11 Jul

Vernetzung – globaler Austausch übers Internet

Grenzüberschreitende Vernetzung über Netzwerke ist ein wichtiger Aspekt der Globalisierung. Doch was bewirkt sie in der Gesellschaft, Ökonomie und Kultur?

Vernetzung ist ein Phänomen, bei dem verschiedene Personen oder Personengruppen miteinander in Kontakt treten und durch ihr Handeln Ursache-Wirkungs-Beziehungen entstehen. Gerade in Zeiten, in denen Menschen miteinander inter- und transnational kommunizieren, wird die Rolle der Vernetzung in unserem Leben deutlich wichtiger. Längst ist das Netzwerk zu einem Meta-Medium des täglichen Lebens und zu einem natürlichen Begleiter im Alltag geworden, immer und überall. Über das Internet und mithilfe verschiedenster Tools wird kommuniziert und Information ausgetauscht. Vernetzung findet besonders auf sozialen Netzwerken in größerer Form statt. Diese Netzwerke dienen nicht nur zum Austausch und Informationszwecken, sondern werden auch als Plattformen für Meinungs- und Erfahrungsaustauch, aber auch für politische Bewegungen genutzt. Das schnelle Wachstum, der sozialen Medien zeigt, dass Konnektivität weniger ein technologischer, als vielmehr ein sozialer Prozess ist.

Der deutlichste und plausibelste Indikator für den Megatrend der Konnektivität ist die Zunahme der Internetnutzung. Doch die Vernetzung ist kein Phänomen, das sich auf die westliche Welt beschränkt. Die meisten Online-Nutzer befinden sich in China, und mehr als die Hälfte der 20 Länder, die Spitzenreiter in der sind, gehören zu den Schwellen- und Entwicklungsländern. Soziale Netzwerke spielen eine wichtige Rolle bei der zunehmenden globalen Vernetzung. Fast die Hälfte aller Österreicher und Österreicherinnen nutzen sozialen Netzwerken.

Social Media, Verbindungen, Vernetzung
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Netzkultur

Der Begriff „Netzkultur“ bezieht sich nicht auf „Internetkultur“ oder „Cyberkultur“, also die ausschließlichen kulturellen Formen des Internets, sondern allgemein auf die gegenwärtige Herausbildung von Alltagskultur in zunehmend vernetzten Beziehungen. Eine solche Veränderung bezieht sich zwar auf den mit der Digitalisierung verbundenen Medienwandel, geht aber über ihn hinaus. Der Soziologe Manuel Castells beschrieb mit seinem Konzept der Netzwerkgesellschaft, dass im Zusammenspiel von neuen technologischen Paradigmen und sozialer Organisation das „Netzwerk“ zunehmend zum Prinzip der Gesellschaft geworden ist. Durch die grenzüberschreitenden Netzwerke entwickelt sich die Netzwerkgesellschaft zu einem globalen Phänomen.

Castells bezeichnet die Kultur der Netzwerkgesellschaft als eine „Kultur der realen Virtualität“. Den aktuellen und nachhaltigen Kulturwandel argumentier Castells durch die Tatsache, dass Kultur im Allgemeinen durch Kommunikation vermittelt wird, so wie die kulturelle Bedeutungsproduktion in der Kommunikation im Besonderen verdeutlicht wird. In einer Zeit, in der sich die Kommunikationsformen mit der Einführung der digitalen Medien stark verändern, kann dies als Ausdruck des kulturellen Wandels verstanden werden. Castells beschreibt daher die heutigen Netzkulturen als „Kultur der realen Virtualität“, weil sie „virtuell“ in dem Sinne sind, dass sie auf symbolischen, medial vermittelten Handlungen beruhen. Diese Kulturen sind „real“, da sie den Raum des täglichen Lebens bestimmen.

„Vernetzter Individualismus“ kann als die charakteristische soziale Form dieser vernetzten Kulturen identifiziert werden. Der Begriff des vernetzten Individualismus beschreibt die Tatsache, dass Menschen heutzutage als vorherrschende Form der Sozialität ihr Leben zunehmend in bestimmten und thematisch orientierten Netzwerken organisieren. Also führen nicht nur die digitalen Medien, wie Mobiltelefone und Internet, zum „vernetzten Individualismus“, aber sie können dennoch als „materielle Unterstützung“ angesehen werde.

Mobiler Internetzugang

Der mobile Netzzugang über verschiedene technische Geräte ist längst zur Normalität geworden. In einer hypermobilen Gesellschaft wollen Menschen jederzeit und überall Zugang zu E-Mail, sozialen Netzwerkprofilen und Informationen haben. Die Verbreitung von Smartphones macht dies für die Menschheit einfacher. Heute gibt es bereits sechs Milliarden Mobilfunkverträge in der Welt; 2005 waren es noch 2,2 Milliarden, im Jahr 2000 nur 719 Millionen. Nahezu 16% der Weltbevölkerung nutzen den mobilen Internetzugang, wobei ein großer Abstand zwischen Europa (36,6%) und Afrika (3,3%) liegt. Der mobile Handel wird auch zu einer wichtigen Triebkraft für den Handel der Zukunft. Während Smartphones heute noch hauptsächlich dazu verwendet werden, Informationen zu Produkten abzurufen (62% der Smartphone-Nutzer), werden sie in der nahen Zukunft für den Kauf selbst genutzt. Der Anteil der M-Commerce-Verkäufe wird in den kommenden Jahren deutlich zunehmen und der Markanteil dieser Branche wird immer größer.

Datierung der Welt

Jede Tätigkeit im Netz hinterlässt Spuren von Daten. Neben Computern, Mobiltelefonen und Webanwendungen sammeln auch Autos, Händler mit Bonusprogrammen, medizinische Geräte usw. unsere Daten. Big Data nennt man diese riesige Datenmenge die unmöglich zu bearbeiten und filtrieren ist durch Standarttools. Bereits heute existieren in der digitalen Welt 2,7 Zettabytes (1 Zettabyte = 10 hoch 21 Bytes) an Daten. Es wird geschätzt, dass bis 2020 jedes Jahr 35 Zettabytes an Daten produziert werden. Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von 60%. Jeden Monat werden drei Milliarden Inhalte auf Facebook online gestellt. Jeden Tag werden Milliarden von Textnachrichten und Millionen Nachrichten über soziale Netzwerke und Blogs verschickt. Die Herausforderung besteht nun darin, die gesammelten Daten sinnvoll zu organisiere, zu bewerten und zu interpretieren. Diese Daten verursachen nicht nur große Veränderung in der Gesellschaft und der Kultur, sondern nutzen auch Unternehmen Kundenverhalten und Vorlieben zu erkennen und ihr Angebot den Kunden passend zu gestalten.

