22 Jan

Künstliche Intelligenz in der Bildung: Cobots und Smarte Klassenzimmer

Im Moment kann man kaum oder keine Künstliche Intelligenz (KI) in Schulen finden. Ich möchte hier, gestützt auf den unten genannten Artikel, Überlegungen präsentieren, wie in den nächsten 25 Jahren KI in Schulen eingesetzt werden könnte. Dabei geht die KI weg von Computern und Tablets, sodass sie auf anderen Wegen mit Schülerinnen und Schülern interagieren und die Lehrpersonen unterstützen kann.

Eine Idee der Autoren ist, dass KI in Roboter eingesetzt wird, wodurch die Roboter im Klassenraum tätig werden können. Forscher der Robotik sind derzeit damit beschäftigt Roboter zu entwickeln, die den Menschen im Alltag helfen sollen (z.B. Hausarbeit, einkaufen, …). Für einen im Schulsystem tätigen Roboter schlagen die Autoren den Namen „Educational Cobot“ vor. „Cobot“ besteht aus den Wörtern „Robot“ und „co-worker“, da die Cobots als Assistenz zu den menschlichen Lehrpersonen zu sehen sind. Für derzeitige Lehrerinnen und Lehrer ist es eine Herausforderung 25 Kinder in einer Klasse differenziert zu unterrichten. Der Cobot wäre wie ein zusätzlicher Lehrer, der die eigentliche Lehrperson unterstützt. Die Kombination von KI und Robotik hat das Potential Technologie für Bildung zu schaffen, dessen Zweck es ist der Lehrperson und den Lernenden zu helfen.

Um mit Robotern gut arbeiten zu können, sollten sie aussehen wie ein Mensch. Zum einen gibt es das Argument, dass menschliche Intelligenz sehr stark mit der physischen Erscheinung und den Sinneskanälen zusammenhängt. Auch Roboter sollten Sensoren haben, die die Sinne für sie ersetzen. Zum anderen sind die Klassenräume für Menschen gebaut. Daher müssen die Roboter dem menschlichen Erscheinungsbild angepasst werden um verschiedenes Equipment, wie z.B. Papier, einen Stift, usw. verwenden zu können. Außerdem gibt es Studien, die besagen, dass intelligente Technologien eher akzeptiert werden, wenn sie menschenähnlich erscheinen. Wir haben unser gesamtes Leben gelernt mit Menschen zu interagieren. Auch Kinder in der Schule müssen lernen mit Menschen umgehen zu können. Daher scheint es ein logischer Weg zu sein, Roboter wie Menschen zu entwickeln.

Aber KI kann auch ohne Roboter in Lernumgebungen eingesetzt werden. Wird die KI direkt ins physische Klassenzimmer geholt, kann man von einem „Smart Classroom“ sprechen, das die Schülerinnen und Schüler, die Lehrpersonen und auch die Cobots unterstützen kann. Wie kann die KI im Klassenzimmer ausschauen? Zum Beispiel kann es intelligente Würfel geben, die zum Erarbeiten des Zahlenraum 100 gedacht sind. Jeder Würfel weiß, welche Nummer er ist und kann durch Farbsignale „richtig“ oder „falsch“ anzeigen. Die KI stellt Fragen, die die Schülerin oder der Schüler beantworten muss: „Nimm den Würfel für die Zahl 28!“ Durch Aufleuchten der Farbe weiß die Schülerin oder der Schüler, ob die Antwort richtig war. Dafür würde weder eine Lehrperson noch ein Cobot gebraucht werden. Ein komplizierteres Beispiel für KI beim Lernen wäre eine intelligente Gitarre. Die Gitarre kann die Akkorde direkt am Griffbrett anzeigen und durch Sensoren registrieren, ob die Finger richtig platziert sind. Die gerade gespielten Noten können am Tablet hervorgehoben werden. Außerdem können die Übesequenzen aufgenommen und der Lehrperson später gezeigt, Verlaufsmodelle erstellt oder häufige Fehler aufgezeigt werden.

Eine weitere Möglichkeit KI ins Klassenzimmer zu holen sind Sensoren, die die Schülerinnen und Schüler am Handgelenk tragen, ähnlich den Sensoren, die man beim Sport tragen kann. Damit können Puls, Blutdruck, Stressfaktoren, Lautstärke der Umgebung, usw. registriert und analysiert werden. So kann der Sensor z.B. messen, ob ein Schüler oder eine Schülerin aufmerksam ist, ob er oder sie die Klasse verlässt oder Stress hat.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es einige Überlegungen zu KI in Klassenzimmern mit oder ohne Roboter gibt. Die technologische Entwicklung der letzten 25 Jahre hat sehr viel hervorgebracht, daher kann man große Entwicklungen in den nächsten 25 Jahren erwarten. In Japan und Südkorea sind Roboter in Schulen schon im Einsatz. Zwar sind sie noch nicht mit KI gekoppelt, aber ich denke es ist nicht mehr weit bis dahin.

Quelle: https://link.springer.com/article/10.1007/s40593-016-0095-y

Verfasst von Lisa Brunner

11 Jan

Oliver Klammer: Ein Besuch bei Happylab Wien

Ich war am 14.Dezember im Happylab und war davon sehr beeindruckt und begeistert. ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht habe wie ich Zugang zu einem 3D Drucker oder einem Laserdrucker bekomme aber jetzt wo ich weiß dass es einen kostengünstigen Zugang gibt, zahlt es sich aus Gedanken darüber zu machen was man damit im Unterricht machen kann oder wie man diese zusätzlichen Möglichkeiten für Kreativität mit seinen SchülerInnen ausnützen kann.

Das Labor selber ist einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, was schon einmal positiv ist wenn man mit seinen SchülerInnen einen Besuch plant. Die Angestellten sind sehr freundlich und hilfsbereit, was die Zusammenarbeit mit ihnen sehr erleichtert. Die angebotenen Geräte und Materialien sind sehr vielfältig das heißt man kann seiner Kreativität freien Lauf lassen. Die Räumlichkeiten sind auch wenn sie nicht besonders groß sind, doch recht freundlich und einladend gestaltet. Alles in allem ein sehr attraktives und interessantes Angebot.

