07 Jan

Exkursion: Medienzentrum wienXtra – Studio, Equipment und Schnitt

Name: Edina Cehic

Exkursionsort: Medienzentrum wienXtra in der Zieglergasse 49, 1070 Wien

Thema: Medienprojekt filmen, schneiden und produzieren

Datum des Besuchs: 7. Jänner 2020

Persönliche Eindrücke
Ein Medienprojekt selbst zu erarbeiten und zu gestalten, erschien mir bis zu dem Zeitpunkt des Besuchs im Medienzentrum wienXtra als sehr aufwändig. Oft schwirren viele und unterschiedliche Ideen im Kopf herum, sodass man nicht weiß, wo man genau ansetzen soll. Hierbei können die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Medienzentrums wienXtra helfen, indem sie auch als Berater und Beraterinnen mit kreativen Vorschlägen und technischer Unterstützung wirken. Dies ist vor allem für jene Personen hilfreich, die gerne ein Medienprojekt starten wollen, sich jedoch aufgrund von mangelnder Medienkompetenz nicht dazu überwinden können. 

Um ein Medienprojekt verwirklichen zu können, steht ein Studio im Medienzentrum WienXtra zur Verfügung. Dieses ist mit vielen unterschiedlichen technischen Geräten ausgestattet, die reserviert und ausgeborgt werden können. Dabei reicht das Equipment von Kameras und Mikrofonen bis hin zu großen Videoscheinwerfern und einer Musikanlage. Das Highlight des Studios ist jedoch die Bluebox, eine Wand, die unterschiedliche Hintergründe projizieren kann. Durch die Beratung mit einem Mitarbeiter/einer Mitarbeiterin des Medienzentrums wienXtra kann herausgestellt werden, ob die Bluebox tatsächlich für das eigene Medienprojekt geeignet ist. Die Bluebox schafft durch die vielen unterschiedlichen Hintergrundmöglichkeiten einen besonderen und beeindruckenden Effekt im Video. Daher können Landschaften, Räume und Figuren während des Videos im Hintergrund eingeblendet werden, während die Person im Vordergrund über bestimmte Themen spricht. Dies lässt den Anschein einer professionellen und interessanten Arbeit erwecken.

Neben dem Erarbeiten eines Medienprojekts stellt das Medienzentrum wienXtra auch viele unterschiedliche Workshops und Veranstaltungen zur Verfügung, die den Fokus auf die Medienbildung und Mediennutzung lenkt. Der Workshop Videokamera kompakt eignet sich dabei hervorragend, sich mit dem Studio und dem Verleih der Geräte vertraut zu machen. 

Medienpädagogische Praxis
Ein Medienprojekt kann auch mit der eigenen Klasse durchgeführt und umgesetzt werden. Dieses muss jedoch gut durchdacht und geplant sein, sodass eine Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum wienXtra zustande kommen kann. Das bedeutet, dass nicht nur das Thema und ein ungefährer Ablauf festgelegt wird, sondern jeder Schüler/jede Schülerin detaillierte und zuvor besprochene Aufgaben erhält. Somit ist ein Schüler/eine Schülerin für die Kameraführung verantwortlich, eine Gruppe von Kindern wirkt vor der Kamera, während wiederum andere für den Schnitt des Videos zuständig sind. Durch die Medienarbeit und dem Arbeiten im Studio lernen die Schüler/Schülerinnen demnach nicht nur das Schauspielern und Bedienen von technischen Geräten, sondern auch eigenständig und verantwortungsbewusst zu handeln. 

Empfehlung
Der Besuch im Medienzentrum WienXtra ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen. Es bietet sowohl für Einzelpersonen als auch Schulgruppen eine Möglichkeit, ein eigenes großes Medienprojekt aufzuziehen. Das Besondere am Medienzentrum wienXtra ist, dass professionelle und erfahrene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beim Medienprojekt unterstützend wirken. Somit ist man nicht auf sich allein gestellt und kann sich jederzeit bei Fragen an jemanden wenden. Die Beratung, das Studio und das Equipment stehen bis zum 22. Lebensjahr kostenlos zur Verfügung, es muss nur eine Reservierung erfolgen. 

