10 Jun

Verantwortungsvoller Umgang mit KI

Quelle: pixabay.com

Es braucht einen verantwortungsvollen Umgang mit KI und Robotik, um Risiken zu minimieren. Schließlich soll die Technik dem Menschen dienen, anstatt ihm die Freiheit zu nehmen und ihn abhängig zu machen. Wie könnte das aussehen; und an welchen Lösungen wird derzeit gearbeitet?

Es geht darum, ethische, soziale und technische Regeln festzulegen [1]. Wir müssen uns fragen, inwieweit wir Verantwortung an Maschinen abgeben wollen. Der Mensch sollte immer noch verantwortliches Subjekt bleiben – oder wollen wir eine Zukunft, in der wir gar nicht mehr wissen, wie Entscheidungen zustande gekommen sind, obwohl wir diese dann zu verantworten haben? Wichtig ist zum Beispiel die Frage, wer bei Schäden haftet, die autonome Roboter verursachen. Mindestens genauso bedeutend ist der Datenschutz. In Bezug auf Pflegeroboter sollten persönliche Daten, die von Geräten und Robotern gemessen und gespeichert werden, nur den Patienten selbst, den Ärzten und dem Pflegepersonal zugänglich sein.

Der Deutsche Ethikrat steht dem Einsatz von Robotern und KI positiv gegenüber, doch brauche es dazu gewisse Bedingungen [2]. So dürfen Roboter in der Pflege auf keinen Fall die menschliche Zuwendung ersetzen oder gegen den Willen der PatientInnen eingesetzt werden. Auch dürfen Roboter nicht dazu verwendet werden, Personalengpässe zu kompensieren. Laut der Pflegewissenschaftlerin Maria Schubert müsse der Einsatz von Robotern genau definiert werden [3] – das Personal soll dabei mitbestimmen. Man könnte den Einsatz der Pflegeroboter auf wiederkehrende mechanische Arbeit begrenzen. Damit hätte das Personal auch mehr Zeit für persönliche Zuwendung zu den Pflegebedürftigen.

Bereits jetzt werden vielen Robotern ethische Werte „eingepflanzt“. Selbst ein Staubsauger-Roboter steht vor moralischen Entscheidungen (Soll er eine Spinne einsaugen oder umfahren? Was ist mit einem Marienkäfer etc.?), so Janina Loh, Roboterethikerin an der Universität Wien [4]. Entscheidungen, die KI trifft, sollten nicht abseits von Moral, ethischen Grundhaltungen und gesetzlichen Regeln erfolgen. Seit Mai 2018 ist die Datenschutz-Grundverordnung der Sockel des allgemeinen Datenschutzrechts in der EU und in Österreich. Diesen Standard gilt es, stetig auf neu hinzukommende Bereiche auszuweiten.

Die Europäische Kommission veröffentlichte im Jahr 2019 Ethikleitlinien für vertrauenswürdige KI [5].Dabei geht es unter anderem um die Verwendung ausbalancierter Datensätze, die gesellschaftliche Diversität berücksichtigen. Bezüglich Transparenz wird gefordert, dass Ergebnisse, auf die KI gekommen ist, im Rahmen einer sogenannten „Explainable AI“ für Menschen nachvollziehbar aufbereitet werden. Neben einer Festlegung a priori, wer die Verantwortung für KI-Systeme innehat, soll der Mensch immer die Möglichkeit haben, zu intervenieren, also auch ein System unterbrechen können.  Letztlich muss sich der Einsatz von KI an den Grundwerten wie Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität, Toleranz und Pluralismus orientieren und diese fördern. In puncto Datenschutz sollen BürgerInnen vollständige Kontrolle über ihre eigenen Daten behalten, welche nicht dazu verwendet werden dürfen, sie zu schädigen oder zu diskriminieren [6].

Bestehende Gesetze müssten überprüft und an die Spezifika künstlicher Intelligenz angepasst werden, meint der Jurist Axel Walz vom Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb [7]. Seiner Meinung nach wäre eine Debatte über rote Linien sinnvoll – also inwieweit bestimmte Produkte überhaupt mit KI ausgestattet werden dürfen. Auch Walz spricht vom Ziel eines Transparenzstandards, der garantieren soll, dass die Programmierung der Algorithmen  so erfolgt, dass Menschen jederzeit nachvollziehen können, welche Daten verwendet wurden und wie ein bestimmtes Ergebnis zustande gekommen ist.