Für mich persönlich ist wahrscheinlich der Laserdrucker das was ich am wahrscheinlichsten mit meinen SchülerInnen verwenden würde, weil es auf allen möglichen Materialien einsetzbar ist und somit keine besonders großen Einschränkungen hat. img_7375Der 3D Drucker ist vielleicht am imposantesten aber ich sehe da keine wirklich gute Einsetzbarkeit für meine Schüler das ein Stück zu drucken sehr teuer ist und auch sehr lange braucht, wenn ich das für alles SchülerInnen machen will verbrauchen wir da einfach zu viel Zeit und Geld.

img_7377Werkzeug und Materialien sind genug vorhanden. Natürlich muss man sich aber Gedanken machen wie das dann aussehen  soll wenn man das Happylab für den Unterricht verwenden will. Weil wenn man mit seinen SchülerInnen vorbei schauen will müsste man sicherlich mit den Betreibern sprechen wie das dann genau aussehen würde ob jede/r SchülerIn dafür eine eigene Karte braucht oder ob es reicht wenn ich als Lehrperson eine Karte bei ihnen habe.

Alles in Allem war ich sehr froh diese Exkursion gemacht zu haben, weil ich wieder neue Anregungen und Ideen für meine Unterricht bekommen konnte.

30 Nov

Exkursion: Happylab

Carmen Weber
Exkursion ins Happylab am Mittwoch, 30. November 2016

 

Kreativität fördern – ein wichtiges Ziel im Schulalltag!

Diesem Ziel wird man im „Happylab“ sicherlich gerecht. Es ermöglicht den Zugang zu digitalen Produktionsmaschinen, wie Laser Cutter, 3D-Drucker, Schneidplotter und CNC-Fräse.
Wer kreativ arbeitet, möchte seine Ideen auch verwirklichen. Die Realisierung scheitert jedoch oft am fehlenden Zugang zu den benötigten Geräten. Das „Happylab“ bietet den freien Zugang zu digitalen Produktionsmaschinen und deren MitarbeiterInnen helfen gerne dabei die Ideen zu verwirklichen.
Keine Sorge, man muss sich das Wissen nicht selbst aneignen – in regelmäßigen Workshops wird das notwendige Wissen vermittelt. Ohne Voranmeldung werden jeden Mittwoch (19:00) Führungen für Erstbesucher sowie Einschulungen an den Geräten (20:00) angeboten.

Einsatzmöglichkeiten im Schulalltag:

Für einen modernisierten (Werk-, Geometrie,-) Unterricht werden laufend Workshops für Jugendliche, Kinder und/oder ganze Schulklassen angeboten. Besonders ansprechend finde ich das Motto „Laubsägen war gestern!“, welches den fortschrittlichen Unterrichtsbegriff in Worte fasst.
Ich hatte das Glück an der Feier des sechsjährigen Jubiläums teilnehmen zu können. Hierbei wurden Projekte, die im „Happylab“ mit 3D-Drucker, Laser Cutter und CNC-Fräse realisiert  wurden, vorgestellt.
ex_happylab
Ich war von der Bandbreite der möglichen Projekte begeistert. Immer wieder hört man von zukunftsweisenden 3D-Druckern, doch vorstellen kann man sich darunter wenig. Dementsprechend groß waren meine Erwartungen an den Besuch.
Ich finde es schade, dass das „Happylab“ noch einen sehr geringen Bekanntheitsgrad im LehrerInnen-Kreis hat. Der Anwendungsbereich ist groß: in nahezu jedem technischen, wie kreativen Unterrichtsfach kann ein Workshop in den Unterrichtsplan eingesetzt werden. Dies schafft Neugier, begeistert und belebt den üblichen Schulalltag.

12 Okt

Rezension: PokemonGo – der Impuls für die Auseinandersetzung mit Medienpädagogik im Unterricht?

Rezension des Artikels “ #PokémonGO: Möglicherweise eines der medienpädagogischen Phänomene dieser Zeit und kein*e Pädagog*in spricht darüber?“ von Bernhard Lahner, am 12.10.2016.

Zusammenfassung des Artikels:

Das Spiel PokemonGo, welches 2015 von der Firma Niantic herausgebracht wurde,  wird von Menschen weltweit immer häufiger gespeilt und löst einen regelrechten Hype aus. Man begibt sich dabei  in der realen Welt auf virtuelle Pokemon-Suche. Rund um das Spiel haben sich innerhalb kürzester Zeit in allen Social-Medias Gruppen zu diesem Spiel gebildet, mit dem Ziel Informationen besser und schneller austauschen zu können. Hierbei können Kinder und Jugendliche ihre Sozial-Media-Kompetenz schulen und lernen, Inhalte kritisch hinterfragen. Bevor man sich auf Pokemon-Suche begibt, muss überprüft werden, ob der Akku und die Powerpacks voll sind. Weiters ist eine Absprache der Treffpunkte für Kämpfe notwendig. Hierbei wird soziale Kompetenz, Abstimmung und Planung geschult. Beim Lesen der Berichte, Anweisungen und Einträge von anderen Spielern wird die Lesekompetenz geschult. Während des Spiels werden auch die feinmotorische Kompetenz und das Strategiedenken gefördert. Durch die Beschäftigung mit der Thematik ist eine aktive Suche und Recherche im Internet erforderlich.  Die Hauptaussage des Artikels ist eine Kritik an PädagogInnen, da sich keiner im Unterricht mit der Thematik von PokemonGo beschäftigt, obwohl so viele Kompetenzbereiche angesprochen werden. Laut dem Autor besteht auch kein Forschungsinteresse in diese Richtung.

Persönliche Stellungnahme:

Um Kindern und Jugendlichen Inhalte näher zu bringen, ist es wichtig, Beispiele aus dem Alltag jener herauszusuchen und Thematiken so zu erarbeiten. Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass sehr viele PädagogInnen sehr unpassende Beispiele wählen, die den heutigen Generationen von jungen Menschen gar nicht mehr geläufig sind. Gerade was die Nutzung von Sozial-Medias betrifft, lässt sich das Spiel meiner Meinung nach gut einsetzten. Es ist wichtig Beiträge kritisch hinterfragen zu können und sich selbst eine Meinung zu bilden. Was früher eher für Papiermedien galt, ist heute für die digitale Medien Welt wichtig. Auch der Umgang in diesen Medien ist wichtig. Gerade jetzt, wo Hasspostings und Beschimpfungen in Sozialen Medien immer mehr zunehmen, ist eine Sensibilisierung mittels Besprechung im Rahmen des Schulunterrichts wichtig.

