17 Jan

SuS als Spieleprogrammierer/innen

Das Kinder heutzutage mit Videospielen allzu vertraut sind, ist ja nichts neues. Egal ob Konsole, Computer oder Smartphone, die Möglichkeiten digitale Spiele zu nutzen sind vielfältig.

In dem Beitrag Game Design Workshops mit Schulklassen von Christoph Kaindel auf medienimpulse.at hat er mit Claudia Bayerl und einigen Schulklassen die wienXtra spielebox besucht.

Somit wurde die Rolle der Schülerinnen und Schüler getauscht und statt Konsument waren sie Produzent von Videospielen. Dies waren selbstverständlich nur einfache Videospiele, meist flash-basiert. Die Kinder sehen hier wie es ist in Gruppen ein Videospiel zu erarbeiten und gemeinsam zu einem Endprodukt zu kommen.

Jedoch finde ich dass den Kindern die programmiertechnischen Schwierigkeiten, die die meisten Videospiele beinhalten verheimlicht bleiben.

Oftmals wird die heutige Schülergeneration ja als „Digital Natives“ bezeichnet. Bei näherer Betrachtung wird deutlich, dass diesem Begriff eine gewisse Problematik anhaftet. Obwohl viele SuS in die hochtechnologische Welt von Internet und Smartphone „hineingeboren“ werden, kennen die allermeisten diese Technik ausschließlich aus der Userperspektive.

In den Anfängen der digitalen Revolution musste man sich selbst als Durchschnittsbenutzer ein nicht unbedeutendes Fachwissen über Soft- und Hardware aneignen. Vor der Erfindung der Computermaus und der optischen Betriebssystemoberfläche blieb einem gar nichts anderes übrig, als sich eine gewisse Basis an Programmierfertigkeiten anzueignen und sei es auch nur, um das Betriebssystem per Kommandozeile bedienen zu können.
Der enorme Fortschritt in der Usability und Benutzereingabe ermöglicht es heutzutage bereits Kindergartenkindern (!) diverse Smartphones und Tablets mit dem omnipräsenten „Wischen und Tippen“ zu bedienen. Die Benutzeroberflächen werden immer intuitiver und simpler, immer weniger technisches Know-How ist für Eingaben notwendig.

Dies führt zu der Problematik, dass die sogenannten „Digital Natives“ TROTZ der ständigen Vernetzung und dem permanenten Beschäftigen mit Handy und Internet ein weit schlechter entwickeltes technisches Verständnis aufweisen als die meisten User der 80er oder frühen 90er Jahre (also vor der Zeit von „einfach“ zu bedienendem Windows 95 und Co). Die Fähigkeiten der Digital Natives beschränken sich meist auf Spielen, Surfen und das Benutzen von Social Networks. Dass die Suche über Suchmaschinen durch die Benutzung von Suchoperatoren wie „…“, -…, +… ein vielfaches effizienter wird bzw. dass Social Networks mittels Trackern und Cookies als ominöse Datenkraken agieren, ist üblicherweise unbekannt.

Deshalb halte ich Projekte in der Schule wie „Game Workshops“ oder sonstiges objektorientiertes Programmieren für ein wertvolles Werkzeug, um das technische Verständnis von SuS zu bessern bzw. Neugierde und Begeisterung an der Technik, die dahintersteckt, zu wecken. Im Internet finden sich dafür immer mehr und immer bessere Möglichkeiten. Viele Programme gibt es kostenlos (oder zumindest eine kostenlose Basisversion davon) und ermöglichen es, ohne großes Vorwissen einfache Spiele zu erstellen.

17 Jan

Onlinesucht bei Kindern und Jugendlichen

Laut einer Studie der Krankenkasse DAK leiden rund 4,7% aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland an einer Onlinesucht.  Doch was genau heißt das für Betroffene und deren Angehörige?