Walz sieht im Einsatz von androiden Robotern, also Robotern, die stark menschliche Züge aufweisen, aufgrund der Objektivierung des Menschen einen Verstoß gegen Artikel 1 des Grundgesetzes. Auch der Roboterentwickler Claude Toussaint warnt davor, Robotern ein zu menschliches Aussehen zu geben – denn dann bekämen viele Menschen Angst, da sie nicht einschätzen können, ob das Gegenüber Roboter oder Mensch ist [8].

Die französische nationale Datenschutzbehörde CNIL empfahl unter anderem die Einrichtung einer nationalen Plattform für das Auditieren von Software und eine Verstärkung der Anreize für das Erforschen von ethischer KI [9]. Außerdem sollen sich Unternehmen dem Thema  Ethik stärker annehmen, beispielsweise durch Ethik-Kommissionen oder Ethik-Kodizes. Bezüglich der Menge an Informationen und deren Korrektheit, sollte man Softwareergebnissen gegenüber eine kritische Haltung bewahren und kein übermäßiges Vertrauen in Entscheidungen von KI-Systemen entwickeln.

Im Mittelpunkt der „Strategien für Daten und künstliche Intelligenz“  der EU-Kommission steht das Whitepaper zur künstlichen Intelligenz [10]. Damit soll ein allgemeiner Rechtsrahmen für die Entwicklung und Umsetzung von KI-Anwendungen geschaffen werden. Hier wird beispielsweise die menschliche Aufsicht hervorgehoben: Von KI-Systemen erarbeitete Ergebnisse sollen erst dann wirksam werden, wenn sie von einem Menschen überprüft wurden – oder wenn menschliche Intervention später sichergestellt wird. Außerdem soll berücksichtigt werden, dass sich KI-Systeme weiterentwickeln und lernfähig seien, weshalb erneute Überprüfungen notwendig werden können.

Im Programm der österreichischen Regierung ist von Rahmenbedingungen für die Entwicklung und den Einsatz von KI bei gleichzeitigem Schutz der Menschenwürde die Rede [11]. So sollen etwa Verwaltungsentscheidungen maschinell unterstützt, aber nicht allein durch Maschinen getroffen werden dürfen. Die Datenschutzbehörde soll mit den erforderlichen personellen und finanziellen Mitteln ausgestattet werden; auch eine Prüf- und Beratungsstelle für IT- und Cybersicherheit soll eingeführt werden. Des Weiteren ist von der Förderung eines KI- und Ethikrats die Rede sowie von der Unterbindung der Herstellung KI-gesteuerter Waffen weltweit.

Die erwähnten Strategien sind derzeit nur Empfehlungen, keine Gesetze, und sind oft noch schwammig formuliert. Was jede/r Einzelne auf jeden Fall tun kann: sich eine kritische Haltung antrainieren und Daten nicht leichtfertig preisgeben.Da sehr viele Menschen noch zu blauäugig im Umgang mit KI sind,wird auch mehr Aufklärung und Information darüber nötig sein.


[1] vgl. https://kurier.at/politik/inland/wenn-der-pfleger-einfach-piept/400376612 (Zugriff 12.5. 2020)

[2] vgl. https://www.tagesschau.de/inland/pflege-roboter-101.html (Zugriff 12.5.2020)

[3] vgl. https://impact.zhaw.ch/detail/robotik-in-pflege-und-therapie-der-neue-stationskollege-kennt-keinen-stress (Zugriff 12.5.2020)

[4] vgl. https://oe1.orf.at/artikel/666715/Alexa-Siri-und-die-Ethik (Zugriff 12.5.2020)

[5] vgl. https://www.retresco.de/ethische-ki/ (Zugriff 14.5.2020)

[6] vgl. https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/IP_19_1893 (Zugriff 15.5.2020)

[7] vgl. https://www.mpg.de/12290850/regeln-fuer-roboter (Zugriff 14.5.2020)

[8] vgl. https://www.deutschlandfunk.de/technikethik-in-der-pflege-ein-roboter-zum-reden.886.de.html?dram:article_id=448612 (Zugriff 14.5.2020)

[9] vgl. https://netzpolitik.org/2018/ethische-fragen-bei-kuenstlicher-intelligenz-mit-welchen-herausforderungen-muessen-wir-umgehen/ (Zugriff 14.5.2020)

[10] vgl. https://www.datenschutz-notizen.de/die-eu-kommission-stellt-das-whitepaper-zur-ki-vor-ein-grosser-wurf-0724849/ (Zugriff 14.5.2020) Das Whitepaper zur KI stand bis zum 19. Mai 2020 zur öffentlichen Konsultation bereit.

