28 Jan

IoT – Smartwatch, Fitnesstracker und Datenschutz

(c) Nadine Andreas

Du hast dich schon öfter gefragt, ob du dich heute schon genug bewegt hast oder wie viele Stockwerke du heute schon gemeistert hast? Dann ist eine Smartwatch oder ein Fitness-Tracker genau das richtige für dich. Heutzutage gehört zum perfekt ausgestatteten Smartphone unbedingt auch eine passende Computer Uhr, doch wie gehen diese Devices mit deinen persönlichen Daten um? 

Diese und weitere Fragen werden dir in den nächsten Zeilen beantwortet. 

Was ist die Smartwatch überhaupt?

Eine Smartwatch ist prinzipiell eine schlaue Armbanduhr, die zusätzliche Funktionen, wie das Verbinden mit dem Handy durch Bluetooth oder das Aufzeichnen von Aktivitäten besitzt. 

Benachrichtigungen, welche auf das Smartphone kommen, werden im selben Augenblick auch auf der Smartwatch abgebildet, sodass einem wirklich kein Anruf mehr entgehen kann. 

Diese neue Technologie entwickelt sich permanent weiter, sodass die Nachfrage stetig steigt. In den letzten Jahren wurden rund 80 Millionen Exemplare verkauft und die Zahl steigt rasant. 

Viele NutzerInnen können auf ihren treuen Begleiter am Handgelenk genauso wenig verzichten, wie auf das geliebte Handy.  

Fitnesstracker 

Ein Fitnesstracker ist ein kleines Gerät, das meist wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen wird. Sie soll dadurch zu einem gesünderen und aktiveren Lebensstil verhelfen. 

Es zeichnet mittels Sensoren verschiedene Daten wie Schrittanzahl, hinterlegte Distanzen, Schlafenszeiten, verbrauchte Kalorien, Herzfrequenz und vieles mehr auf. 

Meist gibt es zum Tracker passend eine Smartphone-App. Dort kann der Nutzer dann Aufzeichnungen einsehen, vergleichen und kontrollieren. In den meisten Apps können noch konkrete Personenangaben wie Alter, Geschlecht, Gewicht etc. ergänzt werden. 

Vorteile des Fitnesstrackers

Als Nutzer bekommt man durch die Aufzeichnungen der Daten ein Bild über das eigene Bewegungsverhalten. Dadurch wird ein besseres Körperbewusstsein geschaffen. 

Dokumentiert man zudem sein Essverhalten in der dazugehörigen App, können auch Rückschlüsse über die Ernährung gezogen werden. 

Fitnesstracker motivieren zudem, mehr Sport und Bewegung in den Alltag zu bringen. So können die Aufzeichnungen über verbrannte Kalorien, gelaufene Schritte und hinterlegte Kilometer ein enormer Ansporn sein, sich Tag für Tag zu verbessern. Die motivierende Wirkung kann verstärkt werden, wenn man die Daten zusätzlich auf sozialen Netzwerken teilt. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Bedienung einer solchen Uhr kinderleicht ist. Es bedarf keinerlei technisches Vorwissen, um einen Fitnesstracker bedienen zu können. 

Selbst für die Übertragung auf das Smartphone reicht oftmals eine aktive Bluetooth Verbindung. (vgl. Zaeh Pauline, 09.Jänner 2019. Fitnesstracker – Pro und Contra für die Kontrolle. Verfügbar unter https://www.gesund-vital.de/fitnesstracker)  

Welche Vorteile bietet eine Smartwatch?

So genannte Wearables bringen enorme Vorteile mit sich.

Denkt man an ländliche Regionen und die Versorgung älterer, chronisch kranker Menschen, so bietet die Smartwatch eine rasche, elektronische Hilfestellung. 

Es ist zum Beispiel denkbar, dass die Geräte (in Zukunft) einen Notruf absetzen, wenn der Patient einen Herzstillstand erleidet. 

Welche Nachteile und Gefahren bringt die Smartwatch mit sich?

Nicht alle Messungen, die von den Trackern ausgehen, sind immer korrekt. Es werden auch einige Fehlmessungen gemacht, die beängstigend wirken können oder auch unberechtigte Glücksgefühle hervorrufen. 

Außerdem kann es zu einem Verlust des eigenen Körpergefühls kommen, da der Fokus zu stark auf Zahlen gelegt wird. Dem Gerät wird hier mehr Vertrauen geschenkt als dem eigenen Körper. 

Der größte Nachteil ist, jedoch die nicht garantierte Datensicherheit. Besonders bedenklich wird es, wenn die Smartwatch die Daten nicht einmal anonymisiert, bevor sie weitergegeben werden. In dem Fall kann auch auf dem Server der Hersteller nachvollzogen werden welcher Datensatz zu welchem Tracker gehört. 