07 Jan

Exkursion: ZOOM-Kindermuseum – Arbeiten im Trickfilmstudio

Name: Edina Cehic

Exkursionsziel: ZOOM Kindermuseum, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Workshop im Trickfilmstudio: Verdreht, vermischt und rausgefischt

Datum des Besuchs: 7. Jänner 2020

Persönliche Eindrücke
Schon beim Eintritt in das ZOOM-Kindermuseum erhält man einen sehr einladenden und kinderfreundlichen Eindruck. Im Allgemeinen ist es sehr bunt gestaltet und ladet die Kinder ein, Neues auszuprobieren und zu lernen. Das Trickfilmstudio stellt den Teil des Museums dar, der das Arbeiten und Produzieren mit Medien fördert. Es verfügt über Kameras, moderne Computerprogramme und zwei große Bildflächen, mithilfe derer eigenproduzierte und beeindruckende Trickfilme entstehen können. 

Zur angenehmen und lernanimierenden Atmosphäre tragen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Trickfilmstudios bei. Sie helfen den Kindern dabei, eigene Ideen zu finden, die technischen Geräte zu bedienen und schlussendlich eigene Trickfilme zu produzieren. Ihr Engagement, ihre Organisation, sowie auch ihre langjährigen pädagogischen Erfahrungen ermöglichen es, dass die Kinder positive Erfahrungen mit der Medienarbeit machen.

Relevanz für die medienpädagogische Praxis
Die Arbeit im Trickfilmstudio setzt sich als Ziel, die Kinder zu eigenständigen und kreativen Medienproduzenten und Medienproduzentinnen zu machen. Die Schüler und Schülerinnen lernen die Kameras, Mikrofone und Computerprogramme zu bedienen, indem sie von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen unterstützt werden. Daher stehen Experten und Expertinnen zur Verfügung, die den Kindern den richtigen und effizienten Umgang mit den Medien beibringen können. Doch nicht nur die Medienkompetenz, sondern auch die kreativen Fähigkeiten werden gefördert, indem die Kinder Handlungen für den Film planen und umsetzen, somit ihre Ideen realisieren.

Persönliche Stellungnahme
Ich kann einen Besuch im ZOOM-Kindermuseum auf jeden Fall empfehlen. Die Kosten betragen ab einer Gruppe von 10 Kindern 6 Euro, wobei der Eintritt für die Begleitpersonen frei ist. Wichtig ist, dass eine Reservierung vorgenommen werden muss. Das Trickfilmstudio kann mit einer Klasse oder auch mit einzelnen Kindern und Kindergruppen besucht werden. Meiner Meinung nach ist es bei vor allem größeren Kindergruppen wichtig darauf zu achten, dass alle Schüler und Schülerinnen miteinbezogen werden und somit am Trickfilm teilhaben. Denn dadurch können alle Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit erhalten, mit digitalen Medien zu arbeiten und dadurch ihre Medienkompetenz zu steigern. 

07 Jan

Exkursion ins ZOOM Kindermuseum – Trickfilm Studio

Name: Ljubica Zoric

Exkursionsziel: ZOOM Kindermuseum – Museumsquartier 1, 1070 Wien

Workshopthema: Trickfilmstudio – Verdreht, vermischt und rausgefischt!

Am Dienstag, 07.01.2020 haben meine Kolleginnen und ich das Zoom Kindermuseum besucht. Dieses hat seinen Sitz direkt am Museumsquartier, welches sich im siebenten Wiener Gemeindebezirk befindet. An sich hat das Museum eine sehr kinderfreundliche, aber auch bunte Atmosphäre, was sofort positive Auswirkungen auf einen selbst hat. Das Museum hat den Schwerpunkt „Kunst“ und ist auf vier Bereiche aufgeteilt (ZOOM Mitmachausstellung, ZOOM Atelier, ZOOM Trickfilmstudio und ZOOM Ozean). Zudem werden Besucherinnen und Besucher im Alter von 0 bis 14 Jahren zahlreiche Lern- und Forschungsmöglichkeiten angeboten. In diesen zahlreichen Workshops ist es den Kindern möglich Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln, zu spielen, zu forschen, sowie zu entdecken.