[11] vgl. Regierungsprogramm 2020-2024: https://www.bundeskanzleramt.gv.at/bundeskanzleramt/die-bundesregierung/regierungsdokumente.html (S. 222 sowie S. 225-226 – abgerufen am 17.5.2020)

10 Jun

Sozialrobotik: Vor- und Nachteile

Ob als Serviceroboter, Pflege- und Therapieroboter, Spielzeugroboter, Roboterhaustiere, Sexroboter oder Sicherheitsroboter – so genannte Sozialroboter übernehmen immer mehr Rollen. Der Markt für Konsumroboter steigt. Hinsichtlich des Einsatzes sozialer Roboter stellt sich u.a. die Frage, welchen Einfluss dieser auf die Natur und Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen haben wird. Wollen wir in Zukunft etwa wirklich Roboter als Babysitter für unsere Kinder?

Dennoch bringt uns Robotik und KI viele Vorteile. Im Gesundheitssektor etwa gibt es viele Bereiche, wo Roboter eingesetzt werden können. In zahlreichen Dienstleistungsberufen kann KI dazu beitragen, Services zu verbessern. KI könnte sogar in der Lage sein, unsere Gesundheit und die Umwelt zu verbessern. Auch in der aktuellen Corona-Krise wird KI eingesetzt, etwa bei Tracking-Apps, der Auswertung von Lungenaufnahmen oder der Versorgung von isolierten PatientInnen – so kann etwa der Serviceroboter „JEEVES“ erkrankte Personen mit Getränken oder Snacks versorgen. Des Weiteren ist ein Einsatz von KI zum Schutz der Menschenrechte möglich, beispielsweise bei der Bekämpfung von Kinderpornografie, zur Vernetzung marginalisierter Gruppen oder zur Dokumentierung von Menschenrechtsverletzungen.

Pflegeroboter

Die öffentliche Diskussion über Pflegeroboter polarisiert stark. Hier geht es um ein Thema, das in einer alternden Gesellschaft immer mehr Menschen betrifft. Auf der einen Seite steigt die Anzahl pflegebedürftiger Menschen, während immer mehr Pflegekräfte fehlen. Der Einsatz von Pflegerobotern verspricht also eine Entlastung. Manche hoffen zudem, dass die Digitalisierung den Beruf attraktiver machen könnte. Andere warnen hingegen, dass die Pflege entmenschlicht wird.

Soziale Roboter in der Pflege sind mittlerweile auch in Österreich angekommen. Roboter informieren Demenzkranke mit Nachrichten, unterhalten sie, animieren zu Gedächtnistraining und erinnern an Medikamenteneinnahmen und andere Termine. So können Sozialroboter alten Menschen auch zunehmend den Wunsch erfüllen, so lange wie möglich zu Hause zu wohnen und selbständig zu bleiben. Hinsichtlich der Körperpflege empfinden einige PatientInnen die Hilfe eines Roboters als weniger unangenehm, so Sandra Schüssler vom Institut für Pflegewissenschaften an der Medizinischen Universität Graz.

Gezielt eingesetzt, haben Roboter das Potenzial, das Pflegepersonal zu unterstützen, meint etwa die Forscherin Maria Schubert, Professorin und Co-Leiterin der Forschungsstelle Pflegewissenschaft an der ZHAW. Insbesondere hilfreich sei das bei einfachen und wiederkehrenden Tätigkeiten,  wodurch das Personal einen Zeitgewinn habe. Immerhin können Roboter rund um die Uhr arbeiten, ohne Ermüdungserscheinungen und damit verbundene höhere Fehleranfälligkeit. Zumindest zum derzeitigen Zeitpunkt könnten Roboter Fachpersonal in der Pflege jedoch nicht ersetzen, so Schubert. Schließlich könnten Roboter als Maschinen nur Teilaufgaben übernehmen, und sind kein Ersatz für das Fachwissen und die Empathie des menschlichen Pflegepersonals.