Primär kann gesagt werden,dass der übermäßige Konsum von Online Rollenspielen die Lebensgewohnheiten der Kinder und Jugendlichen stark beeinflusst. Der Foxus rückt immer mehr in das virtuelle Leben und entfernt sich zunehmend vom sogenannten „Real Live“. Dies wirkt sich vor allem im sozialen Kontext aus. Durch das Vernachlässigen von Sozialen Kontakten im Realen Leben wird die Verbundenheit zur virtuellen Welt noch mehr gesteigert. Kinder und Jugendliche suchen Zuflucht bei Freunden in der virtuellen Welt. In vielen Fällen kann von einer Sucht gesprochen werden die zunehmend zu Vereinsamung und im schlimmsten Fall zum Realitätsverlust führen kann.

Man kann jedoch nicht behaupten, dass das Spielen von Online Rollen Games nur Negatives mit sich bringt, da durch diese Spiele auch einige Sozialkompetenzen gefördert werden. Beispielsweise ist es in einigen Spielen von Nöten in einem Team zu agieren um ans Ziel zu kommen. Somit wird Gruppendynamik, Hilfsbereitschaft, Taktisches Vorgehen und auch das Entwickeln von Strategien gefördert.
Dies heißt jedoch nicht, dass jene Kompetenzen auch im realen Leben angewendet werden können.

Aus Sozialpädagogischer Sicht kann gesagt werden, dass jene Spiele auch Auswirkungen auf den Schulaltag der Betroffenen haben kann. Müdigkeit, Unkonzentriertheit und die einhergehenden schlechten Noten sind nur einige von vielen Auswirkungen. Betroffene zeigen auch oft ein erhöhtes Gewaltpotenzial und können sich teilweise schlecht in der Klassengemeinschaft einbringen.

Für uns als zukünftige LehrerInnen ist diese Theamtik von sehr hohem Stellenwert. Unsere zukünftige Aufgabe ist es SchülerInnen sowie deren Eltern oder Bezugspersonen über neue Medien, deren Möglichkeiten, Vorteile sowie Gefahren zu informieren und aufzuklären. In schlimmen Fällen der Sucht ist es unsere Aufgabe, Eltern über mögliche Anlaufstellen zu informieren bzw. sie zu ermutigen Hilfe, in Form von SozialarbeiterInnen oder Suchtberatungsstellen, in Anspruch zu nehmen.
Im Zuge unserer Rechereche ist uns diese hilfreiche Hompage der Computersuchthilfe Hamburg postiv aufgefallen. Bitte hier klicken

Falls Interesse besteht sich näher in diese Thematik einzulesen, können wir das Buch „Lost in Cyberspace“ von Benjamin Grünbichler empfehlen. Bitte hier klicken

 

16 Jan

Wie pädagogisch wertvoll sind PC-Spiele?

Laut einer Studie der Universität Würzburg, erreichten die Forscher eine Steigerung des IQ von 30 Förderschülern innerhalb von sechs Wochen um durchschnittlich 11 Punkte. Doch bevor sie Ihren Kindern erlauben, rund um die Uhr am PC zu spielen, sollten Sie eines wissen. Bei dem von den Forschern benutzten Spiel, ging es um die Lösung von Logikaufgaben, welche die Kinder in Begleitung zweier Elfen meisterten. Um mehr von dieser Studie zu erfahren, klicke bitte hier!

Meiner Meinung nach sind die zwei wichtigsten Schlagwörter in diesem Artikel die Wörter Belohnung und Motivation. Die Motivation braucht man um Spaß daran zu haben und die Belohnung um immer wieder neu motiviert zu werden.

In diesem Falle waren die Belohnungen Goldstücke, sowie der Aufstieg in das nächste Level. Ein sofortiges Feedback gibt den Kindern die Möglichkeit, ihre Leistung sofort richtig einstufen zu können und durch die Belohnung von guten Leistungen tritt der nächste Punkt, die Motivation, in Kraft.

Die Kinder haben zum einen das gute Gefühl, den Elfen geholfen zu haben und zum anderen werden sie durch die Belohnungen angespornt, noch mehr Goldstücke zu sammeln, und so ganz nebenbei lernen die Kinder dabei auch noch wie man mit Problemen umgehen kann.

