11 Jul

Vernetzung – globaler Austausch übers Internet

Grenzüberschreitende Vernetzung über Netzwerke ist ein wichtiger Aspekt der Globalisierung. Doch was bewirkt sie in der Gesellschaft, Ökonomie und Kultur?

Vernetzung ist ein Phänomen, bei dem verschiedene Personen oder Personengruppen miteinander in Kontakt treten und durch ihr Handeln Ursache-Wirkungs-Beziehungen entstehen. Gerade in Zeiten, in denen Menschen miteinander inter- und transnational kommunizieren, wird die Rolle der Vernetzung in unserem Leben deutlich wichtiger. Längst ist das Netzwerk zu einem Meta-Medium des täglichen Lebens und zu einem natürlichen Begleiter im Alltag geworden, immer und überall. Über das Internet und mithilfe verschiedenster Tools wird kommuniziert und Information ausgetauscht. Vernetzung findet besonders auf sozialen Netzwerken in größerer Form statt. Diese Netzwerke dienen nicht nur zum Austausch und Informationszwecken, sondern werden auch als Plattformen für Meinungs- und Erfahrungsaustauch, aber auch für politische Bewegungen genutzt. Das schnelle Wachstum, der sozialen Medien zeigt, dass Konnektivität weniger ein technologischer, als vielmehr ein sozialer Prozess ist.

Der deutlichste und plausibelste Indikator für den Megatrend der Konnektivität ist die Zunahme der Internetnutzung. Doch die Vernetzung ist kein Phänomen, das sich auf die westliche Welt beschränkt. Die meisten Online-Nutzer befinden sich in China, und mehr als die Hälfte der 20 Länder, die Spitzenreiter in der sind, gehören zu den Schwellen- und Entwicklungsländern. Soziale Netzwerke spielen eine wichtige Rolle bei der zunehmenden globalen Vernetzung. Fast die Hälfte aller Österreicher und Österreicherinnen nutzen sozialen Netzwerken.

Social Media, Verbindungen, Vernetzung
www.pixabay.com

Netzkultur

Der Begriff „Netzkultur“ bezieht sich nicht auf „Internetkultur“ oder „Cyberkultur“, also die ausschließlichen kulturellen Formen des Internets, sondern allgemein auf die gegenwärtige Herausbildung von Alltagskultur in zunehmend vernetzten Beziehungen. Eine solche Veränderung bezieht sich zwar auf den mit der Digitalisierung verbundenen Medienwandel, geht aber über ihn hinaus. Der Soziologe Manuel Castells beschrieb mit seinem Konzept der Netzwerkgesellschaft, dass im Zusammenspiel von neuen technologischen Paradigmen und sozialer Organisation das „Netzwerk“ zunehmend zum Prinzip der Gesellschaft geworden ist. Durch die grenzüberschreitenden Netzwerke entwickelt sich die Netzwerkgesellschaft zu einem globalen Phänomen.

Castells bezeichnet die Kultur der Netzwerkgesellschaft als eine „Kultur der realen Virtualität“. Den aktuellen und nachhaltigen Kulturwandel argumentier Castells durch die Tatsache, dass Kultur im Allgemeinen durch Kommunikation vermittelt wird, so wie die kulturelle Bedeutungsproduktion in der Kommunikation im Besonderen verdeutlicht wird. In einer Zeit, in der sich die Kommunikationsformen mit der Einführung der digitalen Medien stark verändern, kann dies als Ausdruck des kulturellen Wandels verstanden werden. Castells beschreibt daher die heutigen Netzkulturen als „Kultur der realen Virtualität“, weil sie „virtuell“ in dem Sinne sind, dass sie auf symbolischen, medial vermittelten Handlungen beruhen. Diese Kulturen sind „real“, da sie den Raum des täglichen Lebens bestimmen.

„Vernetzter Individualismus“ kann als die charakteristische soziale Form dieser vernetzten Kulturen identifiziert werden. Der Begriff des vernetzten Individualismus beschreibt die Tatsache, dass Menschen heutzutage als vorherrschende Form der Sozialität ihr Leben zunehmend in bestimmten und thematisch orientierten Netzwerken organisieren. Also führen nicht nur die digitalen Medien, wie Mobiltelefone und Internet, zum „vernetzten Individualismus“, aber sie können dennoch als „materielle Unterstützung“ angesehen werde.

Mobiler Internetzugang

Der mobile Netzzugang über verschiedene technische Geräte ist längst zur Normalität geworden. In einer hypermobilen Gesellschaft wollen Menschen jederzeit und überall Zugang zu E-Mail, sozialen Netzwerkprofilen und Informationen haben. Die Verbreitung von Smartphones macht dies für die Menschheit einfacher. Heute gibt es bereits sechs Milliarden Mobilfunkverträge in der Welt; 2005 waren es noch 2,2 Milliarden, im Jahr 2000 nur 719 Millionen. Nahezu 16% der Weltbevölkerung nutzen den mobilen Internetzugang, wobei ein großer Abstand zwischen Europa (36,6%) und Afrika (3,3%) liegt. Der mobile Handel wird auch zu einer wichtigen Triebkraft für den Handel der Zukunft. Während Smartphones heute noch hauptsächlich dazu verwendet werden, Informationen zu Produkten abzurufen (62% der Smartphone-Nutzer), werden sie in der nahen Zukunft für den Kauf selbst genutzt. Der Anteil der M-Commerce-Verkäufe wird in den kommenden Jahren deutlich zunehmen und der Markanteil dieser Branche wird immer größer.

