01 Mrz

Vivian Teichmann, Aufgabe: Feedback Website Ö1 macht Schule

a) Optischer Eindruck

Die Gestaltung und das Layout der Startseite dieser Website machen auf mich einen ersten guten Eindruck. Mit einem Blick erkennt der Besucher dieser Seite, wo er was finden kann.  Es befindet sich nicht zu viel Text auf der Home-Site, sodass einem das vertiefende Stöbern in den verschiedenen aufgelisteten Teilbereichen schmackhaft gemacht wird. Ansprechende und aussagekräftige Bildimpulse für den vorgegeben Zweck sind meines Erachtens ebenfalls sinnvoll positioniert und für einen positiven Eindruck der Website maßgebend.

b) Übersichtlichkeit

Wie bereits erwähnt, ist die Home- Startseite sehr einfach strukturiert, man findet sich schnell zurecht. In Bezug auf Medienbildung sind die Aufgabenbereiche zur Förderung der SuS klar verteilt. Man unterscheidet die Teilbereiche Hören, Handeln und Lernen. Jedoch hätte ich beinahe die darunter angeführten Neuigkeiten übersehen, die für uns Lehrkräfte doch von wesentlicher Bedeutung sind. Beim Stöbern in der Materialiensammlung fällt auf, dass Kurzüberschriften das konkrete Suchen nach bestimmten Unterlagen erleichtert und ein Filter auf der Seite vorhanden ist, der zwischen Schulfächern, Schulstufen, medialen Methoden und fächerübergreifenden Prinzipien unterscheidet. So kommt man schneller ans Ziel seiner Suche und es bleibt einem viel Arbeit erspart.

c) Inhaltliche/methodische Angebote

Das inhaltliche Angebot der Website ist mehr als überragend. Von aktuellen Themen aus der Politik bis hin zu altersadäquaten und die Interessengruppe der 10-14 Jährigen ansprechenden Themen kann eine Fülle an Materialien für den Unterricht herangezogen werden. Zum einen wird offensichtlich der Umgang mit Medien durch konkrete Themen wie etwa „Informationen verifizieren“ erarbeitet und gelehrt, aber auch die gesamte Medienentwicklung im Laufe der Jahre wird von den zahlreichen Themen der Ö1 Website deutlich abgedeckt. Etwas ärgerlich ist jedoch, dass zu meinem Zweitfach Musik keine Materialien zur Medienkompetenz zur Verfügung gestellt werden, wo doch hören als wesentlicher Teilbereich auf der Website geachtet wird. Warum dann Musik als ausdruckstarkes und meiner Meinung nach ebenso berechtigtes Ausdrucksmittel außen vor lassen?

Zudem kann es für Lehrpersonen eine Herausforderung darstellen, diese Materialien in einer NMS einzusetzen. Denn wie beispielsweise bei formulierten Fragen zum Film Marienthal ersichtlich wird, sind diese sprachlich hoch versiert formuliert. Alle Materialien sind für die 9. Schulstufe aufwärts gefertigt, somit ist gerade die NMS nicht davon erfasst. Die Themen erscheinen mir jedoch alle geeignet ebenfalls in den Schulstufen 5-8 zu erarbeiten. Manch mediale Methode, die bei jedem Thema angeführt ist, kann mangels ausreichender Ressourcen an vielen Schulen nicht zur Anwendung kommen, wie beispielsweise bei E-Books. Für den Einsatz anderer Materialien ist wiederum vorab ein Zugang zum Internet im Unterricht notwendig (Bsp: Learning Apps).

