11 Jul

Vernetzung – globaler Austausch übers Internet

Grenzüberschreitende Vernetzung über Netzwerke ist ein wichtiger Aspekt der Globalisierung. Doch was bewirkt sie in der Gesellschaft, Ökonomie und Kultur?

Vernetzung ist ein Phänomen, bei dem verschiedene Personen oder Personengruppen miteinander in Kontakt treten und durch ihr Handeln Ursache-Wirkungs-Beziehungen entstehen. Gerade in Zeiten, in denen Menschen miteinander inter- und transnational kommunizieren, wird die Rolle der Vernetzung in unserem Leben deutlich wichtiger. Längst ist das Netzwerk zu einem Meta-Medium des täglichen Lebens und zu einem natürlichen Begleiter im Alltag geworden, immer und überall. Über das Internet und mithilfe verschiedenster Tools wird kommuniziert und Information ausgetauscht. Vernetzung findet besonders auf sozialen Netzwerken in größerer Form statt. Diese Netzwerke dienen nicht nur zum Austausch und Informationszwecken, sondern werden auch als Plattformen für Meinungs- und Erfahrungsaustauch, aber auch für politische Bewegungen genutzt. Das schnelle Wachstum, der sozialen Medien zeigt, dass Konnektivität weniger ein technologischer, als vielmehr ein sozialer Prozess ist.

Der deutlichste und plausibelste Indikator für den Megatrend der Konnektivität ist die Zunahme der Internetnutzung. Doch die Vernetzung ist kein Phänomen, das sich auf die westliche Welt beschränkt. Die meisten Online-Nutzer befinden sich in China, und mehr als die Hälfte der 20 Länder, die Spitzenreiter in der sind, gehören zu den Schwellen- und Entwicklungsländern. Soziale Netzwerke spielen eine wichtige Rolle bei der zunehmenden globalen Vernetzung. Fast die Hälfte aller Österreicher und Österreicherinnen nutzen sozialen Netzwerken.

Social Media, Verbindungen, Vernetzung
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Netzkultur

Der Begriff „Netzkultur“ bezieht sich nicht auf „Internetkultur“ oder „Cyberkultur“, also die ausschließlichen kulturellen Formen des Internets, sondern allgemein auf die gegenwärtige Herausbildung von Alltagskultur in zunehmend vernetzten Beziehungen. Eine solche Veränderung bezieht sich zwar auf den mit der Digitalisierung verbundenen Medienwandel, geht aber über ihn hinaus. Der Soziologe Manuel Castells beschrieb mit seinem Konzept der Netzwerkgesellschaft, dass im Zusammenspiel von neuen technologischen Paradigmen und sozialer Organisation das „Netzwerk“ zunehmend zum Prinzip der Gesellschaft geworden ist. Durch die grenzüberschreitenden Netzwerke entwickelt sich die Netzwerkgesellschaft zu einem globalen Phänomen.

Castells bezeichnet die Kultur der Netzwerkgesellschaft als eine „Kultur der realen Virtualität“. Den aktuellen und nachhaltigen Kulturwandel argumentier Castells durch die Tatsache, dass Kultur im Allgemeinen durch Kommunikation vermittelt wird, so wie die kulturelle Bedeutungsproduktion in der Kommunikation im Besonderen verdeutlicht wird. In einer Zeit, in der sich die Kommunikationsformen mit der Einführung der digitalen Medien stark verändern, kann dies als Ausdruck des kulturellen Wandels verstanden werden. Castells beschreibt daher die heutigen Netzkulturen als „Kultur der realen Virtualität“, weil sie „virtuell“ in dem Sinne sind, dass sie auf symbolischen, medial vermittelten Handlungen beruhen. Diese Kulturen sind „real“, da sie den Raum des täglichen Lebens bestimmen.

„Vernetzter Individualismus“ kann als die charakteristische soziale Form dieser vernetzten Kulturen identifiziert werden. Der Begriff des vernetzten Individualismus beschreibt die Tatsache, dass Menschen heutzutage als vorherrschende Form der Sozialität ihr Leben zunehmend in bestimmten und thematisch orientierten Netzwerken organisieren. Also führen nicht nur die digitalen Medien, wie Mobiltelefone und Internet, zum „vernetzten Individualismus“, aber sie können dennoch als „materielle Unterstützung“ angesehen werde.

