30 Nov

Exkursion: Happylab

Carmen Weber
Exkursion ins Happylab am Mittwoch, 30. November 2016

 

Kreativität fördern – ein wichtiges Ziel im Schulalltag!

Diesem Ziel wird man im „Happylab“ sicherlich gerecht. Es ermöglicht den Zugang zu digitalen Produktionsmaschinen, wie Laser Cutter, 3D-Drucker, Schneidplotter und CNC-Fräse.
Wer kreativ arbeitet, möchte seine Ideen auch verwirklichen. Die Realisierung scheitert jedoch oft am fehlenden Zugang zu den benötigten Geräten. Das „Happylab“ bietet den freien Zugang zu digitalen Produktionsmaschinen und deren MitarbeiterInnen helfen gerne dabei die Ideen zu verwirklichen.
Keine Sorge, man muss sich das Wissen nicht selbst aneignen – in regelmäßigen Workshops wird das notwendige Wissen vermittelt. Ohne Voranmeldung werden jeden Mittwoch (19:00) Führungen für Erstbesucher sowie Einschulungen an den Geräten (20:00) angeboten.

Einsatzmöglichkeiten im Schulalltag:

Für einen modernisierten (Werk-, Geometrie,-) Unterricht werden laufend Workshops für Jugendliche, Kinder und/oder ganze Schulklassen angeboten. Besonders ansprechend finde ich das Motto „Laubsägen war gestern!“, welches den fortschrittlichen Unterrichtsbegriff in Worte fasst.
Ich hatte das Glück an der Feier des sechsjährigen Jubiläums teilnehmen zu können. Hierbei wurden Projekte, die im „Happylab“ mit 3D-Drucker, Laser Cutter und CNC-Fräse realisiert  wurden, vorgestellt.
ex_happylab
Ich war von der Bandbreite der möglichen Projekte begeistert. Immer wieder hört man von zukunftsweisenden 3D-Druckern, doch vorstellen kann man sich darunter wenig. Dementsprechend groß waren meine Erwartungen an den Besuch.
Ich finde es schade, dass das „Happylab“ noch einen sehr geringen Bekanntheitsgrad im LehrerInnen-Kreis hat. Der Anwendungsbereich ist groß: in nahezu jedem technischen, wie kreativen Unterrichtsfach kann ein Workshop in den Unterrichtsplan eingesetzt werden. Dies schafft Neugier, begeistert und belebt den üblichen Schulalltag.
23 Nov

Interaktive Whiteboards im Mathematikunterricht

interaktives-whiteboard

Erste Überlegungen

Wir erforschen wie gut man interaktive Whiteboards im Mathematikunterricht verwenden kann, bzw. ob ein guter Mathematikunterricht nur mit diesem Medium stattfinden kann. Dieses Thema haben wir gewählt, da wir angehende NMS-Lehrerinnen und -Lehrer sind mit dem Hauptfach Mathematik und in vielen Schulen interaktive Whiteboards inzwischen als zusätzliches Medium eingesetzt und sogar teilweise Kreidetafeln durch solche ersetzt werden.

Da auf der PH Wien anscheinend auch der Trend herrscht Kreidetafeln in Seminarräumen durch interaktive Whiteboards auszutauschen, haben wir schon einige Unterrichtseinheiten aus der Schülerinnen- und Schülerperspektive erleben dürfen. Hierbei ist uns aufgefallen, dass viele unserer Mathematikprofessorinnen und -professoren versuchten die Seminarräume so zu wählen, dass eine Kreidetafel vorhanden war und sie fast schon die Seminarräume, die mit interaktiven Whiteboards ausgestattet waren, boykottierten. Manche Unterrichtseinheiten fanden trotzdem in Seminarräumen statt, die mit interaktiven Whiteboards ausgestattet waren. Hierbei war oft das Problem, dass die modernen Tafeln nicht gut funktionierten oder eingestellt waren und der Berührpunkt des Stiftes mit dem Dargestellten nicht übereinstimmte, auch nach mehrmaligem Kalibrieren nicht oder man alle paar Minuten die Kalibrierung wiederholen musste. Dies machte einen flüssigen und reibungslosen Unterricht nicht möglich, obwohl zum Teil nur geschrieben wurde in diesen Unterrichtseinheiten und nicht konstruiert wurde, wobei aber Konstruktionen essentielle Bestandteile des Mathematikunterrichts sind.


