13 Mai

Computerspiele bei Kindern und Jugendlichen – Gefahr oder Bereicherung?

Computerspiele bei Kindern und Jugendlichen – Gefahr oder Bereicherung?!

Wer kennt das nicht : das Kind das gebannt am Handy, iPod etc. hängt um Spiele zu spielen und nicht mehr wegzubekommen ist? Egal ob am Schulhof, in der U-bahn, zuhause oder wo auch immer – überall wird gespielt. Handelt es sich hier um einen Lernzuwachs für die Kinder, eine Entspannung zum Schulalltag oder lauert eine Gefahr hinter den teils harmlos wirkenden Spielen?

Der Umsatz mit Computer- und Videospielen steigt und steigt. Ob unterwegs mit portablen Geräten, zuhause am heimischen PC oder an der Spielkonsole, gespielt wird überall und alles. Die Spielindustrie hält hier zwei Strategien für uns bereit : zeitlich nicht anspruchsvolle Spiele für Zwischendurch  und Spiele die im Prinzip endlos sind und deren Zwischenstände nicht gespeichert werden können, der Spieler wird sozusagen „gezwungen“ dabei zu bleiben. Die Spielindustrie bietet auch eine Vielfalt an Spielgenres, jedes Kind findet ein Spiel das seiner Persönlichkeit und seinem Geschmack entspricht. Hier könnten wir uns fragen: Welche Spielgenres gibt es?

Computerspiele – steckt auch etwas Gutes dahinter? Was ist die Gefahr dabei?

Spielen ist ein Grundbedürfnis von Kindern, sie brauchen Freiräume in denen sie etwas tun können, was keinen wirklichen Zweck hat.  Computerspiele gehören bereits zur Jugendkultur.  .Wenn man für einen Moment die negativen Klischees wegräumt, sieht man das Kinder auch von Computerspielen lernen können. Zum Beispiel lernen sie andere Mitspieler zu akzeptieren und zu respektieren (gerade bei Online-spielen; Spielen die gemeinsam bestritten werden). Die Kids erleben in den Spielen spannende Abenteuer, schlüpfen in fremde Rollen und können in Fantasiewelten abtauchen. Wichtig ist, dass der kindgerechte Umgang mit den Spielen gegeben ist.  Die Kinder/Jugendlichen sollten nicht zu viel Zeit damit verbringen  gerade weil  nicht jedes Spiel einen Bildungszweck erfüllt, und oft schulische Anforderungen in den Hintergrund geraten:

Alter Angemessene Spielzeit
bis 7 Jahre durchschnittlich 30 Minuten
8-9 Jahre durchschnittlich 45 Minuten
10-11 Jahre durchschnittlich 60 Minuten
12-13 Jahre durchschnittlich 75 Minuten
(Richtlinien;Initiative: SCHAU HIN!)

Wann wird es zuviel?

Gerade Spiele mit hoher Bindungswirkung (vor allem Onlinespiele:  Gruppenzwang durch Mitspieler; Angst etwas zu verpassen; kein fixes Spielziel) haben ein hohes Suchtpotenzial und die oben genannten Richtwerte werden weit überstritten (Eltern sollten klare Regeln vorgeben). Besonders gefährdet sind schüchterne Kinder/Jugendliche mit einem geringen Selbstwertgefühl, die Probleme haben Freunde zu finden. Hier ist es wichtig soziale Beziehungen im unmittelbaren Umfeld des Kindes zu fördern, dass es sich nicht in seiner virtuellen Welt verliert.

Zur Killerspiele-debatte : Ein Killerspiel macht noch keinen Mörder

Amokläufe an deutschen Schulen entfachen immer wieder Verbotsdiskussionen im Hinblick auf so genannte Killerspiele. Ein Verbot in diese Richtung würde schnell und sichtbar eine Grenze setzen und Beruhigung schaffen, doch die eigentlichen tieferen und gesellschaftlich verbreiteten Ursachen derartiger Gewaltausbrüche würden bestehen bleiben. Computerspiele schaffen Scheinwelten, wobei intensiv spielende Jugendliche/Kinder sehrwohl zwischen Realität und Simulation unterschätzen können. Dennoch sind solche Spiele in denen grausame gewaltsame Tätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen ausgeführt werden, keinesfalls zu unterschätzen. Spiele prägen die Phantasie und über die Phantasie die realen Reaktions- und Verhaltensmuster, in welcher Abschwächung auch immer. Phantasie geht bekanntlich der Handlung voraus. Die aggresiven Tendenzen des Spielers  werden sich wohl eher verstärken als abschwächen. Mehr dazu hier : Streitfall Computerspiel.

