14 Dez

Alexa und Datenschutz: Wie passt das zusammen?!

(c)Pixabay

Verfasst von Einsiedler Anna, Stoßfellner Lara, Tomaz Paul

Mittlerweile nutzen 450.000 Österreicherinnen und Österreicher digitale persönliche Assistenten wie Google Home oder Alexa. Die Zahl wird in den nächsten Jahren auch nicht sinken, schließlich werden aktuell Smart Homes in großem Stile beworben und die Anzahl an Haushaltsgeräten und -funktionen, die mit einander verbunden sind, steigt ebenfalls. Was viele potentielle Käuferinnen und Käufer abschreckt, ist die Sicherheit ihrer Daten und dass das Gesagte gespeichert oder sogar weitergeleitet wird.

Dass große Firmen wie Apple, Amazon, Google, Facebook oder Spotify über jedeN einzelneN UserIn eine horrende Menge Daten gespeichert hat, nehmen wir heutzutage in Kauf. Ein Leben ohne diese Firmen und deren Produkte ist für die meisten kaum vorstellbar und auch wenn Alexa und Co immer populärer werden, ist vielen das direkte Ansagen von Einkaufslisten und Ansagen von Nachrichten (noch) etwas unheimlich.
Sind DSGVO und Homeoffice überhaupt kompatibel?

Das Unbehagen Daten herzugeben, die man nicht preisgeben möchte, ist nicht unbegründet. So berichtete im April diesen Jahres Futurezone oder Die Zeit, dass Amazon Mitarbeiter Gespräche mithören und mitschreiben. Dies geschieht laut Amazon, um die Gesprächsvorgänge zu optimieren. Die Anfragen werden ohne Angabe der Personalnummer dazu benutzt, um Stichworte wie Sänger besser einzukategorisieren. Immerhin versteht Alexa viele der gestellten Fragen nicht und soll laufend optimiert werden. Wer nicht möchte, dass Gespräche mitgeschrieben werden, kann dies bei seinen Einstellungen unter Alexa Datenschutz à Legen Sie fest, wie ihre Daten Alexa verbessern soll, ausschalten. Die Gespräche werden auch nicht an Dritte weitergegeben.

Eine andere Sorge ist, dass Alexa Gespräche aufzeichnet, auch wenn man nicht gerade mit ihr sprechen möchte. Es gibt viele Fälle in denen Alexa anging ohne, dass das Codewort gesprochen wurde. Im Jahr 2017 machte sich ein Echo-Gerät selbstständig und spielte laut Musik im gesamten Haus, obwohl der Besitzer nicht zu Hause war. Die Polizei musste wegen Ruhestörung kommen!         
Amazon weiß von solchen Fehlern und versucht den Dienst weiter zu optimieren. Dass das Gerät die ganze Zeit „zuhört“ ist jedenfalls nicht richtig. Wer misstrauisch ist, kann dem Spracherkennungsdienst die Möglichkeit der Sprachaufnahme nehmen.

Die Anschaffung eines digitalen Assistenten für zu Hause sollte gut überlegt sein und die Pros und Contras abgewogen. Auch empfiehlt es sich durchzulesen welche Daten man weitergibt und ob man dies überhaupt möchte. (Wie überall!)

https://futurezone.at/digital-life/amazon-mitarbeiter-hoeren-und-schreiben-mit-was-ihr-bei-alexa-sagt/400463575

https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2019-08/datenschutz-amazon-alexa-sprachassistenten-nutzerdaten-homeoffice

https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=GA7E98TJFEJLYSFR

https://www.homeandsmart.de/alexa-datenschutz-oder-datenspion

https://www.rundschau-online.de/ratgeber/digital/notruf-smart-home-geraet-belauscht-fall-von-haeuslicher-gewalt-und-ruft-die-polizei-27954112

https://www.rundschau-online.de/ratgeber/digital/wegen-ruhestoerung-amazons–alexa–verursacht-teuren-polizeieinsatz-28774978

Vor – und Nachteile Sprachassistent wie Alexa, Google Home

Moderne, sogenannte Chatbots, die auf künstlicher Intelligenz basieren, kennzeichnen die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Google Home, Apple Siri oder Amazon Alexa sind die bekanntesten auf diesem Gebiet und halten in immer mehr Haushalten Einzug. Aber was sind die Vor- und Nachteile dieser „Helferlein“?

