23 Nov

Interaktive Whiteboards im Mathematikunterricht

interaktives-whiteboard

Erste Überlegungen

Wir erforschen wie gut man interaktive Whiteboards im Mathematikunterricht verwenden kann, bzw. ob ein guter Mathematikunterricht nur mit diesem Medium stattfinden kann. Dieses Thema haben wir gewählt, da wir angehende NMS-Lehrerinnen und -Lehrer sind mit dem Hauptfach Mathematik und in vielen Schulen interaktive Whiteboards inzwischen als zusätzliches Medium eingesetzt und sogar teilweise Kreidetafeln durch solche ersetzt werden.

Da auf der PH Wien anscheinend auch der Trend herrscht Kreidetafeln in Seminarräumen durch interaktive Whiteboards auszutauschen, haben wir schon einige Unterrichtseinheiten aus der Schülerinnen- und Schülerperspektive erleben dürfen. Hierbei ist uns aufgefallen, dass viele unserer Mathematikprofessorinnen und -professoren versuchten die Seminarräume so zu wählen, dass eine Kreidetafel vorhanden war und sie fast schon die Seminarräume, die mit interaktiven Whiteboards ausgestattet waren, boykottierten. Manche Unterrichtseinheiten fanden trotzdem in Seminarräumen statt, die mit interaktiven Whiteboards ausgestattet waren. Hierbei war oft das Problem, dass die modernen Tafeln nicht gut funktionierten oder eingestellt waren und der Berührpunkt des Stiftes mit dem Dargestellten nicht übereinstimmte, auch nach mehrmaligem Kalibrieren nicht oder man alle paar Minuten die Kalibrierung wiederholen musste. Dies machte einen flüssigen und reibungslosen Unterricht nicht möglich, obwohl zum Teil nur geschrieben wurde in diesen Unterrichtseinheiten und nicht konstruiert wurde, wobei aber Konstruktionen essentielle Bestandteile des Mathematikunterrichts sind.


Wie verwendet man das interaktive Whiteboard? 

Wie richte ich die Oberfläche richtig ein, um schnell auf Werkzeuge zuzugreifen? Wie verwende ich Lineal Zirkel und andere Zeichengeräte.

Dazu gibt es einige gute Videos:

Video 1:
Inhalt:

  • Einrichten der Oberfläche
  • Verwendung des Lineals

(abrufbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=bU1Sx89n_Ao)


Video 2
:

Inhalt:

  • Verwendung des Zirkels
  • Rasterlinien anzeigen
  • Tangente zeichnen
  • Winkel messen
  • Verwendung des Zirkels
  • Verwendung des Winkelmessers

(abrufbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=uu7N2SrFgiQ)


Video 3:
Inhalt:

  • Mit dem interaktiven Whiteboard aufnehmen
  • Winkelhalbierende

(abrufbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=byyRc1PPbfs)


Einsatz von Smartboards im Mathematikunterricht

Erstes Interview mit einer NMS Mathematiklehrerin:
Die Lehrkraft hat schon sehr viele Erfahrungen mit dem Einsatz vom Smartboard sammeln können und hat uns die Vor- bzw. Nachteile kurz erläutert.

Ihrer Meinung nach ist eine Klassenausstattung nur mit einem Smartboard für den Mathematikunterricht nicht ausreichend. Sie verwendet das interaktive Whiteboard im Unterricht hauptsächlich nur als Projektor. Dabei werden beispielsweise themenbezogene Videosequenzen abgespielt, Präsentationen vorgetragen oder Arbeitsblätter zum selbstständigen Vergleichen projiziert. Für Geometrieaufgaben ist das Smartboard ihrer Meinung nach gänzlich ungeeignet. Die einzigen Möglichkeiten, wie man es hierzu dennoch einsetzen kann, sind mittels Nutzung des Programms Geogebra oder dem Abspielen von Erklärungsvideos. Das interaktive Whiteboard hat zwar Konstruktionstools wie ein virtuelles Geodreieck und einen virtuellen Zirkel, jedoch unterscheiden diese sich wesentlich in der Handhabung und der Nutzung. Wenn die Lehrperson damit arbeitet, schaffen die Kinder nicht den Transfer von der virtuellen Konstruktion zur händischen Konstruktion ins Heft. Ihrer Meinung nach müssen Schulklassen, die interaktiv arbeiten wollen auch alle Kinderplätze mit digitalen Arbeitsplätzen ausstatten. So kann dann das Bild vom Smartboard direkt auf den Arbeitsplatz der Kinder gestreamt werden. Die zweite Möglichkeit ist das Arbeiten mit Geogebra, herzu brauchen die Kinder jedoch auch Arbeitsplätze die mit Tablets oder Laptops ausgestattet sind.