Linksammlung:

http://www.mediaculture-online.de/Wie-wirken-Computerspiele.1299.0.html

Anregungen für den Unterricht:

http://www.mediaculture-online.de/Anregungen-fuer-den-Unterricht.1301.0.html

 

30 Apr

Exkursion Media Wien

Jan Voß

Media Wien

18.3.2014

Eindrücke

Die Media Wien ist eine m.E. viel zu unbekannte Institution. Der Service, der hier (angehenden) Lehrerinnen und Lehrern geboten wird ist äußerst wertvoll und wird auch im Rahmen der Ausbildung an der PH viel zu wenig kommuniziert.

Der Besuch der Örtlichkeiten inkl. einer kurzen Filmvorführung und einer Führung über das Gelände waren spannend und sehr aufschlussreich. Die Qualität des gezeigten „Lehr“Filmes war in einem Maße erschreckend indem die Auswahl und Vielfalt der Themenboxen faszinierend war.

Relevanz

Die Media Wien stellt, seitdem ich sie im Rahmen des Seminars kennengelernt habe, eine zentrale Position in meiner Lehrmittelressourcensammlung dar. Gerade habe ich wieder für die nächste Praxiswoche eine Themenbox bestellt und letzte Woche habe ich die für Lehramtsstudent_innen kostenfreie Mitgliedschaft bei den Büchereien Wien beantragt. Die Vorauswahl an relevanten Medien und die Sichtung und Bewertung von Filmmaterial stellen m. E. eine unverzichtbare Ressource für alle Lehrkräfte dar!

Persönliche Stellungnahme

Alles in allem ein sehr erfreulicher Besuch! In Zukunft werde ich zwar weniger die Örtlichkeit besuchen, dennoch nutze ich bereits jetzt die (Online-)Services der Media Wien gern und oft.

30 Apr

Exkursion Happylab Wien

Jan Voß

Happy Lab Wien

23.4.2014

Eindrücke

Das Wiener Fablab Happylab liegt unweit der Donau in der Haussteinstraße 4 im 2. Wiener Gemeindebezirk. Es wird am einfachsten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht (U1 Vorgartenstraße).

Als Fab Lab werden Einrichtungen bezeichnet, die sich der (digitalen) Produktion von Werkstücken verschrieben haben. Was früher Tischler- und Metallarbeitswerkstätten waren, sind heute Fab Labs. Werkstücke werden am Computer designed und anschließend additiv (bspw. 3D-Druck) oder subtraktiv (bspw. CNC-Fräse) hergestellt.

Im Wiener Happylab, das neben dem Metablab in der Rathausstraße 6 m.W. das einzige Wiener Fab Lab ist, finden sich verschiedene Geräte zur digitalen Produktion. Insbesondere interessant, weil nicht ohne weiteres in Schule oder Heim integrierbar (Kosten- und Raumfaktor) sind hier der Lasercutter die beiden 3D-Drucker, der Schneidplotter und die CNC-Fräse. Weiters finden sich dort auch noch verschiedene Elektronikarbeitsplätze (Lötarbeitsplätze).

Jeden Mittwoch abend (19-22 Uhr) finden im Happylab Führungen ohne Anmeldung statt, für Mitglieder (ab einem Monatsbeitrag von € 5) ist das Happylab auch sonst immer zugänglich. Allerdings ist darauf zu achten, dass bei den meisten Geräten eine Wartezeit eingeplant werden muss, da häufig Aufträge anstehen und diese z.B. bei einem 3D-Druck auch für kleinere Werkstücke mehrere Stunden in Anspruch nehmen können.

Es werden eine Reihe von Workshops für Schulen (und Privatpersonen) angeboten und das Happylab ist Teil der Dachorganisation ScienceCenter Netzwerk Österreich.