Mobiler Internetzugang

Der mobile Netzzugang über verschiedene technische Geräte ist längst zur Normalität geworden. In einer hypermobilen Gesellschaft wollen Menschen jederzeit und überall Zugang zu E-Mail, sozialen Netzwerkprofilen und Informationen haben. Die Verbreitung von Smartphones macht dies für die Menschheit einfacher. Heute gibt es bereits sechs Milliarden Mobilfunkverträge in der Welt; 2005 waren es noch 2,2 Milliarden, im Jahr 2000 nur 719 Millionen. Nahezu 16% der Weltbevölkerung nutzen den mobilen Internetzugang, wobei ein großer Abstand zwischen Europa (36,6%) und Afrika (3,3%) liegt. Der mobile Handel wird auch zu einer wichtigen Triebkraft für den Handel der Zukunft. Während Smartphones heute noch hauptsächlich dazu verwendet werden, Informationen zu Produkten abzurufen (62% der Smartphone-Nutzer), werden sie in der nahen Zukunft für den Kauf selbst genutzt. Der Anteil der M-Commerce-Verkäufe wird in den kommenden Jahren deutlich zunehmen und der Markanteil dieser Branche wird immer größer.

Datierung der Welt

Jede Tätigkeit im Netz hinterlässt Spuren von Daten. Neben Computern, Mobiltelefonen und Webanwendungen sammeln auch Autos, Händler mit Bonusprogrammen, medizinische Geräte usw. unsere Daten. Big Data nennt man diese riesige Datenmenge die unmöglich zu bearbeiten und filtrieren ist durch Standarttools. Bereits heute existieren in der digitalen Welt 2,7 Zettabytes (1 Zettabyte = 10 hoch 21 Bytes) an Daten. Es wird geschätzt, dass bis 2020 jedes Jahr 35 Zettabytes an Daten produziert werden. Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von 60%. Jeden Monat werden drei Milliarden Inhalte auf Facebook online gestellt. Jeden Tag werden Milliarden von Textnachrichten und Millionen Nachrichten über soziale Netzwerke und Blogs verschickt. Die Herausforderung besteht nun darin, die gesammelten Daten sinnvoll zu organisiere, zu bewerten und zu interpretieren. Diese Daten verursachen nicht nur große Veränderung in der Gesellschaft und der Kultur, sondern nutzen auch Unternehmen Kundenverhalten und Vorlieben zu erkennen und ihr Angebot den Kunden passend zu gestalten.

Social Media Marketing

Die Konnektivität führt unteranderem auch zu verschiedenen Möglichkeiten im Handel. Eines dieser Möglichkeiten ist das Social Media Marketing (kurz SMM). SMM macht von den verschiedenen Formen der sozialen Medien Gebrauch, um potenzielle Abnehmer und Abnehmerinnen eines Unternehmens zu erreichen. Die Basis und essenziellen Bausteine eines erfolgreichen SMM sind der Kontakt mit den Nutzern, Authentizität, Ehrlichkeit, Transparenz in der Kommunikation und Kritikfähigkeit. Dadurch soll eine Vertrauensbasis geschaffen und loyale Kundschaft gewonnen werden. Die starke Vernetzung auf sozialen Medien spielt dabei eine große Rolle, da Inhalte viel schneller verbreitet und im besten Fall viral werden. Jedoch muss bedacht werden, dass im Negativfall Missgeschicke sich auch schnell verbreiten und eine Welle von Kritik und Shitstorm verursachen können. Trotz dessen gibt es sowohl international auch national viele Unternehmer und Unternehmerinnen, die diese Schiene des Marketings gewählt haben. Eine davon ist die Merve Körpe, eine junge österreichische Kleinunternehmerin, die ihre personalisierten Stickereien unter ihrem Instagram-Benutzernamen @myworldofcrossstitch verkauft. Im Folgenden finden Sie einen Podcast zum Thema Social Media Marketing mit den Erfahrung der Unternehmerin in diesem Bereich und Tipps und Tricks für Neueinsteiger und Neueisteigerinnen dieser Marketingschiene.

