13 Jan

Musik in digitalen Spielen – zwei Spiele mit (Mehr)Wert

Titel des Artikels:

Musik in digitalen Spielen – zwei Spiele mit (Mehr)Wert

Link zum Artikel: https://journals.univie.ac.at/index.php/mp/article/view/3260/2928

Datum der Rezension:

21.12.2019

Zusammenfassung des Inhaltes:

Im Artikel „Musik in digitalen Spielen – zwei Spiele mit (Mehr)Wert“ von Karina Kaiser-Fallent handelt von zwei medien-pädagogischen Computerspielen, welche sich auf musikalische Art und Weise mit gesellschaftlichen Thematiken befassen.

Das Abenteuerspiel „Wandersong“ befasst sich mit einem Haupthelden, der seine Gegenspieler nicht mehr mit seinem Schwert bekämpfen kann, sondern nur noch durch Tanz und Gesang. Während er singt und tanzt, schafft er es herumirrende Geister sowie Monster zu beseitigen, aber auch dass sie ihre Masken ablegen. Die Spielenden müssen zahlreiche Aufgaben lösen, um nach dem sogenannten „Earthsong“ zu suchen, welcher das komplette Universum vor dem Abgrund schützen soll. Dieses Spiel hinterlässt ein positives Gefühl bei den Spielenden und

Kann durchaus im pädagogischen Kontext als ein Einstieg, beispielsweise für eine Diskussion über Gewalt, eingesetzt werden. Für dieses Spiel sind Englischkenntnisse von Vorteil und das Spielen ist erst ab 14 Jahren empfohlen.

Es wird noch ein weites Spiel genannt, nämlich das „Jump&Run-Spiel Songbird Symphony. Bei diesem Computerspiel geht es um ein Vogelküken, namens Birb, welches versucht seine Identität auf musikalische Weise aufzusuchen. Der Ablauf der Geschichte ist für Kinder geeignet und beinhaltet humorvolle Figuren, sowie Animationen. Da das Küken sich auf die Suche nach seiner Identität macht, wird verdeutlicht, dass es auf ein wichtiges gesellschaftliches Thema fokussiert, nämlich auf Mobbing und Ausgrenzung. Das Spiel eignet sich für Kinder im Alter von 7-12 Jahren. Im pädagogischen Kontext kann dies als Anregung gesehen werden, bei dem ein wechselseitiger Austausch von Eigenschaften seines Gegenübers positiv betont werden. So können eine gegenseitige Wertschätzung und Toleranz gestärkt werden.

Persönliche Meinung:

Meiner Meinung nach können und sollen Spiele den Kindern angeboten werden, wenn diese auch eine bestimmte Förderung erzielen können. Bei beiden Computerspielen werden wichtige Themen indirekt angesprochen, die eine Message vermitteln wollen. Da Kinder sehr gerne am Computer oder I-Pad spielen und solche Spiele auch fördernd sind, sollten wir als Lehrpersonen diese in unseren Unterricht einbringen.

12 Jan

CALL Prix Ars Electronica u19 – create your word

Titel des Artikels:

CALL: Prix Ars Electronica u19 – create your world

Link zum Artikel:

https://journals.univie.ac.at/index.php/mp/article/view/3282/2912

Datum der Rezension:

17.12.2019

Zusammenfassung des Inhaltes:

In dem Artikel „CALL: Prix Ars Electronica u 19 – create your world“ von Katharina Kaiser-Müller geht es um einen Wettbewerb für Neu-, Quer- und Weiterdenkerinnen und -denker in Österreich, wo Projekte, einfache Ideen oder Designs für die Zukunft eingereicht werden. 

Dieser Wettbewerb wird vom Bundesministerium Bildung, Wissenschaft und Forschung und von KulturKontakt Austria unterstützt. Die Prix Ars Electronica möchte gerne wissen, was Kinder und Jugendliche bis 19 gerade so machen, denken und woran sie arbeiten. Diese Zukunftsinitiative der nächsten Generation wird in drei Bereiche unterteilt:

  • CREATE YOUR WORD Prix
  • CREATE YOUR WORLD Festival
  • CREATE YOUR WORLD Tour

In Zukunft muss jede neue Entwicklung vermittelt, gelernt sowie gelehrt werden. Prix Ars Electronica möchte anhand dieser Plattform Kinder und Jugendliche dazu einladen, Sachen zu experimentieren, erforschen und zu entwickeln. Hierbei werden neue Projektformate ausprobiert, Lernstrukturen werden getestet und weitere Ideen realisiert. 

Wie schon erwähnt, dürfen Kinder und Jugendliche, die nicht älter als 19 Jahre alt sind und in Österreich wohnhaft sin, teilnehmen. Dabei könne die Kinder entweder alleine, aber auch in Gruppen mitmachen. Zusätzlich können auch Schulprojekte eingereicht werden. 

Wer bewertet die Einreichung? 

Eine 5-köpfige Fachjury, die bunt durchgemischt wird, darf alle Einreichungen in einer dreitägigen Jurysitzung begutachten. Dabei wird besonders auf die Kreativität des Projektes geachtet. 