Nützlich sind auch Reha-Roboter. Die unermüdlichen Roboter lassen sich für motorisches Training einsetzen und schaffen bessere Leistungen als Therapeuten. Der Einsatz der Kuscheltier-Robbe „Paro“ wird in rund 40 deutschen Pflegeeinrichtungen erprobt. Mit Hilfe von Sensoren wirkt Paro fast wie ein lebendiges Robbenbaby und soll vor allem Demenzkranken helfen. Auch Paro lernt mittels KI dazu – indem man sie mit Daten „füttert“. Um beispielsweise Verhaltensmuster zu erfassen, damit Algorithmen diese interpretieren können, sammeln Roboter eine Menge an Daten. Und das ist ein Riesenproblem.

Es gibt zahlreiche andere potentielle Risiken durch den Einsatz von KI. Beispielsweise, wenn dadurch bestimmte gesellschaftliche Gruppen diskriminiert werden. Oder wenn Regierungen KI für ein Überwachungssystem aller Bürger nutzen (z.B. China).

Quellen:

https://www.presseportal.de/pm/143245/4561663 (Zugriff: 8.5.2020)

https://www.wienerzeitung.at/verlagsaktivitaeten/digitale-republik/2055529-Kuenstliche-Intelligenz-nur-auf-Kosten-der-Menschenrechte.html (Zugriff: 8.5.2020)

https://www.wienerzeitung.at/verlagsaktivitaeten/digitale-republik/2042951-Der-Pflegeroboter-muss-warten.html (Zugriff: 17.5.2020)

https://futurezone.at/science/roboter-pepper-hilft-demenzkranken-in-oesterreich/400458436 (Zugriff: 8.5.2020)

https://impact.zhaw.ch/detail/robotik-in-pflege-und-therapie-der-neue-stationskollege-kennt-keinen-stress (Zugriff: 11.5. 2020)

https://www.tagesschau.de/inland/pflege-roboter-101.html (Zugriff: 12.5. 2020)

14 Dez

Robotik und KI: Kulturelle Unterschiede

Traditionelle Trauerfeier für Roboter-Hunde in Japan
Foto: NICOLAS DATICHE/AFP/Getty Images

,,Bei meiner Arbeit an der Ethik in der Robotik fand ich [..] heraus, dass japanische Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen viel weniger Probleme mit menschenähnlichen Robotern haben als Leute im Westen. Im Westen denken wir, dass es sehr wichtig ist, zwischen Menschen und Nicht-Menschen zu unterscheiden. Als ich mit einem japanischen Wissenschaftler darüber sprach, verstand er nicht, was daran so wichtig sein soll.‘‘

-Mark Coeckelbergh (Graf, 2017)

Den größten Gegensatz, zum westlichen Zugang zu Robotern und künstlicher Intelligenz, bildet Japan. Während in Österreich und Deutschland dem Einsatz von Robotern, vor allem in Menschenähnlicher Form, eher mit Skepsis begegnet wird, kennt man diese in Japan weniger.

Das ist verschiedenen Gegebenheiten zuzuschreiben. Beispielsweise wird in der in der japanischen Religion dem Shintoismus (shintô; dt.Weg der Götter) jedem Wesen und Objekt eine Seele zugeschrieben. Daher herrscht bei der Objektbeziehung in Japan eine Diskrepanz zum christlichen Verständnis, wonach nur Lebewesen Autonomie zugeschrieben und ferner Gott die alleinige Schöpferrolle zugwiesen wird.

Zudem wird Japans Gesellschaft immer älter und sie zählen zu den Top Ländern was das Lebensalter angeht. Geburtsraten nehmen ab und Einwanderung gibt es aufgrund einer rigorosen Politik kaum. Roboter stehlen hier also keine Arbeitsplätze, sondern übernehmen wichtige und ansonsten vernachlässigte Posten.

