06 Jul

Rezension zum „Einsatz von Sheeplive-Cartoons im Unterricht“

verfasst von: Natalie KRYSTL/Studentin an der PH Wien

Idee/Ziel: Verwendung von Kurztrickfilmen um auf die Gefahren und Risiken im Internet aufmerksam zu machen bzw. die Kinder darauf zu sensibilisieren.

Die Idee dahinter ist jene, den Schülerinnen und Schülern von der Volksschule bis zur Sekundarstufe I die Gefahren des Internets mit kurzen Cartoons näher zu bringen (http://www.sheeplive.eu/ ).
Es wird z. B. darauf aufmerksam gemacht, was dahinterstehen kann, wenn man in einem Chatraum angesprochen wird und die andere Person diese neue „Freundschaft“ geheim halten möchte (http://at.sheeplive.eu/fairytales/der-verheimlichte-freund).

Das Projekt wurde in der Slowakei unter dem Namen „Verantwortungsbewusstsein“ gestartet – in Österreich ist das Österreichische Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) der Kooperationspartner. Auf der Startseite findet man viele Schafe, deren Wolle die Flagge des jeweiligen Landes darstellt, welches sich beteiligt und in deren Sprache die Inhalte wiedergegeben werden.

Sämtliche Kurzvideos haben den gleichen Handlungsort sowie die selben Personen: eine Alm, einen Senner, einen naiven Schafhirten sowie Schafe und Schafböcke. Trotz des für uns vielleicht etwas ungewöhnlichen Rahmens, greifen die Cartoons die mediale Lebenswelt der Kinder auf.

In jedem Trickfilm gibt es den klassischen Konflikt zwischen Gut und Böse und am Ende immer eine Botschaft, wie man sich schützen kann (bspw. indem man nicht einfach alles glaubt, was man im Internet liest, sondern recherchiert und Seiten vergleicht, bevor man sich sofort ein Urteil bildet ohne weiter zu hinterfragen http://at.sheeplive.eu/fairytales/weisse-schafe).

Es gibt ein Methodenhandbuch (http://at.sheeplive.eu/sites/default/files/methodik_handbuch_sheeplive_cartoons.pdf), welches das Konzept und die Ziele der Seite erläutert. Man findet in diesem auch Handlungsempfehlungen und ergänzende Aktivitäten sowie weiterführende Spiele zur jeweiligen Thematik.

Die Animationsfilme dauern durchschnittlich 3 Minuten, wobei in etwa 2:40 Minuten tatsächlich die Geschichte samt der Botschaft erzählt/erklärt wird. Ist also kurz und bündig, aber dennoch sehr aussagekräftig.

Neben den Cartoons findet man auf der Homepage auch

Ich finde die Idee, die dahinter steht sehr gut – mit kurzen Animationsfilmen auf die Gefahren und Risiken aufmerksam zu machen, welche man dann gemeinsam im Unterricht weiter besprechen/analysieren kann.

Mit der Umsetzung kann ich aber nicht so viel anfangen, da mich die Cartoons nicht ansprechen. Ein Senner und ein naiver Schafhirte (die beide nur spärlich bekleidet sind) stellen meiner Meinung nach nicht wirklich Figuren dar, zu welchen der Großteil der in Österreich lebenden Kinder eine Beziehung herstellen können. Die Stimmen sind auch nicht sehr sympathisch und wirken eher unpersönlich. Und gerade in der heutigen Zeit, sind diese archetypischen Rollenverteilungen fehl am Platz (die einzig weiblichen Figuren sind jene Schafe, die ausgenutzt bzw. lächerlich gemacht werden).

Aber man kann die Cartoons heranziehen, wenn man bestimmte Themen vorbereitet, da sie eine gute Grundlage bilden, in welche Richtung man Gespräche zur jeweiligen Thematik leiten sollte.

Man kann sich gute Anregungen holen und es selbst dann besser machen – denn es muss ja hoffentlich kein Trickfilm sein, mit welchem man die Schülerinnen und Schüler dazu bringt, sich mit einem Thema auseinanderzusetzen. Und falls doch, findet man online bestimmt genügend Material, sobald man weiß, in welche Richtung es gehen soll.

24 Mai

Achtsam und zielorientiert im Internet

4.2 Achtsam und zielorientiert im Internet

Sich orientieren und Informationen strukturieren

Der vernünftige Gebrauch des Internets erfordert, dass du dir Ziele setzt, diese Ziele immer wieder in Erinnerung rufst und überprüfst, ob dich dein bisheriger Weg den angepeilten Zielen etwas näher gebracht hat.

Aufgabenstellung:

„Wie kann man richtig und zielorientiert im Internet recherchieren?

  • Zweiergruppen bilden
  • Themengebiet suchen (nach Schulstufen variieren)
  • Überlegungen für die Rechercheaufgabe:
    • Wie organisierst du Zwischenergebnisse und Ergebnisse deiner Informationssuche?
    • Welche Methoden und Anwendungen verwendest du dafür?
    • Wie behältst du deine Ziele im Auge?
  • Einige Kriterien:
    • Klarheit: Klarheit ist der Schlüssel zum Verstehen
    • Richtigkeit: die Beweisbarkeit von Aussagen durch Richtigkeit ist ein wichtiger Gradmesser beim kritischen Denken.
    • Exaktheit: Exaktheit bedeutet, inwieweit Sachverhalte genau und konkret dargestellt werden.
    • Relevanz: Relevante Aussagen beschäftigen sich mit den zentralen Punkten des behandelten Themas.
  • Ergebnisse der Lehrperson abgeben

 

Kommentar:

Computerraum reservieren!

Ziel der Aufgabe ist es kritisches Denken zu fördern und Informationen aus dem Internet zu filtern. Oft findet man viel zu viele Informationen zu einem Thema und verliert den Überblick, deshalb sollte man auf Klarheit, Richtigkeit, Exaktheit und Relevanz achten.

Quelle: Schipek, Dietmar(2015): Medienkompetenz. Prototypische Aufgaben.mediamanual.Wien

30 Mai

Wie ist es möglich das Netz zu nutzen, ohne zuviel von sich preis zu geben?

