28 Jan

IoT – Smartwatch, Fitnesstracker und Datenschutz

(c) Nadine Andreas

Du hast dich schon öfter gefragt, ob du dich heute schon genug bewegt hast oder wie viele Stockwerke du heute schon gemeistert hast? Dann ist eine Smartwatch oder ein Fitness-Tracker genau das richtige für dich. Heutzutage gehört zum perfekt ausgestatteten Smartphone unbedingt auch eine passende Computer Uhr, doch wie gehen diese Devices mit deinen persönlichen Daten um? 

Diese und weitere Fragen werden dir in den nächsten Zeilen beantwortet. 

Was ist die Smartwatch überhaupt?

Eine Smartwatch ist prinzipiell eine schlaue Armbanduhr, die zusätzliche Funktionen, wie das Verbinden mit dem Handy durch Bluetooth oder das Aufzeichnen von Aktivitäten besitzt. 

Benachrichtigungen, welche auf das Smartphone kommen, werden im selben Augenblick auch auf der Smartwatch abgebildet, sodass einem wirklich kein Anruf mehr entgehen kann. 

Diese neue Technologie entwickelt sich permanent weiter, sodass die Nachfrage stetig steigt. In den letzten Jahren wurden rund 80 Millionen Exemplare verkauft und die Zahl steigt rasant. 

Viele NutzerInnen können auf ihren treuen Begleiter am Handgelenk genauso wenig verzichten, wie auf das geliebte Handy.  

Fitnesstracker 

Ein Fitnesstracker ist ein kleines Gerät, das meist wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen wird. Sie soll dadurch zu einem gesünderen und aktiveren Lebensstil verhelfen. 

Es zeichnet mittels Sensoren verschiedene Daten wie Schrittanzahl, hinterlegte Distanzen, Schlafenszeiten, verbrauchte Kalorien, Herzfrequenz und vieles mehr auf. 

Meist gibt es zum Tracker passend eine Smartphone-App. Dort kann der Nutzer dann Aufzeichnungen einsehen, vergleichen und kontrollieren. In den meisten Apps können noch konkrete Personenangaben wie Alter, Geschlecht, Gewicht etc. ergänzt werden. 

Vorteile des Fitnesstrackers

Als Nutzer bekommt man durch die Aufzeichnungen der Daten ein Bild über das eigene Bewegungsverhalten. Dadurch wird ein besseres Körperbewusstsein geschaffen. 

Dokumentiert man zudem sein Essverhalten in der dazugehörigen App, können auch Rückschlüsse über die Ernährung gezogen werden. 

Fitnesstracker motivieren zudem, mehr Sport und Bewegung in den Alltag zu bringen. So können die Aufzeichnungen über verbrannte Kalorien, gelaufene Schritte und hinterlegte Kilometer ein enormer Ansporn sein, sich Tag für Tag zu verbessern. Die motivierende Wirkung kann verstärkt werden, wenn man die Daten zusätzlich auf sozialen Netzwerken teilt. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Bedienung einer solchen Uhr kinderleicht ist. Es bedarf keinerlei technisches Vorwissen, um einen Fitnesstracker bedienen zu können. 

Selbst für die Übertragung auf das Smartphone reicht oftmals eine aktive Bluetooth Verbindung. (vgl. Zaeh Pauline, 09.Jänner 2019. Fitnesstracker – Pro und Contra für die Kontrolle. Verfügbar unter https://www.gesund-vital.de/fitnesstracker)  

Welche Vorteile bietet eine Smartwatch?

So genannte Wearables bringen enorme Vorteile mit sich.

Denkt man an ländliche Regionen und die Versorgung älterer, chronisch kranker Menschen, so bietet die Smartwatch eine rasche, elektronische Hilfestellung. 

Es ist zum Beispiel denkbar, dass die Geräte (in Zukunft) einen Notruf absetzen, wenn der Patient einen Herzstillstand erleidet. 

Welche Nachteile und Gefahren bringt die Smartwatch mit sich?

Nicht alle Messungen, die von den Trackern ausgehen, sind immer korrekt. Es werden auch einige Fehlmessungen gemacht, die beängstigend wirken können oder auch unberechtigte Glücksgefühle hervorrufen. 

Außerdem kann es zu einem Verlust des eigenen Körpergefühls kommen, da der Fokus zu stark auf Zahlen gelegt wird. Dem Gerät wird hier mehr Vertrauen geschenkt als dem eigenen Körper. 

Der größte Nachteil ist, jedoch die nicht garantierte Datensicherheit. Besonders bedenklich wird es, wenn die Smartwatch die Daten nicht einmal anonymisiert, bevor sie weitergegeben werden. In dem Fall kann auch auf dem Server der Hersteller nachvollzogen werden welcher Datensatz zu welchem Tracker gehört. 

Datensicherheit 

Vor allem der Einsatz von Bluetooth stellt eine Sicherheitslücke da und macht Smartwatches und Fitnesstracker angreifbar. Wenn man sein Smartphone bzw. das verwendete Gerät und dessen App regelmäßig updatet, hilft dies auch vor äußeren Angriffen besser geschützt zu sein. Auch das unreflektierte zeigen des Standortes oder der Gesundheitsdaten können zum Problem werden. So kommt es schnell zu großen Datenmengen, die von einem selbst gesammelt werden, wann man sich wo befindet, wo man einkaufen geht, welchen Schlafrhythmus man hat, seine Schrittanzahl, der Blutdruck und viele weitere.  Neben diesen wahrscheinlich oft bekannten gesammelten Daten, können Cyberkriminelle auch die Bewegungen der Hand mittels des Gyroskops (Kreiselinstrumente zur Navigation bzw. für GPS Daten) einsehen. So können relativ genau PIN Eingaben an Bankomaten, oder eingegebene Passwörter aber auch Entsperrungsmuster fürs Tablet oder Smartphone herausgefunden werden.