d) Fazit/ Gesamteindruck

Abschließend lässt sich festhalten, dass die Website vor allem durch den hohen Gehalt qualitativer Inhalte und Materialien punktet. Der einfache und klar strukturierte Aufbau der Website ist für eine regelmäßige Nutzung vorteilhaft. Somit ist die hohe Usability der Ö1 Website gesichert, Materialien können schnell und ohne gröbere Verzögerungen heruntergeladen werden. Einzig die Tatsache, für welche Schulstufen die Materialien aufbereitet sind, kann so manch einer Lehrperson Kopfzerbrechen bereiten. Je nach Niveau und Wissenstand der SchülerInnen einer NMS, liegt es am Engagement der Lehrkräfte diese Materialien umzugestalten bzw. zu vereinfachen, damit diese auch effektiv im Unterricht eingesetzt werden können. Zu überlegen ist außerdem, dass zu den einzelnen Themen mehrere mediale Methoden zur Umsetzung im Unterricht angeboten werden. Somit wäre man nicht immer auf ein bestimmtes Medium beschränkt, dass mangels Ressourcen den didaktischen Zugang zum Thema verhindern könnte.

 

01 Mrz

Rezension: YouTube-Videos: innovativ-traditionelle Textsorten für den Sprachunterricht

Rezension von Vivian Teichmann

Autorin: Elke Höfler

Link: http://www.medienimpulse.at/articles/view/991?navi=1

Datum: 23.02.2017

Wie der Titel schon vermuten lässt, schreibt Elke Höfler in ihrem Fachartikel über die Bedeutung, den Wert und den Nutzen von YouTube-Videos für Kinder und Jugendliche und für die Schule. Sie möchte den LeserInnen greifbar machen, inwiefern You-Tube Videos für den Sprachunterricht in der Schule relevant sind und ihre notwendige Berechtigung im schulischen Kontext haben.

Dabei führt sie die JIM-Studie als aussagekräftige Quelle für das multimediale Nutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren an. Diese präsentiert Youtube als wohl beliebtestes Webangebot dieser Altersgruppe und wird von 61 % der Jugendlichen mehrmals wöchentlich verwendet. Der Grund für diesen hohen Prozentsatz liegt in der hohen Usability, hochwertige Qualität und hohes Ansehen des Videoportals bei SchülerInnen. Ein Feature, was dieses Portal besonders reizvoll wirken lässt, ist die Möglichkeit neben Videos bloß passiv zu konsumieren, auch selbst produzieren und hochladen zu können. Wer ein eigenes Nutzungskonto besitzt, hat zudem die Gelegenheit, Inhalte zu kommentieren und somit mit der Web-Community zu kommunizieren. Im Blickpunkt der Arbeit mit YouTube Videos in der Schule stehen aktuelle YouTube Stars, die die Jugendlichen laufend unterhalten,  und durch die Face-to face Kommunikation mit ihren Zusehern diesen besonders authentisch gegenübertreten.

Ziel der Auseinandersetzung mit diesen Videos der Stars soll laut Elke Höfler sein, SchülerInnen zunächst darüber aufzuklären, dass sich YouTube Stars nicht ausschließlich an ihre Zielgruppe richten, sondern im Sinne ihres Geschäftsmodell durch Produktplatzierungen  und andere Empfehlungen im Namen bekannter Werbeagenturen handeln.

Geht es um den Sprachunterricht, leisten Youtube Videos einen immensen Beitrag zur sprachlichen Entwicklung der SuS. Durch die Analyse der Gestaltung eines solchen Videos, mit seinen sprachlichen Strukturen und themenorientierten Inhalten wird die Textkompetenz der Kinder in vielerlei Hinsicht gefördert. SchülerInnen lernen zwischen wichtigen und unwichtigen Inhalten zu unterscheiden, nehmen eine kritische Haltung durch Reflexion des im Video Gesagten ein, und bilden ihre eigene Meinung. Die Textsorten der Kritik, Rezension und des Kommentars werden mit diesen Videos umfassend abgedeckt und können für den Sprachunterricht herangezogen werden.