Wie verwendet man das interaktive Whiteboard? 

Wie richte ich die Oberfläche richtig ein, um schnell auf Werkzeuge zuzugreifen? Wie verwende ich Lineal Zirkel und andere Zeichengeräte.

Dazu gibt es einige gute Videos:

Video 1:
Inhalt:

  • Einrichten der Oberfläche
  • Verwendung des Lineals

(abrufbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=bU1Sx89n_Ao)


Video 2
:

Inhalt:

  • Verwendung des Zirkels
  • Rasterlinien anzeigen
  • Tangente zeichnen
  • Winkel messen
  • Verwendung des Zirkels
  • Verwendung des Winkelmessers

(abrufbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=uu7N2SrFgiQ)


Video 3:
Inhalt:

  • Mit dem interaktiven Whiteboard aufnehmen
  • Winkelhalbierende

(abrufbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=byyRc1PPbfs)


Einsatz von Smartboards im Mathematikunterricht

Erstes Interview mit einer NMS Mathematiklehrerin:
Die Lehrkraft hat schon sehr viele Erfahrungen mit dem Einsatz vom Smartboard sammeln können und hat uns die Vor- bzw. Nachteile kurz erläutert.

Ihrer Meinung nach ist eine Klassenausstattung nur mit einem Smartboard für den Mathematikunterricht nicht ausreichend. Sie verwendet das interaktive Whiteboard im Unterricht hauptsächlich nur als Projektor. Dabei werden beispielsweise themenbezogene Videosequenzen abgespielt, Präsentationen vorgetragen oder Arbeitsblätter zum selbstständigen Vergleichen projiziert. Für Geometrieaufgaben ist das Smartboard ihrer Meinung nach gänzlich ungeeignet. Die einzigen Möglichkeiten, wie man es hierzu dennoch einsetzen kann, sind mittels Nutzung des Programms Geogebra oder dem Abspielen von Erklärungsvideos. Das interaktive Whiteboard hat zwar Konstruktionstools wie ein virtuelles Geodreieck und einen virtuellen Zirkel, jedoch unterscheiden diese sich wesentlich in der Handhabung und der Nutzung. Wenn die Lehrperson damit arbeitet, schaffen die Kinder nicht den Transfer von der virtuellen Konstruktion zur händischen Konstruktion ins Heft. Ihrer Meinung nach müssen Schulklassen, die interaktiv arbeiten wollen auch alle Kinderplätze mit digitalen Arbeitsplätzen ausstatten. So kann dann das Bild vom Smartboard direkt auf den Arbeitsplatz der Kinder gestreamt werden. Die zweite Möglichkeit ist das Arbeiten mit Geogebra, herzu brauchen die Kinder jedoch auch Arbeitsplätze die mit Tablets oder Laptops ausgestattet sind.

Eine weitere Möglichkeit das Board im Unterricht zu verwenden sind Spiele und Learning-Apps, wie zum Beispiel das Quiz-Spiel Kahoot. Diese Funktionen finden vor allem die Schülerinnen und Schüler sehr spannend. Auch kleine Spielereien wie das Schreiben mit dem Finger auf dem Smartboard oder dem Löschen von Texten mit der Handfläche sind für Schülerinnen  und Schüler sehr amüsant.

Auch manche Schulbücher haben einen online Zugang zu Onlineaufgaben und Spielen, die man auf das Smartboard projizieren kann. Jedoch wird auch hier das interaktive Whiteboard vorrangig als Projektor verwendet und die Smart-Funktion wird außer Acht gelassen.

Ein großer Kritikpunkt ihrerseits war, das Smartboards sehr empfindlich sind. Angefangen von der Tuch-Fläche, welche ihrer Meinung nach genauso wie Tablets eine Glasbeschichtung benötigen, bis hin zur leichten Verstellbarkeit des Beamers im Pausengeschehen.