Eine weitere Möglichkeit das Board im Unterricht zu verwenden sind Spiele und Learning-Apps, wie zum Beispiel das Quiz-Spiel Kahoot. Diese Funktionen finden vor allem die Schülerinnen und Schüler sehr spannend. Auch kleine Spielereien wie das Schreiben mit dem Finger auf dem Smartboard oder dem Löschen von Texten mit der Handfläche sind für Schülerinnen  und Schüler sehr amüsant.

Auch manche Schulbücher haben einen online Zugang zu Onlineaufgaben und Spielen, die man auf das Smartboard projizieren kann. Jedoch wird auch hier das interaktive Whiteboard vorrangig als Projektor verwendet und die Smart-Funktion wird außer Acht gelassen.

Ein großer Kritikpunkt ihrerseits war, das Smartboards sehr empfindlich sind. Angefangen von der Tuch-Fläche, welche ihrer Meinung nach genauso wie Tablets eine Glasbeschichtung benötigen, bis hin zur leichten Verstellbarkeit des Beamers im Pausengeschehen.

Die ideale Klassenausstattung beinhaltet ihrer Meinung nach eine normale Kreidetafel mit Tafelgeodreieck und Tafelzirkel, ein Beamer und einen Overheadprojektor.

Zweites Interview mit einer Lehrperson der Oberstufe:
Erzählung aus ihren Erfahrungen. Anfangs war sie sehr begeistert, als sie hörte, ein Smartboard für die Klasse zu bekommen. Doch die anfängliche Begeisterung schwindet schnell. Die Idee dahinter ist nach wie vor gut, doch die Umsetzung im Mathematikunterricht nicht möglich. Die Smartboards sind nie kalibriert wenn man sie braucht. Kinder sehen nicht wie man am besten das Geodreieck anlegt um Figuren zu konstruieren, was aber anfangs irrsinnig wichtig ist. Alle Konstruktionsschritte müssen mit ihnen genau besprochen und vorgezeigt werden. Bei einer Tafel können sie zuschauen und im Heft nachmachen, mit dem Smartboard geht das nicht. Weiters klagten die Schülerinnen und Schüler, dass es sehr anstrengend ist, den ganzen Tag auf das interaktive Whiteboard zu sehen. Es wurde so schlimm, dass sich sogar die Eltern der Kinder einbrachten. Fazit, das Smartboard wurde abmontiert und einer anderen Schule geschenkt. Weiters konnte festgestellt werden, dass in diesem Jahr, wo die Tafel durch das interaktive Whiteboard ersetzt wurde, die Fehlsichtigkeit der Schülerinnen und Schüler stark zunahm.

Auf die Frage, welche Vorteile das Smartboard im Mathematikunterricht bringt, musste die Lehrerin kurz überlegen bevor sie uns eine Antwort geben konnte. Weniger Kreidestaub ist vorteilhaft, und dass man Bilder und Formen überlappen und einzelne wieder ausblenden kann. Dies ist aber auch genau so mit einem Beamer möglich.


Erfahrung / eigene Meinung

Sabine:
Wir haben uns näher mit den Mathematik Funktionen beim Smartboard beschäftigt.

Die Formelfunktion ist sehr unübersichtlich und kompliziert gestaltet, dabei ist man um einiges besser aufgehoben wenn man Formeln freihand schreibt und nicht die bereitgestellte Funktion verwendet.