Ein weiterer wesentlicher Aspekts des Spiels, der positiv aufgegriffen werden kann, ist die Bewegung im Freien. In den letzten Jahren wurde es zunehmend schwieriger Kinder und Jugendliche für Aktivitäten im Freien zu begeistern. Durch die Verbindung der virtuellen Welt mit der realen Welt, ist es für sie jedoch wieder aktuell geworden. Warum es deshalb nicht auch im Turnunterricht einsetzen? Ich denke das das Spiel PokemonGo nur eines von heute zahlreich vorhandenen Beispielen aus den digitalen Medien ist, wodurch man Kinder für die Nutzung vom Internet sensibilisieren kann.

Somit stimme ich mit den Kompetenzerwerb, welcher im Artikel beschrieben wird zu. Nur darf man sich nicht zu sehr darauf fokussieren und es in das Zentrum des Unterrichts stellen. Es kann als Impuls dienen, jedoch würde ich nicht nur darauf bauen.

23 Jun

Projekt „Mini-Sprachkurs“

  1. Planung und Vorbereitung

Gruppenfindung / Ideenfindung

Unser Thema wählten wir aus persönlichen Interessen von den vorgeschlagenen Ideen unserer LV-Leiter aus. Dieses persönliche Interesse war das Fundament für unsere Gruppenfindung. Das Thema beinhaltete einen basalen Sprachkurs der auf Audiodateien aufgebaut ist. Wichtig für uns war, ein Konzept zu entwickeln, das adaptierbar für den Alltag ist.

Recherchearbeit

Unsere Recherchearbeit zeigte, dass bereits viele Materialien (Sprachbücher, Apps, Online Sprachkurse,..) zu diesem Thema existieren. Unsere Idee war, Dialoge/Phrasen aus der Lebenswelt der Flüchtlinge auf deutsch aufzunehmen, dabei auf ihre konkreten Bedürfnisse einzugehen, und diese visuell darzustellen, damit sie für jede Person, unabhängig von der Erstsprache, verständlich sind. Die Zielgruppe beschränkten wir auf Schulkinder und wollten dadurch auch die Lehrpersonen unterstützen, die Kinder ohne Deutschkenntnisse in ihren Klassen haben. Wir haben uns mit Situationen im Schulalltag auseinander gesetzt, damit die betroffenen Kinder schneller und effizienter an Sprachkenntnisse gelangen.

Eigene relevante Erfahrungen und Erkenntnisse, die wir durch die Teilnahme an Seminarexkursionen, durch Gespräche mit Experten während des Projektes gewonnen hatten, bauten wir in unsere Arbeit hinein.

2. Koordination

Kommunikationsweg

Um die Kommunikation in der Gruppe zu vereinfachen, gründeten wir eine WhatsApp-Gruppe. Außerdem erstellten wir eine GoogleDocs-Datei, um hier unkompliziert gemeinsam arbeiten zu können. Leider hatten einige von uns darauf keinen Zugriff mehr, deshalb wollten wir auf die Phoodle-Plattform ausweichen. Unser LV-Leiter eilte uns zur Hilfe, und erstellte uns einen GoogleDrive-Ordner, was das gemeinsame Arbeiten wieder ermöglichte.

Material organisieren

Computer, Aufnahmegerät, Kopfhörer, geeignete Programme

Aufgaben verteilen

Zu Beginn wurden gemeinsame Ideen, Erwartungen und Vorstellungen (z.B. welche Alltagssituationen, Dauer des Projekts, etc.)  notiert und diskutiert. In Folge teilten wir die zu erledigenden Aufgaben nach persönlichen Ressourcen ein.

  1. Alltagssituationen festlegen
  2. Dialoge ausformulieren
  3. Hilfestellung von Experten (Gespräche, Seminarexkursionen)
  4. Tonaufnahme
  5. Bearbeiten der Audiodateien (schneiden und systematisch ordnen)
  6. Visuelle Darstellung (Bilder erstellen mit Storyboard)
  7. Homepage gestalten (Tonaufnahmen und Bilder zusammenfügen)

3. Durchführung

Alltagssituationen festlegen

Zu Beginn legten wir einige Alltagssituationen fest, die wir in 17 Dialogen ausformulierten. Wir haben einige Gruppenmitglieder, die Deutsch als Zweitsprache gelernt hatten, und uns ihre Ersterfahrungen  mit der deutschen Sprache mitteilten. Deshalb war es für uns von großer Wichtigkeit, diese Dialoge nicht nur visuell, sondern auch auditiv festzuhalten.

Außerdem arbeitete eine unserer Gruppenmitglieder vor kurzem ehrenamtlich in einem Deutschkurs und wusste daher, welche Situationen für jemanden, der nicht Deutsch kann, am wichtigsten seien.

Audioarbeit

Tonaufnahme der Dialoge/Phrasen

Eine von uns lieh ein Aufnahmegerät und einen Kopfhörer von unserem LV-Leiter aus. Da das Gerät relativ einfach zu bedienen ist, konnten ihre 15jährige Tochter und ihr 12jähriger Sohn zu Hause (nach ein paar Proben) die vorgeschriebenen Sätze selbständig aufnehmen. Es war uns wichtig, dass jeder Satz sowohl von einem Mädchen, als auch von einem Buben aufgenommen wird, damit wir authentische Stimmen haben, und bei der visuellen Darstellung flexibel Bilder von Mädchen und Buben verwenden können.