Zuletzt sei auf die Real-Life Talks hingewiesen, die die Autorin als didaktisch wertvolle Methode für den Gebrauch von YouTube-Videos im Unterricht schätzt. Dabei handelt es sich um Arbeitsaufträge in der Schule, die allein oder in der Gruppe erfüllt werden sollen. Das Besondere daran: SchülerInnen nehmen die Rolle von YouTube Stars ein und produzieren selbst zu einem gewählten Genre ein Video, in dem sie eine Empfehlung, ein Kommentar oder ihre Kleidersammlungen und Sonstiges präsentieren. Die Sprachkompetenz  und die medialen Erfahrungen der SuS sind gefordert, hohes Engagement und erlebnisorientierter Unterricht stehen im  Mittelpunkt des Geschehens. Durch diese Aufgabenstellung lernen Kinder kennen, wie und mit welchen Mittel die YouTube Branche und seine Stars arbeiten, um einen gewissen Effekt bei seinen Abonnenten zu erzielen. Sie Lernen am Modell „YouTube Videos“ und reflektieren zugleich den Wert der Inhalte. Ein didaktisches Konzept, das an der außerschulischen Lebenswirklichkeit der SchülerInnen anknüpft und in Bezug auf die Entwicklung ihrer Sprach- sowie Medienkompetenz zweckdienlich ist.

Persönliche Meinung

Ich erachte diesen Artikel als höchst interessant und relevant für den Sprachunterricht an Österreichs Schulen. Auch ich bin der Meinung, dass YouTube Stars mehr denn je, Vorbilder und wesentlichste Informationsquelle der Kinder und Jugendliche geworden ist. Die Auseinandersetzung mit dem Phänomen YouTube und deren Stars kann SchülerInnen darüber aufklären, was sie denn überhaupt sehen und darüber zu diskutieren und Videos zur Analyse heranzuziehen, kann die Kinder einiges lehren. Sie tauchen ein in die Welt der YouTube Stars, von denen sie bloß das wissen, was sie in den Videos von ihnen zu hören und sehen bekommen. Ein tieferer Einblick in die gesamte YouTube Branche lässt Kinder endlich erkennen, wie normale Bürger unserer Gesellschaft durch das Hochladen von Videos mit einem Male zu Stars werden, und dass dies nicht mit einem Klick getan ist, sondern weit mehr dahinter steckt. Dass die Analyse von YouTube Videos die Textkompetenz umfassend fördern soll, bezweifle ich jedoch. YouTube Stars argumentieren, diskutieren und präsentieren themenorientierte Inhalte ihrer Zielgruppe. Diese multimediale mündliche Textkompetenz jedoch auf Papier zu transferieren, wird durch die bloße Analyse von Videos- meiner Ansicht nach- nicht ausreichend sein. Da bedarf es  einer engen Verknüpfung mit konkreten Lehrinhalten zum Verfassen von Texten. Die Überschrift des Artikels sollte meiner Meinung nach wie folgt lauten: YouTube Videos: innovativ-traditionelle Medienkompetenz für den Unterricht.

01 Mrz

Rezension: Die digitale Revolution frisst unsere Kinder?/ Medienbildung in der Schule

Rezension von Vivian Teichmann

Autor: Hans-J Ulbrich

Link: http://www.medienimpulse.at/articles/view/992?navi=1

Datum der Rezension: 19.02.2016

In seinem Artikel präsentiert Hans- J Ulbrich sein neuestes Filmprojekt zum Thema Medienbildung in der Schule.  In diesem Dokumentarfilm werden um die 25 Schulen in Deutschland einem Versuch unterzogen, die Ergebnisse, Erkenntnisse dieses 3-jährigen Forschungsprozesses analysiert und reflektiert.

Als Beteiligte des Schulversuches gelten alle SchülerInnen als auch Lehrkräfte der Institution Schule, wie auch MedienpädagogInnen, mit denen der Autor über Medienbildung geredet hat. Ulbrich versteht Medien nicht als bloßes Kommunikationsmittel und Bildung nicht als das bloße Erlernen für SuS relevanter Lehrinhalte. Er spricht bei Medienbildung zurecht von Herzensbildung, die nicht bloß auf Kenntnisse um und über Medien und all ihre Facetten reduziert ist. Jeder Wissenserwerb ist ein Entwicklungsprozess in denen Gefühle eine ebenso relevante Rolle spielen wie Tatsachen und Erkenntnisse.  Er will damit verdeutlichen, dass Medien ein Bestandteil unserer Kultur sind, ob man will oder nicht. Der Begriff der Medienpädagogik wird geboren. Es ist die Sensibilisierung für ein Thema, gegenüber das die ältere Generation oft missgünstig gegenübertritt. Doch wie Hans -J Ulbrich im Film verdeutlichen will, sind Medien letztlich das Produkt dessen, was sich durch die Entwicklung von Kommunikationstechniken als Werkzeug zur Vermittlung von Information mit seinem Emotionsgehalt als wesentliches Ausdrucksmittel  herausgebildet hat.