Die ideale Klassenausstattung beinhaltet ihrer Meinung nach eine normale Kreidetafel mit Tafelgeodreieck und Tafelzirkel, ein Beamer und einen Overheadprojektor.

Zweites Interview mit einer Lehrperson der Oberstufe:
Erzählung aus ihren Erfahrungen. Anfangs war sie sehr begeistert, als sie hörte, ein Smartboard für die Klasse zu bekommen. Doch die anfängliche Begeisterung schwindet schnell. Die Idee dahinter ist nach wie vor gut, doch die Umsetzung im Mathematikunterricht nicht möglich. Die Smartboards sind nie kalibriert wenn man sie braucht. Kinder sehen nicht wie man am besten das Geodreieck anlegt um Figuren zu konstruieren, was aber anfangs irrsinnig wichtig ist. Alle Konstruktionsschritte müssen mit ihnen genau besprochen und vorgezeigt werden. Bei einer Tafel können sie zuschauen und im Heft nachmachen, mit dem Smartboard geht das nicht. Weiters klagten die Schülerinnen und Schüler, dass es sehr anstrengend ist, den ganzen Tag auf das interaktive Whiteboard zu sehen. Es wurde so schlimm, dass sich sogar die Eltern der Kinder einbrachten. Fazit, das Smartboard wurde abmontiert und einer anderen Schule geschenkt. Weiters konnte festgestellt werden, dass in diesem Jahr, wo die Tafel durch das interaktive Whiteboard ersetzt wurde, die Fehlsichtigkeit der Schülerinnen und Schüler stark zunahm.

Auf die Frage, welche Vorteile das Smartboard im Mathematikunterricht bringt, musste die Lehrerin kurz überlegen bevor sie uns eine Antwort geben konnte. Weniger Kreidestaub ist vorteilhaft, und dass man Bilder und Formen überlappen und einzelne wieder ausblenden kann. Dies ist aber auch genau so mit einem Beamer möglich.


Erfahrung / eigene Meinung

Sabine:
Wir haben uns näher mit den Mathematik Funktionen beim Smartboard beschäftigt.

Die Formelfunktion ist sehr unübersichtlich und kompliziert gestaltet, dabei ist man um einiges besser aufgehoben wenn man Formeln freihand schreibt und nicht die bereitgestellte Funktion verwendet.

Ebenso versuchten wir mit dem Werkzeug Zirkel und Geodreieck etwas zu konstruieren. Dies funktioniert einigermaßen, aber nicht annähernd so wie, es die Kinder benötigen bzw. selbst durchführen sollen. Alleine wenn ich das Arbeiten mit dem Zirkel hernehme, wird es nicht funktionieren, dass die Kinder das gesehene Umsetzen können, denn sie sehen nicht, wie man den Zirkel hält und somit auch abschlägt. Ebenso beim Arbeiten mit dem Geodreieck, denn die Kinder sehen nicht wo und wie man es festhalten muss, wie man den Bleistift führt und wo man ihn ans Geodreieck anlegt. Wir haben auch mit dem Zirkel einen Kreis gezeichnet, der am Smartboard jedoch kein Kreis war, da die Auflösung anscheinend eine andere war als auf dem Bildschirm des Computers, denn dort war es ein Kreis und wurde nicht verzerrt.

Ebenso konnte ich feststellen, dass das Smartboard eine schlechte Auflösung hat und somit aus der Nähe alles sehr pixelig und sehr schlecht zu lesen ist. Ebenso flackert das Bild aus der Nähe. Manche Begriffe konnte ich aus der Nähe auch nicht lesen und musste somit ein paar Schritte in den Raum gehen um den Begriff lesen zu können. Nach kürzester Zeit aktiven Auseinandersetzens mit dem Smartboard aus Sicht der Lehrperson hatte ich starkes Kopfweh, ebenso wie mein Kollege.