Außerdem wird jede Einreichung belohnt. Zum einen erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein ausführliches Feedback und ein Gratisticket für das Ars Electronica Festival, um sich Ideen für das nächste Projekt zu holen. Zum anderen erhalten sie einen kostenlosen Festivalpass und für Schulklassen gibt es seit neuestem einen Gratis-Besuch ins Ars Electronica Center. Zusätzlich wird für besonders kreative Projekte Auszeichnungen, Anerkennungen und Sachpreise im Wert von 2.000 € vergeben. Der Hauptpreis besteht aus einer golden Nica und 3.000€. 

Meine persönliche Meinung:

Bevor ich den Artikel über das Prix Ars Electronica gelesen hatte, wusste ich nicht was das eigentlich ist. Doch ich finde, dass der Prix Ars Electronica ein sehr tolles und gut durchdachtes Konzept für Kinder und Jugendliche ist. Es ist eine sehr wichtige Auszeichnung für Kreativität und im Bereich digitaler Medien. Ich finde es sehr schade, dass solche Arten von Wettbewerb einem unbekannt sind und viel mehr in der Schule eingebracht bzw. erwähnt werden müssen. 

12 Jan

Musik in digitalen Spielen – zwei Spiele mit (Mehr)Wert

Titel des Artikels:
Musik in digitalen Spielen – zwei Spiele mit (Mehr)Wert
von Karina Kaiser-Fallent

Link zum Artikel:
https://journals.univie.ac.at/index.php/mp/article/view/3260/2928

Datum der Rezension:
21.12.2019

Zusammenfassung des Inhalts:
In dem Artikel „Musik in digitalen Spielen – zwei Spiele mit (Mehr)Wert“ von Karina Kaiser-Fallent geht es um zwei Computerspiele, die die Möglichkeit bieten, auf musikalische Weise einige gesellschaftliche Themen anzusprechen.

Im Abenteuerspiel Wandersong geht es um einen Haupthelden, der mit seinem Schwert keine Wirkung erzielt, sondern durch Gesang und Tanz das „Böse der Welt“ besiegt. Singend und tanzend gelingt es ihm dunkle Gestalten aufzulösen bzw. sie dazu zu bringen, der Musik zu „folgen“ und ihre Masken abzulegen. Damit der „Earthsong“, der das gesamte Universum vor dem Untergang bewahren soll, gefunden wird, müssen die Spielenden einige Aufgaben lösen.
Im pädagogischen Kontext könnte man das Spiel als Einstieg ist das Thema „Gewalt als Konfliktlösung“ bzw. „Ursachen von Gewalt“ heranziehen. Zudem finden die Dialoge auf Englisch statt, dadurch können die Englischkenntnisse gefördert werden.

Im Jump&Run-Spiel Songbird Symphony geht es um ein Vogelküken Namens Birb, das sich auf die musikalische Suche nach seiner Identität macht. Das Thema der Geschichte ich das „hässliche Entlein“, das durch die Suche nach seiner Herkunft und Identität die Themen soziale Ausgrenzung und Mobbing aufgreift.
Im pädagogischen Kontext könnte dieses Spiel als Anregung dienen, in einem wechselseitigen Austausch Eigenschaften eines Partners in einem positiven Kontext zu präsentieren. Somit kann der Wert von Individualität und Zusammenhalt in einer Gruppe hervorgehoben werden. Gegenseitige Wertschätzung und Rücksichtnahme können dadurch erhöht werden.

Eine genauere Beschreibung und Beurteilung beider Spiele findet man unter folgendem Link:
https://www.bupp.at/de/empfehlungen

Meine persönliche Meinung:
Ich persönlich bin der Meinung, dass man Kindern Spiele anbieten sollte, die sie in einer gewissen Form fördern. Bei diesen beiden Spielen steht das „Menschliche“ im Vordergrund. Senten gibt es Spiele, die auf sozialer Ebene versuchen, den Kindern eine Botschaft zu vermitteln. Ich finde es toll, dass diese Spiele entwickelt wurden und finde, dass sie, wenn sie schon nicht zu Hause gespielt werden, zumindest in den Schulalltag eingeführt gehören.
Kinder spielen sehr gerne am Computer. Umso wichtiger ist es, dass wir Lehrerinnen und Lehrer ihnen ein Angebot bieten, das sie in einer gewissen Weise „weiterbringt“.

09 Jan

Fake-News bei Jugendlichen? Gesundheit und Sport!

Titel des Artikels:
Fake-News bei Jugendlichen? Gesundheit und Sport!
von Barbara Buchegger und Louise Horvath

Link zum Artikel:
https://journals.univie.ac.at/index.php/mp/article/view/3017/2657, (08.01.2020)

Datum der Rezension:
21.09.2019

Zusammenfassung des Inhalts:
In dem Artikel „Fake News bei Jugendlichen? Gesundheit und Sport!“ von Barbara Buchegger und Louise Horvath geht es um das Erasmus+-Projekt Fake-Off, bei dem Tipps und Tricks vorgestellt werden, die Jugendlichen helfen Fake News zu erkennen und Informationen richtig zu bewerten.