Im Zuge des Filmes werden alle Beteiligten mit der Frage konfrontiert ob die Schule überhaupt der digitalen Revolution gerecht werden kann?

Diese Fragestellung basiert auf einer von Ulbrich aufgestellten und durchdachten These, die den Kern des Filmes bilden.  Die These lautet wie folgt:

Die Schule ist obsolet, weil sie nicht mehr das Monopol des Lernortes innehat.

Anhand von MedienpädagogInnen, SuS, Lehrkäften und anderen Mitgliedern der Institution Schule soll im Verlauf des Filmes diese These belegt bzw. widerlegt werden.

Demgegenüber steht im zweiten Teil des Filmes die Antithese, die widerlegt, dass die digitale Revolution unsere Kinder „fressen“ würde. Dies zeigt Ulbrich durch zahlreiche Projekte und Konzepte zur Medienbildung, die an den Schulen durch forschendes Lernen erprobt und durchgeführt wurden.

Zu Ende des Films hält der Autor jedoch fest, dass diese Projekte zur Umsetzung lediglich „einsame Leuchttürme“ in der Schule darstellen. Es bedarf weit mehr Engagement und Wertschätzung für Medienbildung an der Schule. Somit wird der Film mit einer Synthese abgeschlossen, die umfassende Medienbildung nicht ausschließt, sondern Lösungsvorschläge und Umsetzungsmöglichkeiten zur Realisierung dieser Schlüsselkompetenz anbietet.

Persönliche Meinung

Hans-J Ulbrich hat mit diesem Artikel- meiner Meinung nach- ins Schwarze getroffen. Wie, wenn nicht direkt in der Schule, am Lernort der Kinder, können in Bezug auf Medienbildung neue relevante Forschungsergebnisse durch Gespräche mit Personen verschiedenen Alters und Kenntnissen über Medien erschlossen werden? Mit diesem Film schafft er einen neuen und authentischen Einblick, wie es denn wirklich an den Schulen aussieht und was durch Medienprojekte und -konzepte erreicht werden kann. Er lässt alltägliche Bilder und die Handlungen und Aussagen der Befragten im Film für sich sprechen. Das Lesen des Artikels hat mir den Film schmackhaft gemacht und ich bin bereits gespannt auf die Ergebnisse. Für mich als angehende Lehrerin kann ich nur nochmals betonen, wie wichtig Medienbildung auch für mich ist. Die Umsetzung wie auch Erfahrungen an den Schulen in einem Film mit direkter Auseinandersetzung mit den Betroffenen sehen zu können, erscheint mir sehr lehrreich und ein sinnvoller Zugang zur Medienbildung zu sein.

01 Mrz

Rezension: Kompetenzorientierte Medienpädagogik als integraler Bestandteil der schulischen Bildung

verfasst von Vivian Teichmann:  

Autoren: Gerhard Brandhofer/ Walter Fikisz

Link: http://www.medienimpulse.at/articles/view/965?navi=1

Datum: 19.02. 2017

Inhalt

In dem von Gerhard Brandhofer und Walter Fikisz verfassten Artikel wird die kompetenzorientierte Medienpädagogik im Blickpunkt Schule einer genauen Analyse unterzogen. Dabei werden Fragen behandelt wie: Was ist kompetenzorientierte Medienpädagogik? Warum und wozu benötige ich diese in der Institution Schule? Wie kann ein Konzept dieser Medienpädagogik konkret im Unterricht umgesetzt werden und welche Auswirkungen hat dies auf den Unterricht und die SchülerInnen?