Bearbeitung: schneiden, speichern, systematisch ordnen

Wir nahmen das Aufnahmegerät mit den gespeicherten Audiodateien zur nächsten Seminareinheit mit, um die Aufnahmen zu schneiden, ordnen und systematisch zu speichern, damit wir mit ihnen unkompilziert und flexibel weiterarbeiten können. Dazu empfahl uns unser LV-Leiter das Programm “Audacity”, das er uns davor am Computer auch vorstellte. Leider hatten wir mit dem Computer der Hochschule technische Probleme, deshalb arbeiteten wir auf einem eigenen Notebook weiter. Audacity war auf diesem Notebook bereits vorhanden, aber wir mussten noch LAME MP3 Encoder installieren, um die Audiodateien im MP3-Format importieren und exportieren zu können. Wir erhielten eine kurze Schulung, die wir mit dem Handy auch aufnahmen, danach konnten wir selbständig weiterarbeiten. Leider versäumten wir, die Daten und unsere Arbeit auf das Notebook zu kopieren, und speicherten alles nur auf einem USB-Stick. Dieser ist leider nach kurzer Zeit vollständig kaputt gegangen, die Daten darauf waren nicht mehr zu retten. Wir kopierten also die Originaldateien nocheinmal vom Aufnahmegerät, diesmal direkt auf das Notebook. Wir erstellten einen Arbeitsordner und einen Ordner für die Originaldateien.

Wir bearbeiteten zuerst die Aufnahme mit der Bubenstimme. Wir verminderten die Nebengeräusche, machten ein paar Sätze etwas langsamer, und schnitten die Aufnahme in Einzelteile, die wir dann nach unserem System als MP3-Datei speicherten. Der Satz “Wie heißt du?” wurde z.B. unter dem Namen “B4F” gespeichert, was für uns heißt: Bubenstimme, Situation 4, Frage.

https://www.schule.at/news/detail/audiobearbeitung-mit-audacity.html

Visuelle Darstellung

„The Storyboard“

Um die Alltagssituationen visuell darzustellen, entschieden wir uns für Storyboard und stellten einzelne Szenen, so gut es ging, nach. Es brachte viele Vorteile wie auch Nachteile mit sich. Sehr positiv war, dass es viele unterschiedliche Situationen zum Auswählen gab, wie auch verschiedenste Charaktere von Menschentypen und kleinere Details. Es ist sehr leicht zu bedienen, und benötigt daher nicht viel technisches/mediales Fachwissen. Jedoch brachte es leider zum Nachteil, dass wir eine genaue Situation nicht nachstellen konnten z.B. dass ein Kind sich um die eigene Achse drehen kann und in anderen Richtungen blickt. Ebenso ist man mit der Ausarbeitung eingeschränkt, wenn man kein Abo abschließt. Denn dann kann man pro Tag nur drei Szenen ausarbeiten, und diese in keiner hohen Qualität speichern. Es war sehr schwierig ein passendes Programm zu finden, indem keine finanziellen Bindungen eingegangen werden müssen.

Zusammenfügen der Tonaufnahmen und der visuellen Darstellungen

Die erstellten Bilder und Tonaufnahmen wurden auf einer Homepage, von der PH Wien aus, zusammengefügt. Für die Homepage haben wir uns vorerst auf drei Bilder beschränkt, um einen kleinen Input geben zu können, wie dieses Projekt aussehen könnte. Es ging ganz leicht, wir mussten nur die Dateien hochladen und konnten dann die passenden Bilder mit den Tonaufnahmen gut positionieren.

 

4. Präsentation

Pitching: Am 13.05.2016 wurden in einer Seminareinheit die Projekte der Kleingruppen nach ihrem aktuellen Stand vorgestellt. Im Plenum wurden konkrete Verbesserungsvorschläge gemacht, Feedback gegeben und Fragen beantwortet.

Beim letzten Termin wird unser Endergebnis präsentiert.

5. Ergebnisse und Ausblick

Am wichtigsten ist, dass man die Sprache hören kann, da das Hören der Sprache der erste wesentliche Schritt beim Spracherwerb ist. Mit dem Einsatz von Audiomedien ist die Unterstützung des Sprachenlernens relativ einfach. Bilder dienen dazu, das Verstehen des Gehörten visuell zu unterstützen, wobei Storyboard noch nicht die ideale, aber für uns die bestmöglich erscheinende Lösung war. Um bessere Programme zu verwenden, fehlten uns finanzielle und persönliche Ressourcen. Als Weiterführung des Projektes wären Fotodokumentationen, eigene Zeichnungen oder Zusammenarbeiten mit Illustratoren denkbar. Wir finden, dass man diese Projektidee gut für Schulen/Klassen abwandeln kann, sodass die Kinder mithilfe digitaler Medien selbst ein ähnliches Projekt nach ihren individuellen Bedürfnissen und Ressourcen durchführen können. Wenn sich ÜbersetzerInnen zur Verfügung stellen, kann man das Projekt auch mehrsprachig gestalten. In diesem Fall wäre die visuelle Darstellung hilfreich, aber nicht unbedingt nötig. Für die Tonaufnahmen können auch Smartphones eingesetzt werden, da es schon geeignete Apps frei zur Verfügung stehen. Dazu wurden uns für Android “WavePad Free” und für IOS “Voice Record Pro” empfohlen.

Die Durchführung solcher Projekte bieten SchülerInnen und Lehrpersonen die Möglichkeit, Kompetenzen in vielen Bereichen und auch vielseitig zu stärken.

Hier der Link zu unserer Homepage: http://podcampus.phwien.ac.at/sprachkurs/

13 Jun

Medienkompetenz-Wir lernen gemeinsam

Bei der ersten Aufnahme haben wir vom Thema 1 „Gewaltfrei kommunizieren. Fair debattieren.“ die Aufgabe 1.3 „Eigene Aussage im Vier-Ohren-Modell“ gewählt.

Da uns das Vier-Ohren-Modell bereits bekannt war, haben wir diese Übung als ansprechend und interessant empfunden. Die Kinder müssen dabei eigene Aussagen erstellen und diese nach dem Modell analysieren und deuten. Dabei sollen die SchülerInnen lernen, ihre eigenen Aussagen genauer zu betrachten und dass jeder Mensch diese auch unterschiedlich deutet.