Ebenso versuchten wir mit dem Werkzeug Zirkel und Geodreieck etwas zu konstruieren. Dies funktioniert einigermaßen, aber nicht annähernd so wie, es die Kinder benötigen bzw. selbst durchführen sollen. Alleine wenn ich das Arbeiten mit dem Zirkel hernehme, wird es nicht funktionieren, dass die Kinder das gesehene Umsetzen können, denn sie sehen nicht, wie man den Zirkel hält und somit auch abschlägt. Ebenso beim Arbeiten mit dem Geodreieck, denn die Kinder sehen nicht wo und wie man es festhalten muss, wie man den Bleistift führt und wo man ihn ans Geodreieck anlegt. Wir haben auch mit dem Zirkel einen Kreis gezeichnet, der am Smartboard jedoch kein Kreis war, da die Auflösung anscheinend eine andere war als auf dem Bildschirm des Computers, denn dort war es ein Kreis und wurde nicht verzerrt.

Ebenso konnte ich feststellen, dass das Smartboard eine schlechte Auflösung hat und somit aus der Nähe alles sehr pixelig und sehr schlecht zu lesen ist. Ebenso flackert das Bild aus der Nähe. Manche Begriffe konnte ich aus der Nähe auch nicht lesen und musste somit ein paar Schritte in den Raum gehen um den Begriff lesen zu können. Nach kürzester Zeit aktiven Auseinandersetzens mit dem Smartboard aus Sicht der Lehrperson hatte ich starkes Kopfweh, ebenso wie mein Kollege.

Julia:
Nachdem wir uns selber auch mit dem Smartboard beschäftigt haben, habe ich für mich festgestellt, dass die gute alte grüne Tafel nichts ersetzen kann. Es ist nett sie zusätzlich im Klassenzimmer zu haben, aber ausschließlich mit dem interaktiven Whiteboard zu Arbeiten kann ich mir im Mathematikunterricht nicht vorstellen. Wenn es gut kalibriert ist, ist es nicht schwer für die Lehrerin und den Lehrer. Doch selbst in unseren Häusern ist es nicht möglich, dass sie korrekt funktionieren. Und sobald das nicht mehr gegeben ist, sind sie unbrauchbar. Außerdem stelle ich es mir irrsinnig schwer vor, dass die Kinder mit mir mitkonstruieren. Für sie sind die Schritte, die Stifthaltung und Linealhaltung nicht selbstverständlich. Wenn ich alle Konstruktionsschritte mit den Schülerinnen und Schülern an der Tafel mitzeichne, können sie immer wieder zu mir sehen, und ihr Werkzeug genauso verwenden wie ich.

Das positive am Smartboard ist, dass ich alles abspeichern kann, wovon die Kinder, die krankheitsbedingt am Unterricht nicht teilnehmen konnten, profitieren.

Ich selbst habe das interaktive Whiteboard im Unterricht einzig und alleine als Beamer benutzt. Mir ist aber auch klar, dass ich dafür nicht so ein hochwertiges Gerät brauche, und es schade ist, da dieses Geld für etwas Anderes verwendet werden könnte.

Ich denke nicht, dass mir das Smartboard in den kommenden Jahren sympathischer werden wird, deswegen hoffe ich einmal in einer Schule zu unterrichten, wo es noch eine herkömmliche Tafel gibt.

Weiters muss ich aber schon noch erwähnen, dass es in den anderen Fächern durchaus sinnvoll ist eine Whiteboard zu besitzen. Für Biologie zum Beispiel gibt es sehr gute Anwendungsmöglichkeiten.

Kristijan:
Wir haben uns nach Auswertung der Interviews selbst mit dem Smartboard näher befasst und verschiedene Funktionen getestet.

Bereits zu Beginn mussten wir das interaktive Whiteboard erstmalig kalibrieren. Da es ein fix montiertes Board ist, kamen die Kolleginnen nicht an die oberen Kalibrierungspunkte heran. Dies stellt in der Klasse bereits die erste Herausforderung dar, wenn keine größere Person im Raum ist.

Als nächstes probierten wir darauf mit dem Smartboardstift zu schrieben. Die Schrift erschien zeitversetzt und trotz Kalibrierung nicht dort wo wir sie hin haben wollten. Außerdem verlangt das interaktive Whiteboard ständig kalibriert zu werden. Im Anschluss hat es trotzdem nicht gepasst.