Dabei geht es vor allem um außerschulische Arbeit, da es in diesem Gebiet einen Mangel an Übungen und methodischen Zugängen gibt. Bei dem Projekt geht es grundsätzlich um die Frage, mit was für Falschinformationen Jugendliche in Europa derzeit konfrontiert sind. Man hat erkannt, dass sich die Themen, die die Jugendlichen betreffen, oft von den Erwachsenen-Fake-News unterscheiden. Es kam heraus, dass Fake News, auf die Jugendliche treffen, unter anderem von Gesundheit, Sport, Ernährung, Drogen, Sexualität, etc. handeln.

Nachdem man zu diesen Erkenntnissen kam, baute man ein didaktisches Konzept auf. Dieses Konzept ist Teil eines „Digital Learning Packs“, welches eine App für den Umgang mit Fake News und eine Website mit Toolbox beinhaltet.

Die drei Stufen des didaktischen Ansatzes sind folgende:

  1. Quellen kennen und wissen, wo man was finden kann.
  2. Wissen, wie Informationen bewertet werden können.
  3. Wissen, wann und wie man Informationen nutzen kann.

In der Praxis fällt es den Jugendlichen schwer die erworbenen Fähigkeiten im Rahmen einer Recherche umzusetzen. Im Internet gibt es sehr viele falsche Meldungen und die Benutzer haben die Aufgabe vorerst allein durch ihr Bauchgefühl zu untersuchen, ob es sich bei einem Posting um ein Fake oder um Richtigkeit handelt. Die erste Stufe stellt eine besondere Herausforderung dar, da es sehr schwer ist gewohnte Wahrnehmungen zu verändern. Viele internationale Projekte enden bei dieser ersten Stufe.

Deshalb hat sich das Fake-Off-Projekt einige Ziele gesetzt, bei dem die Jugendlichen dazu angeregt werden sollen, sich selbst neue Gewohnheiten anzueignen und diese im Alltag anzuwenden. Es werden Übungen für Schulen und außerschulische Jugendarbeit angeboten. Dabei zielt man auf die Schulung für jüngere Jugendliche, die von älteren durchgeführt werden. Davon profitieren dann beide: Die Schulenden üben dadurch neue Gewohnheiten und die jüngeren Jugendlichen lernen das Konzept kennen. Durch Internetsprechstunden und Speeddating haben die Jüngeren auch noch die Möglichkeit auf offene Fragen Antworten zu bekommen.

Meine persönliche Meinung:
Ich finde das Thema Fake News sehr spannend, da jede/jeder von uns alltäglich mit dem Internet verbunden ist. Umso wichtiger ist es, dass man schon früh genug den richtigen Umgang mit Fake News kennenlernt. Eine Veränderung unseres Verhaltens kann dazu beitragen, dass wir dem Thema Fake News besser begegnen können und das sollte jeder / jede von uns wissen. Ich kannte das Projekt zuvor nicht, finde aber, dass das Konzept und der didaktische Ansatz gut durchdacht worden sind.

12 Jun

Alter vs. Digitalisierung. Digitale Medien in Erwachsenenbildung.

Rezension des Artikels am 07. Juni.2018

von Christine Hakaj

 

Medienpädagogik als Chance und Herausforderung für die Erwachsenenbildung von Caroline Roth-Ebner

 

 

In diesem Beitrag geht es um die Digitalisierung des Alltags-besonders in der Erwachsenenbildung, da sie nun immer öfter davon betroffen ist. Das Ziel dieses Beitrags ist es Medienpädagogik näher zu beleuchten um seine Potenziale, Herausforderungen und Konsequenzen zu sehen.

Schließlich ist Digitalisierung auch ein Gegenstand der Bildung und somit kommt der Begriff „Medienpädagogik“ ins Spiel.

Hier wird auch von einer „vierten Schlüsselkompetenz“ gesprochen, die mittlerweile ein zentraler Teil der Allgemeinbildung ist. Bei Kindern und Jugendlichen ist dieses Thema in aller Munde, aber es wird kaum erwähnt, dass medienpädagogische Kompetenzen in Erwachsenenbildung einen großen Aufholbedarf haben und somit auch von großer Bedeutung sind.

 

„In einem Strategiepapier der Europäischen Union zur Erwachsenenbildung wird die Förderung digitaler Kompetenzen gefordert, da sie zu sozialer Inklusion und einem «effektiven» Arbeitsmarkt führen.“

(Roth-Ebner, Caroline (2018): Medienpädagogik als Chance und Herausforderung für die Erwachsenenbildung. Abrufbar unter: https://www.medienimpulse.at/articles/view/1155?navi=1#fn7 (07.06.2018)

 

Wenn es um das Lehren und Lernen mit Medien geht, sind heute vor allem digitale Medien gemeint.

Der Einsatz digitaler Medien kann in Bildungsprozessen höchst unterschiedliche Formen annehmen. Diese reichen von kleinen Formaten wie z.B. kurzen Erklärvideos von ca. 2–3 Minuten Länge, wie sie beispielsweise auf YouTube zu finden sind, bis hin zu umfangreicheren und komplexeren Formaten.