Wenn man sich vor Missbrauch der persönlichen Daten schützen möchte, sollte man ein Augenmerk auf Datensparsamkeit achten. Das meint, dass man sich ansieht welche Berechtigungen die Tracking App verlangt und diese gegebenenfalls einschränkt. Denn oft wollen diese viel mehr Zugriff, als sie eigentlich für die Durchführung brauchen.

Tipps, wie du deine Daten auf der Smartwatch oder dem Fitness-Tracker schützt:

  • Informiere dich vor dem Kauf über die Datensicherheit, deines Geräts.
  • Lies die Datenschutzhinweise und entscheide dann, ob du diese akzeptieren möchtest. 
  • Schränke die Berechtigungen von verschiedenen Apps ein, die du nicht benötigst. 
  • Trage deine Smartwatch nur, wenn du sie tatsächlich verwendest.

Ein Ausblick in die Zukunft 

Auch Krankenkassen haben begonnen, die Vorteile einer solchen Uhr zu nutzen. 

So werden Mitglieder, die bereit sind, ihre Gesundheitsdaten mit der Krankenkasse zu teilen mit Sondertarifen oder Boni belohnt. 

Dies spornt die Nutzer/Innen an, ihren Alltag aktiver zu gestalten. Eine aktive, gesundheitsbewusste Gesellschaft spart dem Gesundheitssystem wiederrum erhebliche Kosten. 

Auch der Arbeitgeber ist an der Gesundheit seiner Mitarbeiter interessiert, da er krankheitsbedingte Fehltage möglichst eingrenzen möchte. 

Möglich wären also auch hier diverse Boni oder Zuschüsse, um einen aktiven Lebensstil der Mitarbeiter/Innen zu fördern. Denkbar wären zum Beispiel Zuschüsse für die Mitgliedschaft im Sportstudio.  

In den USA und Kanada werden die gesammelten Daten stellenweise bereits als Beweismittel vor Gericht zugelassen. In einem Fall konnte nachgewiesen werden, dass die Klägerin entgegen ihrer Angaben nicht geschlafen hatte, sondern die ganze Nacht wach gewesen war. Eine andere Nutzerin untermauerte ihren Anspruch auf Schadensersatz nach einem Autounfall mit den Daten aus ihrem Fitnesstracker, mit denen sie zeigte, dass ihre körperliche Aktivität seit dem Unfall eingeschränkt war. Hieran zeigt sich das Potenzial der Fitnesstracker als Beweismittel. Im Interesse der Wahrheitsfindung und der Gerechtigkeit sind neue, elektronisch aufgezeichnete Beweise sicherlich begrüßenswert.
Doch all diese Möglichkeiten eröffnen auch völlig neue Gefahrenbereiche. (Kendra Karp, Universität Hamburg, 2016). 

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=b9B-7ZQR8hY

Unser Audio Podcast zum Thema Smartwatch und Fitnesstracker im Gespräch mit einem Fachmann:

Literatur:

https://www.datenschutz.org/datenschutz-bei-smartwatch-und-fitness-tracker-problematisch/ (Abgerufen am 07.01.20)

https://www.smartwatch.de/was-ist-eine-smartwatch/ (Abgerufen am 07.01.20)

http://rechtundnetz.com/wie-gehen-fitnesstracker-mit-daten-um/ (Abgerufen am 07.01.20)

https://www.gesund-vital.de/fitnesstracker (Abgerufen am 20.01.20)

Verfasst von: Lisa Fischer, Nadine Andreas, Natalie Brunner

16 Jan

Künstliche Intelligenz

Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz sind Maschinen in der Lage aus gespeicherten Erfahrungen auf neue Informationen passend zu reagieren. Sie sind in der Lage neue Aufgaben zu lösen, ohne vorher auf sie eingestellt worden zu sein. Diese Eigenschaft ist sonst nur beim menschlichen Denken möglich. Viele Ideen, die auf künstlicher Intelligenz aufbauen, haben ihre Basis im Deep Learning oder der natürlichen Sprachverarbeitung. Mit diesen beiden Methoden ist es möglich Maschinen auf ganz bestimmte Aufgaben abzurichten. Sie verarbeiten Unmengen an Daten und können in diesen wiederum Regelmäßigkeiten und Muster vergleichen und auswerten.

https://www.youtube.com/watch?v=3RsmRMqX2IY

Geschichte

Der Begriff der künstlichen Intelligenz besteht seit Mitte des 20.ten Jahrhunderts, doch erst im 21. Jahrhundert wurde er populär und verbreitete sich auf der ganzen Welt. Anfangs vereinfachten Programme wie grundlegende Denkprozesse dem amerikanischen Verteidigungsministerium die Arbeit, doch diese Unterstützung blieb nicht lange unentdeckt und die Technologie wurde schnell für z.B. Navigationsgeräte angewandt. Heutzutage sind Siri oder Alexa die ersten Stichworte, die einem zur künstlichen Intelligenz einfallen. Doch das Feld der künstlichen Intelligenz ist mittlerweile in jedem technischen und medialen Gebiet zu finden. So arbeiten zum Beispiel Suchmaschinen, wie Google, Roboter oder das Gesundheitswesen damit.

Alltagsbezug – Fluch oder Segen

https://www.youtube.com/watch?v=v1nZnuokryw

Tagtäglich begegnen wir der Künstlichen Intelligenz, auch wenn sie für viele nicht gleich im ersten Augenblick als solche erscheint, sondern einem kleinen „Spielzeug“ oder „Zusatz“ gleicht.

Smartphones sind portable Roboter, die voller künstlichen Intelligenz stecken. Sei es die Gesichtserkennungssoftware, die Merkmale über das Gesicht speichert oder die Autokorrektur der Tastatur, die aus den getippten Wörtern und auch Tippfehlern lernt und Sätze automatisch vervollständigt oder korrigiert. 