Bequemlichkeit im Wohnzimmer hat einen hohen Preis. Wer es sich gemütlich machen möchte und sich mit einem gesprochenen Wort zu Alexa und Co den Gang zum Handy ersparen möchte, zahlt mit den persönlichen Daten. Um die gegebenen gesprochenen Kommandos verarbeiten zu können, müssen intelligente Sprachassistenten ständig ihre Umgebung belauschen. Dies ist wider dem Sine des Datenschutzgesetzes, welches hier in Österreich und EU-weit seine Gültigkeit hat. Dies ist umso problematischer anzusehen, als dass Alexa oder Google um Antworten geben zu können, die gesprochenen Worte in Form von Daten an den jeweiligen Firmenserver zur Verarbeitung weiterleiten. Da die meisten Anbieter smarter Lautsprecher und intelligenter Sprachassistenten US-Unternehmen sind, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die aufgenommen Daten nach Amerika weitergeleitet und dort verwahrt und verarbeitet werden. Wie bekannt ist, ist Datenschutz nicht gleich Datenschutz. In Amerika beispielsweise wird es komplett anders handgehabt, als in Österreich. Es gibt auch keinerlei Angaben derjenigen Hersteller dazu, wie lange persönliche Daten gespeichert und aufgehoben werden. Zwar kann man die getätigten Eingaben im Aufnahmeverlauf des Geräts löschen, allerdings bedeutet das einerseits nicht, dass die Daten für immer tatsächlich gelöscht sind und andererseits muss man schon einige an persönlichen Daten Preis geben, wie beispielsweise Appnutzungen – sowie deren Suchverläufe, die auch laufend vom Gerät aktualisiert werden, um den smarten „Freund“ überhaupt benutzen zu können.

Bereits mehr als 56 Millionen smarte Lautsprecher wurden allein im Jahre 2018 weltweit verkauft. Gerade um die Weihnachtszeit steigt die Nachfrage an derartigen Gerätschaften.

Die Vor- und Nachteile deren sind sehr kritisch gegenüberzustellen. Man tauscht seine persönlichen Daten und seinen online „Fußabdruck“ für die scheinbare positive Seite der smarten Begleiter ein. Unternehmen erstellen anhand dessen eine Art persönliche „Nutzerkarte“, die mehr über einen selbst verrät, als einem vielleicht in Wahrheit lieb ist. Nutzt man eine Alexa beispielsweise in vollem Ausmaß, so weiß sie besser als jeder andere um die Hobbies, Gewohnheiten, Vorlieben und den persönlichen Nachrichtenverkehr der Person Bescheid. Man hat also ein Gerät, dass wenn man das möchte und es in vollen Zügen nutzt, Schritt für Schritt täglich an der Seite ist, den kompletten Überblick über den eigenen Alltag hat und Einblick in die persönlichsten Gespräche und Nachrichten hat. Denn um ein Wort aufzuzeichnen und zu verarbeiten, bzw. um auf den Weckruf „Alexa“ zu hören, muss das Gerät ohne Pause durchgehend jegliche Geräusche und Gespräche mithören und verarbeiten; Das gilt auch für Gespräche die im Nebenzimmer oder gar im übernächsten Zimmer geführt werden, da die Geräte ja über eine durchaus hohe Reichweite hinsichtlich der Nähe und der Distanz verfügen.

Was fangen diese Unternehmen mit den gewonnenen Daten aber an? Natürlich steht in großen Unternehmen Profit im Vordergrund. Durch das ausspielen detailliert personalisierter Werbung können Amazon und Google die einzelnen Daten zu Geld machen und wieder Profit daraus ziehen. Zudem werden immer mehr technische Geräte miteinander verknüpft, sodass diese sich untereinander sozusagen „updaten“ und austauschen können, was wiederum die Datenanschaffung für die Unternehmen erleichtert.

„Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wurden viele Neuheiten mit Alexa oder Google Assistant an Bord vorgestellt, bei denen die digitalen Sprachassistenten künftig integriert sein werden: Fernseher, weitere Lautsprecher anderer Hersteller, Kühlschränke und Öfen, Lichtschalter und Rauchmelder, ein Badezimmerspiegel sowie verschiedene Autos.“ (https://www.futurezone.de/netzpolitik/article213071959/Der-Spion-in-meiner-Wohnung-Wichtige-Fakten-zu-Alexa-Google-Assistant-und-Co.html)

Wie hier zu lesen ist, nimmt die Entwicklung innerhalb der Digitalisierung von Sprachassistenten auch in Kombination mit anderen technischen Geräten zu und verleitet zur unbedachten Nutzung und persönlicher Datenübergabe, ohne die Risiken direkt vor Augen zu haben. Hinsichtlich des Datenschutzes muss hier nochmals erwähnt werden, dass das Problem vor allem auch daran liegt, dass man als Nutzer nicht klar nachvollziehen kann, welche Daten wo und wie lange genutzt und gespeichert bzw. von Unternehmen verarbeitet werden.