Wir haben auch die auf dem Smartboard installierten Mathematiktools getestet. Die Arbeit mit den Geometrietools ist nicht ganz so einfach. Wenn man es dann geschafft hat, das Geodreieck in die gewünschte Position zu bringen, konstruiert es fast selbstständig die gewünschte Figur. Der Nachteil hierbei ist, dass Schülerinnen und Schüler diese Schritte nicht nachvollziehen können um es selbst im Heft mitkonstruieren zu können.


14 Apr

Whiteboards im Unterricht – wie sinnvoll sind sie wirklich?

Neue Technologien werden vielseitig diskutiert. Auch die Abschaffung der altbewährten Tafel wird immer wieder angesprochen… ist ein Whiteboard zu viel Technologie oder eine hilfreiche Errungenschaft?
Über die gute alte Schulzeit, in der „Kinder noch Kinder“ und „Tablet, PC und Co.“ noch gar kein Thema waren, wird auch oft lamentiert und manchmal frage ich mich selbst, ob diese „Übertechnologisierung“ ein Fluch oder ein Segen sei.

Albert Einstein sagte schon: “Ich fürchte den Tag, an dem die Technologie unsere  Menschlichkeit überholt. Die Welt wird dann eine Generation von Idioten sein.”

Ein sehr polarisierender Spruch und wenn ich an die Whiteboards denke, kann ich Einsteins Überlegung überhaupt nicht zustimmen.

Mit den Whiteboards sehe ich viel mehr Möglichkeiten den Unterricht interessanter und spannender zu gestalten. Tafelbilder lassen sich Stück für Stück präsentieren und müssen nicht gleich als Ganzes einsichtig sein. Videos, Bilder und Musik können eingesetzt werden & auch der lästige Tafeldienst gehört der Geschichte an. Eine komplett neue Dynamik für den Unterricht, die dem standardisierten Frontalunterricht entgegenwirkt.

Welche Schulen sind mit welchen Whiteboards ausgestattet? Welche Whiteboards gibt es überhaupt? Im Moment sind 11 verschiedene Whiteboard-Sorten auf dem Markt. Natürlich wird man schwer beeinflussen können, welche Whiteboards man zur Verfügung haben wird, aber wenn man sich mit  grundsätzlichen technischen Anforderungen auseinandersetzt, sollte der Umgang kein Problem darstellen.

Es ist sehr wichtig verschiedene Aspekte zu betrachten, um das Whiteboard in voller Breite nutzen zu können. Neben technischen Schulungen empfinde ich auch die Unterstützung von Schulleitung und Kollegium als sehr wichtig. Erst dann kann das Optimum in der Nutzung und der Arbeit mit dem Whiteboard erfolgen. Durch die Unterstützung von Kollegium und Schulleitung besteht die Möglichkeit über den Austausch von Erfahrungen im Unterricht, sodass die Nutzung des Whiteboards und dessen Einsatz im Unterricht immer weiter verbessert werden kann. Des Weiteren kann sich das Kollegium intern über belegte Fortbildungen austauschen. Dies bewirkt, dass alle Lehrkräfte, sowie Schülerinnen und Schüler ein Nutzen daraus ziehen können. Auch die Unterstützung seitens der Schulleitung empfinde ich als wichtig. Die Schulleitung kann für das gesamte Lehrerkollegium fördernd Fortbildungen anbieten und somit ein besseres Schulbild erzeugen, da dies alle Klassen betrifft. Fortbildungen im Bereich Digitaler Medien und des Whiteboards sollten ständig stattfinden und auch besucht werden, da sich Technik sehr schnell weiterentwickeln kann und diese von vor einem Jahr mittlerweile schon veraltet sein kann. Die Schulleitung, das Kollegium, aber auch die Lehrkraft im Einzelnen sollte sich für diese Fortbildungen interessieren, um das Whiteboard im Unterricht intelligent nutzen zu können. Des Weiteren sollte die Einführung der Technologie des Whiteboards mit pädagogisch-didaktischen Zielen und idealerweise mit einem Medienentwicklungsplan verknüpft sein, welches man fast ausschließlich durch Absprache mit dem Kollegium erreichen und ausbauen kann.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass viele Faktoren gegeben sein müssen um das Whiteboard in voller Bandbreite nutzen zu können und es sinnvoll einsetzen zu können. Wenn all diese gegeben sind, kann das Whiteboard wunderbar zur Unterstützung kooperativen und selbstständigen Lernens der Schülerinnen und Schüler genutzt werden.