Relevanz für Medienpädagogik

Das Prinzip des Fablabs ist ein wichtiger Schritt auf der Entwicklung zu einer selbstbestimmten Lebensweise im digitalen Zeitalter der Postmoderne. Die Produktion von hoch-individualisierten Einzelstücken bietet die Möglichkeit sich der Verwertungslogik des vorherrschenden kapitalistischen Systems zu entziehen und selbst als Designer oder mindestens als Produzent tätig zu werden.

Um diese Möglichkeiten auszunutzen bedarf es natürlich einer gewissen Bildung, die m.E. im Bereich der Medienpädagogik fächerübergreifend organisiert werden sollte. Schnittpunkte ergeben sich hier insbesondere mit den Fächern Textiles und Technisches Werken, sowie Bildnerische Erziehung. Genauso wie der Umgang mit einer Säge und einem Hammer erlernt werden muss, muss auch die digitale Produktion verstanden und gemeistert werden. Hier sehe ich die Hauptaufgabe der Medienpädadogik in diesem Zusammenhang.

Persönliche Stellungnahme

Die Arbeit im Happylab ist spannend und durchweg angenehm. Die Örtlichkeiten sind sauber und ordentlich, die dort arbeitenden Personen stets freundlich und zuvorkommend. Alles in allem ein spannender Ort, der sicher die eine oder andere Exkursion oder Workshop wert ist!

30 Apr

Werbung in der Volksschule

In einer Welt, die von Werbung in jedem Medium durchflutet ist, stellt die Auseinandersetzung mit Werbung bereits im Volksschulalter eine wichtige Aufgabe der schulischen Lehre dar. Ein ausgezeichnete Handreichung zum Thema steht Pädagoginnen und Pädagogen in Form der Seite www.mediasmart.de zur Verfügung.

Auf der Seite stehen Lehrerinnen und Lehrern Ressourcen zur Verfügung, die es ermöglichen evtl. vorhandenes Vorwissen zu vertiefen und zentrale Begrifflichkeiten zu klären.

Desweiteren sind hier auch ganz konkrete Tipps und Anregungen für den Unterricht für die Vermittlung von Werbekompetenz im Unterricht der Volksschule versammelt. Es sind acht durchgeplante Unterrichtseinheiten präsentiert, die jeweils verschiedene Anknüpfungspunkte für die Weiterarbeit in unterschiedlichen Fächern bieten.

Im Übrigen eignet sich die Seite auch als Ressource für die Eigentätigkeit der KK. Neben verschiedenen Spielen zum Thema Werbung, stellt der Verein mediasmart e.V. auch eine Reihe von interaktiven multimedialen Begriffserklärungen und Präsentationen zur Verfügung, die sich direkt an die KK richten.

Alles in allem stellt die Seite www.mediasmart.de m.E. eine ausgezeichnete Ressource für die Arbeit zum Thema Werbung im Rahmen der Volksschule dar.

– Jan Voß

17 Mrz

Reicher u. Nagl: Cyber-Mobbing – eine ernstzunehmende Gefahr. Wie agiere ich als Lehrperson?

Unsere Kleinegruppe besteht aus Jennifer Reicher und Nina Nagl. Da wir beide NMS Lehrerinnen werden und unsere Schüler und Schülerinnen durch die verschiedenen Social Media Angebote vermehrt in Gefahr sind Opfer von Cyber-Mobbing zu werden, haben wir uns mit dieser Frage beschäftigt.

Cyber-Mobbing kann über das Internet, aber auch über das Handy (Whats App, SMS,..) stattfinden. DIe Täter stammen meistens aus dem Umfeld des Opfers und kennen keine Grenzen. Besonders gefährlich an Cyber-Mobbing ist, dass die Attacken ein großes Publikum erreichen und das Opfer somit vor sehr vielen Menschen bloß gestellt wird. Außerdem kann es rund um die Uhr passieren, da sich das Opfer und der Täter nicht persönlich gegenüber stehen müssen. Oftmals bleiben die Täter auch anonym, was die Angriffe für den Gemobbten besonders schlimm macht.