Das Trickfilmstudio ist ein Medienlabor, wo Schülerinnen und Schüler im Alter von 8 bis 14 Jahren einen eigenen Kurzfilm herstellen können. Der Raum an sich ist sehr dunkel, was im Endeffekt nichts Negatives ist, denn dies führt zu einem angenehmen Wohlbefinden. Außerdem ist der Raum mit einigen Kameras, Bildflächen sowie zwei Computertischen ausgestattet. In diesem Workshop dürfen Kinder als Kameraperson, TontechnikerInnen, DrehbuchschreiberInnen, FotografInnen, sowie RegisseurInnen arbeiten und sich in all diesen Rollen ausprobieren. Zudem dauert dieser 90 Minuten, wobei die Zeit für eine Trickfilmproduktion laut des Personals sehr knapp ist.

Zu Beginn werden die Schülerinnen und Schüler, sowie die Begleiterinnen und Begleiter begrüßt und anschließend erhalten sie einen kurzen Input von den Betreuerinnen und Betreuern. Danach werden die Kinder in 2 gleichgroße Gruppen aufgeteilt und das kreative Arbeiten kann beginnen. Die fertigen Trickfilme, die von den Schülerinnen und Schülern selbstständig entwickelt werden, können in der ZOOM-Sammlung angeschaut, sowie heruntergeladen werden. (Zugriff am 07.01.2020)

Wie schon erwähnt, sind die Zielgruppe für dieses Museum Kinder und Jugendliche. Die zahlreichen Angebote können entweder privat oder gemeinsam als Schulklasse gebucht werden. Sowohl Eltern als auch Pädagoginnen und Pädagogen sind diese Workshops geeignet und können im Zuge einer Fortbildung in der Medienkompetenz genutzt werden. Außerdem möchte ich das Personal sehr loben, da man merkt, dass sie sehr viel Herz in die Arbeit mit den Kindern stecken.

Meiner Meinung nach ist das ZOOM-Kindermuseum sehr empfehlenswert, weil Kinder und Jugendliche die Möglichkeit erhalten, mit digitalen Medien selbstständig zu arbeiten, aber auch sich im künstlerischen Bereich zu erkunden. Zudem finde ich es toll, dass sie sehr viel Wert auf das Praktische legen als auf das Theoretische. Sowohl der Workshop als auch das gesamte Museum hat mir sehr gut gefallen und es hat auch Interesse geweckt in Zukunft öfters vorbeizuschauen. Aus diesem Grund kann ich durchaus vorstellen als zukünftige Lehrperson viele Angebote zu besuchen und diese auszutesten.

07 Jan

Exkursion: WienXtra – Medienzentrum

Name: Natalie Lastro

Exkursionsziel: WienXtra – Medienzentrum

Datum des Besuches: 7. Jänner 2020

Das WienXtra-Medienzentrum ist eine Bildungseinrichtung, die Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 22 Jahren die Möglichkeit bietet, sich in ihrer Freizeit mit Video- und Fotokameras gratis zu beschäftigen. Freizeit deshalb, weil der Andrang viel zu groß wäre, wenn man ganze Klassen betreuen müsste.
Das Medienzentrum bietet den Verleih von verschiedenen Kameras und dazugehörigem Equipment an. Dabei können die Kinder und Jugendlichen das im Gebäude vorhandene Studio zum Videos drehen oder Fotografieren nutzen und anschließend einen der Schnittplätze zum Bearbeiten und Zuschneiden der Bilder und Videos verwenden.

Hat man den Wunsch sich eines der Dinge auszuborgen, so sollte man die Geräte rechtzeitig reservieren. Zusätzlich ist zu erwähnen, dass die Geräte nur dann ausgeliehen werden, wenn man genau sagen kann, was damit gemacht wird. Das zuständige Personal des Medienzentrums entscheidet dann, ob das Medienprojekt mit dem kostenlosen Geräteverleih unterstützt wird.
Wird das Projekt unterstützt, so bekommt man eine kurze „Einschulung“, damit man den richtigen Umgang mit dem Gerät kennenlernt.