Datierung der Welt

Jede Tätigkeit im Netz hinterlässt Spuren von Daten. Neben Computern, Mobiltelefonen und Webanwendungen sammeln auch Autos, Händler mit Bonusprogrammen, medizinische Geräte usw. unsere Daten. Big Data nennt man diese riesige Datenmenge die unmöglich zu bearbeiten und filtrieren ist durch Standarttools. Bereits heute existieren in der digitalen Welt 2,7 Zettabytes (1 Zettabyte = 10 hoch 21 Bytes) an Daten. Es wird geschätzt, dass bis 2020 jedes Jahr 35 Zettabytes an Daten produziert werden. Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von 60%. Jeden Monat werden drei Milliarden Inhalte auf Facebook online gestellt. Jeden Tag werden Milliarden von Textnachrichten und Millionen Nachrichten über soziale Netzwerke und Blogs verschickt. Die Herausforderung besteht nun darin, die gesammelten Daten sinnvoll zu organisiere, zu bewerten und zu interpretieren. Diese Daten verursachen nicht nur große Veränderung in der Gesellschaft und der Kultur, sondern nutzen auch Unternehmen Kundenverhalten und Vorlieben zu erkennen und ihr Angebot den Kunden passend zu gestalten.

Social Media Marketing

Die Konnektivität führt unteranderem auch zu verschiedenen Möglichkeiten im Handel. Eines dieser Möglichkeiten ist das Social Media Marketing (kurz SMM). SMM macht von den verschiedenen Formen der sozialen Medien Gebrauch, um potenzielle Abnehmer und Abnehmerinnen eines Unternehmens zu erreichen. Die Basis und essenziellen Bausteine eines erfolgreichen SMM sind der Kontakt mit den Nutzern, Authentizität, Ehrlichkeit, Transparenz in der Kommunikation und Kritikfähigkeit. Dadurch soll eine Vertrauensbasis geschaffen und loyale Kundschaft gewonnen werden. Die starke Vernetzung auf sozialen Medien spielt dabei eine große Rolle, da Inhalte viel schneller verbreitet und im besten Fall viral werden. Jedoch muss bedacht werden, dass im Negativfall Missgeschicke sich auch schnell verbreiten und eine Welle von Kritik und Shitstorm verursachen können. Trotz dessen gibt es sowohl international auch national viele Unternehmer und Unternehmerinnen, die diese Schiene des Marketings gewählt haben. Eine davon ist die Merve Körpe, eine junge österreichische Kleinunternehmerin, die ihre personalisierten Stickereien unter ihrem Instagram-Benutzernamen @myworldofcrossstitch verkauft. Im Folgenden finden Sie einen Podcast zum Thema Social Media Marketing mit den Erfahrung der Unternehmerin in diesem Bereich und Tipps und Tricks für Neueinsteiger und Neueisteigerinnen dieser Marketingschiene.

Interview mit Merve Körpe

Quellen

Hepp, A. (2010). Netzwerk und Kultur. In Handbuch Netzwerkforschung (pp. 227-234). VS Verlag für Sozialwissenschaften. Abgerufen 08.07.2020 von https://www.academia.edu/7990893/Netzwerk_und_Kultur

Kraus & Partner. (o.D.). Vernetzung – Definition. Abgerufen 08.07.2020 von https://www.kraus-und-partner.de/wissen-und-co/wiki/vernetzung

Schuldt, C. (2012). Konnektivität: Die Vernetzung der Welt. Zukunftsinstitut. Abgerufen 08.07.2020 von https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/konnektivitaet-die-vernetzung-der-welt/

Wirtschaftskammern Österreichs. (April 2020). SOCIAL MEDIA ERFOLGREICH NUTZEN. Abgerufen 08.07.2020 von https://www.wko.at/service/innovation-technologie-digitalisierung/wko-guide-social-media.pdf

Kreutzer, R. T., & Hinz, J. (2010). Möglichkeiten und Grenzen von Social Media Marketing (No. 58). Working Papers of the Institute of Management Berlin at the Berlin School of Economics and Law (HWR Berlin). Abgerufen 08.07.2020 von https://www.econstor.eu/bitstream/10419/74329/1/746045727.pdf

25 Jun

E-Learning – Schule der Zukunft?

Am 16.03.2020 wurde der Unterricht an Schulen, wegen der hohen Ansteckungsgefahr durch COVID-19, auf Anweisung der Bundesregierung, durch Distance-Learning / Homeschooling ersetzt. Die Schulen standen nur noch für Schüler/innen offen, die zu Hause nicht betreut werden konnten. Zu Beginn wurden Lehrer/innen angehalten, Übungsmaterial für ihre Schüler/innen herzustellen, um den Stoff, der bis dorthin gelehrt wurde, zu vertiefen. Neue Inhalte konnten nach Ostern vermittelt werden bis zur Wiedereröffnung der Schulen, welche Mitte Mai erfolgte.

Nun stellt sich die Frage wie das Homeschooling (Home-Learning) tatsächlich umgesetzt wurde, wenn wir davon ausgehen, dass die Schüler/innen zu Hause einen Zugang zu Computern und Internet hatten. (vgl. Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, am 16.04.2020: https://www.bmbwf.gv.at/Ministerium/Informationspflicht/corona/corona_status.html)

Durch zahlreiche Gespräche mit Lehrpersonen, fiel uns auf, dass einige Tools vermehrt verwendet wurden wie: Schoolfox und WhatsApp zum Kommunikationsaustausch, wobei die Lehrpersonen betonten, dass ihnen der Austausch über WhatsApp grundsätzlich unangenehm sei. Nur leider führte bei manchen Lehrkörpern kein Weg daran vorbei. Zum Vermitteln von Lerninhalten wurde gehäuft die Antonapp, Padlad (Wochenplan erstellen), learningapp.org (Lernspiele erstellen) und LMS (Lernen mit System, ähnlich wie Moodle) genutzt. 

Da die Schoolfox-App zurzeit sehr beliebt ist, haben wir uns da einige Gedanken gemacht und gehen im Folgenden näher darauf ein.