Die Möglichkeiten der Bereitstellung von Lerninhalten im Social Web sind unbegrenzt und schließen auch Weblogs (z. B. als Lerntagebücher) und Podcasts (abonnierbare Mediendateien mit beliebigem Inhalt) ein.

Dies bedeutet aber nicht, dass die Präsenzlehre zwangsläufig verschwindet wie man bei Blended-Learning-Szenarien gut sehen kann. Hier wird die Präsenzlehre mit E-Learning-Anteilen verbunden und profitiert somit gleichzeitig von beiden Varianten. Wie bei jedem pädagogischen Angebot kommt es auch hier stark auf die Umsetzung und das didaktische Konzept an.

 

Aber nicht nur Lernen mit Medien steht hier im Vordergrund, sondern auch Lernen über Medien, d.h. Medien als Lerngegenstand zu fördern und Interesse zu wecken, speziell für Erwachsene.

 

Eigene Meinung:

Ich muss gestehen, dass ich mich persönlich nie damit auseinandergesetzt habe mit Medienbildung im Erwachsenenalter. Besonders vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und einer steigenden Lebenserwartung besteht diese Gefahr, dass eine große Gruppe älterer und alter Menschen den „Anschluss“ an neue Technologien verpasst, gleichzeitig ergeben sich aber auch neue Formen ge

sellschaftlichen Zusammenlebens, z.B. des generationenübergreifenden, gemeinsamen Lernens.

Die Tatsache, dass ältere Menschen täglich mit neuen Technologien im Alltag konfrontiert werden und sich damit abfinden und ihre Päckchen bei der Post nun “elektrisch” abgeben müssen überfordert viele. Sie fühlen sich überholt und teilweise auch machtlos und resignieren.

Deshalb finde ich es großartig Kurse und Workshops mit und über Medien für ältere Personen anzubieten. So haben sie die Möglickkeit mit dem Wandel der Zeit mitzugehen und die Unsicherheit und Berührungsangst hinter sich zu lassen.

 

 

01 Mrz

Rezension: YouTube-Videos: innovativ-traditionelle Textsorten für den Sprachunterricht

Rezension von Vivian Teichmann

Autorin: Elke Höfler

Link: http://www.medienimpulse.at/articles/view/991?navi=1

Datum: 23.02.2017

Wie der Titel schon vermuten lässt, schreibt Elke Höfler in ihrem Fachartikel über die Bedeutung, den Wert und den Nutzen von YouTube-Videos für Kinder und Jugendliche und für die Schule. Sie möchte den LeserInnen greifbar machen, inwiefern You-Tube Videos für den Sprachunterricht in der Schule relevant sind und ihre notwendige Berechtigung im schulischen Kontext haben.

Dabei führt sie die JIM-Studie als aussagekräftige Quelle für das multimediale Nutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren an. Diese präsentiert Youtube als wohl beliebtestes Webangebot dieser Altersgruppe und wird von 61 % der Jugendlichen mehrmals wöchentlich verwendet. Der Grund für diesen hohen Prozentsatz liegt in der hohen Usability, hochwertige Qualität und hohes Ansehen des Videoportals bei SchülerInnen. Ein Feature, was dieses Portal besonders reizvoll wirken lässt, ist die Möglichkeit neben Videos bloß passiv zu konsumieren, auch selbst produzieren und hochladen zu können. Wer ein eigenes Nutzungskonto besitzt, hat zudem die Gelegenheit, Inhalte zu kommentieren und somit mit der Web-Community zu kommunizieren. Im Blickpunkt der Arbeit mit YouTube Videos in der Schule stehen aktuelle YouTube Stars, die die Jugendlichen laufend unterhalten,  und durch die Face-to face Kommunikation mit ihren Zusehern diesen besonders authentisch gegenübertreten.

Ziel der Auseinandersetzung mit diesen Videos der Stars soll laut Elke Höfler sein, SchülerInnen zunächst darüber aufzuklären, dass sich YouTube Stars nicht ausschließlich an ihre Zielgruppe richten, sondern im Sinne ihres Geschäftsmodell durch Produktplatzierungen  und andere Empfehlungen im Namen bekannter Werbeagenturen handeln.

Geht es um den Sprachunterricht, leisten Youtube Videos einen immensen Beitrag zur sprachlichen Entwicklung der SuS. Durch die Analyse der Gestaltung eines solchen Videos, mit seinen sprachlichen Strukturen und themenorientierten Inhalten wird die Textkompetenz der Kinder in vielerlei Hinsicht gefördert. SchülerInnen lernen zwischen wichtigen und unwichtigen Inhalten zu unterscheiden, nehmen eine kritische Haltung durch Reflexion des im Video Gesagten ein, und bilden ihre eigene Meinung. Die Textsorten der Kritik, Rezension und des Kommentars werden mit diesen Videos umfassend abgedeckt und können für den Sprachunterricht herangezogen werden.

