Es kann losgehen…

Die Vorbereitungen zur Tagung laufen. 31 ExpertInnen im Bereich des Radiomachens haben sich definitiv angemeldet. Ein Erfolg, der das Interesse am Thema wiederspiegelt (für 30 Personen ist die Tagung ursprünglich konzipiert worden). Menschen mit Erfahrung aus der Praxis der Freien Radios, BetreuerInnen von Schulprojekten, LehrerInnen, die mit ihren SchülerInnen Radio machen, ExpertInnen aus der LehrerInnenfortbildung und Entscheidungsträger des bmukk sind bereit ihr Wissen zu teilen und daran zu arbeiten, die Radioarbeit im schulischen Bereich auf ein gutes Fundament zu stellen.

Eine spannende und interessante Mischung an Zugängen und Erfahrungen lässt eine konstruktive Tagung erwarten. Vorerst einmal danke fürs Mitmachen – stöbert in der Blogroll rechts, die Einblick in viele bereits vorhandenen  Aktivitäten gibt – stay tuned – wir freuen uns auf ein (Wieder-) Treffen im April in Seekirchen.

PS: Literaturempfehlung – #incommunicado von michel reimon – fast eine Pflichtlektüre für MedienpädagogInnen und MedienmacherInnen.

Radio – nur hörbar?

Radio ist als Medium fürs Hören bekannt. In den meisten Sendern wird ohnehin nur Beschallung angeboten. Dass das Medium Radio aber  wesentlich mehr Funktionen hat zeigen die Sender der Freien Radios. Das Radio wird dort als Ort der Begegnung und auch gesellschaftlichen Auseinandersetzung erkannt und genutzt. HörerInnen  werden zu RadiomacherInnen. Radio als elektronischer „Speakers Corner“. Punkfans begegnen VolksmusikspezialistInnen – Interessen werden zu Radiosendungen. Mediennutzungskompetenz wird quasi nebenbei im Alltag der Freien Radioproduktion erworben.

SchülerInnen wachsen heute in einer Mediengesellschaft auf. Ihr Alltag und auch ihr zukünftiges Berufsleben wird von Medien begleitet und auch beeinflusst. Der Umgang mit Medien wird als Lerninhalt aber auch als Kulturtechnik seitens der Bildungseinrichtungen erkannt. Medien werden zu Lehrmittel, mediale Welten auch zu Lernwelten. Das Radio wird allmählich von neuen internetbasierten Mediendiensten abgelöst. Die Produktionsweisen und kommunikationstheoretischen Hintergründe sind aber ähnlich oder gleich geblieben. Für medienpädagogische Praxis bietet das Medium Radio viele Möglichkeiten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass immer mehr LehrerInnen das Medium nutzen: einerseits um Inhalte, aber andererseits auch um Medienkompetenz zu vermitteln.

In unsrer Mediengesellschaft wird es für demokratische Meinungsbildung immer wichtiger Meinungsvielfalt auch medial zu transportieren. Medienbildung ist gleichzeitig immer auch politische Bildung. Beides sind Anliegen der Freien Radios und die heranwachsende Jugend damit vertraut zu machen, ist eine wichtige Aufgabe der Schule.

„Lernen heißt Wissen teilen!“ In diesem Sinne wollen wir bei der Tagung „Radioarbeit im Schulbereich“ unser Wissen zusammentragen, austauschen und daraus neue Handlungsperspektiven ableiten.