Schoolfox

https://schoolfox.com/lehrer/?ref=home

Schoolfox oder auch “der sicherer Schul-Messenger” genannt, ist derzeit eine beliebte App für Schulen, um die Kontaktaufnahme zwischen Lehrer/innen und Eltern zu erleichtern. Die App kann auf Smartphones, Tablets oder Computern installiert werden. Der Austausch und die Koordination werden durch gewisse Funktionen, die auf der App möglich sind, vereinfacht. Eltern können Mitteilungen digital Bestätigen oder sogar handschriftlich über das FoxSign unterschreiben. Listen, Elternsprechtage und Terminverwaltung können über Schoolfox ausgemacht und fixiert werden, die durch eine automatische Erinnerung bei allen, die es betrifft, aufscheint. Es gibt auch die Möglichkeit, die Übersetzungsfunktion zu wählen, um es für jede Person verständlich zu machen.

Das hört sich alles im ersten Moment für manche vielleicht großartig an, andere sehen es wiederum zweigeteilt oder lehnen es im Ganzen ab.

Warum könnte diese App Lehrer/innen und Eltern zusagen?
Vermutlich, weil der totale Einblick in das Schulgeschehen ihrer Kinder möglich gemacht wird. Noten, Hausübungen, Projekte und vieles mehr können Eltern mitverfolgen.

Die kritischen Augen in der Gesellschaft könnten es jedoch auch als Überwachung interpretieren. Der Begriff „Helikopter Eltern“ wird vielen bekannt sein und sagt genau das aus. Eltern, die gerne den Überblick über ihre Kinder nicht verlieren möchten, haben so die Chance jede Nichtigkeit zu erfahren.

In dem Kurier Artikel „App statt Mitteilungsheft: Wollen wir das?“ vom 11.01.2018 wird eine Wiener Kinderpsychologin zitiert, die meint, dass solch eine Überwachung, Kindern nicht guttun würde.
Geheimnisse vor den Eltern zu haben ist wichtig, um sich selbst auszuprobieren und seine eigenen Grenzen zu testen. Auch das Erfahren von Konsequenzen, durch fehlerhaftes Verhalten ist ein Teil der Entwicklung, die Kinder durchleben sollten. Jede/r von uns kann eine Geschichte aus der eigenen Kindheit erzählen, in der man etwas Verbotenes gemacht hat. Dürfen die nächsten Generationen keine eigenständigen Entscheidungen mehr treffen. Ist Überwachung unsere neue Zukunft?

Die App verspricht auch einen Einblick in den Schulalltag. Bildmitteilungen können versendet werden, wo sich wiederum die Frage stellt, inwieweit Fotos von Kindern versendet werden sollen und dürfen? Es ist zwar eine nette Idee, aber ist es wirklich nötig sofort nach jedem Lehrausgang Fotos am Handy oder Computer davon zu haben? Bilder können auch am Ende des Schuljahres auf eine CD kopiert werden und als Abschlussgeschenk mit nach Hause genommen werden. Die Schüler/innen können auch ohne Fotos ihre Eindrücke der Lehrausgänge oder der Projekte schildern. Sollte man als Lehrperson, nicht im Geschehen aktiv dabei sein und weniger darauf achten, dass schöne Fotos entstehen, die man den Eltern auch schicken kann.

Einen sehr positiven Aspekt hat die App-die Übersetzungsfunktion. Endlich wird auf die Sprachbarriere der einzelnen Familien eingegangen. Es gibt leider erst 14 Systemsprachen, aber es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Mehrsprachigkeit wird uns weiterhin begleiten. Es war an der Zeit, Wege für eine Kommunikation zwischen den Schulen und Familien mit einer anderen Erstsprache zu schaffen.

Dennoch sollten sich Lehrperson über die Überwachungschance, die für Eltern erschaffen wird, bewusst sein. Als Terminvereinbarung für Elterngespräche und wichtigen Mitteilungen ist die App sehr sinnvoll. Besonders für Eltern mit einer anderen L1. Jedoch ob Hausübungen und Noten wirklich ersichtlich sein sollen, ist zu reflektieren.

Zudem gilt es Lehrperson zu bedenken, ob man Schoolfox wirklich nutzen möchte. Neben den erwähnten positiven Aspekten, sollte man sich fragen, ob man denn wirklich so einfach, nonstop und ständig für die Eltern erreichbar sein möchte. Natürlich muss man nicht rund um die Uhr auf die App schauen und zugreifen, aber man kann trotzdem zu jedem Zeitpunkt Nachrichten erhalten. 

Lerncafe

Die erste Frage, die sich wohl viele stellen werden, ist: “Was genau ist denn ein Lerncafé?”. In den Lerncafés werden Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 15 Jahren beim Lernen, Hausaufgaben und der Vorbereitung auf Schularbeiten und Tests unterstützt. Das Schöne daran ist, dass dieses Angebot kostenlos ist. Das hat den Grund, dass gerade Familien, deren Kinder dringend Hilfe bei der Bewältigung der Hausaufgaben und der Vorbereitung auf Schularbeiten und Tests brauchen, sich oftmals einfach eine Nachhilfe leisten können. Daher hat die Caritas ein kostenloses Lern- und Nachmittagsbetreuungsangebot ins Leben gerufen. Dieses soll Familien unterstützen, die sich keine herkömmliche Nachhilfe leisten können. Im letzten Schuljahr konnten 96% der Schüler*innen das Schuljahr positiv abschließen. 

Lerncafés gibt es natürlich nicht nur in Vorarlberg, sondern in ganz Österreich. Insgesamt gibt es 54 Lerncafés in ganz Österreich und dort werden 2100 Schüler*innen betreut. 

Jedes Lerncafé hat eine*n Koordinator*in (in manchen Fällen gibt es auch zwei), die das Lerncafé leitet und die organisatorischen Aspekte übernimmt. Das Herz der Lerncafés sind in jedem Fall die zahlreichen Freiwilligen, die ihre Freizeit den Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stellen und bei den Hausaufgaben helfen. Viele von ihnen sind bereits pensioniert, haben aber große Freude an ihrer Arbeit mit den Kindern. Österreichweit dürfen die Lerncafés auf 940 (!!!) Freiwillige zählen. 