Interview mit Merve Körpe

Quellen

Hepp, A. (2010). Netzwerk und Kultur. In Handbuch Netzwerkforschung (pp. 227-234). VS Verlag für Sozialwissenschaften. Abgerufen 08.07.2020 von https://www.academia.edu/7990893/Netzwerk_und_Kultur

Kraus & Partner. (o.D.). Vernetzung – Definition. Abgerufen 08.07.2020 von https://www.kraus-und-partner.de/wissen-und-co/wiki/vernetzung

Schuldt, C. (2012). Konnektivität: Die Vernetzung der Welt. Zukunftsinstitut. Abgerufen 08.07.2020 von https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/konnektivitaet-die-vernetzung-der-welt/

Wirtschaftskammern Österreichs. (April 2020). SOCIAL MEDIA ERFOLGREICH NUTZEN. Abgerufen 08.07.2020 von https://www.wko.at/service/innovation-technologie-digitalisierung/wko-guide-social-media.pdf

Kreutzer, R. T., & Hinz, J. (2010). Möglichkeiten und Grenzen von Social Media Marketing (No. 58). Working Papers of the Institute of Management Berlin at the Berlin School of Economics and Law (HWR Berlin). Abgerufen 08.07.2020 von https://www.econstor.eu/bitstream/10419/74329/1/746045727.pdf

15 Mai

Fake News hier – Fake News dort

Wie kommt es nun zu der Verbreitung dieser Fake News?

Jeder der Facebook, Twitter, YouTube und ähnliche Plattformen nutzt wird mit dem Teilen von unterschiedlichen Posts vertraut sein. Gerade im Netz verbreiten sich Gerüchte und Falschmeldungen wie ein Fegefeuer und das liegt daran, wie wir Menschen ticken und wie solche Plattformen Informationen sortieren.

Fake-News-Macher gestalten ihre Posts entsprechend und die Art und Weise, wie soziale Netzwerke funktionieren spielt ihnen da geradewegs in die Hände und erleichtert ihnen die Arbeit.

Link: https://pixabay.com/de/photos/corona-ibu-fake-fake-news-news-4933452/

Welche Maßnahmen werden gegen Fake News gesetzt?

Auch die Regierung in Österreich kämpft gegen die Falschmeldungen wie folgt an:
→ Bei den Pressekonferenzen wurden schon unterschiedliche „Fake News“ aufgeklärt. 

→ Die Integrationsministerin, Susanne Raab (ÖVP), startete eine Informationskampagne für Migrantinnen und Migranten, die in 16 Sprachen übersetzt wurde. 

→ Die einzelnen Bundesländer informieren ebenfalls mit aktuellen Informationen, die auf deren Internetseiten nachzulesen sind. 

→ Weiters hat das Verbreiten von „Fake News“ auch strafrechtliche Folgen. 

Auch diverse Online-Plattformen haben Maßnahmen gegen Fake News im Bezug auf COVID-19 gesetzt.  

Google

  • Informationskästen mit wichtigen Infos
  • Hinweise auf vertrauenswürdige Quellen (WHO)

YouTube

  • Löschung von falschen Inhalten
  • Hinweise auf vertrauenswürdige Quellen

Facebook und Instagram

  • „Pop-Up-Meldungen“ mit Infos bezüglich COVID-19
  • COVID-19 Informationszentrum mit Informationen der WHO und nationalen Gesundheitsbehörden 
  • Löschung jeglicher Falschinformationen

WhatsApp 

  • Beliebteste App für die “Fake News” Verbreitung
  • Kostenloses Benachrichtigungsservice der WHO (Infos zu den neuesten Zahlen, Hygiene-, Reise- und Falschinformationen)

Problem der sozialen Netzwerke

„Dark Social“ sind geschlossene Gesellschaften, wie zum Beispiel WhatsApp oder auch Facebook-Gruppen, die Kommunikation erfolgt oftmals verschlüsselt und die Plattform weiß oft selbst nicht, welche Inhalte verbreitet werden. So verbreiten sich die Fake News unkontrolliert. 

Die Plattformen nehmen die aktuelle Situation sehr ernst und versuchen die unseriösen Quellen zu beseitigen, jedoch wird sich dies nicht ganz verhindern lassen.