Aber man kann doch das Gerät ausschalten und die Sprachaufnahme abdrehen? Warum also diese Panik, wenn doch Nutzer selbst entscheiden können, wann sie „belauscht“ werden wollen und wann nicht? Dieser Punkt der „Freiwilligkeit“ ist fraglich, denn: Die Funktion des permanenten Ausschaltens des Mikrofons konnte bereits 2017 von Sicherheitsforschern geknackt werden und zieht somit Lücken in der Nutzungssicherheit mit sich.

Riskant ist auch die schnelle Funktion der sprachassistierten, bequemen online Bestellung – nicht selten gab es Probleme mit nicht gewünschten Bestellungen, die von dem Gerät getätigt wurden. Auch, weil das Gerät ohne eine zusätzliche Pincode-Sicherung, nicht erkennen kann, ob es sich um einen Erwachsenen oder ein Kind handelt. Zudem: Je mehr Daten vorhanden und gespeichert sind, desto reizvoller ist es für Behörden für etwaige Belangen Daten zu erfragen oder auszuforschen. Das kann natürlich bei der Aufklärung von Verbrechen helfen, kann aber auch in die andere Richtung ausarten, wenn man die Risiken hinsichtlich eines Überwachungsstaates bedenkt und welche Türen mit dieser Maße an Daten gleichzeitig damit geöffnet werden.

Vorteile:

  • Zeitersparnis
  • Bequemlichkeit
  • Organisation kann teilweise abgegeben werden – Erinnerungen
  • Schneller an Informationen
  • Stressfreierer Alltag

Nachteile:

  • Fraglicher Datenschutz
  • Dauer“überwachung“
  • Nicht alle Befehle kommen richtig an – unpraktisch
  • Keine Privatsphäre mehr
  • Keinen Überblick, wenig Sicherheit was mit Daten passiert

Egal, ob man sich für oder gegen einen smarten Sprachassistenten entscheidet, Fakt ist, dass es ebenso viele Nachteile und Gefahren wie Vorteile bringt und man daher seine Entscheidung gut abwägen sollte, denn im Endeffekt trägt man die Verantwortung was man tut, wofür man sich entscheidet und weiterblickend was mit den Daten passiert im Grunde genommen selbst, wenn man die Vorteile gegen Eintausch der persönlichen Daten nutzen und genießen möchte.

Quellen:

https://www.vorteile-nachteile.info/leben/siri-oder-alexa-1/

https://www.futurezone.de/netzpolitik/article213071959/Der-Spion-in-meiner-Wohnung-Wichtige-Fakten-zu-Alexa-Google-Assistant-und-Co.html

https://www.swp.de/wirtschaft/news/ist-google-home-besser-als-amazons-alexa_-23602599.html

Wie smart sind unsere Smartphones?

Ein Leben ohne Smartphone ist für die meisten Menschen kaum mehr vorstellbar. Egal wo man ist – ein paar Klicks genügen und schon ist man Up-to-date! Was vielen Leuten jedoch nicht bewusst ist, wie sehr unsere Handys zum absoluten Manipulationsgerät wurden.

Handyüberwachung passiert, ob wir es wollen oder nicht. Eine große Falle, in die bestimmt jeder schon einmal getappt ist, nennt sich freies WLAN. Durch freies WLAN haben Unternehmen die Möglichkeit unser Konsumverhalten und das personalisierte Kaufverhalten zu überwachen. Mspy heißt die einfach Software, mit der alle Daten (SMS, Kalendereinträge, Notizen, Telefonate etc.) überwacht werden. Unternehmen verwenden diese Daten dann z.B. für personalisierte Werbung am Smartphone. Jeder Mensch hinterlässt im Netz einen digitalen Fußabdruck, welcher jederzeit rekonstruierbar ist. Die Konzerne schaffen es anhand unserer Daten ein Profil von uns zu erstellen und unseren „digitalen Zwilling“ zum Konsum zu konditionieren.

Die Datenindustrie zählt heute traurigerweise als einer der größten Wirtschaftszweige.

Weiterführende Informationen: https://orf.at/v2/stories/2192859/2192860/

Quelle:

https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail?newsid=332

https://orf.at/v2/stories/2192859/2192860/

PODCAST, eine Aufnahme von Einsiedler Anna, Stoßfellner Lara und Tomaz Paul

Alexa – Smart Home
16 Mai

SmartHome – genial oder zu unsicher?!