Über neue Freiwillige freut sich die Caritas übrigens immer, vielleicht gibt es ja auch ein Lerncafé in deiner Nähe? 😉 

Für unseren Podcast haben wir mit Bea Bröll, BA gesprochen. Sie ist Stellenleitung der neun Lerncafés der Caritas der Diozöse Feldkirch in Vorarlberg. Sie war auch viele Jahre lang die Koordinatorin des Lerncafés in Dornbirn und hat es mit aufgebaut. 

Wir haben mit Bea Bröll über ihre Arbeit in den Lerncafés und die Zeit der Schulschließungen, aufgrund von Covid19, gesprochen. Mit welchen neuen Herausforderungen sie zu kämpfen hatte, wie es mit dem Nachhilfeangebot weiterging und was in der Zukunft geplant ist, erzählt sie uns im Podcast. 

Nun stellt sich die Frage, welches Tool das Lerncafe vermutlich nutzen könnte. Eine Möglichkeit wäre, die von Microsoft entwickelte Plattform, “Teams”:

Teams

Was ist Teams eigentlich?

Microsoft hat diese Plattform entwickelt, um eine Art „Online-Arbeitsplatz“ zu schaffen. Teams vereint mehrere Produkte von Microsoft365 (Outlook, SharePoint, Skype) mit sozialen Medien, wie Twitter. Es gibt eine Chat-Funktion (auch Video-Chat), die Möglichkeit, Meeting zu erstellen und beizutreten und das Teilen des gewohnten Microsoft Office-Dokuments (Word, PowerPoint, etc.). Ein gemeinsames Arbeiten und eine Kommunikation zwischen ArbeitskollegInnen sollen so, trotz des Arbeitens von Zuhause aus, gewährleistet werden. Das Home-Office soll damit also ermöglicht bzw. vereinfacht werden.

Um seine Aufgaben und Termine im Überblick zu behalten, bietet Teams außerdem eine Kalender- und Aufgaben-Funktion, welche auch für den Schul-Gebrauch relevant sein können (darauf gehe ich im Folgenden nochmals näher ein).

Wer kann Teams nutzen?

Jede/r die/der Microsoft365 bereits installiert hat, erhält nach einem Update, automatisch die neue Plattform. Windows-, Android- und iOS-Nutzer/innen können sich Teams auch auf ihr Smartphone oder Tablet laden. Als Lehrkraft, SchülerIn oder StudentIn ist der Zugang zu einem Microsoft Office-Konto kostenlos.

Wie funktioniert die Plattform?

Textfeld: Auf der Startseite findet man in dieser Navigations-Leiste alle Funktionen, die Teams anbietet. Zu Beginn wird einem immer der Punkt „Aktivitäten“ angezeigt, bei dem man auf einem Blick sehen kann, welche Aufgaben noch zu erledigen sind, welche Meetings anstehen, etc.
Auf der Startseite findet man in dieser Navigationsleiste alle Funktionen, die Teams anbietet. Zu Beginn wird einem immer der Punkt „Aktivitäten“ angezeigt, bei dem man auf einem Blick sehen kann, welche Aufgaben noch zu erledigen sind, welche Meetings anstehen, etc.
Unter dem Punkt „Chat“ kann man einzelnen Person Nachrichten schicken.
Textfeld: Unter dem Punkt „Chat“ kann man einzelnen Person Nachrichten schicken.
Hier kann man seine „Teams“, also Gruppen, erstellen und im Überblick behalten. Dabei entsteht eine Art Gruppenchat, an dem sich ausgewählte Mitglieder beteiligen können.
Der Kalender ermöglicht der Nutzerin/dem Nutzer, ihre/seine Termine im Überblick zu behalten.
Textfeld: Hier kann man seine „Teams“, also Gruppen, erstellen und im Überblick behalten. Dabei entsteht eine Art Gruppenchat, an dem sich ausgewählte Mitglieder beteiligen können.
Unter dem Punkt „Anrufe“ findet man all seine Kontakte, welche man hier anrufen kann. Sowohl ein Video-Anruf als auch ein Audio-Anruf ist möglich.

Wie kann Teams im Unterricht eingesetzt werden?

Gerade während des Home-Schoolings, konnte diese Plattform als virtueller Klassenraum dienen. Die Lehrperson konnte ein „Team“ mit allen Klassenmitgliedern erstellen und alle relevanten Informationen, Unterlagen und Aufgaben darin teilen. Auch die Video-Anrufe konnten hier sehr einfach gestartet werden. Das nächste Meeting konnte dann einfach im Kalender vermerkt werden (so diente der Kalender als eine Art Stundenplan). Bei persönlichen Fragen an die Lehrperson oder an die Schülerin / den Schüler, konnte ganz einfach ein persönlicher Austausch mit der Chat-Funktion gestartet werden.

Aber auch in Zukunft bietet sich Teams als Organisations-Plattform für den Unterricht an. Termine und Aufgaben können so gut im blick behalten werden. Der Vorteil ist, wenn ein Schüler oder eine Schülerin mal vom Unterricht abwesend sein sollte, ist es ihr/ihm trotzdem möglich alle wichtigen Informationen und Aufgaben zu verfolgen bzw. zu erledigen, da diese hier festgehalten werden können.

Die SuS können ihre Aufgaben nicht nur im Überblick behalten, sondern auch direkt an die Lehrperson schicken und abgeben.

Diese Plattform eignet sich bestimmt sehr gut für SuS, welche sich bereits mit dem Computer etwas besser auskennen, bzw. mit dem Online-Learning im Allgemeinen etwas vertrauter sind. Ob PrimarstufenschülerInnen mit diesem Tool genauso gut umgehen können, ist fraglich.

24 Jun

Professionelle Hilfe bei Cybermobbing und Hass im Netz

Hier findest du einige Anlaufstellen, die Beratung zum Thema Cybermobbing und Hass im Netz anbieten.