Ein weiterer Einsatzbereich für KI sind Chatsbots wie Siri oder Alexa. Sie scheinen ein Gespräch mit Menschen zu führen und sich mit ihnen zu „unterhalten“. Dabei greifen sie auf große Datenbanken zurück und lernen mit jedem Gespräch dazu. Sie passen sich dabei unserer Sprache und unseren Wünschen an, und geben somit meist überraschend passende Antworten. 

In Sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram speichert die KI unser Nutzungsverhalten ab, und richtet dadurch den Algorithmus, der beschließt welche Beträge bei uns ganz oben gezeigt werde, oder welche wir kaum zu Gesicht bekommen.

Auch in der Autoindustrie wird es immer moderner Autos zu mobilen Computern zu machen: der Autohersteller Tesla macht es sogar nun möglich per Autopilot zu fahren, aber auch einfache Einparkhilfen sind Programme, die durch Künstliche Intelligenz lernen

Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Roboter sind viel günstiger als Arbeitskräfte. Die Zeit, in der sie arbeiten, muss nicht bezahlt werden.
  • Roboter haben sehr viele gute menschliche Eigenschaften und können diese für sich nutzen.
  • Roboter arbeiten viel genauer und verlässlicher und sind viel stärker und schneller als Menschen.
  • Roboter können unter allen Bedingungen arbeiten, außerdem brauchen sie keine Pause und werden nie müde.
  • Roboter haben kein Gesundheitsrisiko. Sie arbeiten auch nach Chemieunfällen und wenn Epidemien ausbrechen.

Nachteile:

  • Wenn Roboter die Menschen bei ihrer Arbeit ablösen, gibt es immer mehr Arbeitslose.
  • Kommt eine für den Roboter unerwartete Situation, kann er nicht darauf reagieren.
  • Künstliche Intelligenz erreicht momentan nur ein bestimmtes Gebiet. Es gibt noch keine starke KI. Menschen sind also immer noch intelligenter.
  • Roboter können nicht selbstständig arbeiten. Sie benötigen immer noch die Hilfe von Menschen, die ihnen Informationen zuführen.
  • Roboter haben kein Gefühl für Emotionen.
  • Würde kein Mensch mehr arbeiten, würden die Gesundheitsrisiken in die Höhe schnellen.

Zukunft

In Zukunft will die Wissenschaft ihren Fokus immer mehr auf spezifische Teilbereiche lenken und dort die Arbeit erleichtern. Um diese komplexen Vorgänge tatsächlich umzusetzen, müssen Wissenschaftler der Kognitionswissenschaften, Psychologie, Neurologie, Philosophie und Sprachwissenschaft in ständigem Verbesserungsprozess mit den Maschinen stehen. In den meisten Softwaren steckt heute schon künstliche Intelligenz, doch bis Computer oder  Maschinen wirklich komplett selbständig denken können, wird es noch lange dauern.

Doch genau das sollte uns Angst machen denn, wenn es so weit sein sollte, dass Maschinen selbstständig denken können, werden sie den Menschen überholt haben. Maschinen lernen viel schneller und können Daten viel schneller aufnehmen und verarbeiten. Diese Verblendung durch die Vorteile, die künstliche Intelligenz bringen kann, lassen uns nicht über mögliche Nachteile nachdenken. Es geht immer nur darum, wie uns Arbeit abgenommen werden kann. Doch was ist, wenn die künstliche Intelligenz unsere Energieversorgung oder die Verteidigung unseres Landes selbstständig regelt und wichtige Entscheidungen trifft, die nicht in unserem Interesse sind? Aus jetziger Sicht wird es wohl nicht so schlimm werden. Erstens, ist absolute künstliche Intelligenz noch in weiter Ferne und zweitens, warum sollten Softwares dominanzorientiert handeln. Es könnte sogar sein, dass künstliche Intelligenz nicht den Willen hat sich selbst zu erhalten oder sich zu reproduzieren.

https://www.youtube.com/watch?v=-2lB-tSzKSM

Aktuelles Interview (21.01.2020):

https://www.nzz.ch/wirtschaft/der-bias-ist-das-groesste-problem-bei-der-kuenstlichen-intelligenz-ld.1528242

Quellen:

https://www.sas.com/de_at/insights/analytics/what-is-artificial-intelligence.html (Zugriff: 15.01.2020)

https://www.planet-wissen.de/technik/computer_und_roboter/kuenstliche_intelligenz/ (Zugriff: 15.01.2020)

https://www.spektrum.de/thema/kuenstliche-intelligenz/1301266 (Zugriff: 15.01.2020)

https://www.computerwoche.de/a/die-gefahr-liegt-nicht-dort-wo-wir-sie-vermuten,3546346 (Zugriff: 15.01.2020)

https://unternehmer.de/it-technik/205724-arbeit-kuenstliche-intelligenz (Zugriff: 16.01.2020)

https://orange.handelsblatt.com/artikel/53316 (Zugriff: 20.01.2020)

Verfasst von: Michelle Michels, Irem Gökce, Lucia Jurickova, Lisa Tretera

09 Jan

Bildung in der digital vernetzen Welt

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=_R0p6VSJ47E

Das Frankfurt-Dreieck

Das Frankfurt-Dreieck ist eine Erweiterung des Dagstuhl-Dreiecks, welches im Video genauer beschrieben wird. Es versucht einen Rahmen zu schaffen, der alle relevanten Perspektiven des digitalen Wandels beinhaltet. Es richtet sich an Forscher/innen und all jene Personen, die sich mit Bildung im Zusammenhang mit dem digitalen Wandeln beschäftigen. Die Zielgruppe dieses Modells ist sehr breitgefächert. Sowohl Schulen, sonstige Einrichtungen für Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung sowie die Lehrer/innenbildung, -ausbildung und -fortbildung können von diesem Modell profitieren.

