben über die Grünfärbung Auskunft über das Entwicklungsstadium der Grünfläche. Somit kann man den optimalen Schnittzeitpunkt nach Qualität und Menge erkennen. Könnte nun dieses Programm mit einer Wetter-App und dem Motormäher zusammenarbeiten, so könnte der Motormäher eigenständig losfahren und die Wiese selbständig mähen.

Zum Nachlesen:
Landwirtschaft 4.0: https://noe.lko.at/landwirtschaft-4-0+2500+2624386
Unkrautroboter: https://www.agrarheute.com/technik/ackerbautechnik/ecorobotix-autonome-unkrautroboter-540844

Quellen:
5 Praxistipps: Das bringt IoT in der Landwirtschaft | Internet of Things (IoT). (o. J.). Abgerufen 12. Januar 2020, von https://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/das-bringt-iot-in-der-landwirtschaft-23011/
Wie IoT die Landwirtschaft verändern könnte | Internet of Things (IoT). (o. J.). Abgerufen 12. Januar 2020, von https://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/wie-iot-die-landwirtschaft-veraendern-koennte-23563/

13 Jan

IoT – Motormäher mit RTK-Signal

Johann Bösendorfer mit seinem selbstfahrenden Motormäher

„Internet of Things“ auch „IoT“ genannt hat verschiedene Definitionen, je nach dem in welchem Bereich es verwendet wird. Allgemein kann gesagt werden, dass der Begriff die Vernetzung von Alltagsgegenständen oder Maschinen im industriellen Umfeld mit dem Internet meint.

Im Fall des Motormähers mit RTK-Signal handelt es sich um die Vernetzung einer Maschine mit GPS-Signalen, die den Gebrauch des Motormähers in flachen und steilen Lagen effizienter und komfortabler macht.

Da das GPS jedoch „nur von Oben“ auf die zu bearbeitende Fläche schaut, hat Johann Bösendorfer einen Sensor entwickelt. Dieser erlaubt es ihm bzw. seinem Motormäher, auf Steilflächen zu fahren und zu arbeiten, da der Sensor die Neigung berechnet und dementsprechend die Fahrspur korrigieren kann. Es gibt zwar weiterhin Optimierungspotenzial; dennoch genügt es einen Schalter umzulegen und der Mäher erledigt seine Arbeit von selbst.

Als autonomer Motormäher kann und möchte Bösendorfer die Maschine nicht bezeichnen, da die gesetzlichen und sicherheitstechnischen Rahmenbedingungen noch nicht restlos geklärt sind. Er hat dieses Anliegen aber der Regierung mitgeteilt und nun wurde es im Regierungsprogramm aufgenommen: „Voraussetzung für Precision Farming schaffen, um umwelt- und tiergerechte Bewirtschaftungsmethoden zu unterstützen: kostenfreie Bereitstellung von (Geo-)Daten für die Land- und Forstwirtschaft (z.B. RTK-Signal), Daten im Eigentum der Betriebe“ (Die neue Volkspartei, Die Grünen (2020), S. 161)

Bis zur vollständigen Abklärung bleibt der Landwirt zur Beobachtung weiterhin auf der zu bearbeitenden Fläche. Eine selbstgebaute Fernbedienung hilft ihm, die Geschwindigkeit zu regulieren und den Mäher vor- oder rückwärts fahren zu lassen. Des Weiteren gibt es auch einen Notaus-Knopf, wodurch der Funkkontakt abgebrochen wird und der Motormäher zum Stehen kommt.

Johann Bösendorfer hat seine Idee weder patentieren lassen noch will er sie um viel Geld verkaufen. Er erhofft sich, dass mehr Landwirte auf dieses System aufmerksam werden und zum Entwickeln sowie selberbauen animiert werden. Des Weiteren wäre ein Ausbau dieses Systems auch energieeffizienter, da kleinere Maschinen eingesetzt werden können im Gegensatz zu den großen Traktoren.

Quelle:

Paar, J., (19.11.2019). Autonomer Motormäher mit RTK-Lenksystem [Artikel einer Fachzeitschrift]. Zugriff am 09.Jänner 2020 unter https://www.landwirt-media.com/rtk-lenksystem-fuer-autonomen-motormaeher/ 

13 Jan

Was ist ein RTK Signal?

„Die Abkürzung RTK (engl. „Real Time Kinematic“) bezeichnet ein Verfahren zur präzisen Bestimmung einer geografischen Position mit Hilfe mehrerer GPS Satellitensignale mit Echtzeitkorrektur.“ (Precision Farming mit Maschinenring RTK | Maschinenring, o. J.)

Die Referenzstation (Basisstation) sendet durch die Verbindung mit Funk und Internet Daten, die sie von den Satelliten empfängt. Der Rover (=mobile Antenne z.B.: am Motormäher) ist ebenfalls mit einer Verbindung zum Internet und Funk ausgestattet und empfängt das Signal von der Referenzstation. 