Da diese Frage äußerst umfangreich ist, möchten wir uns mit der Beantwortung auf den Bereich Sozial- Media- Facebook begrenzen:

Datenschutz & Privatsphäre

Ob die Teilnahme an sozialen Netzwerken empfehlenswert ist oder nicht, müssen Userinnen und User für sich selbst entscheiden. Manche Menschen verweigern sich Online-Communitys, oftmals, weil sie ihre Daten nicht an die Unternehmen weitergeben wollen oder Angst haben, dass diese missbraucht werden. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die ihr ganzes Leben öffentlich führen: einen Blog über ihre Weltreise betreiben, Fotos von Partys teilen oder aktiv Content posten – und das alles unter ihrem echten Namen. Zwischen Verweigerung und Online-Exhibitionismus gibt es aber auch die Möglichkeit, soziale Netzwerke zu nutzen, ohne das komplette Leben offenzulegen. Viele Nutzerinnen und Nutzer machen von den Communitys Gebrauch, um sich mit anderen zu vernetzen und sich zu informieren, ohne selbst allzu viel preiszugeben. Gemeinhin werden Nutzerinnen und Nutzer, die überwiegend passiv – also nur lesend – teilnehmen, als „LURKER“ bezeichnet.

Besonders die etablierten sozialen Netzwerke erkennen die Datenschutzbedürfnisse ihrer Userinnen und User an und bessern auch regelmäßig nach. Diesbezüglich werden verschiedene Möglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre geboten, beispielsweise die Einschränkung des Zugriffs auf ein Profil. Bei vielen sozialen Netzwerken sind die Profile standardmäßig auf „öffentlich“ gestellt, sodass sie über Suchmaschinen gefunden werden können. So können selbst nicht registrierte Userinnen und User ein Profil (oder Teile davon) finden und einsehen. Prinzipiell ist es daher zu empfehlen, das eigene Profil auf „nicht öffentlich“ umzustellen. Es ist dann nur für jene Mitglieder sichtbar, die vorher als Kontakt bestätigt wurden.

Lurker: („to lurk“, Engl. lauern, schleichen.) Userinnen und User von sozialen Netzwerken, die nur passiv am Online- Geschehen teilnehmen und kaum aktiv Content produzieren.

Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen sollten sich Userinnen und User immer des Risikos bewusst sein, dass sie ihre Daten einem Online-Dienst anvertrauen. Nicht alle Dienste sind so privat, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. In der Vergangenheit kamen bei einigen Dienstanbietern immer wieder Sicherheitslücken zutage, die Angriffsfläche für Hackings und Datenklau boten. Ebenso sollten Nutzerinnen und Nutzer berücksichtigen, dass auch bei Postings mit illegalen Inhalten rechtliche Schritte folgen können. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und Tatbestände wie Verhetzung, Rufschädigung, Erpressung oder Stalking sind auch online rechtswidrig. Gerade in jüngster Zeit häufen sich Verurteilungen in Zusammenhang mit rechtswidrigen Postings in sozialen Netzwerken.

Facebook bietet seinen Userinnen und Usern verschiedene Vorkehrungen, um genau kontrollieren zu können, wer welche Daten einsehen und mitlesen kann. Eine neue Funktion, die Nutzerinnen und Nutzern dabei helfen soll, ist der „blaue Sicherheitsdinosaurier“. Mit diesem Sicherheitscheck können die wichtigsten Einstellungen in drei kurzen Schritten vorgenommen werden.

Ganz grundlegend können Mitglieder selbst entscheiden, welche ihrer persönlichen Daten für andere sichtbar sind (Geburtsdatum, Kontaktinformation etc.), ebenso ihre Fotos und Postings. Diese sollten unbedingt auf den Freundeskreis eingeschränkt werden.

Zusätzlich können die Online-Freundinnen und -Freunde in Untergruppen sortiert werden; hier können Nutzerinnen und Nutzer für jeden angelegten Personenkreis („Liste“) eigene Regeln erstellen und so zum Beispiel festlegen, dass die Arbeitskolleginnen und -kollegen nicht die Urlaubsfotos sehen, die Familienmitglieder aber schon. Auch gibt es mit der Profilvorschau die Möglichkeit zu überprüfen, wie das eigene Profil aus der Sicht eines anderen Mitglieds aussieht.

Facebook bietet viele verschiedene Anwendungen an (Spiele, Quiz etc.). Diese werden von Drittanbietern betrieben. Um diese Anwendungen nutzen zu können, wird der Zugriff auf die Nutzerdaten verlangt. Teilweise können Drittanbieter auch über Freundinnen und Freunde an die eigenen Daten gelangen. Es empfiehlt sich dringend, diese Option einzuschränken und auch bei den eigenen Anwendungen regelmäßig „auszumisten“. Zuletzt sollten Nutzerinnen und Nutzer von Facebook die Markierungsfunktion deaktivieren, sodass sie nicht mehr in Fotos oder Beiträgen markiert – also verlinkt – werden können („getagget“).

Zu guter Letzt ein Tipp, der nicht die Sicherheit, aber vielleicht die Nerven schützt: das Blockieren von Spielen und Anwendungen. Keine lästigen Spieleeinladungen von anderen Facebook-Userinnen und -Usern mehr!

Die wichtigsten fünf Tipps für mehr Privatsphäre auf Facebook:

Sichtbarkeit: Postings und Fotos sollten nicht für die Öffentlichkeit freigeschaltet werden; Gruppen für verschiedene Inhalte verwenden (z.B. Familie, Arbeit etc.).

Persönliche Informationen: Möglichst wenige persönliche Informationen preisgeben, Adresse- und Kontaktdaten sollten tunlichst nicht veröffentlicht werden; zumindest eine leichte Abwandlung des eigenen Klarnamens  sollte verwendet werden (z.B. Kathi Müller statt Katharina Müller).

Anwendungen blockieren: Drittanbieter verlangen Zugriff auf persönliche Daten und können diese auch über die eigenen Freundinnen und Freunde sammeln–diese Möglichkeit sollte unbedingt deaktiviert werden.

Suchmaschinen: Das Profil auf „privat“ schalten, sodass es nicht in den Ergebnissen von Suchmaschinen auftaucht.

Profilvorschau nutzen: Das Profil aus der Sicht von befreundeten Nutzerinnen und Nutzern ansehen, um sicherzugehen, dass nur die gewünschten Informationen einsehbar sind.

vgl.: Privatsphäre-Facebook

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Kinder sensibilisiert werden müssen, gewissenhaft mit persönlichen Daten im Internet umzugehen.