Link: Podcampus-Medienarchiv-Kapitel1

 

Das zweite Thema mit welchem wir uns beschäftigt haben, war „Ein Problem medial darstellen“. Im Zuge unserer Recherche und Diskussion haben wir wesentliche Punkte aufgelistet, wie das Thema in einer NMS durchführbar und umsetzbar ist.

Probleme sind im Generellen ein wesentlicher Bestandteil für Jugendliche und daher sind wir auch der Meinung, dass die mediale Darstellung von Problemen im Unterricht thematisiert werden sollte. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass die SuS die Chance bekommen sollten sich mit verschiedensten Themen auseinanderzusetzen und auch lernen sollten Verschiedenstes zu analysieren und reflektieren.

Link: Podcampus-Medienarchiv-Kapitel2

 

Bei dem dritten Thema „Ein Gerücht in die Welt setzen“ haben wir uns gemeinsam überlegt wie und ob es heutzutage möglich ist Unwahrheiten zu veröffentlichen und andere davon zu überzeugen, dass diese sogar wahr sind.  Das wird einem durch Social Media Plattformen und dem Internet allgemein sehr leicht gemacht. Es ist wichtig, dass man früh genug Inhalte kritisch hinterfragen kann und sich selbst eine eigene Meinung bilden kann, darum ist dieses Thema für die NMS von Relevanz.

Link: Podcampus-Medienarchiv-Kapitel3

 

Medienkompetenz: 4.4. Datenspuren, Datenschutz und ich vom Kapitel 4 (Das Internet nutzen. Im Internet lernen.)

Das vierte Kapitel beschäftigt sich hauptsächlich mit dem richtigen Umgang vom Internet und wie man davon profitieren kann. Jeder der im Internet surft hinterlässt Spuren – Kapitel 4.4. nimmt dies genauer unter die Lupe und setzt sich mit Datenspuren und Datenschutz auseinander. Warum gerade dieses Thema relevant für eine NMS-Klasse ist, wird in der Audio-Datei behandelt.

Hier der Link: Podcampus-Medienarchiv-Kapitel4

Julia Klippl, Jeannine Prentner, Esther Eckler, Beatrix Köhle

#EKKP

02 Mai

Projekt „Mini-Sprachkurs“

Alltagssituationen in der Schule
Mit unserem Projekt möchten wir unseren Fokus auf ein aktuelles Thema und zwar auf die momentane Flüchtlingssituation legen. Derzeit leben in Österreich über 20.000 Asylwerber und unter ihnen gibt es sehr viele schulpflichtige Kinder. Als angehende Lehrerinnen möchten wir den Flüchtlingskindern, als Einstiegshilfe in die deutsche Sprache, eine Homepage erstellen, die ihnen die Möglichkeit gibt, sich Basiswissen anzueignen.

Was wollen wir?
Schüler und Schülerinnen mit Deutsch als Zweitsprache können sich mit Hilfe unserer Homepage erste Kenntnisse aneignen. Mit Hilfe von Bildern, Sprechblasen und hinterlegten Audio-Dateien wird es ihnen leichter gemacht, die Sprache spielerisch zu erlernen. Auf diese Art und Weise kann jeder Schüler und jede Schülerin seine oder ihre sprachlichen Fähigkeiten individuell verbessern. Auch Lehrer und Lehrerinnen sollen von diesem Projekt profitieren, da sie es sehr gut in ihren Unterricht einbauen können. Die Kinder haben auch die Möglichkeit, das Programm jeder Zeit von zu Hause aus zu nutzen.

Was wollen wir nicht?
Das Projekt basiert nicht auf einem vollständigen Sprachkurs, es soll lediglich Kindern als Einstiegshilfe für Alltagssituationen in der Schule dienen. Da wir zeitlich eingeschränkt sind, werden wir uns nur auf 15- 20 Alltagssituationen fokussieren.

Wann ist das Projekt abgeschlossen?
Unser Projekt ist abgeschlossen, wenn wir die Homepage mit den Grafiken und den aufgenommenen Phrasen, in Form einer Audio-Datei, erstellt haben.

Welches Level? Welche Zielgruppe?
Unsere Zielgruppe sind Flüchtlingskinder an österreichischen Schulen, die Probleme in der Kommunikation vorweisen. Der Fokus liegt auf dem A1-Level, das sehr breit gefächert ist, bezogen auf Situationen im Schulalltag.

Zeitplan
01.04.16 – Gruppenfindung
08.04.16 – Ideenfindung
15.04.16 – Exkursion “Life tool”
22.04.16 – Exkursion “Barcamp – Medienbildung jetzt!”, Projektplan (Zielgruppe,        Alltagssituationen)
29.04.16 – Projektplan: Beschreibung
06.04.16 – Befragung der Flüchtlinge bzgl. des Schulalltages (2-3 Personen)
13.05.16 – Gespräche mit Lehrpersonen (Ko.M.M.), Ausarbeitung der Fragen, Verfassen von Referenzen (Über uns, Hintergrund der Thematik), Audio-Dateien fertigstellen
17.05.16 – Homepage
24.06.16 – Präsentation

Personalressourcen
Unser Team setzt sich aus zwei Studentinnen des Lehramts an Volksschulen und vier des Lehramts an Neuen Mittelschulen zusammen. Da bereits erste Erfahrungen in der Schulpraxis mit Flüchtlingskindern gemacht wurden, sind wir der Meinung, dass dieses Projekt für unseren zukünftigen Beruf hilfreich sein wird.

Um die Tonaufnahmen passend zu unserem Projekt zu gestalten, werden Kinder von Gruppenmitgliedern eingesetzt. Mit ihnen nehmen wir die einfachen Dialoge zu den ausgewählten Alltagssituationen auf.

Ebenso werden Flüchtlingskinder und LehrerInnen befragt, welche Situationen besonders benötigt werden, um mit den MitschülerInnen kommunizieren zu können.

Sachressourcen
Diktiergerät (Handyrecorder)
Laptop zum Erstellen von einer Homepage

16 Jan

Wie pädagogisch wertvoll sind PC-Spiele?