Herkömmliche GPS Signale können eine Genauigkeit von ca. +/- 20cm gewährleisten. Die GPS- Funktion am Handy als Beispiel bietet nur eine Genauigkeit von +/- 2 m. Das RTK Signal bietet durch ein herstellerneutrales Korrektursignal eine Genauigkeit von ca. +/- 2,5cm, die somit viel höher als bei einem normalen GPS Signal ist und man erreicht eine dauernde Reproduzierbarkeit der Positionen. 

„Bei der eingesetzten Mobil RTK Technik ist im Vergleich zum Funk-RTK keine Sichtverbindung zur Basisstation erforderlich, lediglich eine Internetverbindung. Es wird immer die Station mit dem besten Signal ausgewählt, auch bundesländerübergreifend.“ (Precision Farming mit Maschinenring RTK | Maschinenring, o. J.)

Unter folgendem Link befindet sich eine Grafik, in der man sieht, an welchen Standorten die Basisstationen des Maschinenrings zur Verfügung stehen. 

https://www.maschinenring.at/sites/default/files/styles/column1/public/images/columns1/mr-strukturkarte_mit_rtk_201907.jpg?itok=Z6AIVkhS

Anhand der Grafik kann man beobachten, dass im Großteil Österreichs Basisstationen des Maschinenrings vorhanden sind. Das Vermessungsamt hat in ganz Österreich Stationen.

Im Regierungsprogramm findet sich sogar ein eigener Punkt zur kostenfreien zur Verfügungstellung des RTK-Signales: 

„Voraussetzung für Precision Farming schaffen, um umwelt- und tiergerechte Bewirtschaftungsmethoden zu unterstützen: kostenfreie Bereitstellung von (Geo-)Daten für die Land- und Forstwirtschaft (z.B. RTK-Signal), Daten im Eigentum der Betriebe“ (Die neue Volkspartei, Die Grünen (2020), S. 161)

Quellen:

Precision Farming mit Maschinenring RTK/Maschinenring (o.J.): Zugriff am 07.01.2020 unter

https://www.maschinenring.at/leistungen/agrar/rtk

Die neue Volkspartei, Die Grünen-Die Grüne Alternative (2020): Aus Verantwortung für Österreich. Regierungsprogramm 2020-2024. Zugriff am 11.01.2020 unter https://gruene.at/themen/demokratie-verfassung/regierungsuebereinkommen-tuerkis-gruen

14 Dez

Alexa und Datenschutz: Wie passt das zusammen?!

(c)Pixabay

Verfasst von Einsiedler Anna, Stoßfellner Lara, Tomaz Paul

Mittlerweile nutzen 450.000 Österreicherinnen und Österreicher digitale persönliche Assistenten wie Google Home oder Alexa. Die Zahl wird in den nächsten Jahren auch nicht sinken, schließlich werden aktuell Smart Homes in großem Stile beworben und die Anzahl an Haushaltsgeräten und -funktionen, die mit einander verbunden sind, steigt ebenfalls. Was viele potentielle Käuferinnen und Käufer abschreckt, ist die Sicherheit ihrer Daten und dass das Gesagte gespeichert oder sogar weitergeleitet wird.

Dass große Firmen wie Apple, Amazon, Google, Facebook oder Spotify über jedeN einzelneN UserIn eine horrende Menge Daten gespeichert hat, nehmen wir heutzutage in Kauf. Ein Leben ohne diese Firmen und deren Produkte ist für die meisten kaum vorstellbar und auch wenn Alexa und Co immer populärer werden, ist vielen das direkte Ansagen von Einkaufslisten und Ansagen von Nachrichten (noch) etwas unheimlich.
Sind DSGVO und Homeoffice überhaupt kompatibel?

Das Unbehagen Daten herzugeben, die man nicht preisgeben möchte, ist nicht unbegründet. So berichtete im April diesen Jahres Futurezone oder Die Zeit, dass Amazon Mitarbeiter Gespräche mithören und mitschreiben. Dies geschieht laut Amazon, um die Gesprächsvorgänge zu optimieren. Die Anfragen werden ohne Angabe der Personalnummer dazu benutzt, um Stichworte wie Sänger besser einzukategorisieren. Immerhin versteht Alexa viele der gestellten Fragen nicht und soll laufend optimiert werden. Wer nicht möchte, dass Gespräche mitgeschrieben werden, kann dies bei seinen Einstellungen unter Alexa Datenschutz à Legen Sie fest, wie ihre Daten Alexa verbessern soll, ausschalten. Die Gespräche werden auch nicht an Dritte weitergegeben.