Das Medienzentrum bietet den Kindern und Jugendlichen neben dem Verleih und dem zur Verfügung stellen ihrer Räumlichkeiten und Geräte auch Workshops an. Viele davon finden in den Ferien statt, wodurch die TeilnehmerInnen ihre Zeit und Gedanken gänzlich dem Projekt widmen können.

Zusätzlich werden auch Fortbildungen angeboten, die vor allem für uns PädagogInnen und Eltern relevant sind. Dabei werden Ideen zur Entwicklung und Durchführung verschiedenster Projekte vorgestellt.

Nachdem die Zielgruppen des Medienzentrums hauptsächlich 10 bis 22-Jährige sind, betrifft es Kinder in der Volksschule eher weniger (wenn, dann erst gegen Ende der 4. Klasse). Dennoch finde ich es sehr toll, dass die Stadt Wien solch ein Zentrum auf die Beine gestellt hat. Die BesucherInnen haben die Möglichkeit den Umgang mit verschiedenen Geräten kennenzulernen und bei der Verwirklichung ihrer Projekte unterstützt zu werden.

Auch das Angebot für uns PädagogInnen ist sehr toll. Wir haben die Möglichkeit verschiedene Geräte und Methoden kennenzulernen, die uns die Arbeit mit digitalen Medien erleichtern.

Ich persönlich kannte das WienXtra-Medienzentrum zuvor nicht und wurde positiv überrascht, als mir das breite Angebot vorgestellt wurde. Die Räumlichkeiten sind sehr gut ausgestattet und ich bin mir sicher, dass dadurch vor allem Kindern aus sozial benachteiligten Familien die Möglichkeit gegeben wird, ein eigenes Medienprojekt zu verwirklichen. Ich würde einen Besuch auf jeden Fall empfehlen!

07 Jan

Exkursion: ZOOM Kindermuseum – Trickfilmstudio

Name: Natalie Lastro

Exkursionsziel: ZOOM Kindermuseum – Trickfilmstudio
Thema des Workshops: Verdreht, vermischt und rausgefischt!

Datum des Besuches: 7. Jänner 2020

Das ZOOM Kindermuseum wurde 1994 als erstes Kindermuseum Österreichs gegründet. Es befindet sich im Museumsquartier, im 7. Wiener Gemeindebezirk.
Auf 1.600 Quadratmetern befinden sich vier große Bereiche, für Besucherinnen und Besucher bis 14 Jahre: die ZOOM Mitmachausstellung für Kinder von 6 bis 12 Jahren, den Spielbereich ZOOM Ozean für Kinder von 8 Monaten bis 6 Jahren sowie die Workshopbereiche ZOOM Atelier für Kinder von 3 bis 12 Jahren und das ZOOM Trickfilmstudio für Kinder und Jugendliche von 8 bis 14 Jahren.
Dem ZOOM Kindermuseum ist es ein Anliegen, die Kinder und Jugendlichen mit allen Sinnen spielen, forschen und entdecken zu lassen.

Nachdem ich mich auf die Medienbildung beziehen möchte, werde ich nun kurz etwas genauer auf das ZOOM Trickfilmstudio eingehen:

Das ZOOM Trickfilmstudio ist ein Multimedialabor, bei dem Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahren (wobei das Museum den Besuch erst ab der 3. Klasse empfiehlt) in die Rolle von DrehbuchschreiberInnen, RegisseurInnen, Kameraleuten, FotografInnen und TontechnikerInnen schlüpfen. Die BesucherInnen bekommen einen ersten Eindruck von der Produktion eines Trickfilmes und erkennen, dass dahinter viele kleine „Schritte“ stecken.