Laut einer Studie der Universität Würzburg, erreichten die Forscher eine Steigerung des IQ von 30 Förderschülern innerhalb von sechs Wochen um durchschnittlich 11 Punkte. Doch bevor sie Ihren Kindern erlauben, rund um die Uhr am PC zu spielen, sollten Sie eines wissen. Bei dem von den Forschern benutzten Spiel, ging es um die Lösung von Logikaufgaben, welche die Kinder in Begleitung zweier Elfen meisterten. Um mehr von dieser Studie zu erfahren, klicke bitte hier!

Meiner Meinung nach sind die zwei wichtigsten Schlagwörter in diesem Artikel die Wörter Belohnung und Motivation. Die Motivation braucht man um Spaß daran zu haben und die Belohnung um immer wieder neu motiviert zu werden.

In diesem Falle waren die Belohnungen Goldstücke, sowie der Aufstieg in das nächste Level. Ein sofortiges Feedback gibt den Kindern die Möglichkeit, ihre Leistung sofort richtig einstufen zu können und durch die Belohnung von guten Leistungen tritt der nächste Punkt, die Motivation, in Kraft.

Die Kinder haben zum einen das gute Gefühl, den Elfen geholfen zu haben und zum anderen werden sie durch die Belohnungen angespornt, noch mehr Goldstücke zu sammeln, und so ganz nebenbei lernen die Kinder dabei auch noch wie man mit Problemen umgehen kann.

Diese Strukturen, findet man vor allem in Lernspielen, welche es inzwischen für so ziemlich jedes Unterrichtsfach gibt. Jedoch werden diese mäßig bis gar nicht im schulischen Bereich eingesetzt. Im Zeitalter der Digitalen Medien, wäre diese Unterstützung sicher sinnvoll einzusetzen, wenn die Qualität und der Lerninhalt dieser Video Spiele zuvor von der Lehrperson genau unter die Lupe genommen wurden.

Um eine gute Auswahl an Video-Spielen zu sehen, klicke hier! Dabei muss natürlich beachtet werden, wie pädagogisch wertvoll bestimmte Computerspiele sind. Eine durchgezockte Nacht mit einem Ego-Shooter zu verbringen, wird die kognitiven Fähigkeiten wohl kaum in die Höhe treiben.

29 Mai

Sollte man als Lehrperson in sozialen Netzwerken anders agieren?

Facebook, Twitter, WhatsApp …. Diese neuen Medien sind Realität und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Dies gilt umso mehr für die Generation der „digital natives“ – praktisch jede Schülerinnen und jeder Schüler hat heute einen Internetzugang oder ein Smartphone und benutzt diverse soziale Netzwerke.

Doch wie soll man als Lehrperson mit diesem Faktum umgehen, wie soll man sich verhalten, wenn von Schülerinnen und Schülern Freundschaftsanfragen kommen?

Jeder Lehrer und jede Lehrerin wird früher oder später in diese Situation kommen, doch wie würden wir auf so eine Freundschaftsanfrage reagieren. Sicher fühlen wir uns geschmeichelt, wenn Schüler und Schülerinnen mit uns befreundet sein wollen, doch können Lehrer und Lehrerinnen und Schüler und Schülerinnen Freunde sein? Will ich dass meine Schüler und Schülerinnen private Informationen von mir lesen können? Will ich als Lehrer oder Lehrerin private Informationen von Schülern und Schülerinnen lesen können? Diese Fragen sollte man sich stellen bevor man eine Freundschaftsanfrage von Schüler und Schülerinnen beantwortet. Wir, die Autoren dieses Blogs nehmen keine Freundschaftsanfragen von Schülerinnen und Schülern an. Als Lehrer und Lehrerin ist man eine Respektsperon, man sollte ein Vorbild sein. In sozialen Netzwerken ist die Gefahr sehr groß, dass diese Grenzen verschwimmen.

„Lehrer und Schüler können keine Freunde sein“ – In Deutschland haben sich einige Landesregierungen dieser Thematik angenommen und Richtlinien für Staatsbedienstete veröffentlicht, in der Lehrern und Lehrerinnen empfohlen wird, Freundschaftsanfragen auf Facebook von Schülerinnen und Schülern zurückzuweisen. Die größte Problematik sieht das bayrische Kultusministerium darin, dass nicht alle Schüler und Schülerinnen gleich behandelt werden können. Man ist nicht mit jedem einzelnen Schüler und Schülerin befreundet beziehungsweise hat nicht jeder Schüler und Schülerin einen Zugang zu Facebook. Schulbezogenene Informationen erhalten somit nur diejenigen Schüler und Schülerinnen die diese Plattform nutzten (siehe derstandard.at).

In Österreich gibt es derzeit weder gesetzlichen Regelungen noch offizielle Empfehlungen. Im Sinne des Unterrichtsprizips digitale Medienerziehung (Details unter mediamanual.at) ist es jedoch unabdinglich, den Umgang mit Sozialen Medien zu adressieren.

Ganz anders sieht dies Catrin Kurtz, eine Lehrerin aus Bayern: „Die Augen vor der Lebenswirklichkeit der Schüler zu verschließen, ist zu einfach – Hinschauen ist Pflicht von Pädagogen und Eltern. Ja, ich bin bei Facebook. Ja, ich bin dort auch mit Schülern befreundet. Und ja, das alles, obwohl auch den bayerischen Lehrern nahegelegt wurde, ihre Facebook-Accounts zu löschen.“ (Zitiert aus Sueddeutsche Zeitung). Die in diesem Blog vertretene Argumentation ist schlüssig: glaubhafter Ansprechpartner einer kritischen Mediennutzung zu sein.

Wir meinen, Freundschaftsanfragen von Schülerinnen und Schülern sollte man nicht als solche annehmen, man sollte aber sehr wohl in einem Gespräch darauf reagieren. Das Ziel eines solchen Gespräches kann z.B. sein, respektvoll aber bestimmt darauf zu verweisen, die eigene Privatsphäre im Lichte des Verhältnisses Lehrerin bzw. Lehrer – Schülerin bzw. Schüler nicht öffentlich zu gestalten – im Sinne beider. Es spricht allerdings nichts gegen eine online Lernplattform wie zum Beispiel Moodle zu benutzen. Auf solchen Seiten kann man über schulische Sachen diskutieren oder nachfragen wenn man etwas nicht verstanden hat, ohne in Gefahr zu geraten zu viel Privates von sich preis zu geben.