Als Lehrperson kann es durchaus vorkommen, dass man Cybermobbing-Fälle an der eigenen Schule erlebt. Hier ist es wichtig zu wissen, wo und bei wem man Hilfe und Unterstützung bekommt. Noch wichtiger ist es dies zu wissen, wenn man selber Opfer von Cybermobbing ist.

Hier findest du ein paar Adressen:

Safer Internet
Safer Internet stellt sowohl für Lehrende als auch für Kinder und Jugendliche eine Vielfalt an Informationen zum Thema zur Verfügung. Safer Internet bietet sogar Workshops für Kinder und Jugendliche in Schulen an.

147 Rat auf Draht
Bei Rat auf Draht können Jugendliche jederzeit kostenlos und vertraulich anrufen und werden beraten zu allen Themen, die sie beschäftigen.

ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit
Der Verein ZARA bietet ebenfalls die Möglichkeit einer Beratung an und stellen auch online eine Meldestelle für Cybermobbing-Vorfälle zur Verfügung. Auch Außenstehende können dieses Service nutzen.

Zu diesem Thema ist hier nun ein Interview mit einer Betroffenen, die in ihrer Schulzeit Cybermobbing erlebt hat.
Podcast:

23 Jun

Vorreiter totaler Überwachung

Chinas Sozialkreditsystem

Seit 2014 wird in unterschiedlichen chinesischen Regionen, das Sozialkreditsystem erprobt. Hierbei handelt es sich um ein Bewertungssystem, das das Verhalten der Bevölkerung kategorisiert und bewertet.

Gleiches Startfeld

Jede Person startet mit demselben Punktestand. Hierbei bringen Aktivitäten, wie zum Beispiel, zu schnelles Autofahren, oder auch das über die Straße gehen bei Rot, Minuspunkte. Wenn man älteren Personen hilft, in dem man sie beispielsweise über die Straße begleitet, erhält man hingegen Pluspunkte.

Der Alltag der Personen ist geprägt von Aktionen, die sich in irgendeiner Weise auf ihr Punktekonto auswirken. Zu wenige Punkte am Konto haben negative Folgen für die Person: die Kreditwürdigkeit sinkt, Beförderungen sind nicht möglich, aber auch der Erwerb von Flug- und Zugtickets wird erschwert. Überall lauern potenzielle Sanktionen. Je höher der Punktestand, desto höher die Benefits, wohingegen auch die Familie und Bekannte davon profitieren können.

Kontrolliert werden die Personen über die vielen Überwachungskameras, die das chinesische Stadtbild prägen. Diese sind bereits mit Gesichtserkennungssoftwares ausgestattet und tracken so täglich die Bevölkerung.

Der Sinologe, Martin Winter gibt in einem Podcast-Interview interessante Einblicke in die chinesische Gesellschaft.

Bei Baidu, Alibaba und Tencent handelt es sich um drei Internetgiganten, die großen Einfluss auf das Leben der in China lebenden Bürger haben.

Eine App für (fast) alles?

Die App „WeChat“ bietet verschiedene Features an: Neben den klassischen Kommunikationsfunktionen, wie Videotelefonie und das Senden und Empfangen von Sprachnachrichten, kann mit der App außerdem bezahlt werden. Aber auch Arzttermine können bequem vereinbart werden. Die App sammelt alle Daten und leitet einen Großteil an die chinesische Regierung weiter.

So praktisch die App mit ihren verschiedenen Funktionen auch ist, umso gläserner wird hingegen die Person, die sie bedient.

Mehr zu den Funktionen der WeChat App findest du hier.

Auch in Europa hat die Sammelwut von Daten Einzug genommen. Karten von Jö oder Payback motivieren uns bei unseren Einkäufen möglichst viele Punkte zu sammeln, um verschiedene Produkte günstiger oder sogar gratis erwerben zu können. Im Gegenzug teilen wir gerne unsere Daten und unser Konsumverhalten mit den Anbietern.  

Allerdings müssen wir uns vor Augen führen, dass es mittlerweile keine irrelevanten Daten mehr gibt. Niemand weiß, wozu die Regierung oder Unternehmen unsere preisgegebenen Informationen eventuell nutzen werden.

Das Teilen vermeintlich unwichtiger Daten sollte daher unbedingt mit Vorsicht genossen werden!

Erstellt von: Sarolt Bochnak, Roxane Grafl, Patrick Juen, Lara Sophia Staggl

Quellen: https://docplayer.org/147417734-Sozialkreditsystem-architektur-der-ueberwachung-katika-kuehnreich-im-gespraech-mit-angelika-hinterbrandner-alexander-stumm-und-georg-vrachliotis.html

https://www.sueddeutsche.de/digital/china-kredit-sesame-sozialkredit-ueberwachung-1.4442172

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/infografik-chinas-sozialkredit-system-15913709.html

https://www.republik.ch/2018/10/04/errichtet-china-die-erste-big-data-diktatur-des-21-jahrhunderts-nein

16 Jun

Hass im Netz

Hass im Netz wird von ZARA, einem Verein für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, wie folgt definiert:

„Hass im Netz kann sich auf unterschiedliche Weise manifestieren: Manche Inhalte diskriminieren pauschal ganze Bevölkerungsgruppen. Dies kann etwa über das Posten hasserfüllter Botschaften oder das bewusste Verbreiten von Falschinformationen und Fake News, die gezielt Unwahrheiten über eine bestimmte Personengruppe in die Welt setzen, passieren. Andere Formen von Hass im Netz richten sich gegen einzelne Personen und reichen von übler Nachrede über Beleidigung bis zu  Cyber-Mobbing.“

Was war die eigentliche Vorstellung vom Internet?
Das Internet ist ein Ort, wo eine Community Platz für den gegenseitigen Austausch hat und zwar für Leute aus unterschiedlichen sozialen und akademischen Backgrounds.