Julia:
Nachdem wir uns selber auch mit dem Smartboard beschäftigt haben, habe ich für mich festgestellt, dass die gute alte grüne Tafel nichts ersetzen kann. Es ist nett sie zusätzlich im Klassenzimmer zu haben, aber ausschließlich mit dem interaktiven Whiteboard zu Arbeiten kann ich mir im Mathematikunterricht nicht vorstellen. Wenn es gut kalibriert ist, ist es nicht schwer für die Lehrerin und den Lehrer. Doch selbst in unseren Häusern ist es nicht möglich, dass sie korrekt funktionieren. Und sobald das nicht mehr gegeben ist, sind sie unbrauchbar. Außerdem stelle ich es mir irrsinnig schwer vor, dass die Kinder mit mir mitkonstruieren. Für sie sind die Schritte, die Stifthaltung und Linealhaltung nicht selbstverständlich. Wenn ich alle Konstruktionsschritte mit den Schülerinnen und Schülern an der Tafel mitzeichne, können sie immer wieder zu mir sehen, und ihr Werkzeug genauso verwenden wie ich.

Das positive am Smartboard ist, dass ich alles abspeichern kann, wovon die Kinder, die krankheitsbedingt am Unterricht nicht teilnehmen konnten, profitieren.

Ich selbst habe das interaktive Whiteboard im Unterricht einzig und alleine als Beamer benutzt. Mir ist aber auch klar, dass ich dafür nicht so ein hochwertiges Gerät brauche, und es schade ist, da dieses Geld für etwas Anderes verwendet werden könnte.

Ich denke nicht, dass mir das Smartboard in den kommenden Jahren sympathischer werden wird, deswegen hoffe ich einmal in einer Schule zu unterrichten, wo es noch eine herkömmliche Tafel gibt.

Weiters muss ich aber schon noch erwähnen, dass es in den anderen Fächern durchaus sinnvoll ist eine Whiteboard zu besitzen. Für Biologie zum Beispiel gibt es sehr gute Anwendungsmöglichkeiten.

Kristijan:
Wir haben uns nach Auswertung der Interviews selbst mit dem Smartboard näher befasst und verschiedene Funktionen getestet.

Bereits zu Beginn mussten wir das interaktive Whiteboard erstmalig kalibrieren. Da es ein fix montiertes Board ist, kamen die Kolleginnen nicht an die oberen Kalibrierungspunkte heran. Dies stellt in der Klasse bereits die erste Herausforderung dar, wenn keine größere Person im Raum ist.

Als nächstes probierten wir darauf mit dem Smartboardstift zu schrieben. Die Schrift erschien zeitversetzt und trotz Kalibrierung nicht dort wo wir sie hin haben wollten. Außerdem verlangt das interaktive Whiteboard ständig kalibriert zu werden. Im Anschluss hat es trotzdem nicht gepasst.

Wir haben auch die auf dem Smartboard installierten Mathematiktools getestet. Die Arbeit mit den Geometrietools ist nicht ganz so einfach. Wenn man es dann geschafft hat, das Geodreieck in die gewünschte Position zu bringen, konstruiert es fast selbstständig die gewünschte Figur. Der Nachteil hierbei ist, dass Schülerinnen und Schüler diese Schritte nicht nachvollziehen können um es selbst im Heft mitkonstruieren zu können.


23 Jun

Projekt „Mini-Sprachkurs“

  1. Planung und Vorbereitung

Gruppenfindung / Ideenfindung

Unser Thema wählten wir aus persönlichen Interessen von den vorgeschlagenen Ideen unserer LV-Leiter aus. Dieses persönliche Interesse war das Fundament für unsere Gruppenfindung. Das Thema beinhaltete einen basalen Sprachkurs der auf Audiodateien aufgebaut ist. Wichtig für uns war, ein Konzept zu entwickeln, das adaptierbar für den Alltag ist.

Recherchearbeit

Unsere Recherchearbeit zeigte, dass bereits viele Materialien (Sprachbücher, Apps, Online Sprachkurse,..) zu diesem Thema existieren. Unsere Idee war, Dialoge/Phrasen aus der Lebenswelt der Flüchtlinge auf deutsch aufzunehmen, dabei auf ihre konkreten Bedürfnisse einzugehen, und diese visuell darzustellen, damit sie für jede Person, unabhängig von der Erstsprache, verständlich sind. Die Zielgruppe beschränkten wir auf Schulkinder und wollten dadurch auch die Lehrpersonen unterstützen, die Kinder ohne Deutschkenntnisse in ihren Klassen haben. Wir haben uns mit Situationen im Schulalltag auseinander gesetzt, damit die betroffenen Kinder schneller und effizienter an Sprachkenntnisse gelangen.

