13 Apr

Können Pc Spiele oder Apps die Lernbereitschaft und Motivation der Kinder steigern?

Dieser Anblick ist heutzutage nicht mehr wegzudenken. Kinder sitzen in den Schulen, zu Hause oder draußen irgendwo versunken in der Welt der Smartphones oder Tablets. Mit sogenannten Apps (Kurzform für Application), die sie sich mit Hilfe der Erwachsenen aus den jeweiligen Stores runterladen, vertreiben sie sich die Zeit.

Laut etlichen Studien nutzen etwa ein Drittel der Kinder, die zwischen 6 und 9 Jahre alt sind, regelmäßig ein Tablet. So verschrien die Apps bei den Erwachsenen sind, da sie die Suchtgefahr fördern könnten, so hilfreich können sie beim Lernen sein. Eltern erkennen diese kindgerechten unter folgenden Punkten:

  • Gute Apps für Kinder sind leicht bedienbar
  • Sie sind nicht überladen
  • Sie sind übersichtlich
  • Gewalt- und Werbefrei
  • Spiele sollten abgespeichert werden können

Wichtig dabei ist außerdem, dass Erwachsene die App vorher selber testen sollten, auch jene, die auf dem jeweiligen Gerät schon vorinstalliert waren. Laut Experten steigern solche Lernapps die Lernbereitschaft der Kinder. Lesen und Rechnen werden auf spielerische Weise gefördert. Das Lernen selbst wird von den Kindern als Teil des Alltags empfunden. Auch wird nicht strikt zwischen Spiel und Spaß getrennt. Laut Sven Ehrmann, ein Telekommunikationsexperte aus Deutschland, verbessern Kinder dadurch ihre Medien- und Computerkompetenzen, was absolut kein Fehler sei, denn PCs sind heutzutage einfach nichtmehr wegzudenken.

Experten empfehlen, dass sich Kinder im Alter von bis zu fünf Jahren maximal eine halbe Stunde pro Tag mit dem Tablet beschäftigen sollten. Eine Stunde täglich reicht für Kinder bis zum neunten Lebensjahr. Ab dem neunten Lebensjahr kann man dann eine bestimmte Wochenstundenzahl vereinbaren. Damit Eltern ihr Kind auch ohne dauernde Aufsicht mit den Lernapps spielen lassen können, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden:

  • Geben sie nur die Lernapps frei und nichts anderes
  • Sperren sie den Internetzugang und schalten sie die Downloads aus
  • Es sollte ein eigener Benutzerzugang angelegt werden
  • Schutzprogramme installieren, um kritische Inhalte zu blockieren

Am wichtigsten ist jedoch, dass das Kind Spaß an der Lernapp hat, denn ohne den nötigen Spaßfaktor, hilft auch die beste App nichts.

Quellen:

http://www.verivox.de/nachrichten/kinder-tablets-wie-sich-spielspass-und-lernen-verbinden-lassen-102038.aspx

http://blog.toptarif.de/kinderapps-worauf-eltern-achten-sollten/

Weiterführende Links:

https://www.saferinternet.at/datenschutz/

http://jugendschutz.net/

http://www.internet-abc.at/eltern/gefahren-internet.php

http://bestekinderapps.de/kinder-lern-apps

Verweis auf ähnliche Blogeinträge:

Game based learning: Können Kinder beim Computer spielen was lernen?

http://phoodle.phwien.ac.at/mod/forum/discuss.php?d=7089&parent=11843

 

Können Computerspiele die Lernbereitschaft und Motivation von SchülerInnen steigern?

http://phoodle.phwien.ac.at/mod/forum/discuss.php?d=7089&parent=11969

 

 

30 Jan

Was halten Sie davon, dass in manchen Schulen anstatt Bücher Tablets verwendet werden?

Umformuliert kann man die Frage stellen, ob es Sinn macht, für gewisse Inhalte mit Tablets zu arbeiten. Eine Möglichkeit mit Tablets zu arbeiten ergibt sich natürlich, wenn Literatur gelesen werden soll. Es können so Bücher gewählt werden, die frei verfügbar als Download angeboten werden oder zumindest billiger zu erwerben sind, als ein gedrucktes Buch. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Lehrperson eine Auswahl an Büchern zur Verfügung stellt, aus denen die Schüler ein Buch wählen können.

Durch die Nutzung von Tablets ist es möglich den Unterricht nach draußen zu verlagern. So kann beispielsweise im Biologieunterricht mit Hilfe eines Tablets die Umgebung der Schule erkundet werden, und die Pflanzen die sich in der Umgebung befinden bestimmt werden (Link: http://www.lehrer-online.de/tablets-im-unterricht.php). Die Verlagerung des Unterrichts aus dem Klassenzimmer ins Freie lockert die Atmosphäre, in der der Unterricht stattfindet auf, sorgt für Abwechslung und somit eine höhere Motivation der Schüler/innen. Zudem wird so aufgezeigt, dass der Inhalt der Biologiestunde praxisnah ist. Ein weiterer Vorteile ist, dass Arbeitsaufgaben auf dem Tablet gelöst und so geordnet abgerufen werden können.

Es ist zu beobachten, dass immer mehr Tablets in Schulen zum Einsatz kommen. „Schalte dich mal eben auf die Tafel, und zeig deinen Lösungsweg“, so beginnt ein Artikel der in der Zeit erschienen ist (http://www.zeit.de/2013/30/digitaler-unterricht-tablet-pcs). In dem Artikel werden Vorteile und Nachteile, die sich beim Einsatz von Tablets ergeben, erläutert. Es wird zu Beispiel darauf verwiesen, dass bei Einsatz von Tablets der Prozess des Schreibens zu kurz kommen kann.

Beim Einsatz von Tablets ist, wie bei anderen Arbeitsmitteln, ist es wichtig einen geeigneten Zweck für diese Verwendung zu finden. Es soll kein Selbstzweck sein, diese im Unterricht einzusetzen. Richtig eingesetzt überwiegen die Vorteile. Fraglich ist, ob sich Tablets grossflächig an allen Schulen durchsetzen, da die Anschaffungskosten relativ hoch sind. An Schulen muss festgelegt werden, wer für den technischen Support verantwortlich ist, da sonst bei technischen Problemen ein Arbeiten nicht mehr möglich ist. Der Einsatz digitaler Geräte im Unterricht wird unserer Meinung nach in Zukunft zunehmen, da Lehrer/innen Generationen, die mit dem Gebrauch solcher Geräte vertraut sind, den Lehrberuf ausüben werden.

Thomas Gebhart, Benjamin Resetarits