Bereits zu Beginn des Artikels wird am Beispiel Social Media exemplarisch dargestellt, welche Kompetenzen im Hinblick auf Medienerziehung bei SuS geschärft werden können. Die AutorInnen setzen die LeserInnen darüber in Kenntnis,  wie wenig seitens der Lehrkräfte an Wissen über Social Media vorhanden ist. Sie betonen außerdem, wie wichtig Medienpädagogik unter anderem für die berufliche Qualifikation sei. Denn wie bereits zahlreiche Erkenntnisse belegen, beachten SuS  (Schüler und Schülerinnen) wie auch Erwachsene nicht, welche Konsequenzen ihre Postings bzw. Handlungen im Internet für ihre spätere berufliche Karriere als auch ihr Privatleben haben könnten. Kompetenzorientierte Medienpädagogik soll dieser Unachtsamkeit entgegenwirken und ein neues Verständnis für eine gefahrlose Nutzung digitaler Medien schaffen. Nicht zuletzt legen die Verfasser mit Untersuchungen des Mediennutzungsverhaltens von Kindern offen, warum, wie oft und mit welchen Inhalten sich Kinder unterschiedlichen Alters im Internet befassen. Hierbei handelt es sich vor allem um entwicklungs- und altersbedingte Fragestellungen, auf die heranwachsende Kinder im Internet und anderen Medien hoffen Antwort zu finden. Plattformen wie Facebook und WhatsApp sind dabei besonders beliebt. Warum? Im Jugendalter tendiert der Mensch dazu sich neu zu definieren, mit allen Facetten seines Ichs zu identifizieren. Diese Identifikation erfolgt durch den Vergleich mit -, die Inszenierung bzw. Rolleneinnahme von Vorbildern aus der Peer-Group bzw. Freunden von überall auf der Welt. Facebook ist umso reizvoller für SuS, da hier über das persönliche, sehr vertraute Umfeld, wie es bei Whatsapp üblich ist, plötzlich darüber hinaus mit Freunden kommuniziert werden kann, die man möglicher Weise noch nie real gesehen hat.

Mit den Erkenntnissen über dieses Mediennutzungsverhalten machen  Gerhard Brandhofer und Walter Fikisz deutlich, wie wichtig die Auseinandersetzung mit verschiedenen Mediennutzungsformen in der Schule ist. Nicht nur, um SuS vor jeglicher Gefahr im Internet und bei Nutzung anderer Medien zu schützen. Vielmehr noch, um das Bewusstsein zu schärfen, welche Vorstellungen, Bilder, Emotionen durch Medien geschaffen werden können, und  den Kindern eine kritische und achtsame Auseinandersetzung mit diesen Medien zu lehren.

Die Umsetzung kompetenzorientierten Unterrichts soll dabei die Medienerfahrung in den Mittelpunkt des Geschehens stellen. SuS sind mehr denn je gefragt, wenn es darum geht, ihr Vorwissen bezüglich des Gebrauchs und den Inhalten der gesamten Medienlandschaft zu aktivieren. Oft wissen sie weit mehr, als Lehrpersonen diesbezüglich glauben lehren zu können. Ziel ist es, integrale Medienpädagogik im Unterricht zu üben. Dies bedeutet, dass der Zugang zu dieser immer über ein Thema geschaffen werden muss, das für SuS auch interessant, möglichst erlebnisorientiert und alltagsbezogen ist. Erst dadurch können Kompetenzen wie das Empathievermögen, Achtung der kulturellen und sozialen Heterogenität, sowie Unterscheidung privater, beruflicher und öffentlicher Sphäre im Internet  durch Medienerziehung und Medienpädagogik geschärft werden.