Eine andere Sorge ist, dass Alexa Gespräche aufzeichnet, auch wenn man nicht gerade mit ihr sprechen möchte. Es gibt viele Fälle in denen Alexa anging ohne, dass das Codewort gesprochen wurde. Im Jahr 2017 machte sich ein Echo-Gerät selbstständig und spielte laut Musik im gesamten Haus, obwohl der Besitzer nicht zu Hause war. Die Polizei musste wegen Ruhestörung kommen!         
Amazon weiß von solchen Fehlern und versucht den Dienst weiter zu optimieren. Dass das Gerät die ganze Zeit „zuhört“ ist jedenfalls nicht richtig. Wer misstrauisch ist, kann dem Spracherkennungsdienst die Möglichkeit der Sprachaufnahme nehmen.

Die Anschaffung eines digitalen Assistenten für zu Hause sollte gut überlegt sein und die Pros und Contras abgewogen. Auch empfiehlt es sich durchzulesen welche Daten man weitergibt und ob man dies überhaupt möchte. (Wie überall!)

https://futurezone.at/digital-life/amazon-mitarbeiter-hoeren-und-schreiben-mit-was-ihr-bei-alexa-sagt/400463575

https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2019-08/datenschutz-amazon-alexa-sprachassistenten-nutzerdaten-homeoffice

https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=GA7E98TJFEJLYSFR

https://www.homeandsmart.de/alexa-datenschutz-oder-datenspion

https://www.rundschau-online.de/ratgeber/digital/notruf-smart-home-geraet-belauscht-fall-von-haeuslicher-gewalt-und-ruft-die-polizei-27954112

https://www.rundschau-online.de/ratgeber/digital/wegen-ruhestoerung-amazons–alexa–verursacht-teuren-polizeieinsatz-28774978

Vor – und Nachteile Sprachassistent wie Alexa, Google Home

Moderne, sogenannte Chatbots, die auf künstlicher Intelligenz basieren, kennzeichnen die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Google Home, Apple Siri oder Amazon Alexa sind die bekanntesten auf diesem Gebiet und halten in immer mehr Haushalten Einzug. Aber was sind die Vor- und Nachteile dieser „Helferlein“?

Bequemlichkeit im Wohnzimmer hat einen hohen Preis. Wer es sich gemütlich machen möchte und sich mit einem gesprochenen Wort zu Alexa und Co den Gang zum Handy ersparen möchte, zahlt mit den persönlichen Daten. Um die gegebenen gesprochenen Kommandos verarbeiten zu können, müssen intelligente Sprachassistenten ständig ihre Umgebung belauschen. Dies ist wider dem Sine des Datenschutzgesetzes, welches hier in Österreich und EU-weit seine Gültigkeit hat. Dies ist umso problematischer anzusehen, als dass Alexa oder Google um Antworten geben zu können, die gesprochenen Worte in Form von Daten an den jeweiligen Firmenserver zur Verarbeitung weiterleiten. Da die meisten Anbieter smarter Lautsprecher und intelligenter Sprachassistenten US-Unternehmen sind, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die aufgenommen Daten nach Amerika weitergeleitet und dort verwahrt und verarbeitet werden. Wie bekannt ist, ist Datenschutz nicht gleich Datenschutz. In Amerika beispielsweise wird es komplett anders handgehabt, als in Österreich. Es gibt auch keinerlei Angaben derjenigen Hersteller dazu, wie lange persönliche Daten gespeichert und aufgehoben werden. Zwar kann man die getätigten Eingaben im Aufnahmeverlauf des Geräts löschen, allerdings bedeutet das einerseits nicht, dass die Daten für immer tatsächlich gelöscht sind und andererseits muss man schon einige an persönlichen Daten Preis geben, wie beispielsweise Appnutzungen – sowie deren Suchverläufe, die auch laufend vom Gerät aktualisiert werden, um den smarten „Freund“ überhaupt benutzen zu können.

Bereits mehr als 56 Millionen smarte Lautsprecher wurden allein im Jahre 2018 weltweit verkauft. Gerade um die Weihnachtszeit steigt die Nachfrage an derartigen Gerätschaften.

Die Vor- und Nachteile deren sind sehr kritisch gegenüberzustellen. Man tauscht seine persönlichen Daten und seinen online „Fußabdruck“ für die scheinbare positive Seite der smarten Begleiter ein. Unternehmen erstellen anhand dessen eine Art persönliche „Nutzerkarte“, die mehr über einen selbst verrät, als einem vielleicht in Wahrheit lieb ist. Nutzt man eine Alexa beispielsweise in vollem Ausmaß, so weiß sie besser als jeder andere um die Hobbies, Gewohnheiten, Vorlieben und den persönlichen Nachrichtenverkehr der Person Bescheid. Man hat also ein Gerät, dass wenn man das möchte und es in vollen Zügen nutzt, Schritt für Schritt täglich an der Seite ist, den kompletten Überblick über den eigenen Alltag hat und Einblick in die persönlichsten Gespräche und Nachrichten hat. Denn um ein Wort aufzuzeichnen und zu verarbeiten, bzw. um auf den Weckruf „Alexa“ zu hören, muss das Gerät ohne Pause durchgehend jegliche Geräusche und Gespräche mithören und verarbeiten; Das gilt auch für Gespräche die im Nebenzimmer oder gar im übernächsten Zimmer geführt werden, da die Geräte ja über eine durchaus hohe Reichweite hinsichtlich der Nähe und der Distanz verfügen.