Verfasst von Katharina Mayer, Josefin Schramek, Selina Hajek

Entweder man ist von einem Smart Home begeistert oder nicht. Es gibt meistens kein, „ja aber nur teilweise“…
Smart Homes sind eine geniale Erfindung, da sie den Alltag erleichtern sollen und dem Besitzer einige Handgriffe am Tag abnehmen sollen. So kann zum Beispiel das Licht für bestimmte Stimmungen abgespeichert werden. Das Drücken eines Lichtschalters fällt auch weg. Durch Bewegungsmelder wird festgestellt, ob ein Licht eingeschalten werden soll oder nicht. Auch die Tageszeit wird hier berücksichtigt, sowie die Dämmerung. Über ein iPad oder integrierte Schaltflächen in Möbeln, kann das Radio eingeschalten werden oder kontrolliert werden, ob das Licht bedient, … Aber wer braucht denn einen Wecker? Auch das wird vom Haus erledigt. Man stellt sich die Uhrzeit ein, bestimmt das Licht und auch den Ton. Ausgeschalten wird dieser über Betreten des Bodens.

Ist das genial oder doch zu unsicher?

Natürlich gibt es auch hier große Nachteile. So kann man sich ganz einfach in das System einhacken und auf alle Geräte zugreifen, wenn das System nicht ausreichend geschützt ist. Ein gefundenes Fressen für Einbrecher. Mit einer einfachen Suchmaschine und den voreingestellten Passwörtern ist es Einbrechern, aber auch Privatpersonen, möglich, Dinge im Haus zu steuern, wie Licht ein- und ausschalten, Rollläden rauf- und wieder runterfahren und die Alarmanlage auszuschalten! Also ganz easy in ein Haus unbemerkt einzusteigen.

Wie man sieht, kann so ein Smart Home Vor- aber andererseits auch Nachteile haben… Aber jeder muss für sich selbst entscheiden was man will und wie man dazu steht. Entscheide selbst über dein Heim!

Hier sind Videos, die für dich interessant sein könnten!
https://www.youtube.com/watch?v=GCRg9WWSxsI
https://www.youtube.com/watch?v=hOkjg_BgJVE

Falls du noch etwas zum Lachen brauchst:
https://www.youtube.com/watch?v=yZn0r4ik0fI

14 Mai

IoT: Smart Meter und vernetzte Krankenhäuser

Was wäre, wenn …

Verfasst von Katharina Mayer, Josefin Schramek und Selina Hajek

Das Internet der Dinge hat nicht nur in unseren vier Wänden, sondern unter anderem auch in unterschiedlichen Bereichen der Infrastruktur seinen Einzug gefunden. Ein Beispiel hierfür wären der sogenannte „Smart Meter“, welcher den traditionellen Stromzähler ersetzen soll. Dieser soll allerdings nicht nur der Verbrauch und die Erzeugung von Strom messen und ferngesteuert eingeschalten werden können, sondern es geht primär um Effizienzsteigerung: Smart Meter sollen aktiv die Leistung von Stromerzeugern (z.B. Windrädern, Solaranlange, etc.) und Verbrauchern steuern können. Das bedeutet beispielsweise, dass sie bei zu viel Strom, Verbraucher wie Waschmaschinen in Smart Homes anstellen und bei zu wenig Strom beispielsweise auf Stromreserven von E-Autos zugreifen können. (vgl. ARD-Alpha, 26.03.2019)

Auch in Österreichs Haushalten sollen die Smart Meter Anwendung finden. Bis 2022 sollen 1,6 Millionen Haushalte im Versorgungsgebiet der Wiener Netze mit den neuen Zählern ausgestattet werden. Nutzen dieser neuen „smarten“ Stromzähler soll sein, dass die Kundinnen und Kunden ihren Stromverbrauch in einem Webportal überwachen und somit einen transparenten Blick auf ihren häuslichen Stromverbrauch haben können. Dies soll zum Stromsparen beitragen. Zusätzlich entfällt der jährliche Ablesetermin, da die Daten automatisch übermittelt werden. Dies soll für mehr Komfort sorgen. Außerdem sollen Energielieferanten individuelle, auf die Kundinnen und Kunden abgestimmte Produkte anbieten können, was auch zur Reduktion von Kosten beitragen soll. Wiener Netze versprechen ihren Kundinnen und Kunden zudem auch weiterhin absolute Datensicherheit. Eine Möglichkeit der Ablehnung dieser Smart Meter gibt es übrigens nicht. (vgl. Wiener Netze, 2019)