Doch was zeigt uns die Realität?
Es gibt Plätze im Internet, wo es genau so gehandhabt wird wie oben beschrieben: ein respektvoller Meinungsaustausch zwischen Personen unterschiedlicher Hintergründe. Jedoch gibt es genauso Orte im Internet, wo das nicht der Fall ist, da jeder ganz einfach Zugang bekommt.  Und hier kommen wir auch schon zur Schattenseite des Internets.

Folgende Aspekte unterstützen die Verbreitung von Hass im Netz:

*Anonymität: Diese ist mittlerweile nicht mehr allzu ausschlaggebend. Viele Posten auch unter ihrem Namen.

*Mimik, Gestik und Körperhaltung des Gegenübers wird nicht gesehen. Dadurch wird eine reflektierte Emotion vermisst, also die Resonanz geht verloren, was den „Angreifer“ frustriert, woraus wiederum eine gewisse Hemmungslosigkeit entsteht.

*Echokammereffekt: Man folgt Leuten mit ähnlichen Meinungen, wodurch die eigene Meinung immer weiter bestätigt und verstärkt wird.

*Filterblaseneffekt: Algorithmen schlagen automatisch ähnliche Inhalte vor,  wie jene, die bereits gesucht wurden.

*Echokammer + Filterblaseneffekt: Meinungen ecken immer weniger an, woraus eine Radikalisierung folgt.

ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit

Falls du dich irgendwann als Opfer eines Cybermobbing-Angriffs findest oder du als Außenstehender einen solchen Angriff wahrnimmst, hast du hier auf der Webseite von ZARA die Möglichkeit auf Beratung bzw. kannst du Vorfälle melden, auch anonym.

Text – Quellen:

Bild – Quelle:

Video – Quelle:

11 Jun

Zum Thema Vernetzung

Auf einmal hat man tausende von Freunden und Freundinnen, von denen man die meisten noch nicht einmal gesehen hat. Man erzählt ihnen, wo man gerade Urlaub macht, was man als nächstes vorhat, wie man sich gerade fühlt, in wen man gerade verliebt ist und wen man gerade gar nicht leiden kann. In sozialen Netzwerken, auch bekannt unter „Online-Communities“ oder „Social Networks“, präsentieren sich Nutzer/-innen in einem eigenen Profil mit möglichst vielen Angaben zu ihren Hobbies, Interessen, aktuellen Aktivitäten etc..

Facebook:

Was genau ist Facebook und wie funktioniert dieses?

Facebook ist ein großes internationales soziales Netzwerk, welches über 80 verschiedene Sprachen verfügt. Dieses wurde im Jahr 2004 von Mark Zuckerberg gegründet und zählt zu einem der größten sozialen Netzwerken weltweit.

Zu den Hauptfunktionen von Facebook zählen, das in Kontakt bleiben mit Menschen, Fotos und Videos teilen, chatten, verkaufen und kaufen (online Flohmarkt) und vieles mehr. Früher verwendete man Facebook als eine Art Online Jahrbuch der Universitäten und diente nur als Kommunikationsmittel für Mitglieder der Bruderschaft der Harvard University. Im Jahr 2006 wurde das Netzwerk auch für andere Nutzer geöffnet, wobei dieses im Jahr 2015 bereits mehr als 1500 Millionen Nutzer hatte.

Facebook können heutzutage Personen ab dem 13. Lebensjahr verwenden, indem sie es kostenlos herunterladen und online nutzen.

Merkmale und Funktionen:

  • Ein Profil erstellen
  • Posten/ Kommentieren von Inhalten
  • Chatten (Facebook Messenger)
  • Marketplace (Online Flohmarkt)
  • Stories und Live-Videos

Jedoch kann man nicht nur private Profile, sondern ebenso Seiten erstellen, welche für Unternehmen und Marken nützlich und von Vorteil sind. Ebenso können Facebook-Gruppen erstellt werden, um anderen Nutzern Dienstleistungen oder Produkte anzubieten. Diese Gruppen können privat oder öffentlich sein. Ebenso bietet Facebook Spiele an, um sich zu unterhalten, welches besonders für jüngere Nutzer ein ansprechender Aspekt ist.

Oftmals ist im Zusammenhang mit Facebook zu vernehmen, dass Inhalte und Informationen von Nutzern eingesehen werden können. Dieses kann man jedoch in den Privatsphäre-Einstellungen selbst festlegen und somit bestimmen wer Inhalte, Fotos, Beiträge und vieles mehr sehen und auf diese zugreifen kann. Hierbei kann man selbst entscheiden ob man die Privatsphäre-Einstellungen für jeden Post oder nur bestimmte anwendet.

Über den Privatsphäre-Check erhaltet ihr einen schnellen Überblick über die aktuell festgelegten Einstellungen. Hier prüft ihr, wer eure Beiträge sehen kann, welche Apps Zugriff auf eure Daten haben und welche Profilinformationen von wem angesehen werden können.

WhatsApp:

Wie funktioniert WhatsApp?

WhatsApp ist ein internationaler Messenger, welcher als Alternative zur SMS gesehen wird. Durch eine Internetverbindung kann die App über das Smartphone (alle Smartphones unterstützen die App) genutzt werden. Weltweit verwenden mehrere Millionen Menschen die App, welche somit als eine große soziale Plattform gilt. Prinzipiell kann jeder die App nutzen, wobei es jedoch Altersbeschränkungen gibt.

Installation:

  • App installieren
  • Handynummer eingeben und verifizieren (SMS mit einem Zugangscode wird an die Rufnummer versendet-> Code wird dann in die eigentliche App eingegeben)
  • Synchronisierung mit den eigenen Kontakten (App erkennt welcher Kontakt auch die App verwendet)
  • Man kann nur mit Personen kommunizieren, welche die App ebenfalls nutzen -> Differenz zur herkömmlichen SMS
  • Um mit einem Kontakt zu chatten einfach auf diesen klicken und die geplante Nachricht verfassen und senden.
  • Telefonate, mediale Inhalte möglich

Vorteile:

  • Kostenlos
  • Unbegrenzte Nutzung
  • Kommunikation mit mehreren Nutzern zur selben Zeit möglich (Gruppen)
  • Nutzung via WLAN oder mobiler Internet-Verbindung
  • Mediale Inhalte können verschickt werden
  • Kann auf dem PC verwendet werden

Nachteile:

  • Wurde von Facebook aufgekauft -> stellt Datenschutz infrage
  • Facebook weiß nicht was Personen chatten, jedoch weiß es den Zeitpunkt und die Dauer der Konversation.
  • Werbung

Warum ist WhatsApp kostenlos?