Datensicherheit 

Vor allem der Einsatz von Bluetooth stellt eine Sicherheitslücke da und macht Smartwatches und Fitnesstracker angreifbar. Wenn man sein Smartphone bzw. das verwendete Gerät und dessen App regelmäßig updatet, hilft dies auch vor äußeren Angriffen besser geschützt zu sein. Auch das unreflektierte zeigen des Standortes oder der Gesundheitsdaten können zum Problem werden. So kommt es schnell zu großen Datenmengen, die von einem selbst gesammelt werden, wann man sich wo befindet, wo man einkaufen geht, welchen Schlafrhythmus man hat, seine Schrittanzahl, der Blutdruck und viele weitere.  Neben diesen wahrscheinlich oft bekannten gesammelten Daten, können Cyberkriminelle auch die Bewegungen der Hand mittels des Gyroskops (Kreiselinstrumente zur Navigation bzw. für GPS Daten) einsehen. So können relativ genau PIN Eingaben an Bankomaten, oder eingegebene Passwörter aber auch Entsperrungsmuster fürs Tablet oder Smartphone herausgefunden werden.

Wenn man sich vor Missbrauch der persönlichen Daten schützen möchte, sollte man ein Augenmerk auf Datensparsamkeit achten. Das meint, dass man sich ansieht welche Berechtigungen die Tracking App verlangt und diese gegebenenfalls einschränkt. Denn oft wollen diese viel mehr Zugriff, als sie eigentlich für die Durchführung brauchen.

Tipps, wie du deine Daten auf der Smartwatch oder dem Fitness-Tracker schützt:

  • Informiere dich vor dem Kauf über die Datensicherheit, deines Geräts.
  • Lies die Datenschutzhinweise und entscheide dann, ob du diese akzeptieren möchtest. 
  • Schränke die Berechtigungen von verschiedenen Apps ein, die du nicht benötigst. 
  • Trage deine Smartwatch nur, wenn du sie tatsächlich verwendest.

Ein Ausblick in die Zukunft 

Auch Krankenkassen haben begonnen, die Vorteile einer solchen Uhr zu nutzen. 

So werden Mitglieder, die bereit sind, ihre Gesundheitsdaten mit der Krankenkasse zu teilen mit Sondertarifen oder Boni belohnt. 

Dies spornt die Nutzer/Innen an, ihren Alltag aktiver zu gestalten. Eine aktive, gesundheitsbewusste Gesellschaft spart dem Gesundheitssystem wiederrum erhebliche Kosten. 

Auch der Arbeitgeber ist an der Gesundheit seiner Mitarbeiter interessiert, da er krankheitsbedingte Fehltage möglichst eingrenzen möchte. 

Möglich wären also auch hier diverse Boni oder Zuschüsse, um einen aktiven Lebensstil der Mitarbeiter/Innen zu fördern. Denkbar wären zum Beispiel Zuschüsse für die Mitgliedschaft im Sportstudio.  

In den USA und Kanada werden die gesammelten Daten stellenweise bereits als Beweismittel vor Gericht zugelassen. In einem Fall konnte nachgewiesen werden, dass die Klägerin entgegen ihrer Angaben nicht geschlafen hatte, sondern die ganze Nacht wach gewesen war. Eine andere Nutzerin untermauerte ihren Anspruch auf Schadensersatz nach einem Autounfall mit den Daten aus ihrem Fitnesstracker, mit denen sie zeigte, dass ihre körperliche Aktivität seit dem Unfall eingeschränkt war. Hieran zeigt sich das Potenzial der Fitnesstracker als Beweismittel. Im Interesse der Wahrheitsfindung und der Gerechtigkeit sind neue, elektronisch aufgezeichnete Beweise sicherlich begrüßenswert.
Doch all diese Möglichkeiten eröffnen auch völlig neue Gefahrenbereiche. (Kendra Karp, Universität Hamburg, 2016). 

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=b9B-7ZQR8hY

Unser Audio Podcast zum Thema Smartwatch und Fitnesstracker im Gespräch mit einem Fachmann:

Literatur:

https://www.datenschutz.org/datenschutz-bei-smartwatch-und-fitness-tracker-problematisch/ (Abgerufen am 07.01.20)

https://www.smartwatch.de/was-ist-eine-smartwatch/ (Abgerufen am 07.01.20)

http://rechtundnetz.com/wie-gehen-fitnesstracker-mit-daten-um/ (Abgerufen am 07.01.20)

https://www.gesund-vital.de/fitnesstracker (Abgerufen am 20.01.20)

Verfasst von: Lisa Fischer, Nadine Andreas, Natalie Brunner

13 Jan

Was ist ein RTK Signal?