Wir sehen an der Nutzung eines Whiteboards keinen Nachteil. Gerade für das interessante Gestalten von Unterricht eignet sich ein Whiteboard sicherlich ausgezeichnet.
Wir würden uns freuen, ein Whiteboard zur Verfügung zu haben, um unseren Unterricht ansprechender & interaktiver zu gestalten.

Literaturempfehlungen:

 

13 Apr

Interaktive Whiteboards: Funktionsweise und richtiger Einsatz im Unterricht

Das interaktive Whiteboard wird auch digitale Tafel genannt. Es ist eine elektronische Projektionswand, die in Verbindung mit Computer und Beamer/Projektor steht. Man kann Inhalte zu Hause vorbereiten und diese dann im Unterricht aufs Whiteboard projizieren. Der Vorteil dabei ist, dass man die Inhalte in der Klasse, direkt am Whiteboard, noch bearbeiten kann. Am interaktiven Whiteboard können alle Medien wie Text, Grafik, Bilder, Animationen, Töne und Filme präsentiert werden. Durch den Einsatz von digitalen Tafeln kann laut Studien die Lernbereitschaft verbessert werden und die Schüler zunehmend motivierter. Leider gibt es für den Unterricht mit der digitalen Tafel viel mehr englischsprachige Materialien als für den deutschsprachigen Unterricht.
Unter folgendem Link, gibt es jedoch schon einige Materialien die direkt im Unterricht eingesetzt werden können. myboard   Auf dieser Seite arbeiten Lehrer für Lehrer. Man kann fertiges Material dort hochladen und auch schon dort vorhandenes Material herunterladen.

  • Die meisten Boards arbeiten entweder mit Stift ODER mit Finger.
    Es gibt derzeit zwei Hersteller von Interaktiven Whiteboards die beide Möglichkeiten gleichzeitig unterstützen.
  • Jedes Interaktive Whiteboard verfügt über eine eigene Board-Software, die didaktisch-methodisch wichtige Funktionen für Lehrer wie Lerner zur Verfügung stellt
  • Unter diesem Link finden sie ein Video in dem die Funktionsweise der Whiteboards genauer erklärt werden Funktionsweisen Whiteboards

Laut diverser Untersuchungen wird der Verwendung von digitalen Tafeln im Unterricht eine Vielzahl an positiven Einflüssen bzw. Eigenschaften zugesprochen. Gesteigerte Freude, Engagement und Motivation sowie die positive Auswirkung auf Verhaltens- und Handlungsweisen , als auch eine verstärkte Zusammenarbeit und Beteiligung am Unterricht durch die Schüler. Ein weiterer Erfolg zeigt sich auch bei der Anwendung im Unterricht von Hör- und Sehgeschädigten.

Ein weiterer Vorteil der Whitebords ist es, dass man im Unterricht bearbeitete Inhalte speichern kann und die Schüler können das Material zu Nachansicht oder Nachbearbeitung verwenden. Dies ist besonders nützlich für Schüler, die an einer Lernschwäche leiden oder im Unterricht krankheitsbedingt abwesend waren. Einige Schüler können sich besser auf den Inhalt konzentrieren wenn sie nicht mitschreiben müssen, sondern ihn auditiv und visuell vermittelt bekommen.
Der Lehrer kann den aktiven Part auf der Tafel übernehmen oder die Schüler können auch selbst auf dem interaktiven Whiteboard aktiv werden.