Die App nutzt eine Internetverbindung, wobei der Versand nicht über den persönlichen Handy-Provider angerechnet wird. Wählt man sich jedoch ohne eine Internet-Flat ins mobile Internet ein so entstehen Kosten.

Instagram:

Instagram gehört zum Mutterkonzern Facebook, und arbeiten deshalb eng miteinander, es handelt sich um ein privat genutztes internationales Netzwerk mit mehreren Millionen Nutzern. Es werden Informationen zur  Person gesammelt, wie z.B. die Aktivitäten auf der Plattform und auf Webseiten, welche dann unter anderem für personalisierte Werbung genutzt werden.  Ebenso findet ein Datenaustausch mit Facebook statt, welchen man jedoch sowie den   Zugriff  Dritter auf die eigenen Beiträge und privaten Daten beschränken kann. Hierfür  muss man unter Einstellungen und dann Privatsphäre und  Sicherheit  einstellen, standartmäßig ist das Konto  jedoch öffentlich, somit  kann  jeder die gemachten Fotos Videos und auch Storys sehen und kommentieren. Personen denen man Nachrichten  schreibt  sowie  Follower können wenn man  selbst auf Instagram des letzte Mal  aktiv war. Entweder steht die Zeit  der letzten Aktivität neben dem Profilfoto,  oder es wird mit einem  grünen Punkt symbolisiert dass man gerade  online ist. Unter den Einstellungen ist es auch  möglich den  Aktivitätenstatus  zu verbergen.   Es ist möglich Follower  zu  entfernen  oder diese zu blocken, ebenso ist es möglich Storys und Live-Videos vor bestimmten Personen zu  verbergen. Eine Verknüpfung mit Facebook, bei welcher die eigenen Storys und Fotos und Videos automatisch auf Facebook geteilt werden ist auch   möglich. Man selbst kann auf Fotos, Videosund  Storys markiert werden, wodurch  diese dann automatisch auf   dem eigenen Instagramprofiel   hinzugefügt werden, diese Einstellung lässt sich auch ändern. Ebenso greift Instagram standardmäßig auf deinen Standort zu, welche erfasst und gespeichert werden und ggf. für lokale Werbung genutzt wird.  Dadurch können genaue Bewegungsprofile der Nutzer erstellt und mit  Facebook geteilt werden. Jedoch können selbst die striktesten Privatsphäre-Einstellungen nicht verhindern  dass Instagram, Facebook, Google usw. zahlreiche Daten über einen selbst sammelt.  Da sie mit so genannten Tracking-Skripten, welche auf fast allen Webseiten aktiv sind, sogar dann einen Großteil von den  eigenen Aktivitäten sehen, auch wenn man keinen ihrer Dienste nutzt.

  • Wenn man Fotos auf Instagram postet, bleibt man zwar der Eigentümer dieser Bilder, inklusive der dazugehörigen Rechte, man gewährt Instagram jedoch eine zeitlich begrenzte und weltweit gültige Lizenz, die Bilder zu verwenden, sobald diese gepostet oder hochgeladen wurden. Diese Lizenz ist nicht exklusiv, was heißt dass die Bilder auch anderwertig verwendet werden dürfen, diese dürfen verbreitet, modifiziert, kopiert als auch öffentlich vorgeführt werden. Die Verwendungsrechte für Ihre Bilder enden dann, wenn man sein Konto bei Instagram löscht. Fotos sind aber weiterhin sichtbar, wenn diese von anderen Usern geteilt wurden und sie dort nicht vom Kontoinhaber gelöscht wurden.  

Fußballverein:

Der Fußballverein Elektra ist meist ein lokaler großer (mehr als 30 Personen) Verein. Die Privatsphäre obliegt hier dem Besitzer/ der Administration, so haben die einzelnen Mitglieder keine privaten Daten außer der Namen und ggf. das Alter voneinander, sofern diese nicht persönlich von einem selbst weitergegeben wurden. Innerhalb des Vereins kann es durchaus dazu kommen, dass man eine private Whatsapp-Gruppe bildet. Im Verein werden nur jene Dinge weitergegeben, welche man von sich selbst aus auch berichtet, und diese auch nur an die Anwesenden Mitglieder, ggf. werden diese innerhalb der Gruppe weitergegeben, hierfür gibt es keine Regelungen. Anders als bei den digitalen Netzwerken, werden hier keine Standortdaten außer der punktuellen Anwesenheit gesammelt, ebenso werden auch keine aussagen oder Kommentare festgehalten und für Dritte und Werbung verwendet. Bei dem Fußballverein handelt es sich um ein privat genutztes Netzwerk.

Lerngruppe:

Die Lerngruppe ist ein privat genutztes Netzwerk im öffentlichen Raum, hierbei haben sich gleichgesinnte zusammengeschlossen um gemeinsam zu lernen, die Mitgliedzahl ist variabel aber meist eher klein (3-7 Personen). Je nach Vereinbarung untereinander, werden hier Nummern ausgetauscht und eine Chatgruppe gebildet, es kann aber auch einfach auf mündlichen Abmachungen basieren, wie z.B. dass man sich jeden Mittwoch um 17h an einem bestimmten Ort trifft, in dem Fall müssen dann keine Telefonnummern oder ähnliches ausgetauscht werden. Hier wissen die jeweiligen Mitglieder zumindest den Namen von einander, meist kennt man sich aus verschiedenen Lehrveranstaltungen. Hier wird auch nur das was man selbst sagt von einem preisgegeben. Werbung findet wenn nur indirekt statt, sofern ein Mitglied etwas aus eigener Motivation heraus bewirbt.