„Die Abkürzung RTK (engl. „Real Time Kinematic“) bezeichnet ein Verfahren zur präzisen Bestimmung einer geografischen Position mit Hilfe mehrerer GPS Satellitensignale mit Echtzeitkorrektur.“ (Precision Farming mit Maschinenring RTK | Maschinenring, o. J.)

Die Referenzstation (Basisstation) sendet durch die Verbindung mit Funk und Internet Daten, die sie von den Satelliten empfängt. Der Rover (=mobile Antenne z.B.: am Motormäher) ist ebenfalls mit einer Verbindung zum Internet und Funk ausgestattet und empfängt das Signal von der Referenzstation. 

Herkömmliche GPS Signale können eine Genauigkeit von ca. +/- 20cm gewährleisten. Die GPS- Funktion am Handy als Beispiel bietet nur eine Genauigkeit von +/- 2 m. Das RTK Signal bietet durch ein herstellerneutrales Korrektursignal eine Genauigkeit von ca. +/- 2,5cm, die somit viel höher als bei einem normalen GPS Signal ist und man erreicht eine dauernde Reproduzierbarkeit der Positionen. 

„Bei der eingesetzten Mobil RTK Technik ist im Vergleich zum Funk-RTK keine Sichtverbindung zur Basisstation erforderlich, lediglich eine Internetverbindung. Es wird immer die Station mit dem besten Signal ausgewählt, auch bundesländerübergreifend.“ (Precision Farming mit Maschinenring RTK | Maschinenring, o. J.)

Unter folgendem Link befindet sich eine Grafik, in der man sieht, an welchen Standorten die Basisstationen des Maschinenrings zur Verfügung stehen. 

https://www.maschinenring.at/sites/default/files/styles/column1/public/images/columns1/mr-strukturkarte_mit_rtk_201907.jpg?itok=Z6AIVkhS

Anhand der Grafik kann man beobachten, dass im Großteil Österreichs Basisstationen des Maschinenrings vorhanden sind. Das Vermessungsamt hat in ganz Österreich Stationen.

Im Regierungsprogramm findet sich sogar ein eigener Punkt zur kostenfreien zur Verfügungstellung des RTK-Signales: 

„Voraussetzung für Precision Farming schaffen, um umwelt- und tiergerechte Bewirtschaftungsmethoden zu unterstützen: kostenfreie Bereitstellung von (Geo-)Daten für die Land- und Forstwirtschaft (z.B. RTK-Signal), Daten im Eigentum der Betriebe“ (Die neue Volkspartei, Die Grünen (2020), S. 161)

Quellen:

Precision Farming mit Maschinenring RTK/Maschinenring (o.J.): Zugriff am 07.01.2020 unter

https://www.maschinenring.at/leistungen/agrar/rtk

Die neue Volkspartei, Die Grünen-Die Grüne Alternative (2020): Aus Verantwortung für Österreich. Regierungsprogramm 2020-2024. Zugriff am 11.01.2020 unter https://gruene.at/themen/demokratie-verfassung/regierungsuebereinkommen-tuerkis-gruen

14 Mai

IoT: Smart Meter und vernetzte Krankenhäuser

Was wäre, wenn …

Verfasst von Katharina Mayer, Josefin Schramek und Selina Hajek

Das Internet der Dinge hat nicht nur in unseren vier Wänden, sondern unter anderem auch in unterschiedlichen Bereichen der Infrastruktur seinen Einzug gefunden. Ein Beispiel hierfür wären der sogenannte „Smart Meter“, welcher den traditionellen Stromzähler ersetzen soll. Dieser soll allerdings nicht nur der Verbrauch und die Erzeugung von Strom messen und ferngesteuert eingeschalten werden können, sondern es geht primär um Effizienzsteigerung: Smart Meter sollen aktiv die Leistung von Stromerzeugern (z.B. Windrädern, Solaranlange, etc.) und Verbrauchern steuern können. Das bedeutet beispielsweise, dass sie bei zu viel Strom, Verbraucher wie Waschmaschinen in Smart Homes anstellen und bei zu wenig Strom beispielsweise auf Stromreserven von E-Autos zugreifen können. (vgl. ARD-Alpha, 26.03.2019)