Als Lehrperson sollte man bereits im Vorfeld mit den Schülerinnen und Schülern über Cyber-Mobbing sprechen und sie über dessen Gefahren und Auswirkungen informieren. Es ist wichtig, dass sie lernen, sich in Rolle von Außenseitern und Opfern des Bullyings (Anm.: anderer Begriff für Cyber-Mobbing) hineinfühlen können und keine vermeintlichen Täter werden. Weiteres muss man die Jugendlichen über die gesetzlichen Regelungen aufklären und ihnen bewusst machen, dass man im Internet nicht lange anonym bleibt, da es für Institutionen wie zum Beispiel die Polizei sehr einfach ist die Täter ausfindig zu machen. Wenn man als Lehrender unsicher ist, gibt es viele organisierte Workshops, die man zu diesem Thema buchen kann.

Diese Tipps von ’saferinternet.at‘ sind sehr hilfreich um als Lehrperson richtig zu handeln:

Schüler/innen in ihrem Selbstbewusstsein stärken: Kinder und Jugendliche, die lernen, selbstbewusst und selbstbestimmt zu agieren, wissen sich in schwierigen Situationen besser zu helfen. Sie beziehen Angriffe weniger auf sich selbst und können in der Regel gelassener mit Mobbing umgehen.
Gutes Verhältnis zwischen Lehrenden und Schüler/innen schaffen: Ein gutes Vertrauensverhältnis trägt dazu bei, dass sich von Cyber-Mobbing betroffene Schüler/innen schneller an ihre Lehrer/innen wenden und so möglichst früh Hilfe organisiert werden kann.
Verhaltensvereinbarungen und Hausordnung erstellen: Wird Cyber-Mobbing in der Haus- bzw. Schulordnung thematisiert, ist später leichter damit umzugehen. Je transparenter das Thema von Anfang an in der Schule behandelt wird, desto einfacher fällt es, im konkreten Anlassfall konstruktive Entscheidungen zu treffen.
„Briefkasten“ einrichten und betreuen: Ein „Kummerkasten“ (z.B. E-Mail-Adresse, „echter“ Briefkasten) bietet Schüler/innen die Möglichkeit, anonym von Mobbing-Fällen zu berichten. Der „Kummerkasten“ sollte gut kommuniziert und regelmäßig überprüft werden. Zu beachten: Dieser anonyme Beschwerdekasten kann auch zum „Anschwärzen“ von anderen Schüler/innen missbraucht werden!
Peer-Modelle einführen: Da sich Cyber-Mobbing in der Regel zwischen Gleichaltrigen abspielt, kann eine Unterstützung aus dem Kreis der Schüler/innen hilfreich sein. In vielen Fällen reden die Opfer lieber mit einem vertrauenswürdigen Mitschüler als mit einem Erwachsenen.

Im Ernstfall des Cyber-Mobbings ist es wichtig ein Präventionsteam der Polizei zuzuziehen. Dies macht vor allem Sinn, um einschätzen zu können, ob rechtliche Schritte eingeleitet werden sollen oder nicht.

13 Mrz

Kindersicherung am PC – Wie können bestimmte Internetseiten für Kinder gesperrt werden?

Es gibt mehrere Wege, bestimmte Internetseiten für Kinder zu sperren.

In modernen Betriebssystemen sind Basis-Kindersicherungen oftmals integriert, mit Hilfe derer bestimmte Websites gesperrt bzw. auch Benutzungszeiten geregelt werden können.

Wie aktiviere ich diese Kindersicherungen?

Windows 7/Windows Vista: Im Bereich „Benutzerkonten und Jugendschutz“ können die entsprechenden Einstellungen getroffen werden.

Windows 8: Hier gibt es einen Family Safety Filter.

Mac Betriebssysteme: Auf der Apple Website gibt es Informationen zur Kindersicherung für Macs bzw. iPads, iPhones und iPod Touch.

Linux: Für Linux kann das Programm Dansguardian als Filterprogramm installiert werden.

Weiters gibt es die Möglichkeit, direkt im Internet-Browser sogenannte Positivlisten zu erstellen. Damit wird festgelegt, welche Websites der Benutzer/die Benutzerin aufrufen kann; alle anderen Websites sind gesperrt.  Idealerweise sollten die Websites für die Positivliste gemeinsam mit dem Kind ausgesucht werden.

Wie erstelle ich eine Positivliste?

Internet Explorer: Extras – Internetoptionen – Inhalte – Inhaltsratgeber – Aktivieren

Firefox: Installation von Add-ons FoxFilter oder ProConLatte

Kostenlose Kinderschutzsoftware gibt es beispielsweise auf fragFinn.de (FragFinn-Whitelist).