Abschließend bleibt also zu sagen, dass man sich immer auch bewusst sein sollte, welche Informationen man wo und mit wem teilt, was einmal gepostet ist, ist für immer online abgespeichert. Dass die digitalen Sozialen-Netzwerke wie Facebook, Instagram usw. Daten über die eigene Person und das Verhalten sammeln und diese auch verwenden. Das es bestimmt Sinn macht sich mit den Richtlinien eines Netzwerks vertraut zu machen und einen Blick in die Einstellungen zu werfen.

Quellen:

https://praxistipps.chip.de/facebook-was-ist-das-einfach-erklaert_41486, Stand:24.05.2020

https://praxistipps.chip.de/was-ist-whatsapp-und-wie-funktioniert-es_2260 , Stand: 24.05.2020

https://www.netzwelt.de/tutorial/159827-facebook-so-schuetzt-privatsphaere-app.html, Stand:24.05.2020

https://medium.com/lumenbrowser/instagram-die-wichtigsten-privatsphaere-einstellungen-cb7ea63480c6, Stand 24.05.2020

https://magazin.sofatutor.com/schueler/was-duerfen-instagram-whatsapp-und-facebook-mit-meinen-fotos-machen/, Stand 24.05.2020

verfasst von Esmeralda Beganovic-Ramic und René Hans

03 Jun

Instagram: Immer mehr Personen nutzen Instagram für berufliche Zwecke

Instagram ist neben Facebook, Youtube, Snapchat und Twitter nur eine vieler Online- Plattformen, die zum Austausch und zur Kommunikation genutzt wird. Für einen großen Teil unserer Gesellschaft ist Instagram aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, daher nutzen immer mehr Personen die App auch für berufliche Zwecke. Nun stellt sich die Frage, warum ist Instagram so beliebt und wie kann die App auch beruflich genutzt werden?

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Quelle: Pixabay

Nun, eine wichtige Sache dabei ist, dass Instagram sehr leicht über eine gratis App zugänglich ist, somit benötigt es nur einige wenige Klicks bis die App am Handy installiert und das eigene Profil erstellt worden ist. Fotos und Videos können hochgeladen, mittels Filter bearbeitet und anschließend geteilt werden. Die Nutzer können dies entweder mit „gefällt mir“ markieren oder gleich einen Kommentar dazu abgeben. Daneben können Stories erstellt und geteilt werden, sowie Nachrichten und Sprachnachrichten versendet werden. Seit neuestem gibt es auch die App „Instagram TV“, die vor allem für die Business Branche erstellt wurde.

Mittlerweile kann man sagen, das fast jeder jemanden kennt, der Instagram privat oder beruflich nutzt, daher stellt sich die Frage: Wie viele Nutzen Instagram eigentlich weltweit?

Quelle: Pixabay

Dank der Website „Statista“ findet man schnell eine Vielzahl an Daten zu Instagram. Mittlerweile nutzen 1.000 Millionen Menschen Instagram weltweit. 76 % von 5243 Befragten Marketingverantwortlichen, nutzen die App für Unternehmerische Zwecke. Als Gründe dafür, wurden folgende angegeben: das Darstellen von Produkten und die Gewinnung von neuem Personal. (vgl. statista research Department, 12.05.2020. Anteil der Unternehmen, die folgende Social-Media-Plattformen nutzen weltweit im Januar 2020. Verfügbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/71251/umfrage/einsatz-von-social-media-durch-unternehmen/)

Instagram als Inspirationsquelle für Lehrkräfte

Als angehende Lehrpersonen hatten wir großes Interesse daran, wie Lehrkräfte Instagram in diesem Berufsfeld nutzen. Wir können befürworten, dass Instagram häufig als Inspirationsquelle für den eigenen Unterricht angesehen wird. Viele Lehrer*innen teilen auf Instagram ihre Ideen, Anregungen und Materialien für den Unterricht. Für viele stellt das eine gute Möglichkeit dar, um sich Anregungen für das eigene Stundenbild zu suchen. Erfahrungen, Gedanken und Meinungen können ebenfalls geteilt werden. Es stellt eine große Vernetzung für Lehrer*innen und angehende Lehrkräfte dar und man bekommt eine Vielzahl an Informationen zu aktuellen Bildungsthemen zur Verfügung gestellt. (vgl. Kroker Bettina, 23.01.2010. Social Media als Hilfsmittel für Lehrerinnen und Lehrer. Verfügbar unter: https://www.betzold.at/blog/social-media/.)

Instagram TV- Die neue App

Wie bereits erwähnt, gibt es jetzt für den beruflichen Nutzen die neue App „Instagram TV“. Angelehnt an die bereits zur Verfügung gestellte Funktion Videos hochzuladen, wurde diese neue App am 20.06.2018 erstellt. Sie bietet neue Funktionen, die das Zusehen hochgestellter Videos erleichtern sollen. Dazu gehören das vertikal ausgerichtete Vollbild, das automatische Abspielen von Videos, ohne selbst danach suchen zu müssen, sowie das automatische Abspielen von Video-Machern, die man sich bisher schon öfters auf Instagram angesehen hat. Das eigene Drehen und Hochladen von Videos stellt eine weitere Funktion der App dar. Für Business Branchen hat es den Vorteil, dass sie noch leichter und direkter an ihre Zielgruppe herantreten können und ihre Branche dadurch schneller entdeckt werden kann. Durch abwechslungsreiche und spannende Videos können Unternehmen ihre Produkte präsentieren.

Wir haben zum Thema „Vernetzung“ Yogalehrerin Nicole interviewt, die Instagram für ihren Beruf nutzt und online Kurse für ihre Follower anbietet. Hier könnt ihr euch unseren Podcast anhören:

Literatur:

Verfasst von: Daniela Viozzi, Denise Bakalla, Tamara Luttenberger