09 Jan

Datenschutz in der Volksschule: Was Lehrer/innen wissen müssen!

Quelle: https://pixabay.com/de/illustrations/online-internet-icon-symbole-www-942408/

verfasst von: Sarah Freudenthaler, Alin Haismann, Mirelle Tramp

Seit vielen Jahren wird unsere Welt zunehmend digitaler und vernetzter. Daher wird auch das Thema Datenschutz immer wichtiger für unsere Gesellschaft. Aber was ist eigentlich Datenschutz? Duden definiert den Begriff als „Schutz der Bürger/innen vor Beeinträchtigung ihrer Privatsphäre durch unbefugte Erhebung, Speicherung und Weitergabe von Daten, die ihre Person betreffen“. Datenschutz wird außerdem als Persönlichkeitsrecht gesehen und zählt damit zur Privatsphäre. 

Natürlich wird das Thema Datenschutz auch an Schulen immer präsenter. Hier gibt es jedoch zwei Aspekte, die datenschutzrechtlichen Überlegungen beachtet werden müssen:

  • Einerseits den Aspekt der Lehrperson, die darauf achten muss, dass Schüler/innendaten nicht an unbefugte Personen weitergegeben werden. Denn als Lehrperson muss man einige Dinge beachten, wenn man beispielsweise Fotos der eigenen Klasse ins Netz stellt oder Noten laut Vorlesen möchte. In beiden Fällen muss die Lehrperson sich zuvor über die rechtlichen Gegebenheiten informieren und gegebenenfalls Einverständniserklärungen Betroffener bzw. Erziehungsberechtigter einholen
  • Andererseits den Aspekt der SchülerInnen, die von der Lehrperson über den richtigen Umgang mit dem Internet aufgeklärt werden sollten. Denn je früher man Kindern die Gefahren erklärt, die sich z.B. im Umgang mit Social Media verstecken, desto besser können negative Auswirkungen vorgebeugt werden. 

Auf diese beiden Aspekte soll im Folgenden genauer eingegangen werden.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=VF5A2JhiJug

Datenschutz : Umgang mit sensiblen Daten

Wie bereits angedeutet kann sich auch das Schulwesen der weltweiten Digitalisierung nicht entziehen und so wurde im Jahr 2013 die Verwaltung österreichischer Pflichtschulen erstmals durch das Computerprogramm WiSion unterstützt. 

WiSion ist ein Schulinformationssystem durch das Daten auf einem zentralen Server abgespeichert werden können. Doch welche Daten werden von WiSion eigentlich erfasst? Ganz allgemein wird alles gespeichert, das im schulischen Bereich von Wichtigkeit ist. Dies beinhält persönliche Informationen des Lehrpersonals, sensible Daten der Schüler/innen (z.B. Geburtsdatum, Adresse, Noten, Erstsprache, usw.) sowie terminliche Informationen wie Krankenstände, Ausflüge, Anwesenheiten und Projektwochen. 

Nun stellt sich natürlich auf Basis der Datenschutzverordnung die Frage wie diese Daten geschützt werden bzw. wer auf diese große Menge an sensiblen Informationen zugreifen kann. Um überhaupt Zugriff auf das System zu bekommen, benötigt man mehrere Passwörter. Unter anderem müssen Lehrpersonen bei jedem Loginversuch über den sogenannten Token einen Pin erhalten. Der Token ist ein kleines Gerät, das an den Schlüsselbund gehängt werden kann und durch Knopfdruck ein neuen Pin generiert. Dieser Pin ändert sich nach jeder Anwendung. Weiters gewährleistet das sogenannte Berechtigungssystem den Schutz der Daten. Dies bedeutet, dass jede/e Nutzer/in nur die Informationen einsehen bzw. verändern kann, die für ihn/sie notwendig sind. So hat z.B. der/die Schulleiter/in Zugriff auf den kompletten Datensatz der Schule, während Lehrpersonen nur die für sie relevanten Informationen abrufen können.