Social Media Marketing

Die Konnektivität führt unteranderem auch zu verschiedenen Möglichkeiten im Handel. Eines dieser Möglichkeiten ist das Social Media Marketing (kurz SMM). SMM macht von den verschiedenen Formen der sozialen Medien Gebrauch, um potenzielle Abnehmer und Abnehmerinnen eines Unternehmens zu erreichen. Die Basis und essenziellen Bausteine eines erfolgreichen SMM sind der Kontakt mit den Nutzern, Authentizität, Ehrlichkeit, Transparenz in der Kommunikation und Kritikfähigkeit. Dadurch soll eine Vertrauensbasis geschaffen und loyale Kundschaft gewonnen werden. Die starke Vernetzung auf sozialen Medien spielt dabei eine große Rolle, da Inhalte viel schneller verbreitet und im besten Fall viral werden. Jedoch muss bedacht werden, dass im Negativfall Missgeschicke sich auch schnell verbreiten und eine Welle von Kritik und Shitstorm verursachen können. Trotz dessen gibt es sowohl international auch national viele Unternehmer und Unternehmerinnen, die diese Schiene des Marketings gewählt haben. Eine davon ist die Merve Körpe, eine junge österreichische Kleinunternehmerin, die ihre personalisierten Stickereien unter ihrem Instagram-Benutzernamen @myworldofcrossstitch verkauft. Im Folgenden finden Sie einen Podcast zum Thema Social Media Marketing mit den Erfahrung der Unternehmerin in diesem Bereich und Tipps und Tricks für Neueinsteiger und Neueisteigerinnen dieser Marketingschiene.

Interview mit Merve Körpe

Quellen

Hepp, A. (2010). Netzwerk und Kultur. In Handbuch Netzwerkforschung (pp. 227-234). VS Verlag für Sozialwissenschaften. Abgerufen 08.07.2020 von https://www.academia.edu/7990893/Netzwerk_und_Kultur

Kraus & Partner. (o.D.). Vernetzung – Definition. Abgerufen 08.07.2020 von https://www.kraus-und-partner.de/wissen-und-co/wiki/vernetzung

Schuldt, C. (2012). Konnektivität: Die Vernetzung der Welt. Zukunftsinstitut. Abgerufen 08.07.2020 von https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/konnektivitaet-die-vernetzung-der-welt/

Wirtschaftskammern Österreichs. (April 2020). SOCIAL MEDIA ERFOLGREICH NUTZEN. Abgerufen 08.07.2020 von https://www.wko.at/service/innovation-technologie-digitalisierung/wko-guide-social-media.pdf

Kreutzer, R. T., & Hinz, J. (2010). Möglichkeiten und Grenzen von Social Media Marketing (No. 58). Working Papers of the Institute of Management Berlin at the Berlin School of Economics and Law (HWR Berlin). Abgerufen 08.07.2020 von https://www.econstor.eu/bitstream/10419/74329/1/746045727.pdf

11 Jun

Zum Thema Vernetzung

Auf einmal hat man tausende von Freunden und Freundinnen, von denen man die meisten noch nicht einmal gesehen hat. Man erzählt ihnen, wo man gerade Urlaub macht, was man als nächstes vorhat, wie man sich gerade fühlt, in wen man gerade verliebt ist und wen man gerade gar nicht leiden kann. In sozialen Netzwerken, auch bekannt unter „Online-Communities“ oder „Social Networks“, präsentieren sich Nutzer/-innen in einem eigenen Profil mit möglichst vielen Angaben zu ihren Hobbies, Interessen, aktuellen Aktivitäten etc..

Facebook:

Was genau ist Facebook und wie funktioniert dieses?

Facebook ist ein großes internationales soziales Netzwerk, welches über 80 verschiedene Sprachen verfügt. Dieses wurde im Jahr 2004 von Mark Zuckerberg gegründet und zählt zu einem der größten sozialen Netzwerken weltweit.

Zu den Hauptfunktionen von Facebook zählen, das in Kontakt bleiben mit Menschen, Fotos und Videos teilen, chatten, verkaufen und kaufen (online Flohmarkt) und vieles mehr. Früher verwendete man Facebook als eine Art Online Jahrbuch der Universitäten und diente nur als Kommunikationsmittel für Mitglieder der Bruderschaft der Harvard University. Im Jahr 2006 wurde das Netzwerk auch für andere Nutzer geöffnet, wobei dieses im Jahr 2015 bereits mehr als 1500 Millionen Nutzer hatte.

Facebook können heutzutage Personen ab dem 13. Lebensjahr verwenden, indem sie es kostenlos herunterladen und online nutzen.

Merkmale und Funktionen:

  • Ein Profil erstellen
  • Posten/ Kommentieren von Inhalten
  • Chatten (Facebook Messenger)
  • Marketplace (Online Flohmarkt)
  • Stories und Live-Videos

Jedoch kann man nicht nur private Profile, sondern ebenso Seiten erstellen, welche für Unternehmen und Marken nützlich und von Vorteil sind. Ebenso können Facebook-Gruppen erstellt werden, um anderen Nutzern Dienstleistungen oder Produkte anzubieten. Diese Gruppen können privat oder öffentlich sein. Ebenso bietet Facebook Spiele an, um sich zu unterhalten, welches besonders für jüngere Nutzer ein ansprechender Aspekt ist.

Oftmals ist im Zusammenhang mit Facebook zu vernehmen, dass Inhalte und Informationen von Nutzern eingesehen werden können. Dieses kann man jedoch in den Privatsphäre-Einstellungen selbst festlegen und somit bestimmen wer Inhalte, Fotos, Beiträge und vieles mehr sehen und auf diese zugreifen kann. Hierbei kann man selbst entscheiden ob man die Privatsphäre-Einstellungen für jeden Post oder nur bestimmte anwendet.