Quellen:
https://klickwinkel.de/tutorials/wie-sich-fake-news-verbreiten/

https://www.br.de/nachrichten/netzwelt/das-tun-facebook-and-co-gegen-corona-fake-news,Rt74GE4

https://about.fb.com/de/news/2020/03/unser-einsatz-gegen-falschinformationen-ueber-das-coronavirus/

verfasst von Patricia Meister, Laura Szalai, Lukas Halwachs, Lisa Blauensteiner

14 Mai

Lockdown oder doch halb so wild?

Falschnachrichten in Bezug auf COVID-19, die von zweifelhaften Alltagstipps, Panikmache bis hin zu Verschwörungstheorien und Verharmlosung führen, können gefährliche Folgen haben, wenn jenen Glaube geschenkt wird. Beispielsweise führt es dazu, dass gesetzte Maßnahmen der Regierung nicht eingehalten werden, was verheerende Folgen haben kann.

Diese Corona-Zeit bringt viel Unsicherheit und Ungewissheit mit, da es eine noch nie dagewesene Situation darstellt, bei der momentan niemand wirklich weiß wie es weitergeht. Genau das lieferte einen idealen Nährboden für Fake News. Niemand hat die Situation richtig unter Kontrolle. Einige Falschmeldungen, die davor warnten, dass Supermärkte schließen würden, hatten zur Folge, dass sehr viele Leute Hamsterkäufe tätigten und die Regale in den Supermärkten leer räumten. Des Weiteren gab es Falschmeldungen, die besagten, dass beispielsweise Toilettenpapier ausgeht, was viele zu Hamsterkäufen bewegt hat und dadurch wirklich eine Toilettenpapier Knappheit entstehen ließ für ein paar Tage.  

Link: https://pixabay.com/de/photos/hamstereinkauf-covid-19-hamsterkauf-4940922/

Konkretes Beispiel dazu:

In einer WhatsApp-Nachricht behauptet ein Mann, er wisse aus „zuverlässiger Quelle“, dass Supermärkte ab Montag nur noch zwei Stunden geöffnet hätten. Man solle diese Information unbedingt an Freunde und Bekannte weitergeben, damit man sich schnell Vorräte zulegen kann, bevor es nichts mehr gäbe.

Solche Behauptungen sind total falsch. So ist die Versorgung mit Lebensmitteln grundlegend gewährleistet, wie die zuständigen Minister*innen anführten.

Unnötige Hamsterkäufe führen leider häufig dazu, dass Lebensmittel letztlich in der Tonne landen und in weiterer Folge zu leeren Regalen in den Supermärkten, so dass der Eindruck entsteht, es gäbe zu wenige Waren.

Wir möchten mit diesem Beispiel darauf hinweisen, dass die Verbreitung mittels WhatsApp oder ähnlichen sozialen Netzwerken sehr schnell und einfach funktioniert. Außerdem kann in diesen sozialen Kanälen jeder seine Meinung kundtun und es wird nicht auf Richtigkeit überprüft.

Deshalb möchten wir als Ratschlag geben, dass man wirklich selber Meldungen überprüft, sich selbstständig Informationen einholt und gerade bei Kettennachrichten immer skeptisch ist und sie kritisch hinterfragt.

Wir haben uns mit dem Thema „Fake News“ in Bezug auf COVID-19 auseinandergesetzt und Erfahrungsberichte in Form von Interviews aus dem Bekanntenkreis gesammelt.

Quellen:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/Informationen-zu-Corona-Fakten-oder-Fake-News,fakenews202.html

https://www.dw.com/de/coronavirus-die-psychologie-hinter-den-hamsterk%C3%A4ufen/a-52738492

https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/rbbkultur_am_vormittag/archiv/20200318_0905/wissen_0910.html

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/chronik/wien/2054734-Fake-News-sind-Reaktion-auf-Unsicherheit.html

https://www.tagesschau.de/faktenfinder/panikmache-coronavirus-101.html

verfasst von Lukas Halwachs, Lisa Blauensteiner, Patricia Meister, Laura Szalai

13 Mai

COVID-19 – Fake News?

Mundschutzmasken im Alltag, one-man Geburtstagsfeiern, “Happy Birthday” nur beim Händewaschen, menschenleere Straßen und leere Klopapierregale – all das dank COVID-19. Die durch das Virus ausgelöste Pandemie bringt auch eine Welle an Fake News mit sich, welche sich schnell und unkontrolliert ausbreitet.