Doch wie kommt diese Umstellung und Digitalisierung an den österreichischen Pflichtschulen an? Nachdem die Einführung des Verwaltungsprogrammes WiSion viele Jahre später als geplant eingetreten ist, scheint es so als wäre vielen Lehrer/innen ein weiterer Aufschub lieber gewesen. In zahlreichen Artikeln und Interviews mit Betroffenen wird das System als benutzerunfreundlich beschrieben. Anstatt den schulischen Alltag zu erleichtern, müssen Lehrpersonen stundenlang herumklicken, um beispielsweise Anwesenheiten einzutragen oder Zeugnisse zu erstellen. Da sich WiSion als sehr zeitaufwendiges Verwaltungsprogramm entpuppt hat, befürchten nun viele Lehrer/innen, dass der eigentliche Hauptgedanke des Lehrberufs, das pädagogische Handeln, immer mehr in den Hintergrund gerückt wird. Deswegen finden seit der Einführung von WiSion vor sechs Jahren immer noch Gesprächs- und Feedbackrunden statt, die eine Verbesserung des Systems erwirken sollen. 

Datenschutz: Aufklärung in der Volksschule

In der heutigen Zeit wird bereits im Laufe der Volksschule die Verwendung von digitalen Geräten, wie z.B. dem ersten eigenen Handy oder Computer, immer bedeutsamer. Deswegen ist schon in der Volksschule die Aufklärung über Datenschutz und den achtsamen Umgang mit digitalen Medien notwendig. Denn digitale Medien und die Vielzahl an Online-Diensten sind heutzutage ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Der Umgang bzw. die Nutzung von Online-Diensten wie Facebook, WhatsApp, TickTock, Instagram, Snapchat usw. ist für Schüler/innen bereits im Volksschulalter eine Selbstverständlichkeit und gehören zum Alltag. Unzählige Male schauen wir auf unser Handy, erhalten oder senden Nachrichten und geben private Informationen aus unserem Leben bekannt.

Die Schüler/innen unterschätzen bzw. wissen nicht, welche Konsequenzen ihr Handeln im Netz haben kann. Sie gehen daher mit dem Schutz der eigenen Privatsphäre unbedacht um und geben leichtsinnig eine Vielzahl von sensiblen Daten preis (Name, Adresse, Fotos). Daher ist es besonders wichtig, die Kinder für Risiken des Internets zu sensibilisieren. Immer häufiger wird von Experten/innen und Eltern gefordert, dass eine Aufklärung in der Schule stattfinden bzw. das Thema Datenschutz in den Schulunterricht integriert werden soll, um die Schüler/innen vor z.B. Cyber-Mobbing zu schützen und ihnen zukünftige Auswirkungen von Datenfreigabe zu verdeutlichen.

Die praktische Umsetzung in der Schule ist jedoch schwierig, da es Lehrenden oft an Erfahrung fehlt, um die Schüler/innen in Sachen Internet und Handy kompetent aufzuklären. Sie müssen sich das entsprechende Wissen erst selbst aneignen, wobei sich das Problem der Schnelllebigkeit ergibt – Lehrpersonen müssen ständig auf dem neuesten Stand sein. Deswegen sollten man in Betracht ziehen eine externe Hilfe bzw. eine/n Experten/in in Anspruch zu nehmen. Davon könnten sowohl Schüler/innen als auch Lehrer/innen profitieren.

Quellen:

https://www.duden.de/rechtschreibung/Datenschutz (Zugriff am 6.1.20)

ps://www.admin-iq.at/de/schule/schulsoftware/wision (Zugriff am 7.1.20)

ps://www.fsg-pv.wien/wp-content/uploads/2017/08/BIS1016.pdf (Zugriff am 4.1.20) 

https://wien.orf.at/v2/news/stories/2798424/ (Zugriff am 4.1.20)

Ausdruck WiSion Einführung: https://sts6.schule.wien.at/fileadmin/s/906023/Bilder/ausdruck_WISION_einf%C3%BChrung.doc (Zugriff am 7.1.20)

https://www.saferinternet.at/zielgruppen/lehrende/ (Zugriff am 06.01.2020)

https://www.klicksafe.de/ (Zugriff am 06.01.2020)