Über den Privatsphäre-Check erhaltet ihr einen schnellen Überblick über die aktuell festgelegten Einstellungen. Hier prüft ihr, wer eure Beiträge sehen kann, welche Apps Zugriff auf eure Daten haben und welche Profilinformationen von wem angesehen werden können.

WhatsApp:

Wie funktioniert WhatsApp?

WhatsApp ist ein internationaler Messenger, welcher als Alternative zur SMS gesehen wird. Durch eine Internetverbindung kann die App über das Smartphone (alle Smartphones unterstützen die App) genutzt werden. Weltweit verwenden mehrere Millionen Menschen die App, welche somit als eine große soziale Plattform gilt. Prinzipiell kann jeder die App nutzen, wobei es jedoch Altersbeschränkungen gibt.

Installation:

  • App installieren
  • Handynummer eingeben und verifizieren (SMS mit einem Zugangscode wird an die Rufnummer versendet-> Code wird dann in die eigentliche App eingegeben)
  • Synchronisierung mit den eigenen Kontakten (App erkennt welcher Kontakt auch die App verwendet)
  • Man kann nur mit Personen kommunizieren, welche die App ebenfalls nutzen -> Differenz zur herkömmlichen SMS
  • Um mit einem Kontakt zu chatten einfach auf diesen klicken und die geplante Nachricht verfassen und senden.
  • Telefonate, mediale Inhalte möglich

Vorteile:

  • Kostenlos
  • Unbegrenzte Nutzung
  • Kommunikation mit mehreren Nutzern zur selben Zeit möglich (Gruppen)
  • Nutzung via WLAN oder mobiler Internet-Verbindung
  • Mediale Inhalte können verschickt werden
  • Kann auf dem PC verwendet werden

Nachteile:

  • Wurde von Facebook aufgekauft -> stellt Datenschutz infrage
  • Facebook weiß nicht was Personen chatten, jedoch weiß es den Zeitpunkt und die Dauer der Konversation.
  • Werbung

Warum ist WhatsApp kostenlos?

Die App nutzt eine Internetverbindung, wobei der Versand nicht über den persönlichen Handy-Provider angerechnet wird. Wählt man sich jedoch ohne eine Internet-Flat ins mobile Internet ein so entstehen Kosten.

Instagram:

Instagram gehört zum Mutterkonzern Facebook, und arbeiten deshalb eng miteinander, es handelt sich um ein privat genutztes internationales Netzwerk mit mehreren Millionen Nutzern. Es werden Informationen zur  Person gesammelt, wie z.B. die Aktivitäten auf der Plattform und auf Webseiten, welche dann unter anderem für personalisierte Werbung genutzt werden.  Ebenso findet ein Datenaustausch mit Facebook statt, welchen man jedoch sowie den   Zugriff  Dritter auf die eigenen Beiträge und privaten Daten beschränken kann. Hierfür  muss man unter Einstellungen und dann Privatsphäre und  Sicherheit  einstellen, standartmäßig ist das Konto  jedoch öffentlich, somit  kann  jeder die gemachten Fotos Videos und auch Storys sehen und kommentieren. Personen denen man Nachrichten  schreibt  sowie  Follower können wenn man  selbst auf Instagram des letzte Mal  aktiv war. Entweder steht die Zeit  der letzten Aktivität neben dem Profilfoto,  oder es wird mit einem  grünen Punkt symbolisiert dass man gerade  online ist. Unter den Einstellungen ist es auch  möglich den  Aktivitätenstatus  zu verbergen.   Es ist möglich Follower  zu  entfernen  oder diese zu blocken, ebenso ist es möglich Storys und Live-Videos vor bestimmten Personen zu  verbergen. Eine Verknüpfung mit Facebook, bei welcher die eigenen Storys und Fotos und Videos automatisch auf Facebook geteilt werden ist auch   möglich. Man selbst kann auf Fotos, Videosund  Storys markiert werden, wodurch  diese dann automatisch auf   dem eigenen Instagramprofiel   hinzugefügt werden, diese Einstellung lässt sich auch ändern. Ebenso greift Instagram standardmäßig auf deinen Standort zu, welche erfasst und gespeichert werden und ggf. für lokale Werbung genutzt wird.  Dadurch können genaue Bewegungsprofile der Nutzer erstellt und mit  Facebook geteilt werden. Jedoch können selbst die striktesten Privatsphäre-Einstellungen nicht verhindern  dass Instagram, Facebook, Google usw. zahlreiche Daten über einen selbst sammelt.  Da sie mit so genannten Tracking-Skripten, welche auf fast allen Webseiten aktiv sind, sogar dann einen Großteil von den  eigenen Aktivitäten sehen, auch wenn man keinen ihrer Dienste nutzt.

  • Wenn man Fotos auf Instagram postet, bleibt man zwar der Eigentümer dieser Bilder, inklusive der dazugehörigen Rechte, man gewährt Instagram jedoch eine zeitlich begrenzte und weltweit gültige Lizenz, die Bilder zu verwenden, sobald diese gepostet oder hochgeladen wurden. Diese Lizenz ist nicht exklusiv, was heißt dass die Bilder auch anderwertig verwendet werden dürfen, diese dürfen verbreitet, modifiziert, kopiert als auch öffentlich vorgeführt werden. Die Verwendungsrechte für Ihre Bilder enden dann, wenn man sein Konto bei Instagram löscht. Fotos sind aber weiterhin sichtbar, wenn diese von anderen Usern geteilt wurden und sie dort nicht vom Kontoinhaber gelöscht wurden.  