In Spanien, Italien und Finnland sind Smart Meter bereits im Einsatz. Doch mit dem technischen Fortschritt, kommen auch die damit verbundenen Schattenseiten. Was wäre, wenn sich tatsächlich jemand in ein solches System einhacken würde, um vorsätzlich Schaden anzurichten? Diese Frage stellte sich auch der spanische Hacker Javier Vazquez Vidal. Ihm gelang es, mit nur einem Gerät in ein solches Smart Meter-Netzwerk zu gelangen und Millionen spanischer Smart Meter zu kontrollieren. Es wäre möglich gewesen, ein Blackout herbeizuführen, ohne dass der Täter rückverfolgt werden könnte. (vgl. ARD-Alpha, 26.03.2019)

Was ein solcher Angriff auf infrastrukturelle Organe für Folgen haben kann, zeigte eine Cyber-Attacke auf ein Krankenhaus in Deutschland. Das voll vernetze Lukaskrankenhaus war Pionier im Bereich der Digitalisierung im medizinischen Feld. Röntgenbilder konnten in Echtzeit auf das Tablet des Arztes übermittelt werden und Krankenakten waren digital abgespeichert, bis es 2016 zu einer Cyber-Attacke kam. Eine aggressive Schadsoftware, welche über einen geöffneten E-Mail-Anhang in das System geriet, sorgte dafür, dass das gesamte IT-System heruntergefahren werden musste, zum Schutz der Patientendaten. Das Krankenhaus musste sich kurzzeitig von der Notfallversorgung im Rheinkreis abmelden und „analog“ weiterarbeiten. Es entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Im April 2019 wurde das Verfahren gegen „Unbekannt“ eingestellt. Grund: es konnte kein Täter gefunden werden. (vgl. NGZ Online, 2019)

Auch wenn wir gerne darüber ins Staunen geraten, was heutzutage in unserer „smarten“ Welt alles möglich ist und welche enormen Vorteile diese Möglichkeiten mit sich bringen können, so sollten wir uns doch ab und an die Frage stellen „Was wäre, wenn…?“.

Verweise

ARD-Alpha. (26.03.2019). Wir hacken Deutschland. Von https://www.youtube.com/watch?v=xYlW39ErR1M am 07.05.2019 abgerufen

NGZ Online. (2019). Lukaskrankenhaus Neuss. Ermittlungen gegen Cyber-Hacker wurden eingestellt. Von https://rp-online.de/nrw/staedte/neuss/neuss-ermittlungen-gegen-cyber-attacke-am-lukaskrankenhaus-wurden-eingestellt_aid-38071849 am 10.05.2019 abgerufen

Wiener Netze. (2019). Warum Smart Meter? Von https://www.wienernetze.at/wn/smartmeter/smartmeter_8/Warum_Smart_Meter.html am 10.05.2019 abgerufen

02 Feb

Anwendungsgebiete des IoT

von Paula Steiner, Nina Vycudilik, Tamara Thin, Paula Raberger

Bei Gabriel, Gaßner und Lange werden folgende Anwendungsgebiete des IoT genannt:

  • Logistik
  • Fertigung
  • Vernetzter Autoverkehr
  • Intelligente Gebäude
  • Energieversorgung
  • Altersgerechte Assistenzsysteme

Anwendungsbereich Intelligente Gebäude – Smart Home

Das Internet der Dinge wird z.B. im Privatbereich sichtbar, wenn man an das sogenannte „Smart Home“ bzw. intelligente Wohnen denkt, das sich z.B. unter anderem in der Verwendung von smarten elektrischen Zahnbürsten, Lichtquellen, Klimaanlagen, Staubsaugern, Rasenmähern, Waschmaschinen oder Stromzählern (Stichwort Smart Metering) zeigt.

Smart Metering

Unter dem Begriff des Smart Metering versteht man die Erfassung, Weiterverarbeitung und Abrechnung des Energiebedarfs durch Konsumenten.

Durch die Anbindung an das Internet erhalten Gegenstände somit eine erweiterte Funktionalität und lassen sich so z.B. auch aus der Ferne steuern.  Informationssysteme können aktuelle Daten über physische Objekte und Vorgänge sammeln.