Immer noch ratlos? Der Schweizer Dozent Philippe Wampfler adaptierte 2012 die Social Media Guidelines des ORF zu einem Leitfaden für Lehrberufe (siehe schulesocialmedia.com), diesen Leitfaden in sozialen Netzwerken und auch außerhalb zu beherzigen kann in keinem Falle falsch sein:

1. Tue nichts Dummes!
2. Man ist im Internet nie nur Privatperson, sondern wird als auch Lehrperson wahrgenommen.
3. Achte auf deinen Ruf und auf den deiner Schule.
4. Tue nichts, was Zweifel an deiner Qualifikation für den Lehrberuf und an deiner Fairness gegenüber deinen Schülerinnen und Schüler auslösen könnte.
5. Zeige Fingerspitzengefühl bei politischen, religiösen und anderen heiklen Themen.
6. Schreibe nichts, von dem du nicht willst, dass es auch morgen oder in einigen Jahren noch auf dem Netz zu finden sein wird.
7. Soziale Netzwerke sind Werkzeuge, keine Spielzeuge.
8. Interagiere mit Schülerinnen, Schülern und anderen Lehrpersonen.
9. Bleibe höflich.
10. Kümmere dich um deine Privatsphäreneinstellungen.
11. Halte dich auch im Netz an Gesetze – insbesondere ans Urheberrecht.


Weiterführende Informationen, Quellen und Links:

http://derstandard.at/1373514129478/Facebook-Verbot-fuer-Lehrer-umstritten (Zugriff 27.5.2015, 14:08)
http://www.sueddeutsche.de/bildung/lehrer-blog-ich-bin-bei-facebook-mit-schuelern-befreundet-1.1811901 (Zugriff: 27.5.2015, 14:30)
http://www.mediamanual.at/mediamanual/leitfaden/medienerziehung/grundsatzerlass/index.php (Zugriff 27.5.2015, 19:30)
http://schulesocialmedia.com/2012/03/21/social-media-guidelines-fur-lehrpersonen/ (Zugriff 27.5.2015, 15:00)
https://moodle.org/

28 Mai

Cyber-Mobbing unter Kindern und Jugendlichen

Cyber-Mobbing unter Kindern und Jugendlichen ist kein Kavaliersdelikt. Wie können Schule und Lehrpersonen dagegen eintreten?

Laut der CyberMobbing-Broschüre des Service Büros der Jugendinformation in Bremen, gibt es “in fast jeder Schulklasse ein, zwei Mädchen oder Jungs, die ständig verspottet oder schikaniert werden. Weil sie vielleicht etwas dicker oder dünner als andere sind, eine Brille oder nicht die richtigen Klamotten tragen oder einfach nur so…

Mobbing als ein Vorgang, bei welchem ein(e) oder mehrere TäterInnen ihr Opfer psychisch schikanieren, einschüchtern und terrorisieren, ist leider seit Jahren ein weit verbreitetes Problem. Anfangs wurde der Begriff des Mobbings verstärkt in der Arbeitswelt festgemacht, hielt aber in den letzten Jahren immer mehr auch Einzug in Schulen. Durch die Vielzahl an digitalen Medien gewann auch der Bereich des Cyber-Mobbings zusätzlich immer mehr an Bedeutung.

Was versteht man unter Cyber-Mobbing?

Unter dem Begriff Cyber-Mobbing versteht man das bewusste Bloßstellen, Beleidigen, Bedrohen, Belästigen, die Machtausübung über andere oder das Ausgrenzen anderer Menschen mittels digitaler Medien. Dazu zählen zum einen Plattformen im Internet, wie zum Beispiel soziale Netzwerke, Chatforen, diverse Messengerdienste, zum anderen können Cyber-Mobbingattacken ebenso via Handy und verschiedenste Kommunikationsapps, zu denen auch Whatsapp zählt, erfolgen.

Zu Cyber-Mobbing – auch Bullying oder Cyberbullying genannt – verwandte Begriffe sind, Stalking, aber auch Grooming und Happy Slapping. Bei den beiden letzt genannten Begriffen handelt es sich zum einen um die Anbahnung sexueller Kontakte mit Minderjährigen, und zum anderen um das Filmen und Verbreiten von Übergriffen jeder Art.

Durch die breite Funktionalität moderner Handys, Smart- oder Iphones zeichnet sich eine wesentliche Besonderheit von Cyber-Mobbing im Gegensatz zum bisherigen Mobbing ab. Cyber-Mobbing verfügt mittels dieser Medien über eine große – um nicht zu sagen unendliche – Reichweite, Mobbingattacken zu verbreiten. Überdies kann Cyber-Mobbing rund um die Uhr erfolgen und via verschiedenster digitaler Medien binnen kurzer Zeit – anonym – einem großen Publikum zugänglich gemacht werden.

Die Möglichkeiten, andere Personen immer und immer wieder bloßzustellen oder zu kränken und zu verletzen, waren noch nie so vielfältig wie heute. Schikane in Form von Text oder Bild ist in Sekunden und per Knopfdruck bequem und vermeintlich sicher vor Entdeckung von zuhause aus machbar”, verdeutlicht auch der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest in seiner sehr umfassenden JIM-Studie 2014.

Laut der JIM-Studie 2014 werden Jugendliche an erster Stelle in Communities (20%) mit Cyber-Mobbing konfrontiert. An zweiter Stelle wird das Handy (12%) angeführt, dicht gefolgt von Chats (11%).

Zu dieser Reihung kam auch die Cybermobbingstudie des Bündnis gegen Cybermobbing im Frühjahr 2013. An dieser groß angelegten Studie nahmen über 10.000 Eltern, Lehrkräfte, Schüler und Schülerinnen teil.

Laut dieser Studie, stammen die Täter und Täterinnen von Cyber-Mobbing-Attacken zumeist aus dem sozialen Umfeld der eigenen Schule (44%), wozu auch der eigene Freundeskreis miteingerechnet wird.