In der ZOOM Sammlung (Link weiter unten angeführt) werden die Trickfilme und Sounds, die die BesucherInnen produziert haben, digital gesammelt. Dort ist ersichtlich, wie kreativ die Kinder bei der Herstellung eines eigenen Produktes sind.

Link – ZOOM Sammlung: https://www.kindermuseum.at/zoom_programmangebot/zoom_sammlung/trickfilme__sounds_von_kindern, abgerufen am 7. Jänner 2020

Zusätzlich möchte ich erwähnen, dass ich vom Engagement der MitarbeiterInnen fasziniert bin. In einem Gespräch mit einem Mitarbeiter wurde mir gesagt, dass sie einen großen Wert auf Gemeinschaft legen. Sie möchten, dass sich jedes Kind in das Geschehen einbringt und seine kreative Idee umsetzt. Er meinte, dass es oft gar nicht so leicht ist, in 90 Minuten einen Trickfilm zu produzieren, trotzdem ist er ein großer Fan von der Arbeit mit den Kindern.

Ich finde es persönlich sehr wichtig, dass den Kindern schon früh genug der Umgang mit digitalen Medien beigebracht wird. Bei diesem Workshop haben die Kinder die Möglichkeit „hinter die Kulissen“ zu schauen und selbst zu produzieren. Ich bin davon überzeugt, dass die Kinder das Erlebte viel besser in Erinnerung behalten, als trockene Theorie.

Dieser Workshop bietet die ideale Möglichkeit, den Kindern neue Medientechnologien vorzustellen. Ich würde ihn auf jeden Fall mit meiner Klasse besuchen.

31 Dez

Das „Scratchen“ im Mumok – Kunst und Technik unter einem Dach

Foto:privat

Als ich zum ersten Mal den Begriff „Scratch Lab“ hörte, konnte ich damit rein gar nichts anfangen. „Was hat Programmieren mit Museum zu tun?“, war wohl eine der ersten Fragen, die mir durch den Kopf schoss. Nun, eine ganze Menge! Benedikt Hochwartner leitet das „digitale Atelier“ im Mumok Wien. Obwohl Benedikt seine Ausbildung nicht in den Fokus rücken wollte, finde ich es dennoch sehr spannend, dass er sowohl Kontrabasslehrer, als auch im technischen Bereich sehr versiert ist. Weshalb das „Scratchen“ für ihn so wichtig ist, ist schnell erklärt: Kinder und Jugendliche sollen erkennen, dass stets eine Person mit ihren Ideen und Vorstellungen hinter einem Programm steckt und nichts „einfach so“ passiert. Außerdem sei es wünschenswert, dass Programmieren nicht nur als Privileg oder besondere Fähigkeit einiger weniger technikaffiner Personen gilt, sondern dass bereits bei jungen Menschen ein Verständnis geweckt wird, wie diese Vorgänge funktionieren. Kritisches Denken und die Ermächtigung, selbstständig zu handeln sind wichtige Säulen, auf denen das Konzept des Vermittlungsangebots beruht.

Mehrmals trifft sich eine gleichbleibende Gruppe Kinder in den Semesterferien oder sogar wöchentlich über ein ganzes Semester verteilt, um Grundkenntnisse des Programmierens zu erlernen und ihre eigenen Ideen anschließend kreativ damit zu verknüpfen und umzusetzen. Viele Kinder und Jugendliche wollen vor allem eines: eigene Computerspiele entwickeln. Aber „Scratchen“ ist und kann viel mehr, weshalb einige TeilnehmerInnen sogar über mehrere Semester hinweg im Kurs bleiben.