Hier gilt zusammenfassend:

Schärfen Sie Ihrem Kind ein, sich stets unter einem Nickname (Spitz- oder Phantasienamen) im Netz zu bewegen. Besorgen Sie ihm eine zweite E-Mail-Adresse, die es beim Surfen verwenden kann und die keine Hinweise auf die tatsächliche identität [sic!] Ihres Kindes liefert; die reguläre Adresse bleibt für Freunde reserviert. Warnen Sie Ihr Kind davor, sich in Communitys und sozialen Netzwerken erkennbar zu machen. Machen Sie die Installation von Apps zur Elternsache. Lesen Sie nach, welche Rechte sich eine App herausnimmt, und begrenzen Sie, wenn möglich, die Rechte.“

Nützliche Beiträge zu diesem Thema

28 Mai

Cyber-Mobbing unter Kindern und Jugendlichen

Cyber-Mobbing unter Kindern und Jugendlichen ist kein Kavaliersdelikt. Wie können Schule und Lehrpersonen dagegen eintreten?

Laut der CyberMobbing-Broschüre des Service Büros der Jugendinformation in Bremen, gibt es “in fast jeder Schulklasse ein, zwei Mädchen oder Jungs, die ständig verspottet oder schikaniert werden. Weil sie vielleicht etwas dicker oder dünner als andere sind, eine Brille oder nicht die richtigen Klamotten tragen oder einfach nur so…

Mobbing als ein Vorgang, bei welchem ein(e) oder mehrere TäterInnen ihr Opfer psychisch schikanieren, einschüchtern und terrorisieren, ist leider seit Jahren ein weit verbreitetes Problem. Anfangs wurde der Begriff des Mobbings verstärkt in der Arbeitswelt festgemacht, hielt aber in den letzten Jahren immer mehr auch Einzug in Schulen. Durch die Vielzahl an digitalen Medien gewann auch der Bereich des Cyber-Mobbings zusätzlich immer mehr an Bedeutung.

Was versteht man unter Cyber-Mobbing?

Unter dem Begriff Cyber-Mobbing versteht man das bewusste Bloßstellen, Beleidigen, Bedrohen, Belästigen, die Machtausübung über andere oder das Ausgrenzen anderer Menschen mittels digitaler Medien. Dazu zählen zum einen Plattformen im Internet, wie zum Beispiel soziale Netzwerke, Chatforen, diverse Messengerdienste, zum anderen können Cyber-Mobbingattacken ebenso via Handy und verschiedenste Kommunikationsapps, zu denen auch Whatsapp zählt, erfolgen.

Zu Cyber-Mobbing – auch Bullying oder Cyberbullying genannt – verwandte Begriffe sind, Stalking, aber auch Grooming und Happy Slapping. Bei den beiden letzt genannten Begriffen handelt es sich zum einen um die Anbahnung sexueller Kontakte mit Minderjährigen, und zum anderen um das Filmen und Verbreiten von Übergriffen jeder Art.

Durch die breite Funktionalität moderner Handys, Smart- oder Iphones zeichnet sich eine wesentliche Besonderheit von Cyber-Mobbing im Gegensatz zum bisherigen Mobbing ab. Cyber-Mobbing verfügt mittels dieser Medien über eine große – um nicht zu sagen unendliche – Reichweite, Mobbingattacken zu verbreiten. Überdies kann Cyber-Mobbing rund um die Uhr erfolgen und via verschiedenster digitaler Medien binnen kurzer Zeit – anonym – einem großen Publikum zugänglich gemacht werden.

Die Möglichkeiten, andere Personen immer und immer wieder bloßzustellen oder zu kränken und zu verletzen, waren noch nie so vielfältig wie heute. Schikane in Form von Text oder Bild ist in Sekunden und per Knopfdruck bequem und vermeintlich sicher vor Entdeckung von zuhause aus machbar”, verdeutlicht auch der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest in seiner sehr umfassenden JIM-Studie 2014.

Laut der JIM-Studie 2014 werden Jugendliche an erster Stelle in Communities (20%) mit Cyber-Mobbing konfrontiert. An zweiter Stelle wird das Handy (12%) angeführt, dicht gefolgt von Chats (11%).

Zu dieser Reihung kam auch die Cybermobbingstudie des Bündnis gegen Cybermobbing im Frühjahr 2013. An dieser groß angelegten Studie nahmen über 10.000 Eltern, Lehrkräfte, Schüler und Schülerinnen teil.

Laut dieser Studie, stammen die Täter und Täterinnen von Cyber-Mobbing-Attacken zumeist aus dem sozialen Umfeld der eigenen Schule (44%), wozu auch der eigene Freundeskreis miteingerechnet wird.

Dass Cyber-Mobbing kein Kavaliersdelikt ist, und so gut wie immer mit dramatischen Verletzungen der Psyche einhergeht, zeigt sehr berührend der Filmausschnitt aus dem Film *Cyberbully – Mobbing im Internet*.

Doch nicht immer geht der Psychoterror via digitale Medien so glimpflich aus. Häufig endet dieser tatsächlich mit Selbstmord seitens des gequälten Opfers.

Welche Motive haben jugendliche Täter und Täterinnen?

Als Motive nennen Jugendliche sehr oft Langeweile, Ausübung von Macht, Revanche, Aufmerksamkeit, “IN sein” und Eifersucht. Die meisten Jugendlichen fühlen sich durch die Anonymität sicherer als bei traditionellem Mobbing. Viele von ihnen glauben und behaupten, dass sie durch diese Anonymität nicht zur Rechenschaft gezogen werden können, und müssen demnach dem Opfer nicht in der Realität gegenüberstehen.

Prävention und Intervention

Es ist nur sinnvoll Anzeige bei der Polizei zu erstatten, wenn der Täter oder die Täterin von Cyber-Mobbing bekannt ist. In den meisten Fällen verfasst der oder die MobberIn beleidigende Einträge leider nicht unter dem eigenen Namen. Dadurch wird die Ermittlungsarbeit schwieriger. Bei Verdacht müssen die Internetbetreiber der Polizei zwar die IP-Adressen herausgeben, doch dies hat leider wenig Sinn, wenn die Angriffe zum Beispiel aus einem Internet-Cafe getätigt wurden.

Bei Cyber-Mobbing wird gegen folgende Straftatbestände verstoßen: Beleidigung, Verleumdung, Nötigung, Verletzung des höchst persönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen.