Dass Cyber-Mobbing kein Kavaliersdelikt ist, und so gut wie immer mit dramatischen Verletzungen der Psyche einhergeht, zeigt sehr berührend der Filmausschnitt aus dem Film *Cyberbully – Mobbing im Internet*.

Doch nicht immer geht der Psychoterror via digitale Medien so glimpflich aus. Häufig endet dieser tatsächlich mit Selbstmord seitens des gequälten Opfers.

Welche Motive haben jugendliche Täter und Täterinnen?

Als Motive nennen Jugendliche sehr oft Langeweile, Ausübung von Macht, Revanche, Aufmerksamkeit, “IN sein” und Eifersucht. Die meisten Jugendlichen fühlen sich durch die Anonymität sicherer als bei traditionellem Mobbing. Viele von ihnen glauben und behaupten, dass sie durch diese Anonymität nicht zur Rechenschaft gezogen werden können, und müssen demnach dem Opfer nicht in der Realität gegenüberstehen.

Prävention und Intervention

Es ist nur sinnvoll Anzeige bei der Polizei zu erstatten, wenn der Täter oder die Täterin von Cyber-Mobbing bekannt ist. In den meisten Fällen verfasst der oder die MobberIn beleidigende Einträge leider nicht unter dem eigenen Namen. Dadurch wird die Ermittlungsarbeit schwieriger. Bei Verdacht müssen die Internetbetreiber der Polizei zwar die IP-Adressen herausgeben, doch dies hat leider wenig Sinn, wenn die Angriffe zum Beispiel aus einem Internet-Cafe getätigt wurden.

Bei Cyber-Mobbing wird gegen folgende Straftatbestände verstoßen: Beleidigung, Verleumdung, Nötigung, Verletzung des höchst persönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen.

Vorallem bei Cyber-Mobbing geht es nicht nur um ein Problem, welches sich auf einen virtuellen Raum beschränkt, sondern man muss diese Problematik in einem Gesamtkontext von Schule, Freunden und Familie sehen.

Ein wichtiger Punkt wäre, dass die Eltern besser über dieses Thema aufgeklärt werden, um anschließend bei der Bewältigung dieser schwierigen Situation ihrem Kind zur Seite stehen zu können. Doch leider stellt sich hier die Problematik, dass die Erwachsenen oft nicht die Fähigkeit im Umgang mit den neuen Medien haben. Natürlich erkennen dies die Jugendlichen, und haben dadurch kein Vertrauen in die Ratschläge der Erwachsenen.

Wohin können sich Kinder und Jugendliche wenden?

Kinder und Jugendliche, welche Opfer von Cyber-Mobbing geworden sind, können unter folgenden Adressen Hilfe in Anspruch nehmen:

Wie kann die Schule Cyber-Mobbing vorbeugen?

Das Allerwichtigste ist, dass die SchülerInnen ihr Selbstbewusstsein stärken. Sie sollen lernen, selbstbewusst und selbstbestimmt aufzutreten und herausfinden, wie sie sich in schwierigen Situationen verhalten können. SchülerInnen, welche ein gesundes Selbstbewusstsein haben, oder daran gearbeitet haben, nehmen Angriffe viel gelassener und können um einiges besser mit Mobbing – Attacken umgehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Schüler und Schülerinnen schon sehr frühzeitig lernen, wertschätzend miteinander umzugehen. Einerseits um dadurch Cyber-Mobbing möglichst gänzlich zu verhindern, und andererseits um im Fall einer Mobbing-Attacke füreinander einzutreten bzw. sich gegenseitig beizustehen. Unter dem Begriff Peer – Modelle versteht man, dass manchmal Attacken lieber mit einer gleichaltrigen Person besprochen und behandelt werden, als diese mit einer älteren Person zu besprechen.

Auch das Verhältnis zwischen Lehrenden und den SchülerInnen ist ein wichtiger Punkt. Wenn zwischen diesen beiden Personenkreisen eine gute Vertrauensbasis herrscht, kann möglichst früh bei einer Cyber-Mobbing Attacke gehandelt werden.

Eine wichtige Aufgabe der Schule wäre, das Thema Cyber-Mobbing in der Hausordnung transparent zu gestalten und zu thematisieren.

Um anonym von Mobbing-Fällen  zu berichten, kann die Schule einen sogenannten “Briefkasten – Kummerkasten” anbieten. Wichtig ist in dieser Situation, dass dieser Kummerkasten gut kommuniziert und regelmäßig überprüft wird. Was aber beachtet werden muss ist, dass dieser Kummerkasten durch die Anonymität zum “Anschwärzen” von anderen SchülerInnen missbraucht werden könnte.

Wie können die Schulleitung und Lehrpersonen bei Fällen von Cyber-Mobbing vorgehen?

Falls ein Fall bezüglich Cyber-Mobbing in einer Schule auftritt, muss die Schulleitung und der Klassenvorstand sofort reagieren.

Folgende Schritte sind zu Beginn abzuklären:

  • Was genau ist vorgefallen?
  • Welche Personen sind beteiligt?
  • Wie schwer ist das Delikt?

Zu Beginn ist es wichtig, dass das Opfer – und wenn bereits gefunden – der Täter oder die Täterin aufeinander treffen, und unter Beisein eines Vertrauenslehrer oder -lehrerin versucht wird, ein Gespräch zu führen. Ob es eine “Wiedergutmachung” benötigt, muss das Opfer selbst entscheiden. Von Vorteil wäre es, dass auch die Eltern eingebunden werden.

Das Thema Cyber-Mobbing könnte auch bei einem Elternabend behandelt werden. Viele Eltern wissen nicht einmal, was man unter dem Begriff Cyber-Mobbing versteht.

Ein weiterer Schritte, welcher von dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin getätigt werden soll ist, dieses Thema in den Klassen zu thematisieren und zu besprechen. Auch der Umgang mit dem Thema Handy im Unterricht, ob es nicht einfach abgedreht bleibt, um solche Fälle zu vermeiden, sollte besprochen werden.

Ebenso sollte ein Präventionsteam, beziehungsweise die Polizei hinzugezogen werden. Dies macht dann Sinn, um einschätzen zu können, ob rechtliche Schritte eingeleitet werden sollen oder nicht.

Beratungsstellen für die Schule:

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