Smart Grids

Mit Smart Grid soll Energie effizient genutzt werden. Intelligente Stromnetze unterstützen diese Entwicklung. Über ein Kommunikationsnetz sollen alle Akteure des Energiesystems miteinander verbunden werden. Stromnetze und moderne Informations- und Kommunikationstechnologien gehen somit eine Symbiose ein, wodurch die angesprochenen Stromnetze flexibler und intelligenter steuerbar werden. Auch erneuerbare Energien können integriert und somit besser genutzt werden. Auf lange Sicht ermöglichen Smart Grids die Mehrkosten für den Umbau des Energiesystems zu minimieren (Smartgrids Austria, 2016).

  • Ziele der Smart Home-Technologie: Wohnkomfort, Sicherheit, Energieeffizienz, Unterhaltung
  • Voraussetzungen: die Haushaltsgeräte sprechen die gleiche „Sprache“ und können über Smartphone oder Tablet PC gesteuert werden.

Anwendungsbereiche Logistik, Fertigung, Unternehmen

Neue Dienste können bereitgestellt werden, welche durch die zeitnahe Interpretation von Daten aus der physischen Welt ökonomischen und gesellschaftlichen Nutzen stiften.

Auch der Logistikbereich zieht seinen Nutzen aus der Anwendung des Internets der Dinge. So werden etwa selbstorganisierende Logistiknetze geschaffen, die die RFID-Technologie zur berührungslosen automatischen Identifikation von Transporteinheiten nutzen, sodass diese sich in Eigenregie durch Netzwerke von Warenumschlagplätzen bewegen können (Gabriel, Gaßner & Lange, 2010, S.8).

Anwendungsbereich Altersgerechte Assistenzsysteme (Ambient Assisted Living – AAL)

Durch die ansteigende Lebenserwartung der Bevölkerung kommt es mitunter zu Mehrfacherkrankungen. Dem Internet der Dinge soll hier zukünftig eine wichtige Rolle in Form von Assistenzsystemen zukommen, die das selbstbestimmte Wohnen der kranken und alten Menschen ermöglichen soll. Konkret geht es hierbei um Kontroll- und Alarmsysteme. Die Einbindung von Haushaltsgeräten, wie etwa die automatische Abschaltung von TV-Geräten oder Beleuchtung soll den womöglich bewegungseingeschränkten Senioren das Leben erleichtern. Aber auch medizinische Geräte werden hierbei berücksichtigt, die wichtige Daten sammeln sollen, um gezielte Beratungen möglich zu machen (Gabriel, Gaßner & Lange, 2010, S.9).

Gabriel, P., Gaßner, K. & Lange, S. (2010). Das Internet der Dinge – Basis für die IKT-Infrastruktur von morgen. Anwendungen, Akteure und politische Handlungsfelder. Berlin: Institut für Innovation und Technik.

Smartgrids Austria. (2016). Was sind Smart Grids? Abgerufen am 5.1.2019, von https://www.smartgrids.at/smart-grids.html d0 List Tabl

22 Jan

Internet der Dinge – IoT

(c) Patricia Cihlar, Martina Nica, Kathrin Loslo, Glatz Barbara

Definition

Im Jahr 1999 wurde der Begriff erstmals von Kevin Ashton erwähnt. Um die Jahrtausendwende begann, wegen der Verbreitung von WLAN und Bluetooth, die erste Phase der „Vernetzung von Werkzeug, und Armbanduhr und Schuhe, Jacke, Auto, Stuhl und Teppichböden“, welche die einfachste Form des IoT ist. (Alois Ferscha, Vorstand des Instituts für Pervasive Computing an der Universität Linz)

 „Das Internet der Dinge (englisch: Internet of Things, kurz IoT) bezeichnet die Verknüpfung eindeutig identifizierbarer physischer Objekte mit einer virtuellen Repräsentation innerhalb einer Internet-ähnlichen Struktur.

Objekte, Menschen, Systeme und Informationsquellen verbinden sich darin zu einer Infrastruktur, die in der Lage ist, mit Hilfe intelligenter Services Informationen sowohl aus der realen wie auch aus der virtuellen Welt zu verarbeiten. Darüber hinaus ist das System in der Lage, auf diese Informationen zu reagieren“ und autonom zu handeln. [1]

Beispiele:

  1. Waschmaschine:

Wenn eine Waschmaschine mit dem Internet verbunden wird, wird sie zu einem „intelligenten Gegenstand“. Sie ist dann im Stande mit den Menschen (über ein internetfähiges Gerät) zu kommunizieren sowie mit anderen Devices, die mit dem Internet verbunden sind.