Link: https://pixabay.com/de/illustrations/virus-erreger-infektion-biologie-4937553/

Fake News kursieren immer wieder im Netz herum, jedoch gab es noch nie so viele Fake News zu ein und demselben Thema wie jetzt in der Corona Krise zu COVID-19. Daher gilt es einmal mehr Bewusstsein für Fake News zu schaffen. 

Was Fake News sind kann HIER nachgelesen werden, wie man sie erkennt spielt eine ebenso wichtige Rolle und ist HIER zu finden.

Dabei stellen wir uns die Frage, weshalb die Fake News gerade zur Zeit des COVID-19 so stark boomen. Social Distancing, Ausgangsbeschränkung und Home Office verleiten Leute dazu sich viel mehr mit Social Media und co auseinanderzusetzen. Das wiederum führt dazu, dass Falschmeldungen umso schneller verbreitet werden. Aufgrund dieser noch nie dagewesenen Situation entsteht Unsicherheit, durch die die Menschen teilweise leichtgläubiger werden. Gerade diese schnelle Verbreitung und die Leichtgläubigkeit bieten einen gefährlichen Nährboden für Fake News. 

Das angeführte Video greift diese Gefährdung auf und veranschaulicht dies mit Beispielen.

Quellen: 

https://www.ndr.de/nachrichten/info/Informationen-zu-Corona-Fakten-oder-Fake-News,fakenews202.html

https://www.verwaltung-der-zukunft.org/oeffentliche-sicherheit/verbreitung-von-desinformationen-der-corona-krise

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/chronik/wien/2054734-Fake-News-sind-Reaktion-auf-Unsicherheit.html

verfasst von Laura Szalai, Patricia Meister, Lukas Halwachs und Lisa Blauensteiner

09 Jan

Datenschutz in der Volksschule: Was Lehrer/innen wissen müssen!

Quelle: https://pixabay.com/de/illustrations/online-internet-icon-symbole-www-942408/

verfasst von: Sarah Freudenthaler, Alin Haismann, Mirelle Tramp

Seit vielen Jahren wird unsere Welt zunehmend digitaler und vernetzter. Daher wird auch das Thema Datenschutz immer wichtiger für unsere Gesellschaft. Aber was ist eigentlich Datenschutz? Duden definiert den Begriff als „Schutz der Bürger/innen vor Beeinträchtigung ihrer Privatsphäre durch unbefugte Erhebung, Speicherung und Weitergabe von Daten, die ihre Person betreffen“. Datenschutz wird außerdem als Persönlichkeitsrecht gesehen und zählt damit zur Privatsphäre. 

Natürlich wird das Thema Datenschutz auch an Schulen immer präsenter. Hier gibt es jedoch zwei Aspekte, die datenschutzrechtlichen Überlegungen beachtet werden müssen:

  • Einerseits den Aspekt der Lehrperson, die darauf achten muss, dass Schüler/innendaten nicht an unbefugte Personen weitergegeben werden. Denn als Lehrperson muss man einige Dinge beachten, wenn man beispielsweise Fotos der eigenen Klasse ins Netz stellt oder Noten laut Vorlesen möchte. In beiden Fällen muss die Lehrperson sich zuvor über die rechtlichen Gegebenheiten informieren und gegebenenfalls Einverständniserklärungen Betroffener bzw. Erziehungsberechtigter einholen
  • Andererseits den Aspekt der SchülerInnen, die von der Lehrperson über den richtigen Umgang mit dem Internet aufgeklärt werden sollten. Denn je früher man Kindern die Gefahren erklärt, die sich z.B. im Umgang mit Social Media verstecken, desto besser können negative Auswirkungen vorgebeugt werden. 

Auf diese beiden Aspekte soll im Folgenden genauer eingegangen werden.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=VF5A2JhiJug

Datenschutz : Umgang mit sensiblen Daten

Wie bereits angedeutet kann sich auch das Schulwesen der weltweiten Digitalisierung nicht entziehen und so wurde im Jahr 2013 die Verwaltung österreichischer Pflichtschulen erstmals durch das Computerprogramm WiSion unterstützt. 