Zuletzt sei auf die Real-Life Talks hingewiesen, die die Autorin als didaktisch wertvolle Methode für den Gebrauch von YouTube-Videos im Unterricht schätzt. Dabei handelt es sich um Arbeitsaufträge in der Schule, die allein oder in der Gruppe erfüllt werden sollen. Das Besondere daran: SchülerInnen nehmen die Rolle von YouTube Stars ein und produzieren selbst zu einem gewählten Genre ein Video, in dem sie eine Empfehlung, ein Kommentar oder ihre Kleidersammlungen und Sonstiges präsentieren. Die Sprachkompetenz  und die medialen Erfahrungen der SuS sind gefordert, hohes Engagement und erlebnisorientierter Unterricht stehen im  Mittelpunkt des Geschehens. Durch diese Aufgabenstellung lernen Kinder kennen, wie und mit welchen Mittel die YouTube Branche und seine Stars arbeiten, um einen gewissen Effekt bei seinen Abonnenten zu erzielen. Sie Lernen am Modell „YouTube Videos“ und reflektieren zugleich den Wert der Inhalte. Ein didaktisches Konzept, das an der außerschulischen Lebenswirklichkeit der SchülerInnen anknüpft und in Bezug auf die Entwicklung ihrer Sprach- sowie Medienkompetenz zweckdienlich ist.

Persönliche Meinung

Ich erachte diesen Artikel als höchst interessant und relevant für den Sprachunterricht an Österreichs Schulen. Auch ich bin der Meinung, dass YouTube Stars mehr denn je, Vorbilder und wesentlichste Informationsquelle der Kinder und Jugendliche geworden ist. Die Auseinandersetzung mit dem Phänomen YouTube und deren Stars kann SchülerInnen darüber aufklären, was sie denn überhaupt sehen und darüber zu diskutieren und Videos zur Analyse heranzuziehen, kann die Kinder einiges lehren. Sie tauchen ein in die Welt der YouTube Stars, von denen sie bloß das wissen, was sie in den Videos von ihnen zu hören und sehen bekommen. Ein tieferer Einblick in die gesamte YouTube Branche lässt Kinder endlich erkennen, wie normale Bürger unserer Gesellschaft durch das Hochladen von Videos mit einem Male zu Stars werden, und dass dies nicht mit einem Klick getan ist, sondern weit mehr dahinter steckt. Dass die Analyse von YouTube Videos die Textkompetenz umfassend fördern soll, bezweifle ich jedoch. YouTube Stars argumentieren, diskutieren und präsentieren themenorientierte Inhalte ihrer Zielgruppe. Diese multimediale mündliche Textkompetenz jedoch auf Papier zu transferieren, wird durch die bloße Analyse von Videos- meiner Ansicht nach- nicht ausreichend sein. Da bedarf es  einer engen Verknüpfung mit konkreten Lehrinhalten zum Verfassen von Texten. Die Überschrift des Artikels sollte meiner Meinung nach wie folgt lauten: YouTube Videos: innovativ-traditionelle Medienkompetenz für den Unterricht.

01 Mrz

Rezension: Die digitale Revolution frisst unsere Kinder?/ Medienbildung in der Schule

Rezension von Vivian Teichmann

Autor: Hans-J Ulbrich

Link: http://www.medienimpulse.at/articles/view/992?navi=1

Datum der Rezension: 19.02.2016

In seinem Artikel präsentiert Hans- J Ulbrich sein neuestes Filmprojekt zum Thema Medienbildung in der Schule.  In diesem Dokumentarfilm werden um die 25 Schulen in Deutschland einem Versuch unterzogen, die Ergebnisse, Erkenntnisse dieses 3-jährigen Forschungsprozesses analysiert und reflektiert.

Als Beteiligte des Schulversuches gelten alle SchülerInnen als auch Lehrkräfte der Institution Schule, wie auch MedienpädagogInnen, mit denen der Autor über Medienbildung geredet hat. Ulbrich versteht Medien nicht als bloßes Kommunikationsmittel und Bildung nicht als das bloße Erlernen für SuS relevanter Lehrinhalte. Er spricht bei Medienbildung zurecht von Herzensbildung, die nicht bloß auf Kenntnisse um und über Medien und all ihre Facetten reduziert ist. Jeder Wissenserwerb ist ein Entwicklungsprozess in denen Gefühle eine ebenso relevante Rolle spielen wie Tatsachen und Erkenntnisse.  Er will damit verdeutlichen, dass Medien ein Bestandteil unserer Kultur sind, ob man will oder nicht. Der Begriff der Medienpädagogik wird geboren. Es ist die Sensibilisierung für ein Thema, gegenüber das die ältere Generation oft missgünstig gegenübertritt. Doch wie Hans -J Ulbrich im Film verdeutlichen will, sind Medien letztlich das Produkt dessen, was sich durch die Entwicklung von Kommunikationstechniken als Werkzeug zur Vermittlung von Information mit seinem Emotionsgehalt als wesentliches Ausdrucksmittel  herausgebildet hat.

Im Zuge des Filmes werden alle Beteiligten mit der Frage konfrontiert ob die Schule überhaupt der digitalen Revolution gerecht werden kann?

Diese Fragestellung basiert auf einer von Ulbrich aufgestellten und durchdachten These, die den Kern des Filmes bilden.  Die These lautet wie folgt:

Die Schule ist obsolet, weil sie nicht mehr das Monopol des Lernortes innehat.