Eigene relevante Erfahrungen und Erkenntnisse, die wir durch die Teilnahme an Seminarexkursionen, durch Gespräche mit Experten während des Projektes gewonnen hatten, bauten wir in unsere Arbeit hinein.

2. Koordination

Kommunikationsweg

Um die Kommunikation in der Gruppe zu vereinfachen, gründeten wir eine WhatsApp-Gruppe. Außerdem erstellten wir eine GoogleDocs-Datei, um hier unkompliziert gemeinsam arbeiten zu können. Leider hatten einige von uns darauf keinen Zugriff mehr, deshalb wollten wir auf die Phoodle-Plattform ausweichen. Unser LV-Leiter eilte uns zur Hilfe, und erstellte uns einen GoogleDrive-Ordner, was das gemeinsame Arbeiten wieder ermöglichte.

Material organisieren

Computer, Aufnahmegerät, Kopfhörer, geeignete Programme

Aufgaben verteilen

Zu Beginn wurden gemeinsame Ideen, Erwartungen und Vorstellungen (z.B. welche Alltagssituationen, Dauer des Projekts, etc.)  notiert und diskutiert. In Folge teilten wir die zu erledigenden Aufgaben nach persönlichen Ressourcen ein.

  1. Alltagssituationen festlegen
  2. Dialoge ausformulieren
  3. Hilfestellung von Experten (Gespräche, Seminarexkursionen)
  4. Tonaufnahme
  5. Bearbeiten der Audiodateien (schneiden und systematisch ordnen)
  6. Visuelle Darstellung (Bilder erstellen mit Storyboard)
  7. Homepage gestalten (Tonaufnahmen und Bilder zusammenfügen)

3. Durchführung

Alltagssituationen festlegen

Zu Beginn legten wir einige Alltagssituationen fest, die wir in 17 Dialogen ausformulierten. Wir haben einige Gruppenmitglieder, die Deutsch als Zweitsprache gelernt hatten, und uns ihre Ersterfahrungen  mit der deutschen Sprache mitteilten. Deshalb war es für uns von großer Wichtigkeit, diese Dialoge nicht nur visuell, sondern auch auditiv festzuhalten.

Außerdem arbeitete eine unserer Gruppenmitglieder vor kurzem ehrenamtlich in einem Deutschkurs und wusste daher, welche Situationen für jemanden, der nicht Deutsch kann, am wichtigsten seien.

Audioarbeit

Tonaufnahme der Dialoge/Phrasen

Eine von uns lieh ein Aufnahmegerät und einen Kopfhörer von unserem LV-Leiter aus. Da das Gerät relativ einfach zu bedienen ist, konnten ihre 15jährige Tochter und ihr 12jähriger Sohn zu Hause (nach ein paar Proben) die vorgeschriebenen Sätze selbständig aufnehmen. Es war uns wichtig, dass jeder Satz sowohl von einem Mädchen, als auch von einem Buben aufgenommen wird, damit wir authentische Stimmen haben, und bei der visuellen Darstellung flexibel Bilder von Mädchen und Buben verwenden können.

Bearbeitung: schneiden, speichern, systematisch ordnen

Wir nahmen das Aufnahmegerät mit den gespeicherten Audiodateien zur nächsten Seminareinheit mit, um die Aufnahmen zu schneiden, ordnen und systematisch zu speichern, damit wir mit ihnen unkompilziert und flexibel weiterarbeiten können. Dazu empfahl uns unser LV-Leiter das Programm “Audacity”, das er uns davor am Computer auch vorstellte. Leider hatten wir mit dem Computer der Hochschule technische Probleme, deshalb arbeiteten wir auf einem eigenen Notebook weiter. Audacity war auf diesem Notebook bereits vorhanden, aber wir mussten noch LAME MP3 Encoder installieren, um die Audiodateien im MP3-Format importieren und exportieren zu können. Wir erhielten eine kurze Schulung, die wir mit dem Handy auch aufnahmen, danach konnten wir selbständig weiterarbeiten. Leider versäumten wir, die Daten und unsere Arbeit auf das Notebook zu kopieren, und speicherten alles nur auf einem USB-Stick. Dieser ist leider nach kurzer Zeit vollständig kaputt gegangen, die Daten darauf waren nicht mehr zu retten. Wir kopierten also die Originaldateien nocheinmal vom Aufnahmegerät, diesmal direkt auf das Notebook. Wir erstellten einen Arbeitsordner und einen Ordner für die Originaldateien.