WiSion ist ein Schulinformationssystem durch das Daten auf einem zentralen Server abgespeichert werden können. Doch welche Daten werden von WiSion eigentlich erfasst? Ganz allgemein wird alles gespeichert, das im schulischen Bereich von Wichtigkeit ist. Dies beinhält persönliche Informationen des Lehrpersonals, sensible Daten der Schüler/innen (z.B. Geburtsdatum, Adresse, Noten, Erstsprache, usw.) sowie terminliche Informationen wie Krankenstände, Ausflüge, Anwesenheiten und Projektwochen. 

Nun stellt sich natürlich auf Basis der Datenschutzverordnung die Frage wie diese Daten geschützt werden bzw. wer auf diese große Menge an sensiblen Informationen zugreifen kann. Um überhaupt Zugriff auf das System zu bekommen, benötigt man mehrere Passwörter. Unter anderem müssen Lehrpersonen bei jedem Loginversuch über den sogenannten Token einen Pin erhalten. Der Token ist ein kleines Gerät, das an den Schlüsselbund gehängt werden kann und durch Knopfdruck ein neuen Pin generiert. Dieser Pin ändert sich nach jeder Anwendung. Weiters gewährleistet das sogenannte Berechtigungssystem den Schutz der Daten. Dies bedeutet, dass jede/e Nutzer/in nur die Informationen einsehen bzw. verändern kann, die für ihn/sie notwendig sind. So hat z.B. der/die Schulleiter/in Zugriff auf den kompletten Datensatz der Schule, während Lehrpersonen nur die für sie relevanten Informationen abrufen können.

Doch wie kommt diese Umstellung und Digitalisierung an den österreichischen Pflichtschulen an? Nachdem die Einführung des Verwaltungsprogrammes WiSion viele Jahre später als geplant eingetreten ist, scheint es so als wäre vielen Lehrer/innen ein weiterer Aufschub lieber gewesen. In zahlreichen Artikeln und Interviews mit Betroffenen wird das System als benutzerunfreundlich beschrieben. Anstatt den schulischen Alltag zu erleichtern, müssen Lehrpersonen stundenlang herumklicken, um beispielsweise Anwesenheiten einzutragen oder Zeugnisse zu erstellen. Da sich WiSion als sehr zeitaufwendiges Verwaltungsprogramm entpuppt hat, befürchten nun viele Lehrer/innen, dass der eigentliche Hauptgedanke des Lehrberufs, das pädagogische Handeln, immer mehr in den Hintergrund gerückt wird. Deswegen finden seit der Einführung von WiSion vor sechs Jahren immer noch Gesprächs- und Feedbackrunden statt, die eine Verbesserung des Systems erwirken sollen. 

Datenschutz: Aufklärung in der Volksschule

In der heutigen Zeit wird bereits im Laufe der Volksschule die Verwendung von digitalen Geräten, wie z.B. dem ersten eigenen Handy oder Computer, immer bedeutsamer. Deswegen ist schon in der Volksschule die Aufklärung über Datenschutz und den achtsamen Umgang mit digitalen Medien notwendig. Denn digitale Medien und die Vielzahl an Online-Diensten sind heutzutage ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Der Umgang bzw. die Nutzung von Online-Diensten wie Facebook, WhatsApp, TickTock, Instagram, Snapchat usw. ist für Schüler/innen bereits im Volksschulalter eine Selbstverständlichkeit und gehören zum Alltag. Unzählige Male schauen wir auf unser Handy, erhalten oder senden Nachrichten und geben private Informationen aus unserem Leben bekannt.

Die Schüler/innen unterschätzen bzw. wissen nicht, welche Konsequenzen ihr Handeln im Netz haben kann. Sie gehen daher mit dem Schutz der eigenen Privatsphäre unbedacht um und geben leichtsinnig eine Vielzahl von sensiblen Daten preis (Name, Adresse, Fotos). Daher ist es besonders wichtig, die Kinder für Risiken des Internets zu sensibilisieren. Immer häufiger wird von Experten/innen und Eltern gefordert, dass eine Aufklärung in der Schule stattfinden bzw. das Thema Datenschutz in den Schulunterricht integriert werden soll, um die Schüler/innen vor z.B. Cyber-Mobbing zu schützen und ihnen zukünftige Auswirkungen von Datenfreigabe zu verdeutlichen.