Was fangen diese Unternehmen mit den gewonnenen Daten aber an? Natürlich steht in großen Unternehmen Profit im Vordergrund. Durch das ausspielen detailliert personalisierter Werbung können Amazon und Google die einzelnen Daten zu Geld machen und wieder Profit daraus ziehen. Zudem werden immer mehr technische Geräte miteinander verknüpft, sodass diese sich untereinander sozusagen „updaten“ und austauschen können, was wiederum die Datenanschaffung für die Unternehmen erleichtert.

„Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wurden viele Neuheiten mit Alexa oder Google Assistant an Bord vorgestellt, bei denen die digitalen Sprachassistenten künftig integriert sein werden: Fernseher, weitere Lautsprecher anderer Hersteller, Kühlschränke und Öfen, Lichtschalter und Rauchmelder, ein Badezimmerspiegel sowie verschiedene Autos.“ (https://www.futurezone.de/netzpolitik/article213071959/Der-Spion-in-meiner-Wohnung-Wichtige-Fakten-zu-Alexa-Google-Assistant-und-Co.html)

Wie hier zu lesen ist, nimmt die Entwicklung innerhalb der Digitalisierung von Sprachassistenten auch in Kombination mit anderen technischen Geräten zu und verleitet zur unbedachten Nutzung und persönlicher Datenübergabe, ohne die Risiken direkt vor Augen zu haben. Hinsichtlich des Datenschutzes muss hier nochmals erwähnt werden, dass das Problem vor allem auch daran liegt, dass man als Nutzer nicht klar nachvollziehen kann, welche Daten wo und wie lange genutzt und gespeichert bzw. von Unternehmen verarbeitet werden.

Aber man kann doch das Gerät ausschalten und die Sprachaufnahme abdrehen? Warum also diese Panik, wenn doch Nutzer selbst entscheiden können, wann sie „belauscht“ werden wollen und wann nicht? Dieser Punkt der „Freiwilligkeit“ ist fraglich, denn: Die Funktion des permanenten Ausschaltens des Mikrofons konnte bereits 2017 von Sicherheitsforschern geknackt werden und zieht somit Lücken in der Nutzungssicherheit mit sich.

Riskant ist auch die schnelle Funktion der sprachassistierten, bequemen online Bestellung – nicht selten gab es Probleme mit nicht gewünschten Bestellungen, die von dem Gerät getätigt wurden. Auch, weil das Gerät ohne eine zusätzliche Pincode-Sicherung, nicht erkennen kann, ob es sich um einen Erwachsenen oder ein Kind handelt. Zudem: Je mehr Daten vorhanden und gespeichert sind, desto reizvoller ist es für Behörden für etwaige Belangen Daten zu erfragen oder auszuforschen. Das kann natürlich bei der Aufklärung von Verbrechen helfen, kann aber auch in die andere Richtung ausarten, wenn man die Risiken hinsichtlich eines Überwachungsstaates bedenkt und welche Türen mit dieser Maße an Daten gleichzeitig damit geöffnet werden.

Vorteile:

  • Zeitersparnis
  • Bequemlichkeit
  • Organisation kann teilweise abgegeben werden – Erinnerungen
  • Schneller an Informationen
  • Stressfreierer Alltag

Nachteile:

  • Fraglicher Datenschutz
  • Dauer“überwachung“
  • Nicht alle Befehle kommen richtig an – unpraktisch
  • Keine Privatsphäre mehr
  • Keinen Überblick, wenig Sicherheit was mit Daten passiert

Egal, ob man sich für oder gegen einen smarten Sprachassistenten entscheidet, Fakt ist, dass es ebenso viele Nachteile und Gefahren wie Vorteile bringt und man daher seine Entscheidung gut abwägen sollte, denn im Endeffekt trägt man die Verantwortung was man tut, wofür man sich entscheidet und weiterblickend was mit den Daten passiert im Grunde genommen selbst, wenn man die Vorteile gegen Eintausch der persönlichen Daten nutzen und genießen möchte.

Quellen:

https://www.vorteile-nachteile.info/leben/siri-oder-alexa-1/

https://www.futurezone.de/netzpolitik/article213071959/Der-Spion-in-meiner-Wohnung-Wichtige-Fakten-zu-Alexa-Google-Assistant-und-Co.html

https://www.swp.de/wirtschaft/news/ist-google-home-besser-als-amazons-alexa_-23602599.html

Wie smart sind unsere Smartphones?