Diese Strukturen, findet man vor allem in Lernspielen, welche es inzwischen für so ziemlich jedes Unterrichtsfach gibt. Jedoch werden diese mäßig bis gar nicht im schulischen Bereich eingesetzt. Im Zeitalter der Digitalen Medien, wäre diese Unterstützung sicher sinnvoll einzusetzen, wenn die Qualität und der Lerninhalt dieser Video Spiele zuvor von der Lehrperson genau unter die Lupe genommen wurden.

Um eine gute Auswahl an Video-Spielen zu sehen, klicke hier! Dabei muss natürlich beachtet werden, wie pädagogisch wertvoll bestimmte Computerspiele sind. Eine durchgezockte Nacht mit einem Ego-Shooter zu verbringen, wird die kognitiven Fähigkeiten wohl kaum in die Höhe treiben.

27 Mai

Computerspiele: Fluch oder Segen?

Fragt man Erwachsene nach Jugendlichen, die Tag ein und Tag aus vor ihrem Computer verbringen, erhält man oft dieselbe Antwort – durch die PC Spiele leiden die schulischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler, sie fördern die Gewaltbereitschaft und immer häufiger sind solche Spiele die Auslöser dafür, dass betroffene Kinder zu Außenseitern werden. Die Jugendlichen meiden soziale Kontakte mit Gleichaltrigen, verkriechen sich lieber in ihren Zimmern und retten sich in ihre digitale Welt der Computerspiele.

Doch haben Computerspiele tatsächlich so eine negative Wirkung auf unsere Psyche und unser soziales Verhalten? Verblöden wir durch diese Computerspiele und verlieren wir durch sie auch unsere Intelligenz oder handelt es sich hierbei um einen umgekehrten Effekt?
Fakt ist, dass Computerspiele nicht mehr aus unserer heutigen Zeit wegzudenken sind. Fast jeder hat schon mal ein Computerspiel gespielt, egal ob auf PC, Handy oder Tablett. Spiele sind überall vorhanden. Studien und Dokumentationen über negative Auswirkungen von Computerspielen gab es bis vor einigen Jahren wenige. Erst seitdem schreckliche Vorfälle an Schulen, wie zum Beispiel der Amoklauf im deutschen Erfurt, bei dem 16 Menschen und der Schütze selbst sterben mussten, häufiger wurden, beschäftigen sich Forscher näher mit dieser speziellen Freizeitbeschäftigung der Jugendlichen. Damals, hauptsächlich nur um einen Schuldigen zu finden, der für diese schrecklichen Taten verantwortlich war. Jedoch wurden später auch Langzeitstudien, Dokumentationen und Diskussionen veröffentlicht, die ein besseres Licht und vor allem eine bessere Einsicht in das Leben eines Gamers geben sollten.

Erhöhte Aggressionsbereitschaft, soziale Abschottung, schlechte Noten und schlechtes Verhalten in der Schule sind nur wenige der Symptome, die vermeintlich nachgewiesen wurden. Die späteren Langzeitstudien und Dokumentationen über Jugendliche, die ihre Freizeit mit PC-Spielen verbringen, brachten wiederum andere Ergebnisse und stellten Gamern ein besseres Zeugnis aus. Unter anderem wird in Publikationen des renommierten Max-Planck Instituts der positive Effekt hervorgehoben. Die teilnehmenden Personen verfügen über erhöhte Konzentration, gesteigerte Intelligenz, haben ein besseres räumliches Verständnis und können aufgrund rascherer Verarbeitung von Sinneseindrücken viel schneller Entscheidungen treffen.

Mehr dazu finden Sie unter: Stimmt es, dass manche Computerspiele soziale- und kommunikative Kompetenzen fördern?