  • wann ist die Wäsche fertig
  • startet, wenn der Strom dazu am günstigsten ist
  • Kühlschrank:

Ist der Kühlschrank leer, wird dies erkannt und per Onlineshopping neu befüllt. Dies geschieht je nach persönlichen Präferenzen, die über eine gewisse Zeit lang mittels Datensammlung angehäuft wurde.

  • weitere Beispiele: Elektroautos, Smarthouse, Straßenlaternen, Smartwatch[2]

Ziel des IoT:

Das Bestreben des Internets ist es, die virtuelle Welt mit der realen Welt zu verbinden, um folgende Dinge zu gewährleisten:

  • Sicherheit
  • Einfachheit
  • Ökonomie

Keine Zukunftsmusik – durch neue Technologien:

  • RFID (radio-frequency-identification)

Ein RFID Code Chip wird an unterschiedlichen Gegenständen montiert. Er gibt den Dingen eine eigene Identität. Jener kann mit einem Gedächtnis verglichen werden, das Entscheidungen treffen kann. Sämtliche Daten können in Millisekunden verarbeitet werden und die Resultate mit einem Steuerungs- und Handlungsauftrag per Feedback-Schleife in unsere Welt zurückspielen. Es bildet sich eine sogenannte Schwarmintelligenz.

Fraglich:

  • Konzerne – Arbeitsplätze
  • Datenschutz (Optimierung, Analyse) – Hacker
  • Transparenz

Offene Werkstatt: „Das Internet der Dinge – die nächste digitale Revolution.“ [

  • Wie verändert sich künstliche Intelligenz („SMARTE“ Dinge) unser Leben?
  • Wie gehen wir damit um?

Herausforderungen den Firmen

  • Veränderung der Geschäftsmodelle
    • Produkte verlieren ihren Wert
    • Gewonnene Daten gewinnen Wert
    • man zahlt für Services und Anwendungen
      • Geld fließt erst später, nicht bei der Anschaffung des Produktes
        (z.B. Microsoft Office)
  • Auswirklungen
    • im Unternehmen
      • Entfall der Arbeitsplätze die Maschinen übernehmen können
      • Entstehen von neuen Arbeitsplätzen (allerdings im IT)
      • Rollenveränderungen
      • Wandel der Kultur
      • Kreativität als Kernkompetenz
    • im privaten Alltag
      • Nutzung „digitaler Assistenz“
        (z.B. Navi, Alexa,..)
      • Service- Orientierung
        (z.B. Drive Now, Word,… )
      • „Digitale“ Kulturen
      • Denkweisen verändern sich
      • Menschen werden transparenter durch Infofreigabe

Potenzial

Sensoren sollen für die Umwelt entwickelt werden , um mehr Informationen (Daten) über die Umwelt zu erfahren die dann verarbeitet werden sollen.

(Gebiet = smart Environment – Überwachungen von natürlichen Ressourcen)

Bis 2020 à ca. 20 Milliarden Geräte am Markt

Sicherheitsrisiken

Daten sollen anonymisiert erhoben werden und die Unternehmen müssen sich mit Risikomanagement im Bereich der IT beschäftigen, um den Endkunden eine Sicherheit bieten zu können.

Neue Bildungsaufgabe

Wir müssen uns mit den neuen Technologien beschäftigen, wobei  ebenso das lebenslange Lernen angesprochen wird.
– Mit neuem experimentieren/ selbst Erfahrungen damit machen/ nicht nur Erwartungen stellen
– keine Beschwerden darüber das wir mit dem neuen nicht klar kommen/ nicht auskennen

Diskussionen

Entsteht durch die Vernetzung (Zuständigkeit eines Produktes für mehrere Zwecke) eine gewisse Abhängigkeit?

Im Großen und Ganzen bestand die Antwort darin, dass dies bewusst so von Unternehmen gewählt wird, da sie so mehr Dinge ihrer Marke verkaufen (entscheidet man sich für eine Samsung Linie – ist diese auch nur mit anderen Samsung Produkten kompatibel).

Eine weitere Feststellung ergab sich durch die Behauptung, dass zukünftig Qualitätsmanagement 4.0 und Ausbildung 4.0 auf uns zukommt, da komplette Ausbildungsberufe, durch die Digitalisierung neu definiert werden müssen.

Kommentiert wurde diese Aussage damit, dass es unterschiedliche Konzepte benötigt, die schon in der schulischen Ausbildung durchgeführt werden sollen. Dies ist ein langer Prozess, welcher bis zu 3 Jahrzehnte hinweg dauern kann und  Zielorientiert, jedoch nicht übereilig, angegangen werden muss (Geschichte: Tesla verwechselt LKW mit ein Stück Himmel oder selbstfahrendes Auto, welches Fußgänger nicht erkannte, darf nicht passieren).

