14 Mai

IOT: Schattenseiten der „smarten“ Welt

Verfasst von Katharina Mayer, Josefin Schramek und Selina Hajek

Wir alle kennen es, wir alle nutzen es wahrscheinlich alltäglich, auch wenn wir uns dessen vielleicht gar nicht bewusst sind: das „Internet der Dinge“ oder kurz IoT (engl. Internet of Things). Aber was genau umfasst dieses mysteriöse „Internet der Dinge“ überhaupt? IoT beschreibt grundsätzlich den selbstständigen Austausch und die Kommunikation „smarter“ Geräte untereinander. (vgl. Neumann, 2016)

Im Gabler Wirtschaftslexikon wird der Begriff wie folgt definiert:

„Internet der Dinge bezeichnet die Vernetzung von Gegenständen mit dem Internet, damit diese Gegenstände selbstständig über das Internet kommunizieren und so verschiedene Aufgaben für den Besitzer erledigen können. Der Anwendungsbereich erstreckt sich dabei von einer allg. Informationsversorgung über automatische Bestellungen bis hin zu Warn- und Notfallfunktionen.“

(Lackes & Siepermann, 2018)

IoT kann mit einem gigantischen Netzwerk verglichen werden, das aus vielen unterschiedlichen Geräten besteht. Diese Geräte sammeln und teilen mithilfe von Sensoren Daten über beispielsweise das Nutzerverhalten oder die Umgebung, in welcher sie genutzt werden. (vgl. Edurika, 2018) In der heutigen Welt von Smart-Homes, welche beispielsweise selbstständig die Temperatur messen, aufzeichnen und regeln, Alarmanlagen, welche per App überwacht ein- und ausgeschalten werden, Kühlschränken, die selber anhand der Verfallsdaten der Lebensmittel die Einkaufsliste aktualisieren (vgl. Sommer, o.A.) oder Alexa und Co, hat IoT mittlerweile Einzug in fast alle Bereiche unseres Lebens genommen, ohne dass wir uns dessen vielleicht bewusst sind.

Wir haben uns bereits daran gewöhnt, an ein Leben in einer „smarten“ Welt, in der Praktikabilität, Komfort und Effizienz großgeschrieben und Glühbirnen mithilfe einer App ein- und ausgeschalten werden können. Doch „in dem Moment, in dem wir uns vernetzen, machen wir uns angreifbar.“ (ARD-Alpha, 26.03.2019) Auf einmal ist es möglich, durch eine „smarte“ Glühbirne, in ein System eines Wohnhauses einzudringen und die Alarmanlage zu deaktivieren. Es werden also keine physischen Schlösser mehr geknackt, sondern elektronische – ohne eine Spur zu hinterlassen. Und dies bezieht sich nur auf einen Einzelhaushalt. Wenn auf diese Art und Weise Telekommunikationsanbieter, Stromerzeuger oder gar Krankenhäuser angegriffen, nimmt das Problem bereits größere Dimensionen an, die man sich zum derzeitigen Zeitpunkt noch gar nicht vorstellen kann oder möchte. (vgl. ARD-Alpha, 26.03.2019)

Weitere Beiträge zu IoT:

Verweise

ARD-Alpha. (26.03.2019). Wir hacken Deutschland. Von https://www.youtube.com/watch?v=xYlW39ErR1M am 07.05.2019 abgerufen (Video)

Edurika. (2018). Internet of Things (IoT) | What is IoT | How it Works | IoT Explained | Edureka. Von https://www.youtube.com/watch?v=LlhmzVL5bm8 am 10.05.2019 abgerufen (Video)

Lackes, R., & Siepermann, M. (2018). Gabler Wirtschaftslexikon. Von Internet der Dinge: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/internet-der-dinge-53187/version-276282 am 10.05.2019 abgerufen

Neumann, D. (2016). Internet der Dinge: Eine kurze Definition mit 4 Beispielen. Von https://digitaler-mittelstand.de/trends/ratgeber/internet-der-dinge-eine-kurze-definition-mit-4-beispielen-20287 am 10.05.2019 abgerufen

Sommer, K. (o.A.). Hallo Kühlschrank, ist noch Milch vorhanden? . Von https://www.smart-wohnen.de/haus-garten/artikel/hallo-kuehlschrank-ist-noch-milch-vorhanden/ am 10.05.2019 abgerufen