Auch in Österreichs Haushalten sollen die Smart Meter Anwendung finden. Bis 2022 sollen 1,6 Millionen Haushalte im Versorgungsgebiet der Wiener Netze mit den neuen Zählern ausgestattet werden. Nutzen dieser neuen „smarten“ Stromzähler soll sein, dass die Kundinnen und Kunden ihren Stromverbrauch in einem Webportal überwachen und somit einen transparenten Blick auf ihren häuslichen Stromverbrauch haben können. Dies soll zum Stromsparen beitragen. Zusätzlich entfällt der jährliche Ablesetermin, da die Daten automatisch übermittelt werden. Dies soll für mehr Komfort sorgen. Außerdem sollen Energielieferanten individuelle, auf die Kundinnen und Kunden abgestimmte Produkte anbieten können, was auch zur Reduktion von Kosten beitragen soll. Wiener Netze versprechen ihren Kundinnen und Kunden zudem auch weiterhin absolute Datensicherheit. Eine Möglichkeit der Ablehnung dieser Smart Meter gibt es übrigens nicht. (vgl. Wiener Netze, 2019)

In Spanien, Italien und Finnland sind Smart Meter bereits im Einsatz. Doch mit dem technischen Fortschritt, kommen auch die damit verbundenen Schattenseiten. Was wäre, wenn sich tatsächlich jemand in ein solches System einhacken würde, um vorsätzlich Schaden anzurichten? Diese Frage stellte sich auch der spanische Hacker Javier Vazquez Vidal. Ihm gelang es, mit nur einem Gerät in ein solches Smart Meter-Netzwerk zu gelangen und Millionen spanischer Smart Meter zu kontrollieren. Es wäre möglich gewesen, ein Blackout herbeizuführen, ohne dass der Täter rückverfolgt werden könnte. (vgl. ARD-Alpha, 26.03.2019)

Was ein solcher Angriff auf infrastrukturelle Organe für Folgen haben kann, zeigte eine Cyber-Attacke auf ein Krankenhaus in Deutschland. Das voll vernetze Lukaskrankenhaus war Pionier im Bereich der Digitalisierung im medizinischen Feld. Röntgenbilder konnten in Echtzeit auf das Tablet des Arztes übermittelt werden und Krankenakten waren digital abgespeichert, bis es 2016 zu einer Cyber-Attacke kam. Eine aggressive Schadsoftware, welche über einen geöffneten E-Mail-Anhang in das System geriet, sorgte dafür, dass das gesamte IT-System heruntergefahren werden musste, zum Schutz der Patientendaten. Das Krankenhaus musste sich kurzzeitig von der Notfallversorgung im Rheinkreis abmelden und „analog“ weiterarbeiten. Es entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Im April 2019 wurde das Verfahren gegen „Unbekannt“ eingestellt. Grund: es konnte kein Täter gefunden werden. (vgl. NGZ Online, 2019)

Auch wenn wir gerne darüber ins Staunen geraten, was heutzutage in unserer „smarten“ Welt alles möglich ist und welche enormen Vorteile diese Möglichkeiten mit sich bringen können, so sollten wir uns doch ab und an die Frage stellen „Was wäre, wenn…?“.

Verweise

ARD-Alpha. (26.03.2019). Wir hacken Deutschland. Von https://www.youtube.com/watch?v=xYlW39ErR1M am 07.05.2019 abgerufen

NGZ Online. (2019). Lukaskrankenhaus Neuss. Ermittlungen gegen Cyber-Hacker wurden eingestellt. Von https://rp-online.de/nrw/staedte/neuss/neuss-ermittlungen-gegen-cyber-attacke-am-lukaskrankenhaus-wurden-eingestellt_aid-38071849 am 10.05.2019 abgerufen

Wiener Netze. (2019). Warum Smart Meter? Von https://www.wienernetze.at/wn/smartmeter/smartmeter_8/Warum_Smart_Meter.html am 10.05.2019 abgerufen

14 Mai

IOT: Schattenseiten der „smarten“ Welt

Verfasst von Katharina Mayer, Josefin Schramek und Selina Hajek

Wir alle kennen es, wir alle nutzen es wahrscheinlich alltäglich, auch wenn wir uns dessen vielleicht gar nicht bewusst sind: das „Internet der Dinge“ oder kurz IoT (engl. Internet of Things). Aber was genau umfasst dieses mysteriöse „Internet der Dinge“ überhaupt? IoT beschreibt grundsätzlich den selbstständigen Austausch und die Kommunikation „smarter“ Geräte untereinander. (vgl. Neumann, 2016)

Im Gabler Wirtschaftslexikon wird der Begriff wie folgt definiert:

„Internet der Dinge bezeichnet die Vernetzung von Gegenständen mit dem Internet, damit diese Gegenstände selbstständig über das Internet kommunizieren und so verschiedene Aufgaben für den Besitzer erledigen können. Der Anwendungsbereich erstreckt sich dabei von einer allg. Informationsversorgung über automatische Bestellungen bis hin zu Warn- und Notfallfunktionen.“