Fußballverein:

Der Fußballverein Elektra ist meist ein lokaler großer (mehr als 30 Personen) Verein. Die Privatsphäre obliegt hier dem Besitzer/ der Administration, so haben die einzelnen Mitglieder keine privaten Daten außer der Namen und ggf. das Alter voneinander, sofern diese nicht persönlich von einem selbst weitergegeben wurden. Innerhalb des Vereins kann es durchaus dazu kommen, dass man eine private Whatsapp-Gruppe bildet. Im Verein werden nur jene Dinge weitergegeben, welche man von sich selbst aus auch berichtet, und diese auch nur an die Anwesenden Mitglieder, ggf. werden diese innerhalb der Gruppe weitergegeben, hierfür gibt es keine Regelungen. Anders als bei den digitalen Netzwerken, werden hier keine Standortdaten außer der punktuellen Anwesenheit gesammelt, ebenso werden auch keine aussagen oder Kommentare festgehalten und für Dritte und Werbung verwendet. Bei dem Fußballverein handelt es sich um ein privat genutztes Netzwerk.

Lerngruppe:

Die Lerngruppe ist ein privat genutztes Netzwerk im öffentlichen Raum, hierbei haben sich gleichgesinnte zusammengeschlossen um gemeinsam zu lernen, die Mitgliedzahl ist variabel aber meist eher klein (3-7 Personen). Je nach Vereinbarung untereinander, werden hier Nummern ausgetauscht und eine Chatgruppe gebildet, es kann aber auch einfach auf mündlichen Abmachungen basieren, wie z.B. dass man sich jeden Mittwoch um 17h an einem bestimmten Ort trifft, in dem Fall müssen dann keine Telefonnummern oder ähnliches ausgetauscht werden. Hier wissen die jeweiligen Mitglieder zumindest den Namen von einander, meist kennt man sich aus verschiedenen Lehrveranstaltungen. Hier wird auch nur das was man selbst sagt von einem preisgegeben. Werbung findet wenn nur indirekt statt, sofern ein Mitglied etwas aus eigener Motivation heraus bewirbt.

Abschließend bleibt also zu sagen, dass man sich immer auch bewusst sein sollte, welche Informationen man wo und mit wem teilt, was einmal gepostet ist, ist für immer online abgespeichert. Dass die digitalen Sozialen-Netzwerke wie Facebook, Instagram usw. Daten über die eigene Person und das Verhalten sammeln und diese auch verwenden. Das es bestimmt Sinn macht sich mit den Richtlinien eines Netzwerks vertraut zu machen und einen Blick in die Einstellungen zu werfen.

Quellen:

https://praxistipps.chip.de/facebook-was-ist-das-einfach-erklaert_41486, Stand:24.05.2020

https://praxistipps.chip.de/was-ist-whatsapp-und-wie-funktioniert-es_2260 , Stand: 24.05.2020

https://www.netzwelt.de/tutorial/159827-facebook-so-schuetzt-privatsphaere-app.html, Stand:24.05.2020

https://medium.com/lumenbrowser/instagram-die-wichtigsten-privatsphaere-einstellungen-cb7ea63480c6, Stand 24.05.2020

https://magazin.sofatutor.com/schueler/was-duerfen-instagram-whatsapp-und-facebook-mit-meinen-fotos-machen/, Stand 24.05.2020

verfasst von Esmeralda Beganovic-Ramic und René Hans

03 Jun

Instagram: Immer mehr Personen nutzen Instagram für berufliche Zwecke

Instagram ist neben Facebook, Youtube, Snapchat und Twitter nur eine vieler Online- Plattformen, die zum Austausch und zur Kommunikation genutzt wird. Für einen großen Teil unserer Gesellschaft ist Instagram aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, daher nutzen immer mehr Personen die App auch für berufliche Zwecke. Nun stellt sich die Frage, warum ist Instagram so beliebt und wie kann die App auch beruflich genutzt werden?

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Quelle: Pixabay

Nun, eine wichtige Sache dabei ist, dass Instagram sehr leicht über eine gratis App zugänglich ist, somit benötigt es nur einige wenige Klicks bis die App am Handy installiert und das eigene Profil erstellt worden ist. Fotos und Videos können hochgeladen, mittels Filter bearbeitet und anschließend geteilt werden. Die Nutzer können dies entweder mit „gefällt mir“ markieren oder gleich einen Kommentar dazu abgeben. Daneben können Stories erstellt und geteilt werden, sowie Nachrichten und Sprachnachrichten versendet werden. Seit neuestem gibt es auch die App „Instagram TV“, die vor allem für die Business Branche erstellt wurde.

Mittlerweile kann man sagen, das fast jeder jemanden kennt, der Instagram privat oder beruflich nutzt, daher stellt sich die Frage: Wie viele Nutzen Instagram eigentlich weltweit?

Quelle: Pixabay

Dank der Website „Statista“ findet man schnell eine Vielzahl an Daten zu Instagram. Mittlerweile nutzen 1.000 Millionen Menschen Instagram weltweit. 76 % von 5243 Befragten Marketingverantwortlichen, nutzen die App für Unternehmerische Zwecke. Als Gründe dafür, wurden folgende angegeben: das Darstellen von Produkten und die Gewinnung von neuem Personal. (vgl. statista research Department, 12.05.2020. Anteil der Unternehmen, die folgende Social-Media-Plattformen nutzen weltweit im Januar 2020. Verfügbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/71251/umfrage/einsatz-von-social-media-durch-unternehmen/)

Instagram als Inspirationsquelle für Lehrkräfte

Als angehende Lehrpersonen hatten wir großes Interesse daran, wie Lehrkräfte Instagram in diesem Berufsfeld nutzen. Wir können befürworten, dass Instagram häufig als Inspirationsquelle für den eigenen Unterricht angesehen wird. Viele Lehrer*innen teilen auf Instagram ihre Ideen, Anregungen und Materialien für den Unterricht. Für viele stellt das eine gute Möglichkeit dar, um sich Anregungen für das eigene Stundenbild zu suchen. Erfahrungen, Gedanken und Meinungen können ebenfalls geteilt werden. Es stellt eine große Vernetzung für Lehrer*innen und angehende Lehrkräfte dar und man bekommt eine Vielzahl an Informationen zu aktuellen Bildungsthemen zur Verfügung gestellt. (vgl. Kroker Bettina, 23.01.2010. Social Media als Hilfsmittel für Lehrerinnen und Lehrer. Verfügbar unter: https://www.betzold.at/blog/social-media/.)

