12 Jun

Alter vs. Digitalisierung. Digitale Medien in Erwachsenenbildung.

Rezension des Artikels am 07. Juni.2018

von Christine Hakaj

 

Medienpädagogik als Chance und Herausforderung für die Erwachsenenbildung von Caroline Roth-Ebner

 

 

In diesem Beitrag geht es um die Digitalisierung des Alltags-besonders in der Erwachsenenbildung, da sie nun immer öfter davon betroffen ist. Das Ziel dieses Beitrags ist es Medienpädagogik näher zu beleuchten um seine Potenziale, Herausforderungen und Konsequenzen zu sehen.

Schließlich ist Digitalisierung auch ein Gegenstand der Bildung und somit kommt der Begriff „Medienpädagogik“ ins Spiel.

Hier wird auch von einer „vierten Schlüsselkompetenz“ gesprochen, die mittlerweile ein zentraler Teil der Allgemeinbildung ist. Bei Kindern und Jugendlichen ist dieses Thema in aller Munde, aber es wird kaum erwähnt, dass medienpädagogische Kompetenzen in Erwachsenenbildung einen großen Aufholbedarf haben und somit auch von großer Bedeutung sind.

 

„In einem Strategiepapier der Europäischen Union zur Erwachsenenbildung wird die Förderung digitaler Kompetenzen gefordert, da sie zu sozialer Inklusion und einem «effektiven» Arbeitsmarkt führen.“

(Roth-Ebner, Caroline (2018): Medienpädagogik als Chance und Herausforderung für die Erwachsenenbildung. Abrufbar unter: https://www.medienimpulse.at/articles/view/1155?navi=1#fn7 (07.06.2018)

 

Wenn es um das Lehren und Lernen mit Medien geht, sind heute vor allem digitale Medien gemeint.

Der Einsatz digitaler Medien kann in Bildungsprozessen höchst unterschiedliche Formen annehmen. Diese reichen von kleinen Formaten wie z.B. kurzen Erklärvideos von ca. 2–3 Minuten Länge, wie sie beispielsweise auf YouTube zu finden sind, bis hin zu umfangreicheren und komplexeren Formaten.

Die Möglichkeiten der Bereitstellung von Lerninhalten im Social Web sind unbegrenzt und schließen auch Weblogs (z. B. als Lerntagebücher) und Podcasts (abonnierbare Mediendateien mit beliebigem Inhalt) ein.

Dies bedeutet aber nicht, dass die Präsenzlehre zwangsläufig verschwindet wie man bei Blended-Learning-Szenarien gut sehen kann. Hier wird die Präsenzlehre mit E-Learning-Anteilen verbunden und profitiert somit gleichzeitig von beiden Varianten. Wie bei jedem pädagogischen Angebot kommt es auch hier stark auf die Umsetzung und das didaktische Konzept an.

 

Aber nicht nur Lernen mit Medien steht hier im Vordergrund, sondern auch Lernen über Medien, d.h. Medien als Lerngegenstand zu fördern und Interesse zu wecken, speziell für Erwachsene.

 

Eigene Meinung:

Ich muss gestehen, dass ich mich persönlich nie damit auseinandergesetzt habe mit Medienbildung im Erwachsenenalter. Besonders vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und einer steigenden Lebenserwartung besteht diese Gefahr, dass eine große Gruppe älterer und alter Menschen den „Anschluss“ an neue Technologien verpasst, gleichzeitig ergeben sich aber auch neue Formen ge

sellschaftlichen Zusammenlebens, z.B. des generationenübergreifenden, gemeinsamen Lernens.

Die Tatsache, dass ältere Menschen täglich mit neuen Technologien im Alltag konfrontiert werden und sich damit abfinden und ihre Päckchen bei der Post nun “elektrisch” abgeben müssen überfordert viele. Sie fühlen sich überholt und teilweise auch machtlos und resignieren.

Deshalb finde ich es großartig Kurse und Workshops mit und über Medien für ältere Personen anzubieten. So haben sie die Möglickkeit mit dem Wandel der Zeit mitzugehen und die Unsicherheit und Berührungsangst hinter sich zu lassen.