Schon in der Popkultur werden Roboter ganz anders portraitiert als in Europa oder den USA. Bei uns ist die Maschine oder künstlich geschaffene Intelligenz meist der Feind oder das Böse, zum Beispiel Terminator oder Frankenstein. In Japan sind sie meist Helden und Helfer der Menschen, wie in den Mangas ,,Astro Boy‘‘ oder der Animeserie ,,Gundam‘‘.

Populär ist in Japan außerdem Aibo, der Roboter-Hund von Sony. Nach einer Schätzung, sind 150.000 dieser Hunde in Japan verteilt, mit einem Lebenszyklus von 5-7 Jahren und einem Preis von 1500 Euro. Besonders für ältere Menschen zeigte sich, dank der Roboter-Hunde, eine Verbesserung der Lebensqualität, die Roboter-Tiere wurden so sehr ins Herz geschlossen, dass traditionelle buddhistische Trauerfeiern für sie veranstaltet wurden. Aibo erfordert ein monatliches KI-Abo von 150 Euro und bekommt für weitere 150 Euro einen Plastikknochen zum Spielen. Er hat zwei Kameras und kleine OLED-Displays in den Augen, die ihn ausdrucksstarker machen sollen. Die Akkulaufzeit beträgt allerdings momentan nur 2 Stunden, danach muss er für 3 Stunden an die Steckdose.

Ein passendes Beispiel für die europäische Sichtweise ist der kürzlich, zum Anlass von 100 Jahren Frauenstudium an der TU Wien, im Standard: Das sagen Forscherinnen zu Robotik, unter dem Tag ,,Gefahren“. Hier der Link dazu: https://www.derstandard.at/story/2000112235040/das-sagen-forscherinnen-zu-robotik

Literaturverzeichnis

Graf, V. (29. 08 2017). ARS ELECTRONICA. Von

„Technologie ist menschlich“: So formt Kultur Technologie
abgerufen

Martin, R. (2012). Kulturelle Unterschiede in der Robotik: Japan undDeutschland – ein Überblick. (F. f. Universität Duisburg-Essen Campus Duisburg, Hrsg.) Duisburg. Von https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-419195 abgerufen

Stitzel, H. (16. 11 2015). SRF. Von https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/weshalb-japan-keine-angst-vor-robotern-kennt abgerufen

Trends der Zukunft. (28. 02 2015). Von https://www.trendsderzukunft.de/roboter-hunde-bekommen-friedhoefe-in-japan/ abgerufen

Zeit online. (01. 11 2017). Von https://www.zeit.de/digital/internet/2017-11/sony-aibo-roboter-hund-wiederauflage-kuenstliche-intelligenz abgerufen

24 Jan

Übersicht KI Gruppe Positiv

Von BRUNNER Lisa; HAUER Michelle; KATTER Julia; KRITZINGER Thomas; MACHO Jessica

  1. Die Geschichte von KI- KI und Robotik ein langer gehegter Traum der Menschheit

2. Künstliche Intelligenz in der Bildung: Cobots und Smarte Klassenzimmer https://podcampus.phwien.ac.at/digimed/2019/01/22/kuenstliche-intelligenz-in-der-bildung-cobots-und-smarte-klassenzimmer/

3. Künstliche Intelligenz im Bereich Social Media

4. KI: Automatisch generierter individueller Content

5. KI und Automatisierung

24 Jan

Die Geschichte von KI – KI und Robotik ein langer gehegter Traum der Menschheit

Von: Michelle Hauer und Jessica Macho

Basierend auf dem Wissen von dem Kulturhistoriker Christian Stadelmann

Mensch und Maschine

 Der Begriff KI ist zum ersten Mal vor 100 Jahren in einem tschechischen Theaterstück aufgetaucht 1921, es war die erste Science Fiction Geschichte die erzählt/gespielt wurde, wie auch in den heutigen SF Filmen, ging es dabei um Menschen, die ein künstliches Wesen erschaffen um sich das Leben zu vereinfachen (Arbeit abnehmen,..). Diese Wesen wenden sich gegen diese Menschen und versuchen diese zu vernichten. Dieser Grundgedanke ist so alt wie die Menschheit selbst, es geht dabei darum, schöpferisch zu sein, sein Ebenbild zu erschaffen. Angefangen bei der Bibel bis hin zu griechischen Mythologie, wo zum Beispiel ein Bildhauer eine Frau aus Elfenbein erschaffen hat, mit der er auch Kinder zeugte. Grundsätzlich war es aber immer schon der Wunsch der Menschen die Natur und sich selbst künstlich zu erschaffen.