Instagram TV- Die neue App

Wie bereits erwähnt, gibt es jetzt für den beruflichen Nutzen die neue App „Instagram TV“. Angelehnt an die bereits zur Verfügung gestellte Funktion Videos hochzuladen, wurde diese neue App am 20.06.2018 erstellt. Sie bietet neue Funktionen, die das Zusehen hochgestellter Videos erleichtern sollen. Dazu gehören das vertikal ausgerichtete Vollbild, das automatische Abspielen von Videos, ohne selbst danach suchen zu müssen, sowie das automatische Abspielen von Video-Machern, die man sich bisher schon öfters auf Instagram angesehen hat. Das eigene Drehen und Hochladen von Videos stellt eine weitere Funktion der App dar. Für Business Branchen hat es den Vorteil, dass sie noch leichter und direkter an ihre Zielgruppe herantreten können und ihre Branche dadurch schneller entdeckt werden kann. Durch abwechslungsreiche und spannende Videos können Unternehmen ihre Produkte präsentieren.

Wir haben zum Thema „Vernetzung“ Yogalehrerin Nicole interviewt, die Instagram für ihren Beruf nutzt und online Kurse für ihre Follower anbietet. Hier könnt ihr euch unseren Podcast anhören:

Literatur:

Verfasst von: Daniela Viozzi, Denise Bakalla, Tamara Luttenberger

07 Jan

Fake News erkennen!

Quelle: https://cdn.pixabay.com/photo/2017/09/08/03/51/corruption-2727571_960_720.png

Was sind Fake-News?

Fake-News, auch HOAX genannt, sind Falschmeldungen, die durch das Internet verbreitet werden. Oft handelt es sich dabei um harmlose Scherzmeldungen und Kettenbriefe. Jedoch werden vermehrt auch Horrormeldungen, hetzerische Artikel, Fake Fotos und betrügerische sowie oftmals falsche politische Meldungen in den Umlauf gebracht. 

Falschmeldungen haben das Ziel möglichst viele Menschen zu schockieren, verunsichern aber auch gegen eine bestimmte Sache aufzuhetzen. In Zeitalter der Sozialen Medien ist es sehr einfach Falschmeldungen zu produzieren und zu verbreiten. 

Wie erkenne ich Fake-News?

Falschmeldungen sind meistens harmlos. Jedoch besteht die Gefahr sich durch verschiedene Phishing-Mails, Scams oder Spam mit einem Klick Schadsoftware einzufangen. Woran erkennt man nun solche Hoaxes und Falschmeldungen? 

  • Skeptisch sein und hinterfragen! – Die Sprache aber auch die gefälschten Bilder sind meistens sehr drastisch. Das könnte ein Hinweis auf Fake- News sein. 
  • Quellen bewerten
  • Bilder mit der umgekehrten Bildersuche überprüfen. (Bsp: images.google.com)
  • Meldefunktionen in sozialen Netzwerken nutzen und Fake-News melden.  
  • Selber mit Vorsicht Beiträge teilen. Teile nicht alles, ohne es zu hinterfragen!

Podcast zum Thema Fake News:

Verfasst von Andrea Karacic, Sarah Berndt, Felix Gassmann, Nadja Johanna Waltl.

Quellen:

Amann-Hechenberger, B. et. al,. (2019). Unterrichtsmaterial: Wahr oder falsch im Internet? Informationskompetenz in der digitalen Welt. (4. Auflage). Wien: Saferinternet.at/Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation.

https://www.jugendportal.at/factorfake/fake-news-erkennen

https://www.saferinternet.at/faq/informationskompetenz/wie-erkenne-ich-falschmeldungen-im-internet/

25 Nov

Wie erkenne ich Fake News?

Quelle: https://www.jugendportal.at/factorfake/fake-news-erkennen

1. Tipp:  Sei skeptisch – hinterfrage!

Der erste Eindruck muss nicht immer der Richtige sein! Wenn du reißerische Formulierungen und drastische Bilder siehst, sei skeptisch!

2. Tipp: Hoax-Datenbank

Um Fake News auf die Spur zu kommen, überprüfe die Schlagzeile einfach mit Onlinediensten wie zum Beispiel hoaxserach. Den Link findest du hier: http://www.hoaxsearch.com.

3. Tipp: Quellen bewerten

Überprüfe die Glaubwürdigkeit des Artikels und recherchiere wer hinter dem Artikel steht. Wenn bei dem Artikel kein Verfasser oder keine Verfasserin angegeben sind oder die Website nicht vertrauenswürdig ist, bitte sei vorsichtig!

4. Tipp: Bilder überprüfen

Fotos und Video können leicht manipuliert werden, lass dich davon nicht täuschen. Wenn du sicher gehen willst, ob das Foto echt ist, kannst du es mit der „umgekehrten Bildersuche“ (Reverse image search) überprüfen.

5. Tipp: Mit Vorsicht teilen

Bevor du etwas in den sozialen Medien teilst, hinterfrage den Wahrheitsgehalt der Nachricht.


In folgendem Video von Saferinternet.at siehst du Schritt-für-Schritt wie man Fake News erkennt:


verfasst von Katrin Halwachs, Sabrina Obergriessnig, Hatidza Zukanovic


Quellen:
Jugendportal.at: Fake News erkennen. Abrufbar unter: https://www.jugendportal.at/factorfake/fake-news-erkennen (25.11.2019).



25 Nov

Was sind Fake News?

Quelle: Oscar Redaktion, https://www.oscar-am-freitag.de/stadt-und-landkreis-gotha/gefaehrden-fake-news-die-demokratie

Unter Fake News werden falsche Nachrichten verstanden, welche häufig über das Internet verbreitet werden. Zum Verbreiten solcher Fake News werden oft soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter, oder auch die Videoplattformen Youtube verwendet. Themen, welche in dieser Zeit viel Aufmerksamkeit bekommen, werden dafür herangezogen.

Solche mit Vorsatz falsch erstellten Nachrichten haben den Zweck, die Menschen zu schockieren, damit diese die Nachricht weitergeben und sich somit die Nachricht in den Netzwerken verbreitet. Meist werden diese Fake News speziell einer Person oder Gruppierung zugeschrieben, damit diese in ein schlechtes Licht gerückt werden.