Anhand von MedienpädagogInnen, SuS, Lehrkäften und anderen Mitgliedern der Institution Schule soll im Verlauf des Filmes diese These belegt bzw. widerlegt werden.

Demgegenüber steht im zweiten Teil des Filmes die Antithese, die widerlegt, dass die digitale Revolution unsere Kinder „fressen“ würde. Dies zeigt Ulbrich durch zahlreiche Projekte und Konzepte zur Medienbildung, die an den Schulen durch forschendes Lernen erprobt und durchgeführt wurden.

Zu Ende des Films hält der Autor jedoch fest, dass diese Projekte zur Umsetzung lediglich „einsame Leuchttürme“ in der Schule darstellen. Es bedarf weit mehr Engagement und Wertschätzung für Medienbildung an der Schule. Somit wird der Film mit einer Synthese abgeschlossen, die umfassende Medienbildung nicht ausschließt, sondern Lösungsvorschläge und Umsetzungsmöglichkeiten zur Realisierung dieser Schlüsselkompetenz anbietet.

Persönliche Meinung

Hans-J Ulbrich hat mit diesem Artikel- meiner Meinung nach- ins Schwarze getroffen. Wie, wenn nicht direkt in der Schule, am Lernort der Kinder, können in Bezug auf Medienbildung neue relevante Forschungsergebnisse durch Gespräche mit Personen verschiedenen Alters und Kenntnissen über Medien erschlossen werden? Mit diesem Film schafft er einen neuen und authentischen Einblick, wie es denn wirklich an den Schulen aussieht und was durch Medienprojekte und -konzepte erreicht werden kann. Er lässt alltägliche Bilder und die Handlungen und Aussagen der Befragten im Film für sich sprechen. Das Lesen des Artikels hat mir den Film schmackhaft gemacht und ich bin bereits gespannt auf die Ergebnisse. Für mich als angehende Lehrerin kann ich nur nochmals betonen, wie wichtig Medienbildung auch für mich ist. Die Umsetzung wie auch Erfahrungen an den Schulen in einem Film mit direkter Auseinandersetzung mit den Betroffenen sehen zu können, erscheint mir sehr lehrreich und ein sinnvoller Zugang zur Medienbildung zu sein.

01 Mrz

Rezension: Kompetenzorientierte Medienpädagogik als integraler Bestandteil der schulischen Bildung

verfasst von Vivian Teichmann:  

Autoren: Gerhard Brandhofer/ Walter Fikisz

Link: http://www.medienimpulse.at/articles/view/965?navi=1

Datum: 19.02. 2017

Inhalt

In dem von Gerhard Brandhofer und Walter Fikisz verfassten Artikel wird die kompetenzorientierte Medienpädagogik im Blickpunkt Schule einer genauen Analyse unterzogen. Dabei werden Fragen behandelt wie: Was ist kompetenzorientierte Medienpädagogik? Warum und wozu benötige ich diese in der Institution Schule? Wie kann ein Konzept dieser Medienpädagogik konkret im Unterricht umgesetzt werden und welche Auswirkungen hat dies auf den Unterricht und die SchülerInnen?

Bereits zu Beginn des Artikels wird am Beispiel Social Media exemplarisch dargestellt, welche Kompetenzen im Hinblick auf Medienerziehung bei SuS geschärft werden können. Die AutorInnen setzen die LeserInnen darüber in Kenntnis,  wie wenig seitens der Lehrkräfte an Wissen über Social Media vorhanden ist. Sie betonen außerdem, wie wichtig Medienpädagogik unter anderem für die berufliche Qualifikation sei. Denn wie bereits zahlreiche Erkenntnisse belegen, beachten SuS  (Schüler und Schülerinnen) wie auch Erwachsene nicht, welche Konsequenzen ihre Postings bzw. Handlungen im Internet für ihre spätere berufliche Karriere als auch ihr Privatleben haben könnten. Kompetenzorientierte Medienpädagogik soll dieser Unachtsamkeit entgegenwirken und ein neues Verständnis für eine gefahrlose Nutzung digitaler Medien schaffen. Nicht zuletzt legen die Verfasser mit Untersuchungen des Mediennutzungsverhaltens von Kindern offen, warum, wie oft und mit welchen Inhalten sich Kinder unterschiedlichen Alters im Internet befassen. Hierbei handelt es sich vor allem um entwicklungs- und altersbedingte Fragestellungen, auf die heranwachsende Kinder im Internet und anderen Medien hoffen Antwort zu finden. Plattformen wie Facebook und WhatsApp sind dabei besonders beliebt. Warum? Im Jugendalter tendiert der Mensch dazu sich neu zu definieren, mit allen Facetten seines Ichs zu identifizieren. Diese Identifikation erfolgt durch den Vergleich mit -, die Inszenierung bzw. Rolleneinnahme von Vorbildern aus der Peer-Group bzw. Freunden von überall auf der Welt. Facebook ist umso reizvoller für SuS, da hier über das persönliche, sehr vertraute Umfeld, wie es bei Whatsapp üblich ist, plötzlich darüber hinaus mit Freunden kommuniziert werden kann, die man möglicher Weise noch nie real gesehen hat.