In diesem Modell werden drei Perspektiven besprochen, die man bei der Medienbildung beachten sollte. Sie werden als technologisch-mediale Perspektive, gesellschaftlich-kulturelle Perspektive und Interaktionsperspektive bezeichnet. Die Teilhabe am digitalen Wandel kann nur gelingen, wenn alle drei Perspektiven systematisch und sich wiederholend eingenommen werden.

Quelle: https://dagstuhl.gi.de/fileadmin/GI/Allgemein/PDF/Frankfurt-Dreieck-zur-Bildung-in-der-digitalen-Welt.pdf

Technologisch-mediale Perspektive

Das Ziel der technologisch-medialen Perspektive ist es, Phänomene und Strukturen der digitalen Welt zu hinterfragen und analysieren. Dadurch werden die Menschen befähigt die digitale Welt mitzugestalten. Damit man dieses Ziel erreichen kann, braucht es eine Auseinandersetzung mit Fragen, Funktionen, Gestaltungsmitteln usw. Wichtig ist, dass alle Informationen der digitalen Medien durch die Kultur und persönliche Perspektive geprägt werden. Der/die Auftraggeber/in oder der/die Ersteller/in beeinflusst, was für andere sichtbar ist und was nicht. Ein solches Wissen, die dafür benötigten Kompetenzen und Problemlösungsstrategien sind daher die Basis für eine reflektierte Teilhabe an der digitalen Welt.

Gesellschaftlich-kulturelle Perspektive

Bei der gesellschaftlich-kulturellen Perspektive wird das Wechselspiel zwischen Individuen, Gesellschaft und den digitalen Medien unter die Lupe genommen. Dabei wird auch der digitale Wandel und die Medialisierung berücksichtigt. Grundsätzlich geht es um die Veränderungen, die eine Gesellschaft durchläuft und um die Chancen und Probleme, die einem in diesem Bereich begegnen. Durch den Wandel der digitalen Medien werden Spuren im Bereich der Kommunikation, Interaktion sowie auch im politischen Bereich hinterlassen. Die Möglichkeiten für die Gesellschaft werden durch diesen Wandel ausgeweitet. Normen und Regeln in der Technologie werden durch einen solchen Wandel immer wieder neu strukturiert. Gesellschaftliche Aushandlungen bestimmen die Öffentlichkeit oder auch Privatheit. Des Weiteren werden die Interaktionsmöglichkeiten entweder begrenzt oder zugelassen. Die Bildungsinstitutionen werden durch digitale Technologien und Techniken geprägt, wodurch das Bildungssystem wesentlich zum Grad der Durchdringung dieser Medien beiträgt. Durch sie werden die Kompetenzen zur Nutzung der digitalen Medien weitergegeben.

Interaktionsperspektive

Bei der Interaktionsperspektive steht die Frage, wie diese Fakten genutzt werden im Vordergrund. Das Augenmerk der Interaktionsperspektive liegt auf den Menschen. Es stellt sich die Frage, wie Menschen digitale Medien und Systeme nutzen und welche sie verwenden. Außerdem wird erforscht, warum und wozu sie genutzt werden, inwiefern diese Menschen am digitalen Wandel beteiligt sind und in diesem auch mitwirken. Im Fokus stehen dabei die Aspekte Nutzung, Handlung und Subjektivierung.

Bei der Nutzung geht es um das funktionale Anwenden von digitalen Systemen, sowie Medien. Es geht um den gestalterischen, rezeptiven, kommunikativen sowie problemlösenden und organisatorischen Einsatz von Medien. Handlungen integrieren diese Nutzungsoptionen nun in ganz verschiedenen sozialen Praktiken. Bei diesem Vorgang werden kulturelle und traditionelle Kommunikations- und Interaktionsformen aufgenommen sowie umgebaut. Dieser Prozess wird in den Lehr- und Lerntechniken und Bildungsmedien gleich gewertet. Diese Handlungsoptionen tragen auch dazu bei die eigenen Kompetenzentwicklungen voranzutreiben. Die Subjektivierung ist der Prozess des Zusammenwirkens von digitalen Medien bzw. Systemen und dem menschlichen Handeln. Dadurch können die menschliche Identitätsbildung sowie die Identitätsentwicklung ermöglicht, aber auch behindert werden.

Literaturangabe: https://dagstuhl.gi.de/fileadmin/GI/Allgemein/PDF/Frankfurt-Dreieck-zur-Bildung-in-der-digitalen-Welt.pdf

Erstellt von Vanessa Forster, Theresa Bösch und Anna Zacharia

09 Jan

Podcast mit Emily Prätorius zum Thema Fake News

Emily Prätorius hat das Studium „Information, Medien und Kommunikation“ abgeschlossen und einige Zeit als Redakteurin gearbeitet. Durch ihr Studium und ihre Arbeit beschäftigte sie sich laufend mit Fake News. Bei einem Gespräch erklärt sie uns die wichtigsten Fakten über Fake News, wie man sie erkennt und wie man vor allem Kinder und Jugendliche davor schützen kann.

09 Jan

Datenschutz in der Volksschule: Was Lehrer/innen wissen müssen!

Quelle: https://pixabay.com/de/illustrations/online-internet-icon-symbole-www-942408/

verfasst von: Sarah Freudenthaler, Alin Haismann, Mirelle Tramp

Seit vielen Jahren wird unsere Welt zunehmend digitaler und vernetzter. Daher wird auch das Thema Datenschutz immer wichtiger für unsere Gesellschaft. Aber was ist eigentlich Datenschutz? Duden definiert den Begriff als „Schutz der Bürger/innen vor Beeinträchtigung ihrer Privatsphäre durch unbefugte Erhebung, Speicherung und Weitergabe von Daten, die ihre Person betreffen“. Datenschutz wird außerdem als Persönlichkeitsrecht gesehen und zählt damit zur Privatsphäre. 