Auch durch die Verwendung von Filterprogrammen können bestimmte Websites gesperrt werden. Dabei werden bestimmte Stichwörter definiert, auf Grundlage derer bestimmte Suchergebnisse/Websites blockiert werden. Manche Programme filtern auch auf Basis einer Vorbewertung von Websites.

Man muss sich allerdings bewusst sein, dass Filterprogramme keinen vollständigen Schutz bieten. Erstens können Filter umgangen und deaktiviert werden, zweitens sind Filter nicht immer 100% genau und drittens sind Filterprogramme in Tauschbörsen, Chats etc. wirkungslos.

Neben den oben erwähnten Möglichkeiten können auch Suchmaschinen familienfreundlich eingestellt werden. So scheinen Seiten, die nicht jugendfrei sind, bei den Suchergebnissen nicht auf.

Wie geht das?

Google, Bing: In den Einstellungen kann ein „SafeSearch“ aktiviert werden.

Auch wenn die Ergreifung technischer Schutzmaßnahmen (gerade bei jüngeren Kindern) sinnvoll sein kann, ist es unerlässlich, Kinder anderweitig (z.B. im Gespräch) über die Vorteile und Nachteile des Internets aufzuklären.

Weitere Informationen zu diesem Thema (u.a. zu kostenloser Kinderschutzsoftware – auch fürs Handy) finden sich beispielsweise unter http://www.saferinternet.at/fuer-eltern/.

Verfasst von Barbara Deiser-Albrecht, Klaus Sturdik, Ferdisa Birdaini

13 Mrz

Gefahren im Internet und ihre Prävention

Wie kann man Kinder über die Gefahren im Internet aufklären?

Ein Leben ohne Internet ist für uns Menschen kaum noch vorstellbar und ist ein Teil unseres Lebens geworden. Aber auch im Alltag der Kinder spielen digitale Medien eine wesentliche Rolle. Heutzutage kommen Kinder schon im frühen Alter mit digitalen Medien wie Internet, Handy, Tablets und Computern in Berührung.

Wichtig ist, dass sich Menschen, schon im jungen Alter Medienkompetenzen aneignen und das Internet sicher und kritisch nutzen. Eltern sollten ebenfalls über ausreichende Medienkenntnisse verfügen, damit ihre Bemühungen um einen sicheren Umgang mit digitalen Medien keine Wunschvorstellungen bleiben.

Eltern und Pädagogen sollten Kinder für den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet vorbereiten und sie auf diesem Weg unterstützen. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass Kinder, aber auch Erwachsene, frühzeitig den richtigen und kritischen Umgang mit dem Internet erlernen, um sich einigermaßen vor den Risiken und Gefahren zu schützen, die im Internet auf sie lauern. Viele Kinder, aber auch Eltern sind sich dennoch der Risiken und Gefahren nicht bewusst.

Um die Frage zu beantworten, wie Kinder über die Gefahren im Internet aufgeklärt werden können, muss man sich erstmal darüber im Klaren sein, was diese Gefahren überhaupt sind.

Die bekanntesten sind vermutlich die, über die man oft in verschiedensten Medien hört.
Dazu gehören:

  • Privatsphäre (z.B.: virtual stalking)
  • Wahrheitsfaktor von Information (z.B.: Wikipedia)
  • Cyberbullying und Cybermobbing
  • Anonymität als Problem
  • die Frage nach Legalität (z.B.: illegaler Download von Medien)
  • Suchtfaktor

Auf ein paar dieser Probleme gehen wir im folgenden etwas näher ein und geben Beispiele für Übungen, die mit SuS für eine Sensibilisierung im Bezug auf die Gefahren gemacht werden können.


Privatsphäre

Aufgrund der Vielzahl an sozialen Netzwerken ist es leicht, den Überblick über veröffentlichte private Daten zu verlieren.
Um Kinder darauf aufmerksam zu machen wie viel über sie und ihre Freunde im Internet gefunden werden kann, kann die folgende Übung gemacht werden.

Übung:
Die SuS sollen ihren eigenen Namen in Suchmaschinen und Suchfunktionen sozialer Netzwerke eingeben. Sie sollen versuchen so viel wie möglich über sich selbst herauszufinden und dabei gefundene Informationen notieren.
Sie sollen aber auch Informationen notieren zu gefundenen Personen mit demselben Namen.
Dadurch wird deutlich gemacht, wie viel sie von sich selbst Preis geben, aber auch, dass es leicht zu Verwechslungen kommen kann.