Die praktische Umsetzung in der Schule ist jedoch schwierig, da es Lehrenden oft an Erfahrung fehlt, um die Schüler/innen in Sachen Internet und Handy kompetent aufzuklären. Sie müssen sich das entsprechende Wissen erst selbst aneignen, wobei sich das Problem der Schnelllebigkeit ergibt – Lehrpersonen müssen ständig auf dem neuesten Stand sein. Deswegen sollten man in Betracht ziehen eine externe Hilfe bzw. eine/n Experten/in in Anspruch zu nehmen. Davon könnten sowohl Schüler/innen als auch Lehrer/innen profitieren.

Quellen:

https://www.duden.de/rechtschreibung/Datenschutz (Zugriff am 6.1.20)

ps://www.admin-iq.at/de/schule/schulsoftware/wision (Zugriff am 7.1.20)

ps://www.fsg-pv.wien/wp-content/uploads/2017/08/BIS1016.pdf (Zugriff am 4.1.20) 

https://wien.orf.at/v2/news/stories/2798424/ (Zugriff am 4.1.20)

Ausdruck WiSion Einführung: https://sts6.schule.wien.at/fileadmin/s/906023/Bilder/ausdruck_WISION_einf%C3%BChrung.doc (Zugriff am 7.1.20)

https://www.saferinternet.at/zielgruppen/lehrende/ (Zugriff am 06.01.2020)

https://www.klicksafe.de/ (Zugriff am 06.01.2020)

Bundesministerium Bildung, Wissenschaft und Forschung: http://bsrwn.at/datenschutz_faq_20190107.pdf (Zugriff am 06.01.2020)

https://www.oeliug.at/2019/01/10/datenschutz-an-schulen-was-lehrer-innen-wissen-m%C3%BCssen/ (Zugriff am 5.1.20)

https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulrecht/ds.html (Zugriff am 5.1.20)

24 Jan

Übersicht KI Gruppe Positiv

Von BRUNNER Lisa; HAUER Michelle; KATTER Julia; KRITZINGER Thomas; MACHO Jessica

  1. Die Geschichte von KI- KI und Robotik ein langer gehegter Traum der Menschheit

2. Künstliche Intelligenz in der Bildung: Cobots und Smarte Klassenzimmer https://podcampus.phwien.ac.at/digimed/2019/01/22/kuenstliche-intelligenz-in-der-bildung-cobots-und-smarte-klassenzimmer/

3. Künstliche Intelligenz im Bereich Social Media

4. KI: Automatisch generierter individueller Content

5. KI und Automatisierung

23 Jan

Künstliche Intelligenz im Bereich Social Media

Vor allem bei großen Unternehmen, wie Facebook und Pinterest spielt künstliche Intelligenz schon eine große Rolle. Dies wird von den Nutzern dieser Plattformen nur selten oder gar nicht wahrgenommen. Auch hier geht es, um die Anbietung von passendem individuellen Content.

Facebook verwendet künstliche Intelligenz zum Beispiel seit Jahren bei seinem News Feed. Die Plattform Linkedin nutzt die Technologie, um Unternehmen Bewerber für passende Stellen vorzuschlagen. Bei Pinterest werden selbstlernende Algorithmen dazu verwendet, den Nutzern passende Pins vorzuschlagen, anhand der Pins, die sie sich bereits angesehen oder gemerkt haben.  Alle diese Unternehmen nutzen die Technologie jedoch nicht nur, um ihren Usern den bestpassenden Content anzubieten, sondern auch, um ihnen passende Werbeanzeigen einzublenden.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit von künstlicher Intelligenz sind Social Bots. Diese betreuen andere Social Media Accounts selbstständig, erzeugen Inhalte und reagieren passend auf die User. Hier kommt es allerdings noch zu Schwierigkeiten bei der Umsetzung. Ein Extrembeispiel wäre hier, der Chat Bots „Tay“ von Microsoft. Dieser musste nach 24h abgeschaltet werden, da er diverse User beleidigte und sich rassistisch äußerte. Es bestehen also noch Zweifel, wenn es um die direkte Interaktion mit Menschen geht. Des Weiteren ist fraglich, ob eine ausgebildeter Social-Media-Manager durch einen Social Bot ersetzt werden sollte und kann.