Dieses Potential könnte man sogar in Schulen nutzen und in den Unterricht aufnehmen. Beispielsweise könnte man als Motivation Punktesysteme oder auch sogenannte „Level-Aufstiege“, inklusive kleinen Belohnungen einbauen. Auch Fachthemen verschiedenster Unterrichtsgegenstände könnten im Unterricht spielerisch verpackt werden, um so den Inhalt besser zu verinnerlichen. Man sollte vor allem darauf achten, dass die Spiele auch Spaß machen, da sonst sehr schnell Neugier und Motivation verschwinden.

Mehr zu diesem Thema finden Sie unter: Können PC-Spiele oder Apps die Lernbereitschaft und Motivation der Kinder steigern?


Weitere Blogeinträge zu diesem Thema:

 

Links und Ressourcen

24 Mai

Wie beeinflussen Computerspiele das Lernverhalten von Kindern und Jugendlichen?

Computer sind in der heutigen Zeit nicht mehr aus unserem täglichen Leben wegzudenken. Sogar Sprösslinge im Alter von 10 Jahren besitzen oft bereits einen eigenen Computer. Die Eltern sind der Meinung, die Nutzung pädagogisch wertvoller Computer(-spiel)programme könne positive Effekte auf schulische Leistungsfähigkeit, Lernmotivation und Kreativität haben. Andererseits besteht auch eine gewisse Unsicherheit, ob Computerspiele möglicherweise doch auch negative Auswirkungen auf die Entwicklung und das Verhalten der Kinder haben könnten. Doch wie sieht es nun tatsächlich aus? Was sagen Experten zu diesem Thema? Können Computerspiele in der Tat das Lernverhalten von Schülerinnen und Schülern positiv beeinflussen?

Professor Warkus, Medienpädagoge an der Universität Leipzig, meint „Ja“. Seiner Auffassung nach, sind Computerspiele ein sinnvolles Medium, das von Eltern und LehrerInnen bewusst eingesetzt werden sollte. Nur in wenigen Spiele-Genres sei Gewalt das Mittel zum Erreichen des Spielzieles.

Auch Adi Boiko, Präsident der ehemaligen Sunflowers GmbH, stimmt dem zu. Seiner Meinung nach könne durch geeignete Computerspiele das Lernen systematisch verbessert werden. Ebenfalls bestünde durch diese Betätigung die Möglichkeit zur Aneignung von strategischem Lernen und Problemlösungskompetenz. Und nicht zu vergessen sei natürlich der durch Computerspiele erhöhte Spaßfaktor des Lernens.

Doch hier scheiden sich die Geister. Ein Bericht der CJD Jugenddorf-Christophorusschule Oberurff vom 14. Februar 2007 berichtet von neuen Ergebnissen der Hirnforschung, die besagen, dass sich durch das Spielen von Computerspielen am Nachmittag, die im Gehirn am Vormittag während des Unterrichts gebildeten neuronalen Verbindungen auflösen.

Dr. Florian Rehbein, Diplom-Psychologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN), bekräftigt dies mit der Aussage, dass alles, was uns beeindruckt, Vorrang habe. Das bedeutet, dass noch instabil deklaratives Wissen von stärkeren Impulsen verdrängt wird. Gelerntes kann daher nicht angewendet werden, da das Gehirn keine Gelegenheit bekommt, stabile neuronale Verbindungen aufzubauen.

Diese unterschiedlichen Meinungen und Aussagen erschweren es den Eltern und Erziehungsberechtigten umso mehr, die diesbezüglich richtigen Entscheidungen für ihre Kinder zu treffen.

Privatdozent Dr. Dr. med. Jan Frölich, Facharzt für Kinder –und Jugendpsychiatrie und Kinderheilkunde, empfiehlt daher folgende Regeln in Bezug auf die PC-Nutzung:

  • Klare Abmachungen und Regeln zu Zeit und Inhalt von Computerspielen
  • Vereinbarung von klar definierten und einzuhaltenden Mediennutzungsregeln mit den Kindern
  • Auf keinen Fall das Kind/den Jugendlichen mit einem internetfähigen Handy oder einem Internetanschluss im eigenen Zimmer ausstatten.
  • Computerspiele müssen kritisch beurteilt worden sein.