Wir hacken Deutschland

In der Dokumentation des ARD wird die digitale Sicherheit in Frage gestellt…

Verbirgt sich hinter der Digitalisierung in Verbindung mit Smart-Homes, digitaler Infrastruktur, vernetzter Energieversorgung oder Smart Meters neben der automatisierten und fernsteuerbaren Möglichkeit in der Handhabung nicht unsere Angreifbarkeit? Alles was digital vernetzt und gesteuert werden kann von nun an auch angegriffen bzw. gehakt werden…

In der Dokumentation zeigte man anhand eines Hotels, das Temperaturen des Tiefkühlers, Glühbirnen, Türen und Fenster oder auch Alarmanlagen vernetzt und über Smart-Phones steuerbar sind. Tatsächlich ist es so, dass dies das Hotel angreifbar gemacht hat. Bei einem Versuch in das Hotel einzubrechen, konnte innerhalb kürzester Zeit die Verschlüsselung über die zwar gesicherte, jedoch leicht zu knackende Smart-Glühbirne und somit die mit dem Netz verbundene Türe und Alarmanlage geknackt werden. Eine Möglichkeit dies zu tun, ist der Einsatz von Drohnen, die einfach über das Hotel fliegen und so an Daten kommen. So sieht man, dass Smart-Homes bzw. in diesem Fall das Hotel durch mehrere Verbindungen über einen einfachen Zugang (über die Glühbirne) vollständig gehackt werden kann.

  • Ist uns dieser Automatismus und die Fernsteuerbarkeit wirklich wichtiger als unsere Sicherheit vor solchen Angriffen?

In der Ukraine ist die Digitalisierung noch nicht soweit vorangeschritten, wie beispielswiese in westlicheren Teilen in Europa. Umso häufiger wird sie Opfer von digitalen Angriffen, was uns nur noch mehr zeigen soll, wie einfach es sein kann z.B. Stromversorgungen ganzer Städte oder Länder zu haken, an ihre Daten zu kommen oder diese zu steuern.

  • Können uns unsere heimischen Stromversorger also Sicherheit versprechen?

Ein weiteres Beispiel hierzu war das Blackout in Teilen Europas im Jahre 2006. Eine planmäßige Abschaltung von zwei Hochspannungsleitungen sorgte so für Stromausfall in mehreren Teilen Europas.
Mit den richtigen Codes und Hackern ist es also möglich nicht nur einzelne Personen oder Haushalte, sondern fast ganze Kontinente zu hacken.

  • Bleibt diese Ungewissheit ständiger Belgleiter der Digitalisierung und Vernetzung der heutigen Zeit?
  • Ist das wirklich unsere Vorstellung der modernen Zeit?

Auch in Deutschland zeigten Hacker wie sie durch falsche Passworteingaben und dann Neueinstellungen Windräder hacken konnten.

  • Wie kann das möglich sein?
  • Wieso wird die Stromversorgung nicht besser verschlüsselt
  • Welche Auswirkungen können so ein Hack auf die Bevölkerung haben?

Worin Spanien Deutschland um Jahre voraus ist – die Smart-Meters. Strom, das mit dem direkten Stromversorger vernetzt ist und digital Verbrauche analysiert und registriert. Durch diese Smart-Meter können die Produktion sowie Lieferung des Stroms optimiert werden.
In Spanien Alltag, in Deutschland noch in Planung. Die Smart-Meters befinden sich hier noch in ihrer Planungs- und Bauphase und wiesen bereits Sicherheitslücken auf. Dennoch ist es in Zukunft flächendeckend geplant die Stromversorgung zu digitalisieren. Wie bereits gesagt, sobald ein System im Netzt ist, ist es vor Hack-Angriffen nicht mehr geschützt.

  • Und wer soll am Ende für etwaige Schäden oder Angriffen haften?
  • Wie können wir uns davor schützen?

Fragen auf die wir nach wie vor nach Antworten suchen. Fragen, die uns die Zukunft, Technik und der Staat hoffentlich bald beantworten können.


[1] https://www.austrian-standards.at/infopedia-themencenter/infopedia-artikel/internet-der-dinge-iot/

[2] https://derstandard.at/2000067809433/Regeln-fuer-die-total-vernetzte-Welt-gesucht

[3] https://www.youtube.com/watch?v=byGnESGnwcM