29 Mai

Tools- Nützliche Hilfsmittel oder unnötige Digitalisierung unserer Klassenzimmer?

Tools. Das klingt erst einmal nicht so als ob es etwas für das Klassenzimmer, sondern eher für den Hobbyheimwerker wäre. Wenn man sich genauer mit dem Thema befasst und sich ein wenig darüber informiert, wird einem aber schnell klar, dass Tools diverse digitale Mittel sind, die im Unterricht eingesetzt werden können.
Einige fragen sich jetzt vielleicht:
Was genau sind Tools? Wie kann ich sie einsetzen und wozu?
Also begeben wir uns auf eine Reise durch den virtuellen Baukasten der uns Lehrpersonen zur Verfügung steht.

Aurasma- DIY Augmented Reality

Aurasma ist ein Tool, welches sowohl auf Lehrer und Lehrerinnen als auch auf Unternehmen abzielt. Die App bietet die Möglichkeit Augmented Reality in Fotos einzubinden. Man kann ein Video in ein Foto einbinden.
Wie genau das funktioniert und wie man es einsetzen könnte erklärt Matt Mills 2012 auf der TED- Konferenz.

Socrative

Socrative bietet die Möglichkeit verschiedene Quiz für die Schülerinnen und Schüler zu erstellen und somit Abwechslung in den Alltag zu bringen und gleichzeitig ihren Lernstand zu kontrollieren. Die Nutzung der App ist kostenlos, hierzu ist es notwendig eine Konto zu erstellen. Es gibt die Möglichkeit sich mit einem Schüler- oder einem Lehrerkonto anzumelden.
Ist man mit einem Lehrerkonto angemeldet kann man aus verschiedenen Möglichkeiten auswählen, man kann ein normales Quiz erstellen um z.B. eine Lernzielkontrolle durchzuführen oder ein bisschen Schwung in die Klasse bringen indem man ein „Lernwettrennen“ veranstaltet.
Damit die Kinder an diesen Quiz und Wettrennen teilnehmen können, ist es wichtig dass alle Kinder einen Laptop, ein Tablet oder Smartphone zur Verfügung haben.

Formative

Formative ist ähnlich wie Socrative eine Möglichkeit das Wissen der Kinder abzufragen. Hier gibt es bereits eine Datenbank aus verschiedenen Quiz, es besteht aber auch die Möglichkeit selbst einen „Beitrag“ zu einem bestimmten Thema zu erstellen.

„Finding a tool that allows me to visually assess my students from their own device is irreplaceable.“ (Trapper, High School Math & Science Teacher, https://goformative.com/ )

Pingo

Pingo ist ein Tool um Umfragen durchzuführen. Hier kann die Lehrperson eine Frage stellen und Jede/Jeder mit einem Gerät mit Internetzugang, kann an der Umfrage teilnehmen.

Sinnvoll oder nicht?

Ob all diese Tools sinnvoll sind oder nicht, im Unterricht eingesetzt werden oder nicht, muss denke ich Jede/Jeder für sich selbst einschätzen. Tatsache ist, dass all diese Tools eine erweiterte Plattform des Lernens eröffnen.
Besonders kritisch sehe ich allerdings, dass es für Alle die Voraussetzung gibt, dass alle Kinder ein Tablett, Handy oder einen Laptop zur Verfügung haben. Gehen wir davon aus, dass heutzutage sowieso jedes Kind eines dieser Geräte besitzt, sollte es kein Problem geben, sollte man allerdings davon ausgehen dass es Kinder gibt, die aus verschiedenen Gründen keines dieser Geräte zur Verfügung haben, muss sich die Lehrperson eine Alternative überlegen, um diese Kinder nicht auszuschließen, wenn Tools im Unterricht eingesetzt werden sollen.

12 Dez

Digital Storytelling –Mündliches Geschichtenerzählen feat. Multimedialer Computertechnik

Digitale Geschichten sind ein Medium, mit man seine Gedanken, Visionen und Erfahrungen zum Ausdruck bringen kann. Eine kurze, auf die wesentliche Aussage reduzierte Geschichte, erzählt mit der Stimme des Autors, wird verstärkt durch die Verknüpfung mit Bildern und Musik. Vor allem Kinder und Jugendliche finden an digitalen Geschichten Gefallen, weil sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen können – in Verbindung mit ihrer digitalen Medienwelt.

Digital Storytelling fördert viele Kompetenzen, die Schüler im weiteren Verlauf ihres Lebens zu Gute kommen werden. Kreativität, Ausdrucksfähigkeit, Einfühlungsvermögen und ihre Fähigkeiten Probleme zu lösen, zuhören zu können und im Team zu agieren, werden unterstützt und gefördert.
Besonders wichtig ist die Arbeit mit digitalen Medien. Fotografie, Bildbearbeitung und Videoschnitt gehören zu den angewandten Bereichen. Auch diverse künstlerische Fähigkeiten und Kenntnisse werden erlernt oder vertieft. Dazu gehören die Sprachgestaltung, das Erzählen und die visuelle Gestaltung und Umsetzung.

Doch wie entsteht so eine digitale Geschichte? Der erste Schritt ist die Geschichte an sich. Was will ich eigentlich erzählen? Eine Fantasiegeschichte, ein Erlebnis, eine Warnung? Was will man seinem Publikum mitteilen, wie lautet die Message? Hat man sich für ein Thema entschieden, sollte man seine Gedanken dazu festhalten. Danach gilt es, zu recherchieren, andere Sichtweisen zu entdecken oder Neues zu lernen. Hierbei kann man nicht nur in den unendlichen Weiten des Internets stöbern, sondern auch Freunde, Verwandte oder Fremde zu ihrer Meinung und ihren Erfahrungen befragen. Alle Gedanken, Notizen und gefundene Materialien werden in einem Skriptum festgehalten. Nun muss man sich überlegen, wie man seine Geschichte veranschaulicht. Man könnte als Erzähler durch die Story führen und dies mit Fotos oder Zeichnungen begleiten. Oder man lässt die Bilder die Arbeit machen und unterlegt diese mit passender Musik. Empfohlene Software und Web-Tools sind am Ende des Artikels aufgelistet.
Nachdem alle Komponenten miteinander vereint wurden und die digitale Geschichte vollendet ist, folgt der letzte Schritt: Teilen.
Teilt eure Geschichte mit eurer Klasse, euren Freunden, der Familie oder der ganzen Internet Community. Lasst sie an eurer Story teilhaben, rückmelden und reflektieren.

 

Beispielgeschichten: http://digitalstorytelling.coe.uh.edu/example_stories.cfm

Software:

Apple iMovie: http://www.apple.com/ilife/imovie/

Audacity: http://audacity.sourceforge.net/download/

Photo Story 3: http://download.cnet.com/Photo-Story-3-for-Windows/3000-12511_4-10339154.html

Web 2.0 Tools:

Animoto: http://animoto.com/

Prezi: http://prezi.com/