Natürlich wird das Thema Datenschutz auch an Schulen immer präsenter. Hier gibt es jedoch zwei Aspekte, die datenschutzrechtlichen Überlegungen beachtet werden müssen:

  • Einerseits den Aspekt der Lehrperson, die darauf achten muss, dass Schüler/innendaten nicht an unbefugte Personen weitergegeben werden. Denn als Lehrperson muss man einige Dinge beachten, wenn man beispielsweise Fotos der eigenen Klasse ins Netz stellt oder Noten laut Vorlesen möchte. In beiden Fällen muss die Lehrperson sich zuvor über die rechtlichen Gegebenheiten informieren und gegebenenfalls Einverständniserklärungen Betroffener bzw. Erziehungsberechtigter einholen
  • Andererseits den Aspekt der SchülerInnen, die von der Lehrperson über den richtigen Umgang mit dem Internet aufgeklärt werden sollten. Denn je früher man Kindern die Gefahren erklärt, die sich z.B. im Umgang mit Social Media verstecken, desto besser können negative Auswirkungen vorgebeugt werden. 

Auf diese beiden Aspekte soll im Folgenden genauer eingegangen werden.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=VF5A2JhiJug

Datenschutz : Umgang mit sensiblen Daten

Wie bereits angedeutet kann sich auch das Schulwesen der weltweiten Digitalisierung nicht entziehen und so wurde im Jahr 2013 die Verwaltung österreichischer Pflichtschulen erstmals durch das Computerprogramm WiSion unterstützt. 

WiSion ist ein Schulinformationssystem durch das Daten auf einem zentralen Server abgespeichert werden können. Doch welche Daten werden von WiSion eigentlich erfasst? Ganz allgemein wird alles gespeichert, das im schulischen Bereich von Wichtigkeit ist. Dies beinhält persönliche Informationen des Lehrpersonals, sensible Daten der Schüler/innen (z.B. Geburtsdatum, Adresse, Noten, Erstsprache, usw.) sowie terminliche Informationen wie Krankenstände, Ausflüge, Anwesenheiten und Projektwochen. 

Nun stellt sich natürlich auf Basis der Datenschutzverordnung die Frage wie diese Daten geschützt werden bzw. wer auf diese große Menge an sensiblen Informationen zugreifen kann. Um überhaupt Zugriff auf das System zu bekommen, benötigt man mehrere Passwörter. Unter anderem müssen Lehrpersonen bei jedem Loginversuch über den sogenannten Token einen Pin erhalten. Der Token ist ein kleines Gerät, das an den Schlüsselbund gehängt werden kann und durch Knopfdruck ein neuen Pin generiert. Dieser Pin ändert sich nach jeder Anwendung. Weiters gewährleistet das sogenannte Berechtigungssystem den Schutz der Daten. Dies bedeutet, dass jede/e Nutzer/in nur die Informationen einsehen bzw. verändern kann, die für ihn/sie notwendig sind. So hat z.B. der/die Schulleiter/in Zugriff auf den kompletten Datensatz der Schule, während Lehrpersonen nur die für sie relevanten Informationen abrufen können.

Doch wie kommt diese Umstellung und Digitalisierung an den österreichischen Pflichtschulen an? Nachdem die Einführung des Verwaltungsprogrammes WiSion viele Jahre später als geplant eingetreten ist, scheint es so als wäre vielen Lehrer/innen ein weiterer Aufschub lieber gewesen. In zahlreichen Artikeln und Interviews mit Betroffenen wird das System als benutzerunfreundlich beschrieben. Anstatt den schulischen Alltag zu erleichtern, müssen Lehrpersonen stundenlang herumklicken, um beispielsweise Anwesenheiten einzutragen oder Zeugnisse zu erstellen. Da sich WiSion als sehr zeitaufwendiges Verwaltungsprogramm entpuppt hat, befürchten nun viele Lehrer/innen, dass der eigentliche Hauptgedanke des Lehrberufs, das pädagogische Handeln, immer mehr in den Hintergrund gerückt wird. Deswegen finden seit der Einführung von WiSion vor sechs Jahren immer noch Gesprächs- und Feedbackrunden statt, die eine Verbesserung des Systems erwirken sollen. 

Datenschutz: Aufklärung in der Volksschule

In der heutigen Zeit wird bereits im Laufe der Volksschule die Verwendung von digitalen Geräten, wie z.B. dem ersten eigenen Handy oder Computer, immer bedeutsamer. Deswegen ist schon in der Volksschule die Aufklärung über Datenschutz und den achtsamen Umgang mit digitalen Medien notwendig. Denn digitale Medien und die Vielzahl an Online-Diensten sind heutzutage ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Der Umgang bzw. die Nutzung von Online-Diensten wie Facebook, WhatsApp, TickTock, Instagram, Snapchat usw. ist für Schüler/innen bereits im Volksschulalter eine Selbstverständlichkeit und gehören zum Alltag. Unzählige Male schauen wir auf unser Handy, erhalten oder senden Nachrichten und geben private Informationen aus unserem Leben bekannt.

Die Schüler/innen unterschätzen bzw. wissen nicht, welche Konsequenzen ihr Handeln im Netz haben kann. Sie gehen daher mit dem Schutz der eigenen Privatsphäre unbedacht um und geben leichtsinnig eine Vielzahl von sensiblen Daten preis (Name, Adresse, Fotos). Daher ist es besonders wichtig, die Kinder für Risiken des Internets zu sensibilisieren. Immer häufiger wird von Experten/innen und Eltern gefordert, dass eine Aufklärung in der Schule stattfinden bzw. das Thema Datenschutz in den Schulunterricht integriert werden soll, um die Schüler/innen vor z.B. Cyber-Mobbing zu schützen und ihnen zukünftige Auswirkungen von Datenfreigabe zu verdeutlichen.