Vorallem bei Cyber-Mobbing geht es nicht nur um ein Problem, welches sich auf einen virtuellen Raum beschränkt, sondern man muss diese Problematik in einem Gesamtkontext von Schule, Freunden und Familie sehen.

Ein wichtiger Punkt wäre, dass die Eltern besser über dieses Thema aufgeklärt werden, um anschließend bei der Bewältigung dieser schwierigen Situation ihrem Kind zur Seite stehen zu können. Doch leider stellt sich hier die Problematik, dass die Erwachsenen oft nicht die Fähigkeit im Umgang mit den neuen Medien haben. Natürlich erkennen dies die Jugendlichen, und haben dadurch kein Vertrauen in die Ratschläge der Erwachsenen.

Wohin können sich Kinder und Jugendliche wenden?

Kinder und Jugendliche, welche Opfer von Cyber-Mobbing geworden sind, können unter folgenden Adressen Hilfe in Anspruch nehmen:

Wie kann die Schule Cyber-Mobbing vorbeugen?

Das Allerwichtigste ist, dass die SchülerInnen ihr Selbstbewusstsein stärken. Sie sollen lernen, selbstbewusst und selbstbestimmt aufzutreten und herausfinden, wie sie sich in schwierigen Situationen verhalten können. SchülerInnen, welche ein gesundes Selbstbewusstsein haben, oder daran gearbeitet haben, nehmen Angriffe viel gelassener und können um einiges besser mit Mobbing – Attacken umgehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Schüler und Schülerinnen schon sehr frühzeitig lernen, wertschätzend miteinander umzugehen. Einerseits um dadurch Cyber-Mobbing möglichst gänzlich zu verhindern, und andererseits um im Fall einer Mobbing-Attacke füreinander einzutreten bzw. sich gegenseitig beizustehen. Unter dem Begriff Peer – Modelle versteht man, dass manchmal Attacken lieber mit einer gleichaltrigen Person besprochen und behandelt werden, als diese mit einer älteren Person zu besprechen.

Auch das Verhältnis zwischen Lehrenden und den SchülerInnen ist ein wichtiger Punkt. Wenn zwischen diesen beiden Personenkreisen eine gute Vertrauensbasis herrscht, kann möglichst früh bei einer Cyber-Mobbing Attacke gehandelt werden.

Eine wichtige Aufgabe der Schule wäre, das Thema Cyber-Mobbing in der Hausordnung transparent zu gestalten und zu thematisieren.

Um anonym von Mobbing-Fällen  zu berichten, kann die Schule einen sogenannten “Briefkasten – Kummerkasten” anbieten. Wichtig ist in dieser Situation, dass dieser Kummerkasten gut kommuniziert und regelmäßig überprüft wird. Was aber beachtet werden muss ist, dass dieser Kummerkasten durch die Anonymität zum “Anschwärzen” von anderen SchülerInnen missbraucht werden könnte.

Wie können die Schulleitung und Lehrpersonen bei Fällen von Cyber-Mobbing vorgehen?

Falls ein Fall bezüglich Cyber-Mobbing in einer Schule auftritt, muss die Schulleitung und der Klassenvorstand sofort reagieren.

Folgende Schritte sind zu Beginn abzuklären:

  • Was genau ist vorgefallen?
  • Welche Personen sind beteiligt?
  • Wie schwer ist das Delikt?

Zu Beginn ist es wichtig, dass das Opfer – und wenn bereits gefunden – der Täter oder die Täterin aufeinander treffen, und unter Beisein eines Vertrauenslehrer oder -lehrerin versucht wird, ein Gespräch zu führen. Ob es eine “Wiedergutmachung” benötigt, muss das Opfer selbst entscheiden. Von Vorteil wäre es, dass auch die Eltern eingebunden werden.

Das Thema Cyber-Mobbing könnte auch bei einem Elternabend behandelt werden. Viele Eltern wissen nicht einmal, was man unter dem Begriff Cyber-Mobbing versteht.

Ein weiterer Schritte, welcher von dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin getätigt werden soll ist, dieses Thema in den Klassen zu thematisieren und zu besprechen. Auch der Umgang mit dem Thema Handy im Unterricht, ob es nicht einfach abgedreht bleibt, um solche Fälle zu vermeiden, sollte besprochen werden.

Ebenso sollte ein Präventionsteam, beziehungsweise die Polizei hinzugezogen werden. Dies macht dann Sinn, um einschätzen zu können, ob rechtliche Schritte eingeleitet werden sollen oder nicht.

Beratungsstellen für die Schule:

Weitere Seminarblogs zum Thema Cyber-Mobbing:

12 Apr

Welche Gefahren lauern im Chat auf Kinder und welche Umgangsformen und Regeln sind unbedingt einzuhalten?

Das Internet und das daraus folgende “Chat-Leben” werden immer wichtiger für die heutige Generation. Handyapps wie „Facebook-Messenger“, „Whatsapp“ und „Viber“ ermöglichen den schnellstmöglichen Austausch von Nachrichten. Das Bedürfnis nach Informationen und Neuigkeiten geht bereits so weit, dass Handybesitzer mit dem Tippen auf das Aktualisierungssymbol von Facebook einschlafen und in der Früh mit dem Nachrichtensignal von “Whatsapp“ aufwachen.

In Facebook-Chats können nicht nur wahre Freunde (Personen, denen man auch im realen Leben zumindest einmal begegnet ist bzw. als Freunde bezeichnen würde) miteinander Nachrichten austauschen, sondern auch fremde Leute. Denn den Titel „Freund” bekommt automatisch jeder, den man entweder selbst mittels Freundschaftseinladung eingeladen oder dessen Einladung man angenommen hat. Ob es sich dabei um Leute aus Dschibuti (eher unwahrscheinlich, dass man diese Person wirklich kennt) oder deiner Sitznachbarin, Cousine, Lehrerin etc. handelt, spielt keine Rolle.

Somit wäre auch eine dauernd präsente Gefahr erklärt: Schlussendlich kann man sich nie zu 100 % sicher sein, wer hinter dem Chatpartner steckt, denn auch das Facebook-Profil kann gefälscht sein: Bei der Erstellung kann man sich als anderes Geschlecht ausgeben, jünger oder älter machen und ein Profilbild wählen, welches nicht im Entferntesten der Wahrheit entspricht. Worst case scenario: Der Chatpartner stellt sich als krimineller 50 Jähriger da, der dich um Fotos, deine Telefonnummer und ein Treffen bittet, um dich zu entführen, sexuell zu missbrauchen, Nacktfotos/-videos von dir im Netz zu verbreiten, jahrelang gefangen zu halten und eventuell auch noch zu ermorden.
Häufiger kommt es aber vor, dass rechtsradikale Organisationen und religiöse Sekten im Internet nach Anhängern suchen und dich mittels Chat kontaktieren.