Ein Leben ohne Smartphone ist für die meisten Menschen kaum mehr vorstellbar. Egal wo man ist – ein paar Klicks genügen und schon ist man Up-to-date! Was vielen Leuten jedoch nicht bewusst ist, wie sehr unsere Handys zum absoluten Manipulationsgerät wurden.

Handyüberwachung passiert, ob wir es wollen oder nicht. Eine große Falle, in die bestimmt jeder schon einmal getappt ist, nennt sich freies WLAN. Durch freies WLAN haben Unternehmen die Möglichkeit unser Konsumverhalten und das personalisierte Kaufverhalten zu überwachen. Mspy heißt die einfach Software, mit der alle Daten (SMS, Kalendereinträge, Notizen, Telefonate etc.) überwacht werden. Unternehmen verwenden diese Daten dann z.B. für personalisierte Werbung am Smartphone. Jeder Mensch hinterlässt im Netz einen digitalen Fußabdruck, welcher jederzeit rekonstruierbar ist. Die Konzerne schaffen es anhand unserer Daten ein Profil von uns zu erstellen und unseren „digitalen Zwilling“ zum Konsum zu konditionieren.

Die Datenindustrie zählt heute traurigerweise als einer der größten Wirtschaftszweige.

Weiterführende Informationen: https://orf.at/v2/stories/2192859/2192860/

Quelle:

https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail?newsid=332

https://orf.at/v2/stories/2192859/2192860/

PODCAST, eine Aufnahme von Einsiedler Anna, Stoßfellner Lara und Tomaz Paul

Alexa – Smart Home
16 Mai

SmartHome – genial oder zu unsicher?!

Verfasst von Katharina Mayer, Josefin Schramek, Selina Hajek

Entweder man ist von einem Smart Home begeistert oder nicht. Es gibt meistens kein, „ja aber nur teilweise“…
Smart Homes sind eine geniale Erfindung, da sie den Alltag erleichtern sollen und dem Besitzer einige Handgriffe am Tag abnehmen sollen. So kann zum Beispiel das Licht für bestimmte Stimmungen abgespeichert werden. Das Drücken eines Lichtschalters fällt auch weg. Durch Bewegungsmelder wird festgestellt, ob ein Licht eingeschalten werden soll oder nicht. Auch die Tageszeit wird hier berücksichtigt, sowie die Dämmerung. Über ein iPad oder integrierte Schaltflächen in Möbeln, kann das Radio eingeschalten werden oder kontrolliert werden, ob das Licht bedient, … Aber wer braucht denn einen Wecker? Auch das wird vom Haus erledigt. Man stellt sich die Uhrzeit ein, bestimmt das Licht und auch den Ton. Ausgeschalten wird dieser über Betreten des Bodens.

Ist das genial oder doch zu unsicher?

Natürlich gibt es auch hier große Nachteile. So kann man sich ganz einfach in das System einhacken und auf alle Geräte zugreifen, wenn das System nicht ausreichend geschützt ist. Ein gefundenes Fressen für Einbrecher. Mit einer einfachen Suchmaschine und den voreingestellten Passwörtern ist es Einbrechern, aber auch Privatpersonen, möglich, Dinge im Haus zu steuern, wie Licht ein- und ausschalten, Rollläden rauf- und wieder runterfahren und die Alarmanlage auszuschalten! Also ganz easy in ein Haus unbemerkt einzusteigen.

Wie man sieht, kann so ein Smart Home Vor- aber andererseits auch Nachteile haben… Aber jeder muss für sich selbst entscheiden was man will und wie man dazu steht. Entscheide selbst über dein Heim!

Hier sind Videos, die für dich interessant sein könnten!
https://www.youtube.com/watch?v=GCRg9WWSxsI
https://www.youtube.com/watch?v=hOkjg_BgJVE

Falls du noch etwas zum Lachen brauchst:
https://www.youtube.com/watch?v=yZn0r4ik0fI

14 Mai

IoT: Smart Meter und vernetzte Krankenhäuser

Was wäre, wenn …

Verfasst von Katharina Mayer, Josefin Schramek und Selina Hajek

Das Internet der Dinge hat nicht nur in unseren vier Wänden, sondern unter anderem auch in unterschiedlichen Bereichen der Infrastruktur seinen Einzug gefunden. Ein Beispiel hierfür wären der sogenannte „Smart Meter“, welcher den traditionellen Stromzähler ersetzen soll. Dieser soll allerdings nicht nur der Verbrauch und die Erzeugung von Strom messen und ferngesteuert eingeschalten werden können, sondern es geht primär um Effizienzsteigerung: Smart Meter sollen aktiv die Leistung von Stromerzeugern (z.B. Windrädern, Solaranlange, etc.) und Verbrauchern steuern können. Das bedeutet beispielsweise, dass sie bei zu viel Strom, Verbraucher wie Waschmaschinen in Smart Homes anstellen und bei zu wenig Strom beispielsweise auf Stromreserven von E-Autos zugreifen können. (vgl. ARD-Alpha, 26.03.2019)