(Lackes & Siepermann, 2018)

IoT kann mit einem gigantischen Netzwerk verglichen werden, das aus vielen unterschiedlichen Geräten besteht. Diese Geräte sammeln und teilen mithilfe von Sensoren Daten über beispielsweise das Nutzerverhalten oder die Umgebung, in welcher sie genutzt werden. (vgl. Edurika, 2018) In der heutigen Welt von Smart-Homes, welche beispielsweise selbstständig die Temperatur messen, aufzeichnen und regeln, Alarmanlagen, welche per App überwacht ein- und ausgeschalten werden, Kühlschränken, die selber anhand der Verfallsdaten der Lebensmittel die Einkaufsliste aktualisieren (vgl. Sommer, o.A.) oder Alexa und Co, hat IoT mittlerweile Einzug in fast alle Bereiche unseres Lebens genommen, ohne dass wir uns dessen vielleicht bewusst sind.

Wir haben uns bereits daran gewöhnt, an ein Leben in einer „smarten“ Welt, in der Praktikabilität, Komfort und Effizienz großgeschrieben und Glühbirnen mithilfe einer App ein- und ausgeschalten werden können. Doch „in dem Moment, in dem wir uns vernetzen, machen wir uns angreifbar.“ (ARD-Alpha, 26.03.2019) Auf einmal ist es möglich, durch eine „smarte“ Glühbirne, in ein System eines Wohnhauses einzudringen und die Alarmanlage zu deaktivieren. Es werden also keine physischen Schlösser mehr geknackt, sondern elektronische – ohne eine Spur zu hinterlassen. Und dies bezieht sich nur auf einen Einzelhaushalt. Wenn auf diese Art und Weise Telekommunikationsanbieter, Stromerzeuger oder gar Krankenhäuser angegriffen, nimmt das Problem bereits größere Dimensionen an, die man sich zum derzeitigen Zeitpunkt noch gar nicht vorstellen kann oder möchte. (vgl. ARD-Alpha, 26.03.2019)

Weitere Beiträge zu IoT:

Verweise

ARD-Alpha. (26.03.2019). Wir hacken Deutschland. Von https://www.youtube.com/watch?v=xYlW39ErR1M am 07.05.2019 abgerufen (Video)

Edurika. (2018). Internet of Things (IoT) | What is IoT | How it Works | IoT Explained | Edureka. Von https://www.youtube.com/watch?v=LlhmzVL5bm8 am 10.05.2019 abgerufen (Video)

Lackes, R., & Siepermann, M. (2018). Gabler Wirtschaftslexikon. Von Internet der Dinge: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/internet-der-dinge-53187/version-276282 am 10.05.2019 abgerufen

Neumann, D. (2016). Internet der Dinge: Eine kurze Definition mit 4 Beispielen. Von https://digitaler-mittelstand.de/trends/ratgeber/internet-der-dinge-eine-kurze-definition-mit-4-beispielen-20287 am 10.05.2019 abgerufen

Sommer, K. (o.A.). Hallo Kühlschrank, ist noch Milch vorhanden? . Von https://www.smart-wohnen.de/haus-garten/artikel/hallo-kuehlschrank-ist-noch-milch-vorhanden/ am 10.05.2019 abgerufen

22 Jan

Internet der Dinge – IoT

(c) Patricia Cihlar, Martina Nica, Kathrin Loslo, Glatz Barbara

Definition

Im Jahr 1999 wurde der Begriff erstmals von Kevin Ashton erwähnt. Um die Jahrtausendwende begann, wegen der Verbreitung von WLAN und Bluetooth, die erste Phase der „Vernetzung von Werkzeug, und Armbanduhr und Schuhe, Jacke, Auto, Stuhl und Teppichböden“, welche die einfachste Form des IoT ist. (Alois Ferscha, Vorstand des Instituts für Pervasive Computing an der Universität Linz)

 „Das Internet der Dinge (englisch: Internet of Things, kurz IoT) bezeichnet die Verknüpfung eindeutig identifizierbarer physischer Objekte mit einer virtuellen Repräsentation innerhalb einer Internet-ähnlichen Struktur.

Objekte, Menschen, Systeme und Informationsquellen verbinden sich darin zu einer Infrastruktur, die in der Lage ist, mit Hilfe intelligenter Services Informationen sowohl aus der realen wie auch aus der virtuellen Welt zu verarbeiten. Darüber hinaus ist das System in der Lage, auf diese Informationen zu reagieren“ und autonom zu handeln. [1]

Beispiele:

  1. Waschmaschine:

Wenn eine Waschmaschine mit dem Internet verbunden wird, wird sie zu einem „intelligenten Gegenstand“. Sie ist dann im Stande mit den Menschen (über ein internetfähiges Gerät) zu kommunizieren sowie mit anderen Devices, die mit dem Internet verbunden sind.