Nachfolgend finden Sie unseren Podcast zum Thema „Fake News“. Wir haben mit Matthias Jax von Saferinternet.at gesprochen:


Quellen:
Oscar am Freitag: Gefährden Fake-News die Demokratie? Àbrufbar unter: https://www.oscar-am-freitag.de/stadt-und-landkreis-gotha/gefaehrden-fake-news-die-demokratie (25.11.2019).

30 Mai

Wie ist es möglich das Netz zu nutzen, ohne zuviel von sich preis zu geben?

Da diese Frage äußerst umfangreich ist, möchten wir uns mit der Beantwortung auf den Bereich Sozial- Media- Facebook begrenzen:

Datenschutz & Privatsphäre

Ob die Teilnahme an sozialen Netzwerken empfehlenswert ist oder nicht, müssen Userinnen und User für sich selbst entscheiden. Manche Menschen verweigern sich Online-Communitys, oftmals, weil sie ihre Daten nicht an die Unternehmen weitergeben wollen oder Angst haben, dass diese missbraucht werden. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die ihr ganzes Leben öffentlich führen: einen Blog über ihre Weltreise betreiben, Fotos von Partys teilen oder aktiv Content posten – und das alles unter ihrem echten Namen. Zwischen Verweigerung und Online-Exhibitionismus gibt es aber auch die Möglichkeit, soziale Netzwerke zu nutzen, ohne das komplette Leben offenzulegen. Viele Nutzerinnen und Nutzer machen von den Communitys Gebrauch, um sich mit anderen zu vernetzen und sich zu informieren, ohne selbst allzu viel preiszugeben. Gemeinhin werden Nutzerinnen und Nutzer, die überwiegend passiv – also nur lesend – teilnehmen, als „LURKER“ bezeichnet.

Besonders die etablierten sozialen Netzwerke erkennen die Datenschutzbedürfnisse ihrer Userinnen und User an und bessern auch regelmäßig nach. Diesbezüglich werden verschiedene Möglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre geboten, beispielsweise die Einschränkung des Zugriffs auf ein Profil. Bei vielen sozialen Netzwerken sind die Profile standardmäßig auf „öffentlich“ gestellt, sodass sie über Suchmaschinen gefunden werden können. So können selbst nicht registrierte Userinnen und User ein Profil (oder Teile davon) finden und einsehen. Prinzipiell ist es daher zu empfehlen, das eigene Profil auf „nicht öffentlich“ umzustellen. Es ist dann nur für jene Mitglieder sichtbar, die vorher als Kontakt bestätigt wurden.

Lurker: („to lurk“, Engl. lauern, schleichen.) Userinnen und User von sozialen Netzwerken, die nur passiv am Online- Geschehen teilnehmen und kaum aktiv Content produzieren.

Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen sollten sich Userinnen und User immer des Risikos bewusst sein, dass sie ihre Daten einem Online-Dienst anvertrauen. Nicht alle Dienste sind so privat, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. In der Vergangenheit kamen bei einigen Dienstanbietern immer wieder Sicherheitslücken zutage, die Angriffsfläche für Hackings und Datenklau boten. Ebenso sollten Nutzerinnen und Nutzer berücksichtigen, dass auch bei Postings mit illegalen Inhalten rechtliche Schritte folgen können. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und Tatbestände wie Verhetzung, Rufschädigung, Erpressung oder Stalking sind auch online rechtswidrig. Gerade in jüngster Zeit häufen sich Verurteilungen in Zusammenhang mit rechtswidrigen Postings in sozialen Netzwerken.

Facebook bietet seinen Userinnen und Usern verschiedene Vorkehrungen, um genau kontrollieren zu können, wer welche Daten einsehen und mitlesen kann. Eine neue Funktion, die Nutzerinnen und Nutzern dabei helfen soll, ist der „blaue Sicherheitsdinosaurier“. Mit diesem Sicherheitscheck können die wichtigsten Einstellungen in drei kurzen Schritten vorgenommen werden.

Ganz grundlegend können Mitglieder selbst entscheiden, welche ihrer persönlichen Daten für andere sichtbar sind (Geburtsdatum, Kontaktinformation etc.), ebenso ihre Fotos und Postings. Diese sollten unbedingt auf den Freundeskreis eingeschränkt werden.

Zusätzlich können die Online-Freundinnen und -Freunde in Untergruppen sortiert werden; hier können Nutzerinnen und Nutzer für jeden angelegten Personenkreis („Liste“) eigene Regeln erstellen und so zum Beispiel festlegen, dass die Arbeitskolleginnen und -kollegen nicht die Urlaubsfotos sehen, die Familienmitglieder aber schon. Auch gibt es mit der Profilvorschau die Möglichkeit zu überprüfen, wie das eigene Profil aus der Sicht eines anderen Mitglieds aussieht.

Facebook bietet viele verschiedene Anwendungen an (Spiele, Quiz etc.). Diese werden von Drittanbietern betrieben. Um diese Anwendungen nutzen zu können, wird der Zugriff auf die Nutzerdaten verlangt. Teilweise können Drittanbieter auch über Freundinnen und Freunde an die eigenen Daten gelangen. Es empfiehlt sich dringend, diese Option einzuschränken und auch bei den eigenen Anwendungen regelmäßig „auszumisten“. Zuletzt sollten Nutzerinnen und Nutzer von Facebook die Markierungsfunktion deaktivieren, sodass sie nicht mehr in Fotos oder Beiträgen markiert – also verlinkt – werden können („getagget“).

Zu guter Letzt ein Tipp, der nicht die Sicherheit, aber vielleicht die Nerven schützt: das Blockieren von Spielen und Anwendungen. Keine lästigen Spieleeinladungen von anderen Facebook-Userinnen und -Usern mehr!

Die wichtigsten fünf Tipps für mehr Privatsphäre auf Facebook:

Sichtbarkeit: Postings und Fotos sollten nicht für die Öffentlichkeit freigeschaltet werden; Gruppen für verschiedene Inhalte verwenden (z.B. Familie, Arbeit etc.).

Persönliche Informationen: Möglichst wenige persönliche Informationen preisgeben, Adresse- und Kontaktdaten sollten tunlichst nicht veröffentlicht werden; zumindest eine leichte Abwandlung des eigenen Klarnamens  sollte verwendet werden (z.B. Kathi Müller statt Katharina Müller).