Auch wir sind der Meinung, dass es wichtig ist, mit den Kindern Regeln zu vereinbaren. Computerspiele komplett zu verbieten, ist mit Sicherheit nicht der richtige Weg. Wie bereits zu Beginn erwähnt, ist der Computer in der heutigen Zeit einfach nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Es ist daher durchaus auch von Vorteil, wenn bereits die Kinder und Jugendlichen den Umgang mit diesem technischen Gerät erlernen und sich darin üben. Die Computerspiele müssen unserer Meinung nach aber unbedingt dem Alter des Kindes bzw. Jugendlichen entsprechen und es ist absolut notwendig, als Elternteil oder Erziehungsberechtigte/r darauf zu achten, dass die Beschäftigung mit dem Computer nicht alle anderen Freizeitaktivitäten ersetzt. Es ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler die außerschulischen Zeiten nutzen, um den Bewegungsmangel, der sich aufgrund der teilweise sehr langen Unterrichtszeiten zwangsläufig ergibt, auszugleichen und Kontakte zu Freunden in der realen Welt zu pflegen und nicht nur in der virtuellen.

Unser Standpunkt lautet daher: Computerspielen ja, allerdings, wie so vieles andere auch, mit Maß und Ziel und unter Einhaltung von vorzugsweise gemeinsam mit dem Kind bzw. dem Jugendlichen vereinbarten Regeln.

Quellen:

Verweise zu ähnlichen Blogs:

13 Apr

Stimmt es, dass manche Computerspiele soziale und kommunikative Kompetenzen fördern?_Artikel2

Laut einer Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest spielen zwei Drittel der 12 bis 19-Jährigen zumindest alle ein bis zwei Wochen Online-Spiele. «Computerspiele sind ein fester Bestandteil der Jugendkultur», meint der deutsche Medienpädagoge Roland Rosenstock. Das treffe auf Jungen stärker zu als auf Mädchen, die Mädchen holten aber deutlich auf.

Die meisten Erwachsene haben ein negatives Bild von Online-Spielen, doch nach Meinung Rosenstocks bieten diese wertvolle Entfaltungsräume für Jugendliche. «Sie sind soziale Räume, in denen Jugendliche ihre Freizeit verbringen, Kontakte pflegen und sich ausprobieren können». Heranwachsende könnten hier lernen, Regeln zu befolgen und in Gruppen zurecht zu kommen.

Da das Jugendalter durch die Suche nach der eigenen Identität geprägt ist, könnten Internet-Spiele dabei helfen, wenn der soziale Kontext stimme.

Im Spiel erwerben die Heranwachsenden entscheidende Kompetenzen, um in größeren Gruppen zurechtzukommen, außerdem bieten viele Online-Games die Möglichkeit von Gemeinschaft.

(Quelle: http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/computer_nt/article106589394/Online-Spiele-foerdern-Sozialkompetenz.html)

Nicht jedes Spiel weist das gleiche kompetenzfördernde Potenzial auf, neben dem Training von Wahrnehmung und sensomotorischen Fähigkeiten (Action Games) wird außerdem die Problemlösefähigkeit geschult (Strategie- und Adventure Games).

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass sich folgende fünf Anforderungsbereiche von Computerspielen ausmachen lassen: soziale, kognitive, medienbezogene und emotionale Anforderungen sowie Anforderungen an Wahrnehmungs-, Aufmerksamkeits- und sensomotorische Koordinationsleistungen. Je höher die Anforderungen, desto höher das jeweilige kompetenzförderliche Potenzial.

Besonders vom gemeinsamen Spiel erhofft man sich den Erwerb sozialer Kompetenzen;

Vielfältige Problemstellungen sollen zu differenzierter Problemanalyse führen und zur Suche nach neuen Lösungswegen anregen, die Art der Problemstruktur legt somit die Voraussetzungen der Förderung kognitiver und sozialer Kompetenzen fest. Erwünschte Denkleistungen wären analytisches, operatives, flexibles und kreatives Denken; kritische Selbstbeobachtung, Akzeptanz von Misserfolgen, Durchschauen von Regelwerken und emotionale Selbstkontrolle werden ebenfalls angestrebt.