  • wann ist die Wäsche fertig
  • startet, wenn der Strom dazu am günstigsten ist
  • Kühlschrank:

Ist der Kühlschrank leer, wird dies erkannt und per Onlineshopping neu befüllt. Dies geschieht je nach persönlichen Präferenzen, die über eine gewisse Zeit lang mittels Datensammlung angehäuft wurde.

  • weitere Beispiele: Elektroautos, Smarthouse, Straßenlaternen, Smartwatch[2]

Ziel des IoT:

Das Bestreben des Internets ist es, die virtuelle Welt mit der realen Welt zu verbinden, um folgende Dinge zu gewährleisten:

  • Sicherheit
  • Einfachheit
  • Ökonomie

Keine Zukunftsmusik – durch neue Technologien:

  • RFID (radio-frequency-identification)

Ein RFID Code Chip wird an unterschiedlichen Gegenständen montiert. Er gibt den Dingen eine eigene Identität. Jener kann mit einem Gedächtnis verglichen werden, das Entscheidungen treffen kann. Sämtliche Daten können in Millisekunden verarbeitet werden und die Resultate mit einem Steuerungs- und Handlungsauftrag per Feedback-Schleife in unsere Welt zurückspielen. Es bildet sich eine sogenannte Schwarmintelligenz.

Fraglich:

  • Konzerne – Arbeitsplätze
  • Datenschutz (Optimierung, Analyse) – Hacker
  • Transparenz

Offene Werkstatt: „Das Internet der Dinge – die nächste digitale Revolution.“ [

  • Wie verändert sich künstliche Intelligenz („SMARTE“ Dinge) unser Leben?
  • Wie gehen wir damit um?

Herausforderungen den Firmen

  • Veränderung der Geschäftsmodelle
    • Produkte verlieren ihren Wert
    • Gewonnene Daten gewinnen Wert
    • man zahlt für Services und Anwendungen
      • Geld fließt erst später, nicht bei der Anschaffung des Produktes
        (z.B. Microsoft Office)
  • Auswirklungen
    • im Unternehmen
      • Entfall der Arbeitsplätze die Maschinen übernehmen können
      • Entstehen von neuen Arbeitsplätzen (allerdings im IT)
      • Rollenveränderungen
      • Wandel der Kultur
      • Kreativität als Kernkompetenz
    • im privaten Alltag
      • Nutzung „digitaler Assistenz“
        (z.B. Navi, Alexa,..)
      • Service- Orientierung
        (z.B. Drive Now, Word,… )
      • „Digitale“ Kulturen
      • Denkweisen verändern sich
      • Menschen werden transparenter durch Infofreigabe

Potenzial

Sensoren sollen für die Umwelt entwickelt werden , um mehr Informationen (Daten) über die Umwelt zu erfahren die dann verarbeitet werden sollen.

(Gebiet = smart Environment – Überwachungen von natürlichen Ressourcen)

Bis 2020 à ca. 20 Milliarden Geräte am Markt

Sicherheitsrisiken

Daten sollen anonymisiert erhoben werden und die Unternehmen müssen sich mit Risikomanagement im Bereich der IT beschäftigen, um den Endkunden eine Sicherheit bieten zu können.

Neue Bildungsaufgabe

Wir müssen uns mit den neuen Technologien beschäftigen, wobei  ebenso das lebenslange Lernen angesprochen wird.
– Mit neuem experimentieren/ selbst Erfahrungen damit machen/ nicht nur Erwartungen stellen
– keine Beschwerden darüber das wir mit dem neuen nicht klar kommen/ nicht auskennen

Diskussionen

Entsteht durch die Vernetzung (Zuständigkeit eines Produktes für mehrere Zwecke) eine gewisse Abhängigkeit?

Im Großen und Ganzen bestand die Antwort darin, dass dies bewusst so von Unternehmen gewählt wird, da sie so mehr Dinge ihrer Marke verkaufen (entscheidet man sich für eine Samsung Linie – ist diese auch nur mit anderen Samsung Produkten kompatibel).

Eine weitere Feststellung ergab sich durch die Behauptung, dass zukünftig Qualitätsmanagement 4.0 und Ausbildung 4.0 auf uns zukommt, da komplette Ausbildungsberufe, durch die Digitalisierung neu definiert werden müssen.