Wie funktioniert es nun überhaupt, dieses „Scratchen“?
Jede Einheit startet mit dem Besuch einer Ausstellung, wobei jeweils verschiedene Themen von Farbwahl über Farbtechniken, Material etc. im Fokus der Analyse stehen. Im Atelier wird der Bezug zum Besprochenen hergestellt, daraufhin Befehle und Werkzeuge eingeführt, welche im Anschluss selbstständig am Laptop getestet werden können. Die TeilnehmerInnen setzen Lerninhalte sofort in die Praxis um beziehungsweise die Arbeit an ihren anderen Scratch-Projekten fort. Die Peer-MentorInnen arbeiten ebenfalls an ihren Projekten, unterstützen Benedikt zudem aber auch dabei, die Fragen der Kinder und Jugendlichen zu beantworten und Hilfestellungen anzubieten.
Abschließend erfolgt eine Projektpräsentation durch ein von Benedikt ausgewähltes Kind, gezwungen wird dazu jedoch niemand. Die TeilnehmerInnen geben dazu Auskunft über ihre Idee, aufgetretene Probleme und wie diese gelöst wurden, beantworten Fragen und stellen sich dem konstruktiven Feedback der interessierten KollegInnen dazu. Auf die Wichtigkeit dessen und wesentliche Faktoren weist Benedikt immer wieder hin: „Immer erst sagen, was dir gut gefallen hat.“

Das bis heute frei verfügbare Programm zum „Scratchen“ wurde in den USA entwickelt und meint eine visuelle Programmiersprache aufgeteilt auf drei Spalten: verschiedene Farbschemen, Programmierbefehle, Ausführung. Alle drei Teile sind nebeneinander stets zu sehen und beliebig überarbeit- und kombinierbar. Es ist höchst faszinierend, mit wie viel Hingabe, Motivation und Kreativität die Kinder Lösungen erarbeiten und mit wie viel Ausdauer sie an ihren Projekten „dranbleiben“. Ein Loblied auf die intrinsische Motivation in Verbindung mit handlungsorientiertem Lernen und darauf, dass Technik und Kunst eine spannende Kombination ergeben kann und nicht „staubtrocken“ sein muss, wie viele PädagogInnen bis heute vermuten.

20 Nov

Die medien.welten im Technischen Museum Wien

& was es dort alles zu entdecken gibt

Da ich schon bei einem vorherigen Besuch des Museums von den medien.welten sehr beeindruckt war, wollte ich diesem Bereich diesmal mehr Aufmerksamkeit schenken. Der Bereich befindet sich im obersten Stock des Museums, zusätzlich gibt es noch das techLAB und das Filmstudio einen Stock darunter. Auf über 2.500 m2 befindet sich eine beeindruckende, vielfältige Sammlung verschiedenster Ausstellungsstücke. Die Erfindung des Buchdrucks, die Speicherung und Übermittlung von Daten, Fernsehen, Massenmedien die Entwicklung der Post, Telefone, Internet, Ton, Kino,… sind nur einige Themen, zu denen man hier viel erfahren, nachlesen und teilweise auch ausprobieren kann. Für den Primarstufenbereich bieten sich viele Bereiche an, zu denen man fächerübergreifend arbeiten kann (Briefe schreiben, Verkehr [Fortbewegung mit Kutschen etc. – Post, Schriftspracherwerb, Historisches,… – Buchdruck, Ton – Musik, diverse Bildergeschichten und Erlebniserzählungen etc.). Besonders spannend stelle ich mir einen Besuch mit einer Klasse vor, wenn ein Thema bereits behandelt wurde, beispielsweise verschiedenste Aufnahmen mithilfe von Mikrofonen getestet wurden und die Kinder nun entdecken können, wie die Aufnahmegeräte früher aussahen und wie die Verarbeitung funktionierte. Das Thema Fotografie können die Kinder ebenso eindrucksvoll erleben und möglicherweise sogar noch bei sich selbst zuhause Bilder in Schwarz-Weiß ihrer Urgroßeltern entdecken oder ihren FreundInnen beim nächsten Besuch in einem Museum erklären, warum die Personen auf Bildern früher so unfreundlich aussahen (langes Stillhalten). Sehr spannend fand ich persönlich, neben der großen Palette an Informationen und Ausstellungsstücken, den Bereich „Propaganda“, welcher mit verschiedensten Zeitschriften zu dieser Thematik aufwartete. Insbesondere die Thematik der NS-Zeit stelle ich mir für geschichtsinteressierte Kinder der Primarstufe und SchülerInnen der NMS/AHS-Unterstufe sehr faszinierend vor.