Im Test schnitten viele Computerspiele in Bezug auf den Erwerb sozialer Kompetenzen allerdings schwach ab: kaum einem Spiel kann eine explizite Kompetenzförderlichkeit durch die Anregung zur Auseinandersetzung mit eigenen und gesellschaftlichen Werten und Normen bescheinigt werden.

Zudem gilt der ethisch-normative Gehalt zahlreicher Games als fragwürdig und steht einer Förderung damit sogar entgegen. Die eingangs gestellte Frage wird somit also ad absurdum geführt!

(Quelle: http://www.jff.de/dateien/Kurzfassung_computerspiele.pdf)

ad Beitrag vom 11.April 2015 zum gleichen Thema:

Die Tatsache, dass Computerspiele das Handeln von Personen direkt beeinflussen, bietet Grund zur Sorge, da davon ausgegangen werden muss, dass viele der gespielten Games gewalttätigen Inhalt transportieren und, wie oben bereits erwähnt, ethisch-normativ als fragwürdig eingestuft werden!

http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/computer_nt/article106589394/Online-Spiele-foerdern-Sozialkompetenz.html

http://www.internet-abc.at/eltern/spiele-nutzen.php

http://www.medienimpulse.at/articles/view/524

http://www.jff.de/dateien/Kurzfassung_computerspiele.pdf

 

11 Apr

Stimmt es, dass manche Computerspiele soziale und kommunikative Kompetenzen fördern?

Einige Studien belegen, dass Computerspiele mit gewalttätigen Inhalten die Aggressionen von Kinder bzw. Jugendlichen verstärken. Doch Computerspiele die richtig programmiert sind können Zivilcourage und Hilfsbereitschaft von Kindern und Jugendlichen fördern und stärken.

Bei einem Experiment wurde festgestellt, dass es darauf ankommt, mit was sich die Menschen 10 Minuten vorher beschäftigt haben. Bei dem Experiment waren die Leiterin und die jeweilige Testperson in einem Raum, irgendwann stürmte der wütende Exfreund der Leiterin herein und schreit sie an und versuchte sie aus dem Raum zu zerren.

Nur 22 Prozent der Testpersonen die vorher ein gewöhnliches Geschicklichkeitsspiel gespielt haben kamen der Frau zur Hilfe. Bei den Personen die vorher ein prosoziales Spiel („City Crisis“) gespielt haben waren es 56 Prozent.

Man konnte feststellen, dass Zivilcourage stark davon abhinge was die Personen 10 Minuten vorher gemacht haben.

Doch so schnell die Wirkung von prosozialen Spielen entsteht, genau so schnell können sie auch wieder verfliegen. Nur durch stetige Wiederholdung können die Spiele jemandes Hilfsbereitschaft stärken.

 

Durch gut programmierte Computerspiele können nicht nur Hilfsbereitschaft und Zivilcourage gefördert werden, auch das räumliche Vorstellungsvermögen kann verbessert werden.

Die ersten die Computerspiele aus beruflichen Zwecken einsetzen war das amerikanische Militär. Durch Schießspiele kann sich nämlich auch die Sehschärfe, die als nicht trainierbar gilt, verbessern. Dadurch dass die Spieler immer den ganzen Bildschirm im Auge behalten müssen und immer auf der Hut vor Feinden sein müssen, sind sie das ganze Spiel über hochkonzentriert.

 

Quelle:

www.pychologie-heute.de „Computerspiele – die guten“ von Jochen Paulus, Oktober 2010

http://www.psychologie-heute.de/archiv/detailansicht/news/computerspiele_die_guten/

http://www.grin.com/de/e-book/103375/spiele-als-moeglichkeit-der-foerderung-kommunikativer-und-sozialer-kompetenzen

Verweise auf ähnliche Beiträge:

„Computerspiele bei Kindern und Jugendlichen – Gefahr oder Bereicherung?“

„Stimmt es dass Computerspielen dumm macht oder schlecht fürs Gehirn ist?“

13 Mai

Computerspiele bei Kindern und Jugendlichen – Gefahr oder Bereicherung?