Kommentiert wurde diese Aussage damit, dass es unterschiedliche Konzepte benötigt, die schon in der schulischen Ausbildung durchgeführt werden sollen. Dies ist ein langer Prozess, welcher bis zu 3 Jahrzehnte hinweg dauern kann und  Zielorientiert, jedoch nicht übereilig, angegangen werden muss (Geschichte: Tesla verwechselt LKW mit ein Stück Himmel oder selbstfahrendes Auto, welches Fußgänger nicht erkannte, darf nicht passieren).

Wir hacken Deutschland

In der Dokumentation des ARD wird die digitale Sicherheit in Frage gestellt…

Verbirgt sich hinter der Digitalisierung in Verbindung mit Smart-Homes, digitaler Infrastruktur, vernetzter Energieversorgung oder Smart Meters neben der automatisierten und fernsteuerbaren Möglichkeit in der Handhabung nicht unsere Angreifbarkeit? Alles was digital vernetzt und gesteuert werden kann von nun an auch angegriffen bzw. gehakt werden…

In der Dokumentation zeigte man anhand eines Hotels, das Temperaturen des Tiefkühlers, Glühbirnen, Türen und Fenster oder auch Alarmanlagen vernetzt und über Smart-Phones steuerbar sind. Tatsächlich ist es so, dass dies das Hotel angreifbar gemacht hat. Bei einem Versuch in das Hotel einzubrechen, konnte innerhalb kürzester Zeit die Verschlüsselung über die zwar gesicherte, jedoch leicht zu knackende Smart-Glühbirne und somit die mit dem Netz verbundene Türe und Alarmanlage geknackt werden. Eine Möglichkeit dies zu tun, ist der Einsatz von Drohnen, die einfach über das Hotel fliegen und so an Daten kommen. So sieht man, dass Smart-Homes bzw. in diesem Fall das Hotel durch mehrere Verbindungen über einen einfachen Zugang (über die Glühbirne) vollständig gehackt werden kann.

  • Ist uns dieser Automatismus und die Fernsteuerbarkeit wirklich wichtiger als unsere Sicherheit vor solchen Angriffen?

In der Ukraine ist die Digitalisierung noch nicht soweit vorangeschritten, wie beispielswiese in westlicheren Teilen in Europa. Umso häufiger wird sie Opfer von digitalen Angriffen, was uns nur noch mehr zeigen soll, wie einfach es sein kann z.B. Stromversorgungen ganzer Städte oder Länder zu haken, an ihre Daten zu kommen oder diese zu steuern.

  • Können uns unsere heimischen Stromversorger also Sicherheit versprechen?

Ein weiteres Beispiel hierzu war das Blackout in Teilen Europas im Jahre 2006. Eine planmäßige Abschaltung von zwei Hochspannungsleitungen sorgte so für Stromausfall in mehreren Teilen Europas.
Mit den richtigen Codes und Hackern ist es also möglich nicht nur einzelne Personen oder Haushalte, sondern fast ganze Kontinente zu hacken.

  • Bleibt diese Ungewissheit ständiger Belgleiter der Digitalisierung und Vernetzung der heutigen Zeit?
  • Ist das wirklich unsere Vorstellung der modernen Zeit?

Auch in Deutschland zeigten Hacker wie sie durch falsche Passworteingaben und dann Neueinstellungen Windräder hacken konnten.

  • Wie kann das möglich sein?
  • Wieso wird die Stromversorgung nicht besser verschlüsselt
  • Welche Auswirkungen können so ein Hack auf die Bevölkerung haben?

Worin Spanien Deutschland um Jahre voraus ist – die Smart-Meters. Strom, das mit dem direkten Stromversorger vernetzt ist und digital Verbrauche analysiert und registriert. Durch diese Smart-Meter können die Produktion sowie Lieferung des Stroms optimiert werden.
In Spanien Alltag, in Deutschland noch in Planung. Die Smart-Meters befinden sich hier noch in ihrer Planungs- und Bauphase und wiesen bereits Sicherheitslücken auf. Dennoch ist es in Zukunft flächendeckend geplant die Stromversorgung zu digitalisieren. Wie bereits gesagt, sobald ein System im Netzt ist, ist es vor Hack-Angriffen nicht mehr geschützt.

  • Und wer soll am Ende für etwaige Schäden oder Angriffen haften?
  • Wie können wir uns davor schützen?

Fragen auf die wir nach wie vor nach Antworten suchen. Fragen, die uns die Zukunft, Technik und der Staat hoffentlich bald beantworten können.