Auch in Österreichs Haushalten sollen die Smart Meter Anwendung finden. Bis 2022 sollen 1,6 Millionen Haushalte im Versorgungsgebiet der Wiener Netze mit den neuen Zählern ausgestattet werden. Nutzen dieser neuen „smarten“ Stromzähler soll sein, dass die Kundinnen und Kunden ihren Stromverbrauch in einem Webportal überwachen und somit einen transparenten Blick auf ihren häuslichen Stromverbrauch haben können. Dies soll zum Stromsparen beitragen. Zusätzlich entfällt der jährliche Ablesetermin, da die Daten automatisch übermittelt werden. Dies soll für mehr Komfort sorgen. Außerdem sollen Energielieferanten individuelle, auf die Kundinnen und Kunden abgestimmte Produkte anbieten können, was auch zur Reduktion von Kosten beitragen soll. Wiener Netze versprechen ihren Kundinnen und Kunden zudem auch weiterhin absolute Datensicherheit. Eine Möglichkeit der Ablehnung dieser Smart Meter gibt es übrigens nicht. (vgl. Wiener Netze, 2019)

In Spanien, Italien und Finnland sind Smart Meter bereits im Einsatz. Doch mit dem technischen Fortschritt, kommen auch die damit verbundenen Schattenseiten. Was wäre, wenn sich tatsächlich jemand in ein solches System einhacken würde, um vorsätzlich Schaden anzurichten? Diese Frage stellte sich auch der spanische Hacker Javier Vazquez Vidal. Ihm gelang es, mit nur einem Gerät in ein solches Smart Meter-Netzwerk zu gelangen und Millionen spanischer Smart Meter zu kontrollieren. Es wäre möglich gewesen, ein Blackout herbeizuführen, ohne dass der Täter rückverfolgt werden könnte. (vgl. ARD-Alpha, 26.03.2019)

Was ein solcher Angriff auf infrastrukturelle Organe für Folgen haben kann, zeigte eine Cyber-Attacke auf ein Krankenhaus in Deutschland. Das voll vernetze Lukaskrankenhaus war Pionier im Bereich der Digitalisierung im medizinischen Feld. Röntgenbilder konnten in Echtzeit auf das Tablet des Arztes übermittelt werden und Krankenakten waren digital abgespeichert, bis es 2016 zu einer Cyber-Attacke kam. Eine aggressive Schadsoftware, welche über einen geöffneten E-Mail-Anhang in das System geriet, sorgte dafür, dass das gesamte IT-System heruntergefahren werden musste, zum Schutz der Patientendaten. Das Krankenhaus musste sich kurzzeitig von der Notfallversorgung im Rheinkreis abmelden und „analog“ weiterarbeiten. Es entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Im April 2019 wurde das Verfahren gegen „Unbekannt“ eingestellt. Grund: es konnte kein Täter gefunden werden. (vgl. NGZ Online, 2019)

Auch wenn wir gerne darüber ins Staunen geraten, was heutzutage in unserer „smarten“ Welt alles möglich ist und welche enormen Vorteile diese Möglichkeiten mit sich bringen können, so sollten wir uns doch ab und an die Frage stellen „Was wäre, wenn…?“.

Verweise

ARD-Alpha. (26.03.2019). Wir hacken Deutschland. Von https://www.youtube.com/watch?v=xYlW39ErR1M am 07.05.2019 abgerufen

NGZ Online. (2019). Lukaskrankenhaus Neuss. Ermittlungen gegen Cyber-Hacker wurden eingestellt. Von https://rp-online.de/nrw/staedte/neuss/neuss-ermittlungen-gegen-cyber-attacke-am-lukaskrankenhaus-wurden-eingestellt_aid-38071849 am 10.05.2019 abgerufen

Wiener Netze. (2019). Warum Smart Meter? Von https://www.wienernetze.at/wn/smartmeter/smartmeter_8/Warum_Smart_Meter.html am 10.05.2019 abgerufen

14 Mai

IOT: Schattenseiten der „smarten“ Welt

Verfasst von Katharina Mayer, Josefin Schramek und Selina Hajek

Wir alle kennen es, wir alle nutzen es wahrscheinlich alltäglich, auch wenn wir uns dessen vielleicht gar nicht bewusst sind: das „Internet der Dinge“ oder kurz IoT (engl. Internet of Things). Aber was genau umfasst dieses mysteriöse „Internet der Dinge“ überhaupt? IoT beschreibt grundsätzlich den selbstständigen Austausch und die Kommunikation „smarter“ Geräte untereinander. (vgl. Neumann, 2016)