Computerspiele bei Kindern und Jugendlichen – Gefahr oder Bereicherung?!

Wer kennt das nicht : das Kind das gebannt am Handy, iPod etc. hängt um Spiele zu spielen und nicht mehr wegzubekommen ist? Egal ob am Schulhof, in der U-bahn, zuhause oder wo auch immer – überall wird gespielt. Handelt es sich hier um einen Lernzuwachs für die Kinder, eine Entspannung zum Schulalltag oder lauert eine Gefahr hinter den teils harmlos wirkenden Spielen?

Der Umsatz mit Computer- und Videospielen steigt und steigt. Ob unterwegs mit portablen Geräten, zuhause am heimischen PC oder an der Spielkonsole, gespielt wird überall und alles. Die Spielindustrie hält hier zwei Strategien für uns bereit : zeitlich nicht anspruchsvolle Spiele für Zwischendurch  und Spiele die im Prinzip endlos sind und deren Zwischenstände nicht gespeichert werden können, der Spieler wird sozusagen „gezwungen“ dabei zu bleiben. Die Spielindustrie bietet auch eine Vielfalt an Spielgenres, jedes Kind findet ein Spiel das seiner Persönlichkeit und seinem Geschmack entspricht. Hier könnten wir uns fragen: Welche Spielgenres gibt es?

Computerspiele – steckt auch etwas Gutes dahinter? Was ist die Gefahr dabei?

Spielen ist ein Grundbedürfnis von Kindern, sie brauchen Freiräume in denen sie etwas tun können, was keinen wirklichen Zweck hat.  Computerspiele gehören bereits zur Jugendkultur.  .Wenn man für einen Moment die negativen Klischees wegräumt, sieht man das Kinder auch von Computerspielen lernen können. Zum Beispiel lernen sie andere Mitspieler zu akzeptieren und zu respektieren (gerade bei Online-spielen; Spielen die gemeinsam bestritten werden). Die Kids erleben in den Spielen spannende Abenteuer, schlüpfen in fremde Rollen und können in Fantasiewelten abtauchen. Wichtig ist, dass der kindgerechte Umgang mit den Spielen gegeben ist.  Die Kinder/Jugendlichen sollten nicht zu viel Zeit damit verbringen  gerade weil  nicht jedes Spiel einen Bildungszweck erfüllt, und oft schulische Anforderungen in den Hintergrund geraten:

Alter Angemessene Spielzeit
bis 7 Jahre durchschnittlich 30 Minuten
8-9 Jahre durchschnittlich 45 Minuten
10-11 Jahre durchschnittlich 60 Minuten
12-13 Jahre durchschnittlich 75 Minuten
(Richtlinien;Initiative: SCHAU HIN!)

Wann wird es zuviel?

Gerade Spiele mit hoher Bindungswirkung (vor allem Onlinespiele:  Gruppenzwang durch Mitspieler; Angst etwas zu verpassen; kein fixes Spielziel) haben ein hohes Suchtpotenzial und die oben genannten Richtwerte werden weit überstritten (Eltern sollten klare Regeln vorgeben). Besonders gefährdet sind schüchterne Kinder/Jugendliche mit einem geringen Selbstwertgefühl, die Probleme haben Freunde zu finden. Hier ist es wichtig soziale Beziehungen im unmittelbaren Umfeld des Kindes zu fördern, dass es sich nicht in seiner virtuellen Welt verliert.