[1] https://www.austrian-standards.at/infopedia-themencenter/infopedia-artikel/internet-der-dinge-iot/

[2] https://derstandard.at/2000067809433/Regeln-fuer-die-total-vernetzte-Welt-gesucht

[3] https://www.youtube.com/watch?v=byGnESGnwcM

05 Dez

Internet der Dinge

Grafik: https://www.acalbfi.com/de/IoT/

Das Internet der Dinge

Definition:

Im Jahr 1999 wurde der Begriff erstmals von Kevin Ashton erwähnt. Um die Jahrtausendwende begann, wegen der Verbreitung von WLAN und Bluetooth, die erste Phase der „Vernetzung von Werkzeug, und Armbanduhr und Schuhe, Jacke, Auto, Stuhl und Teppichböden“, welche die einfachste Form des IoT ist. (Alois Ferscha, Vorstand desIOTInstituts für Pervasive Computing an der Universität Linz)

„Das Internet der Dinge (englisch: Internet of Things, kurz IoT) bezeichnet die Verknüpfung eindeutig identifizierbarer physischer Objekte mit einer virtuellen Repräsentation innerhalb einer Internet-ähnlichen Struktur.

Objekte, Menschen, Systeme und Informationsquellen verbinden sich darin zu einer Infrastruktur, die in der Lage ist, mit Hilfe intelligenter Services Informationen sowohl aus der realen wie auch aus der virtuellen Welt zu verarbeiten. Darüber hinaus ist das System in der Lage, auf diese Informationen zu reagieren“ und autonom zu handeln.
https://www.austrian-standards.at/infopedia-themencenter/infopedia-artikel/internet-der-dinge-iot/(zuletzt aufgerufen am 02.12.18)

 

Beispiele:
  1. Waschmaschine:

Wenn eine Waschmaschine mit dem Internet verbunden wird, wird sie zu einem „intelligenten Gegenstand“. Sie ist dann im Stande mit den Menschen (über ein internetfähiges Gerät) zu kommunizieren sowie mit anderen Devices, die mit dem Internet verbunden sind.

  • wann ist die Wäsche fertig
  • startet, wenn der Strom dazu am günstigsten ist
  1. Kühlschrank:

Ist der Kühlschrank leer, wird dies erkannt und per Onlineshopping neu befüllt. Dies geschieht je nach persönlichen Präferenzen, die über eine gewisse Zeit lang mittels Datensammlung angehäuft wurde.

weitere Beispiele: Elektroautos, Smarthouse, Straßenlaternen, Smartwatch
https://derstandard.at/2000067809433/Regeln-fuer-die-total-vernetzte-Welt-gesucht (zuletzt aufgerufen am 02.12.18)

Ziel des IOT: (Internet of Things)

Das Bestreben des Internets ist es, die virtuelle Welt mit der realen Welt zu verbinden, um folgende Dinge zu gewährleisten:

  • Sicherheit
  • Einfachheit
  • Ökonomie
Keine Zukunftsmusik – durch neue Technologien:
  • RFID (radio-frequency-identification)

Ein RFID Code Chip wird an unterschiedlichen Gegenständen montiert. Er gibt den Dingen eine eigene Identität. Jener kann mit einem Gedächtnis verglichen werden, das Entscheidungen treffen kann. Sämtliche Daten können in Millisekunden verarbeitet werden und die Resultate mit einem Steuerungs- und Handlungsauftrag per Feedback-Schleife in unsere Welt zurückspielen. Es bildet sich eine sogenannte Schwarmintelligenz.

Fraglich:

  • Konzerne – Arbeitsplätze
  • Datenschutz (Optimierung, Analyse) – Hacker
  • Transparenz
Offene Werkstatt: „Das Internet der Dinge – die nächste digitale Revolution.“
  • Wie verändert sich künstliche Intelligenz („SMARTE“ Dinge) unser Leben?
  • Wie gehen wir damit um?
Herausforderungen:
  • Veränderung der Geschäftsmodelle
    • Produkte verlieren ihren Wert
    • Gewonnene Daten gewinnen Wert
    • man zahlt für Services und Anwendungen
    • Geld fließt erst später, nicht bei der Anschaffung des Produktes
      (z.B. Microsoft Office)
  • Auswirkungen
    • im Unternehmen
    • Entfall der Arbeitsplätze die Maschinen übernehmen können
    • Entstehen von neuen Arbeitsplätzen (allerdings im IT)
    •  Rollenveränderungen
    • Wandel der Kultur
    • Kreativität als Kernkompetenz
  • Im privaten Alltag
    • Nutzung „digitaler Assistenz“
      (z.B. Navi, Alexa,..)
    • Service- Orientierung
      (z.B. Drive Now, Word,… )
    • „Digitale“ Kulturen
    • Denkweisen verändern sich
    • Menschen werden transparenter durch Infofreigabe

https://www.youtube.com/watch?v=byGnESGnwcM (zuletzt aufgerufen am 02.12.18)

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