Material zu diesem Thema kann auf http://www.saferinternet.at/uploads/tx_simaterials/Schulmaterial_Schutz_der_Privatsphaere_im_Internet.pdf gefunden werden


Wahrheitsfaktor von Information

Die Bandbreite des Internets macht es jedem, der einen Zugang dazu hat möglich Texte zu veröffentlichen. Dementsprechend kann man nicht alles glauben, was man im Internet ließt, weil man nie ganz sicher sein kann, wer der Autor ist, beziehungsweise welche Kompetenzen er besitzt. Kindern muss man verdeutlichen, dass sie sich nicht auf jede Information, die im Internet gefunden werden kann, verlassen können.

Übung:
Den SuS wird der Auftrag erteilt, zu einem Thema im Internet zu recherchieren. Das Thema sollte allerdings so gewählt sein, dass bereits ein Vorwissen seitens der SuS besteht, also entweder passend zum Lehrstoff, oder die Kinder wählen ein Thema, das sie privat sehr interessiert.
Zu diesem Thema sollen sie in Gruppenarbeit drei Websites finden, und die Information, die diese enthalten, vergleichen. Mögliche Fragestellungen um dieses zu vereinfachen könnten sein:

  1. Wie viel Information bietet die Seite? Fehlt deiner Meinung nach etwas?
  2. Widersprechen sich die einzelnen Seiten?
  3. Wie ist der Text geschrieben? Eher einfach oder schwer?
  4. Kann man nachvollziehen, wer den Text geschrieben hat? Findet man über diese Person etwas im Internet?

Anhand dieser Punkte sollen, sie dann darüber diskutieren, ob sie die Seite für vertrauenswürdig halten, oder nicht. Die Ergebnisse werden der Klasse präsentiert und besprochen.
http://www.saferinternetday.org/web/guest/gallery
https://de.wikiversity.org/wiki/Wikipedia#Unterrichtsideen_und_Beispiele


Cybermobbing
Als Internetnutzer läuft man auch der Gefahr, Opfer von Cybermobbing zu werden. Beim Cybermobbing handelt es sich um das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Belästigen, Bloßstellen, Schikanieren und die soziale Isolation anderer mit Hilfe moderner digitaler Medien. Cybermobbing erstreckt sich meistens über einen längeren Zeitraum, kann rund um die Uhr, überall dort, wo digitale Medien verwendet werden können, erfolgen und richtet sich auf bestimmte Personen.

Cybermobbing unterscheidet sich vom klassischen Mobbing nur im Hinblick auf Raum, denn man ist nicht einmal in seinen eigenen Wänden sicher. Gerüchte oder Drohungen, die veröffentlicht werden, können sich durch moderne Kommunikationsmittel relativ leicht und rasant unter einem großen Publikum verbreiten. Alle Inhalte, die ins Internet gestellt wurden, werden nicht komplett gelöscht, können immer wieder zu einem späteren Zeitpunkt auftauchen. Die Cyberbullies agieren meist anonym auf digitalem Wege und verstecken sich hinter ihrer Online-Identität.

Übung:
Die SuS erhalten drei Informationsblätter: Was Cybermobbing überhaupt ist, was man dagegen machen und wie man sich schützen kann und welche gesetzlichen Bestimmungen im Zusammenhang mit Cybermobbing existieren.

Die vorrangigen Ziele dieser Übung sind, dass sich die SuS Gedanken über gemeinsame Auswege aus einer Cybermobbing-Situation machen und antizipierte „Situationausgänge“ im Rollenspiel konkretisieren.

  1. Zunächst wird ihnen ein Abschnitt des englischen Films „Let´s fight it together“ mit deutschen Untertiteln vorgeführt, der auch online unter http://old.digizen.org/cyberbullying/film_de.aspx abrufbar ist.

  2. Anschließend werden in einem Rollenspiel einige im Film vorkommende Akteure durch Schüler besetzt, während alle anderen Schüler ihre Kollegen als Coaches unterstützen. Insgesamt ergeben sich sechs Gruppen (je 3-4 Coaches). Es können aber auch zwei bis drei Schüler als Beobachter agieren, die die im Spiel vorkommenden Lösungsmöglichkeiten niederschreiben.

