13 Jan

IoT – Motormäher mit RTK-Signal

Johann Bösendorfer mit seinem selbstfahrenden Motormäher

„Internet of Things“ auch „IoT“ genannt hat verschiedene Definitionen, je nach dem in welchem Bereich es verwendet wird. Allgemein kann gesagt werden, dass der Begriff die Vernetzung von Alltagsgegenständen oder Maschinen im industriellen Umfeld mit dem Internet meint.

Im Fall des Motormähers mit RTK-Signal handelt es sich um die Vernetzung einer Maschine mit GPS-Signalen, die den Gebrauch des Motormähers in flachen und steilen Lagen effizienter und komfortabler macht.

Da das GPS jedoch „nur von Oben“ auf die zu bearbeitende Fläche schaut, hat Johann Bösendorfer einen Sensor entwickelt. Dieser erlaubt es ihm bzw. seinem Motormäher, auf Steilflächen zu fahren und zu arbeiten, da der Sensor die Neigung berechnet und dementsprechend die Fahrspur korrigieren kann. Es gibt zwar weiterhin Optimierungspotenzial; dennoch genügt es einen Schalter umzulegen und der Mäher erledigt seine Arbeit von selbst.

Als autonomer Motormäher kann und möchte Bösendorfer die Maschine nicht bezeichnen, da die gesetzlichen und sicherheitstechnischen Rahmenbedingungen noch nicht restlos geklärt sind. Er hat dieses Anliegen aber der Regierung mitgeteilt und nun wurde es im Regierungsprogramm aufgenommen: „Voraussetzung für Precision Farming schaffen, um umwelt- und tiergerechte Bewirtschaftungsmethoden zu unterstützen: kostenfreie Bereitstellung von (Geo-)Daten für die Land- und Forstwirtschaft (z.B. RTK-Signal), Daten im Eigentum der Betriebe“ (Die neue Volkspartei, Die Grünen (2020), S. 161)

Bis zur vollständigen Abklärung bleibt der Landwirt zur Beobachtung weiterhin auf der zu bearbeitenden Fläche. Eine selbstgebaute Fernbedienung hilft ihm, die Geschwindigkeit zu regulieren und den Mäher vor- oder rückwärts fahren zu lassen. Des Weiteren gibt es auch einen Notaus-Knopf, wodurch der Funkkontakt abgebrochen wird und der Motormäher zum Stehen kommt.

Johann Bösendorfer hat seine Idee weder patentieren lassen noch will er sie um viel Geld verkaufen. Er erhofft sich, dass mehr Landwirte auf dieses System aufmerksam werden und zum Entwickeln sowie selberbauen animiert werden. Des Weiteren wäre ein Ausbau dieses Systems auch energieeffizienter, da kleinere Maschinen eingesetzt werden können im Gegensatz zu den großen Traktoren.

Quelle:

Paar, J., (19.11.2019). Autonomer Motormäher mit RTK-Lenksystem [Artikel einer Fachzeitschrift]. Zugriff am 09.Jänner 2020 unter https://www.landwirt-media.com/rtk-lenksystem-fuer-autonomen-motormaeher/ 

01 Dez

Schule in der Zukunft

Das Zeitalter der Digitalisierung im Bereich des Bildungssystems

Die Diskussion darüber, was „die perfekte Schule“ ausmacht beziehungsweise welche Ressourcen dazu benötigt werden, beschäftigt unsere Gesellschaft bereits seit einigen Jahrzehnten. Anders als früher existiert heutzutage eine Komponente, die immer mehr Einfluss auf sämtliche unserer Lebensbereiche hat – die Digitalisierung.

Die Digitalisierung spielt nun seit geraumer Zeit auch im Schulsystem eine immer wichtiger werdende Rolle, da sie sowohl die Arbeit der Pädagogen und Pädagoginnen als auch die Lernprozesse der Schüler und Schülerinnen beeinflusst. Selbstverständlich zieht dies zum einen Neuerungen in den Lehrplänen und andererseits neue Computerprogramme, welche gleichzeitig unterrichtet und angewandt werden sollen, nach sich. Daraus folgt, dass sich die pädagogische Arbeit im Laufe der Jahre immer mehr verändern wird, da sich sowohl die Inhalte als auch deren Vermittlung an den Prozess der Digitalisierung anpassen werden. Zudem kommt, dass auch soziale Medien immer mehr in unser Leben eingebettet werden und als Nebenerscheinung der Digitalisierung auftreten. Besonders wichtig ist es, den Schüler*innen den verantwortungsvollen Umgang mit jenem Medium zu vermitteln und sie in diesem Zusammenhang auch auf etwaige Gefahrensituationen vorbereitet.

Ein chinesisches Unternehmen hat bereits im Juni dieses Jahres begonnen den Lehrer*innen Konkurrenz zu machen. Ein Computerprogramm erstellt einen sogenannten adaptiven Lehrplan für die Schüler*innen, um den Kindern die individuelle Förderung zu bieten, welche sie benötigen „um schneller und besser zu lernen“, so die Erfinder. Erste Forschungsergebnisse bestätigten dies auch. Die Kinder, welche von den Maschinen unterrichtet wurden verbesserten sich um ganze 5 Prozentpunkte mehr, als jene, die in der Schule von Lehrer*innen unterrichtet wurden.

Nicht ganz so futuristisch wagt der Nationale Bildungsbericht 2018 ebenfalls einen Blick in die Zukunft. Bis 2040 sollen die Kinder beispielsweise 2 Jahre länger in der Volksschule verbringen, und so 7 gemeinsame Schuljahre in der Gemeinschaft erleben. Der Gesamtschule für die 6 bis 14-Jährigen wird allerdings keine große Chance eingeräumt. Lernziele sollen in 20 Jahren individualisiert werden, nach dem jeder Schüler ein „Grundniveau“ erreicht hat. Natürlich wird auch die Digitalisierung erwähnt, man erwarte „ähnliche Entwicklungen, wie das Flipped-Classroom-Konzept“. Außerdem könne das Lernen in der Zukunft teils außerhalb der Schule stattfinden. Die Lehrperson agiert dann nur mehr als Unterstützung beim Verarbeiten, allerdings könne man sich dies nur in höheren Schulstufen vorstellen.

Uns stellt sich nun die Frage, inwiefern sich die Arbeit von Pädagogen und Pädagogen in Österreich innerhalb der nächsten Jahre verändern wird und wie man als Lehrperson damit umgehen soll, dass sämtliche Lebensbereiche immer mehr der Digitalisierung unterliegen? Gibt es in Zukunft die Institution „Schule“ überhaupt noch oder werden alle nur mehr von zuhause aus (online) beschult?

Dies ist ein Seminarbeitrag für die Lehrveranstaltung Entwicklungen in der Wissens- und Informationsgesellschaft aus dem Wintersemester 2019, Gruppe BP3A01 über „Zukunft der Bildung“ von Jennifer Faist, Cornelia Holzinger und Sophie Marie Polay.

Quellen:

https://www.wienerzeitung.at/themen/schule/2006623-Was-braucht-die-Schule-der-Zukunft.html

Abgerufen am 22.11.2019

https://www.bifie.at/wp-content/uploads/2019/03/NBB_2018_Band2_Beitrag_12.pdf

Abgerufen am 22.11.2019

https://www.derstandard.at/story/2000104692940/ist-eine-kuenstliche-intelligenz-der-bessere-lehrer

Abgerufen am 27.11.2019