Abschließend lässt sich festhalten, dass kompetenzorientierte Medienpädagogik im Unterricht nur dann erfolgreich umgesetzt werden kann, wenn ein Paradigmenwechsel geschieht, nämlich,  wenn streng hierarchische Strukturen in der Schule zur Sensibilisierung der Medienerziehung , aufgelöst werden. Die Lehrperson ist in dieser Hinsicht nicht allwissend, was Mediennutzung anbelangt. SuS wird dadurch die Möglichkeit eröffnet, den Unterricht weit mehr mitzubestimmen und mediale Aspekte aus ihrem Leben in das Unterrichtsgeschehen einfließen zu lassen, und dieses mitzubestimmen. Erst dadurch können sich SchülerInnen mit Medienkompetenz in der Schule  zu mündigen, emanzipierten und  verantwortungsvollen wie achtsamen Mitgliedern der Gesellschaft entwickeln.

Persönliche Meinung

Aus meinem Standpunkt ist kompetenzorientierte Medienpädagogik mehr denn je relevant und wichtig im Unterrichtsgeschehen der Institution Schule. Wenn man bedenkt, wie unachtsam und unreflektiert heranwachsende Jugendliche mit Medien umgehen zu wissen, bedarf es weit mehr Einsatz seitens der Lehrkräfte, um SuS zu schützen und im Bereich der Medienpädagogik weiterzuentwickeln. Aus diesem Grunde erachte ich den Artikel mehr als nur relevant für mich und andere Lehrpersonen wie anderen Personen in der Institution Schule. Da Medienerziehung ohnehin, wie die Autoren uns wissen lassen, im Lehrplan bereits fest verankert ist, liegt es in unserer Verantwortung diese auch im Unterricht umzusetzen. Besonders gut an diesem Artikel gefällt mir der praktische Bezug zur effektiven Umsetzung kompetenzorientierter Medienpädagogik. Es wird anhand konkreter Beispiele genau erläutert, welche Kompetenz wie im Unterricht gefördert werden kann, und dass dies nie getrennt vom aktuellen Thema geschehen sollte. Ein wirklich interessanter Artikel, der uns Lehrpersonen wachrütteln lässt und sogleich als Appell an unser Engagement zur Verwirklichung dieses Konzeptes angesehen werden kann.

17 Feb

Cybermobbing-Filmprojekt „Setze ein Zeichen!“

1. Titel des Artikel
Cybermobbing-Filmprojekt „Setze ein Zeichen!“

2. Link zum Artikel
Cybermobbing-Filmprojekt „Setze ein Zeichen!“ (visit: 17.02.2017)

3. Datum der Rezension
17.02.2017

4. Ein Absatz mit Zusammenfassung des Inhaltes
Die Thematik des Cybermobbing ist auch in Österreich angekommen. Um diese Thematik aufzugreifen und bekannt zu machen, hat Caroline Webhofer gemeinsam mit Studierenden der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, einem Produzenten sowie einem Cutter einen „Motivationsfilm“ produziert. Die Studierenden hatten so die Möglichkeit bei der Entstehung eines Filmes mitzuwirken. Der Film „Setze ein Zeichen!“ wurde im Februar 2016 veröffentlicht und handelt von einem 13-jährigen Jungen der sich aufgrund von Cybermobbing das Leben genommen hat.

5. Ihre persönliche Meinung zur Relevanz des Artikels
Ich persönlich finde die Thematik des Artikels interessant. In dem Artikel selbst wird sowohl auf die Thematik des Cybermobbings eingegangen (wenn auch nur oberflächlich), als auch auf die Produktion des Films und der Entwicklungsprozess, bis dieser vorgestellt werden konnte. Da in diesem Fall Studierende an diesem Projekt mitgearbeitet haben, finde ich den Artikel auch sehr relevant. Meiner Meinung nach sollte es öfter solche (oder ähnliche) Projekte geben, bei denen sich Studierende einbringen und das Ergebnis einer breiten Masse zugänglich machen können – aus diesem Grund gefällt mir dieser Artikel und der Kontext außerordentlich gut.

11 Jan

Rezension: Das Kino in der Zeitung – Notizen zur Geschichte der Kinomater

Die Rezension wurde am 11. Jänner 2017 im Rahmen des SE Medienbildung verfasst.