Ausgangsituation ist, dass sich die beteiligten Personen über einen Ausweg aus der Cybermobbing-Situation beraten und sich überlegen, wie sie ihre Rolle authentisch spielen können. Anschließend erfolgt das eigentliche Rollenspiel, in das die Gruppen ihre Meinungen und ihre Lösungsvorschläge zur Sprache bringen.

Ausführlichere Informationen zum Thema „Cybermobbing“ und Vorschläge für den Unterricht finden sich unter http://www.saferinternet.at/uploads/tx_simaterials/Schulmaterial_Aktiv_gegen_Cyber_Mobbing.pdf ,www.internet4jurists.at  , www.bmwfj.gv.at/Jugend/Jugendschutz/Seiten/JugendgefährdendeGegenstände.aspx uvm.


Anonymität als Problem

Wie oben bereits angesprochen, ist ein weiteres Problem die Annonymität, die die virtuelle Welt bieten kann. Personen haben im Internet die Möglichkeit ihre Identität zu verbergen und falsche Informationen bezüglich ihrer Person und ihrem Charakter zu veröffentlichen. Besonders häufig wird das in Chaträumen ausgenutzt.

Übung:
Um auf die Gefahren von verborgener Identität aufmerksam zu machen kann folgendes Projekt durchgeführt werden. Die Klasse wird zwei geteilt, oder das Projekt wird mit zwei Klassen gleichzeitig durchgeführt.

Der einen Hälfte wird ein Chat-Raum zur Verfügung gestellt, in dem sie sich unterhalten können. Es wird ihnen mitgeteilt, dass dieser Chat-Raum nur ihnen zur Verfügung steht und sie sich in Ruhe unterhalten können.

Die andere Hälfte bekommt jedoch ebenfalls Zugriff auf den Chat-Raum. Diese SuS bekommen den Auftrag, verdeckt zu arbeiten. Sie sollen sich der Unterhaltung ihrer Mitschüler/innen anschließen, sollen dabei aber versuchen, sich als ihre Mitschüler/innen auszugeben und dabei nicht erkannt zu werden.
Danach wird das Experiment vor allen SuS aufgedeckt und besprochen.


Material

Zu diesen und weiteren Themen haben verschiedene Organisationen Online-Medienpools veröffentlicht, in denen Übungen und Lehrmaterialien für Gruppenprojekte zu finden sind, die man mit Klassen durchführen kann.
Sehr umfassendes Material kann auf http://www.saferinternet.at und http://www.internet-abc.at/eltern/wissen-rund-ums-internet.php gefunden werden.


Verfasst von
Birgit Grandits, Iris Hillinger, Fatma Yesilöz und Gülcan Yesilöz

11 Mrz

Julia Dorninger: Mein Besuch im Technischen Museum

Julia Dorninger

Mein Besuch ins Technische Museum fand am 11.03.2014 statt.

Da ich schon lange nicht mehr in diesem Museum war, war ich sehr beeindruckt von der Größe und der vielen interessanten Ausstellungsstücke. Ich war sehr begeistert von der Ausstellung SPACE, die spannendes über die Geschichte der Raumfahrt erklärt. Es gab viele Aktivitäten für Kinder, die sehr anschaulich und von Kindern leicht zu verstehen waren. Es gab eine weitere Ausstellung (Film, Fotografie und Radio im Lauf der Zeit), die für Volksschulkinder noch zu schwierig wäre, um sie zu verstehen. Außerdem wären es zu viele Informationen auf einmal.

Es gibt auch noch eine Ideenwerkstatt, wo man sich als Gruppen anmelden kann und in der sich die Kinder mit Themen, wie der Luftfahrt und Antrieb und Technik beschäftigen und Autos mit Motor aus Holz basteln. Außerdem basteln sie noch Flugzeuge aus Holz und Papier/Karton und Heißluftballone aus Pappmaché.

Für den Bereich Volksschule ist dieses Museum von großer Bedeutung. Durch einen Besuch mit den Kindern (3. oder 4. Klasse) kann man sehr viele Bereiche des Sachunterrichts(Technik, Zeit, Raum,..) abdecken. Wenn man mit den Kindern eine Exkursion macht, kann man vorher als Lehrperson im Internet Fragen für eine Rätselrallye zusammenstellen und das Thema auswählen, was ich sehr gut gefunden habe, da die Kinder sich durch die Fragen einiges an Wissen aneignen.