Die Zeit der Aufklärung

Wirklich interessant ist die Renaissancezeit, also vor ca 500 Jahren, wo das Uhrwerk erfunden wurde. Womit dann auch schon kompliziertere Mechanismen zum Einsatz kamen, mit denen Figuren bewegt werden konnten. In diesem Jahrhundert begann man den Menschen technisch zu erforschen, den Blutkreislauf, einige Funktionen des Körpers, was der Beginn dafür war, zu hinterfragen, wie man einen Menschen künstlich erschaffen kann. Um das 18. Jhdt wurde erstmals ein Automat gebaut, der einer Ente ähnelte, welche Körner aufnehmen und im Inneren durch chemische Prozesse verdauen konnte. Für Maria Theresia wurde ein Androide namens „Schachtürke“ gebaut, der auch mehrere Schachturniere gewann, das war also der erste Schritt in der menschlichen Geschichte, wo ein Roboter Intelligenz bewies. Später hat sich jedoch herausgestellt, dass dieser Schachtürke getürkt war, da er von einem Menschen, der durch verschiedene Tricks, für das Publikum unsichtbar wurde, geführt wurde. Trotzdem war das der erste Kontakt für Menschen mit KI, der Menschen verblüffte.

Roboter auf dem Schlachtfeld

Intuition der Menschen im Krieg war es, die eigenen Leute zu schonen, also wollte man Roboter auf das Schachtfeld bringen, allerdings stellte die Situation des Krieges die Entwickler vor eine große Herausforderung. Treibstoff, Wartung, Ersatzteile, Fortbewegung auf unwegsamen Gebieten, all dies hätte berücksichtigt werden müssen, dass der Roboter dann nebenbei auch noch andere Aufgaben zu erledigen hätte, war schier unmöglich. Drohnen wären die beste Alternative gewesen, jedoch wären diese nur zur Überwachung im Einsatz gewesen und weniger als Kämpfer. Der nächste Schritt Richtung KI waren Prothesen, welche Anfang des 1. Weltkrieges, wegen der verwundeten Soldaten erfunden wurden.

Das Streben nach KI

Der Mensch war immer das Maß für KI, auch die Gestalt wurde immer als Vorbild gesehen, damit wir mit diesen Robotern auf einer Augenhöhe kommunizieren können. Wichtig zu erwähnen ist, dass die Tätigkeit eines Roboters immer besser ist, als die eines Menschen, zum Beispiel, dass ein Roboter einen Ball immer exakt gleich werfen kann. Die Dartmouth Confernce 1956 gilt als Geburtsstunde für den Begriff „künstliche Intelligenz“. Dort wurde der Beschluss gefasst, der Technik Intelligenz beizubringen, also Technik zu erschaffen, die sich selbst etwas beibringen und lernen kann. Dabei ist allerdings schwierig den Begriff „Intelligenz“ zu definieren, denn es ist nicht klar, ob es Belesenheit ist oder Empathie, dazu müssen wir der Gehirnforschung mehr Zeit geben, damit klar ist, was angestrebt werden muss.

Sie sind unter uns: KI und Robotik in der modernen Gesellschaft

Wir stehen auf der Schwelle einer Welt, in der KI überhandnimmt, wir haben tagtäglich mit Robotern und Algorithmen zu tun. Nach all der Forschung und Arbeit ist es nun so, dass wir Angst haben, dass uns die neuen Technologien und Roboter, die mittlerweile schon viele Tätigkeiten übernehmen können, unsere Arbeitsplätze wegnehmen könnten. Heute können Roboter auch nur einzelnen Tätigkeiten in einer vorbereiteten Umgebung übernehmen, jedoch wird daran gearbeitete, dass diese Maschinen Hand in Hand miteinander und anderen Menschen arbeiten können. Der größte Schritt muss also Empathie und Sozialität sein.

https://www.oe1macht.schule/activity/zum-thema-robotik-forschen-und-praesentieren/

23 Jan

Künstliche Intelligenz – Segen oder Fluch?