Die praktische Umsetzung in der Schule ist jedoch schwierig, da es Lehrenden oft an Erfahrung fehlt, um die Schüler/innen in Sachen Internet und Handy kompetent aufzuklären. Sie müssen sich das entsprechende Wissen erst selbst aneignen, wobei sich das Problem der Schnelllebigkeit ergibt – Lehrpersonen müssen ständig auf dem neuesten Stand sein. Deswegen sollten man in Betracht ziehen eine externe Hilfe bzw. eine/n Experten/in in Anspruch zu nehmen. Davon könnten sowohl Schüler/innen als auch Lehrer/innen profitieren.

Quellen:

https://www.duden.de/rechtschreibung/Datenschutz (Zugriff am 6.1.20)

ps://www.admin-iq.at/de/schule/schulsoftware/wision (Zugriff am 7.1.20)

ps://www.fsg-pv.wien/wp-content/uploads/2017/08/BIS1016.pdf (Zugriff am 4.1.20) 

https://wien.orf.at/v2/news/stories/2798424/ (Zugriff am 4.1.20)

Ausdruck WiSion Einführung: https://sts6.schule.wien.at/fileadmin/s/906023/Bilder/ausdruck_WISION_einf%C3%BChrung.doc (Zugriff am 7.1.20)

https://www.saferinternet.at/zielgruppen/lehrende/ (Zugriff am 06.01.2020)

https://www.klicksafe.de/ (Zugriff am 06.01.2020)

Bundesministerium Bildung, Wissenschaft und Forschung: http://bsrwn.at/datenschutz_faq_20190107.pdf (Zugriff am 06.01.2020)

https://www.oeliug.at/2019/01/10/datenschutz-an-schulen-was-lehrer-innen-wissen-m%C3%BCssen/ (Zugriff am 5.1.20)

https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulrecht/ds.html (Zugriff am 5.1.20)

07 Jan

Falschmeldung, Fake News, HOAX – was ist das?

Meistens werden Falschmeldungen, auch „Fake News“ oder „Hoax“ genannt, mit Absicht in das Internet gestellt. Ihr Spektrum kann einerseits ungefährlich sein, wie beispielsweise Kettenbriefen oder Scherzmeldungen. Andererseits kann dies bis hin zu bösartigen Horrormeldungen, Artikeln sowie gefälschten Bildern, wie zum Beispiel von misshandelten Kindern oder Tieren, reichen. Doch alle haben ein und dasselbe Ziel, nämlich so viele Menschen, wie nur möglich, zu erschrecken, täuschen, sowie zu irritieren. Außerdem sind Falschmeldungen auch bekannt, um bestimmte Sachen oder Gruppen gegeneinander zu hetzen.

Fake News sind zwar keine Entdeckung der Internetzeit, doch sie werden in der heutigen Gesellschaft immer mehr zu einer größeren Problematik. Vor allem in sozialen Netzwerken, wie Facebook, Instagram, Twitter und uvm. werden Falschmeldungen meistens ohne Überprüfung geteilt, aber auch an zahlreiche Menschen weitergeschickt. Dies führt dazu, dass das gesellschaftliche Leben, ob politische oder wirtschaftliche Bereiche, massiv manipuliert wird. Zudem kann diese Dynamik auch das Leben von einzelnen Personen beeinträchtigen. Aus diesem Grund hat das Auseinanderhalten von richtig und falsch in der heutigen Zeit enorm an Bedeutung gewonnen.

Welche Arten von Falschmeldungen kursieren im Internet?

  • Betrügerische Meldungen: Nutzerinnen und Nutzer werden anhand von reißerischen Schlagzeilen dazu verleitet, einen Link zu wählen und ihre persönlichen Daten zu verraten. Dahinter steckt de facto ein Phishing-Versuch.
  • Scherzhafte oder bösartige Meldungen: Hier sind vor allem Gerüchte aus der Society bis hin zu inkorrekten News aus der Technologie gemeint. Diese Art von Fake Nes ähnelt der „guten alten Zeitungsente“.
  • Politische Falschmeldungen: Besonders in Sozialen Netzwerken treten solche Hoaxes auf. Deren Ziel ist es, Stimmung gegen oder für ein politisches System zu schaffen. Solche Falschmeldungen beruhen zum Teil auf wahrer Begebenheit, die schlussendlich verdreht oder verzerrt preisgegeben werden. Andere können hingegen komplett frei erfunden dargestellt werden.

Quelle: https://www.saferinternet.at/faq/informationskompetenz/falschmeldung-fake-news-hoax-was-ist-das/ (Zugriff am 07.01.2020)

Im folgende Video von Saferinternet.at siehst du worauf du bei Fake News achten solltest:

Tägliche Kettenbriefe – Fake News?

Tagtäglich erhalten Schülerinnen und Schüler Kettenbriefe über Soziale Medien. In manchen wird ihnen beispielsweise mit dem Tod von Familienmitgliedern oder dem eigenen Tod gedroht, wenn sie diese Nachricht nicht weiterschicken. Außerdem wird öfters mit Fake-Gewinnspielen geworben, aber auch mit Gebühren in WhatsApp gewarnt. Dennoch gibt es auch „nette“ Kettenbriefe, die Auffordern Kinder diese Nachricht an so viele Kontakte, wie möglich zu schicken.

Die Praxis zeigt, dass Schülerinnen und Schüler im Volksschulalter sich von solchen Nachrichten oft sehr verunsichern lassen. Dabei bleiben sie oftmals alleine mit ihren Sorgen. Aus diesem Grund ist es gut und sicher entlastend, wenn sie eine Anlaufstelle kennen, die eine Entwarnung weiterleitet.

Der Safer Internet-Bot

Saferinternet hat ein semi-automatisiertes Online-Beratungsangebot für Kinder entwickelt, damit die Inhalte von Kettenbriefen verglichen werden. Dieser Chatbot erkennt Kettenbriefe und antwortet darauf, diese künstliche Intelligenz wird vom Saferinternet-Team antrainiert.

Video: https://www.youtube.com/watch?time_continue=34&v=c2LtsWwBgSM&feature=emb_logo

verfasst von Maximilian Kubesch, Natalie Lastro und Ljubica Zoric

07 Jan

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte! – oder nicht?