Mit den Erkenntnissen über dieses Mediennutzungsverhalten machen  Gerhard Brandhofer und Walter Fikisz deutlich, wie wichtig die Auseinandersetzung mit verschiedenen Mediennutzungsformen in der Schule ist. Nicht nur, um SuS vor jeglicher Gefahr im Internet und bei Nutzung anderer Medien zu schützen. Vielmehr noch, um das Bewusstsein zu schärfen, welche Vorstellungen, Bilder, Emotionen durch Medien geschaffen werden können, und  den Kindern eine kritische und achtsame Auseinandersetzung mit diesen Medien zu lehren.

Die Umsetzung kompetenzorientierten Unterrichts soll dabei die Medienerfahrung in den Mittelpunkt des Geschehens stellen. SuS sind mehr denn je gefragt, wenn es darum geht, ihr Vorwissen bezüglich des Gebrauchs und den Inhalten der gesamten Medienlandschaft zu aktivieren. Oft wissen sie weit mehr, als Lehrpersonen diesbezüglich glauben lehren zu können. Ziel ist es, integrale Medienpädagogik im Unterricht zu üben. Dies bedeutet, dass der Zugang zu dieser immer über ein Thema geschaffen werden muss, das für SuS auch interessant, möglichst erlebnisorientiert und alltagsbezogen ist. Erst dadurch können Kompetenzen wie das Empathievermögen, Achtung der kulturellen und sozialen Heterogenität, sowie Unterscheidung privater, beruflicher und öffentlicher Sphäre im Internet  durch Medienerziehung und Medienpädagogik geschärft werden.

Abschließend lässt sich festhalten, dass kompetenzorientierte Medienpädagogik im Unterricht nur dann erfolgreich umgesetzt werden kann, wenn ein Paradigmenwechsel geschieht, nämlich,  wenn streng hierarchische Strukturen in der Schule zur Sensibilisierung der Medienerziehung , aufgelöst werden. Die Lehrperson ist in dieser Hinsicht nicht allwissend, was Mediennutzung anbelangt. SuS wird dadurch die Möglichkeit eröffnet, den Unterricht weit mehr mitzubestimmen und mediale Aspekte aus ihrem Leben in das Unterrichtsgeschehen einfließen zu lassen, und dieses mitzubestimmen. Erst dadurch können sich SchülerInnen mit Medienkompetenz in der Schule  zu mündigen, emanzipierten und  verantwortungsvollen wie achtsamen Mitgliedern der Gesellschaft entwickeln.

Persönliche Meinung

Aus meinem Standpunkt ist kompetenzorientierte Medienpädagogik mehr denn je relevant und wichtig im Unterrichtsgeschehen der Institution Schule. Wenn man bedenkt, wie unachtsam und unreflektiert heranwachsende Jugendliche mit Medien umgehen zu wissen, bedarf es weit mehr Einsatz seitens der Lehrkräfte, um SuS zu schützen und im Bereich der Medienpädagogik weiterzuentwickeln. Aus diesem Grunde erachte ich den Artikel mehr als nur relevant für mich und andere Lehrpersonen wie anderen Personen in der Institution Schule. Da Medienerziehung ohnehin, wie die Autoren uns wissen lassen, im Lehrplan bereits fest verankert ist, liegt es in unserer Verantwortung diese auch im Unterricht umzusetzen. Besonders gut an diesem Artikel gefällt mir der praktische Bezug zur effektiven Umsetzung kompetenzorientierter Medienpädagogik. Es wird anhand konkreter Beispiele genau erläutert, welche Kompetenz wie im Unterricht gefördert werden kann, und dass dies nie getrennt vom aktuellen Thema geschehen sollte. Ein wirklich interessanter Artikel, der uns Lehrpersonen wachrütteln lässt und sogleich als Appell an unser Engagement zur Verwirklichung dieses Konzeptes angesehen werden kann.

17 Feb

Cybermobbing-Filmprojekt „Setze ein Zeichen!“

1. Titel des Artikel
Cybermobbing-Filmprojekt „Setze ein Zeichen!“

2. Link zum Artikel
Cybermobbing-Filmprojekt „Setze ein Zeichen!“ (visit: 17.02.2017)

3. Datum der Rezension
17.02.2017

4. Ein Absatz mit Zusammenfassung des Inhaltes
Die Thematik des Cybermobbing ist auch in Österreich angekommen. Um diese Thematik aufzugreifen und bekannt zu machen, hat Caroline Webhofer gemeinsam mit Studierenden der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, einem Produzenten sowie einem Cutter einen „Motivationsfilm“ produziert. Die Studierenden hatten so die Möglichkeit bei der Entstehung eines Filmes mitzuwirken. Der Film „Setze ein Zeichen!“ wurde im Februar 2016 veröffentlicht und handelt von einem 13-jährigen Jungen der sich aufgrund von Cybermobbing das Leben genommen hat.