02 Feb

Anwendungsgebiete des IoT

von Paula Steiner, Nina Vycudilik, Tamara Thin, Paula Raberger

Bei Gabriel, Gaßner und Lange werden folgende Anwendungsgebiete des IoT genannt:

  • Logistik
  • Fertigung
  • Vernetzter Autoverkehr
  • Intelligente Gebäude
  • Energieversorgung
  • Altersgerechte Assistenzsysteme

Anwendungsbereich Intelligente Gebäude – Smart Home

Das Internet der Dinge wird z.B. im Privatbereich sichtbar, wenn man an das sogenannte „Smart Home“ bzw. intelligente Wohnen denkt, das sich z.B. unter anderem in der Verwendung von smarten elektrischen Zahnbürsten, Lichtquellen, Klimaanlagen, Staubsaugern, Rasenmähern, Waschmaschinen oder Stromzählern (Stichwort Smart Metering) zeigt.

Smart Metering

Unter dem Begriff des Smart Metering versteht man die Erfassung, Weiterverarbeitung und Abrechnung des Energiebedarfs durch Konsumenten.

Durch die Anbindung an das Internet erhalten Gegenstände somit eine erweiterte Funktionalität und lassen sich so z.B. auch aus der Ferne steuern.  Informationssysteme können aktuelle Daten über physische Objekte und Vorgänge sammeln.

Smart Grids

Mit Smart Grid soll Energie effizient genutzt werden. Intelligente Stromnetze unterstützen diese Entwicklung. Über ein Kommunikationsnetz sollen alle Akteure des Energiesystems miteinander verbunden werden. Stromnetze und moderne Informations- und Kommunikationstechnologien gehen somit eine Symbiose ein, wodurch die angesprochenen Stromnetze flexibler und intelligenter steuerbar werden. Auch erneuerbare Energien können integriert und somit besser genutzt werden. Auf lange Sicht ermöglichen Smart Grids die Mehrkosten für den Umbau des Energiesystems zu minimieren (Smartgrids Austria, 2016).

  • Ziele der Smart Home-Technologie: Wohnkomfort, Sicherheit, Energieeffizienz, Unterhaltung
  • Voraussetzungen: die Haushaltsgeräte sprechen die gleiche „Sprache“ und können über Smartphone oder Tablet PC gesteuert werden.

Anwendungsbereiche Logistik, Fertigung, Unternehmen

Neue Dienste können bereitgestellt werden, welche durch die zeitnahe Interpretation von Daten aus der physischen Welt ökonomischen und gesellschaftlichen Nutzen stiften.

Auch der Logistikbereich zieht seinen Nutzen aus der Anwendung des Internets der Dinge. So werden etwa selbstorganisierende Logistiknetze geschaffen, die die RFID-Technologie zur berührungslosen automatischen Identifikation von Transporteinheiten nutzen, sodass diese sich in Eigenregie durch Netzwerke von Warenumschlagplätzen bewegen können (Gabriel, Gaßner & Lange, 2010, S.8).

Anwendungsbereich Altersgerechte Assistenzsysteme (Ambient Assisted Living – AAL)

Durch die ansteigende Lebenserwartung der Bevölkerung kommt es mitunter zu Mehrfacherkrankungen. Dem Internet der Dinge soll hier zukünftig eine wichtige Rolle in Form von Assistenzsystemen zukommen, die das selbstbestimmte Wohnen der kranken und alten Menschen ermöglichen soll. Konkret geht es hierbei um Kontroll- und Alarmsysteme. Die Einbindung von Haushaltsgeräten, wie etwa die automatische Abschaltung von TV-Geräten oder Beleuchtung soll den womöglich bewegungseingeschränkten Senioren das Leben erleichtern. Aber auch medizinische Geräte werden hierbei berücksichtigt, die wichtige Daten sammeln sollen, um gezielte Beratungen möglich zu machen (Gabriel, Gaßner & Lange, 2010, S.9).

Gabriel, P., Gaßner, K. & Lange, S. (2010). Das Internet der Dinge – Basis für die IKT-Infrastruktur von morgen. Anwendungen, Akteure und politische Handlungsfelder. Berlin: Institut für Innovation und Technik.

Smartgrids Austria. (2016). Was sind Smart Grids? Abgerufen am 5.1.2019, von https://www.smartgrids.at/smart-grids.html d0 List Tabl