Ebenfalls wichtig zu erwähnen, sind im Chat anzutreffende Kettenbriefe, sowie der Gruppendruck (Ich muss sofort antworten, die sehen ja, dass es gelesen wurde) und Mobbingattacken.

Kettenbriefe, wie zum Beispiel: “Wenn du diese Nachricht nicht an 20 Personen innerhalb von 10 Minuten weiterschickst, passiert dir etwas Schreckliches in vier Tagen.”, sollte man am besten sofort löschen.

Leider kann es beim Chatten auch zu Mobbingattacken und Beleidigungen kommen. In solchen Fällen ist es wichtig, Beweise für eine eventuelle Anklage zu sammeln, indem man davon Screenshots macht oder die Nachrichten an eine Vertrauensperson weiterleitet. Sofortige Hilfe bietet die Funktion “Kontakt blockieren” und das Gespräch mit den Eltern.

Die Polizei in Deutschland hat aufgrund der Mengen an Vorfällen unter anderem eine Informationsseite für Kinder und Erwachsene erstellt, die auf die Gefahren des Chats aufmerksam machen. Unter anderem haben sie zum Thema: “Chatten. Aber sicher!” einen eigenen Kurzfilm gedreht.

Regeln die man im Internet unbedingt befolgen sollte und in diesem Film erwähnt wurden:

  • Chatten sollte unter keinen Umständen am Anfang alleine stattfinden, es sollte durch einen Moderator begleitet werden
  • Chats für Erwachsene sollen gemieden werden, da oft unangenehme Sachen geschrieben werden.
  • auf keinen Fall Namen, Adresse und Telefonnummer preisgeben
  • es sollte ein Spitzname verwendet werden, der nichts über einen verrät
  • Niemals mit Leuten aus dem Chat treffen und auf keinen Fall Bilder weiterleiten
  • sollte einem etwas komisch vorkommen, den Kontakt sofort abbrechen und den Eltern oder Erwachsenen Bescheid geben!

Quelle:

http://www.internet-abc.at/eltern/whatsapp-kinder-jugendliche-funktionen.php#anker_164562

http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/medienkompetenz/aktion-kinder-sicher-im-netz.html

http://www.mamiweb.de/familie/die-groessten-internet-gefahren-fuer-kinder-/1

http://www.internet-abc.at/eltern/gefahren-internet.php

 

Verweise auf ähnliche Blogeinträge:

Wie kann man Kinder in der Volksschule auf den Umgang mit persönlichen Fotos und Informationen im Internet vorbereiten?

http://podcampus.phwien.ac.at/digimed/2015/03/14/wie-kann-man-kinder-in-der-volksschule-auf-den-umgang-mit-persoenlichen-fotos-und-informationen-im-internet-vorbereiten/

Wie gefährlich sind Klassen-Facebook-Gruppen?http://podcampus.phwien.ac.at/digimed/2014/11/25/wie-gefahrlich-sind-klassen-facebook-gruppen/

Whatsapp

http://podcampus.phwien.ac.at/digimed/2015/01/19/whatsapp/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

14 Mrz

Wie kann man Kinder in der Volksschule auf den Umgang mit persönlichen Fotos und Informationen im Internet vorbereiten?

Medienerziehung ist ein Unterrichtsprinzip, welches nach den allgemeinen didaktischen Grundsätzen kindbezogen und anschaulich aufbereitet werden sollte.

Persönliche Informationen werden meist auf sozialen Netzwerken geteilt, die umfangreiche Privatsphäre-Einstellungen anbieten. Diese Funktionen könnten im Unterricht vorgestellt und direkt getestet werden (z.B. wie das eigene Benutzerprofil nur für Freunde sichtbar ist oder einzelne Inhalte nur für bestimmte Personen abrufbar sind). Hierbei ist zu beachten, dass Kinder im Volksschulalter „kaum bis gar nicht in der Lage sind, die Konsequenzen ihres Handelns in sozialen Netzwerken einzuschätzen“ (vgl. https://www.saferinternet.at/datenschutz/). Folglich sollte auf die vielfältigen Gefahren im Internet hingewiesen werden. Saferinternet.at schlägt unter anderem auch vor, dass sich die Kinder bei kostenfreien Portalen wie Facebook besser unter einem Nicknamen aktiv sein sollten oder statt ihres Nachnamens ihren zweiten Vornamen verwenden, sodass sie nur von Freunden und nicht von Unbekannten gefunden werden können. Eine weitere Möglichkeit ist es, spezielle Profile gemeinsam einzurichten. Dabei sollten möglichst gute Privatsphäre-Einstellungen gewählt werden. Die Eltern sind dabei einzubinden und beispielsweise an einem Elternabend gezielt darüber zu informieren.

Das Hochladen von Fotos ist im österreichischen Urheberrecht geregelt: Neben dem Recht am eigenen Bild (§78, vgl. http://www.internet4jurists.at/urh-marken/urh01.htm#78) dürfen Fotos andere Personen nicht in ihrer Würde oder Interessen verletzen. Diese juristische Grundvoraussetzung kann den Kinder mit empathischen Überlegungen nähergebracht werden: Wenn ich statt jemand anderes auf diesem Foto abgebildet wäre, würde ich das Foto dann auch hochladen? Möchte ich, dass meine Freunde und eventuell Unbekannte diese Fotos sehen und mich darauf erkennen? Zudem sind einmal im Internet veröffentlichte Daten nur sehr schwierig wieder zu entfernt werden: „Selbst gelöschte Texte und Fotos oder abgeschaltete Webseiten lassen sich über den Cache von Suchmaschinen oder über Internet-Archive finden. Außerdem ist nie klar, wer einen Text oder ein Foto ohne Wissen des Urhebers bereits weiterverbreitet hat.“ (Quelle: http://www.internet-abc.at/eltern/gefahren-internet.php).