Im Gabler Wirtschaftslexikon wird der Begriff wie folgt definiert:

„Internet der Dinge bezeichnet die Vernetzung von Gegenständen mit dem Internet, damit diese Gegenstände selbstständig über das Internet kommunizieren und so verschiedene Aufgaben für den Besitzer erledigen können. Der Anwendungsbereich erstreckt sich dabei von einer allg. Informationsversorgung über automatische Bestellungen bis hin zu Warn- und Notfallfunktionen.“

(Lackes & Siepermann, 2018)

IoT kann mit einem gigantischen Netzwerk verglichen werden, das aus vielen unterschiedlichen Geräten besteht. Diese Geräte sammeln und teilen mithilfe von Sensoren Daten über beispielsweise das Nutzerverhalten oder die Umgebung, in welcher sie genutzt werden. (vgl. Edurika, 2018) In der heutigen Welt von Smart-Homes, welche beispielsweise selbstständig die Temperatur messen, aufzeichnen und regeln, Alarmanlagen, welche per App überwacht ein- und ausgeschalten werden, Kühlschränken, die selber anhand der Verfallsdaten der Lebensmittel die Einkaufsliste aktualisieren (vgl. Sommer, o.A.) oder Alexa und Co, hat IoT mittlerweile Einzug in fast alle Bereiche unseres Lebens genommen, ohne dass wir uns dessen vielleicht bewusst sind.

Wir haben uns bereits daran gewöhnt, an ein Leben in einer „smarten“ Welt, in der Praktikabilität, Komfort und Effizienz großgeschrieben und Glühbirnen mithilfe einer App ein- und ausgeschalten werden können. Doch „in dem Moment, in dem wir uns vernetzen, machen wir uns angreifbar.“ (ARD-Alpha, 26.03.2019) Auf einmal ist es möglich, durch eine „smarte“ Glühbirne, in ein System eines Wohnhauses einzudringen und die Alarmanlage zu deaktivieren. Es werden also keine physischen Schlösser mehr geknackt, sondern elektronische – ohne eine Spur zu hinterlassen. Und dies bezieht sich nur auf einen Einzelhaushalt. Wenn auf diese Art und Weise Telekommunikationsanbieter, Stromerzeuger oder gar Krankenhäuser angegriffen, nimmt das Problem bereits größere Dimensionen an, die man sich zum derzeitigen Zeitpunkt noch gar nicht vorstellen kann oder möchte. (vgl. ARD-Alpha, 26.03.2019)

Weitere Beiträge zu IoT:

Verweise

ARD-Alpha. (26.03.2019). Wir hacken Deutschland. Von https://www.youtube.com/watch?v=xYlW39ErR1M am 07.05.2019 abgerufen (Video)

Edurika. (2018). Internet of Things (IoT) | What is IoT | How it Works | IoT Explained | Edureka. Von https://www.youtube.com/watch?v=LlhmzVL5bm8 am 10.05.2019 abgerufen (Video)

Lackes, R., & Siepermann, M. (2018). Gabler Wirtschaftslexikon. Von Internet der Dinge: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/internet-der-dinge-53187/version-276282 am 10.05.2019 abgerufen

Neumann, D. (2016). Internet der Dinge: Eine kurze Definition mit 4 Beispielen. Von https://digitaler-mittelstand.de/trends/ratgeber/internet-der-dinge-eine-kurze-definition-mit-4-beispielen-20287 am 10.05.2019 abgerufen

Sommer, K. (o.A.). Hallo Kühlschrank, ist noch Milch vorhanden? . Von https://www.smart-wohnen.de/haus-garten/artikel/hallo-kuehlschrank-ist-noch-milch-vorhanden/ am 10.05.2019 abgerufen

02 Feb

Industrie 4.0. – Asperner Seestadt – eine Pilotfabrik

von Paula Steiner, Nina Vycudilik, Tamara Thin, Paula Raberger

In der Asperner Seestadt startete Ende 2017 eine Pilotfabrik, die neue Produktionsverfahren entwickelt und im Zusammenhang mit dem Begriff Industrie 4.0 genannt wird. Hierbei geht es um effiziente Produktion und Maschinen, die mitdenken und eigenständig miteinander kommunizieren ohne dazwischengeschaltete Mitarbeiter. Dabei wird die Kommunikation zwischen den Maschinen untersucht, die nicht immer von Beginn an funktioniert, da die Maschinen unterschiedliche Sprachen aufgrund unterschiedlicher Erzeuger sprechen. Aber auch der Einsatz von RFID-Tags und Cyber-physischen Systemen wird untersucht, ebenso wie die Effizienz von teilweise noch einzusetzenden menschlichen händischen Abläufen. Näher Informationen sind dem beigefügten Video zu entnehmen.