Wir bearbeiteten zuerst die Aufnahme mit der Bubenstimme. Wir verminderten die Nebengeräusche, machten ein paar Sätze etwas langsamer, und schnitten die Aufnahme in Einzelteile, die wir dann nach unserem System als MP3-Datei speicherten. Der Satz “Wie heißt du?” wurde z.B. unter dem Namen “B4F” gespeichert, was für uns heißt: Bubenstimme, Situation 4, Frage.

https://www.schule.at/news/detail/audiobearbeitung-mit-audacity.html

Visuelle Darstellung

„The Storyboard“

Um die Alltagssituationen visuell darzustellen, entschieden wir uns für Storyboard und stellten einzelne Szenen, so gut es ging, nach. Es brachte viele Vorteile wie auch Nachteile mit sich. Sehr positiv war, dass es viele unterschiedliche Situationen zum Auswählen gab, wie auch verschiedenste Charaktere von Menschentypen und kleinere Details. Es ist sehr leicht zu bedienen, und benötigt daher nicht viel technisches/mediales Fachwissen. Jedoch brachte es leider zum Nachteil, dass wir eine genaue Situation nicht nachstellen konnten z.B. dass ein Kind sich um die eigene Achse drehen kann und in anderen Richtungen blickt. Ebenso ist man mit der Ausarbeitung eingeschränkt, wenn man kein Abo abschließt. Denn dann kann man pro Tag nur drei Szenen ausarbeiten, und diese in keiner hohen Qualität speichern. Es war sehr schwierig ein passendes Programm zu finden, indem keine finanziellen Bindungen eingegangen werden müssen.

Zusammenfügen der Tonaufnahmen und der visuellen Darstellungen

Die erstellten Bilder und Tonaufnahmen wurden auf einer Homepage, von der PH Wien aus, zusammengefügt. Für die Homepage haben wir uns vorerst auf drei Bilder beschränkt, um einen kleinen Input geben zu können, wie dieses Projekt aussehen könnte. Es ging ganz leicht, wir mussten nur die Dateien hochladen und konnten dann die passenden Bilder mit den Tonaufnahmen gut positionieren.

 

4. Präsentation

Pitching: Am 13.05.2016 wurden in einer Seminareinheit die Projekte der Kleingruppen nach ihrem aktuellen Stand vorgestellt. Im Plenum wurden konkrete Verbesserungsvorschläge gemacht, Feedback gegeben und Fragen beantwortet.

Beim letzten Termin wird unser Endergebnis präsentiert.

5. Ergebnisse und Ausblick

Am wichtigsten ist, dass man die Sprache hören kann, da das Hören der Sprache der erste wesentliche Schritt beim Spracherwerb ist. Mit dem Einsatz von Audiomedien ist die Unterstützung des Sprachenlernens relativ einfach. Bilder dienen dazu, das Verstehen des Gehörten visuell zu unterstützen, wobei Storyboard noch nicht die ideale, aber für uns die bestmöglich erscheinende Lösung war. Um bessere Programme zu verwenden, fehlten uns finanzielle und persönliche Ressourcen. Als Weiterführung des Projektes wären Fotodokumentationen, eigene Zeichnungen oder Zusammenarbeiten mit Illustratoren denkbar. Wir finden, dass man diese Projektidee gut für Schulen/Klassen abwandeln kann, sodass die Kinder mithilfe digitaler Medien selbst ein ähnliches Projekt nach ihren individuellen Bedürfnissen und Ressourcen durchführen können. Wenn sich ÜbersetzerInnen zur Verfügung stellen, kann man das Projekt auch mehrsprachig gestalten. In diesem Fall wäre die visuelle Darstellung hilfreich, aber nicht unbedingt nötig. Für die Tonaufnahmen können auch Smartphones eingesetzt werden, da es schon geeignete Apps frei zur Verfügung stehen. Dazu wurden uns für Android “WavePad Free” und für IOS “Voice Record Pro” empfohlen.