Anwendungen blockieren: Drittanbieter verlangen Zugriff auf persönliche Daten und können diese auch über die eigenen Freundinnen und Freunde sammeln–diese Möglichkeit sollte unbedingt deaktiviert werden.

Suchmaschinen: Das Profil auf „privat“ schalten, sodass es nicht in den Ergebnissen von Suchmaschinen auftaucht.

Profilvorschau nutzen: Das Profil aus der Sicht von befreundeten Nutzerinnen und Nutzern ansehen, um sicherzugehen, dass nur die gewünschten Informationen einsehbar sind.

vgl.: Privatsphäre-Facebook

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Kinder sensibilisiert werden müssen, gewissenhaft mit persönlichen Daten im Internet umzugehen.

Hier gilt zusammenfassend:

Schärfen Sie Ihrem Kind ein, sich stets unter einem Nickname (Spitz- oder Phantasienamen) im Netz zu bewegen. Besorgen Sie ihm eine zweite E-Mail-Adresse, die es beim Surfen verwenden kann und die keine Hinweise auf die tatsächliche identität [sic!] Ihres Kindes liefert; die reguläre Adresse bleibt für Freunde reserviert. Warnen Sie Ihr Kind davor, sich in Communitys und sozialen Netzwerken erkennbar zu machen. Machen Sie die Installation von Apps zur Elternsache. Lesen Sie nach, welche Rechte sich eine App herausnimmt, und begrenzen Sie, wenn möglich, die Rechte.“

Nützliche Beiträge zu diesem Thema

29 Mai

Sollte man als Lehrperson in sozialen Netzwerken anders agieren?

Facebook, Twitter, WhatsApp …. Diese neuen Medien sind Realität und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Dies gilt umso mehr für die Generation der „digital natives“ – praktisch jede Schülerinnen und jeder Schüler hat heute einen Internetzugang oder ein Smartphone und benutzt diverse soziale Netzwerke.

Doch wie soll man als Lehrperson mit diesem Faktum umgehen, wie soll man sich verhalten, wenn von Schülerinnen und Schülern Freundschaftsanfragen kommen?

Jeder Lehrer und jede Lehrerin wird früher oder später in diese Situation kommen, doch wie würden wir auf so eine Freundschaftsanfrage reagieren. Sicher fühlen wir uns geschmeichelt, wenn Schüler und Schülerinnen mit uns befreundet sein wollen, doch können Lehrer und Lehrerinnen und Schüler und Schülerinnen Freunde sein? Will ich dass meine Schüler und Schülerinnen private Informationen von mir lesen können? Will ich als Lehrer oder Lehrerin private Informationen von Schülern und Schülerinnen lesen können? Diese Fragen sollte man sich stellen bevor man eine Freundschaftsanfrage von Schüler und Schülerinnen beantwortet. Wir, die Autoren dieses Blogs nehmen keine Freundschaftsanfragen von Schülerinnen und Schülern an. Als Lehrer und Lehrerin ist man eine Respektsperon, man sollte ein Vorbild sein. In sozialen Netzwerken ist die Gefahr sehr groß, dass diese Grenzen verschwimmen.

„Lehrer und Schüler können keine Freunde sein“ – In Deutschland haben sich einige Landesregierungen dieser Thematik angenommen und Richtlinien für Staatsbedienstete veröffentlicht, in der Lehrern und Lehrerinnen empfohlen wird, Freundschaftsanfragen auf Facebook von Schülerinnen und Schülern zurückzuweisen. Die größte Problematik sieht das bayrische Kultusministerium darin, dass nicht alle Schüler und Schülerinnen gleich behandelt werden können. Man ist nicht mit jedem einzelnen Schüler und Schülerin befreundet beziehungsweise hat nicht jeder Schüler und Schülerin einen Zugang zu Facebook. Schulbezogenene Informationen erhalten somit nur diejenigen Schüler und Schülerinnen die diese Plattform nutzten (siehe derstandard.at).

In Österreich gibt es derzeit weder gesetzlichen Regelungen noch offizielle Empfehlungen. Im Sinne des Unterrichtsprizips digitale Medienerziehung (Details unter mediamanual.at) ist es jedoch unabdinglich, den Umgang mit Sozialen Medien zu adressieren.

Ganz anders sieht dies Catrin Kurtz, eine Lehrerin aus Bayern: „Die Augen vor der Lebenswirklichkeit der Schüler zu verschließen, ist zu einfach – Hinschauen ist Pflicht von Pädagogen und Eltern. Ja, ich bin bei Facebook. Ja, ich bin dort auch mit Schülern befreundet. Und ja, das alles, obwohl auch den bayerischen Lehrern nahegelegt wurde, ihre Facebook-Accounts zu löschen.“ (Zitiert aus Sueddeutsche Zeitung). Die in diesem Blog vertretene Argumentation ist schlüssig: glaubhafter Ansprechpartner einer kritischen Mediennutzung zu sein.

Wir meinen, Freundschaftsanfragen von Schülerinnen und Schülern sollte man nicht als solche annehmen, man sollte aber sehr wohl in einem Gespräch darauf reagieren. Das Ziel eines solchen Gespräches kann z.B. sein, respektvoll aber bestimmt darauf zu verweisen, die eigene Privatsphäre im Lichte des Verhältnisses Lehrerin bzw. Lehrer – Schülerin bzw. Schüler nicht öffentlich zu gestalten – im Sinne beider. Es spricht allerdings nichts gegen eine online Lernplattform wie zum Beispiel Moodle zu benutzen. Auf solchen Seiten kann man über schulische Sachen diskutieren oder nachfragen wenn man etwas nicht verstanden hat, ohne in Gefahr zu geraten zu viel Privates von sich preis zu geben.