Rezension zu: Das Kino in der Zeitung – Notizen zur Geschichte der Kinomater
Textvorlage publiziert von Anna Högner
Quelle: http://www.medienimpulse.at/articles/view/620?navi=1
[Stand: 11.01.2017]

Gerne möchte ich mich heute mit einem Text Anna Högners, publiziert auf medienimpulse.at beschäftigen. Sie behandelt in ihrem Schreiben die spannende Geschichte der Kinomater.

Der archivarische Wert von Kinomatern ist groß. Die Mater ansich, sowie die in sie eingeschriebene Zeichen verleihen ihr historische Bedeutung. Kinomatern sind Teil der technischen Entstehungsgeschichte von Bilderdruck und Zeitung und ebenso Sparte der Wirtschaftsgeschichte des Kinos. Ihre Entstehung und das Arbeiten (auch im Schulalltag) damit ist überaus spannend – verglichen mit den heutigen zur Verfügung stehenden Medien gerade zu großartig.

Manch Jugendlicher mag sich nun denken „Was sind Matern eigentlich“?

Ich muss zugeben, dass auch ich mir darüber im Unklaren war. Aber gerade die Unnahrbarkeit fesselte mich beim Lesen der Arbeit – ebenfalls ein Grund, warum ich die Thematik in den Schulalltag einfließen lassen würde, denn ansonsten wird die Technik (wahrscheinlich) in naher Zukunft in Vergessenheit geraten.

Am Ende des 18. Jahrhunderts stieg die Nachfrage nach Druckerzeugnissen rasant an. Man suchte nach einem Weg, einmal gesetzte Schriftsätze zu konservieren und wiederholt verwenden zu können.(vgl. Gerhardt 1975: 121 ff.).
Nach vielen Fehlentwicklungen erfand Jean Baptiste Genoux in den 1820er-Jahren das Verfahren der Papier-Stereotypie. Ein Schriftsatz wurde abgeformt, indem man einen Bogen feuchter Pappe in den fertigen Satz „einklopfte“ und so einen Negativabdruck erhielt (vgl. ebd.). Wurde diese leichte und robuste „Papiermatrize“ oder „Mater“ mit Schriftmetall ausgegossen, war der Satz als druckbares „Stereo“ reproduziert – knapp 300 Jahre nach Gutenberg druckte man wieder mit unbeweglichen Lettern. (vgl. Högner, Anna)

Druckmatern sind also eine mediales Speichermedium. Als Zwischenstufe bei der Reproduktion von Druckvorlagen sind sie keine Drucke, obwohl sie Teil von Werbekampagnen waren, sind sie selbst nicht die Werbung und obwohl sie Bilder und Text transportierten sind sie selbst weder das eine noch das andere.

mater
Abbildung: Pressemater zu Vertigo (1958) und Anzeigenmater zu Le mépris (1963).
Quelle: Österreichisches Filmmuseum

Das österreichische Filmmuseum hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, seinen Bestand an Kinomatern aufzubereiten. Der größte Teil der im Museum befindlichen Matern stammt aus den Jahren zwischen 1950 und 1970.

Was wir heute als Anzeigen, Inserate, Standbilder für Magazine kennen, wurde auch damals zur Bewerbung der neusten Filme verwendet: für Zeitungen aufbereitete Fotos von SchauspielerInnen oder Szenen des Films wurden extra Pressematern angefertigt.
Diese wurden in Anzeigen, in den redaktionellen Teil, und später auch ins Fernsehprogramm integriert.
Kombiniert mit einer Bildunterschrift, die den Inhalt des Films in wenigen Worten wiedergab, zumeist mit einer gesetzten Ergänzung von Spieldauer, Spielzeit oder  Schlagzeilen war die Werbekampagne geboren.

Persönlich interessiert mich der Text, auf Grund meiner Tätigkeit in einer Marketing-Abteilung sehr. Die Anfänge der Bewerbung von Filmen und die daraus resultierenden heutigen Möglichkeiten sind faszinierend.
Da wir im Deutschunterricht auch das Thema „Filme“ im Lehrplan integriert haben, hat  der Artikel auch für LehrerInnen Relevanz. Eine Exkursion in das Filmmuseum sowie der Vergleich der Matern mit heutigen Filmplakaten ist überaus spannend und bietet einen intermedialen Zugang zur Thematik an.