Um sich mit dem Thema Künstliche Intelligenz, kurz KI, zu beschäftigen drängt sich zunächst die Auseinandersetzung mit einigen allgemeinen Fragen auf.

Nachfolgende Links geben einen kurzen Einblick in das Thema und beantworten Fragen, wie

Was ist KI?“, „Wie intelligent ist KI heute bereits?“ und „Wo liegen die Einsatzbereiche der KI?

Eine kurze Überblicksinfo für alle Stressgeplagten unter uns gibt auch dieses Video, in dem in 5 Minuten erklärt wird, was KI ist, was sie heute bereits kann und wo die Reise möglicherweise hingehen wird.

Betrachtet man nun die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz aber etwas genauer, drängen sich unweigerlich auch ethische und moralische Fragen auf:

Was, wenn die KI uns eines Tages übertrifft, wird sie Freund oder Feind sein? Dürfen wir Entscheidungen über Leben und Tod in die Hände von Maschinen legen? Braucht es eigene soziale Regeln für den Umgang mit KI und deren Erscheinungsformen? Müssen wir Gesetze entwerfen, welche für KI gelten sollen und ist das überhaupt möglich?

Das sind nur einige der Fragen, die man sich im weiten Feld der Materie stellen kann und sollte.

Wir haben uns im Zuge unserer Recherche auf folgende Bereiche konzentriert:

KI in Social Media
KI und Automatisierung    
KI in der Schule

15 Dez

The AI Race

Verfasst von Blerta Fejzuli,

Mensch VS Roboter

Alles begann mit dem ersten mobilen Roboter „Shakey“, der im Jahr 1970 entwickelt wurde. Heute ist er in einem Museum in Kalifornien aufzufinden.
Die künstliche Intelligenz hat sich seitdem enorm verbessert. Letztes Jahr ließ man einen selbstfahrenden Truck auf offener Straße in Australien fahren, der Truck legte 200 km zurück. Vor 5 Jahren wäre das nicht möglich gewesen.

Heute entwickelt jeder Autohersteller selbstfahrende Autos.  Experten gehen davon aus, dass dadurch 90% der Autounfälle vermieden werden, da die meisten Unfälle durch menschliches Versagen geschehen. Da Roboter nur auf Programmiertes reagieren können bzw. Fehler haben, bleiben immer noch 10% der Unfälle bestehen.  Was wenn etwas auf der Straße geschieht, dass nicht programmiert wurde? Dennoch sehen die Experten die Reduktion der Autounfälle um 90% als einen großen Erfolg.

Gesetzlich ist es noch nicht erlaubt, dass selbstfahrende Autos auf die Straße kommen. Das Gesetz fordert menschliche Hände hinter einem Steuer.
Aber Experten meinen, dass wir Menschen in etwa 10 Jahren vom Fahren verbannt werden, da die selbstfahrenden Autos enorm verbessert werden. Roboter werden etwa 45% der Arbeit von Truck-Fahrern übernehmen.

Aber die künstliche Intelligenz wird nicht nur einige Jobs betreffen. Jeder Job wird betroffen sein! Kellner, Taxi-Fahrer, Anwälte, Lehrer, Journalisten und sogar Ärzte werden davon betroffen sein. Könnte es so weit kommen, dass die Menschen durch Roboter ersetzt werden?

Früher wurden Lernalgorithmen dazu genutzt, Maschinen beizubringen, wie man Spiele spielt. Heute wird dieser Algorithmus genutzt, um die Sprache der Medizin uvm. zu verstehen. „Watson“ kann durch die Daten zu den Patienten, die eingegeben werden, Behandlungsempfehlungen geben. Dadurch haben Ärzte länger Zeit, sich um den Patienten selbst zu kümmern, als die Zeit damit zu „verschwenden“ eine Diagnose oder Behandlungsmöglichkeiten festzustellen.

Experten wollten, dass Menschen anfangen zu akzeptieren, was auf sie zukommt. Die künstliche Intelligenz sollte der Mensch nicht als Konkurrenz sehen, sondern als eine Chance oder als eine Ergänzung zu ihrer Arbeit empfinden.

The AI Race – Documentary ABC TV

https://www.youtube.com/watch?v=gLeuCj0ZFo4