Viele Betrüger/innen machen sich das zunutze und vermitteln falsche Informationen, indem sie Bilder manipulieren. Bilder haben auf unsere Gesellschaft eine enorme Wirkung, da sie schockieren, überraschen oder Vorurteile bestätigen. Sie ziehen unsere Aufmerksam auf sich und sorgen dafür, dass sie möglichst schnell verbreitet werden.
 Personen, die Falschmeldungen verbreiten, zielen beim Einsatz von gefälschten Bildern auf möglichst viele Klicks.

Bildbearbeitungen sind keine Hexerei. Wir alle kennen Apps, mit denen wir schon auf unseren Handys eine makellose Haut, unsere Figur oder Lichtverhältnisse ändern können. Bilder werden jedoch nicht nur bearbeitet und retuschiert, damit sie einem Schönheitsideal entsprechen. Bilder werden teilweise so stark verfälscht, dass es zur Verbreitung von Fake-News kommt oder zu Betrugsmaschen.

Die Verbreitung von Fake-Bildern bzw. Fake News geschieht aufgrund sozialer Netzwerke in rasanter Geschwindigkeit. Nachrichten lassen sich aufgrund dieser viel schneller an ein noch größeres Publikum verbreiten. Die Bewertung solcher Informationen wird immer schwieriger, da sie meist kurz nach dem Geschehen auf einigen Kanälen zu finden sind. Wichtig ist, dass Sie nicht alles glauben, was Sie sehen!

Oft werden Bilder gar nicht bearbeitet, sondern mehrdeutig eingesetzt. Dabei wird ein altes, vorhandenes Bild von einem anderen Ereignis verwendet und als aktuell ausgegeben. Dabei bekommt das Bild eine komplett neue Bedeutung.

Wie kann ich ein gefälschtes Bild im Internet erkennen?

Bilder und Videos lassen sich auf ihre Echtheit überprüfen, indem man eine umgekehrte Bildersuche vornimmt. Google bietet eine Möglichkeit an, bei der man rasch am PC ein vorhandenes Bild mit anderen Bildern vergleichen kann.

Folgendes ist zu tun:

Neben Google können auch noch folgende Tools die umgekehrte Bildersuche durchführen: Reverse Photos, TinEye.com und Image Raider.

ACHTUNG! Die umgekehrte Bildersuche liefert nicht immer die richtigen Ergebnisse. Die Tools sind zwar in der Lage optisch ähnliche Bilder zu finden, jedoch tun sie sich schwer Abweichungen vom originalen Bild zu identifizieren. Es ist daher sehr wichtig, dass immer mehrere Berichterstattungen miteinander abgeglichen werden.

Schauen Sie genau hin!

Auch das genauere Hinsehen kann oft helfen. Prüfen Sie Bilder und Videos auf ihre Plausibilität. Achten Sie genau auf den Hintergrund und stimmen Sie diesen mit der Aussage ab. Straßenschilder, Autokennzeichen, Verpackungen, Flaschen, Schatten, Stimmen, Lichtverhältnisse, etc. können einen Hinweis darauf geben, in welchem Land ein Bild entstanden ist und ob es verändert bzw. verfälscht wurde.

Quelle: https://www.saferinternet.at/news-detail/das-bild-als-beweis-tipps-und-tricks-zum-erkennen-von-fake-bildern/, abgerufen am 7. Jänner 2020

Verfasst von Maximilian Kubesch, Natalie Lastro und Ljubica Zoric

04 Jan

Filterblase Google

Quelle: https://cdn.pixabay.com/photo/2015/02/02/15/28/bar-621033_960_720.jpg

Wie stark filtert Google die Suchergebnisse auf die/den jeweilige/n Nutzer/in bezogen? Sehen wir nur mehr das, was wir sehen wollen?

Eli Pariser kritisiere in seinem Buch „Filter Bubble“ Internetplattformen und Suchmaschinen aufgrund ihrer Algorithmen. Die Sammlung von Daten der Nutzer/innen werde verwendet, um weitere Anfragen personalisiert zu beantworten. Dies schränke die Selbstbestimmung der Menschen ein, es gebe für jede/n eine eigene Internet-Realität.

Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) führte dazu eine Stichproben-Studie bezogen auf die Bundestagswahl durch. Durch diese Studie konnte die These von Eli Pariser nicht bestätigt werden. Es kam jedoch heraus, dass die Spracheinstellung, der Standort und die sich verändernde Relevanz der gesuchten Internetseiten das Suchergebnis beeinflussen können. Außerdem könne die Wirkungsweise von Googles Algorithmen kontrolliert werden.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=VRPFFzgS75U

Auch Andreas Becker schreibt darüber, welche Filter Google und andere Suchmaschinen einsetzen. Er ist überzeugt davon, dass wir in Filterblasen leben, da selbst die als sicher geltenden Suchmaschinen Filter nutzen. Google sei so beliebt aufgrund dieser umstrittenen Filter. Sie führen die Nutzer/innen schnell zu dem gewünschten Ergebnis. Zu diesem Erfolg tragen viele verschiedene Filter bei. Google ermittle nämlich den Ort, von dem aus eine Suchanfrage gestellt wurde. Auch das Verhalten einer Person im Internet werde verfolgt. Zum Beispiel wird gespeichert, welche Websites öfter besucht werden und diese stehen in weiterer Folge am Anfang der Liste von Suchergebnissen. Ein weiterer Filter wird auf die Kommunikation gelegt. Schreiben zwei Menschen über Gmail miteinander, kann es sein, dass die eine Person beliebte Seiten der anderen Person vorgeschlagen bekommt. Offiziell gebe es 200 Google-Filter. Google verwende diese Filter, um die Zufriedenheit der Nutzer/innen zu steigern.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=B8ofWFx525s

Welche alternativen Suchmaschinen gibt es?