Dokumentation Internet der Dinge – Wie die vernetzte Ampel mit dem vernetzten T-Shirt kommuniziert. https://www.youtube.com/watch?v=pdPNpLm_bqo pr

02 Feb

3 Aspekte des IoT

von Paula Steiner, Nina Vycudilik, Tamara Thin, Paula Raberger

Das Internet der Dinge zeigt sich in 3 vorwiegenden Trends, die sich teilweise unabhängig voneinander entwickelt haben.

1.      RFID

Die RFID oder auch Radio-Frequenz-Identifikation ermöglicht, wie der Begriff schon vermuten lässt, die automatische Identifikation bzw. Addressierbarkeit von Personen, Tieren oder Dingen. Eine ältere Version des RFID ist der allseits bekannte Barcode. Bereits während des 2. Weltkrieges wurden Radiowellen zur Identifikation von mit Sendern ausgestatteten Flugzeugen vorgenommen, womit hier der Beginn der Entwicklung der RFID-Technologie zu sehen ist (Bouda, 2012, S.13).

Um RFID nutzen zu können bedarf es eines elementaren Hardware-Teils, dem sogenannten Transponder (RFID-Tag). Dieser Mikrochip besteht aus einem Datenspeicher und einer Antenne. Mittels Radiowellen kann ein Funk-Chip von einem Lesegerät eindeutig und kontaktlos identifiziert werden. Die Tags stellen die Basis zur Verknüpfung von physischen Objekten und Datensystemen dar.

Anwendung: als Mitarbeiterausweis, als unsichtbarer Diebstahlschutz, zur Kennzeichnung von Waren, zur Identifikation und Lokalisierung von Objekten. In der Produktion und auf dem Dienstleistungssektor können diese Chips detaillierte Informationen über Bearbeitungsstatus und Produkteigenschaften übertragen, wodurch Prozesse lückenlos dokumentiert werden können. Durch diese Möglichkeit des Informationsflusses und die Möglichkeit der gleichzeitigen Erfassung vieler Transponder[ wird diese Technik in Verbindung mit dem Internet der Dinge im Handel, in der Industrie 4.0 und in der Logistik bereits angewandt (featured Business, 2017).

2.      Ubiquitous Computing

Geprägt wurde dieser Begriff in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts im kalifornischen Xerox Palo Alto Research Center. Die Computer sollten von den Schreibtischen und Serverräumen weg in den Hintergrund treten. Gelingen sollte dies durch die immer mehr fortschreitende Miniaturisierung der Computerchips (mit trotzdem immer höherer Rechenleistung und einem verringerten Energieverbrauch). Ab diesem Zeitpunkt wird es möglich stecknadelgroße Computer in die Dinge der Umgebung zu implementieren (Sprenger & Engemann, 2015, S.14 f.).

3.      Cloud Computing

Die Infrastrukturen und die damit einhergehende Anhäufung und Auswertung großer Datenmengen (Stichwort Big Data) für das sogenannte Cloud Computing sind 2006 entstanden. Als Datenquellen fungieren hier einerseits die Smartphones und Tablets und andererseits ziehen Anbieter wie Google, Facebook, Amazon, Microsoft und Apple ihre Daten aus den angebotenen Services. So liegen beim Streaming (Audio/Video) oder beim Online-Shopping die relevanten Daten in der Cloud (Sprenger & Engemann, 2015, S. 18f.).

Die virtuelle Rechenwolke besteht aus vielen verschiedenen, miteinander vernetzten und verbundenen Rechnern. Bereitgestellt werden z.B. Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware. Der Vorteil für den Nutzer besteht darin, dass sich dieser direkt über das Internet in das System einloggen und dieses nutzen kann, ohne die Installation und Betreuung eigener Rechensysteme, was kostenintensiver und aufwendiger wäre (novadex, o.D.).

Bouda, D. (2012). RFID und Barcode. Ersatz oder Ergänzung? Hamburg: Diplomica Verlag GmbH.

Featured Business (30.5.2017). Kleiner Chip – große Wirkung: RFID ganze Branchen optimiert. Abgerufen am 5.1.2019, von https://www.vodafone.de/business/featured/technologie/rfid-effiziente-prozesse/

Novadex GmbH. (o.D.). Definition Cloud Computing – Was ist Cloud Computing? Abgerufen am 7.1.2019, von https://novadex.com/de/glossar-artikel/definition-cloud-computing-was-ist-cloud-computing/

Sprenger, F. & Engemann, Ch. (2015). Internet der Dinge. Über smarte Objekte, intelligente Umgebungen und die technische Durchdringung der Welt. Bielefeld: Transcript Verlag.


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