Immer noch ratlos? Der Schweizer Dozent Philippe Wampfler adaptierte 2012 die Social Media Guidelines des ORF zu einem Leitfaden für Lehrberufe (siehe schulesocialmedia.com), diesen Leitfaden in sozialen Netzwerken und auch außerhalb zu beherzigen kann in keinem Falle falsch sein:

1. Tue nichts Dummes!
2. Man ist im Internet nie nur Privatperson, sondern wird als auch Lehrperson wahrgenommen.
3. Achte auf deinen Ruf und auf den deiner Schule.
4. Tue nichts, was Zweifel an deiner Qualifikation für den Lehrberuf und an deiner Fairness gegenüber deinen Schülerinnen und Schüler auslösen könnte.
5. Zeige Fingerspitzengefühl bei politischen, religiösen und anderen heiklen Themen.
6. Schreibe nichts, von dem du nicht willst, dass es auch morgen oder in einigen Jahren noch auf dem Netz zu finden sein wird.
7. Soziale Netzwerke sind Werkzeuge, keine Spielzeuge.
8. Interagiere mit Schülerinnen, Schülern und anderen Lehrpersonen.
9. Bleibe höflich.
10. Kümmere dich um deine Privatsphäreneinstellungen.
11. Halte dich auch im Netz an Gesetze – insbesondere ans Urheberrecht.


Weiterführende Informationen, Quellen und Links:

http://derstandard.at/1373514129478/Facebook-Verbot-fuer-Lehrer-umstritten (Zugriff 27.5.2015, 14:08)
http://www.sueddeutsche.de/bildung/lehrer-blog-ich-bin-bei-facebook-mit-schuelern-befreundet-1.1811901 (Zugriff: 27.5.2015, 14:30)
http://www.mediamanual.at/mediamanual/leitfaden/medienerziehung/grundsatzerlass/index.php (Zugriff 27.5.2015, 19:30)
http://schulesocialmedia.com/2012/03/21/social-media-guidelines-fur-lehrpersonen/ (Zugriff 27.5.2015, 15:00)
https://moodle.org/

25 Nov

Wie gefährlich sind Klassen-Facebook-Gruppen?

Für viele Menschen wäre ein Leben ohne soziale Netzwerke wohl nicht mehr denkbar. Sei es nun Facebook, Twitter, Google+ oder ähnliches, man ist 24 Stunden pro Tag mit seinen Freunden und Mitmenschen vernetzt. Der Vormarsch der Smartphones spielt hierbei eine wesentliche Rolle, es dauert meist keine 10 Sekunden, bis man im sozialen Netzwerk seiner Wahl online ist und sich mitteilen kann.

Welchen Einfluss haben soziale Netzwerke auf Kinder und Jugendliche?
„Soziale Netzwerke sind für Teenager Alltag. Sie sind aus dem Kinderzimmer nicht mehr zu verbannen“, sagt Heinz Thiery von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke).“ (http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article106324670/So-schuetzen-Sie-Ihre-Kinder-bei-Facebook.html am 25.11.2014) Nun ist das Medium Facebook per se nichts Schlechtes für Jugendliche: Klassen Gruppen können dafür genutzt werden, sich gegenseitig auszutauschen und zu unterstützen. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass das mit der Einführung von sozialen Netzwerken aufgetretene Phänomen des „Cybermobbings“ dadurch gefördert wird.
Entscheidend ist der Umgang, bzw. das notwendige technische Verständnis, wie man sich in einer virtuellen Welt verhält. Kinder und Jugendliche sind sich den Auswirkungen Ihres Online Verhaltens und Auftretens oft nicht bewusst. „Offiziell verwehrt der Marktführer Kindern den Zugang. In den Nutzungsbedingungen heißt es: „Wenn du jünger als 13 Jahre bist, versuche bitte nicht, dich für Facebook zu registrieren oder uns personenbezogene Daten über dich zur Verfügung zu stellen.“ Doch die Altersbeschränkung lässt sich bei der Anmeldung einfach umgehen. Es reicht, ein falsches Geburtsdatum anzugeben – und schon ist ein Nutzerprofil erstellt.“ (http://www.stern.de/digital/online/kinder-in-sozialen-netzwerken-gefaehrliche-freundschaften-1727927.html am 25.11.2014) Doch auch Jugendliche, welche das empfohlene Mindestalter erreicht haben, sind mit den Einstellungen zur eigenen Privatsphäre rasch überfordert.

Welche Gefahren birgt die Nutzung von Facebook?
Cyber-Mobbing:
Unter Cyber-Mobbing versteht man das das bewusste Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen von Personen im Internet, meist über einen längeren Zeitraum. Facebook bietet hier die idealen, in dem Fall negativen, Voraussetzungen: Inhalte verbreiten sich schnell, finden vor einem großen Publikum statt und lassen sich oft nicht mehr entfernen.

Suchtfaktor:
Für viele Kinder und Jugendliche wird die Nutzung von Facebook zur Sucht. Sie vernachlässigen dann alles andere, was ihr Leben bisher ausmachte (Schule, Sport, Kontakt mit Freunden abseits des Internets) und schaffen es nicht, ihren Konsum in einem angemessenen Rahmen zu halten.

„Zweifelhafte“ Kontaktaufnahmen:
Auf Facebook oder anderen sozialen Netzwerken ist Gefahr sehr groß, mit pornografischen, gewaltverherrlichenden oder illegalen Inhalten konfrontiert zu werden. Auch sollte man darauf bedacht sein, nicht zu viel Information über sich preis zu geben. Telefonnummern, E-Mail- und von Wohnadressen sollten niemals auf Facebook veröffentlicht werden.

Wie kann man Kinder vor potentiellen Gefahren schützen?
Zwar könnte man versuchen, Kindern die Nutzung von Facebook zu verbieten, in der Realität wird dies aber wenig bis gar nicht durchführbar sein. Es wäre wünschenswert, dass sich die Eltern über diverse Schutzmöglichkeiten informieren und dies mit den Kindern besprechen, in unserem zukünftigen Wirkungsbereich, der Neuen Mittelschule, ist uns die Unterstützung der Eltern jedoch keinesfalls gewiss. Also sollte man auch in der Schule, z.B. im Rahmen des Informatikunterrichts, auf die Gefahren von sozialen Netzwerken hinweisen und mögliche Präventivmaßnahmen mit den Kindern durchgehen.

Links:

www.du-bist-smart.de (am 25.11.2014)

www.klicksafe.de (am 25.11.2014)

http://www.t-online.de/eltern/erziehung/kinder-sicher-im-netz/id_49027468/kinder-auf-facebook-sechs-tipps-fuer-eltern.html (am 25.11.2014)