Zur Killerspiele-debatte : Ein Killerspiel macht noch keinen Mörder

Amokläufe an deutschen Schulen entfachen immer wieder Verbotsdiskussionen im Hinblick auf so genannte Killerspiele. Ein Verbot in diese Richtung würde schnell und sichtbar eine Grenze setzen und Beruhigung schaffen, doch die eigentlichen tieferen und gesellschaftlich verbreiteten Ursachen derartiger Gewaltausbrüche würden bestehen bleiben. Computerspiele schaffen Scheinwelten, wobei intensiv spielende Jugendliche/Kinder sehrwohl zwischen Realität und Simulation unterschätzen können. Dennoch sind solche Spiele in denen grausame gewaltsame Tätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen ausgeführt werden, keinesfalls zu unterschätzen. Spiele prägen die Phantasie und über die Phantasie die realen Reaktions- und Verhaltensmuster, in welcher Abschwächung auch immer. Phantasie geht bekanntlich der Handlung voraus. Die aggresiven Tendenzen des Spielers  werden sich wohl eher verstärken als abschwächen. Mehr dazu hier : Streitfall Computerspiel.

Linksammlung:

http://www.mediaculture-online.de/Wie-wirken-Computerspiele.1299.0.html

Anregungen für den Unterricht:

http://www.mediaculture-online.de/Anregungen-fuer-den-Unterricht.1301.0.html

 

13 Mai

Stimmt es dass Computerspielen dumm macht oder schlecht fürs Gehirn ist?

Studien und Tests zeigen dass Computerspiele alles andere als Hirnschädigend sind! Es werde keine Gehirnzellen beschädigt oder gar „verkleinert“ – ganz im Gegenteil!

Die Feinmotorik (Reaktionsfähigkeit), das räumliche Verständnis und die Multitaskingfähigkeit werden gefordert und trainiert! Natürlich muss man wie auch alles andere im Leben mit Maß und Ziel genießen und verwenden. (Die Dosis macht das Gift!)

 

 Der Standard berichtet: Im Vergleich zur Kontrollgruppe, die das Konsolenspiel nicht spielen durfte, zeigte sich eine Vergrößerung einiger Bereiche der grauen Substanz, in der sich die Zellkörper der Nervenzellen des Gehirns befinden. Die Vergrößerung umfasste den rechten Hippokampus, den präfrontalen Kortex und Teile des Kleinhirns. Diese Hirnareale sind unter anderem für räumliche Orientierung, Gedächtnisbildung, strategisches Denken sowie für die Feinmotorik der Hände von zentraler Bedeutung. „Interessanterweise waren diese Veränderungen umso ausgeprägter, je mehr Spaß die Probanden beim Spielen hatten“, berichten die Forscher.

Ganzer Artikel auf :http://derstandard.at/1381370369438/Gezieltes-Hirntraining-mit-Super-Mario

Ich freue mich über Kommentare mit kompetenten Artikeln zum Thema (Links) und bin auch auf Gegenargument sehr gespannt!

02 Jan

Macht Computerspielen dumm?

„Unsere Ergebnisse liefern erste Hinweise dafür, dass Videospieler sich möglicherweise intuitiv besser in ihrer Umwelt orientieren können“ (vgl. Max Plank Gesellschaft)

Die Anschuldigung dass Computerspielen dumm macht, hört man immer wieder. Tatsache ist das bis Dato in keiner Forschung  festgestellt werden konnte das Gehirnzellen abgetötet oder gar ganze Bereiche im Gehirn beschädigt werden. Vielmehr trainiert es Gehirnregionen die für das räumliche Denken, die Feinmotorik und das Multitasking  zuständig sind. Natürlich macht immer die Dosis das Gift und stundenlanges Spielen, als auch die Wahl des Computerspiels sind ein, mit Maß und Ziel zu genießendes Vorhaben. Der Soziale Hintergrund eines Kindes bestimmt und beeinflußt die Entwicklung eines Kindes mehr als die Wahl eines Computerspiels! (Die auch „richtig“ bzw. altersentsprechend ausfallen sollte!)

Hier noch ein paar interessante Artikel zum Thema (Quelle Standard):

Räumliches Denken:http://derstandard.at/1376534170795/Computerspiele-trainieren-raeumliches-Denken

Computerspiele und die Gesellschaft:http://derstandard.at/1338559395328/Computerspiele-Spieler-die-im-realen-Leben-hilfsbereiter-sind