Die Gefahr, in Abofallen zu tappen oder vermeintliche Gratisangebote abzuschließen, kann mit dem Unterrichtsprinzip Wirtschaftserziehung (einschließlich Sparerziehung und Konsumentenerziehung) verbunden werden. So bieten viele bei Kindern beliebte Firmen auch Webseiten mit eigenen Kinderwelten an; vordergründig sollen diese Inhalte den Kindern Spaß machen, doch „weit häufiger geht es darum, aus Kindern längerfristig Käufer zu machen durch aggressives Merchandising, Gewinnspiele oder Verlosungen.“ (vgl. http://www.internet-abc.at/eltern/gefahren-internet.php)

In unserer wirtschaftlich orientierten Welt gibt es fast nichts „kostenlos“, entsprechende Angebote für „Gratis“-Klingeltöne oder -Software sollten zusammen mit anderen Werbeversprechen kritisch hinterfragt werden. Als sichere Alternativen bieten sich diverse spezielle Kinderportale an, die nicht kommerziell betrieben werden:

Übersicht verschiedener Portale: http://www.kinderbrauser.de/links/tipps/kinderportale/
Spezielle Startseite für Kinder: http://desktop.meine-startseite.de/
Suchmaschine für Kinder: http://www.blinde-kuh.de/ und http://www.fragfinn.de
Webseite von Was ist Was: http://www.wasistwas.de/
Über 1700 Kinderspiele: http://www.blinde-kuh.de/spiele/links.html
Kindernachrichten: http://www.baeren-blatt.de/nachricht.php5
Fernsehen für Kinder (ZDF): http://www.tivi.de/
Die Seite mit der Maus: http://www.wdrmaus.de/
ARD für Kinder: http://www.ard.de/home/kinder/ARD_Kinder/22092/index.html

Natürlich gibt es auch ein speziell auf Kinder zugeschnittenes Angebot an Chaträumen und Instantmessengern, wie z.B. die von der Universität Leipzig erstellte und vom Deutschen Bund geförderte Webseite „Seitenstark“: http://seitenstark.de/chat/

Weiterführende Links:
http://www.internet-abc.at/eltern/gefahren-internet.php
https://www.saferinternet.at/datenschutz/
https://www.saferinternet.at/fuer-lehrende/
http://jugendschutz.net/
http://www.schau-hin.info/extrathemen/datenschutz.html
http://mediamanual.at/

25 Jan

Haben Erziehungsstile Auswirkungen auf das Auftreten von Burnout bei Jugendlichen?

Lange Zeit war Burnout eine Krankheit, von der nur Erwachsene betroffen waren. Jedoch hat man festgestellt, dass auch Jugendliche durchaus am Burnout Syndrom erkranken können. Besonders jugendliche Lehrlinge sind aufgrund der dualen Ausbildung, die sowohl im Lehrbetrieb, als auch in der Berufsschule stattfindet, einer Doppelbelastung ausgesetzt. Erziehungsstile prägen Jugendliche und haben Auswirkungen auf ihr weiteres Erwachsenenleben. Hat dabei der Bildungsstand der Eltern einen Einfluss auf deren Erziehungsstil? Besteht ein Zusammenhang zwischen Burnout bei Jugendlichen und dem Erziehungsstil ihrer Eltern?hands-423794_640

Burnout bei Jugendlichen
Wie vermehrt in diversen Medien berichtet wird, sind immer häufiger auch Jugendliche von Burnout betroffen. Was früher als Manager-Krankheit galt, ist vermehrt auch in österreichischen Klassenzimmern zu beobachten. Hierzu berichtet die Tageszeitung ‘Der Standard‘ folgendes:

„Fünf Prozent der 1,2 Millionen Schüler sind laut Aussagen der Arbeitsgemeinschaft für Präventivpsychologie (APP) aufgrund von chronischem Schulstress von Burn-Out gefährdet. Weitere 13 Prozent seien temporär stark belastet, insgesamt leide jeder dritte Schüler ab zehn massiv unter Stress.“
(Der Standard, vom 18. Feb. 2010, o. S. )

Erziehungsstile
Kurze Beschreibungen der häufig angewandten Erziehungsstile:

Der autoritäre Erziehungsstil
Autoritäre Eltern fordern die strikte Einhaltung von Regeln. Ihnen geht es aber weniger darum, den Handlungen ihrer Kinder begründete Grenzen zu setzen, als darum, strikten Gehorsam zu fordern. Diese Forderung nach Einhaltung der Regeln und Normen sowie die Achtung der elterlichen Autorität ist für sie wesentlich, da es ihnen um eine psychologische Kontrolle der Kinder geht. Sie neigen dazu, massiv physisch zu strafen und zeigen ein geringes Interesse an den Handlungsmotiven und Absichten ihrer Kinder. Das familiäre Klima kann als kalt und feindselig beschrieben werden.
vgl. Langer 2012, S. 4

Der vernachlässigende Erziehungsstil
Vernachlässigende Eltern sind in ihrer Erziehung in jeder Hinsicht unbeteiligt. Sie zeigen wenig Interesse am Verhalten ihrer Kinder und auch wenig emotionale Zuwendung. Elterliche Kontrolle, Akzeptanz des Kindes und auch Zuwendung und Wärme sind nur gering ausgeprägt. Der vernachlässigende Erziehungsstil begünstigt die Entwicklung von Problemverhalten bei Kindern.
vgl. Liebenwein 2008, S. 34 f. 

Der permissive Erziehungsstil
Permissive Eltern verhalten sich wenig kontrollierend und lenkend. Auch werden kaum Anforderungen an die Kinder gestellt. Dadurch soll das Veralten selbst gesteuert werden. Bestrafung wird vermieden.
vgl. Langer 2012, S. 4

Der autoritative Erziehungsstil
Dieser Erziehungsstil kennzeichnet sich dadurch, dass Eltern Anforderungen an ihre Kinder stellen und von ihnen die Einhaltung der Regeln verlangen. Gleichzeitig werden aber die Kinder als ernst zu nehmende Gesprächspartner akzeptiert. Eltern zeigen Interesse an ihren Kindern; sie erklären ihre Erziehungsmaßnahmen und begründen Forderungen und Regeln. Darüber hinaus werden Kinder zur Autonomie ermutigt und bei der Suche nach eigenen Standpunkten und Meinungen unterstützt, sofern diese innerhalb der geforderten Regeleinhaltung sind.
vgl. Langer 2012, S.