Für folgende Bereich kann man die digitale Tafel hervorragend verwenden:

  • Hervorheben und kommentieren von Inhalten
  • Ansicht und Navigation von Internetinhalten über das Whiteboard. Das Suchen und Darstellen von Webseiten kann von der gesamten Klasse verfolgt werden.
  • Fördern von Gruppenarbeiten: Schüler können ihre Beiträge in die Diskussion durch das direkte schreiben auf das Whiteboard einbringen. Gruppen können gemeinsam und interaktiv Problem erkennen und lösen.
  • Gemeinsames Arbeiten an Dokumenten, Arbeitsblättern, Projekten mit Kollegen
  • Präsentieren von Schülerarbeiten einen breiten Publikum

Quellen:  myboard

Funktionsweisen interaktiver Whiteboards – youtube

interaktive Whiteboards PDF

Seminarblag zum gleichen Thema:

 

http://podcampus.phwien.ac.at/digimed/2014/01/13/smart-board-facts/

http://podcampus.phwien.ac.at/digimed/2014/11/17/interaktives-whiteboard/

http://podcampus.phwien.ac.at/digimed/2012/12/03/das-smartboard/ 

17 Nov

Interaktives Whiteboard (Funktion u. Bedienung)

Das interaktive Whiteboard ist eine elektronische Projektionswand oder wie der Name schon sagt, eine weiße Tafel, die in Verbindung mit einem Computer und einem Beamer, der meist fix darauf verbaut ist, funktioniert.

Abb. 1: Bestandteile interaktives Whiteboard (http://www.elsa.uni-hannover.de/uploads/pics/content_elearning_eassessment_bildschirmfoto_2013-01-21_um_11.54.57.png 17.11.2014 12:30)

Es unterscheidet sich von den herkömmlichen weißen Tafeln, den Whiteboards, durch die Funktionen, wie zum Beispiel die mitgelieferte Software und die druckempfliche Oberfläche, durch die man den Computer steuern kann. Die Steuerung kann auch über den Computer selbst, bzw. die angeschlossene Maus und Tastatur, erfolgen aber genauso auch durch ein damit verbundenes Tablet. Der Vorteil an der Eingabe durch das Tablet liegt darin, dass sich die Lehrperson frei im Raum bewegen kann und nicht an den Standort des PCs oder des Whiteboards gebunden ist.

Abb. 2: interaktives Whiteboard (http://ers-rehlingen-siersburg.de/2011/11/27/interaktives-%E2%80%9Ewhiteboard%E2%80%9C/ 17.11.2014 12:30)

Auf diesem Bild ist ein interaktives Whiteboard mit integriertem Beamer abgebildet. Dadurch sind diese Whiteboards höhenverstellbar oder sind auch auf Rollen erhältlich.

Auf dem Bild sieht man auch, dass die interaktiven Whiteboards Lautsprecher integriert haben. Diese müssen separat am Computer angeschlossen sein, die Lautstärke kann direkt am Whiteboard oder am Computer reguliert werden.

Weiters sieht man auf dem Bild eine Ablage unterhalb des Whiteboards mit 4 verschiedenfarbigen „Stiften“ und einem „Radierer“. Man kann zur Eingabe diese „Stifte“ verwenden. Der Stifthalter hat ein Lämpchen verbaut, das angibt ob dieser Stit bzw. dessen Farbe gerade aktiv ist. Zur Eingabe kann man auch den Finger verwenden, da die Stifte nicht per Infrarot funktionieren, sondern das Whiteboard druckempfindlich ist.

Weitere zusätzliche Informationen kann man den folgenden Berichten entnehmen:

http://podcampus.phwien.ac.at/digimed/2014/01/13/smart-board-facts/

http://podcampus.phwien.ac.at/digimed/2012/12/03/das-smartboard/

Auch im Internet finden sich zusätzliche Informationen.

Zum Beispiel hat das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur ein sehr ausführliches Dokument zu diesem Thema erstellt. Dieses Dokument findet man unter http://virtuelleschule.bmukk.gv.at/uploads/media/UEberblick_SR_Interactive_whiteboards.pdf

Eine weitere Erklärung und Informationen zum interaktiven Whiteboard findet man auf der Seite eines Herstellers.

http://www.myboard.de/board-infos/was-ist-ein-interaktives-whiteboard-iwb.html

Datum der Quellen 17.11.2014 Uhrzeit 12:30