5. Ihre persönliche Meinung zur Relevanz des Artikels
Ich persönlich finde die Thematik des Artikels interessant. In dem Artikel selbst wird sowohl auf die Thematik des Cybermobbings eingegangen (wenn auch nur oberflächlich), als auch auf die Produktion des Films und der Entwicklungsprozess, bis dieser vorgestellt werden konnte. Da in diesem Fall Studierende an diesem Projekt mitgearbeitet haben, finde ich den Artikel auch sehr relevant. Meiner Meinung nach sollte es öfter solche (oder ähnliche) Projekte geben, bei denen sich Studierende einbringen und das Ergebnis einer breiten Masse zugänglich machen können – aus diesem Grund gefällt mir dieser Artikel und der Kontext außerordentlich gut.

11 Jan

Rezension: Das Kino in der Zeitung – Notizen zur Geschichte der Kinomater

Die Rezension wurde am 11. Jänner 2017 im Rahmen des SE Medienbildung verfasst.

Rezension zu: Das Kino in der Zeitung – Notizen zur Geschichte der Kinomater
Textvorlage publiziert von Anna Högner
Quelle: http://www.medienimpulse.at/articles/view/620?navi=1
[Stand: 11.01.2017]

Gerne möchte ich mich heute mit einem Text Anna Högners, publiziert auf medienimpulse.at beschäftigen. Sie behandelt in ihrem Schreiben die spannende Geschichte der Kinomater.

Der archivarische Wert von Kinomatern ist groß. Die Mater ansich, sowie die in sie eingeschriebene Zeichen verleihen ihr historische Bedeutung. Kinomatern sind Teil der technischen Entstehungsgeschichte von Bilderdruck und Zeitung und ebenso Sparte der Wirtschaftsgeschichte des Kinos. Ihre Entstehung und das Arbeiten (auch im Schulalltag) damit ist überaus spannend – verglichen mit den heutigen zur Verfügung stehenden Medien gerade zu großartig.

Manch Jugendlicher mag sich nun denken „Was sind Matern eigentlich“?

Ich muss zugeben, dass auch ich mir darüber im Unklaren war. Aber gerade die Unnahrbarkeit fesselte mich beim Lesen der Arbeit – ebenfalls ein Grund, warum ich die Thematik in den Schulalltag einfließen lassen würde, denn ansonsten wird die Technik (wahrscheinlich) in naher Zukunft in Vergessenheit geraten.

Am Ende des 18. Jahrhunderts stieg die Nachfrage nach Druckerzeugnissen rasant an. Man suchte nach einem Weg, einmal gesetzte Schriftsätze zu konservieren und wiederholt verwenden zu können.(vgl. Gerhardt 1975: 121 ff.).
Nach vielen Fehlentwicklungen erfand Jean Baptiste Genoux in den 1820er-Jahren das Verfahren der Papier-Stereotypie. Ein Schriftsatz wurde abgeformt, indem man einen Bogen feuchter Pappe in den fertigen Satz „einklopfte“ und so einen Negativabdruck erhielt (vgl. ebd.). Wurde diese leichte und robuste „Papiermatrize“ oder „Mater“ mit Schriftmetall ausgegossen, war der Satz als druckbares „Stereo“ reproduziert – knapp 300 Jahre nach Gutenberg druckte man wieder mit unbeweglichen Lettern. (vgl. Högner, Anna)

Druckmatern sind also eine mediales Speichermedium. Als Zwischenstufe bei der Reproduktion von Druckvorlagen sind sie keine Drucke, obwohl sie Teil von Werbekampagnen waren, sind sie selbst nicht die Werbung und obwohl sie Bilder und Text transportierten sind sie selbst weder das eine noch das andere.

mater
Abbildung: Pressemater zu Vertigo (1958) und Anzeigenmater zu Le mépris (1963).
Quelle: Österreichisches Filmmuseum

Das österreichische Filmmuseum hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, seinen Bestand an Kinomatern aufzubereiten. Der größte Teil der im Museum befindlichen Matern stammt aus den Jahren zwischen 1950 und 1970.

Was wir heute als Anzeigen, Inserate, Standbilder für Magazine kennen, wurde auch damals zur Bewerbung der neusten Filme verwendet: für Zeitungen aufbereitete Fotos von SchauspielerInnen oder Szenen des Films wurden extra Pressematern angefertigt.
Diese wurden in Anzeigen, in den redaktionellen Teil, und später auch ins Fernsehprogramm integriert.
Kombiniert mit einer Bildunterschrift, die den Inhalt des Films in wenigen Worten wiedergab, zumeist mit einer gesetzten Ergänzung von Spieldauer, Spielzeit oder  Schlagzeilen war die Werbekampagne geboren.

Persönlich interessiert mich der Text, auf Grund meiner Tätigkeit in einer Marketing-Abteilung sehr. Die Anfänge der Bewerbung von Filmen und die daraus resultierenden heutigen Möglichkeiten sind faszinierend.
Da wir im Deutschunterricht auch das Thema „Filme“ im Lehrplan integriert haben, hat  der Artikel auch für LehrerInnen Relevanz. Eine Exkursion in das Filmmuseum sowie der Vergleich der Matern mit heutigen Filmplakaten ist überaus spannend und bietet einen intermedialen Zugang zur Thematik an.