Bundesministerium Bildung, Wissenschaft und Forschung: http://bsrwn.at/datenschutz_faq_20190107.pdf (Zugriff am 06.01.2020)

https://www.oeliug.at/2019/01/10/datenschutz-an-schulen-was-lehrer-innen-wissen-m%C3%BCssen/ (Zugriff am 5.1.20)

https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulrecht/ds.html (Zugriff am 5.1.20)

26 Nov

Momo-Challenge

Quelle: La Nacion, https://www.inside-digital.de/news/whatsapp-momo-ministerium-warnt

Momo, eine Figur im Netz mit langen schwarzen Haaren, Augen, die aus dem Kopf hervorquellen und einem schmalen großen Mund. Vor dieser Figur wird momentan im Netz gewarnt, da sie im Internet Kinder und Jugendliche einschüchtert und zu gefährlichen Dingen aufruft. Diese Gestalt kommt in YouTube Videos oder via WhatsApp mit den Jugendlichen und Kindern in Kontakt. Anfänglich forderte sie Kinder dazu auf, sich Gruselfilme anzuschauen, später jedoch fordert sie Selbstverletzungen und am Ende sogar den Suizid.

Nach Suiziden von Minderjährigen, wurde bereits 2018 in den Medien von einer Momo-Challenge berichtet. Bei dieser Challenge sollte Momo via WhatsApp Minderjährige in den Suizid treiben. Durch diese Ereignisse wurden viele Medien aufmerksam und ebenfalls haben Schulen und Eltern versucht Aufklärung zu betreiben.

„Die Geschichte von Momo ist ein viraler Mythos, der über die Medien und die sozialen Netzwerke ein immer breiteres Publikum gefunden hat“, sagt Miro Dittrich von der Amadeus Antonio Stiftung, die sich im Netz für die Stärkung der demokratischen Zivilgesellschaft einsetzt.

Auch die Initiative Saferinternet beschäftigt sich unter anderem mit der Momo-Challenge und versucht Aufklärung in den Schulen zu betreiben. Den Podcast zum Thema „Fake News“ können Sie hier anhören:


verfasst von Katrin Halwachs, Sabrina Obergriessnig, Hatidza Zukanovic


Quellen:
Zeit online: Momo-Challenge. Der Horror für Eltern. Abrufbar unter: https://www.zeit.de/digital/internet/2019-03/momo-challenge-horrorfigur-internet-videos-kinder-suizid (25.11.2019).
inside-intermedia Digital GmbH: Momo bei WhatsApp. Ministerium warnt vor dem Phänomen. Abrufbar unter: http:// https://www.inside-digital.de/news/whatsapp-momo-ministerium-warnt (25.11.2019).

24 Jan

Die Geschichte von KI – KI und Robotik ein langer gehegter Traum der Menschheit

Von: Michelle Hauer und Jessica Macho

Basierend auf dem Wissen von dem Kulturhistoriker Christian Stadelmann

Mensch und Maschine

 Der Begriff KI ist zum ersten Mal vor 100 Jahren in einem tschechischen Theaterstück aufgetaucht 1921, es war die erste Science Fiction Geschichte die erzählt/gespielt wurde, wie auch in den heutigen SF Filmen, ging es dabei um Menschen, die ein künstliches Wesen erschaffen um sich das Leben zu vereinfachen (Arbeit abnehmen,..). Diese Wesen wenden sich gegen diese Menschen und versuchen diese zu vernichten. Dieser Grundgedanke ist so alt wie die Menschheit selbst, es geht dabei darum, schöpferisch zu sein, sein Ebenbild zu erschaffen. Angefangen bei der Bibel bis hin zu griechischen Mythologie, wo zum Beispiel ein Bildhauer eine Frau aus Elfenbein erschaffen hat, mit der er auch Kinder zeugte. Grundsätzlich war es aber immer schon der Wunsch der Menschen die Natur und sich selbst künstlich zu erschaffen.