Ich persönlich finde das Technische Museum sehr spannend und würde ganz sicher als Lehrerin mit einer meiner zukünftigen Klassen einen lehrreichen Ausflug dorthin unternehmen. Ich kann dieses Museum nur jedem empfehlen, der sich für die Geschichte der Technik (Entwicklungen im Laufe der Jahrzehnte) interessiert und gerne selbst aktiv mitarbeitet.

24 Feb

Wie führt man Schüler und Schülerinnen in die Anwendung von Suchmaschinen ein, damit diese bewusst angewendet werden können?

Das Internet ist heutzutage kaum mehr wegzudenken. Auch in vielen Schulen gehört ein Computer zur Standardausrüstung. Viele Lehrer/innen setzen sie aber nicht ein, da sie vor der Einführung Angst haben oder es einfach zu aufwendig finden.

Jedoch ist es sehr wichtig, dass Kinder schon von klein auf in der Schule lernen, wie sie das Internet richtig nutzen können, denn es gibt viele Gefahren im Internet. Viele der Links und Inhalte, die Suchmaschinen wie „Google“ oder „Bing“ auflisten, sind für Kinder aber wenig geeignet, da sie inhaltlich für Erwachsene aufbereitet sind. Auch die Liste der Ergebnisse ist oft nicht überschaubar. Zudem verleiten Suchmaschinen häufig zu ziellosem Surfen.

Deshalb gibt es für Volksschüler/innen eigene Suchmaschinen, wie zum Beispiel „http://www.blinde-kuh.de/“, die es Kindern ermöglicht, schnell, kindgerecht und gefahrenlos Informationen zu suchen.

Laut dem Buch „Neue Medien in der Grunschule“ von Reiter, Grimus und Scheidl steht im Lehrplan der Grundschule folgendes:

„Die Möglichkeiten des Computers sollen zum selbstständigen, zielorientierten und individualisierten Lernen und zum kreativem Arbeiten genutzt werden. Der Computer kann dabei eine unmittelbare und individuelle Selbstkontrolle der Leistung ermöglichen, beim praktischem Einsatz des Computers im Unterricht ist auf den möglichst unkomplizierten und einfachen Zugang für die Schülerinnen und Schüler zu achten. Dies wird durch den integrativen Einsatz des Computers im Klassenzimmer in der Regel besser erreicht, als durch die Benutzung der zentraler Computerräume. Ergonomische Gesichtspunkte sind zu beachten.“

Der Einsatz von Suchmaschinen ist dementsprechend wichtig, da die Kinder auch zu Hause selbständig und zielorientiert im Internet arbeiten sollen beziehungsweise selbstständige Recherchen durchführen können.

Für schon etwas fortgeschrittenere Kinder gibt es einige Übungen:

Man kann  das Internet sehr einfach in den Unterricht einbauen. Zum Beispiel mit „Suchwettbewerbe“, wo Kinder in Gruppen Stichwörter bekommen und zu diesem Thema Informationen raus suchen und dann kurz präsentieren müssen. Oder: Die Kinder bekamen eine Fragestellung “ Wer hat in den letzten 5 Jahren den Nobelpreis in Physik bekommen“ (Beispiel). Die Kinder müssen die Antwort nun selbsständig suchen und aurschreiben.                                                                                                                (Quelle: Bruck, Peter A.; Stocker, Günther (1997): Schulen am Netz. Innovative Projekte in Österreich)

Die Präsentationen fördern auch wieder die Kommunikation der Kinder. Weiters wird die Selbstständigkeit und die Zeit der freien Arbeit erhöht.

Um die Entwicklung dieser Fähigkeiten zu unterstützen , ist nicht nur die Schule gefordert. Eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern spielt eine ebenso wichtige Rolle.

 

Auf dieser Seite findet man als Lehrperson alle wichtigen Informationen zum Thema Internetnutzung in Schulen (VS und NMS).

http://www.lehrer-online.de/recherchieren.php 

 

Seminar Medienpädagogik – Gruppe: Julia Dorninger, Sabrina Nentwig, Tobias Heigl, Lukas Kneringer