Im Zuge einer Projektarbeit/Maturaarbeit wurden einige Jugendliche befragt und ausgewertet. Gefragt wurde nach dem Erziehungsstil der Eltern und dem Burnout Risiko der Schüler. Nach der Befragung wurden die beiden Ergebnisse gegenüber gestellt.
Dabei kam heraus, dass der autoritative Erziehungsstil im Vergleich zu den anderen Stilen, das geringste Burn-Out Risiko darstellt. Alle anderen Stile haben einen höheren Wert ergeben.

Natürlich kann man das nicht allgemein halten, da man noch weitere Aspekte betrachten sollte. Welche Ziele hat man an sein Kind? Sind diese vielleicht ein wenig zu hoch und/oder überfordert man sein Kind damit?
Natürlich sollte man auch nicht die familiären Verhältnisse vergessen. Scheidung der Eltern, Todesfall in der Familie oder zum Beispiel auch, dass viele Eltern kaum Zeit für ihre Kinder haben.
Auch sicher ein wichtiger Punkt ist, ob die Jugendlichen eventuell Freizeitaktivitäten haben. Denn auch für Erwachsene ist es wichtig sich einen Ausgleich zu suchen, so auch für die junge Generation.
Aber ganz wichtig zu beachten ist, dass Smartphones, Social Networks und dergleichen einen sehr hohen Stressfaktor haben. Richtig genutzt nicht, aber viele Jugendliche könnten kaum einen Tag ohne Internet & co. aushalten. Diese Einstellung erhöht den Stressfaktor der jungen Leute enorm und daher sollte man hier vielleicht den Ansatz wagen.

Hoffentlich wird das kein Tabuthema bleiben, denn auch Jugendliche sind durchaus schon von Burn-out betroffen und die Tendenz ist steigend.

Bild: www.pixabay.com

19 Jan

Whatsapp

Die Zeiten in denen man tagelang auf einen Brief oder zu Hause auf einen Anruf wartet sind schon längst vorbei. Klar, vereinzelt gibt es das noch aber die breite Masse greift mittlerweile auf neue Medien und Plattformen zurück. Durch die ständigen, neuen Entwicklungen im Bereich der Technologie und Kommunikation, wird uns der unkomplizierte Austausch erst ermöglicht.
Die Nutzer solcher Technologien werden immer jünger bzw. wachsen mit so etwas auf.
Meine kleine Kusine wusste mit drei Jahren schon wie sie zu ihrer Lieblingsspiel-App am Iphone kommt, die etwas ältere Generation hingegen weiß mit dem Wort „App“ nichts anzufangen.

Nachrichtendienste wie Whatsapp oder Facebook erleichtern bestimmt unseren Alltag, aber vielleicht setzen sie den einen oder anderen unter Druck. Ständig muss man nachsehen wer und vorallem was geschrieben wurde damit man nichts verpasst, wichtig ist dabei auch sofort zu antworten damit man die andere Person nicht verärgert.

Whatsapp ist ein Instant-Messaging- Dienst, der es einem erlaubt Nachrichten, Bilder, Tonaufnahmen oder Videos zu versenden. Zum „Registrieren“  braucht man bloß seine Telefonnummer. Über die Datenschutz Problematik möchte ich hier nicht eingehen.

Auch in den Klassenzimmern sieht man den Gebrauch von Smartphones und diversen Apps. In den Pausen wird fleißig am Display „herumgetoucht“ und gelacht.
SchülerInnen können aber diesen Nachrichtendienst auch untereinander einsetzen und Gruppenchats erstellen, um sich beispielsweise über Hausübungen oder Tests zu informieren. Auch könnte man gut die Mikrofonfunktion einsetzen, wenn die Lehrperson auf etwas wichtiges hinweisen will und man dies an nicht-anwesende MitschülerInnen senden möchte.

Natürlich gibt es bei Gruppenchats wieder die Gefahr von Mobbing.

Hier verweise ich auf diese Beiträge

http://podcampus.phwien.ac.at/digimed/2013/03/08/cybermobbing/

http://podcampus.phwien.ac.at/digimed/2014/11/25/wie-gefahrlich-sind-klassen-facebook-gruppen
Auch der/die LehrerIn selbst kann sich eine Gruppe erstellen und steht so für die Klasse zur Verfügung. Ob das jedoch sinnvoll ist, muss jedeR für sich entscheiden.

Hier Gründe wieso ein Lehrer Whatsapp benutzt

http://schulesocialmedia.com/2013/11/11/warum-ich-whatsapp-mit-schulerinnen-und-schulern-nutze/

Whatsapp – Tipps

http://www.saferinternet.at/news/news-detail/article/whatsapp-gruppen-in-der-neunen-schule-401/

Auf die Gefahren und Auswirkungen von neuen Medien findet sich hier im Blog einiges.

Ich verweise auf

http://podcampus.phwien.ac.at/digimed/2014/03/13/gefahren-im-internet-und-ihre-pravention/

http://podcampus.phwien.ac.at/digimed/2014/03/12/safer-internet/

25 Nov

Wie gefährlich sind Klassen-Facebook-Gruppen?

Für viele Menschen wäre ein Leben ohne soziale Netzwerke wohl nicht mehr denkbar. Sei es nun Facebook, Twitter, Google+ oder ähnliches, man ist 24 Stunden pro Tag mit seinen Freunden und Mitmenschen vernetzt. Der Vormarsch der Smartphones spielt hierbei eine wesentliche Rolle, es dauert meist keine 10 Sekunden, bis man im sozialen Netzwerk seiner Wahl online ist und sich mitteilen kann.