Die Zeit der Aufklärung

Wirklich interessant ist die Renaissancezeit, also vor ca 500 Jahren, wo das Uhrwerk erfunden wurde. Womit dann auch schon kompliziertere Mechanismen zum Einsatz kamen, mit denen Figuren bewegt werden konnten. In diesem Jahrhundert begann man den Menschen technisch zu erforschen, den Blutkreislauf, einige Funktionen des Körpers, was der Beginn dafür war, zu hinterfragen, wie man einen Menschen künstlich erschaffen kann. Um das 18. Jhdt wurde erstmals ein Automat gebaut, der einer Ente ähnelte, welche Körner aufnehmen und im Inneren durch chemische Prozesse verdauen konnte. Für Maria Theresia wurde ein Androide namens „Schachtürke“ gebaut, der auch mehrere Schachturniere gewann, das war also der erste Schritt in der menschlichen Geschichte, wo ein Roboter Intelligenz bewies. Später hat sich jedoch herausgestellt, dass dieser Schachtürke getürkt war, da er von einem Menschen, der durch verschiedene Tricks, für das Publikum unsichtbar wurde, geführt wurde. Trotzdem war das der erste Kontakt für Menschen mit KI, der Menschen verblüffte.

Roboter auf dem Schlachtfeld

Intuition der Menschen im Krieg war es, die eigenen Leute zu schonen, also wollte man Roboter auf das Schachtfeld bringen, allerdings stellte die Situation des Krieges die Entwickler vor eine große Herausforderung. Treibstoff, Wartung, Ersatzteile, Fortbewegung auf unwegsamen Gebieten, all dies hätte berücksichtigt werden müssen, dass der Roboter dann nebenbei auch noch andere Aufgaben zu erledigen hätte, war schier unmöglich. Drohnen wären die beste Alternative gewesen, jedoch wären diese nur zur Überwachung im Einsatz gewesen und weniger als Kämpfer. Der nächste Schritt Richtung KI waren Prothesen, welche Anfang des 1. Weltkrieges, wegen der verwundeten Soldaten erfunden wurden.

Das Streben nach KI

Der Mensch war immer das Maß für KI, auch die Gestalt wurde immer als Vorbild gesehen, damit wir mit diesen Robotern auf einer Augenhöhe kommunizieren können. Wichtig zu erwähnen ist, dass die Tätigkeit eines Roboters immer besser ist, als die eines Menschen, zum Beispiel, dass ein Roboter einen Ball immer exakt gleich werfen kann. Die Dartmouth Confernce 1956 gilt als Geburtsstunde für den Begriff „künstliche Intelligenz“. Dort wurde der Beschluss gefasst, der Technik Intelligenz beizubringen, also Technik zu erschaffen, die sich selbst etwas beibringen und lernen kann. Dabei ist allerdings schwierig den Begriff „Intelligenz“ zu definieren, denn es ist nicht klar, ob es Belesenheit ist oder Empathie, dazu müssen wir der Gehirnforschung mehr Zeit geben, damit klar ist, was angestrebt werden muss.

Sie sind unter uns: KI und Robotik in der modernen Gesellschaft

Wir stehen auf der Schwelle einer Welt, in der KI überhandnimmt, wir haben tagtäglich mit Robotern und Algorithmen zu tun. Nach all der Forschung und Arbeit ist es nun so, dass wir Angst haben, dass uns die neuen Technologien und Roboter, die mittlerweile schon viele Tätigkeiten übernehmen können, unsere Arbeitsplätze wegnehmen könnten. Heute können Roboter auch nur einzelnen Tätigkeiten in einer vorbereiteten Umgebung übernehmen, jedoch wird daran gearbeitete, dass diese Maschinen Hand in Hand miteinander und anderen Menschen arbeiten können. Der größte Schritt muss also Empathie und Sozialität sein.

https://www.oe1macht.schule/activity/zum-thema-robotik-forschen-und-praesentieren/