12 Okt

Rezension: PokemonGo – der Impuls für die Auseinandersetzung mit Medienpädagogik im Unterricht?

Rezension des Artikels “ #PokémonGO: Möglicherweise eines der medienpädagogischen Phänomene dieser Zeit und kein*e Pädagog*in spricht darüber?“ von Bernhard Lahner, am 12.10.2016.

Zusammenfassung des Artikels:

Das Spiel PokemonGo, welches 2015 von der Firma Niantic herausgebracht wurde,  wird von Menschen weltweit immer häufiger gespeilt und löst einen regelrechten Hype aus. Man begibt sich dabei  in der realen Welt auf virtuelle Pokemon-Suche. Rund um das Spiel haben sich innerhalb kürzester Zeit in allen Social-Medias Gruppen zu diesem Spiel gebildet, mit dem Ziel Informationen besser und schneller austauschen zu können. Hierbei können Kinder und Jugendliche ihre Sozial-Media-Kompetenz schulen und lernen, Inhalte kritisch hinterfragen. Bevor man sich auf Pokemon-Suche begibt, muss überprüft werden, ob der Akku und die Powerpacks voll sind. Weiters ist eine Absprache der Treffpunkte für Kämpfe notwendig. Hierbei wird soziale Kompetenz, Abstimmung und Planung geschult. Beim Lesen der Berichte, Anweisungen und Einträge von anderen Spielern wird die Lesekompetenz geschult. Während des Spiels werden auch die feinmotorische Kompetenz und das Strategiedenken gefördert. Durch die Beschäftigung mit der Thematik ist eine aktive Suche und Recherche im Internet erforderlich.  Die Hauptaussage des Artikels ist eine Kritik an PädagogInnen, da sich keiner im Unterricht mit der Thematik von PokemonGo beschäftigt, obwohl so viele Kompetenzbereiche angesprochen werden. Laut dem Autor besteht auch kein Forschungsinteresse in diese Richtung.

Persönliche Stellungnahme:

Um Kindern und Jugendlichen Inhalte näher zu bringen, ist es wichtig, Beispiele aus dem Alltag jener herauszusuchen und Thematiken so zu erarbeiten. Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass sehr viele PädagogInnen sehr unpassende Beispiele wählen, die den heutigen Generationen von jungen Menschen gar nicht mehr geläufig sind. Gerade was die Nutzung von Sozial-Medias betrifft, lässt sich das Spiel meiner Meinung nach gut einsetzten. Es ist wichtig Beiträge kritisch hinterfragen zu können und sich selbst eine Meinung zu bilden. Was früher eher für Papiermedien galt, ist heute für die digitale Medien Welt wichtig. Auch der Umgang in diesen Medien ist wichtig. Gerade jetzt, wo Hasspostings und Beschimpfungen in Sozialen Medien immer mehr zunehmen, ist eine Sensibilisierung mittels Besprechung im Rahmen des Schulunterrichts wichtig.

Ein weiterer wesentlicher Aspekts des Spiels, der positiv aufgegriffen werden kann, ist die Bewegung im Freien. In den letzten Jahren wurde es zunehmend schwieriger Kinder und Jugendliche für Aktivitäten im Freien zu begeistern. Durch die Verbindung der virtuellen Welt mit der realen Welt, ist es für sie jedoch wieder aktuell geworden. Warum es deshalb nicht auch im Turnunterricht einsetzen? Ich denke das das Spiel PokemonGo nur eines von heute zahlreich vorhandenen Beispielen aus den digitalen Medien ist, wodurch man Kinder für die Nutzung vom Internet sensibilisieren kann.

Somit stimme ich mit den Kompetenzerwerb, welcher im Artikel beschrieben wird zu. Nur darf man sich nicht zu sehr darauf fokussieren und es in das Zentrum des Unterrichts stellen. Es kann als Impuls dienen, jedoch würde ich nicht nur darauf bauen.