Welchen Einfluss haben soziale Netzwerke auf Kinder und Jugendliche?
„Soziale Netzwerke sind für Teenager Alltag. Sie sind aus dem Kinderzimmer nicht mehr zu verbannen“, sagt Heinz Thiery von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke).“ (http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article106324670/So-schuetzen-Sie-Ihre-Kinder-bei-Facebook.html am 25.11.2014) Nun ist das Medium Facebook per se nichts Schlechtes für Jugendliche: Klassen Gruppen können dafür genutzt werden, sich gegenseitig auszutauschen und zu unterstützen. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass das mit der Einführung von sozialen Netzwerken aufgetretene Phänomen des „Cybermobbings“ dadurch gefördert wird.
Entscheidend ist der Umgang, bzw. das notwendige technische Verständnis, wie man sich in einer virtuellen Welt verhält. Kinder und Jugendliche sind sich den Auswirkungen Ihres Online Verhaltens und Auftretens oft nicht bewusst. „Offiziell verwehrt der Marktführer Kindern den Zugang. In den Nutzungsbedingungen heißt es: „Wenn du jünger als 13 Jahre bist, versuche bitte nicht, dich für Facebook zu registrieren oder uns personenbezogene Daten über dich zur Verfügung zu stellen.“ Doch die Altersbeschränkung lässt sich bei der Anmeldung einfach umgehen. Es reicht, ein falsches Geburtsdatum anzugeben – und schon ist ein Nutzerprofil erstellt.“ (http://www.stern.de/digital/online/kinder-in-sozialen-netzwerken-gefaehrliche-freundschaften-1727927.html am 25.11.2014) Doch auch Jugendliche, welche das empfohlene Mindestalter erreicht haben, sind mit den Einstellungen zur eigenen Privatsphäre rasch überfordert.

Welche Gefahren birgt die Nutzung von Facebook?
Cyber-Mobbing:
Unter Cyber-Mobbing versteht man das das bewusste Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen von Personen im Internet, meist über einen längeren Zeitraum. Facebook bietet hier die idealen, in dem Fall negativen, Voraussetzungen: Inhalte verbreiten sich schnell, finden vor einem großen Publikum statt und lassen sich oft nicht mehr entfernen.

Suchtfaktor:
Für viele Kinder und Jugendliche wird die Nutzung von Facebook zur Sucht. Sie vernachlässigen dann alles andere, was ihr Leben bisher ausmachte (Schule, Sport, Kontakt mit Freunden abseits des Internets) und schaffen es nicht, ihren Konsum in einem angemessenen Rahmen zu halten.

„Zweifelhafte“ Kontaktaufnahmen:
Auf Facebook oder anderen sozialen Netzwerken ist Gefahr sehr groß, mit pornografischen, gewaltverherrlichenden oder illegalen Inhalten konfrontiert zu werden. Auch sollte man darauf bedacht sein, nicht zu viel Information über sich preis zu geben. Telefonnummern, E-Mail- und von Wohnadressen sollten niemals auf Facebook veröffentlicht werden.

Wie kann man Kinder vor potentiellen Gefahren schützen?
Zwar könnte man versuchen, Kindern die Nutzung von Facebook zu verbieten, in der Realität wird dies aber wenig bis gar nicht durchführbar sein. Es wäre wünschenswert, dass sich die Eltern über diverse Schutzmöglichkeiten informieren und dies mit den Kindern besprechen, in unserem zukünftigen Wirkungsbereich, der Neuen Mittelschule, ist uns die Unterstützung der Eltern jedoch keinesfalls gewiss. Also sollte man auch in der Schule, z.B. im Rahmen des Informatikunterrichts, auf die Gefahren von sozialen Netzwerken hinweisen und mögliche Präventivmaßnahmen mit den Kindern durchgehen.

Links:

www.du-bist-smart.de (am 25.11.2014)

www.klicksafe.de (am 25.11.2014)

http://www.t-online.de/eltern/erziehung/kinder-sicher-im-netz/id_49027468/kinder-auf-facebook-sechs-tipps-fuer-eltern.html (am 25.11.2014)


13 Mrz

Kindersicherung am PC – Wie können bestimmte Internetseiten für Kinder gesperrt werden?

Es gibt mehrere Wege, bestimmte Internetseiten für Kinder zu sperren.

In modernen Betriebssystemen sind Basis-Kindersicherungen oftmals integriert, mit Hilfe derer bestimmte Websites gesperrt bzw. auch Benutzungszeiten geregelt werden können.

Wie aktiviere ich diese Kindersicherungen?

Windows 7/Windows Vista: Im Bereich „Benutzerkonten und Jugendschutz“ können die entsprechenden Einstellungen getroffen werden.

Windows 8: Hier gibt es einen Family Safety Filter.

Mac Betriebssysteme: Auf der Apple Website gibt es Informationen zur Kindersicherung für Macs bzw. iPads, iPhones und iPod Touch.

Linux: Für Linux kann das Programm Dansguardian als Filterprogramm installiert werden.

Weiters gibt es die Möglichkeit, direkt im Internet-Browser sogenannte Positivlisten zu erstellen. Damit wird festgelegt, welche Websites der Benutzer/die Benutzerin aufrufen kann; alle anderen Websites sind gesperrt.  Idealerweise sollten die Websites für die Positivliste gemeinsam mit dem Kind ausgesucht werden.

Wie erstelle ich eine Positivliste?

Internet Explorer: Extras – Internetoptionen – Inhalte – Inhaltsratgeber – Aktivieren

Firefox: Installation von Add-ons FoxFilter oder ProConLatte

Kostenlose Kinderschutzsoftware gibt es beispielsweise auf fragFinn.de (FragFinn-Whitelist).

Auch durch die Verwendung von Filterprogrammen können bestimmte Websites gesperrt werden. Dabei werden bestimmte Stichwörter definiert, auf Grundlage derer bestimmte Suchergebnisse/Websites blockiert werden. Manche Programme filtern auch auf Basis einer Vorbewertung von Websites.

Man muss sich allerdings bewusst sein, dass Filterprogramme keinen vollständigen Schutz bieten. Erstens können Filter umgangen und deaktiviert werden, zweitens sind Filter nicht immer 100% genau und drittens sind Filterprogramme in Tauschbörsen, Chats etc. wirkungslos.

Neben den oben erwähnten Möglichkeiten können auch Suchmaschinen familienfreundlich eingestellt werden. So scheinen Seiten, die nicht jugendfrei sind, bei den Suchergebnissen nicht auf.

Wie geht das?

Google, Bing: In den Einstellungen kann ein „SafeSearch“ aktiviert werden.

Auch wenn die Ergreifung technischer Schutzmaßnahmen (gerade bei jüngeren Kindern) sinnvoll sein kann, ist es unerlässlich, Kinder anderweitig (z.B. im Gespräch) über die Vorteile und Nachteile des Internets aufzuklären.

Weitere Informationen zu diesem Thema (u.a. zu kostenloser Kinderschutzsoftware – auch fürs Handy) finden sich beispielsweise unter http://www.saferinternet.at/fuer-eltern/.

Verfasst von Barbara Deiser-Albrecht, Klaus Sturdik, Ferdisa Birdaini