  • DuckDuckGo
  • Ecosia
  • Qwant
  • MetaGer

    Für Kinder:
  • Blinde-Kuh
  • fragFINN

Podcast

Quellen

Müller, Tobias (26.07.2018): Objektive Suchergebnisse? Google besteht den Filtertest. In: Frankfurter Allgemeine. Abrufbar unter: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/studie-zu-suchergebnissen-bei-google-15708027.html (Zugriff 02.01.2020)
Becker, Andreas (28.10.2019): Die Wahrheit über Google Filter. Abrufbar unter: https://intenseo.de/seo-blog/google/die-wahrheit-ueber-google-suchergebnisse-serps/ (Zugriff 02.01.2020)
https://t3n.de/news/google-alternative-474551/ (Zugriff 02.01.2020)
https://www.blinde-kuh.de/index.html (Zugriff 02.01.2020)
https://www.fragfinn.de/ (Zugriff 02.01.2020)

Carolin Stiny, Ines Szauter & Kathrin Wallner

30 Dez

Tools – Sinnvoll oder nicht?

Erfahrungen mit Tools im Unterricht

Unsere Erkenntnisse, ob Tools sinnvoll sind oder nicht, beruhen auf folgenden Studien.

Fallstudie: Verständnis entwickeln durch eine integrierte Lernumgebung aus verschiedenen digitalen Technologien

„Diese Fallstudie untersucht die Verwendung einer integrierten digitalen Lernumgebung durch einen Leistungskurs Englisch im zweiten Jahr der Qualifikationsphase (17- und 18-jährige Schülerinnen und Schüler).“ (Passey, 2018)

Bei der Studie wurden zwei Gruppen miteinander verglichen. Eine arbeitete mit digitalen Technologien – interaktiven Tafeln (SMART Displays und Whiteboards) sowie Tablet PCs oder andere mobile Endgeräte, Lehrerlaptops, Dokumentenkameras und virtuelle Lernplattformen.

An folgender Grafik kann man den Vergleich der beiden Gruppen ablesen.

https://eprints.lancs.ac.uk/id/eprint/128744/1/Fallstudie_Case_study_German_School_translation.pdf

Erkenntnisse aus der Studie:

  • „Die Lehrerin berichtete, dass die Technologien die Lernaktivitäten unterstützten, die ihrerseits einen messbaren positiven Einfluss auf die Leistungen einiger Lernender in der letzten Klausur und in der Abiturprüfung hatten, […] Statistische Test ergaben, dass die besseren Leistungen der „beeinflussten“ Lernenden statistisch signifikant von denen der „nicht beeinflussten“ Lernenden abwichen.“ (Passey, 2018)
  • „Lehrerin und Lernende berichteten übereinstimmend von Vorteilen, die sich ergaben. Die Lernenden profitierten demnach von der gemeinsamen Diskussion, der Visuali- sierung auf unterschiedliche Weise, dem gemeinsamen Sammeln von Ideen und Ergebnissen, der Aufgabenbearbeitung und der Tatsache, dass die Tafelbilder zu einem späteren Zeitpunkt erneut zum Üben und Wiederholen herangezogen werden konnten.“ (Passey, 2018)

Kritische Anmerkungen

Kritisch zu digitalen Medien äußert sich unter anderem ein Zeit-Artikel. Im Auftrag der Wübben-Stiftung wurden im Jahr 2018 ungefähr 1500 SchulleiterInnen zum Einsatz von digitalen Medien im Unterricht befragt. Herauskam, dass Lehrpersonen skeptisch gegenüber dem Einsatz von Tools sind. Laut dem Artikel ist daher ausschlaggebend die Persönlichkeit der Lehrperson. ( ZEIT ONLINE, AFP, KNA, fin, 2018)

In einem anderen Zeit-Artikel wird beschrieben, dass Mögliche Gründe für die Skepsis der LehrerInnen keine gute Ausstattung der Schulen, fehlende Konzepte, Weiterbildungen und Infrastrukturen sind. Der Artikel gibt unter anderem folgende kritische Sicht: „Die OECD hat 2015 sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Einsatz von digitalen Hilfsmitteln kritisch zu sehen ist. Und zwar je jünger die Schüler sind, umso mehr ist davon abzuraten, wenn es um den Lernerfolg geht“ ( ZEIT ONLINE, afp, dpa, mib, kg, 2017)

Fazit: Viele Studien belegen positive Lernerfolge durch den Einsatz von Tools, allerdings liegt es letztendlich doch an der Kompetenz der Lehrperson Tools wirkungsvoll im Unterricht einzusetzen. Zudem müssen die technischen Gegebenheiten vorhanden sein.

Literaturverzeichnis:

Passey, Don (2018): Fallstudie Verständnis entwickeln durch eine integrierte Lernumgebung aus verschiedenen digitalen Technologien. Online abrufbar unter: https://eprints.lancs.ac.uk/id/eprint/128744/1/Fallstudie_Case_study_German_School_translation.pdf, 30.12.2019

ZEIT ONLINE, afp, dpa, mib, kg (2017): Lehrer misstrauen Lernerfolg durch digitale Medien. Online abrufbar unter: https://www.zeit.de/digital/2017-09/schule-digitalisierung-bildung-bertelsmann-studie, 30.12.2019

ZEIT ONLINE, AFP, KNA, fin (2018): Schulen skeptisch gegenüber Digitalisierung. Online abrufbar unter: https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2018-10/medien-unterricht-digitalisierung-schulleitungsmonitor-lehrkraefte, 30.12.2019

Verfasst von: Johanna Günther, Miriam Hauer, Alina Reseterits & Isabella Serajnik

Der Link zu unserem Podcast: http://podcampus.phwien.ac.at/digimed/files/2020/01/Tools.mp3

Der Link zu Schoolfox: https://schoolfox.com/messenger-at/?gclid=EAIaIQobChMI-uXj6bX25gIVWOR3Ch3D6wI5EAAYASAAEgL09vD_BwE