Die Durchführung solcher Projekte bieten SchülerInnen und Lehrpersonen die Möglichkeit, Kompetenzen in vielen Bereichen und auch vielseitig zu stärken.

Hier der Link zu unserer Homepage: http://podcampus.phwien.ac.at/sprachkurs/

03 Dez

Hollywood, wir kommen!

Wie kommt ein Film ins Fernsehen und können wir das auch?

Ein paar Vorschläge zum Thema „Film und Fernsehen“

Eine besonders beliebte Möglichkeit ,um einen Blick hinter die Kulissen zu erhalten, ist ein Besuch des ORF-Zentrums. Die Junior-Führung ist besonders für Kinder im Alter von 4 bis 9 Jahren geeignet und bietet einen ersten Einblick in die Arbeiten eines Fernsehsenders. Die Führung kostet pro  Kind 4,20€ und pro Erwachsenen 6,60€.

Den Kindern werden die einzelnen Arbeitsabläufe nähergebracht  und sie können die großen Fernsehstudios besichtigen. Als Höhepunkt können sie im ORF-Erlebnisstudio selbst anpacken und zum Beispiel in die Rolle des Moderators oder des Kameramannes schlüpfen. Außerdem haben die Kinder hier die Möglichkeit, ein eigenes Programm zu gestalten und hinter das Geheimnis von diversen Fernsehtricks zu kommen, wie zum Beispiel die fliegende Bluebox. Zum Abschluss wird dann noch ein Gruppenfoto gemacht!

Auch ein Besuch bei Okto ermöglicht den Kindern erste Erfahrungen mit dem Medium Film, indem sie ihre eigene Sendung produzieren. Sie haben zum Beispiel die Möglichkeit eine eigene Talk-Show zu gestalten, wodurch sie lernen, Inhalte selbst zu bestimmen und dann auch selbst umzusetzen. Ihr Endprodukt wird dann als Erinnerung aufgezeichnet.
Termin und Preis nach Vereinbarung (Georg Lindner unter gl@okto.tv.)
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  • Multimediales Bilderbuch

Das multimediale Bilderbuch ist eine Möglichkeit Kindern spielerisch die Arbeit am Computer näherzubringen. Bei unserem Besipiel wurden die Jahreszeiten, insbesondere der Frühling, aufgegriffen.

Die Kinder sollen sich kreativ mit dem Thema aueinandersetzen und später Bild und Ton dazu erstellen. Als Software wurde die Multimediawerkstatt von Aquasoft verwendet.

Die Kinder lernen neben dem Umgang mit der Software und dem Computer auch, wie ein Projekt organisiert wird und Aufgaben innerhalb einer Gruppe verteilt werden.

hier geht’s zum Bilderbuch

hier gehts zur „Schritt für Schritt“-Anleitung

  • Interaktiver Adventskalender

Hierbei haben die Kinder die Möglichkeit gemeinsam einen digitalen Adventkalender zu gestalten. Jedes Kind gestaltet eine Seite, die dann zum Vorschein kommt, wenn das „Türchen“ geöffnet wird.

Das System dahinter, ist eine einfache PowerPoint-Präsentation. Die erste Folie dient als Übersicht – auf einem gemeinsam gestalteten Bild sind alle 24 Türchen zu sehen. Per Mausklick auf die entsprechende Zahl, kann über einen Hyperlink die nächste Folie bzw. das nächste „Türchen“ geöffnet werden. Um von einer Folie wieder zurück zur Hauptfolie zu gelangen, benötigt man einen weiteren Hyperlink. Ein mögliches Malprogramm ist zum Beispiel Tux Paint.

zum Adventkalender

Wem das zu kompliziert ist, kann mit dieser PowerPoint-Vorlage weitergeholfen werden.

weitere tolle Projekte zum Thema Medienerziehung findet ihr hier

 

Redakteurinnen: Astrid Wödl und Barbara Wimmer